Ein Geschworenengericht in Südkalifornien hat am 22. Juli 2004 eine Acht-Punkte-Anklage gegen Metabolife International Inc. und dessen Gründer Michael Ellis zugelassen. Die Anklageschrift wirft den Beklagten in sechs Fällen falsche, erfundene und betrügerische Darstellungen gegenüber der Food and Drug Administration (FDA) vor sowie in zwei Fällen korrupte Versuche der Einflussnahme, Behinderung und Blockade der Ermittlungen hinsichtlich der Reglementierung ephedrahaltiger Nahrungsergänzungen.
Gemäß den Strafverfolgern wird Metabolife und Ellis vorgeworfen, der FDA in Briefen im April 1998 und Februar 1999 Unterlagen mit Falschdarstellungen geliefert zu haben. Die Ermittler behaupten, diese Briefe enthielten falsche Angaben, dass "Metabolife nie eine Mitteilung eines Verbrauchers erhielt, dass irgendeine ernsthafte Gesundheitsbeeinträchtigung wegen der Einnahme von Metabolife 356" aufgetreten ist und dass die Firma eine "beschwerdefreie Geschichte" habe."Es ist niemals akzeptabel, wenn Unternehmen die Regulierungsbehörden belügen, aber es ist besonders ungeheuerlich, wenn jene Lügen das öffentliche Gesundheitswesen bedrohen", sagte U.S. Rechtsanwalt Carol Lam.
Die Ermittlungen dieses Falles erfolgen durch das "Office of Criminal Investigations" der FDA und die "Criminal Investigation Division" des Internal Revenue Service. Jeder der Anklagepunkte sieht eine Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe bis zu 250.000 Dollar vor. Die Beklagten wurden benachrichtigt, dass das Verfahren am 27. Juli eröffnet wird.Metabolife antwortete durch seinen Rechtsanwalt Steve Mansfield. "Die Anschuldigungen in dieser Anklage sind absolut unbegründet" sagte er. "Die für diesen Fall zuständigen Ermittler folgen anscheinend den Befehlen einer übel gelaunten Behörde, die in den letzten 10 Jahren versucht hat, die Nahrungsergänzungsindustrie aus dem Geschäft zu bringen... Nach zweijährigen Ermittlungen, bei denen kein Stein auf dem anderen gelassen wurde, mit Ermittlungskosten in Millionenhöhe, mit einem Einsatz von mehr als 100 Ermittlungsbeamten und mehr als einem Dutzend Durchsuchungsbefehlen hat die Regierung mit dem Herausnehmen von Erklärungen gegenüber einer Regulierungsbehörde aus ihrem Kontext ein hypertechnisches Vergehen ausgeheckt. Wir werden jeden dieser Vorwürfe energisch anfechten und freuen uns auf unseren Tag vor Gericht."
Pressemitteilung der Food and
Drug Administration vom 22.07.2004:
http://www.fda.gov/bbs/topics/news/2004/doj72204.html
Dokument erstellt: 24.07.2004