Hauptnavigation:

Sie sind hier:

30. Oktober 2007
 

Chats und Foren

 

Joachim Bublath

Forum zur Sendung

@Chrissie17

Nicht verstanden, den Beitrag ?

Ich meine den Rückzug von den Axiomen, die die Homöopathie eigentlich ausmachten.
Sie benutzen eine (materiell vorhandene) Ursubstanz in einem Komplexmittel aus der Phytotherapie zum Beweis der Homöopathie. Nichts ist´s mit den geistartigen Kräften, nichts ist´s mit D30 Arzneimittelprüfung, nichts ist´s mit individueller Repertorisierung.
Die Richtung des Rückzugs ist unübersehbar.

> Ach. Mir war gar nicht bewusst, mich im Krieg zu befinden. Und für > wen bitte sollte ich mich geordnet zurückziehen?

Was mich erstaunt, ist Ihre Realitätsvergessenheit. Natürlich befinden Sie sich im Krieg, In einem, der von Irrationalisten jeglicher Couleur seit dem Beginn des so friedvollen Wassermannzeitalters geführt wird. Denn vor allem für Irrationalisten gilt der Satz: Worüber man nicht (im Sinn eines sich um objektive Wahrheitsfindung bemühenden Diskurses) reden kann, dafür muß man halt kämpfen.

Und so findet ein heiliger Krieg statt, in dem Esoteriker, Sekten, religiöse Gruppierungen, kurz gesagt, die Irrationalisten unserer Zeit, eine Welt erschaffen wollen, in der sich alle Menschen dem Glauben - irgendeinem Glauben - unterordnen.

Sie treten an gegen die Vertreter des wissenschaftlichen Denkens, die den emphatischen Glaubens- und Glücksbotschaften des Irrationalismus nur ihre nüchternen, logisch-rationalen Argumente einer zwar realistischen, aber nicht selten unbequemen Weltsicht entgegen zusetzen haben.

Es ist deshalb durchaus nachvollziehbar, aber dennoch paradox: Die Wissenschaft, die uns ermöglicht hat eine freiere Gesellschaft aufzubauen, weil sie uns aus dem Aberglauben und dem mysthischen Denken des religiösen Fundamentalismus befreit hat, findet sich heute angefeindet von denen, denen sie die Freiheit des Denkens ermöglicht hat, und die offenbar nicht sehnlicher wünschen als einen Salto rückwärts in Verhältnisse, wie wir sie in der dunklen Zeit vor der Aufklärung hatten.

Um diese Ziel durchzusetzen, sind den Irrationalisten alle Mittel recht: Man trifft auf raffinierte Demagogie, auf offensichtliche Lügen, auf wilde Phantastereien; und - vor allem anderen – auf eine unglaubliche Geschichtsvergessenheit.
Mit diesen Methoden wird versucht, den Unterschied zwischen Rationalismus und Irrationalismus aufzuheben und Wahrheit zu einer Frage des subjektiven Geschmacks zu machen.

Anders ausgedrückt: Wahrheit soll eine Frage individueller und subjektiver Weltsichten werden und damit beliebig sein. Wenn Wahrheit aber beliebig ist, ist sie keine Wahrheit mehr. Und genau hier sind wir dann wieder an der Stelle, wo Macht und Dogmen die Freiheit des Geistes unterdrücken.

Wenn Sie Freiheit des Denkens wollen, Chrissie17 müssen Sie die Regeln der Freiheit beachten.

Gulda

 

Login

 
 

Schnellsuche