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Düsseldorfs  Sehenswürdigkeiten

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Wie alles anfing...
Die Stadt Düsseldorf verdankt ihre Entstehung der Schlacht von Worringen im Jahre 1288, als Graf Adolf VI von Berg mit Hilfe von Düsseldorfern dem Erzbischof von Köln eine entscheidende Niederlage beibrachte. Zum Dank verlieh er den Düsseldorfern die Stadtrechte. Dieses Ereignis hat der Künstler Gerresheim 1988 in einem Stadterhebungsmonument festgehalten, das am Rande des Burgplatzes zu bewundern ist.

duss8 Um sich einen ersten Überblick von Düsseldorf zu verschaffen, kann man eine Stadtrundfahrt mitmachen. Der Bus startet am Kö-Graben vor der Dresdner Bank. Oder man fährt mit dem Aufzug in die Spitze des Fernsehturms - einem Wahrzeichen der Stadt - und kann von dort in einem Drehrestaurant genüsslich auf Düsseldorf herabschauen.
Der Fernsehturm wurde 1979-82 erbaut, ist 234 m hoch und damit Düsseldorfs höchstes Gebäude. Das Drehrestaurant - es dreht sich einmal in der Stunde um sich selbst - befindet sich in 172 m Höhe. Auf der Welt einmalig ist die in den Turm integrierte 160 Meter hohe Dezimaluhr, die aus leuchtenden Bullaugen besteht und vom Rheinufer aus zu sehen - besonders gut bei Dunkelheit  - sekundengenau die Uhrzeit angibt.

Die Altstadt
Die Altstadt erreicht man vom Hbf. aus am besten mit der U-Bahn (Station Heinrich-Heine-Allee).
Von hier beginne ich auch in einer Art Rundgang die Beschreibung der Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten. Da die Innenstadt flächenmäßig durchaus überschaubar ist, geht's zuweilen aber schon mal etwas im Zick-Zack-Kurs.
Kommt man von der U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee vor dem Carsch-Haus (einem Kaufhaus, das zum Kaufhof gehört) ans Tageslicht, überquert man die Hunsrückenstraße und geht die Flingerstraße in Richtung Rhein. Die oft von Menschenmassen gefüllte Flingerstraße hat sich auf Grund ihres Geschäftsangebotes insbesondere zu einem Anziehungspunkt für junge Leute entwickelt. Biegt man dann am Uerige, dem bekanntesten Düsseldorfer Altbier-Brauhaus, rechts in die Marktstraße, sieht man schon den Marktplatz mit dem Düsseldorfer Rathaus.
Rathaus
duss9 Das Rathaus wurde in den Jahren 1570-73 von dem Duisburger Baumeister Tußmann erbaut. Es besteht aus rotbraunem Ziegelstein und erinnert mit seinem Uhrturm und den geschwungenen Giebeln an die niederländische Baukunst. Wenn nicht gerade eine Ratssitzung stattfindet, kann man den Plenarsaal, den Jan-Wellem-Saal, der für Empfänge genutzt wird, und die holzgetäfelte Barockgalerie besichtigen.
Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus erhebt sich das in barockem Stil gehaltene bronzene Reiterstandbild des Kurfürsten Jan Wellem (1679-1716), das der Hofbildhauer Grupello 1711 geschaffen hat. Seine Aufgabe als Marktplatz nimmt er allerdings nicht mehr wahr. Der Markt befindet sich seit langem auf dem Carlsplatz.
Schlossturm
duss10 Nördlich neben dem Rathaus liegt der Burgplatz mit dem Schlossturm. Der Schlossturm ist der Überrest des Düsseldorfer Schlosses aus dem 13. Jh., das 1872 einem Brand zum Opfer fiel und nicht wieder aufgebaut wurde. Der Schlossturm - eines der Düsseldorfer Wahrzeichen - beherbergt heute ein Schifffahrtsmuseum. Vom Schlossturm führt eine großzügige Freitreppe direkt zum Rheinufer. Die Treppe wurde seit ihrer Fertigstellung in den 90er Jahren zum beliebten Treffpunkt für junge Leute, die von hier den herrlichen Blick auf den Rhein genießen.
Geht man vom Schlossturm Richtung Düssel, kommt man zur Lambertuskirche, die dem Betrachter wegen ihres schiefen Kirchturms schon vorher aufgefallen sein dürfte. Die Lambertuskirche wurde von 1288-1394 erbaut und ist die Düsseldorfer Stadtkirche. In der Kirche befindet sich der Apollinaris-Schrein, der Reliquien des Heiligen enthält. Der Schrein wurde 1383 von Remagen nach Düsseldorf gebracht und seitdem ist der Hl. Appolinaris Schutzpatron der Stadt.

Bummelt man dann am Rhein entlang unter der Oberkasseler Rheinbrücke hindurch, kommt man an der Tonhalle und dem Ehrenhof vorbei, gelangt zu den Rheinterrassen und sieht im Hintergrund das ehemalige Regierungs-Gebäude der preußischen Rheinprovinz, heute Sitz der Bezirksregierung. Daneben liegt das Oberlandesgericht, ein im Jahre 2001 sehr schön restauriertes Gebäude. Der Weg zurück durch den Rheinpark und über die Cecilienallee führt dann wieder in die Altstadt.

Carlsplatz
duss11 Geht man über die mit Platanen bewachsene Uferstraße weiter, kommt man bis zum Alten Hafen mit seinem Aalschokker. Steigt man die Freitreppe hoch, befindet man sich wieder oberhalb vom Uerige. Hier herrscht zu jeder Jahreszeit drinnen wie draußen Hochbetrieb - und jetzt sollte wohl auch eine kleine Verschnaufpause eingelegt werden.   www.uerige.de
Tipp: Samstags ist im Uerige Erbsensuppen-Essen angesagt!
Am Uerige beginnt die Berger Straße - die ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten bietet, eine Rast einzulegen. An der Ecke bei Busch bekommt man den berühmt-berüchtigten Kräuterlikör "Killepitsch". Er schmeckt verführerisch gut, man sollte aber seine Wirkung bedenken. 
Geht man die Berger Str. weiter  hinauf, stößt man auf den Carlsplatz.
Der Carlsplatz (Karlplatz) repräsentiert ein Stück Alt-Düsseldorfer Lebens. Auf dem Markt kann man einheimisches Gemüse und Obst einkaufen, aber auch exotische Früchte bewundern. Ende der 90er Jahre wurde er vollständig neu gestaltet, hat aber seinen Charme bewahrt - wenn er auch mit dem Viktualienmarkt in München nicht ganz mithalten kann.
duss12 Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo Sie einfach mal kreuz und quer die Altstadt durchstreifen sollten:  Entweder gehen Sie hinter dem Carlsplatz weiter in die Bilker Str. mit seinen Antiquitätenläden und dem Palais Wittgenstein und weiter zur Maxkirche oder Sie kehren über die Mittelstraße zurück in das Zentrum der Altstadt. Ein Muss ist natürlich die Bolker Straße mit dem Geburtshaus von Heinrich Heine, der Neanderkirche, dem Brauhaus Schumacher und der Schneider-Wibbel-Gasse. Und werfen Sie auch einen Blick in den Mostert-Laden (Senf) in der Mertensgasse. Sie sollten aber auch auf der Hunsrückenstraße ins schon legendäre Mata Hari und in die Andreaskirche gehen, wo man auch tagsüber oft herrlicher Orgelmusik lauschen kann. Sie wurde 1629 erbaut und war die ehemalige Hofkirche der pfälzischen Kurfürsten. In ihr befindet sich das Grabmal von Jan Wellem. Überqueren Sie die Mühlenstraße mit dem wuchtigen Gebäude des Amts- und Landgerichts auf der einen und der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen auf der anderen Seite, gelangen Sie über die Neubrückstraße zur Ratinger Straße mit dem Brauhaus Füchschen. Hier treffen Sie rund um die Kreuzherrenkirche noch auf ein richtig schönes mittelalterliches Stadtbild.
duss21 Tipp: Nicht ganz zu unrecht wird die Düsseldorfer Altstadt als die "längste Theke der Welt" bezeichnet. Diese Seite der Altstadt lernt man erst am Abend so richtig kennen - besonders natürlich am Wochenende! 
Die jungen Leute zieht es am ehesten auf die Kurze Straße und Ratinger Straße. Wer keine empfindlichen Ohren hat, ist im "Weißen Bären" auf der Bolker Straße gut aufgehoben. Die Freunde des Jazz kommen im "Pöötzke" an der Mertensgasse voll auf ihre Kosten. Ansonsten ist - besonders natürlich im Sommer - die Altstadt wirklich eine einzige Theke, und was gerade besonders "in" ist, wechselt in der Szene sehr schnell ... www.duesseldorf-altstadt.de


Düsseldorf - die Einkaufsstadt
duss13Ausgangspunkt des Einkaufsbummels ist wieder die U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee. Von hier aus kann man gleich in zwei Konsum-Tempel gehen - das Carschhaus und den Kaufhof an der Kö mit ihren schönen Jugendstilfassaden. Beides sind Warenhäuser mit einem Voll-Sortiment, richten sich mit ihrem Angebot aber eher an gehobene Ansprüche. Kommt man vom Kaufhof aus ans Tageslicht, befindet man sich schon auf der Kö.
Königsallee
Die Königsallee ist Düsseldorf's Prachtboulevard, der die, die auf ihre Stadt besonders stolz sind, gerne dazu verleitet, Düsseldorf als "Klein-Paris"  zu bezeichnen. Es ist schon wirklich etwas Erhebende, im Sommer bei herrlichem Sonnenschein oder im Winter bei weihnachtlicher Illumination über die Kö zu flanieren.
Im Jahre 2001 hat die Kö ihren 150. Geburtstag gefeiert. Dabei ist die Geburtsstunde der Kö gar nicht so feierlich verlaufen. Als der preußische König Friedrich Wilhelm IV. sie 1848 anlässlich ihrer Fertigstellung besuchte, wurde er von Düsseldorfern mit Pferdeäpfeln beworfen...
duss22 Die Kö verläuft beiderseits des ehemaligen Stadtgrabens (Kö-Graben), auf der Nordseite befinden sich exklusive Geschäfte und Einkaufszentren. Auf der Südseite ist die Bankenseite mit der Deutschen Bank und der innen sehenswerten Dresdner Bank. Im oberen Teil endet die Kö mit einem majestätischen Jugendstilgebäude, in dem der Kaufhof an der Kö untergebracht ist. Es schließt sich das Parkhotel Steigenberger Hof an. Das untere Ende der Kö schließt mit dem Elektro-Haus MediMax ab.
 Biegt man von der Kö in die Königstraße ein, gelangt man in den preußischen Teil Düsseldorfs - hier steht die Johanneskirche, die evangelische Stadtkirche, und auf dem Martin Luther Platz befinden sich die ehrwürdigen Denkmäler von Kaiser Wilhelm I. und Bismarck. duss31
Sehen und gesehen werden, Träume haben oder sich erfüllen - die Kö macht es möglich. Ob man bei Wempe Luxusuhren bewundert, bei Schrobsdorff in Büchern stöbert, sich bei René Kern Schmuck ansieht, bei Eickhoff Modellkleider probiert, bei Burberry einen Schal kauft, mal bei Armani reinschaut, von MCM ein neues Portemonnaie haben will, im Sevens bei Saturn von den neuesten Errungenschaften im HighTech-Bereich begeistert ist, sich in der Kö-Galerie umschaut oder im Auktionshaus ein Schnäppchen ersteigert - jeder dürfte hier "auf seine Kosten kommen"... Und die einstmals berühmte Promi-Disco Sam's soll auch wieder "in" sein.
Tipp: Gehen Sie zu Heinemann in der Vereinsbank-Passage. Die Champagner-Trüffel sind unübertroffen!
Schadow-Arkaden
duss14 Neben der Kö-Galerie haben sich die Schadow-Arkaden als ein neuer glitzernder Konsumtempel gesellt. Hier kann man aber nicht nur Exklusives und Teueres bewundern oder erwerben - mit dem "Theater an der Kö" wurde auch die Tradition des Boulevard-Theaters erfolgreich wiederbelebt.
Schadowstraße
Die Schadowstraße gilt als eine der einkaufsstärksten Geschäftsstraßen Deutschlands. Dazu tragen sicher die großen Kaufhäuser Kaufhof am Werhahn, Karstadt, C&A und Peek und Cloppenburg bei und    - hier trifft sich wieder Otto-Normalverbraucher, um seine alltäglichen Besorgungen zu machen.
"Klein Tokio"
Das ist sicher etwas übertrieben, aber in Düsseldorf soll die größte japanische Gemeinde außerhalb Japans leben. Ca. 450 japanische Firmen mit 30.000 Beschäftigten haben in der Region Düsseldorf ihren Sitz. Die Japaner wohnen inzwischen über die ganze Stadt verstreut. Ein japanisches Kulturzentrum mit Tempel gibt es im linksrheinischen Niederkassel am Niederkasseler Kirchweg.
Geht man zwischen Kaufhof und Karstadt Richtung Oststraße und von dort zur Immermannstraße (Japan-Center, Hotel Nikko), kann man sich - besonders samstags - aber manchmal wirklich wie in Japan fühlen.

Hofgarten
duss16 Nach soviel Einkaufs-Bummel sollte auch mal wieder eine Erholungsphase angesagt sein.
Wenn man von der Schadowstraße in die Jacobistraße einbiegt, gelangt man in den oberen Teil des Hofgartens. Zuerst kommt man am Malkasten, dem 1954 erbauten Sitz des Düsseldorfer Künstlervereins vorbei und erreicht dann das von Couven 1763 kreierte  Schloss Jägerhof, das 1811 Napoleon als Quartier diente und in dem heute das Goethe-Museum untergebracht ist mit Ausstellungsstücken zum "Werther" und "Faust".
Durchquert man nun den Hofgarten, bieten sich einem zahlreiche Möglichkeiten, eine Verschnaufpause im Grünen einzulegen, und kommt schließlich wieder am oberen Ende der Königsallee aus. Der Hofgarten ist eine Parkanlage, die der Gartenbauarchitekt Maximilian Weyhe geschaffen hat. Auf Anordnung Napoleons wurden Anfang des 19. Jh. die alten Festungsanlagen der Stadt beseitigt und Weyhe schuf diesen Grüngürtel um die heutige Altstadt.
Tipp: Im Sommer finden im Hofgarten Sonntagskonzerte statt.

Düsseldorf - die Stadt der Kunst und Kultur
Die Stadt bietet für den kulturell Interessierten ein so vielfältiges Angebot, dass ich mich auf die Highlights beschränke.
Museen
Düsseldorf besitzt als Kunststadt einen internationalen Ruf. Er hängt eng zusammen mit der zu Beginn des 19. Jhs. geschaffenen Kunstakademie. Ihr erster Direktor war Peter Cornelius und Friedrich Schadow wurde Begründer der Düsseldorfer Malerschule, mit dem die Reihe berühmter Künstler, die in Düsseldorf arbeiteten, ihren Anfang nahm. Der bekannteste Lehrer war Joseph Beuys. Danach setzten Uecker, Lüpertz und Immendorff diese Tradition fort. Kein Wunder also, dass die Stadt auch zahlreiche Museen beherbergt. Die bekannteste Sammlung befindet sich in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K 20 am Grabbeplatz in der Altstadt. Das moderne Gebäude wurde 1986 eröffnet und enthält bedeutende Werke der Kunst des 20. Jhs. (u.a. von Klee, Matisse, Picasso, Kandinsky, Chagall, Dali). Gegenüber liegt das Kunstmuseum Düsseldorf mit wechselnden Ausstellungen. Ein schon von der expressionistischen Architektur her sehenswertes Museums-Ensemble ist der 1926 erbaute Ehrenhof am Rheinufer mit dem Kunstmuseum, dem Kunstpalast und der Tonhalle, in denen sich Kunstwerke ab dem Mittelalter und eine bedeutende Glas-Sammlung befinden. 
Hinweis:  Im Umfeld der Museen in der Altstadt gibt es auch zahlreiche Galerien.
Das Hetjensmuseum am Alten Hafen in der Altstadt enthält das Deutsche Keramik-Museum mit Keramiken aus 8.000 Jahren. Im selben Gebäude ist auch ein Filmmuseum untergebracht.
In jedem Fall lohnt sich auch ein Besuch des Aquazoo (Löbbecke Museum), das 1987 am Nordpark (zu erreichen mit der 
U 78/79) neu eröffnet wurde und u.a. zahlreiche Groß-Aquarien mit einem Hai-Becken, Terrarien und eine große Tropenhalle enthält. Der Aquazoo ist didaktisch hervorragend konzipiert und das meistbesuchte Museum in Düsseldorf.
Seit 2002 enthält das ehemalige Ständehaus des preußischen Provinziallandtags am Schwanenspiegel die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K 21 mit Ausstellungen moderner Kunst. Das restaurierte Gebäude aus dem 19. Jh. mit seiner 2.400 qm großen Glaskuppel ist sehenswert, der Inhalt ist jedoch Geschmackssache... 
Tipp: Wegen der phantastischen Lichtreflexe im Gebäude sollte man das Museum möglichst bei Sonnenschein besuchen.
Theater
Biegt man am Jan Wellem Platz von der Schadowstraße zum 1959 von Prof. Hentrich erbauten Thyssen-Hochhaus ab, gelangt man auf den Gustav-Gründgens-Platz. An ihm liegt ein schwungvoller Bau,  das Schauspielhaus aus dem Jahre 1970. Das Schauspiel hatte seine große Zeit unter Gustav Gründgens, der 1899 in Düsseldorf geboren wurde und von 1947-55 hier Theaterdirektor war. Z.Zt. stehen u.a. "Die Physiker" und "Prinz von Homburg" auf dem Spielplan.
Infos unter www.duesseldorfer-schauspielhaus.de
Das Opernhaus liegt in der Heinrich-Heine-Allee. In einer Theaterehe mit Duisburg führt die Deutsche Oper am Rhein hier große Opern auf, z.Zt. u.a.Macbeth, Salome.
Infos unter www.deutsche-oper-am-rhein.de
Wer eher Kabarettistisches mag, sollte das Kom(m)ödchen in der Altstadt besuchen, das auch nach dem Tod von Kai und Lore Lorenz diese Form unterhaltsamer Bildung weiterführt. Seinerzeit hatten u.a. Harald Schmidt und Hans Dieter Hüsch hier ihre erste große Zeit als Kabarettist.
Die Tonhalle ist Veranstaltungsort bedeutsamer Konzerte von André Rieu über die Harlem Gospel Singers bis zu den Symphonikern.
Das neue Roncalli's Apollo Varieté an der Rheinufer-Promenade hat die alte Form des Varietés erfolgreich wiederbelebt.
Im Capitol an der Erkrather Straße hinter dem Hauptbahnhof werden Musicals aufgeführt. Seit dem Febr. 2002 läuft das Musical "Miami Nights" (bis 13.7.2003).
Die Philips-Halle in Bilk (Siegburger Str.) ist zwar immer noch Düsseldorfs wichtigste Veranstaltungshalle, inzwischen aber doch etwas veraltet.

... und was gibt es sonst noch so?
Läuft man vom Burgplatz aus die neue Rheinufer-Promenade südwärts, kommt man zuerst am Roncalli's Apollo Varieté-Theater vorbei und auf das 1988 eröffnete neue Landtagsgebäude zu, das mit den Bauten im Hafen zu den modernsten Errungenschaften neuzeitlicher Architektur gehört. Das Landtagsgebäude kann auch von innen besichtigt werden und bietet ein herrliches Rheinpanorama. Will man an Plenarsitzungen teilnehmen, muss man sich allerdings in der Regel vorher anmelden.
Ein paar Schritte weiter befindet man sich schon im Hafenviertel, das mit dem Fernsehturm und dem Gebäude des WDR ein markantes Eingangs-Ensemble bildet.
Hafen

Der Hafen verliert immer mehr seinen durch die Industrialisierung geprägten Charakter und ist zu einem Eldorado kühner architektonischer Träumereien geworden. Bekanntestes Beispiel sind sicher die Gehry-Bauten des amerikanischen Star-Architekten Frank Owen Gehry, die inzwischen weltweit Beachtung finden. Entsprechend der futuristischen Bebauung prägt auch das Publikum den Stil der neuen Zeit - der Hafen wird immer mehr zur Medienmeile (QVC, NBC Giga, CNN-Deutschland, WDR Studio Düsseldorf, Focus Redaktion NRW). Auch Werbeagenturen (Rempen und Partner), Modeateliers, Designer und Künstler siedeln sich hier an.
Aber auch das "normale Volk" kommt auf seine Kosten - u.a. findet von April bis Oktober immer am ersten Sonntag im Monat auf der Kaistraße ein großer Fischmarkt statt. Den legendären sonntäglichen Frühschoppen in den Fischmarkthallen bei Maassens gibt es allerdings leider nicht mehr.
Unübersehbar ist auch das neue Stadttor, das den südlichen Eingang in die Innenstadt markiert, und u.a. Sitz des Ministerpräsidenten ist.
Tipp: Samstags findet am Aachener Platz (Straßenbahnlinie 712, Bus 723) ein riesiger Trödelmarkt statt.
Der Düsseldorfer Norden

Das architektonisch imposante Rheinstadion ist inzwischen auch in die Jahre gekommen, wurde 2002 gesprengt und soll durch eine moderne Mehrzweck-Arena ersetzt werden. Bis dahin dümpelte hier noch die inzwischen viertklassige Fortuna so vor sich hin und im Sommer war bei den Auftritten von Rhein Fire das Stadion immer gut gefüllt. Rhine Fire ist in die Schalke-Arena ausgewandert ...
Die Messe Düsseldorf  befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft vom Rheinstadion im Norden der Stadt (U-Bahn 78). Hier finden so bekannte Messen wie die "Boot" (Ende Januar), Caravan (Anf. Sept.), Collections Premieren (Mode), GDS (Schuhmesse), die K (Kunststoff), die DruPa (Druck und Papier) und die Medica statt. Nach Hannover hat Düsseldorf den zweitgrößten Messeplatz Deutschlands.
Und - im Norden liegt, sehr zum  Leidwesen der meisten dortigen Bewohner, der Flughafen Düsseldorf International. Er ist mit ca. 14,5 Mill. Passagieren jährlich nach Frankfurt a.M. und München der drittgrößte Airport in Deutschland.

Die Freunde des Eishockeys sollten sich ein Spiel der DEG an der Brehmstraße (S-Bhf Zoo oder Straßenbahnlinie 708) nicht entgehen lassen. Auf die große Zeit in den Jahren 1990 - 93 mit vier Deutschen Meisterschaften folgte ein jäher Absturz. Doch inzwischen ist die DEG wieder ein kleiner Lichtblick in der sportlichen Misere Düsseldorfs. 
Aber dafür will man - so sind sie nun mal, die Düsseldorfer -  die Olympischen Spiele 2012 hierhin holen.
Die Freunde des Tennis kommen sicher im Mai beim World Team Cup auf der Anlage des Rochus-Clubs in Grafenberg auf ihre Kosten. So berühmte Tennis-Stars wie Boris Becker, Andre Agassi und Jewgeni Kafelnikov gaben und geben sich hier ein Stelldichein.
Ebenfalls in Grafenberg befindet sich die Galopp-Rennbahn des Düsseldorfer Reitervereins, wo man sonntags mit Renneinsätzen sein Glück versuchen kann und gleichzeitig einen schönen Ausflug ins Grüne macht.
Natürlich kann man auch Golf spielen. In Hubbelrath gibt es eine 18-Loch-Anlage und an der Lausward einen Golfplatz für jedermann.

Oberkassel
Oberkassel erreicht man mit der U 74, 76, 77 (Haltestelle Luegallee oder Belsenplatz).
Der linksrheinische Stadtteil entwickelte sich in wilhelminischer Zeit zum Wohnviertel der Wohlhabenden - und ist es bis heute geblieben. Davon zeugen insbesondere die prächtigen Häuser an der Rheinfront, die teils mit Jugendstilfassaden oder mit neoklassischen Sandsteinfronten prunken. Heute leben hier Anwälte, Ärzte, Architekten, Makler, Designer - kurzum beruflich Erfolgreiche oder diejenigen, die sich dazu zählen. Sie geben dem Stadtviertel sein unverwechselbares Flair. Ein Bummel über die Luegallee, ein Besuch im Confetti's oder im Brauhaus am Belsenplatz wird deutlich machen, was ich meine. Und - von hier ist es nicht weit nach Sylt oder Mallorca...!

Kaiserswerth
Kaiserswerth kann auf eine ältere Geschichte als Düsseldorf zurückblicken - und entsprechend selbstbewusst sind dann auch die Bewohner dieses Vorortes im Norden der Stadt, der erst 1929 nach Düsseldorf eingemeindet wurde (zu erreichen mit der U 79).
Tipp: Fahren Sie mit einem Schiff der Köln-Düsseldorfer oder der Weißen Flotte ab Burgplatz nach Kaiserswerth! 
Um 700 gründete der englische Missionar Swidbert hier ein Kloster. In der Suitbertus-Basilika steht ein Schrein des Hl. Suitbertus aus dem 14. Jh.
Im 9. Jh. entstand eine  Kaiserpfalz, in der später Kaiser Friedrich I (Barbarossa) residierte, von der allerdings nur noch Ruinen existieren. Aus Kaiserswerth stammt der Barockdichter Friedrich von Spee, der Schriften gegen Hexenverbrennungen verfasst hat (Cautio criminalis) und von dem viele Kirchenlieder überliefert sind.
Trotz zahlreicher Neubauten hat Kaiserswerth bis heute im Ortskern noch seinen herrlichen alten Baustil niederrheinischer Baukunst bewahrt. Hier befindet sich auch im "Schiffchen" das Gourmet-Restaurant der Stadt. Ansonsten ist allerdings ein Großteil der Bewohner ähnlich abgehoben wie in Oberkassel.

Benrath
Benrath liegt im äußersten Süden der Stadt und ist zu erreichen mit der Straßenbahnlinie 701.
Der Vorort lohnt einen Besuch wegen des verspielt wirkenden Schloss Benrath mit immerhin 83 Räumen und herrlichen Parkanlagen, das 1756 von Nicolas de Pigage im Stil des Rokoko errichtet wurde und das Jagd- und Gartenschloss des Kurfürsten Karl Theodor war. Die Komposition von Architektur, Gartenanlage und Bildhauerei wurde 1770 vollendet und  ist typisch für die die Epoche des Rokoko. Heute finden im Sommer Konzerte im Schlosspark statt (Justus Frantz). Das Bild zeigt das Schloss Benrath beim Staatsbesuch von Gorbatschow.

Düsseldorfer Brauchtum
Karneval, Kirmes und Schützenvereine spielen in Düsseldorf eine wichtige Rolle und reichen mit ihren Traditionen bis ins 15. Jahrhundert zurück.
Karneval
Neben Köln und Mainz ist Düsseldorf eine Karnevals-Hochburg am Rhein. Hunderttausende strömen am Rosenmontag nach Düsseldorf - doch meiner Meinung nach viel schöner ist es an Weiberfastnacht in der Altstadt und beim Straßenkarneval am Sonntag auf der Kö. Der Sitzungskarneval ist - nicht ganz zu Unrecht - als "Lack-Schuh-Karneval" verspottet. Doch in den Stadtteilen wie Unterrath, Lörick, Hamm, Gerresheim kann man auch noch richtig volkstümliches Brauchtum erleben. Na dann - Helau !
Kirmes
Ende Juli findet am Oberkasseler Rheinufer jährlich die größte Kirmes am Rhein statt. In 10 Tagen strömen ca. 4 Mill. Besucher auf die Rheinwiesen, um Jubel, Trubel und Heiterkeit zu genießen. Berühmt sind die Bratwürstchen von Kebben, einen Bummel sollte man durch Klein-Paris machen, einen schönen Überblick hat man vom Riesenrad aus, den größten Trubel bietet sicher das Bayern-Zelt und wegen der Musik ist das Schlössers Festzelt am meisten angsagt. Und - hier haben Sie die bequemste Möglichkeit, alle Sorten Altbier zu probieren! Freitags wird ein Groß-Feuerwerk geboten.
Ansonsten wird das Brauchtum in den Schützenvereinen hochgehalten. Den ganzen Sommer über finden in irgendwelchen Stadtteilen Schützenfeste statt. 
Unübertroffen ist allerdings das Schützenfest in Neuss, das Ende August mit riesigen Schützenumzügen durch die Stadt gefeiert wird.

... und wer kommt so aus Düsseldorf: 
Jürgen Habermas (wurde 1929 in Düsseldorf geboren), Jörg Immendorff, Paul Spiegel, Ursula Engelen-Kefer, Die Toten Hosen, Marius Müller-Westerhagen, Wim Wenders, Heino, Claudia Schiffer. Joachim "Blacky" Fuchsberger wuchs in Düsseldorf auf.
Berühmte Düsseldorfer waren: 
Heinrich Heine (1797-1856, das Heinrich-Heine-Institut liegt an der Bilker Str. in der Altstadt), der Aufklärer Jacobi wurde 1743 in Düsseldorf geboren (er war mit Goethe eng befreundet, der sich deshalb öfter in Düsseldorf aufhielt) , Grabbe und Grass lebten für einige Jahre in Düsseldorf, Robert Schumann war ab 1850 Musikdirektor in Düsseldorf, Theodor Litt wurde 1880 und Wim Wenders 1945 hier geboren, Otto Dix lebte hier von 1921-25 (Portrait von Mutter Ey, die nach dem 1.Weltkrieg junge Künstler wie Max Ernst förderte), Joseph Beuys ("Jeder Mensch ist ein Künstler!") schuf von 1947 bis zu seinem Tode 1986 die meisten seiner Werke in Düsseldorf.
und sonst: 
wer in Düsseldorf etwas ist oder etwas werden will, ist Mitglied der "Jonges" (nur Männer!), des Düsseldorfer Heimatvereins
die früher häufig anzutreffenden Radschläger (Kinder, die für einen Pfennig ein Rad schlugen) findet man auch wieder
dem legendären Schneider Wibbel ist in der Schneider-Wibbel-Gasse (Altstadt) ein Denkmal gesetzt worden
wer gerne in Büchern stöbert, muss den Sternverlag, eine riesige Buchhandlung in der Friedrichstraße, aufsuchen.
einige persönliche Tipps zum Thema essen gehen (nicht nobel, aber gut und preiswert)
    - gut bürgerlich: bei Schumacher an der Bolker Str. und Oststraße oder im Füchschen an der Ratinger Str
    - spanisch:         bei Primo Lopez Ecke Bolker Str./Schneider-Wibbel-Gasse
    - ungarisch:        Csikos in der Andreasstraße
    - chinesisch:       MiniChina auf der Hunsrückenstraße in familiärer Atmosphäre
                             Mayflower auf dem Volmerswerther Deich am Fährhaus (Straßenbahn 712)
    - japanisch:        Naniwa an der Oststraße/Klosterstr.
    - libanesisch:      Libanon auf der Berger Str.
    - Pizza:              die leckerste gibt es an der Ecke Mertensgasse/Kurze Str., zumal man selbst würzen kann
    - bayrisch:          im Weiß-Blauen-Haus an der Nordstraße (Straßenbahn 701, 715, 707, Haltestelle Dreieck)
    - Cafés:             Café Bittner am Carlsplatz und ein Kleinod ist das Café Maushagen (Jülicher/Münsterstr., Nähe Dreieck)
    - auf dem Rhein: Kollers Kahn am Rheinpark, Ecke Klever Straße 
Hinweis:                 in den Brauhäusern geht es deftig zu, dafür trifft man hier aber auf alles, was in Düsseldorf so rumläuft...

Anmerkung
Legendär ist die Animosität zwischen Köln und Düsseldorf, die insbesondere zur Karnevalszeit immer wieder neue Blüte treibt. Diesen Nachbarschaftsstreit sollte man aber nicht allzu ernst nehmen - beide rheinischen Zentren haben unbestreitbar ihre Vorzüge. Köln kann auf eine ganz andere Geschichte zurückblicken und ist die  Medienmetropole (WDR, RTL) des Westens. Ein dem Kölner Dom vergleichbares Bauwerk wird man in Düsseldorf vergeblich suchen.  Düsseldorf kann dagegen zurecht darauf verweisen, dass es zum Zentrum der Telekommunikation und Werbebranche geworden ist - und Bummeln bzw. Flanieren ist in Düsseldorf einfach schöner, zumal sich die Stadt mit der neuen Rheinuferpromenade wieder in städtebaulich hervorragender Weise dem Rhein geöffnet hat...    

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