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Donnerstag, November 09, 2006

 

20 - „Anhängerin der Demokratie“ Anke Herrmann wegen Volksverhetzung verurteilt


In Fortsetzung von Eintrag Nr. 10 vom 27. Juni

Die Andromeda-Buchhändlerin Anke Herrmann wurde am 6.11.2006 vom Amtsgericht Erlangen wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen verurteilt. Jo Conrad strahlt dazu in seinem „Freigeist-Forum“ wieder volle Solidarität aus und veröffentlicht ein erneutes Rundschreiben von Herrmann:
http://www.geistig-frei.com/forum/index.php?topic=8834.285

Mehr dazu in der Presse (Artikel aus der "Nürnberger Zeitung" vom 7.11.2006, mit freundlicher Genehmigung der Redaktion):

Internet-Buchhändlerin verurteilt.
Volksverhetzung als erwiesen erachtet.

ERLANGEN — Sie selbst bezeichnet sich als „Anhängerin der Demokratie“, als „anständig“ und „offen für alle Glaubensrichtungen“. Warum dann die Internet-Buchhändlerin aus dem Raum Erlangen auf ihrer Website für ein antisemitisches Buch geworben und einer breiten Öffentlichkeit Zugang zum Volltext dieser Hetzschrift gegen Juden verschafft hatte, war für das Amtsgericht Erlangen nicht nachvollziehbar.

Die 43-jährige Buchhändlerin wurde deshalb wegen Volksverhetzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 20 Euro verurteilt (2400 Euro). Der Staatsanwalt hatte eine Bewährungsstrafe von acht Monaten sowie 120 Stunden gemeinnützige Arbeit für die laut eigener Auskunft inzwischen arbeitslose Buchhändlerin gefordert. Sie habe ihren Internet-Laden wegen des Strafverfahrens geschlossen und lebe jetzt von monatlich 190 Euro Arbeitslosenunterstützung, behauptete die 43-Jährige.

Die Richterin hatte keinen Zweifel an der Schuld der Angeklagten, die wegen ähnlicher Vorwürfe polizeilich abgemahnt worden war. Dass das von der Händlerin im Netz angepriesene Buch volksverhetzende Inhalte aufweist, hätten andere Gerichte längst entschieden, so die Richterin. Das Werk, mit dessen Autor die Buchhändlerin per Du ist, war über Jahre beschlagnahmt gewesen und steht bis heute auf dem Index. Die Angeklagte habe diese Hetzschrift „dem geneigten Leser nahe bringen wollen und zugänglich gemacht“. Zwei Mouseklicks, so hatte die Beweisaufnahme ergeben, genügten, um von der Homepage des Buchversands zum Volltext zu gelangen. Der Staatsanwalt attestierte der 43-Jährigen Vorsatz und Uneinsichtigkeit. Schon aus generalpräventiven Gründen müsse jemand, der rechtsradikales Gedankengut und entsprechende Symbole (Hakenkreuze und Siegesrunen) unter die Leute bringt, nachhaltig bestraft werden.

Der Berliner Verteidiger plädierte auf Freispruch. Er habe den Buchtitel über eine Internet-Suchmaschine eingegeben und sei ebenfalls nach ein paar Mouseklicks beim Volltext gelandet. Dann müsse man ja auch die Betreiber der Suchmaschine anzeigen. Im Übrigen weise das fragliche Werk keine volksverhetzenden Inhalte, sondern höchstens Kritik an einzelnen Juden auf. Und selbst wenn, so kenne seine Mandantin diese Inhalte gar nicht, weshalb Vorsatz ausscheide.

Unter Polizeischutz machte gestern ein Theologiestudent aus Norddeutschland seine Aussage. Er war beim Surfen zufällig auf die Website der Buchhändlerin gelangt. Als er dort mehrere Dutzend volksverhetzende Schriften vorfand, erstattete er Anzeige. Auch auf anderen Websites war der Student auf rechtsradikale Schriften gestoßen, was zu Ermittlungsverfahren in Berlin und Passau führte. Nach dem gestrigen Prozess musste sich der Zeuge Unflätigkeiten von einzelnen Personen aus der braunen Anhängerschaft der Angeklagten anhören: So wurde er als Denunziant und Stasi-Spitzel beschimpft. Die rechte Szene betreibe eine wahre Hetzjagd gegen ihn, verfolge ihn und verunglimpfe ihn im Internet, schilderte der Student am Rande der Verhandlung. Als er seinerzeit, was er als seine Bürgerpflicht empfand, die Anzeigen erstattete, habe er gedacht: „Der Staat kümmert sich drum.“ Dass letztlich er zur Zielscheibe rechtsradikaler Fanatiker werden würde, habe er nicht vorhergesehen.

Hier der Bericht dazu bei redok:
http://www.redok.de/content/view/425/36/

Samstag, November 04, 2006

 

19 - Jo Conrad wirbt in seinem Freigeist-Forum für Volksverhetzerpartei IPD


O-Ton Jo Conrad:
„Vielleicht in interessanter Vortrag zu der Thematik in Berlin:
Vortrag
Rechtslage in der ‚BRD’
Die deutsche Geschichte,wie sie nicht in den Lehrbüchern steht:“
Weiter hier:
http://www.geistig-frei.com/forum/index.php?&topic=10432.15

Diese IPD (Interimspartei Deutschland) ist zuletzt durch eine Veranstaltung in Bad Zwischenahn negativ aufgefallen. Die Nordwest-Zeitung berichtete darüber:
http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_artikel.php?Ressort=&C=0&id=1113068
Noch mehr Infos dazu von der Provinzkritik:
http://provinzkritik.blogsport.de/2006/10/23/nazi-veranstaltung-in-bad-zwischenahn/

„was treibt Dich eigentlich immer wieder dazu, solche braunen Sachen für interessant zu finden?“ fragt ein User Jo Conrad ganz direkt:
http://www.geistig-frei.com/forum/index.php?topic=10432.30
Und dieser antwortet mal wieder mit Fragen, was für ihn typisch ist. So versucht Conrad immer wieder seine braune Gesinnung zu verschleiern.

Der besagte Vortrag von Dr. E. Ludowici
http://www.krr-faq.de/reg4.php#ludowici
soll am 12. Dezember im inzwischen als braun-esoterischer Treffpunkt bekannt gewordenen Akazienhof in Berlin-Schöneberg stattfinden.

Nachtrag 29.12.2006
Jo Conrad feiert in seinem "Freigeist-Forum" die vorzeitige Haftentlassung des Holocaust-Leugners David Irving:
http://www.geistig-frei.com/forum/index.php?topic=11873.0


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