@Ute Maria
Ihre Beiträge, Frau Ute Maria, haben schon etwas bedrückendes. Sie ähneln so sehr dem Umsichschlagen der Homöopathen, als die grandiosen Forschungergebnisse an der Uni Leipzig von Schmidt, Süss und Nieber durch "unverdächtige" Wissenschaftler geradezu atomisiert wurden.
Auch da war der Krawall nach der unvermuteten Beendigung der Feierlichkeiten zum "ersten wissenschaftlich haltbaren Nachweis der Homöopathie" bzw. eines ihre Axiome, wenigsten genau so laut, wie das Party-Gelärm; und dann aber so abruppt verstummt, als hätte eine Polizeistreife den Zauber beendet. Sie erinnern sich sicherlich.
Nun haben wir einen neuen Nachweis, bei dem aber, bei genauem Hinsehen, die Parameter so verändert wurden, dass - zumindest im Hahnemannschen Sinne - eigentlich alles Mögliche bewiesen wurde (wenn denn das Bewiesene tatsächlich eine objektive Signifikanzprobe überstehen sollte), nur nicht die Wirkung der Homöopathie, bzw. eines ihrer Axiome.
Fakt ist doch, dass Hahnemann in seinen Wirksamkeitsnachweis, der Arzneimittelprüfung, sein Hauptinteresse auf die (geistartigen) Arzneikräfte lenkt. Im Organon beschreibt Hahnemann in § 128: „So erforscht man jetzt am besten, selbst die für schwach gehaltenen Substanzen in Hinsicht auf ihre Arzneikräfte, wenn man 4 bis 6 feinste Streukügelchen der 30sten Potenz einer solchen Substanz von der Versuchs-Person täglich, mit ein wenig Wasser angefeuchlet, oder vielmehr in einer größern oder geringern Menge Wasser aufgelöset und wohl zusammengeschüttelt, nüchtern einnehmen und dies mehrere Tage fortsetzen läßt.“
Da steht D30, Frau Ute Maria, nicht D1. Und um das Paradigma der Homöopathie - die geistartige Kraft jenseits der Anwesenheit der wirkenden Materie - tatsächlich zu verifizieren, ist zumindest D23 nötig, wobei angesichts von Ursubstanzen wie Ex. can. , Plutonium nitricum, Anus bovii, Placenta humana oder Medorrhinum die Prüfung mit Hochpotenzen sicher nicht das schlechteste ist, was Hahnemann seinen Jüngern angetan hat. Jedoch; alles unterhalb der Avogadro-Grenze ist Beobachtung von möglicher biochemischer Wechselwirkung, und damit eben kein Beweis der Homöopathie.
Gulda