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Immunsystem
Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Krankheitserreger

Die körpereigene Abwehr ist ein komplex funktionierendes System, das auch in der Lage ist, Krebszellen zu erkennen, zu vernichten oder zumindest in Schach zu halten (L7).


Abb. 3: Knochenmark Quelle: Lennart Nilsson, Eine Reise in das Innere unseres Körpers, S. 22-23 (L7)

Sog. natürliche Killerzellen (NK-Zellen) stanzen mit Hilfe von freien Radikalen Löcher in die Krebszelle, die Körperflüssigkeit dringt ein und lässt die Krebszelle zerplatzen.


Abb. 4: Das Immunsystem: Eine Killerzelle versetzt der Krebszelle den "Todeskuß". Quelle: Lennart Nilsson, Das Abwehrsystem des menschlichen Organismus, S. 106 (L7)

Ein freies Radikal ist ein instabiles Molekül, das bestrebt ist, ein ihm fehlendes Elektron anderen Molekülen zu entreißen. In einer Kettenreaktion entstehen dabei wiederum freie Radikale, die die Zellwand zerstören.

Unsere Fresszellen (Makrophagen) übernehmen die Entsorgung der Reste der Krebszelle, die sie in ihrem Innern ebenfalls mit Hilfe von freien Radikalen auflösen.


Abb. 5: Das Immunsystem: Makrophagen - die Müllabfuhr unseres Körpers. Quelle: Lennart Nilsson, Das Abwehrsystem des menschlichen Organismus, S. 130 (L7)

Bei Krebs entsteht eine gefährliche Dysbalance zwischen den Gegenspielern Stresssystem und Immunsystem, die sich normalerweise gegenseitig ausbremsen. Wird die Stressachse überaktiv, d.h. wird das Stresshormon Cortisol übermäßig stark ausgeschüttet, so erfolgt eine Suppression des Immunsystems: Die Interleukin1-Produktion wird abgedreht, und die Zahl der für die Bekämpfung von Tumorzellen zuständigen sog. natürlichen Killerzellen vermindert sich bis zu 50 % (L8).

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