Extra said...

eMail am 01.01.06 an
Inhaber
Gasthaus Zum Löwen
74626 Bretzfeld-Bitzfeld
info@landhaus-wolf.de

Sehr geehrte Familie Wolf,

nach mir vorliegenden Informationen aus dem Internet trifft sich in Ihrem Gasthaus an jedem 2. Sonntag im Monat - also auch am nächsten Sonntag - ein „Stammtisch“ der antisemitischen Scharlatansekte GERMANISCHE NEUE MEDIZIN des derzeit in Frankreich wegen Betrugs und illegaler Arzttätigkeit inhaftierten selbsternannten Wunderheilers Ryke Geerd Hamer. Als Verantwortliche wird eine Frau Monika Oettinger, Tel. 07941 - 34988, benannt.

http://www.pilhar.com/News/Seminar/Sta_27_D74626_Bitzfeld.pdf

Ich weiß nicht, in wie weit Sie über die Hintergründe dieser Machenschaften informiert sind, weshalb ich Sie hiermit – ehe ich die örtliche Presse darüber informiere – darüber aufklären möchte. Was macht diese GERMANISCHE NEUE MEDIZIN so gefährlich und verwerflich? Ihre Anhänger sind damit beschäftigt

1. Interessierte und Betroffene mittels vorgeschobener Kritik an unserem Gesundheitssystem und der Pharmaindustrie – die ja durchaus ihre Berechtigung haben mag – zu ködern,

2. ihnen dann eine Alternative aufschwätzt, die keine Alternative ist, sondern übelste Verdummung und Abzocke,

3. so dass sie in unverantwortlicher Weise von möglichen, wissenschaftlich fundierten Heilungschancen abgehalten werden können und

4. man ihnen - das ist die besonders hässlich Fratze der GERMANISCHEN NEUEN MEDIZIN - im Extremfall ein humanes Sterben verweigern kann, so dass sie mit ihren Schmerzen elend zu Grunde gehen.

Hier eine gutachterliche Stellungnahme der Deutschen Krebsgesellschaft
http://www.krebsgesellschaft.de/pressemeldung_detail,895,,16104,detail.html

sowie einige Medienberichte der letzten Zeit:

Fernsehsendung Kontraste vom 10. November
http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_3362703.html

Artikel aus den „Nürnberger Nachrichten“ vom 19. November
http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=421606&kat=27&man=14

Bericht der Schweizer SonntagsZeitung vom 27. November
http://www.sonntagszeitung.ch/dyn/news/nachrichten/565730.html
Eine ausführliche Informationssammlung finden Sie hier:
www.agpf.de/Hamer,htm

Man erfährt derzeit im Internet bei der Suchmaschine Google (Eingabe: Zum Löwen Bitzfeld) bereits auf der ersten Seite unter Position 10, dass sich bei Ihnen regelmäßig Anhänger der GERMANISCHE NEUE MEDIZIN treffen. Dies ist sicherlich keine gute Werbung für Ihr Haus.

Aufgrund der Schwere der gegen diese Scharlatansekte erhobenen Vorwürfe kann ich Ihnen nur dringend empfehlen, die Leute vor die Tür zu setzten. Bitte teilen Sie mir auch innerhalb der nächste Tage mit, wie Sie sich in der Sache entschieden haben.


Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für das neue Jahr
R. M.
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eMail am 31.01.06 an

Landratsamt Hohenlohekreis
Gesundheitsamt
Leiterin Dr. Antje Haack-Erdmann
antje.haack-erdmann@hohenlohekreis.de

Kopien an

Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, Abt. 5
Poststelle@sm.bwl.de
Gemeindeverwaltung Bretzfeld
rathaus@bretzfeld.de
Gasthaus Zum Löwen
info@landhaus-wolf.de
Krebsverband Baden-Württemberg
info@krebsverband-bw.de
Heilbronner Stimme
redaktion@stimme.de

Sehr geehrte Frau Dr. Haack-Erdmann,

kennen Sie die „Germanische Neue Medizin“? Vielleicht nicht, aber wenn das so weiter geht, werden Sie sie irgendwann kennen lernen, denn nach dieser Heilslehre sind alle wissenschaftlich arbeitenden Ärzte nichts weiter als Schulmediziner, Massenmörder, die mit ihrer jüdischen alten Medizin täglich unzählige Menschenleben auf dem Gewissen haben. Beachten Sie dazu bitte das neuste Rundschreiben von Dr. Hamer an seine Anhängerschaft.

http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2006/20060101_Hamer_an_Freunde.htm

(Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt in der Sache wegen Volksverhetzung, Az 1653 Js 2797/06)

Die Propagandisten der „Germanischen Neuen Medizin“ ködern Interessierte und Betroffene mittels vorgeschobener Kritik an unserem Gesundheitssystem und der Pharmaindustrie - die ja durchaus ihre Berechtigung haben mag - und zerstören systematisch das Vertrauen in die moderne Medizin und damit zwischen Patienten und Ärzten. Sie schwätzen Betroffenen Alternativen auf, die keine Alternativen sind, sondern Kranke in unverantwortlicher Weise von möglichen, wissenschaftlich fundierten Heilungschancen abhalten. Selbst die medizinische Vorsorge wird verteufelt. Durch Einflüsse aus Richtung Scientology wird nun auch zunehmend gegen das Impfen Front gemacht.

Bitte lesen Sie dazu die gutachterliche Stellungnahme der Deutschen Krebsgesellschaft:
http://www.krebsgesellschaft.de/pressemeldung_detail,895,,16104,detail.html

Hier ein Bericht der Hamburger Morgenpost vom 14.09.2004
http://archiv.mopo.de/archiv/2004/20040914/nachrichten/hamburg/panorama/hmp2004091318570233.html

In den Medien gab es im letzten Quartal eine ganze Reihe kritischer Berichte. Dazu hier einige Links:

Fernsehsendung Kontraste vom 10. November
http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_3362703.html

Artikel aus den „Nürnberger Nachrichten“ vom 19. November
http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=421606&kat=27&man=14

Bericht der Schweizer SonntagsZeitung vom 27. November
http://www.sonntagszeitung.ch/dyn/news/nachrichten/565730.html

Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger von 04.01.06
http://www.ksta.de/html/artikel/1135358152883.shtml

Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 21.01.06
http://www.neue-oz.de/information/noz_print/stadt_osnabrueck/12798090.html

Eine ausführliche Informationssammlung über die „Germanische Neue Medizin“ finden Sie hier:
www.agpf.de/Hamer.htm

Nach mir vorliegenden Informationen trifft sich an jedem 2. Sonntag im Monat ein „Stammtisch“ der „Germanischen Neuen Medizin“ in Bretzfeld, Ortsteil Bitzfeld.

Quelle: http://www.pilhar.com/News/Seminar/Stammtische_Deutschland.pdf

Der genaue Ort wird nur auf Anfrage bekannt gegeben. Als verantwortlicher Stammtischleiter wurden in einer inzwischen gelöschten Veröffentlichung bei Pilhar

Frau Monika Oettinger
Mail: monika.oettinger@web.de
Tel: 07941 34988

benannt. Die Treffen sollten beim

Gasthaus zum Löwen
Alte Straße 15
D-74626 Bitzfeld

stattfinden. Ich hatte am 1. d.M. den Inhaber des Gasthauses Löwen deshalb angeschrieben und entsprechend informiert, erhielt aber darauf keine Antwort.


Aus der Stellungnahme der Deutschen Krebsgesellschaft:

„Es sind mehrere Todesfälle von Menschen, die seiner Theorie vertrauten, gut belegt, die unter schulmedizinischer Behandlung eine realistische Heilungschance besessen hätten. Deshalb ist die „Germanische Neue Medizin“ mit allem Nachdruck als einerseits absurd, andererseits aber bewiesenermaßen gefährlich zurückzuweisen. Ihrer Verbreitung muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln - juristisch und auf dem Wege der Aufklärung - Einhalt geboten werden. Eine Plattform zur Selbstdarstellung darf ihm und seinen Anhängern nicht geboten werden.“

Mein Appell an das Gesundheitsamt Hohenlohekreis und die ortsansässige Ärzteschaft:

Unternehmen Sie bitte etwas dafür, dass in Ihrem Wirkungsbereich keine kranken Menschen in die Fänge dieser Scharlatan-Sekte geraten! Prüfen Sie bitte rechtliche Schritte und sorgen Sie für öffentliche Aufklärung in der Sache! Es geht hier nicht um irgendwelche mehr oder weniger harmlose Spinnereien, sondern um Menschenleben.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank im Voraus
R. M.

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----- Nachricht von Klaus Parker <> auf Thu, 16 Feb 2006
17:14:22 +0100 -----
An: presse@cytries.com
Thema: [Pressespiegel] E-Mail-Schreiber warnt vor
Hamer-Stammtischen
Stimme.de, 10. Feb 2006
http://www.stimme.de/nachrichten/hohenlohekreis/art1919,712808.html?fCMS=6cf335631512176e05bdfaca688f231f

*E-Mail-Schreiber warnt vor Hamer-Stammtischen*

Von Yvonne Tscherwitschke

Gesundheitsamt, Gemeindeverwaltung, Krebsverband, Sozialministerium und die Hohenloher Zeitung bekamen elektronische Post. Darin warnt ein pensionierter Kriminalhauptkommissar aus Brauweiler vor der so genannten Germanischen Neuen Medizin. In Bitzfeld finde dazu monatlich ein Stammtisch statt.

Als Scharlatansekte bezeichnet der E-Mail-Schreiber R… M… die
Anhänger dieser so genannten Germanischen Neuen Medizin. Außer in
Bitzfeld gibt es in Heilbronn Stammtische.

Maxheim warnt vor den Lehren des Dr. Ryke Geerd Hamer, dem von Kritikern Antisemitismus vorgeworfen wird, da er der Meinung ist, ?Nichtjuden würden gezwungen, die jüdische Schulmedizin zu praktizieren.? Hamer wurde 1986 die Zulassung als Arzt wegen unterlassener ärztlicher Hilfeleistung entzogen.

Die in Öhringen wohnhafte Leiterin des Bitzfelder Stammtisches (Name der Redaktion bekannt) kennt die Biografie Hamers und die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben werden. Die Heilpraktikerin bekam bereits im Dezember elektronische Post von M. Sie sei sehr erschüttert gewesen, sagt sie.

Vor allem der Vorwurf des Antisemitismus habe sie sehr getroffen. ?So etwas lehne ich absolut ab?, beteuert sie. ?Ich habe mir da nichts zu schulden kommen lassen.? Monatlich kommen in Bitzfeld mittlerweile rund 30 an Hamers Theorien interessierte Menschen zusammen. ?Anfangs waren wir zehn bis 15.?

In den Lehren Hamers hat die Thai Chi- und Qi Gong-Lehrerin das
gefunden, was sie in der Schulmedizin vermisste: Die Einbeziehung der Psyche. Allein körperliche Symptome zu behandeln, das erscheint ihr zu wenig. Über zwei schwer kranke Bekannte habe sie von den Lehren Hamers erfahren, sich eingelesen und seine Theorien für gut und logisch nachvollziehbar befunden. ?Ich kenne einige Leute, die sich mit dieser Form der Medizin beschäftigten und gesund wurden?, sagt die Heilpraktikerin. Offiziell aber dürfe niemand die neue Medizin praktizieren. ?Man muss ja auf die Schulmedizin schwören.?

Keinen Grund zum Handeln sieht Antje Haack-Erdmann, Leiterin des
Gesundheitsamts in Hohenlohe. Sie hat ebenfalls ein Schreiben bekommen und beim Sozialministerium nachgehakt. Dort gibt es über die regionalen Stammtische keine negativen Erkenntnisse.

Und solange niemand zu Schaden komme, sagt Antje Haack-Erdmann,
beobachte die Behörde. Sie selbst hält nichts von Hamers Lehren. ?Doch es ist das Recht von aufgeklärten Bürgern, sich selbst für oder gegen etwas zu entscheiden.?

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eMail am 18. Feb. 2006 an
Herrn
Dr. Wolfgang Bak
Chefredakteur der Heilbronner Stimme
redaktion@stimme.de

Kopien an

Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, Abt. 5
Poststelle@sm.bwl.de
Gemeindeverwaltung Bretzfeld
rathaus@bretzfeld.de
Gasthaus Zum Löwen
info@landhaus-wolf.de
Krebsverband Baden-Württemberg
info@krebsverband-bw.de

Sehr geehrter Herr Dr. Bak,

Am 10. des Monats war in Ihrer Zeitung ein Bericht von Yvonne Tscherwitschke. Mit der Überschrift „E-Mail-Schreiber warnt vor Hamer-Stammtischen“ erschienen. Online:

http://www.stimme.de/nachrichten/hohenlohekreis/art1919,712808.html?fCMS=6cf335631512176e05bdfaca688f231f

Aus meiner Sicht ist dieser Artikel vom Inhalt wie auch vom Stil her äußerst dürftig, um nicht zu sagen mauer Winkeljournalismus. Lassen Sie mich mal ein bisschen meckern, schließlich werde ich darin namentlich genannt.

Schon die Überschrift lässt die Vermutung aufkeimen, dass Ihre Redakteurin überhaupt nicht gecheckt hat, worum es bei der Sache geht. Welch ein Ereignis: Ein E.Mail-Schreiber warnt. So widmet Frau Tscherwitschke auch noch die Einleitung dem „pensionierten Kriminalhauptkommissar aus Brauweiler“, der da wild mit der elektronischen Post-Pistole auf Gesundheitsamt, Gemeindeverwaltung u.s.w. schießt.

Man hatte ja schon in Internet-Foren verbreitet, ich sei bei der Gestapo gewesen. Andere findige Zeitgenossen, die etwas mehr Gespür für zeitliche Proportionen zu haben scheinen, hatten meine bisherige berufliche Tätigkeit bei der Stasi angesiedelt. Da könnte ich mich nun als Ex-Kripo-Hauptkommissar nicht beschweren; immerhin eine ehrbarer Titel, zumindest in Fernsehserien. Aber ich kann mich leider nicht daran erinnern, jemals in meinem Leben Kriminalhauptkommissar gewesen zu sein. Es würde mich deshalb mal interessieren, von wem Ihre Redakteurin diese Desinformation aufgeschnappt hat.

Ich hätte ja von diesem Artikel überhaupt nichts erfahren, wenn er mir nicht von jemandem geschickt worden wäre. Durch meine Öffentlichkeitsarbeit habe ich viele Kontakte mit Redaktionen. In der Regel ruft man mich von dort aus an, um noch die eine oder andere Frage zu klären, bevor man einen Artikel schreibt. Es geht auch um die Verifikation der Person. Und es gehört sich ganz einfach vorher nachzufragen, ob jemand mit der Veröffentlichung seines Namens einverstanden ist.

Aber das wäre ich auch gewesen, denn mich stören anonyme Anrufe nicht, weil ich sofort auflege, wenn einer seinen Namen nicht sagt oder dummes Zeug schwätzt. Auch die anonymen Schmähbriefe sind mir Bestätigungen. Zeigen sie doch, wie stark unterbelichtet die Absender sind. Ich hätte Ihnen sogar noch ein Foto von mir geschickt. Sie hätten auch dieses hier gerne verwenden können (2. Beitrag von Martin Gabling):

http://www.gnm-forum.ws/phpBB2/viewtopic.php?t=435

Die folgenden Zeilen von Frau Tscherwitschke lassen den Schluss zu, Stammtische der Scharlatansekte „Germanische Neue Medizin“ gäbe es nur in Bitzfeld und Heilbronn. Dabei geht den von mir übermittelten Quellen deutlich hervor, wie viele Hamer-Stammtische es bereits in Deutschland (es sind hier z.Zt. genau 60) und den angrenzenden Ländern gibt. Dieses Netzwerk expandiert. Hat Frau Tscherwitschke meine eMai überhaupt gelesen?

Und wieder werde ich als den großen Warner hingestellt. Dabei habe ich nur auf die Seiten verlinkt, auf denen Experten, also auch Mediziner, vor der „Germanischen Neuen Medizin“ eindringlich warnen. Frau Tscherwitschke erwähnt mit keinem Wort die wesentliche gutachterliche Stellungnahme der Deutschen Krebsgesellschaft. Keine Silbe über die bisherige Berichterstattung in den Medien. Das ganze sieht in Ihrer Zeitung so aus, als würden lediglich im Hohenlohekreis ein paar harmlose germanische Medizinmänner an einem Stammtisch ihre Kornkreise drehen.

Bei der Behandlung der Stammtischleiterin ist Ihre Redakteurin sehr umsichtig. Den Namen nennt sie natürlich nicht, auch wenn sie als Heilpraktikerin und was weiß ich für eine Lehrerin in Öhringen bekannt sein dürfte. Frau Monika Oettinger konnte Ihre Redakteurin offenbar davon überzeugen, dass sie von den ganzen Antisemitismusvorwürfen absolut keine Ahnung hatte. Ist das Naivität oder kennt man sich?

Worüber war Frau Monika Oettinger betroffen? Über die Unverschämtheit der Vorwürfe? Über ihr eigenes selektives Wahrnehmungsvermögen? Oder ist ihre angebliche Betroffenheit nichts weiter als Heuchelei? Schließlich muss sie doch als Stammtischleiterin die Schriften und Verlautbarungen von Dr. Hamer kennen. Hamer hetzt darin nicht erst seit Jahren, sondern schon seit Jahrzehnten über die Juden. Die persönlichen, antisemitischen Verschwörungstheorien Hamers finden sich dort überall. Und von alle dem will Frau Oettinger überhaupt nichts gewusst haben?

Frau Oettinger müsste als Heilpraktikerin sehr wohl darüber informiert sein, dass auch in der Schulmedizin die Psyche ihre angemessene Berücksichtigung findet. Das gehört mittlerweile wie selbstverständlich zur modernen Medizin. Diese dümmlichen Einschätzungen der Schulmedizin durch sogenannten Alternativmediziner sind für die Szene typisch. Ich bin jedenfalls froh darüber, dass mein Arzt seinen Beruf an einer Schule gelernt hat, und nicht an einem Stammtisch.

Was Frau Oettinger mit der „Germanischen Neuen Medizin“ übernommen hat und was sie bei ihren Stammtischen den Leuten – oft betroffene Angehörige von Schwerkranken oder sogar Schwerkranke selbst – erzählt, ist nichts als esoterischer und pseudowissenschaftlicher Humbug. Hier werden Menschen indoktriniert und von wissenschaftlich fundierter Hilfe abgehalten. Diese Praktiken von Seiten der Hamer-Anhänger hat bereits Menschenleben gefordert. Oder glauben Sie, die Deutsche Krebsgesellschaft hat sich das alles aus den Fingern gesogen?

Aber diese Möglichkeit der Hinterfragung scheint Frau Tscherwitschke nicht in den Sinn gekommen zu sein. Da schreibt sie doch lieber, dass Frau Oettinger die Theorien (wenn sie nur welche wären) Hamers für gut und logisch nachvollziehbar befunden hat und sogar einige Leute kennt, die sich mit dieser „Form der Medizin“ beschäftigen und gesund wurden. Ja wer soll das denn sein und was hatten die denn? Mit der „Germanischen Neuen Medizin“ bekommt man nicht einmal einen Fußpilz weg. Das ist die Realität. Und diese Wahnsinnigen wollen damit den Krebs heilen, der ja gar keine Krankheit sein soll, sondern lediglich ein sinnvolles biologisches Sonderprogramm.

Da muss man sich doch an den Kopf fassen. Hier werden mal wieder Scharlatanerie und gefährliche Irrlehren öffentlich verharmlost und die Warner als befremdliche Störenfriede dargestellt. Und es findet sich auch noch zu Krönung des Ganzen die Leiterin eines staatlichen Gesundheitsamtes, die die Auffassung vertritt, dass sie erst etwas unternehmen müsse, wenn jemand zu Schaden gekommen ist, und sich dabei auch noch auf die Unwissenheit des Sozialministeriums stützt, wo man auch wieder mal von nichts keine Ahnung hat. Von eigener Verantwortung, von Prävention, von öffentlicher Aufklärung über die möglichen Gefahren, hält die Beamtin nichts?

Oder sind die Bemerkungen über die Einlassungen des Gesundheitsamtes „in Hohenlohe“ etwa genau so unrichtig, wie der ganze Artikel, den sich Ihre Redakteurin Frau Tscherwitschke da zusammen gepinselt hat? Hier noch eine guter Artikel aus der Schweiz, sozusagen als Ansporn:

http://www.beobachter.ch/artikel.asp?session=A3D7A126-3E95-44A9-BF33-050D1AAA7715&category_id=108&DocumentID=3147&AssetID=9807

Mit freundlichen Grüßen
R. M.

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eMail am 18. Feb. 2006 an
Herrn
Dr. Wolfgang Bak
Chefredakteur der Heilbronner Stimme
redaktion@stimme.de

Sehr geehrter Herr Dr. Bak,

noch ein Nachtrag zu meiner vorhergehenden eMail: Auf der Internetseite Ihrer Zeitung befindet sich bei dem Artikel

http://www.stimme.de/nachrichten/hohenlohekreis/art1919,712808.html?fCMS=6cf335631512176e05bdfaca688f231f

ein Foto mit folgendem Text:

„Als Scharlatan wird Hamer in den Medien bezeichnet. Einmal pro Monat treffen sich Anhänger seiner Lehren in Bitzfeld. Auch in Heilbronn gibt es eine Gruppe Interessierter. (Foto: dpa)“

Das Foto von dpa ist eine Aufnahme aus einem OP, welche Chirurgen bei der Arbeit zeigt. Soll das der Hamer-Stammtisch in Bitzfeld sein, oder in Heilbronn? Hoffentlich ist dieser Klops nicht auch in Ihrer Printausgabe passiert. Das wäre ja echt eine Lachnummer.

Mit freundlichen Grüßen
R. M.

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eMail am 18.02.06 an die

Geschäftsführung und den Vorstand der
Sozial- und Arbeitsmedizinische Akademie Baden-Württemberg e.V.
in Verbindung mit der Universität Ulm
Adalbert-Stifter-Str. 105
70437 Stuttgart
info@internet-gid.de

Kopien an

Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, Abt. 5
Poststelle@sm.bwl.de
Krebsverband Baden-Württemberg
info@krebsverband-bw.de
Gesundheitsamt Hohenlohekreis
antje.haack-erdmann@hohenlohekreis.de
Monika Oettinger
monika.oettinger@web.de
Heilbronner Stimme
redaktion@stimme.de

Sehr geehrte Frau Erz,
sehr geehrter Herr Ohnmacht,

in Ihrem „Gesundheitsportal Baden-Württemberg“ führen Sie im Internet in der „Gesundheits-Informations-Datenbank im Hohenlohekreis“ zweimal die

Heilpraktikerin Monika Oettinger
Am Rain 19
74613 Öhringen
Telefon: 07941 / 34988
einmal mit dem Angebot „Tai Chi Chuan“ und einmal mit „Qingong“. URL:

http://www.sama.de/internetgid2/Angebote-uebersicht.asp?m1=8&m2=1&rag=KUEN&ort=&sw=&sc=4&zg=Familien&t=51&sw=Bewegungstherapie&t=11&ort=&sc=1&zg=

Was Sie sicherlich nicht wissen ist die Tatsache, dass Frau Oettinger auch die „Germanische Neue Medizin“ propagiert. Sie veranstaltet dazu regelmäßig einen „Stammtisch“, an dem nach ihren eigenen Angaben inzwischen bis zu 30 Personen teilnehmen.

Entnehmen Sie bitte alle Einzelheiten dieser Angelegenheit dem hier nachfolgend kopierten Vorgang.

Ich möchte Sie bitten, den Sachverhalt im Rahmen Ihrer Qualitätssicherung zu prüfen und Frau Oettinger aus Ihrem Verzeichnis zu entfernen.

Mit freundlichen Grüßen
R. M.

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Leserbriefe

Heilbronner Stimme am 22.02.2006

Leserstimmen
Hetzjagd auf Hamer-Stammtische?

Zum HZ-Bericht \"E-Mail-Schreiber warnt vor Hamer-Stammtischen\" vom 10.
Februar:
-----

Der Dunstkreis um den pensionierten Hauptkommissar M… hat mittlerweile
eine landesweit zweifelhafte Berühmtheit erlangt. In ihren Foren rufen sie
wörtlich zur \"Hetzjagd\" nicht nur gegen uns auf, sondern auch gegen
Homöopathie, Reiki und Jürgen Fliege. Unserem Wissen nach laufen mehrere
Strafanzeigen gegen diese Personengruppe.
Ich möchte richtig stellen: Dr. Hamer distanziert sich nachdrücklich von
primitivem Antisemitismus, damit hat er nichts zu tun. Er benennt namentlich eine kleine einflußreiche Clique, die seiner Meinung nach an dieser Erkenntnisunterdrückung Schuld trägt.
Verhaftet und verurteilt wurde Dr. Hamer im Jahre 1997 in Köln wegen
Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz. Die Neue Medizin ist keine Sekte
und auch keine neue (alternative) Therapie- oder Heilsform, sondern erklärt
Zusammenhänge in der Biologie, die Dr. Hamer nicht erfunden, sondern
wiederentdeckt hat. Das wurde mehrfach von Ärzten und Professoren bestätigt
und unter anderem von der Universität in Trnava verifiziert.
Olivia Pilhar ist mittlerweile 16 Jahre alt und hat die Chemotherapie nach
einem Giftschock bedingten Herzstillstand mit knapper Not überstanden.
Monika Oettinger, Öhringen, Leiterin des Bitzfelder Stammtisches


Schlecht recherchiert

Zum Thema Hamer gibt es unter anderem folgendes zu sagen: 1. Sie haben
schlecht recherchiert, die Oliva lebt. Sie können sich bei ihrem Vater
darüber informieren unter http://www.pilhar.com. 2. Die Germanische Neue
Medizin (GNM) basiert auf fünf biologischen überprüfbaren Naturgesetzen. 3.
Die Richtigkeit der GNM wurde bereits mehrfach bestätigt, z.B. an einer
Uniklinik in der Slowakei. 4. Die Uni Tübingen weigert sich seit über zehn
Jahren, der ihr per Gerichtsbeschluss auferlegten Verpflichtung
nachzukommen, das Habilitationsverfahren des Dr. Hamer durchzuführen und
somit die GNM zu überprüfen. 5. Durch Falschinformation und üble Nachrede
wird versucht, die Verbreitung der Entdeckungen von Dr. Hamer zu verhindern.
6. Der Vorwurf des Antisemitismus ist nicht haltbar und erfüllt Punkt fünf.
7. Vieles mehr steht unter http://www.neue-medizin.de.
Folglich ist es nicht erstaunlich, dass sich Leute betrogen fühlen und auf
anderen Wegen informieren, zum Beispiel in Form dieser Stammtische (von
denen ich übrigens noch keinen besucht habe).
Andreas Kircher, Pfedelbach

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eMail am 28. Feb. 2006 an
Herrn
Dr. Wolfgang Bak
Chefredakteur der Heilbronner Stimme
redaktion@stimme.de

Kopien an

Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, Abt. 5
Poststelle@sm.bwl.de
Krebsverband Baden-Württemberg
info@krebsverband-bw.de
Gesundheitsamt Hohenlohekreis
antje.haack-erdmann@hohenlohekreis.de
Monika Oettinger
monika.oettinger@web.de
Geschäftsführung und den Vorstand der
Sozial- und Arbeitsmedizinische Akademie Baden-Württemberg e.V.
info@internet-gid.de

Sehr geehrter Herr Dr. Bak,

nach meiner eMail vom 18. des Monats, in der ich Kritik an dem Artikel „E-Mail-Schreiber warnt vor Hamer-Stammtischen“

http://www.stimme.de/nachrichten/hohenlohekreis/art1919,712808.html?fCMS=6cf335631512176e05bdfaca688f231f

übte, hatte ich eigentlich mit einer Entgegnung Ihrerseits gerechnet. Stattdessen gab die „Heilbronner Stimme“ Anhängern der „Germanischen Neuen Medizin“ erneut unwidersprochen Raum für ihre pseudomedizinische Propaganda. So erschienen am 22. des Monats in Ihrem Blatt unter der Überschrift „Hetzjagt auf Hamer-Stammtische“ zwei „Leserstimmen“, von der eine von Frau Monika Oettinger, der Leiterin des Bitzfelder Hamer-Stammtisches, selber stammt. Ich hätte davon auch wieder keine Kenntnis erlangt, wenn das nicht in einem einschlägigen Internetforum veröffentlicht worden wäre:

http://www.vogelgrippe-aufklaerung.de/t30f4-Neue-Medizin-NEWS-5.html

Zu den Einlassungen von Frau Oettinger möchte ich folgendes entgegnen: Ich war niemals Hauptkommissar. Hat das Ihre Zeitung von Frau Oettinger oder hat das Frau Oettinger von Ihrer Zeitung? Es ist auf jeden Fall falsch. Einen Dunstkreis habe ich auch nicht. Ich arbeite ganz alleine und unter meinem echten Namen und meiner Anschrift, wie auch meiner Telefonnummer. Meine Aktionen beschränken sich darauf, Raumvermieter und andere Stellen, wie z.B. die zuständigen Gesundheitsämter, über die „Germanische Neue Medizin“ und die damit verbundenen Gefahren zu informieren. Ich habe keine Foren und schreibe auch in keinem Forum. Und was das für eine „Hetzjagt“ sein soll, ist mir auch unerklärlich. In Deutschland gibt es über 60 Hamer-Stammtische. Da hetzt wohl der Hase die Meute.

Dass ich dadurch in der Szene der Hamer-Anhänger einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangen konnte, ist ganz normal. Das merke ich auch an der mir reichlich zugehenden, kindischen bis hasserfüllten Fanpost, die bei mir – inzwischen ungeöffnet - in den Papierkorb wandert. Es liegt in der Natur dieser irrationalen Szene, dass sie Kritikern und Gegnern die unmöglichsten Identitäten und Eigenschaften andichtet, die auf Halbwahrheiten und glatten Lügen beruhen. Damit muss man halt leben. Nur finde ich es nicht so gut, wenn eine seriöse Tageszeitung wie die Ihre solche Behauptungen ungeprüft abdruckt. Ein Anruf bei mir hätte genügt, das eine oder andere zu klären.

Konkret zu der Einlassung: „Unserem Wissen nach laufen mehrere Strafanzeigen gegen diese Personengruppe.“ Frau Oettinger spricht da in der dritten Person. Wer sind denn diese „Wissenden“? Strafanzeigen laufen nicht, sie werden erstattet. Ob dann was läuft entscheidet der Staatsanwalt. Wer hat denn da gegen wen und wegen was Strafanzeige erstattet? Welche „Personengruppe“ soll das denn sein, die da beanzeigt wurde und zu der man mich offensichtlich rechnet? Hat das jemand von Ihrer Redaktion Frau Oettinger mal gefragt? Von dem jüngsten Haftaufenthalt Dr. Hamers und seinen Hintergründen schreibt Frau Oettinger wohlmerklich nichts.

Frau Oettinger versucht den antisemitischen Verschwörungswahn Dr. Hamers zu verharmlosen, ja sogar zu rechtfertigen. Ich kopieren Ihnen hier in den Anhang Textstellen aus Hamers Schriften und Verlautbarungen, wie sie noch vor kurzem auf Helmut Pilhars Internetseiten veröffentlicht waren. Lesen Sie selbst! Und dass Hamer in seinem Wahn nicht nachlässt, beurkundet sein neuster Brief an seine Gläubigen:

http://www.gnm-forum.com/phpBB2/fpost3867.html

Über die angeblichen Verifikationen der „Germanischen Neuen Medizin“ habe ich Ihnen hier eine Aufstellung in den Anhang kopiert. Sehen Sie selber, welchen Wert das Ganze hat. Mit solchen „Beweisen“ versuchen die Propagandisten der „Germanischen Neuen Medizin“ in betrügerischer Weise in der Öffentlichkeit Eindruck zu schinden. Und es gelingt ihnen zunehmend, dass unbedarfte Menschen sich davon beeindrucken lassen. Es gelingt Ihnen zunehmend, dass sich Kranke von ordentlicher ärztlicher Behandlung abhalten und in den Bann einer todbringenden Irrlehre ziehen lassen.

Dies gelingt ihnen auch hauptsächlich deshalb, weil die gegenwärtig vorhandene Rechtslage leider Scharlatane mehr schützt als kranke Menschen. Es gelingt ihnen, weil verantwortliche staatliche Stellen untätig bleiben, obwohl sie die Bevölkerung vor der „Germanischen Neuen Medizin“ öffentlich warnen müssten. Es gelingt ihnen, weil leider noch viele Medien sich erst dann dafür interessieren und etwas genauer hinschauen, wenn etwas passiert ist.

Sehr geehrter Herr Dr. Bak, ich bitte Sie deshalb hiermit, als Chefredakteur eine regionalen Presseorgans dafür zu sorgen, dass die Leser im Verbreitungsbereich Ihres Blattes in einem ordentlich recherchierten Artikel über die „Germanische Neue Medizin“ informiert werden. Was bisher dazu in der „Heilbronner Stimme“ zu lesen war, ist größtenteils Desinformation und Verharmlosung gewesen. Bitte werden Sie Ihrer Verantwortung als Presse gerecht! Ich stehe Ihrer Redaktion selbstverständlich weiterhin bei Fragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
R. M.

Donnerstag, 04 Mai, 2006