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Anno 994 wird Stade - oder besser "Stethu" - erstmals schriftlich erwähnt. Schnell entwickelt sich der kleine Marktflecken an der Unterelbe zu einem wichtigen Hafen und Handelsplatz. Und 1209 ist es dann soweit - Stade erhält sein eigenes Stadtrecht. Durch die schwedische Eroberung 1645 wandelt sich Stade mehr und mehr zur Garnisons- und Verwaltungsstadt. Rund 70 Jahre gehört Stade zur schwedischen Krone (1645 - 1712), die sogenannten "Schwedenwochen" erinnern noch heute an diese unruhige Zeit nach dem 30-jährigen Krieg.
Der 26. Mai 1659 ist ein rabenschwarzer Tag für die Stadt. Der "große Brand" zerstört zwei Drittel aller Häuser. Erst im 19. Jahrhundert wächst die Stadt über ihren mittelalterlichen Kern hinaus. Von den Kriegswirren des zweiten Weltkrieges einigermaßen verschont, ist Stade heute der wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt der Region. Mit einer herrlichen Altstadt, die viele Geschichten zu erzählen hat.
Erst durch die Erweiterung der Stadtgrenzen (1848 - 1852) und durch die Aufgabe der Festungsanlagen (1867 - 1882) erhält Stade den notwendigen Raum für neues Handwerk und kleinere Industriebetriebe. Und auch der Anschluss an das Eisenbahnnetz (1881) und die Ernennung zur Kreisstadt des Großkreises Stade (1932) geben wichtige Impulse. Ende der 60er Jahre erhält Stade mit dem Industriegebiet an der Unterelbe quasi seine Hanserechte zurück. Denn hiermit bekommt die Stadt wieder einen seetauglichen Zugang zur Elbe.
1972 wird das Umland eingemeindet, und es beginnt in Stade das wohl beeindruckendste Projekt: Die behutsame Sanierung und Rekonstruktion des Altstadtbereiches. Was hier geleistet wurde, war mehrere Bundes- und Landpreise wert. Und für den Besucher ist es ein faszinierender Einblick in die Entwicklung dieser Stadt. Mehr Informationen unter www.kulturlandschaft.de
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