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10. September 2007
 

Chats und Foren

 

Joachim Bublath

Forum zur Sendung

Herr Sehne, das kommt von ihrer Homepage:

"Die Zulassung wird nach einer schriftlichen und mündlich- /praktischen Überprüfung erteilt, die sicherstellen soll, dass von dem Kandidaten keine unmittelbare Gefahr für die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung ausgeht."

Es wird überprüft dass keine Gefahr von HP ausgeht. Das ist wohl das mindeste das man verlangen kann. Wäre schön wenn es darüber hinaus ginge.



"Die Ausbildung ist nicht gesetzlich geregelt und es besteht keinerlei gesetzliche Verpflichtung, eine organisierte Ausbildung zu absolvieren. Es müssen in der Überprüfung die erforderlichen Kenntnisse zu den unten genannten Themen nachgewiesen werden - unabhängig davon, wie sie erworben wurden."

Jemand der gut auswendig lernen kann hat also eine gute Chance. Autodidakten an die Front! Auf ihrer Webseite dreht es sich auch immer wieder darum "durchzukommen". Danach scheint alles egal zu sein.


"Der überprüfungsrelevante Stoff für die Vollzulassung als Heilpraktiker (im Unterschied zum „Heilpraktiker Psychotherapie“) umfasst wesentliche Bereiche der Schulmedizin. Fachpraktische Themengebiete der naturheilkundlichen Bereiche werden in der Praxis nicht überprüft."

Sprich: Ich kann die Heilpraktikerprüfung bestehen ohne einen Funken Ahnung von den Methoden zu haben die ich später anwende. Eine erfolgreiche Prüfung sagt also gar nichts über die Fähigkeiten im Job aus.


"Bei der Heilpraktikerüberprüfung wird darauf geachtet, dass sich die Probanden der Verantwortung zum Verweis von Patienten an approbierte Ärzte bewusst sind, und zwar in den Fällen, in denen sie mit ihren Mitteln nicht hinreichend heilen können bzw. dürfen."

Wer überprüft das? Amhand der Prüfung kann man wohl kaum erkennen wie es später gehandhabt wird.
Sehr viele Heilpraktiker sind Heilpraktiker geworden weil sie der Schulmedizin extrem kritisch gegenüberstehen, sie sogar oftmals ehrlich hassen. Ich erlebe ständig Beispiele dafür. Ist von diesen Leuten eine verantwortungsbewusste Zusammenarbeit zu erwarten? Man hört fast immer nur davon dass der Patient dann irgendwann zum Arzt wollte, aber mitnichten überwiesen wurde.


"Insofern wird eine verantwortungsbewusste Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten oder Kliniken gefordert. Eine Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Psychologen und Heilpraktikern ist heute Ausdruck einer modernen Patientenversorgung."

Das könnte ihnen so passen. Klammheimlich wollen Sie Heilpraktiker zu gleichwertigen Stützen des Gesundheitssystems aufwerten. Das sind sie aber nicht, und das werden Sie hoffentlich auch nicht werden, auch wenn die Lobbyarbeit dieser Gruppe enorm ist. Das sieht man hier und in anderen Foren.

 

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