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11. November 2007
 

Chats und Foren

 

Joachim Bublath

Forum zur Sendung

Sauermann hat geschrieben:
> Es war
> ein harter Weg, denn die Prüfung ist keineswegs
> wie oft im Forum beschrieben, ein Pappenstiel, den
> man mal eben so mit links macht.

Das scheint auf die Perspektive anzukommen. Für die Mediziner und Wissenschaftler die sich hier rumtreiben ist die Prüfung nicht so schwer. Ich finde eine normale Grundstudiumsklausur in der Medizin jedenfalls schwerer. Für Laien ist das sicherlich nicht so leicht, aber das sollte es auch nicht sein wenn man später eine solch komplexe Tätigkeit ausüben will. Und nicht vergessen, für Mediziner ist eine solche Prüfung der Anfang, für den HP das Ende der Ausbildung.



Ich habe in der
> Zeit meiner praktischen Tätigkeit als HP schon
> einer ganzen Reihe Menschen helfen können, die in
> dem Besuch beim Heilpraktiker ihren letzen Ausweg
> aus ihrer gesundheitlichen Misere sahen. Und das
> ich ihnen mit den weißen Kügelchen helfen konnte,
> so wie es all die anderen Homöopathen mit ihren
> Patienten auch erlebt haben, das allein zählt,
> finde ich.

Welche Erkrankungen können Sie heilen, welche nicht? Wie ist ihre Quote und wie lange bleiben Patienten im Schnitt bei ihnen?


Und glauben Sie nicht, das alle
> Patienten "gläubig" in Sachen Homöopathie waren,
> ganz im Gegenteil. Und trotzdem funktionierte es,
> darüber gab es oftmals Erstaunen und auch ich
> staune immer wieder und finde es phantastisch, was
> da passiert.

Placebo ist glaubensunabhängig, es geht nicht um Suggestion, sonst würde das bei Tieren auch nicht funktionieren.


> Es geht um was ganz
> anderes: um das große Ziel, Gesundheit und
> Wohlergehen für die Menschheit zu schaffen und zu
> erhalten.

Eben. Das geht sicherlich nicht indem man eine rationale, belegte Medizin durch Placebotherapien ersetzt.

Jeder mit seinen Mitteln und jeder mit
> dem Wissen, wo seine Grenzen liegen. Es geht um
> Akzeptanz und um Toleranz und nicht um Egoprobleme
> von Einzelnen.

Ich toleriere aber nunmal nicht wenn ein Naturheilkundler Brustkrebs mit Möhrensaft behandeln will, oder bei einer akuten Otitis media ausschließlich mit Zuckerkügelchen behandelt. Man kann auch zu Tode tolerieren.



Der Satz: "Wer heilt hat recht..."
> wurde schon gesagt und ich finde, obwohl er wie
> eine Phrase klingt, ist es doch ein guter Satz.

Näh. Das ist der schlechteste Satz den man sich vorstellen kann. Der sagt: Ich weiß nicht was ich da tue, wie es es funktionieren könnte und ob es auch bei anderen helfen würde, aber ich mach mal.



> Denn damit haben alle recht, die recht haben! :-)

Ein sehr sympathischer Homöopath und Impfgegner hat mal erzählt wie er Fieberkrämpfe bei Kindern behandelt:

"Im Akutfall kommen mehrere Mittel in Betracht, die differentialdiagnostisch differenziert werden müssen:
z.B. kommen in Frage ,Cham, Cic., Bell, Stram., Verat,Cupr, Hyos, Nux-v usw.

Differentialdiagnostisch klingt total gut. So wissenschaftlich. In der Praxis heißt das aber: Ausprobieren! Man gibt dem Kind Zuckerkügelchen und schaut nach ob die Fieberkrämpfe aufhören. Tun sie das nicht nimmt man das nächste Mittel. Das geht solange bis die Fieberkrämpfe aufhören (das tun Sie bei jedem Kind nach einer Weile) und dieses Mittel war dann rückblickend das richtige.

Wenn die Homöopathen so sehr auf den Menschen achten, ganzheitlich und so, warum brauchen sie dann im Schnitt 3-4 Mittel um das richtige gefunden zu haben?


> Im Übrigen ist bekannt, dass alles, was einmal
> etwas "ganz Großes" in der Weltgeschichte geworden
> ist, erst "niedergedroschen" wurde, bevor es zur
> Anerkennung kam.


Naja, abgesehen davon dass das sachlich falsch ist hatte die Homöopathie jetzt 250 Jahre Zeit um etwas großes zu werden.



> Vergangenes meckern, nach vorn schauen und
> gemeinsam am großen Ziel arbeiten, ist die Devise!

Die Weltherrschaft der Homöopathie?

 

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