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12. September 2007
 

Chats und Foren

 

Joachim Bublath

Forum zur Sendung

Pjotrine hat geschrieben:

> Sollen sich doch Heilpraktiker einfach
> "Krankheitsbegleiter" nennen. Der Bedarf ist ohne
> Frage da. Das wäre wirklich komplementär. Einfach
> auf den Voodoo verzichten, nicht medizinische
> Gegenkonzepte mit uraltem Bart verfolgen, sondern
> seine Grenzen und Möglichkeiten erkennen. Da gäbe
> es wirklich Bedarf. Aber dem steht wohl die
> Eitelkeit der ganz vielen unverstandenen Genies
> und Hausfrauen (nichts gegen Hausfrauen, solange
> sie nicht auf HP machen) gegenüber, einem völligen
> Unverständnis des modernen Medizinbetriebes und
> der festen Überzeugung, dass, das, was man nicht
> versteht, stets als Schwäche von anderen
> auszulegen ist.
>
> Pjotrine

Das unterschreibe ich.

Ich finde es anmaßend dass die Heilpraktiker immer mehr Einfluß und einen immer höheren Status ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Es gibt keinen fachlichen Fortschritt in deren Gebiet, die HP sind oft genug sogar stolz darauf Methoden anzuwenden die seit Ewigkeiten nicht verändert und verbessert wurden. Dagegen werden in der Medizin durch ständige Weiterentwicklung immer bessere Heilungserfolge erzielt. Das führt dazu dass überholte Therapien in Vergessenheit geraten und ständig neue aufkommen. Es handelt sich um ein fließendes System mit exponentiellem Wissenszuwachs.
Dagegen stehen die statischen Systeme der HP. Bei vielen Therapien ist es so dass die einmal von Einzelpersonen entwickelt wurden (Bach, Hahnemann, Schüssler...) und danach unverrückbar feststanden und kaum verändert wurden. Die Homöopathie behandelt heute noch vor dem Hintergrund des Wissenstands von vor 250 Jahren.

 

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