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09. Oktober 2007
 

Chats und Foren

 

Joachim Bublath

Forum zur Sendung

chrissie17 hat geschrieben:
> „die Homöopathie ist nicht
> naturwissenschaftlich“ weitermachen. Wenn dies
> Ihre These ist – q.e.d. – worüber reden wir dann
> noch?

Das ist nicht meine These sondern die etlicher Homöopathen. Das sehen Sie in diesem Thread, sie müssen nur lesen was Sie schreiben.

> Recht hat nicht, wer am Ende den Beweis liefert.
> Sondern Recht hat, wessen Ergebnis als Beweis
> akzeptiert wird – und das hat weniger mit
> Objektivität als mit Marketingpositionierung zu
> tun oder soll ich es Placebo nennen?

Ich weiß aus leidvoller Erfahrung dass die Esos genau dieser Ansicht sind. Wer am lautesten schreit und genügend penetrant ist bekommt irgendwann Recht. Genau deshalb rufen die HP dazu auf die Redaktion von Bublath zu nerven, genau deshalb gibt es im Internet unzählige Eso-Foren in denen ganz selbstverständlich medizinische Grausamkeiten empfohlen werden (heute noch bei Igitte gelesen: mlignes Melanom, Stadium 1 auf keinen Fall operieren), genau deshalb überzieht Herr Rath seine Widersacher mit unerträglichen Schmutzkampagnen usw.

Das ist exakt das Gegenteil von dem was ich will. Für mich zählt einzig das Argument. Glauben Sie mir, die Diskussion wäre fruchtbarer wenn Sie so arbeiten würden wie ich und ich nicht als Einzelkämpfer gezwungen wäre dass so zu machen wie die Esos.

Nur mal als Hinweis, ich verwende sehr oft Fragezeichen, die kennzeichnen Fragen. Wäre schön wenn da wenigstens einmal eine Antwort käme.


> Der naturwissenschaftliche Zugang zur Welt scheint
> der verlässlichste, denn die gefundenen Ergebnisse
> lassen sich genau messen und wiederholen.

Kommt darauf an was man will. Wenn man etwas wissen will ist das der einzige Weg. Wenn man etwas glauben möchte ist alles möglich. Nur kann man dann nicht wissen ob es real ist. Im übrigen begibt man sich eine gefährliche Beliebigkeit. Kann sein dass der Mond aus Käse ist, die WIssenschaft ist eben noch nicht soweit dass zu erkennen.


> Daher nochmal mein Hinweis, dass die
> naturwissenschaftliche Erkenntnismethode dem
> Wissenschaftsgegenstand „Homöopathie“ nicht
> angemessen ist

Sie müssen gar nicht die Naturwissenschaft bemühen. Die Studien die ich erwähnt habe sind nichts anderes als zählen, ganz einfach.


> Nebenbei bemerkt ist die Homöopathie ein
> Naturheilverfahren von bestimmt über Hundert. Es
> gibt eine Reihe von Naturheilverfahren, die sehr
> wohl naturwissenschaftlichen Untersuchungen Stand
> halten.

Welche? Akupunktur? Ist anerkannt bei bestimmten Indikationen (bei weniger als man in den 80ern dachte). Gibt es Sippenhaft? Wenn ein paar anerkannt sind muss an den anderen auch etwas dran sein? Diese ganzen Verfahren haben keine Verbindung untereinander, da muss man schon einzeln draufgucken.

> Trotzdem werden immer wieder Methoden als
> nicht wissenschaftlich von Institutionen
> abgelehnt. Eine allgemeine Verschwörungstheorie
> abzuleiten, wäre wohl zu weit gegriffen, denn das
> würde eine Art Organisation im Hintergrund
> erfordern. Sehr wohl gibt es aber Institutionen,
> möglicherweise auch einzelne Menschen, die von der
> Anwendung eines Verfahrens so sehr profitieren,
> dass eine preiswerte alternative Möglichkeit
> bekämpft wird (und das meine ich genau so!).

Schauen Sie sich bitte mal an was ein Heilpraktiker, dessen einzige Qualifikation das bestehen eines Test ist, bei einer Schnupfenbehandlung herausholen kann und was ein Arzt mit zehnjähriger Ausbildung. Da sehen Sie wo finanzielle Interessen ganz unmittelbar zählen.

 

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