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01.07.2007 um 17:41:06

Warum wird so früh geimpft? (Gelesen: 140 mal)
mailin
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Beiträge: 11
Warum wird so früh geimpft?
09.06.2007 um 23:08:08
 
[size=14]Hallo an alle,
seit meiner ersten Schwangerschaft stelle ich mir diese Frage und beschäftige mich auch intensiv damit. Die offiziellen Antworten wollen mir nicht recht einleuchten. Ich werde den Versuch starten, meine ganz persönliche Sichtweise darzustellen.
 
Geimpft werden nach Empfehlung der Stiko (Abkürzung für die Ständige Impfkomission) ab etwa 9 Wochen entweder die 6fach-Impfung oder die 5fach-Impfung:
 
6fach-Impfung:
Hepatitis B: Ich frage: wie soll mein Baby diese Krankheit denn bekommen, wenn ich als Schwangere  HepB negativ bin? Ist da tatsächlich das Risiko der Erkrankung höher als die Möglichkeit einer unerwünschten Reaktion? Ich schreibe als gut informierter Laie, aber ich kann es mir wirklich nicht vorstellen, daß hier der Nutzen einer Impfung größer ist als das Risiko.
 
Keuchhusten: Wann ist er am gefährlichsten? In den ersten drei Monaten kann der Keuchhusten äußerst schwer verlaufen und zum Tode führen, da ein so junger Säugling oft noch nicht den zähen Schleim abhusten kann. Mit der Keuchhustenimpfung kann ich aber keine Immunisierung in dieser Altersgruppe erreichen. Bis der Säugling denn endlich einen Schutz hat (wenn er ihn denn hat), ist die kritischste Zeit vorbei. Zudem ist die Schutzwirkung bei der Keuchhustenimpfung sehr fragwürdig. Ich spreche aus Erfahrung, hatte einen heftigen Keuchhusten trotz erfolgreicher (!!!) Impfung. Ich hatte einen hohen Impftiter. Ich bin  kein Einzelfall, wie mir mein Laborarzt, der reiner Schulmediziner ist, bestätigt hat. Keuchhusten kommt trotz Impfung häufig vor. Da ich den Säugling in der kritischsten Zeit nicht erreichen kann, sehe ich den Sinn dieser recht unzuverlässigen Impfung nicht. Sie war in den 80er Jahren eine reine Indikationsimpfung wegen unerwünschten Begleiterscheinungen.
 
Tetanus:Die Wahrscheinlichkeit, daß ein solch junger Säugling in unseren Breiten einen Wundstarrkrampf erleidet ist nahezu Null. Ein Sturz vom Wickeltisch ist keine Indikation für eine Tetanusimpfung.
 
Diphterie:Die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ist relativ klein. Die Diphterie ist selten geworden, daß ich keinen Grund sehe, so früh gegen sie zu impfen.
 
 
Polio:Bei weltweit 1000 Poliofällen pro Jahr, kann ich mich nicht dazu überwinden, einen 9 Wochen alten Säugling dagegen impfen zu lassen. Europa ist seit 12 Jahren poliofrei. Da inzwischen die Wahrscheinlichkeit einer Impfpolio durch Schluckimpfung größer ist  als an der Wildform zu erkranken, hat man vor ein paar Jahren die Schluckimpfung zurückgezogen. Stattdessen gibt es die Spritzimpfung, die aber sicherlich nicht die Wirkung der Schluckimpfung hat, denn in Nigeria und Indien, wo es z.T. Polio noch gibt, wird die Schluckimpfung verwendet.  
 
 
HIb:Die Bakterien findet man auch bei einigen gesunden Menschen. Gefährlich verlaufende Infektionen kommen gehäuft bei Säuglingen und jungen Kleinkindern vor, weshalb diese Impfung in der Tat möglichst früh geimpft werden soll, wenn man sich dafür entscheiden sollte. Allerdings ist die Zahl der schweren HIb-Verläufe mit ca 60 pro Jahr in Deutschland für mich nicht groß genug, um impfen zu lassen, zumal es einen Einzelimpfstoff in Deutschland nicht mehr gibt. Man kann einen Impfstoff im Ausland besorgen, der allerdings vom PEI (Paul-ehrlich-Institut) seltsamerweise nicht zugelassen ist.  
 
 
Zusammenfassend kann ich für mich sagen, daß mir das ungewisse Risiko gerade im ersten Lebensjahr zu groß ist, den kleinen Organismus mit Stoffen zu belasten, die da definitiv nichts zu suchen haben. Ich weiß nicht, welche Auswirkungen es hat, wenn in den Nestschutz reingeimpft wird.  
 
 
Ich wünsche mir eine umfassende Impfaufklärung durch unsere Kinderärzte und eine wirklich freie Impfentscheidung. Man kann sich nur frei entscheiden, wenn man nicht durch Angsterzeugung und Kombinationsimpfstoffe förmlich dazu gedrängt wird, zu impfen. Ganz zu schweigen davon, welch Druck von der Gesellschaft inzwischen ausgeht, wenn sich Eltern teilweise oder ganz gegen das Impfen entscheiden. Geschürt wird das ganze  durch die Medien, die momentan sehr einseitig und völlig überzogen informieren und hauptsächlich das Thema impfen emotional und nicht sachlich angehen. Wenn ich verschiedene Tageszeitungen lese, habe ich das Gefühl, daß da einer vom anderen abschreibt, von Recherche kaum was zu spüren. Recherchieren heißt für mich, das Pro und Kontra zu durchleuchten und nicht Schwarzweißmalerei zu betreiben, dafür gibt es zuviele Grauabstufungen.  
Den Weg, den ich wähle, muß doch nicht für alle der richtige sein. Der Weg, den andere für richtig halten, kann sich für mich als völlig falsch erweisen. Überall wird Pluralismus gepredigt, nur beim Impfen sollen wir aber alle gleicher Meinung sein, das ist für mich nicht vereinbar mit Demokratie. Es geht hier um einen prophylaktischen Eingriff an einem gesunden Kind, der im Extremfall das Leben kosten kann.
 
Ich wünsche allen eine gute Nacht und findet Euren eigenen Weg, auch wenn er steinig sein sollte
Liebe Grüße
Mailin
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Ramona
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Beiträge: 4
Re: Warum wird so früh geimpft?
Antworten #1 - 10.06.2007 um 00:19:52
 
Hallo Mailin,
ich finde den Inhalt deiner Berichte wirklich klasse. Genau das ist doch das Problem, gehe ich mit einem Kind zum Arzt heißt es, diese Krankheit grasiert gerade (Gelbsucht, Keuchhusten usw) dagegen sollten sie auf jeden Fall impfen lassen. Man sitzt dann draussen auf der Bank mit ein paar Minuten Bedenkzeit. Keiner, der einem sagt, was drin ist im Impfstoff, keiner, der einem sagt, was für Nebenwirkungen auftreten können.
Macht mans nicht, hat man einen Stempel auf der Stirn und ein schlechtes Gewissen, weil man irgendwie unter Zugzwang steht.
Der Punkt ist aber der, wenn meinem Kind durch diese Impfung etwas passiert, trage ich ganz allein die Verantwortung, muss ganz allein dieses Kind groß ziehen. Kein Arzt der Welt wird sich hinstellen und sagen, ja durch diese Impfung ist das passiert, ich steh dafür gerade. Ich kann nur allen Eltern raten, kritisch zu sein und nicht der Meute nach zu laufen, weil es doch alle tun, kann es doch nicht schlimm sein.
Mein Sohn ist seit der Hib-Impfung mit 18 Monaten zu 90% schwerbehindert, geistig und körperlich. Er ist einer von der Dunkelziffer. Mein drittes Kind wird nicht geimpft.
Viele Grüße und alles Gute Ramona
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mailin
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Beiträge: 11
Re: Warum wird so früh geimpft?
Antworten #2 - 10.06.2007 um 11:39:03
 
hallo Ramona.
das tut mir entsetzlich leid für Dich. Mich macht gleichzeitig wütend, daß Euer Fall noch nicht mal als Impfschaden anerkannt ist. Daran kann man sehen, wie es um die echte Statistik bestellt ist. Ich höre immer wieder von über das normale hinausgehende Impffolgen, die vom Arzt noch nicht mal gemeldet worden sind. Aber Dein Fall ist wirklich ein sehr schlimmer und die Folgen haben ganz alleine Du und Dein Kind zu tragen, der Arzt wäscht seine Hände in Unschuld...
 
Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft! Bist Du einem Verein angeschlossen für Eltern impfgeschädigter Kinder?
 
Alles Liebe  
Mailin
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Ramona
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Beiträge: 4
Re: Warum wird so früh geimpft?
Antworten #3 - 12.06.2007 um 00:25:02
 
Hallo Mailin,
ich weiß nicht warum, aber irgendwie muss ich die ganze Geschichte erzählen, vielleicht hilft es ja irgend jemandem.
Vorweg, meine beiden ersten Kinder hatten Neurodermitis, Laktoseintoleranz, Heuschnupfen, Bronchialasthma, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Medikamentenallergien. Mein drittes Kind ist nicht geimpft, jetzt 4 1/2 und kern gesund.
Als meine Älteste mit 18 Monaten die Masern-Mumps-Röteln Impfung bekam, hat sie sich 2 Tage lang auf den Boden geworfen und mit Händen und Füßen um sich geschlagen. Du bist hilflos, hast einfach nur Angst um dein Kind und weißt nicht, was du tun sollst. Den Anruf beim Arzt hätte ich mir sparen können. Ich solle abwarten, vielleicht eine Überreaktion, gerade weil sie Allergien haben, unter anderem Hühnereiweiß, auf dem diese Impfstoffe gezüchtet werden (das weiß ich jetzt). Das ganze legte sich wieder und blieb ohne Folgen.
Als mein Sohn mit 18 Monaten die Hib-Impfung bekam hatte er in der folgenden Nacht einen Schreianfall, der ca 20 Minuten dauerte und er nicht bei Bewußtsein war. Man konnte ihn kaum allein halten, so hat er sich geworfen und am Ende wurde er langsam ruhiger, schnappte nach Luft und blickte uns wieder bewußt an. Wir sind sofort zum Arzt am nächsten Tag, aber der konnte nichts finden und feststellen und auf die Impfung angesprochen kam die Antwort, er steht ständig mit namhaften Ärzten und dem Hersteller in Verbindung, so etwas sei noch nie aufgetreten, das könne nicht sein. Also gehst du wieder nach Hause. Es ging aber erst richtig los. Sage und schreibe 3 Wochen lang jede Nacht diese Schreianfälle. Ich war reif für die Psychiatrie. Du schreist mehr oder weniger mit deinem Kind mit. Kannst ihm nicht helfen und der Arzt weiß von nichts.
Danach gab es eine Zeit, wo er bewußt gegen eine Glastür oder Fensterscheibe gelaufen ist, kurz vorher stoppte, um dann mit voller Wucht mit dem Kopf dagegen zu schlagen. Mein Arzt wußte keinen anderen Rat, er hat uns in die Kinderklinik überwiesen. Dort wurde auf alles untersucht, nur nicht auf Impfschaden. Man traute sich dieses Wort nicht in den Mund nehmen, du erntest vorwurfsvolle Blicke und kriegst keine Antwort. Wir haben in den folgenden Jahren unseren Sohn unzählige Ärzte und Spezialisten, Kinderkliniken und Universitäten vorgestellt, viele Entwicklungsdiagnostiken machen lassen, immer auf der Suche nach der Ursache. Keiner hat je etwas gefunden. Was macht man in so einer Situation. Du weißt nicht, an wen du dich sonst noch wenden kannst, bist mit den Nerven am Ende und gibst irgendwann auf. Eine gute Freundin gab mir dann den Anstoß, mich über das Thema Impfen zu informieren. Ich bin dann dem Verein Libertas &Sanitas beigetreten und habe ein paar Vorträge besucht. Als ich dann aber genau den selben Fall mit den selben Symptomen in einer Ausgabe der Impfnachrichten gelesen habe, war mir klar, unser Sohn hat einen Impfschaden. Und als mir  bewußt wurde, was in diesen Impfstoffen drin ist, was ich meinem Kind angetan habe, machte ich mir riesen Vorwürfe. Ich habe damals tagelang geweint und nur gedacht, ich wusste es doch nicht.
Wie gesagt, mein Sohn ist seitdem 90% schwerbehindert, geistig und körperlich.
Ich habe dann auch davon gelesen, dass man für die Anerkennung als Impfschaden zum einen wieder ärztliche Untersuchungen braucht, zum anderen vor Gericht gehen muss. Das ganze kann Jahre dauern. Aber nachdem es zu diesem Zeitpunkt schon Jahre her war und es am Zustand unseres Kindes nichts geändert hätte, haben wir davon abgesehen.
Beim dritten Kind habe ich schon während der Schwangerschaft alles abgeblockt und auf mein Kind gehört. Ohne Ultraschall und CTG, Geburt im Geburtshaus ohne Vitamin K Tropfen, keine Impfungen, gesunde Ernährung - sie ist ein Wonneproppen.
Das Ende dieses Liedes - mein Noch-Ehemann verwendet genau diesen Tatbestand, dass ich meine Kleine nicht impfe dafür, um für sie das alleinige Sorgerecht zu beantragen. Sucht doch erst mal einen Arzt, der euch hier den Rücken stärkt. Jetzt habe ich endlich einen gefunden, aber sie wollten mir wirklich beim Gerichtstermin die Kleine wegnehmen. Nur ein schnelles Attest von meinem Arzt per Fax hat dies verhindert.
Ich kann nur allen Eltern raten, informiert euch, bittet um Bedenkzeit, übereilt nichts.
Nur weil "man" impft, weil "man" soll oder muss übernimmt noch lange keiner die Verantwortung. Am Ende steht man immer allein mit seinem Kind da.
Habt einfach Mut zum "nein" sagen.
Vielleicht kann mir jemand helfen, wie die rechtliche Situation zum Beispiel ist, oder wo man noch Unterstützung her bekommt. Den Verein für Eltern impfgeschädigte Kinder kenne ich noch nicht. Bin für jeden Hinweis dankbar.
Hoffe, habe euch nicht zu sehr strapaziert.
Viele Grüße
 Ramona
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Beiträge: 11
Re: Warum wird so früh geimpft?
Antworten #4 - 12.06.2007 um 14:54:58
 
hallo Ramona,
 
sorry, daß ich schneller geschrieben habe, als mein Verstand arbeiten kann. Da ich keinem Verein angehöre, sondern immer nur mal was darüber gelesen habe, habe ich dummerweise zwei Vereine zusammengewürfelt. Die korrekten Bezeichnungen lauten:
 
-Efi, Eltern für Impfaufklärung
- Schutzverband für Impfgeschädigte e.V.
 
 
 
Ich danke Dir für Deine Offenheit und wünsche Dir alles Gute und viel Kraft
Mailin
 
 
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