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Die Drahtzieher / Hintergruende und Methoden => Die Akte Wissenschaftsbetrug => Topic started by: Thymian on November 29, 2014, 05:13:31 PM

Title: In diesen Studien war der Holzwurm drin
Post by: Thymian on November 29, 2014, 05:13:31 PM
Der Standard ist eine österreichische Zeitung. Es gibt eine weibliche Ausgabe ("Die Standard") und eine allgemeine ("Der Standard"). Der folgende Artikel ist steinalt: elf Jahre.

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http://derstandard.at/1467236

[*quote*]
Gesundes Zirbenholzbett
Redaktion
2. November 2003, 19:30

Studien stellten fest, dass Zirbenholz eine positive Wirkung auf Menschen hat.

Studien stellen positive Wirkungen auf Menschen und negative für Kleidermotten und Bakterien fest
Innsbruck - Eine Stunde Herzarbeit bzw. 3.500 Herzschläge pro Tag erspare sich, wer in einem Zirbenholzbett anstatt in einem Holzdekorbett schläft, besagen u.a. vom Tiroler Waldbesitzerverband in Auftrag gegebene Studien. Demnach hätten Versuchspersonen, die in Zirbenholz nächtigten, ihren Schlaf auch subjektiv als erholsamer und sich selbst als "sozial extrovertierter" eingeschätzt, hieß es bei der Präsentation in Innsbruck.

Des einen Freud, des anderen Leid: Während das Zirbenholz laut der Studien zahlreiche positive Wirkungen auf den Menschen habe, ging es den Kleidermotten an den Kragen. In einer 15-wöchigen Beobachtungszeit wurde in mehreren Zirbenholzkästchen eine Verminderung der Larvenzahl um 48 Prozent festgestellt, während diese bei anderen getesteten Holzarten nur zwischen acht und 36 Prozent lag.

Bettenvergleich

Laut einer Längsschnittuntersuchung, bei der Versuchspersonen in ihrem eigenen Bett, in einem Zirbenholz- oder in einem Holzdekorbett schliefen, sinke die Herzfrequenz im Zirbenholzbett am deutlichsten - sogar unter den Wert, der im eigenen Bett gemessen werde. Das Bett aus Holzdekor schnitt in punkto Nachterholung am schlechtesten ab, erklärte einer der Studienautoren, der Grazer Univ.-Prof. Maximilian Moser von Johanneum Research.

Signifikante Unterschiede in der Erholungsqualität zeigten sich auch zwischen Zirbenholz- und Holzdekorzimmern. Das Zirbenholz bewirke hierbei eine niedrigere Herzrate in und vor allem nach körperlichen und mentalen Belastungssituationen. Der vegetative Erholungsprozess in den Ruhephasen sei beschleunigt, sagte Moser. Weitere Ergebnisse: Im Gegensatz zu Holzdekor trete Wetterfühligkeit in Zirbenholzräumen nicht auf.

"Extrovertiert"

Im Zirbenholzzimmer und nach Nächten in derartigen Betten bezeichneten sich die Versuchspersonen als "sozial extrovertierter", als redseliger und aufgeschlossener als im Holzdekorzimmer- oder -bett. Interessant in diesem Zusammenhang: Gaststuben waren früher häufig damit verkleidet.

Das Institut für Genetik und allgemeine Biologie der Universität Salzburg hatte im Vorfeld der Studien von Johanneum Research festgestellt, dass dieses Holz in feuchter Umgebung eine deutlich höhere Bakterien-hemmende Wirkung als Pappel, Buche und Ahorn zeige. Nach 12 bis 14 Stunden Versuchszeit wurden auf Zirbe praktisch keine lebensfähigen Bakterien des Stammes "Escherichia coli" mehr nachgewiesen. Für die positive Wirkung des Zirbenholzes spiele wahrscheinlich das Pinosylvin, das in Holz und Harz vorkomme, eine Rolle- möglicherweise aber auch Veränderungen "des Feldes im Raum", sagte Moser.

Das Forschungsprojekt wurde vom Tiroler Waldbesitzerverband und dem Südtiroler Bauernbund in Auftrag gegeben und durch das EU-Interreg III Programm zwischen Österreich und Italien unterstützt. Ausschlaggebend für die Studien war der seit Jahren stagnierende Absatz von Zirbenholz im gesamten Alpenraum. (APA)


7.11.2014, 12:54
Weitere Informationen

Hier noch weitere Infos über die positiven Auswirkungen von Zirbenholz
http://www.lamodula.at/faq/zirbenholz

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So steht das da. Ungekürzt wiedergegeben, ich will doch nichts aus dem Zusammenhang reißen. Nein, es soll Jeder sehen, was da steht. Einschließlich des Holzwurms.

Das ist der Wurm:

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Das Forschungsprojekt wurde vom Tiroler Waldbesitzerverband und dem Südtiroler Bauernbund in Auftrag gegeben und durch das EU-Interreg III Programm zwischen Österreich und Italien unterstützt. Ausschlaggebend für die Studien war der seit Jahren stagnierende Absatz von Zirbenholz im gesamten Alpenraum.
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Der Umsatz sollte angekurbelt werden. Dazu griff man ins Töpfchen der EU und in die Trickkiste mit der "Forschung": Während bezahlte Reklame Geld kostet und den Lesern stinkt, kann man sie mit "Studien" leimen: Während der Studien und erst recht danach wirft man großzügig "Pressemitteilungen" in die Medienlandschaft. Alles möglichst mundgerecht formuliert, damit die faulen Socken in den Redaktionsbüros sie mit copy+paste übernehmen. So funktioniert Journalismus.

Was kostet eine "Studie"? 10.000 Euro? 30.000 Euro? 100.000 Euro? Wieviele Artikel werden von den Medien gedruckt oder online gebracht? 100? 300? 1000?

Für Pi mal Daumen 100 bis 1000 Euro pro Artikelveröffentlichung bekommt der Auftraggeber Reklame, die nicht nach Reklame aussieht, die er aber Wort für Wort selbst disktiert hat. Überdies ist sie besonders "ehrenvoll", weil es "Wissenschaft" ist.

Daß alles ein abgekartetes Spiel ist, merkt Keiner. Immer wieder die gleiche Masche und immer wieder machen die Medien mit. Dieser Artikel des Standard ist elf Jahre lang online. Wieviel tausend mal wurde er gelesen? Wieviel tausend mal wurde er für bare Münze genommen?

Weil es "Wissenschaft" ist, hat so ein Artikel bei den Lesern eine viel höhere Glaubwürdigkeit als ein Artikel der Redaktion. Anders gesagt: Forschung als Mittel zur Volksverdummung. Der Text widerlegt den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit schon beim ersten Hinsehen, zum Beispiel mit Aussagen wie
"Im Gegensatz zu Holzdekor trete Wetterfühligkeit in Zirbenholzräumen nicht auf."

So ein Satz und alles andere, Seite um Seite noch so ausführlich geschrieben und begründet, ist Makulatur. Welche Geistesgröße von Forscher zieht sich denn mit so so einem Schmarrn den Teppich unter den Füßen weg, bitteschön!? Wer so einen Schmarrn schreibt, was kann man dem noch glauben? Gar nichts! Es ist auch nicht der einzige Ausrutscher, und ein Ausrutscher sowieso nicht, denn vollsesoterischer Unfug wie dieser ist nur noch krank:
"Für die positive Wirkung des Zirbenholzes spiele wahrscheinlich das Pinosylvin, das in Holz und Harz vorkomme, eine Rolle- möglicherweise aber auch Veränderungen "des Feldes im Raum", sagte Moser."

Was für ein Feld? Bitte, was für ein Feld!? Holz ist giftig. Das Gift braucht die Pflanze als Schutz gegen Schädlinge. Bei einigen Hölzern sind für die Arbeiter seit Jahrzehnten besondere Schutzmasken vorgeschrieben, bei anderen ist vielleicht sogar schon die Bearbeitung verboten worden. Weil das Holz giftig ist! Echt!

Und jetzt? Mit EU-Geld finanziert, wird das bekanntermaßen besonders giftige Holz der Zirbe durch "Wissenschaft" hochgeschwurbelt. Ausgerechnet die Esmogfanatiker und Mobilfunkgegner, die immer von Langzeitwirkung reden, ausgerechnet die lassen die Langzeitwirung von giftigen Hölzern eiskalt unter den Tisch fallen. Felder, die beim Mobilfunk schädlich sein sollen, die sind bei der Zirbe gut. Die Felder vom Mobilfunk kann man messen und die der Zirbe nicht. Trotzdem sind die Felder der Zirbe gut. Dabei kann man sie nicht einmal messen! Weil es Märchen sind! "Wissenschaftler" sind Märchenonkel. So siehts aus!

Die Journalisten bemerken diesen Quatsch natürlich nicht oder sie nicken ihn einfach nur ab. Hauptsache, der Tag geht rum. Journalisten sind in der öffentlichen Meinung im Keller. Zu recht! Wer sich für solche "Wissenschaft" her gibt, auch!