Gabriele_E
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Obwohl ich immer versuche, die Impffrage objektiv zu betrachten, gebe
ich ganz offen zu, dass ein Teil meiner Abneigung gegen das Impfen
schon allein daher kommt, dass ich es völlig unfair finde, dass die
Schulmedizin die Homöopathie mit dem Argument für unwirksam erklärt, es
gäbe ja keine brauchbaren Studien, die die Wirksamkeit belegen könnten,
aber gar kein Problem damit hat, Impfstoffe ohne brauchbare Studien auf
den Markt zu bringen und einzusetzen. Da wird mit zweierlei Maß gemessen.
Beide Seiten argumentieren damit, dass sie keine Studien brauchen, weil
ihnen der Erfolg ja Recht gibt. Trotzdem fühlen wir Homöopathen uns in
der Diskussion vollkommen benachteiligt, weil nicht ernst genommen.
Wenn Beschwerden, die z.B. nach einer Polio-Impfung aufgetreten sind,
geheilt werden durch die Gabe der Polio-Nosode, z.B. in der C200 (also
bei einer Verdünnung, bei der eindeutig kein einziges Molekül eines
Polio-Erregers mehr in der Arznei vorhanden ist), ist das für uns ein
gültiger Beweis, dass die durch die Impfnosode geheilten Beschwerden
(egal ob Platzangst, chronische Schwäche, Morbus Bechterew,
Schlafstörungen, nephrotisches Syndrom oder anderes) durch die Impfung
entstanden sind. Es ist schade, dass wir das nicht mit
wissenschaftlichen Methoden beweisen können, aber das Wichtige ist ja
eigentlich, dass diese Menschen durch die Homöopathie geheilt wurden.
Deshalb ist es sehr schwer, in der Impfdiskussion sachlich zu bleiben,
wenn unsere Argumente, warum man mit dem Impfen vorsichtig sein sollte,
von den Impfbefürwortern mit Argumenten für ungültig erklärt werden,
die wir aus unserer Sicht genausogut gegen das Impfen verwenden
könnten. Wenn ich mich frage, wie es zu dieser
Ungerechtigkeit kommen konnte, ist die Antwort "Geld regiert die Welt"
irgendwie glaubwürdiger als "Wer schreit hat Recht." Bärbel, zu Ihrer Bemerkung über die Wundermittel:
In Indien wurden vom Staat erfolgreich homöopathische Mittel an
Schulkinder zur Prophylaxe einer bestimmten Meningitis-Art ausgegeben.
Dadurch konnte die Erkrankung, die jedes Jahr zu einer bestimmten
Jahreszeit viele Kinder befällt und teilweise tötet, deutlich reduziert
werden. (Quelle: mündliche Mitteilung von Dr. Mohammad Qasim,
homöopathischer Arzt an einer Klinik in New Delhi, mit dem ich im
Oktober 2005 sprechen durfte.) Ist doch nicht schlecht, wenn der
Staat "Wundermittel" austeilt! Herzliche Grüße Gabriele
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