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Dienstag, Oktober 31, 2006

 

43 - Rote Karte für braune „Heiler“ beim Langenfelder Naturheiltag


Der „Erfolg“ bei den „Gesundheitstagen“ in Vaterstetten bei München, von dem Nicolas Barro berichtete (siehe Eintrag Nr. 40), brachte uns auf die Idee, mal alle möglichen Veranstalter von Messen, Ausstellungen, Kongressen etc. zum Thema Gesundheit, Alternativmedizin und ähnlichem aus dem Internet herauszusuchen, um sie vor der GNM zu warnen. Unsere diesbezügliche Rundmail ging dann am 23. Oktober an 47 Adressen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

In der mit den üblichen Linkverweisen bestückten Rundmail hatten wir nicht versäumt, die Adressaten darauf aufmerksam zu machen, dass sich die GNM-Anhänger in der Regel unter verschleiernden Namen anmelden und man deshalb bei noch nicht bekannten Teilnehmern etwas genauer hinschauen sollte. Üblicherweise erhalten wir auf solche Aussendungen kaum ein direktes Feedback, aber hier bedankte man sich in zwei Fällen für die Informationen und versprach wachsam zu sein.

Nun erreicht uns über das GNM-Forum die erste Erfolgsmeldung zu dieser Aktion. Ein „jannis“ berichtet ganz frustriert von seinem Info-Stand bei der Gesundheitsmesse am letzten Samstag, dem 28. Oktober, in der Stadthalle in Langenfeld/Rheinland und beklagt die „Denkstrukturen der Masse“:
http://www.gnm-forum.com/phpBB2/ftopic995-15.html

Die örtliche Presse (Rheinische Post) berichtete gestern darüber:
Rote Karte für braune „Heiler“
Anhänger einer „Germanischen Neuen Medizin“ wollten beim Langefelder Naturheiltag für die Lehren des „Wunderheilers“ Dr. Hamer werben. VHS-Chefin Juliane Kreutzmann schmiss die Gruppe kurzerhand raus.
Aus dem Artikel geht hervor, dass sich die Hameristen als „Kölner Ärzte-Stammtisch für Neue Medizin“ angemeldet hatten. Die GNM-Kritik der Reporter lässt nichts zu wünschen übrig. Dazu gab es dann noch einen gepfefferten Kommentar:
Sektierer unter falscher Flagge
http://www.bilder-hochladen.net/files/37p-i-jpg.html
Hier gibt es noch einen weiteren Artikel darüber:
http://www.rp-online.de/public/article/regional/duesseldorf/langenfeld/nachrichten/langenfeld/371131

Ein „Konrad Erwin“ hat in einem nachfolgenden Beitrag im GNM-Forum das „Problem“ richtig erkannt. Aufgrund der inzwischen im Internet reichhaltig vorhandenen Informationen über die wahren Hintergründe und Intensionen der GNM, geraten die Hameristen verstärkt unter Druck. „Welche Wege sind effektiv um die Neue Medizin zu verbreiten“, das ist die Eingangsfrage dieses Threads. Das sieht schlecht aus. Es wird in Zukunft immer unmöglicher werden, sich irgendwo mit falschem Etikett einzuschleichen.

Dazu die neueste Botschaft von Dr. Hamer:

http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2006/20061030_Hamer_an_Freunde.htm
Nur ganz hartgesottene GNM-Sektierer werden nie merken, wer für sie das größte Problem ist.

Sonntag, Oktober 29, 2006

 

42 - Keine Doktorarbeit in Göttingen – GNM schon wieder abgeblitzt


Am 24. September hatte Dr. Hamer einen Brief an den Dekan der medizinischen Fakultät der Uni Göttingen geschrieben:
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2006/20060924_Hamer_an_Froemmel.htm
Es geht dabei um eine Dissertation auf der Grundlage der GNM. Seine Anfrage enthält keinen einzigen Vorschlag zum Studiendesigne. Es ist mal wieder nichts weiter als heiße Luft. Hamer hat schon mit seiner sogenannten Habilitationsschrift gezeigt, dass er von Forschung absolut nichts versteht. Es geht ihm auch höchstwahrscheinlich nicht um die Doktorarbeit selber. Es reicht ihm, dass sich irgendwer mit seiner Erfindung beschäftigt, um daraus eine Verifikation aus dem Hut zu zaubern. Dass Hamer wirklich mal irgendwas mit ein bisschen Substanz vorlegen würde, ist und bleibt wohl unwahrscheinlich. Stattdessen faselt er erneut dummes Zeug über die Juden und den Talmud.

Die Clique seiner treuesten Anhänger witterte indessen Morgenluft. In geradezu kindlicher Naivität feierte man den kommenden Sieg:
http://www.gnm-forum.com/phpBB2/ftopic978-0.html
So war für Scherret, Neidlein und Konsorten die eigentlich zu erwartende Ablehnung von Hamers Anfrage wieder mal eine Grund zur demonstrativen Enttäuschung:
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2006/20060927_Froemmel_an_Hamer.htm
Als Mediziner weiß Prof. Frömmel sicherlich über die Wahnvorstellungen von Patienten mit schizoiden Psychosen bescheid. Wenn man seine Antwort liest, hat man nicht den Eindruck, dass hier ein Sachverständiger einem Kollegen eine Mitteilung macht, sondern eher, dass ersterer einem Laien die Konsequenz eines Sachverhaltes mit einfachen Worten erklärt, ohne ihn mit dem Hintergrund belasten zu wollen.

Aber Hamer wäre nicht Hamer, wenn er die Absage widerspruchslos hinnehmen würde. Sein Widerspruch ist allerdings kein argumentativer, sondern wieder mal pure Pöbelei:
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2006/20061005_Hamer_an_Froemmel.htm
Da faselt er etwas von einer kochenden Volksseele, bezichtigt Prof. Frömmel der Beteiligung an Massenmord (wobei er bei diesem Wort immer wieder seinen Leipziger Gefolgsmann Niemitz in Klammern setzt) und droht ihn sogar wegen Beihilfe zum Massenmord anzuklagen, falls er mal etwas zu sagen haben sollte. Bildet Hamer sich wirklich ein, mal Reichspräsident eines Deutschen Reiches werden zu können, oder dass sein „Unabhängiger Internationaler Gerichthof“ mal irgendwann irgendwelche Kompetenzen haben könnte?

Im GNM-Forum ist unterdessen die Entrüstung über die Ablehnung durch Prof. Frömmel perfekt. Dort versucht nun fast jeder seine Sau durchs Dorf zu treiben. Martin Gabling kündigt vollmundig an: „Nach der Aktion ‚Hartenstein’ kommt nun die Aktion ‚Frömmel’“. Was will er denn veranstalten, der geistige Tiefflieger aus Niederbayern? Wieder eine Unterschriftensammlung? Antje Scherret hat einen Brief an Prof. Frömmel geschrieben:
http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/2006/20061005_Scherret_an_Froemmel.htm
Immer die gleiche Leier. Können sich diese verblendeten Wirrköpfe denn nicht einmal ansatzweise vorstellen, dass die „Fünf eisernen Regeln des Krebses“ nach Dr. Hamer nichts weiter als Schrott sind, dass die ganze „Germanische Neue Medizin“ so absurd ist, wie der übrige von Hamer verquirlte Unsinn, dass jedem vernünftigen Mediziner seine Zeit viel zu schade ist, um sich damit beschäftigen zu wollen?

Über den Vorgang hat das „Laborjournal“ einen guten Artikel veröffentlicht:
http://www.laborjournal.de/editorials/214.html

Mittwoch, Oktober 25, 2006

 

41 - Internationale GNM-Demonstration in Rom eine einzige Pleite


In Fortsetzung von Eintrag Nr. 40

Für Samstag, den 21. Oktober, hatten italienische GNM-Anhänger auf ihrer Internetseite
http://www.albanm.com/home.htm
zu einer
„MANIFESTAZIONE INTERNAZIONALE PER IL RICONOSCIMENTO DELLA NUOVA MEDICINA GERMANICA® DEL DOTT. RYKE GEERD HAMER: LA
MEDICINA SCIENTIFICA!“
aufgerufen. Zur Teilnahme wurde auch in Deutschland mobilisiert. Wie bereits berichtet, gelang es nicht aus der Mitte Baden-Württembergs - dem Bundesland mit der höchsten GNM-Dichte - heraus, einen Bus nach Rom zu füllen. Auch Martin Gabling versuchte von Niederbayern aus einen Bus zu organisieren, was ebenfalls mangels Masse scheiterte. Letztendlich fuhr nur der PKW von GNM (Germane Nicolas Möchtegern) –Ulm in die Ewige Stadt.

Was sich dann dort als „machtvolle Manifestation“ abspielte, sah eher aus wie ein größerer Kindergeburtstag. Aufgeblasen durch eine Überzahl Luftballons in den Farben der Müllabfuhr und gestreckt mit Papierbändern versuchte man dem Ganzen etwas Volumen zu verleihen. Auf diesen Fotos kann man sich die Realität angucken:
http://www.albanm.com/galleria.asp?gallery=22

Aufgrund der Bilder wurde die Zahl der Demonstranten zunächst auf maximal 200 geschätzt. Nun hat auch Nicolas Barro seine Aufnahmen im geschlossenen Teil des GNM-Forums veröffentlicht. Sie bieten etwas mehr Einblick unter die dichten Lufballontrauben. Und da kann man jetzt sagen: Es waren auf keinen Fall mehr als 150, die dem Ruf zur großen Demonstration nach Rom gefolgt waren. Eine offizielle Angabe der Teilnehmerzahl von Seiten des Veranstalters lässt noch auf sich warten. Wir rechnen nicht mehr damit.

Im GNM-Forum jubelt man sich trotzdem gegenseitig die Taschen voll. Hier offenbart sich typisches Sektengehabe, gepaart mit verbalem Missionseifer. Da wird schon die Erfahrung, dass man von angesprochenen Passanten nicht unfreundlich abgewiesen wird, als quasi Zustimmung gehandelt. Eine einzige skeptische Stimme wird als miesepetrig und inkompetent abgewürgt.

Das Ergebnis dieser Aktion zeigt allzu deutlich, dass der Abwärtstrend im System Pilhar weiter anhält. Die GNM-Anhänger sind durch die Reichspräsidentenflausen Dr. Hamers verunsichert und lassen sich nicht mehr so leicht mobilisieren wie zu Zeiten, als er noch als Märtyrer in einem französischen „KZ“ (O-Ton Hamer) gefangen saß. Organisatorisch haben Hamer und seine Führungsriege die GNM mit diesem Schwachsinn voll an die Wand gefahren. Dabei können Dr. Haug und Konsorten bis dato absolut keinen Plan für die Durchführung einer solchen Reichspräsidentenwahl vorweisen. Das Ganze ist eine Fata Morgana.

Sicherlich geht es weiter mit der GNM, denn ein harter, sektiererischer Kern ist ja vorhanden und wird bleiben. Die rein pseudomedizinischen Aspekte der Hamer’schen Phantasien werden allerdings nach und nach zwischen anderen, leider immer noch erlaubten Quacksalbereien versickern. Es ist der Tod für die reine GNM, wenn mehr und mehr halbseidene Heilpraktiker und Kurpfuscher sich der Sache annehmen, denn solche Scharlatane werden sich von Dr. Hamer wohl kaum ihre anderweitigen, fragwürdigen Methoden und Einnahmequellen verbieten lassen.

Sonntag, Oktober 22, 2006

 

40 - Nicolas Barro und die GNM-Ulm im Erfolgsrausch


Gaimersheim, Ulm, Vaterstetten und Rom – Nicolas Barro dampft in allen Gassen

In Fortsetzung zum Eintrag Nr. 10 vom 12. Mai.

Es ist nicht mehr so einfach über die Aktivitäten der GNM-Anhänger Informationen zu bekommen, seit auch im GNM-Forum von Anje Scherret und Andrea Neidlein die Vorhänge für die Öffentlichkeit herunter gelassen wurde. Da mussten wir uns erst Einblick verschaffen.

Während Martin Gabling die Aktionen von GNM-Niederbayern nicht nur ankündigt, sondern auch stolz darüber berichte, ja sogar Fotos veröffentlicht, auf denen zu sehen ist, dass nichts los war, gibt sich GNM-Ulm Nicolas Barro bei der Verlautbarung von Ergebnissen eher bedeckt.

Für 27. September hatte sich Barro als Vortragenden bei einer GNM-Veranstaltung in einem Gasthof in Gaimersheim bei Ingolstadt empfohlen. Wir hatten selbstverständlich rechtzeitig unsere „Maschinerie“ (O-Ton Elena Pichler) angeworfen. Der Wirt wurde von Mitgliedern des örtlichen Gemeinderats gewarnt und zog die Raumvergabe zurück. Kein Sterbenswörtchen darüber von Nicolas Barro im GNM-Forum.

Informationstag in Ulm

Nicolas Barro hatte für Freitag, den 13. Oktober, einen „offiziellen GNM-Infotag“ in Ulm angekündigt. Es sollte ein Info-Stand in Neu-Ulm stattfinden und für den Abend hatte die Ulmer GNM-Gruppe einen Vortrag in einem renommierten Ulmer Restaurant geplant. Bis zu 200 Besucher wurden erwartet. Es gab dann Probleme. Pech, dass der Besitzer es Restaurants ein Bekannter des Oberbürgermeisters ist. Die Südwest-Presse brachte am 10. Oktober in ihrer Ulmer Lokalausgabe einen Artikel darüber (siehe Text hier im Kommentar).

Der Vortrag sollte dann trotzdem stattfinden, in einem anderen Lokal in der Nähe, aber daraus ist dann vermutlich gar nichts oder nichts nennenswertes geworden, denn Barro verliert auch über diesen missglückten Vorstoß im GNM-Forum kein einziges Wort mehr.

Tage der Naturmedizin in Vaterstetten

„An diesem Wochenende, den 14. und 15. Oktober, finden in Vaterstetten bei München die 'Tage der Naturmedizin' statt. Und keine medizinische Veranstaltng wäre komplett, wenn die GNM fehlen würde. Nicolas Barro, GNM-Studienkreisleiter Ulm/Neu-Ulm präsentiert die Inhalte der Germanischen Neuen Medizin ab 18 Uhr. Für Fragen und Diskussionen soll ebenfalls Platz sein. Die ‚Tage der Naturmedizin’ finden statt: GSD-Seniorenpark Fasanweg 24 Vaterstetten“

So Nicolas Barro am 15. Oktober im GNM-Forum. Wenn das kein Täuschungsmanöver war, dann war es auch kein großer Schaden. Gemäß den Informationen im Internet über diese „Tage der Naturmedizin“ ist die GNM dann garantiert zwischen den sonst dort üblichen Quacksalbereien versickert. Das wäre dann aber überhaupt nicht im Sinne von Dr. Hamer, der eifersüchtig darüber wacht, dass ihm kein anderer Scharlatan sein GNM stiehlt. Auch hier kein Wort mehr darüber im GNM-Forum.

Demonstration in Rom

Gestern, am 21. Oktober, sollte eine „Internationale Demonstration für die Anerkennung der Germanischen Neuen Medizin“ in Rom stattfinden. Dafür wurde offen im Faktor-L-Forum geworben:
http://www.faktor-l.de/viewtopic.php?t=1149

Aus der Mitte von Baden-Württemberg heraus, dem Ländle, in dem es laut den zuletzt bekannten Daten des Systems Pilhar nur so von GNM-Studienkreisen wimmelt, war es nicht gelungen einen Bus mir Sympathisanten nach Rom zu füllen. Nur Nicolaus Barro kündigte am Freitag an, nach Rom fahren zu wollen, in einem PKW, und ein Platz war noch frei.

Diese Demonstration für die GNM in Rom wird dort höchstwahrscheinlich nicht mehr Aufsehen erregt haben, als eine Reisegruppe der Caritas Buxtehude. Trotzdem sind wir auf den angekündigten Bericht der GNM-Gruppe Ulm gespannt, wenn es denn einen geben wird.

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