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01.07.2007 um 17:35:50

Fast alles seltsam einseitig (Gelesen: 236 mal)
Bolligru
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Beiträge: 1
Fast alles seltsam einseitig
14.06.2007 um 13:26:17
 
Wie nicht anders zu erwarten, finden sich diesem Forum praktisch nur Impfskeptiker. Das liegt vermutlich an der einseitig strukturierten Leserschaft, die eher in Richtung Naturheilkunde orientiert ist und bekanntermassen reflexhaft alles Schulmedizinische verteufelt. Und so finden sich natürlich die üblichen Stories - ich bin geimpft und mir gehts schlecht - oder - ich bin nicht geimpft, mir gehts gut - das alles beweist natürlich garnichts. Ich könnte hier beitragen - ich bin nicht nur geimpft sondern auch als Kind wg. Mandelentzündungen immer mit bösen Antibiotika vollgestopft worden, die zu der Zeit ( vor 40 Jahren) noch ganz andere Kaliber waren als heutzutage - mir gehts gut. Nur mal so als Gegenaussage - beweisen tut auch das nichts. Konkret zum Impfthema möchte ich nur darauf hinweisen, das im Fall von Masern auch die Verantwortung gegenüber anderen kleinen Kindern zu bedenken ist, die noch nicht geimpft werden können und sich anstecken können. Und das Masern auch böse Spätfolgen haben können ... wird hier wahrscheinlich auch bestritten.
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Baerbel
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Beiträge: 62
Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #1 - 14.06.2007 um 16:57:20
 
Auch wenn man zu einer Leserschaft gehört, die von naturheilkundlichen Verfahren mehr überzeugt ist als von den sog. schulmedizinischen Therapien, deren Erfolge sich an den immer wieder explodierenden Kosten im Gesundheitswesen messen lassen müssen, muss man deshalb nicht einseitig sein.  
Aber wenn in der Fachzeitschrift für Ärzte "Deutsches Ärzteblatt", Ausg.Nr. 38 vom 20.09.2002 unter dem Titel in der Fortschrittsfalle" folgendes liest:
"11. Der Wettbewerb zwingt zur Erschließung neuer Märkte. Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, also in Menschen, die sich möglichst lebenslang sowohl chemisch-physikalisch als auch psychisch für von Experten therapeutisch, rehabilitativ und präventiv manipulierungsbedürftig halten, um "gesund leben" zu können"....,
fragt man sich, wie dieses "ethisch-wirtschaftliche" Ziel denn erreicht werden soll. Wie kommt man an Gesunde heran, die doch keinen Anlass haben, zum Arzt zu gehen?
Über die sog. Präventivmaßnahmen, insbesondere über das Impfen, denn Kranke werden doch nicht geimpft - oder? Da ist es doch kein Wunder, dass es keine öffentlich zugänglichen Nutzen-Risikoanalysen gibt... Mit seltsamer Einseitigkeit oder gar Verschwörungstheorien dürfte es absolut nichts zu tun haben, wenn verantwortungsbewußte Eltern eine Impfung ablehnen, wenn der Arzt keine wissenschaftlich fundierte und überprüfbare Nutzen-Lastenanalyse mit dem klaren Nachweis der tolerablen Lasten schriftlich vorlegen und daher keine adäquate Impfaufklärung vornehmen kann! Schlimm genug, dass die staatlichen Impfempfehlungen schon nicht den rechtsstaatlichen Vorgaben der Bundessozialrechtsprechung folgen!
Zu den Masern: auf den Webseiten der Eurosurveillance wird berichtet, "dass seit Februar 2005 in der Ukraine 19.673 Masernfälle gemeldet wurden. Von 7136 Erkrankungsfällen gibt es relativ vollständige Angaben. Demnach sind 48 % der Erkrankten ein- und zweifach geimpft. Von 23 % der Erkrankungsfälle wird angegeben, dass die Menschen ungeimpft waren und von 29 % ist der Impfstatus unbekannt."
Diese Recherchen können nachgelesen werden in "Leben mit Zukunft Nr. 3 Mai/Juni 2006, klein-klein-verlag (www.klein-klein-verlag.de).
Das Deutsche Ärzteblatt berichtet am 24.04.2006 anläßlich des größten Mumpsausbruches in den USA innerhalb den letzten Jahrzehnten: "Bei den meisten Infizierten handelt es sich um Collegestudenten, die als Kinder die MMR-Impfung erhalten hatten."
Dieses Fakten - und die betreffen nur den Nutzen, nicht die Impfschäden -  im Zusammenhang mit den hierzulande fehlenden Erfassungssystemen zu Nutzen und der Häufigkeit von Impfschäden führen zur Ablehnung der Masernimpfungen und das ist alles andere als seltsam einseitig, sondern nur verantwortungsbewußt.
Gruß Baerbel
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Niklas Dreher
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Beiträge: 13
Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #2 - 15.06.2007 um 13:44:52
 
Zitat von Bolligru am 14.06.2007 um 13:26:17:
Wie nicht anders zu erwarten, finden sich diesem Forum praktisch nur Impfskeptiker. Das liegt vermutlich an der einseitig strukturierten Leserschaft, die eher in Richtung Naturheilkunde orientiert ist und bekanntermassen reflexhaft alles Schulmedizinische verteufelt. Und so finden sich natürlich die üblichen Stories - ich bin geimpft und mir gehts schlecht - oder - ich bin nicht geimpft, mir gehts gut - das alles beweist natürlich garnichts. Ich könnte hier beitragen - ich bin nicht nur geimpft sondern auch als Kind wg. Mandelentzündungen immer mit bösen Antibiotika vollgestopft worden, die zu der Zeit ( vor 40 Jahren) noch ganz andere Kaliber waren als heutzutage - mir gehts gut. Nur mal so als Gegenaussage - beweisen tut auch das nichts. Konkret zum Impfthema möchte ich nur darauf hinweisen, das im Fall von Masern auch die Verantwortung gegenüber anderen kleinen Kindern zu bedenken ist, die noch nicht geimpft werden können und sich anstecken können. Und das Masern auch böse Spätfolgen haben können ... wird hier wahrscheinlich auch bestritten. ] 

 
 
Dieser Hinweis auf die Verantwortung ist doch einseitig. Suchen Sie mal einen Artzt, der schriftlich die Verantwortung übernimmt für eventuelle Impfkomplikationen oder -schäden.
Oder suchen Sie mal einen Kernkraftwerksbetreiber, der die Verantwortung für die Schäden durch Radioaktivität übernimmt...
Es wird mit allen Mitteln versucht, Angst zu schüren. wenn man schon zuwenig Angst um die eigenen Kinder hat, soll man doch wenigstens Angst um die Kinder der Andersdenkenden oder sogar vor deren Beschuldigungen haben.
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Alexis
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Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #3 - 15.06.2007 um 14:46:46
 
Zitat von Niklas Dreher am 15.06.2007 um 13:44:52:

Dieser Hinweis auf die Verantwortung ist doch einseitig. Suchen Sie mal einen Artzt, der schriftlich die Verantwortung übernimmt für eventuelle Impfkomplikationen oder -schäden.

 
 
Das ist doch Blödsinn. Die Verantwortung für Impfschäden als Vorsorgemaßnahme liegt von jeher beim Staat und nicht beim Arzt. Warum sollte der Arzt also bitte eine Verantwortung übernehmen? Das kann er nicht, weil das außerhalb jedes Versicherungsschutzes wäre,  und das braucht er auch nicht.
 
 
LG,
 
Alexis
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Atan
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Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #4 - 15.06.2007 um 15:34:33
 
@Baerbel
Diese Diskussion hakt schon einmal daran, dass konkrete Aussagen hier nicht belegt werden.
Bücher aus einem Verlag, der auf seiner Homepage für so schöne Titel wirbt wie: "Impfen ist Gotteslästerung" oder "Impfen und AIDS - der Neue Holocaust" sind prinzipiell nicht zitierfähig, um etwas zu belegen (ausser, das eben dort sowas geschrieben wurde).
Auf www.eurosurveillance.org ist obige Behauptung nicht belegbar, einziger Bezug für "measles", "ukraine" ist:
http://www.eurosurveillance.org/ew/2006/060629.asp#3
Hier wird auf den jüngsten Masernausbruch in Polen eingegangen, bei dem die Infektion aus der Ukraine eingeschleppt wurde. Interessant ist daran nur:
Of the 60 measles cases, 29 (48%) were male and 73% were in residents of urban areas. The most affected age groups were adults aged over 19 years (43 cases, 72%). Only eight of the patients had been vaccinated with two doses of measles vaccine (full vaccination course in Poland). Fifteen had been vaccinated with one dose, and the remaining 37 persons were either unvaccinated or their vaccination status was unknown. Vaccination status by age group is presented in the Table. The diagnosis of measles for all patients who had been fully vaccinated was based exclusively on the clinical picture.
 
The first dose of monovalent measles vaccine for children aged 13-15 months was introduced in Poland in 1975. In 2003, the monovalent vaccine was replaced by measles, mumps and rubella (MMR) vaccine. A second dose of measles vaccine at the age of 7 years was introduced in 1991. In 2005 MMR vaccine replaced the second dose of monovalent vaccine, and was given at 10 years of age. No booster vaccination is routinely used. Immunisation coverage has been improving since 1991. The proportion of 3 year old children vaccinated with the first dose at country level increased from 93.5% in 1991 to 97.4% in 2004. The proportion of 8 year old children vaccinated with the second dose at country level increased from 46.9% in 1991 to 95.6% in 2003. Immunisation coverage at regional level improved between 1991 and 2003, and has been maintained at a consistently high level since 1998 [2]. Results from a serologic survey in 1998 indicated that young people aged 15 to 19 years were the most susceptible to measles infection. The incidence during an outbreak in 1998 (N=2255) confirmed these findings, and people aged 16-20 years were the group most affected by the disease [3].
 
Der Immunstatus hat sich also seit 1991 deutlich verbessert, 73% aller 60 Fälle betrafen Menschen über 19 Jahre, die nach alten Impfschemata nur einmal geimpft wurden. Nur 8 Personen wurden zweimal geimpft!
Wenn 8 Personen von 60 Fällen eine doppelte Impfdosis erhalten haben und trotzdem erkrankt sind, mag das viel erscheinen, in Wirklichkeit muss man diese Fälle jedoch im Vergleich zur gesamten Bevölkerung sehen bzw. zur Zahl aller doppelt Geimpften.  
Übrigens generell:
Viele Menschen lassen sich durch ein falsches Verständnis von Statistik irreführen
Ich empfehle allen Lesern mal ein sehr interessanten Artikel aus "Spektrum der Wissenschaft" 3/2007, Seite 110ff.  
Sehr unterhaltsam und verständlich geschrieben: "Der Wyatt-Earp-Effekt" oder: Die betörende Macht kleiner Wahrscheinlichkeiten .
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mailin
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Beiträge: 11
Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #5 - 15.06.2007 um 16:30:30
 
hallo Bolligru,
 
es sind nicht nur Impfskeptiker hier im Forum zu finden. Wenn Sie alle Beiträge anschauen,  so gibt es durchaus auch Impfbefürworter, Impfgegner und solche, wie meine Wenigkeit, die so irgendwie dazwischenliegen. Ich bezeichne mich eher als impfkritisch, bemühe mich auch stets um Sachlichkeit, was nicht immer gelingt, da jeder Mensch natürlich ein wenig von seiner Subjektivität einbringt in eine Diskussion, zumal ein geschriebener Text auch nicht den Ton wiedergeben kann, den der Schreiber anschlägt. Man kann den ein und selben Satz ganz verschieden lesen.  
 
Das Thema Impfen wird  von beiden Seiten (gemeint sind Befürworter und Gegner) leider sehr oft sehr einseitig diskutiert und diese Diskussion hat nicht selten den Hang, ins emotionale "abzurutschen". Die menschliche Seite läßt sich nicht so leicht abschalten. Wer schon mal einen schlimmen Impfschaden gesehen hat, der wird sicherlich anders denken als jemand, der Impfungen immer gut weggesteckt hat und dafür jemanden kennt, der mit den Folgen nach z.B. Masern zu kämpfen hat. Beide Wege bergen ihr eigenes Risiko, das Impfen wie das Nichtimpfen. Da wir alle sehr verschieden sind , wir haben jeder für sich ganz individuelle Erfahrungen gemacht, kann nicht für jeden von uns ein Weg für alle der richtige sein. Jeder muß seinen eigenen Weg gehen und muß für sich und seine Entscheidnungen die Konsequenzen tragen. Aber wie kann ich denn meine Entscheidung treffen, wenn ich von offizieller Seite nur die Pauschalaussage höre: Wer alles impft, was die STIKO empfiehlt, tut das richtige und wer nicht, teilweise oder auch spät impft, ist verantwortungslos? Auf der Basis kann ich doch keine Entscheidung treffen. So ist meine persönliche Meinung.
 
 
Zitat:
Konkret zum Impfthema möchte ich nur darauf hinweisen, das im Fall von Masern auch die Verantwortung gegenüber anderen kleinen Kindern zu bedenken ist, die noch nicht geimpft werden können und sich anstecken können.
 
Dies ist in der Tat eine heikle Sache, mit der ich mich auch beschäftige. Die Masern sind im ersten Lebensjahr durchaus mit einer wesentlich höheren Komplikationsrate behaftet als in dem Alter, in das sie vor der Massenimpfung noch üblicherweise ihren Ausbruch fanden.  
Aber warum erkranken heute so viele Säuglinge an Masern? Weil eine geimpfte Mutter oder eine, die als Kind keine Masern durchgemacht hat, einen sehr unsicheren bzw. keinen  Nestschutz über die Plazenta an ihr Baby weitergeben kann. Das ist das Dilemma, in dem wir stecken. Anstatt hier Aufklärungsarbeit zu leisten, woher denn die Säuglingsmasern plötzlich kommen, wird von offizieller Seite, die Schuld den Eltern in die Schuhe geschoben, die ihre Kinder nicht gleich mit 12 Monaten gegen Masern impfen lassen. Das kann man so nicht stehen lassen.  Durch die Massenimpfung gegen Masern hat sich die Krankheit in ein Alter verschoben, in dem sie zweifelsohne wesentlich höhere Komplikationsraten mit sich ziehen, nämlich ins Säuglingsalter und auch ins Erwachsenenalter. Somit sind die Masern durch einen Kunstgriff gefährlicher geworden. Was meiner Meinung nach auch zu selten erwähnt bleibt, ist, daß der Erreger auch von Geimpften weitergegeben werden kann, ohne daß diese sichtbar an Masern erkranken. Denn eine gespritzte Impfung wird an den Schleimhäuten vorbeigespritzt und kann diese nicht immunisieren, im Gegensatz zur Polio.Schluckimpfung, die den natürlichen Infektionsweg geht.  
 
Wie lange hält denn die Masernimpfung? Ich kann mir nun wirklich nicht vorstellen, daß sie bei jedem ein Leben lang hält. Sie hält dann vielleicht ein Leben lang, wenn der Geimpfte immer wieder Wildvirenkontakt hat. So kann er seinen Schutz auffrischen.  
 
 
Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie sagen, daß die eigene Beobachtung: "Ich bin nicht geimpft und kerngesund" nicht repräsentativ ist. Genausowenig, wie " Nachbarskinder sind geimpft und dauernd krank". Wie stark ein Immunsystem ist, hängt ja nicht alleine davon ab, ob man geimpft ist oder nicht. Es gibt sehr viele Faktoren, die da mit reinspielen. Die ererbte Konstitution ist sicherlich von sehr großer Bedeutung. Und gerade deshalb kann nicht jeder den gleichen vorgegebenen Weg gehen. U.a. aus dem Grund  wäre doch die Wissenschaft gefordert, uns entsprechende Studien zu liefern, die nicht einseitig geprägt sind. Eine Gruppe von Wissenschaftlern, die STIKO, hat sich ein Ziel auf die Fahne geschrieben: Durchimpfungsrate steigern so hoch es geht! Da sind Studien fehl am Platze, die eventuell das Gegenteil beweisen als das, was sie propagieren. Es wird diese Studien niemals geben, weil sich kein Geldgeber findet, der diese durchführen läßt.
 
 
Ich bin nach wie vor der Meinung, daß jeder seinen eigenen Weg gehen muß. Die Entscheidung muß ich selbst treffen, die kann mir keiner abnehmen. Was ich bedaure, ist, daß ich mir selbst die nötigen Informationen zur Entscheidungshilfe zusammensuchen muß, da die offizielle Risikoabschätzung zu einseitig gefärbt ist. Die Gefährlichkeit der Krankheit wird meist übertrieben dargestellt, wohingegen die Zahl der Impfschadensfälle sicherlich zu niedrig angesetzt ist. An die Dunkelziffer der Impfschäden werden wir nie rankommen. Ich kann mir vorstellen, daß viele Eltern, deren Kind durch Impfung schwer zu Schaden gekommen ist, oder gar verstorben ist, nicht mehr die Kraft haben, die Meldung des Schadens vorzunehmen und dann auch noch um die Anerkennung als Impfschaden zu kämpfen.  
 
 
Liebe Grüße  
Mailin
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Niklas Dreher
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Beiträge: 13
Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #6 - 15.06.2007 um 18:52:00
 
Zitat von Alexis am 15.06.2007 um 14:46:46:
Zitat von Niklas Dreher am 15.06.2007 um 13:44:52:

Dieser Hinweis auf die Verantwortung ist doch einseitig. Suchen Sie mal einen Artzt, der schriftlich die Verantwortung übernimmt für eventuelle Impfkomplikationen oder -schäden.



Das ist doch Blödsinn. Die Verantwortung für Impfschäden als Vorsorgemaßnahme liegt von jeher beim Staat und nicht beim Arzt. Warum sollte der Arzt also bitte eine Verantwortung übernehmen? Das kann er nicht, weil das außerhalb jedes Versicherungsschutzes wäre,  und das braucht er auch nicht.


LG,

Alexis

 
 
Hallo Alexis,
Vielleicht hat sich da ein Missverständnis eingeschlichen: Ich wollte nicht von rechtlicher, sondern von- wie soll ich es nennen- grundlegender, menschlicher Verantwortung des einzelnen für seine Taten sprechen. Bolligrou kann ja auch nur von dieser Art Verantwortung sprechen, denn solange kein Impfzwang besteht,kann es auch keine Grundlage für eine rechtliche Verantwortung des Nicht-geimpften gegenüber dem Geimpften geben. Es gibt genug Ärtzte, die, weil sie die direkte menschliche Verantwortung nicht übernehmen können, nicht impfen.
Jeder hat doch für das, was er tut, eine grundsätzliche Verantwortung zu tragen unabhängig davon, wer nacher den Schaden bezahlt.  
 Selbst wenn rechtlich der Staat die Verantwortung trägt: Wer ist "der Staat"? Ist menschlich gesehen der Politiker, der eine Vorsorgemassnahme befürwortet oder der Artzt, der sich bereit erklärt den Stoff zu spritzen mehr verantwortlich?
 
Noch ein kleiner Tipp: Es ist normalerweise eine gefährliche Vereinfachung, die Aussage oder Meinung  eines anderen pauschal als Blödsinn zu bezeichnen und hilft dem gegenseitigen Verständnis nicht.
Ausserdem ist es nicht höflich.
Freundliche Grüsse,
Niklas Dreher
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Gustl
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Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #7 - 15.06.2007 um 23:03:15
 
Zitat von Bolligru am 14.06.2007 um 13:26:17:
Wie nicht anders zu erwarten, finden sich diesem Forum praktisch nur Impfskeptiker. Das liegt vermutlich an der einseitig strukturierten Leserschaft, die eher in Richtung Naturheilkunde orientiert ist und bekanntermassen reflexhaft alles Schulmedizinische verteufelt. Und so finden sich natürlich die üblichen Stories - ich bin geimpft und mir gehts schlecht - oder - ich bin nicht geimpft, mir gehts gut - das alles beweist natürlich garnichts. 

^
Lieber Bolligru,
da haben Sie sehr selektiv gelesen. Wer "verteufelt denn hier alles Schulmedizinische". Hat jemand gesagt, dass er gegen wissenschaftlich nachweislich sichere und nützliche Impfungen etwas einzuwenden hätte? Ist mir nicht aufgefallen. Können Sie helfen?  
 
Hat irgend jemand "alles schulmedizinische verteufelt"? Oder wurde nicht gerade aufgezeigt, dass im Zusammenhang mit Impfungen alle sonst üblichen "schulmedizinischen" Regeln fallengelassen werden?  
 
Zu dem Thema Antibiotika, dass zwar hier nicht unbedingt hineingehört, aber Sie offensichtlich bewegt:  
 
Hat jemand  gesagt, er hätte etwas gegen den Einsatz von Antibiotika z.B.  in lebensbedrohenden Umständen? Oder in anderen Umständen, in denen nachweislich ein Nutzen gegeben ist?  
 
Gerade gestern kam im Radio nebenbei eine Meldung, dass durch gegen Antibiotika resistente Bakterien jedes Jahr in Deutschland ca. 40000 (!) Menschen sterben, auch Kinder.  
 
Interessant, nicht wahr? Wo ist das Rober Koch Institut mit Forderungen nach Strafanzeigen? Wo ist der Stumr in der Presse, die die zweifelhastesten Ausagen und ausgesprochene Lügen (siehe Beispiel Masernparties) im Zusammenhang mit einer offensichtlich gesteuerten Masernkampagne gierig wiedergibt?  
 
Hat unsere Gesellschaft vielleicht tatsächlich ein Riesenproblem damit, wie unser Medizinsystem Antibiotika (und andere Pharmaka) einsetzt?  
 
Wäre es vielleicht tatsächlich für unsere und unserer Kinder Gesundheit besser auf die Schrotschußartige Verwendung von Antibiotika, fiebersenkenden Mitteln und anderen Pharmaka auf Verdacht und bei jeder Gelegenheit zu verzichten?  
 
Wäre es nicht wichtig, dazu mehr aussagekräftige, von subjektiven Vorurteilen der Ärzte und Patienten freie, wissenschaftliche Studien durchzuführen?  
 
Wenn es Studien mit dem Ergebnis gibt, dass in bestimmten Fällen naturheilkundliche Methoden wirkungsvoller und kostengünstiger sind als "schulmedizinische", sollte man dem nicht nachgehen?  
 
Vielleicht denken Sie ja in Ruhe darüber nach, und versuchen die Ihnen offensichtlich unbequemen Positionen überhaupt zu verstehen?  
 
Dieses Forum bietet Ihnen dazu eine sehr gute Möglichkeit: Fragen Sie doch einfach mal in der Art nach: "Habe ich richtig verstanden, dass zur offiziellen Impfpolitik kritische Teilnehmer folgende Meinung vertreten: ... "  
 
Ich kann Ihnen versichern, dass was Sie oben angeführt haben, mit ziemlicher Sicherheit fast niemand vertritt.
 
In der Hoffnung zu einem offenen Dialog einen kleinen Beitrag geleistet zu haben,
 
Gustl
 
 
 
 
 
 
   
 
 
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Beiträge: 17
Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #8 - 16.06.2007 um 08:12:08
 
Zitat von Niklas Dreher am 15.06.2007 um 18:52:00:

Hallo Alexis,
Vielleicht hat sich da ein Missverständnis eingeschlichen: Ich wollte nicht von rechtlicher, sondern von- wie soll ich es nennen- grundlegender, menschlicher Verantwortung des einzelnen für seine Taten sprechen.

 
Und die wollen Sie schriftlich haben?
Sie schrieben:
 
Suchen Sie mal einen Artzt, der schriftlich die Verantwortung übernimmt für eventuelle Impfkomplikationen oder -schäden.
 
 
Zitat:
Es ist normalerweise eine gefährliche Vereinfachung, die Aussage oder Meinung eines anderen pauschal als Blödsinn zu bezeichnen und hilft dem gegenseitigen Verständnis nicht.
Ausserdem ist es nicht höflich.

 
Noch viel unhöflicher ist es, anderen vorzuschreiben, was sie zu sagen haben.
Oder wie schreibt Ulrich Wickert so schön: "Gauner muß man Gauner nennen"... und Blödsinn natürlich Blödsinn.
 
Es ist nunmal Blödsinn etwas Schriftliches von Ärzten zu verlangen und die Nichtunterschrift als Argument gegen das Impfen in's Felde zu führen.
 
LG,
 
Alexis
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Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #9 - 16.06.2007 um 17:17:44
 
Hallo, bitte bedenkt, dass Ärzte mit ihren Patienten incl. Abrechnungspraxis und Fortbildungen (da immer neue Vorschriften und WHO-Kürzeln für immer neue Krankheiten als Basis der Abrechnungen zu erlernen sind = Beschäftigungstherapie, um das Heilen nicht zu intensiv werden zu lassen!) ziemlich ausgelastet sind, wenn sie von ihrem Job leben wollen. Es kann nur wenigen Ärzten nachgesagt werden, dass sie Handlanger der Pharmaindustrie sind, z.B. solchen, die mehr oder weniger unauffällig Studien für die Pharma durchführen oder sich hofieren lassen (nicht nur mit kleinen, sondern auch großen Geschenken). Die meisten Ärzte werden regelrecht dumm gehalten und das fängt schon im Studium an, wo sie von Impf- und Medikamentenschäden  (sog.UAW=Unerwünschte ArzneimittelWirkungen) gar nichts hören. Es gibt aber schon eine Reihe von Ärzten (vgl. die Diskussion zu der inzwischen abgeschlossenen on-line-Petition von Severin Mundl zur "Freiheit der Impfentscheidung" auf den Bundestagsseiten e-petitionen.bundestag.de), die ahnen oder auch schon überzeugt sind, dass mit dem Impfen etwas nicht stimmen kann.  Allerdings haben diese Ärzte wahrscheinlich nicht die Zeit oder befürchten Repressalien von ihren Berufsverbänden, wenn sie bei der Zulassungs- oder impfempfehlenden Behörde PEI/RKI die Herausgabe der schriftlichen Risiko-Nutzenanalyse mit dem Nachweis der tolerablen Nutzen verlangen würden. Noch besser wäre es, wenn sie die schriftliche Bestätigung der Behörden verlangen würden, dass diese auch wissenschaftlich-epidemiologisch, gesichert durch standardisierte Erfassungssysteme ermittelt worden ist. Haben sie diese in der Hand (bislang existiert eine solche jedoch nicht!), dann können sie eine Impfung verantworten und vollziehen. Haben sie diese nicht, so sind sie nicht in der Lage, eine rechtlich gesicherte Impfaufklärung vorzunehmen und jede Impfeinwilligung ohne diese Daten ist rechtsunwirksam. Damit haftet der Impfarzt, wenn Eltern ihm dies nachweisen können.
Wenn Eltern allerdings ohne diese Daten in blindem Vertrauen impfen lassen und dann passiert etwas, bleibt ihnen nur der schlimmstenfalls jahrzehntelange (24 Jahre Anerkennungsverfahren wegen Pockenimpfung war das längste) Weg des Impfschadensanerkennungsverfahrens vor den Sozialgerichten mit reichlich Pharmagutachten neben der Versorgung des schlimmstenfalls schwer behinderten Kindes. Davon gibt es etliche! Gruß Bärbel
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Beiträge: 13
Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #10 - 17.06.2007 um 08:41:34
 
Liebe Baerbel,  
Vielen Dank für diesen informativen Beitrag.
freundliche Grüsse,
Niklas Dreher
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Atan
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Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #11 - 17.06.2007 um 10:58:53
 
Ich finde, alles was man vernünftigerweise an Information verlangen kann, ist doch für die jeweiligen Impfstoffe auch zugänglich. Hier z.B. mal ein MMR-Impfstoff, Priorix:
http://emc.medicines.org.uk/emc/assets/c/html/displaydoc.asp?documentid=2054#PRO DUCTINFO
Gegenindikationen und mögliche Nebenwirkungen mit ihrer Häufigkeit sind genau aufgeführt. Wenn jemand die schweren Nebenwirkungen (die in weniger als zehntausend Fällen auftreten) als zu bedrohlich empfindet, bitte - niemand muss sich impfen lassen.
 
Nur sollte man auch sehen, dass man dann seine Kinder eben dem Risiko der Infektion aussetzt: in NRW waren unter gut 1100 Fällen bereits zwei schwere Komplikationen,  
http://www.n-tv.de/666133.html
und die MMR-Impfung schützt auch gleichzeitig gegen Mumps und Röteln.
Wobei zwar kein Impfstoff zu 100% schützt - siehe oben. Es gibt ganz seltene Fälle, in den auch Geimpfte Personen erkranken. Aber: wenn erstmal genügend Menschen geimpft sind, verschwindet die Infektion und damit die Gefahr eines Ausbruches überhaupt - Pockenviren finden sich nur noch in ein paar Hochsicherheitslabors, Polio kommt seit 5 Jahren in Europa nicht mehr vor.
Und so lange an Masern noch fast 350.000 Menschen (überwiegend Kinder in Entwicklungsländern), wird die internationale Gemeinschaft auch weiterhin darauf achten, dass Infektionskrankheiten unter Kontrolle gebracht werden. Die WHO würde es überhaupt nicht dulden, dass hierzulande die Anstrengungen zur Ausrottung dieser Seuchen unterbleiben und hat lt. aktuellem "economist" von dieser Woche dazu auch neue Befugnisse erhalten - weil verschiedene Regierungen eben gerne mal den Ausbruch von Infektionen verschweigen (z.B. SARS oder Vogelgrippe in Asien).
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Baerbel
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Re: Fast alles seltsam einseitig
Antworten #12 - 17.06.2007 um 21:51:29
 
@atan,
Hier geht es nicht um „vernünftigerweise...Informationen“ und dann auch noch von einer nicht neutralen Stelle, die an der Vermarktung des Produktes interessiert ist (oder wird ein betroffener Schlachter sein Gammelfleisch als solches anpreisen?), sondern um neutrale wissenschaftlich gesicherte und damit auch überprüfbare Informationen zu NUTZEN UND RISIKEN (Nutzen-Lastenanalyse (vgl. auch Petition und Urteil des Bundessozialgerichts vom 20.07.2005) mit dem Nachweis tolerabler Risiken. Wie bitte sollen diese von Glaxo-Smith-Kline, dem Impfstoffhersteller, denn ermittelt worden sein? Mit welchen standardisierten Erfassungssystemen – oder waren es doch nur Studien, die bzgl. Dauer und Design nicht international standardisiert sind und daher zu kurz in den Beobachtungszeiträumen sind, ungenügende oder widersprüchliche Ergebnisse und begrenzte Aussagekraft hinsichtlich Kausalität zeigen und vor allem ein fehlendes Verständnis der einer Impffolge zu Grunde liegenden biologischen Abläufe (vgl. Bundesgesundheitsblatt 4/2002, Band 45, Vol.4, S.319) dokumentieren ? Ist GSK ehrlicher als der Schlachter mit seinem Gammelfleisch und nimmt Gewinneinbußen wegen Impfschäden in Kauf ? Das müssten Sie hier erst nachweisen – am besten mit dem Nachweis der Nutzen-Lastenanalyse mit dem Nachweis der tolerablen Lasten aufgrund standardisiert-wissenschaftlich-epidemiologischer Erfassungssysteme, die bisher eigenartigerweise immer dem Herstellergeheimnis und dem gesammelten Schweigen der Bundes- und Landesbehörden unterlagen.  
Woher also wollen Sie wissen, dass es nicht Tausende gegen MM oder MMR geimpfte Kinder oder Erwachsene gibt, die die SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) oder die MIBE (Masern-Einschlusskörperchenenzephalitis, eine ähnliche Erkrankung gibt es auch nach Rötelnimpfung) durch die Impfvergiftung mit nerven- und zelltoxischen Stoffen in den Impfstoffen, gespritzt unter Umgehung der Schleimhautbarrieren direkt in die Bindegewebe entwickeln und dann unter den Diagnosen „Epilepsie, Lennox-Gastaut-Syndrom (übrigens auch anerkannte Impfschadensfälle nach Polioimpfung!), unklares Krampfleiden, Myoklonisch-astatisches Petit-Mal, BNS“ usw. versteckt werden? Widerlegen Sie diese Hypothese mit überprüfbaren wissenschaftlichen und v.a. neutralen Daten!
Was die WHO und deren Umgang mit Entwicklungsländern und aktuell mit NRW betrifft, können Sie dazu den aktuellen Eintrag nachlesen.
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