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01.07.2007 um 17:37:59

Krankheit- nur ein Fehler im System? (Gelesen: 81 mal)
Niklas Dreher
Mitglied **
**




Beiträge: 13
Krankheit- nur ein Fehler im System?
15.06.2007 um 15:34:07
 
Es gibt doch im Wesentlichen zwei Positionen dem Leben gegenüber:
1. Das Leben ist irgendwie aus versehen entstanden.
(Viele benuzen hierfür auch das Wort "Zufall", -wenn mir aber etwas zufällt, muss es einen Ort geben, woher es zufällt, da ist schon wieder die Möglichkeit einer höheren Instanz.)
2. Das Leben ist durch etwas entstanden, was grösser ist als ich und es müsste dann auch einen Grund dafür geben und ein Sinn dahinterstecken.
 
1.Wenn ich davon ausgehe, dass das Leben weder Grund noch Sinn hat, kann ich Krankheit als störenden und gefährlichen Faktor sehen und bekämpfen. Das Leben ist dann ein versehentlich entstandenes, mangelhaftes System, was wir als Menschen verbessern müssen, damit -ja, wofür eigentlich? Damit wir mehr geniessen können? Damit wir weniger arbeiten, weniger leiden müssen und unseren Genuss ins Unendliche steigern können? Irgendwann kommt immer der Überdruss und wenn man dann nicht schnell einen besseren Kick findet, stellt sich vielleicht die gefährliche Frage ein: Wofür das Ganze?
 
2.Wenn ich davon ausgehe, dass hinter dem Leben ein Grund steht und dass es einen Sinn hat, kann ich Kramkheit als eines von vielen Phänomenen des Lebens sehen und muss ihr auch einen Grund und Sinn zuerkennen, auch wenn ich weder Grund noch Sinn erkennen kann.
 
Wenn wir Menschen die Natur als Ausdruck des Lebens beobachten und untersuchten, finden wir irgendwann für jedes noch so kleine Detail-Phänomen einen Grund.
Genauso, wie ich mich fragen kann, warum die allermeisten Blätter der Bäume grün sind, kann ich mich fragen, warum mein Körper plötzlich 39 Grad Celsius hat und ich Pickel auf der Zunge habe. Wenig hilfreich für meine Beobachtungen und daraus resultierenden Erkenntnisse wäre es zu versuchen, die Bäume am Grünwerden zu hindern oder das Fieber und die Pickel zu bekämpfen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.
 
Das Problem ist folgendes: Die Schulwissenschaft bewertet das Grünwerden der Bäume als etwas normales, gutes und das Fieber und die Pickel auf meiner Zunge als etwas anormales, schlechtes. Ersteres untersucht sie bestenfalls als neutrales Phänomen und ist durchaus bereit zuzugeben, dass die letzten Ursachen noch nicht ergründet sind; letzteres untersucht sie nur mit dem Ziel, es erfolgreich zu bekämpfen und auszurotten. Diese Wertung der Phänomene des Lebens ist unwissenschaftllich. Sie ist willkürlich und entspringt der Tatsache, dass das Leiden unangenehm ist und das  Sterben angst macht.  
 
Wenn wir in der Erforschung des Grundes und des Sinns des Lebens weiterkommen wollen, müssen wir davon ausgehen, dass jedes Phänomen des Lebens einen Grund und Sinn hat und dürfen nicht unterscheiden zwischen guten und schlechten Phänomenen.
 
Wir werden unsere jeweiligen Krankheiten nicht auflösen können, indem wir sie bekämpfen, sondern indem wir sie völlig wissenschaftlich beobachten und Grund und Sinn herausfinden. "Wissenschaftlich" bekommt hier natürlich eine ganz andere Dimension, denn wir können davon ausgehen, dass der Mensch nicht nur eine Natur hat, sondern auch eine Seele und einen Geist. Die Naturwissenschaft ist für die Natur zuständig, die Psychologie usw. für die Seele und die Geisteswissenschaft für den Geist. Wer verlangt, dass die seelischen und geistigen Komponenten einer Krankheit mit natur-wissenschaftlichen Methoden erforscht werden sollen, der hat etwas grundsätzliches nicht verstanden.
 
mit freundlichen Grüssen,
Niklas Dreher
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Bea 2
Mitglied
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Beiträge: 2
Re: Krankheit- nur ein Fehler im System?
Antworten #1 - 15.06.2007 um 18:44:14
 
Lieber Niklas,
Ihr Bericht ist sehr gut beschrieben, und ich hoffe, dass Ihn ein großer Teil der menschen hier im Forum versteht.Vorallem wünsche ich es den Menschen, die im Leben nur noch ihren verstand einsetzen und ihren geist ganz unterdrücken oder auch garnicht mehr bemerken, dass er in ihnen noch existiert. Wir alle müssen wieder lernen, unsere Empfindungen- sprich unseren Geist zu leben und unseren Verstand alsWerkzeug zu benutzen. Es gibt für alles eine plausible erklärung und vor allem eine logische und somit ist der Sinn unseres Daseins auch logisch. Wir alle unterstehen- wie auch die natur, den Gesetzen unseres Schöpfers und nur wir als Menschen nehmen uns das Recht heraus, dagegen zu leben und uns höher zu stellen als die Schöpfung selbst. Dass das nicht gut gehen kann ist völlig klar. Wir sollten uns alle unseres eigenen Seins selbst bewusst werden.
Danke für Ihren Vortrag
herzlichst Bea 2
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