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Alternative Methoden => Homöopathie => Topic started by: Eulophon on November 04, 2017, 09:36:06 PM

Title: Morgendliche Magenverstimmung durch Homöopathie im Mannheimer Morgen
Post by: Eulophon on November 04, 2017, 09:36:06 PM
Hi,
ich möchte nur kurz anmerken, daß Natalie Grams im Fernsehen war und über Homöopathie erzählt hat. Im Mannheimer Morgen gibt es einen Leserbrief. Bitte nicht den Kaffee verschütten.  :D

Der Leserbrief ist übrigens nicht zu dem Fernsehauftritt, sondern zu einem Artikel von Natalie Grams geschrieben worden, der am 14. Oktober in der Zeitung erschienen war.

https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-leserbrief-grams-liegt-falsch-homoeopathie-wirkt-_arid,1141352.html

[*quote*]
Leserbrief
Grams liegt falsch: Homöopathie wirkt
04. November 2017
Leserbrief-Schreiber: Hans-Lothar Michels

Leserbriefe an den "Mannheimer Morgen"
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Zum Debatten-Beitrag "Wo liegen die Grenzen der Homöopathie, Frau Grams?" vom 14. Oktober:

Ich bin seit 30 Jahren als niedergelassener Arzt in eigener Praxis tätig. 20 Jahre lang als Kassenarzt mit Betreuung meiner Patienten durch sowohl schulmedizinische als auch homöopathische Interventionen, seit etwa zehn Jahren in einer rein homöopathischen Praxis.

In meiner Zeit als Kassenarzt - und das sind nicht meine Statistiken, sondern die der Kassenärztlichen Vereinigung - lag mein Verbrauch an schulmedizinischen Arzneien, insbesondere an Antibiotika deutlich unter dem meiner rein schulmedizinisch arbeitenden Kollegen. Aus meiner Sichtweise ist dieser Umstand ein Beleg dafür, dass Homöopathie wirkt. Antibiotika muss ich nur in Notfällen, also äußerst selten verwenden, in der Behandlung des Bluthochdrucks reduzieren mitbehandelnde Internisten regelmäßig Blutdruckmittel oder setzen sie sogar ab, wenn eine solche Therapie mit homöopathischen Arzneien kombiniert wird.

Es gibt Hunderte von Studien zur Homöopathie und Frau Grams müsste sagen, welche sie meint. In dieser Allgemeinheit ihrer Argumentation ist es nicht möglich, über Studien zu diskutieren, die Bewertung von Studien ist eines der schwierigsten Themen in der Medizin. Auf der Argumentationsebene von Frau Grams könnte ich auch behaupten, Antidepressiva seien nahezu unwirksam und Cholesterinsenker hätten keinen Einfluss auf die Überlebenszeit erkrankter Menschen, weil es durchaus Studien gibt, die genau dieses aussagen.

Frau Grams ist in ihren Aussagen allgemein und nennt keine Fakten - die Werbefilmchen und Hochglanzprospekte kenne ich eher nur von Pharmavertretern, die ich dann auch irgendwann konsequenterweise nicht mehr empfangen habe. Ich selbst habe eine Homöopathie-Schule geleitet und kenne die von Frau Grams berichtete Anekdoten nicht, auch nicht von Kollegen. Ich persönlich würde schon gerne wissen, an welcher Homöopathie-Schule die berichteten Filmchen vorgeführt wurden.

Richtig falsch - auch im derzeit gültigen wissenschaftlichen Sinne - wird es, wenn sie Ähnlichkeit und das Konzept der Lebenskraft als Magie bezeichnet. Ähnlichkeit ist ein allgegenwärtiges Phänomen, Frau Grams würde ihren Mann auf der Straße nicht erkennen und kein Arzt könnte ein Röntgenbild beurteilen, wenn wir nicht mit der Ähnlichkeit arbeiten würden. Ähnlichkeit wird und wurde von allen bedeutenden Philosophen diskutiert.

Das Konzept der Lebenskraft wurde nie wissenschaftlich widerlegt, allerdings stillschweigend fallengelassen, weil mit diesem Konzept die heutige objektivierende, analysierende und reduktionistische Methode nicht gut durchführbar ist. Frau Grams müsste auch sagen, welche Wissenschaft sie meint. Ich nehme an, dass sie nur objektive Erkenntnis gelten lassen will. In dem Fall muss sie sich sagen lassen, dass die sogenannte Schulmedizin nicht objektiv handelt. Das wird ebenfalls durch Studien belegt, etwa zum Wert der sogenannten Krebsvorsorge. Die heute in der Wissenschaft genutzte Erkenntnismethode geht übrigens auf den Philosophen René Descartes zurück, der mehr als 150 Jahre vor Hahnemann lebte.

Darüber hinaus bin ich der Ansicht, dass es nicht darum gehen kann, ein Entweder-oder zu diskutieren. Die Homöopathie kann hilfreich sein, wenn die Schulmedizin versagt - und die Schulmedizin ist für mich dort wichtig, wo ich als Homöopath nicht weiter komme, zum Beispiel durch Diagnostik oder chirurgische Interventionen.

Ich möchte gerne Frau Grams raten, nicht hochmütig zu sein: Dass wir es zurzeit in Mitteleuropa nicht mehr mit verheerend verlaufenden Infektionskrankheiten und Seuchen zu tun haben ist sehr viel mehr einer verbesserten Hygiene und Ernährung als dem medizinischen Fortschritt zu verdanken. Auch dazu gibt es genügend eindeutige wissenschaftliche Literatur von Medizinhistorikern und Medizinsoziologen.

Ich habe zusätzlich die Blogs von Frau Grams gelesen und es drängt sich mir der Eindruck auf, dass sie als Sprachrohr gewisser Leute im Kampf um die rarer werdenden Fleischtöpfe im Gesundheitswesen fungiert. Daneben vermarktet sie sich und ihre Bücher mit einem Thema, das im Moment zieht. Um sie ernst nehmen zu können, müsste sie belastbare Fakten nennen. Das tut sie nicht, und da, wo sie es versucht, liegt sie nachweislich falsch.

Die Homöopathie begleitet mich und meine Haustiere nun schon über 40 Jahre. Sie hat mir fast immer geholfen, Erkrankungen schnell und ohne schädliche Nebenwirkungen zu überwinden. Zugegeben, es gab auch Krankheiten, bei denen ich mir nicht selbst mit der Homöopathie helfen konnte, und ich mich in allopathische Medizintherapie begeben musste, aber für diese Fälle brauche ich nicht mal fünf Finger zum Aufzählen.

Mein Fazit: Vor allem bei chronischen Erkrankungen versagt oft die Allopathie. Natürlich kann man nicht alle Erkrankungen mit Homöopathie heilen, aber sehr viele. Und wenn Tiere durch Homöopathie geheilt werden, kann man nicht von einem Placebo-Effekt sprechen. Homöopathie ist kein wissenschaftliches Allheilmittel, aber letztendlich gilt doch: Wer heilt, hat Recht.
"Ich bin entsetzt"

Ich bin entsetzt über diesen Bericht. Auch wenn die Dame ein Buch geschrieben hat, gibt es ihr noch lange nicht das Recht, die Homöopathie in Frage zu stellen.

Ich kann erahnen, dass die Pharmaindustrie dahinter steckt, denn die bestimmen ja unsere Medizin (egal zu welchem Preis).

Ein ganzes Leben lang begleitet mich die Homöopathie, bestimmt auch viele andere; Homöopathen gibt es auf der ganzen Welt, aber es würde viel zu weit führen, weiter zu berichten.
© Mannheimer Morgen, Samstag, 04.11.2017
[*/quote*]



Das ist der "Debattenbeitrag" genannte Artikel von Natalie Grams. Der Weisheit letzter Schluß ist er nicht.
 
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Dies ist der Cache von Google von https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-debatte-wo-liegen-die-grenzen-der-homoeopathie-frau-grams-_arid,1129456.html. Es handelt sich dabei um ein Abbild der Seite, wie diese am 2. Nov. 2017 16:28:39 GMT angezeigt wurde.
Die aktuelle Seite sieht mittlerweile eventuell anders aus. Weitere Informationen

Debatte
Wo liegen die Grenzen der Homöopathie, Frau Grams?
Archivartikel
14. Oktober 2017

Früher behandelte Natalie Grams ihre Patienten auch mit Tropfen und Globuli. Bis ihr Zweifel kamen - so große, dass sie Konsequenzen zog und ihre Praxis schloss. Seitdem will sie aufklären darüber, was die Behandlungsmethode kann. Und was nicht.
Ein Gastbeitrag.


Viele Menschen fühlen sich nach wochenlanger Einnahme von homöopathischen Tropfen besser. Doch ...

Viele Menschen fühlen sich nach wochenlanger Einnahme von homöopathischen Tropfen besser. Doch handelt es sich deshalb um eine wirksame Arzneimitteltherapie - oder sind das alles nur Placebo-Effekte?

Die Homöopathie erhebt den Anspruch, eine Methode zur Heilung von Krankheiten als spezifisch wirksame Arzneimitteltherapie zu sein - schnell, sanft, dauerhaft und sicher. Sie sieht sich selbst als eine andersartige Heilmethode, aber durchaus gleichwertig zur modernen Medizin und Arzneimittellehre.

Auch ich hatte dieses Selbstverständnis der Homöopathie verinnerlicht. Dazu erinnere ich mich an einen kleinen Film, den ein bekannter Homöopath - einer meiner Lehrmeister - in einem Seminar zeigte. In kurzen Sequenzen sah man darin Patienten in schlimmen Krankheitszuständen (zum Beispiel: rotes, schuppiges Hautekzem, eitrige Wunde, sichtlich ausgemergelter Patient, weinendes Kind mit hochroten Wangen).


Ihre Meinung zählt!
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Liebe Leserinnen und Leser dieser Zeitung, was halten Sie von diesem Beitrag? Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
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In rascher Folge wurde dann ein Bild des gleichen Patienten zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt - gesund, munter, geheilt und mit schöner Haut. Für einige Minuten sah man diese raschen Gegenüberstellungen. Dann wurde ein kleiner Text eingeblendet, den ich nicht mehr im Wortlaut erinnere, aber der so in etwa lautete: "Das ist es, was wir mit Homöopathie tun. Wir heilen Menschen." Mit diesem Filmchen warb der Homöopath um Sponsoren für die Einrichtung einer homöopathischen Klinik mit großem Ausbildungszentrum (in das ich damals dann auch gehen wollte).

Diese Episode zeigt vielleicht, wie Homöopathen zu ihrer Selbstüberzeugung kommen: durch eindrückliche Bilder, Assoziationen, Erfahrungen und Geschichten. Der Film hat dies nur noch mehr komprimiert als üblich. Aber sind solche zunächst einmal eindrucksvollen Dinge wie die Gegenüberstellung im Film ein Beleg dafür, was die Homöopathie kann, dass sie überhaupt etwas kann und ob sie ihrem eigenen Anspruch wirklich gerecht wird?

Leider ist heute ganz klar: Die Homöopathie kann diesen Anspruch an sich selbst und das Versprechen an die Patienten, sie sei eine Heilmethode, die spezifisch wirkt, nicht einlösen. Spezifisch wirksam bedeutet, es soll ihr eine Wirkung über bei jeder Behandlung auftretende Seiteneffekte - wie etwa Placebo, vergangene Zeit - hinaus zukommen, die "aus ihr selbst" stammt. Die Homöopathie kann nicht belegen, dass sie eine eigene, spezifische Wirkung auf Krankheiten hat. Das kann man heute so klar sagen, weil die Homöopathie in den über 200 Jahren ihrer Existenz belastbare Beweise dafür schuldig geblieben ist, dass sie eine spezifische Wirkung erzeugen kann. Was sie kann: auf sichtbare Effekte ihrer "Behandlung" in Einzelfällen verweisen. Was sie nicht kann: belegen, dass diese Effekte irgendetwas mit dem homöopathischen Ansatz zu tun haben, also eine "spezifische Wirkung" der Homöopathie darstellen. Das bedeutet, dass sicherlich viele Beschwerden unter homöopathischer Behandlung vergehen, aber nicht durch sie.

Es gibt viele Studien zur Homöopathie und viele Arbeiten, die diese Studien zusammenfassend betrachten. Sehr viele davon stammen von Homöopathen selbst. Es existieren durchaus Untersuchungen, die hier und da eine Überlegenheit der Methode über reine Zufallseffekte hinaus aufweisen, das sei unbestritten. Nur: Alle zusammenfassenden Betrachtungen zeigen, dass mit einer größeren Datenbasis und dem Ausschalten von Zufallsfaktoren diese Effekte durchweg einfach verschwinden und der Homöopathie allenfalls Placebo-Effekte zugestanden werden können.

Was die Homöopathie also auch nicht kann: sich auf belastbare wissenschaftliche Ergebnisse berufen. Sie gibt sich zwar gerne einen wissenschaftlichen Anstrich, betreibt aber dabei stets "Rosinenpickerei" und lässt die erwähnten übergreifenden Studien unberücksichtigt. Sie stützt sich am liebsten auf Einzelfallerfahrungen, auf Anekdoten. Das aber ist keine Wissenschaft. Eine wissenschaftliche Betrachtung, eine "Studie", entsteht erst, wenn viele Einzelerfahrungen systematisch betrachtet und dabei Ergebnisse mit und ohne Homöopathie miteinander verglichen werden. Sie können sonst nie wissen, was ohne homöopathische Behandlung passiert wäre. Und es zeigt sich immer wieder, dass die beiden Gruppen sich in den Ergebnissen, den Krankheits- und Beschwerdeverläufen, gar nicht mehr unterscheiden, als per Zufall zu erwarten wäre. Hier muss man auch darauf hinweisen, dass Homöopathen gern die Frage des Nachweises einer Wirksamkeit mit der des Nachweises eines Wirkmechanismus vermischen. Aber: Die Frage nach einem Wirkmechanismus ist unnötig, so lange es keinen Nachweis einer Wirkung gibt. Das Argument "Wir wissen, dass es wirkt, nur (noch) nicht wie" ist deshalb ein Scheinargument in zweifacher Hinsicht.

Die Homöopathie kann auch nicht eine angebliche Autorität "alten Wissens" in die Waagschale werfen und daraus ihre heutige Bedeutung bei der Behandlung von Krankheiten ableiten. Altes Wissen ist erst einmal einfach nur alt. Hat die Homöopathie in den Jahrzehnten von ihrer Entwicklung durch Samuel Hahnemann bis zur Begründung der modernen Medizin - etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts - den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung nachhaltig verbessert, Seuchen und Infektionskrankheiten zurückgedrängt? Das konnte sie nachweislich nicht. Die heutige Lebenserwartung, den Rückgang der Kindersterblichkeit, den Bedeutungsschwund von banalen Infektionen als eine der Haupttodesursachen - sie sind nicht dem Konto der Homöopathie gutzuschreiben, denn sie beharrt auf einem Wissensstand von vor 200 Jahren.

Die Homöopathie kann keinen Platz im wissenschaftlichen (und damit gültigen) Weltbild beanspruchen, weil sie zu großen Teilen mit der heutigen Naturwissenschaft im Widerspruch steht. Es besteht kein Anlass, zu ihren Gunsten gut begründete und bewährte naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu verwerfen, die sich jeden Tag bewähren und vielfach unser Alltagsleben bestimmen. Sie kann sich auch nicht darauf zurückziehen, ihre Methode entziehe sich der wissenschaftlichen Überprüfung - in Studien festzustellen, ob etwas spezifisch wirkt oder nicht, ist heute keine Kunst. Das ist in der Vergangenheit oft genug geschehen mit negativem Ergebnis für die Homöopathie.

Viele Vorstellungen Samuel Hahnemanns, des Begründers der Homöopathie vor 200 Jahren, stammen aus der vorwissenschaftlichen Zeit und sind längst widerlegt. Das heißt, man weiß heute, dass er sich geirrt hat. Das Festhalten an Dingen wie dem "magischen" Ähnlichkeitsprinzip als einer "Botschaft" der Natur oder einer "verstimmten geistigen Lebenskraft" als Ursache von Krankheiten gehört dazu.

Die Homöopathie heilt über psychologische Effekte, aber eine Psychotherapie ist sie nicht. Dass Homöopathie irgendwie gut tun kann, wird von keinem Kritiker bestritten. Doch die Homöopathie ist - nach ihrem eigenen Selbstverständnis - nicht etwa eine "Psychotherapie light", sie ist keine Gesprächstherapie, auch wenn bei ihren Patienten häufig das homöopathische Anamnesegespräch hoch im Kurs steht. Es dient der Suche nach dem richtigen homöopathischen Arzneimittel. Insofern dürfte bei vielen homöopathischen Patienten, die das Anamnesegespräch - zu Recht - oft als wohltuend empfinden, ein grundlegendes Missverständnis vorliegen. Samuel Hahnemann lässt in seinem Hauptwerk zur Homöopathie, dem "Organon der Heilkunst", keinen Zweifel daran, dass er seine Methode als Arzneimitteltherapie versteht und nicht etwa als "Wellness-Methode".

Was die Homöopathie aus all diesen Gründen vor allem nicht kann: Sie kann kein Teil einer verantwortlichen Medizin sein, die sich dem Grundsatz eines strengen Wirkungsnachweises und der Redlichkeit gegenüber dem Patienten verpflichtet fühlt. Sie kann daher auch kein Teil des öffentlichen Gesundheitswesens sein, was über die Anerkennung als "besondere Therapierichtung" im derzeitigen Arzneimittelrecht und die Erlaubnis der Gesetzgebers zur Erstattung homöopathischer Therapien durch Krankenkassen gleichwohl derzeit der Fall ist.

Alles in allem: Die Homöopathie kann ihre Versprechen nicht einlösen und das sollte man wissen, bevor man auf sie vertraut.
© Mannheimer Morgen, Samstag, 14.10.2017
Zum Thema
Natalie Grams
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Für die üblichen Verdächtigen. Einen schönen Sonntag noch.
Title: Re: Morgendliche Magenverstimmung durch Homöopathie im Mannheimer Morgen
Post by: Krokant on November 05, 2017, 07:39:54 PM
Den übernehme ich.  8)


Leserbrief zum Artikel von Natalie Grams, 14. Oktober im "Mannheimer Morgen"

https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-leserbrief-grams-liegt-falsch-homoeopathie-wirkt-_arid,1141352.html

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Leserbrief
Grams liegt falsch: Homöopathie wirkt
04. November 2017
Leserbrief-Schreiber: Hans-Lothar Michels

Zum Debatten-Beitrag "Wo liegen die Grenzen der Homöopathie, Frau Grams?" vom 14. Oktober:

Ich bin seit 30 Jahren als niedergelassener Arzt in eigener Praxis tätig. 20 Jahre lang als Kassenarzt mit Betreuung meiner Patienten durch sowohl schulmedizinische als auch homöopathische Interventionen, seit etwa zehn Jahren in einer rein homöopathischen Praxis.
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Sieh an, seit 10 Jahren keine vernünftige Medizin mehr. Was hat der eigentlich gelernt?


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In meiner Zeit als Kassenarzt - und das sind nicht meine Statistiken, sondern die der Kassenärztlichen Vereinigung - lag mein Verbrauch an schulmedizinischen Arzneien, insbesondere an Antibiotika deutlich unter dem meiner rein schulmedizinisch arbeitenden Kollegen.
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[*/quote*]

Das heißt: Er hat seine Patienten unterversorgt. Das ist ein bekanntes Phänomen. Die Homöopathen sind auch noch stolz darauf. Besonders krass wird es, wenn durch - weil ohne Antibiotika - unzureichende Behandlung Infektionen verschleppt werden. Das kann schnell ein Fall für den Friedhof werden.

Hans-Lothar Michels ist nicht der einzige dieser Art. Es sind viele! Zu viele.


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Aus meiner Sichtweise ist dieser Umstand ein Beleg dafür, dass Homöopathie wirkt.
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Falsch. So falsch, da züngeln die Locken zu Speerspitzen auf.

Hans-Lothar Michels, so heißt der Typ, hat seine Patienten unterversorgt. Daß die dabei nicht ins Gras gebissen haben [Hoffen wir es mal... ], ist kein Beweis der Wirksamkeit der Homöopathie. Jedes Placebo hätte die gleiche Wirkung gehabt, so oder so. Falls die Patienten wieder gesund wurden, dann nur aufgrund ihrer noch vorhandenen restlichen Fähigkeiten des Immunsystems.   


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Antibiotika muss ich nur in Notfällen, also äußerst selten verwenden,
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Was heißt "muß"!? Er tut es einfach. Frei übersetzt: Er behandelt nur noch akute Notfälle (annähernd) korrekt. Alles andere überläßt er dem Schicksal.


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in der Behandlung des Bluthochdrucks reduzieren mitbehandelnde Internisten regelmäßig Blutdruckmittel oder setzen sie sogar ab, wenn eine solche Therapie mit homöopathischen Arzneien kombiniert wird.
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Sieh an, eine Komplizenschaft mit "mitbehandelnde Internisten". Auch Internisten sind nicht frei von Tadel. Auch sie fallen dem Wahn Homöopathie anheim.


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Es gibt Hunderte von Studien zur Homöopathie und Frau Grams müsste sagen, welche sie meint.
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Muß sie das? Die Studien sind doch alle nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind.



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In dieser Allgemeinheit ihrer Argumentation ist es nicht möglich, über Studien zu diskutieren, die Bewertung von Studien ist eines der schwierigsten Themen in der Medizin. Auf der Argumentationsebene von Frau Grams könnte ich auch behaupten, Antidepressiva seien nahezu unwirksam und Cholesterinsenker hätten keinen Einfluss auf die Überlebenszeit erkrankter Menschen, weil es durchaus Studien gibt, die genau dieses aussagen.

Frau Grams ist in ihren Aussagen allgemein und nennt keine Fakten - die Werbefilmchen und Hochglanzprospekte kenne ich eher nur von Pharmavertretern, die ich dann auch irgendwann konsequenterweise nicht mehr empfangen habe.
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Diesem Gesamtkunstwerk an leeren Worten stelle ich ein zweites gegenüber:


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STIRB UND WERDE –
DIE SYPHILLINIE ALS EIN HEILSAMES STADIUM IM MENSCHLICHEN ENTWICKLUNGSPROZESS

Miasmen als menschliche Entwicklungsstadien vor deren Hintergrund Krankheiten entstehen, wollen und müssen insbesondere bei der Behandlung schwerer Pathologien berücksichtigt werden. Miasmen liefern die Grundlage zum Verständnis generationsübergreifender Phänomene, wie sie sich auch in der Aufstellungsarbeit und der systemischer Familientherapie äußern.

Die Syphilinie ist das Miasma, das in Verbindung gebracht wird mit Zerstörung, Leiden und Tod und deshalb gefürchtet wurde und wird. Zerstörung und Tod sind nur ein Pol des syphilitischen Prozesses, denn aus Zerstörung und Tod wird neues Leben geboren. Wir menschlichen Lebewesen sind täglich eingeworben in diesen Prozess: denn um Leben zu können müssen wir zerstören und wenn es nur die Nahrung ist, die wir mit unseren Zähnen zerkleinern um sie dann verdauen zu können.

Schwere chronische Erkrankungen individueller oder gesellschaftlicher Natur durchlaufen immer und meist mehrfach das Stadium der Syphilinie mit einer mehr oder minder zerstörerischen Symptomatik bis sich ein neues Gleichgewicht einstellen kann. Dabei erzeugt die Syphilinie typische psychische und körperliche Symptome. Es ist wichtig diese Symptome zu kennen und sie den entsprechenden Arzneien zuordnen zu können, nur so ist eine adäquate Begleitung dieses Entwicklungsprozesses möglich .
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[*/quote*]

"Schwere Psychose" würde ich dazu sagen, "Wahnvorstellungen". Was ist mit diesem Menschen in der Kindheit passiert, daß er so brutal in die Märchenwelten gekracht ist und nicht wieder raus kam? Fehlen noch Trolle und die unmenschigen Menschen und es würde Anthroposophenwahn daraus.

Ist es aber nicht! Es ist die Ankündigung zu einer Fortbildung!

Der vollständige Text lautet so:

https://www.weiterbildung-homoeopathie.de/events/evid1248-stirb-und-werde-die-syphilinie-als-ein-he/

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(http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/homoeopathen_wahn/Header_Weiterbildung_800.jpg)

https://www.weiterbildung-homoeopathie.de/wordpress/wp-content/themes/wpex-spartan/images/3Header_Weiterbildung.png

http://www.weiterbildung-homoeopathie.de/

Stirb und Werde – Die Syphilinie als ein heilsames Stadium im menschlichen Entwicklungsprozess

Veranstaltungen
Datum/Zeit
Datum - 02.12.2017
10:00 - 17:00


Veranstaltungsort
Ökohaus/Ka Eins
Kasseler Str. 1a
60486 Frankfurt/Main-West

Kategorien
    Fortbildung/Seminar

Themen und Beschreibung

Herr Hans-Lothar Michels
Geboren 1951, Arzt seit 1977. 1986 Beginn des Homöopathie-Studiums, seit 1988 in eigener Praxis niedergelassen, zunächst als Praktischer Arzt mit Kassenzulassung, seit 2008 in eigener
Privatpraxis.
Von 1998 bis 2008 Leiter der Homöopathie-Schule in Eisenach zusammen mit Rainer Appell.
In dieser Zeit Mitorganisator der Homöopathie-Seminare am Millstätter See zusammen mit KollegInnen aus Österreich.
Zusätzliche Ausbildungen in Körperpsychotherapie und prä- und perinataler Psychotherapie.
In den letzten 10 Jahren Studium der Miasmentheorien. Auseinandersetzung mit den klassischen Miasmentheorien, besonders auch mit den Vorstellungen von Masi-Elizalde. Heute Arbeit mit dem Miasmenmodell von Gienow und den Repertorien von Boger, Boenninghausen und Gienow.
THEMA:
STIRB UND WERDE –
DIE SYPHILLINIE ALS EIN HEILSAMES STADIUM IM
MENSCHLICHEN ENTWICKLUNGSPROZESS
Miasmen als menschliche Entwicklungsstadien vor deren Hintergrund Krankheiten entstehen, wollen und müssen insbesondere bei der Behandlung schwerer Pathologien berücksichtigt werden. Miasmen liefern die Grundlage zum Verständnis generationsübergreifender Phänomene,
wie sie sich auch in der Aufstellungsarbeit und der systemischer Familientherapie äußern.
Die Syphilinie ist das Miasma, das in Verbindung gebracht wird mit Zerstörung, Leiden und Tod und deshalb gefürchtet wurde und wird. Zerstörung und Tod sind nur ein Pol des syphilitischen Prozesses, denn aus Zerstörung und Tod wird neues Leben geboren. Wir menschlichen Lebewesen sind täglich eingeworben in diesen Prozess: denn um Leben zu können müssen wir zerstören und wenn es nur die Nahrung ist, die wir mit unseren Zähnen zerkleinern um sie dann
verdauen zu können.
Schwere chronische Erkrankungen individueller oder gesellschaftlicher Natur durchlaufen immer und meist mehrfach das Stadium der Syphilinie mit einer mehr oder minder zerstörerischen
Symptomatik bis sich ein neues Gleichgewicht einstellen kann. Dabei erzeugt die Syphilinie typische psychische und körperliche Symptome. Es ist wichtig diese Symptome zu kennen und
sie den entsprechenden Arzneien zuordnen zu können, nur so ist eine adäquate Begleitung dieses Entwicklungsprozesses möglich .

Teilnehmergebühren:
Für Mitglieder unseres Landesverbandes (Hessen/RLP/Saarland): Euro 30,00
Für Mitglieder anderer DZVhÄ-Landesverbände: Euro 50,00
Für Gäste: Euro 100,00 / Für Studenten: Frei
Bezahlung bar vor Ort / Eine Anmeldung ist NICHT erforderlich

Anzahl der Unterichtseinheiten: 8
Anerkannte Diplompunkte: 8

Registrierungsnummer: 2017-0263-He.RP.Sa

Anzahl der bei der Ärztekammer beantragten FB-Punkte: 8

Nur bei Kursen A-D: Anerkennung der ÄK liegt vor: Trifft nicht zu
Ärztl. Leiter: Michael Rogoisch
Referenten: Hans-Lothar Michels
Kontaktname: Ute Maria Wentzel
Kontakt E-Mail: ute.wentzel@web.de
Kontakt Telefon: 06721-9884520

Teilnehmergebühr Nichtmitglieder:
Teilnehmergebühr DZVhÄ-Mitglieder:
Link zur Veranstaltungswebsite:
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Ist das zu fassen? Ausgerechnet jener  Hans-Lothar Michels, der Natalie Grams vorwirft, "Frau Grams ist in ihren Aussagen allgemein und nennt keine Fakten", ausgerechnet der schwafelt wirres Zeug "STIRB UND WERDE"...!

Es kommt aber noch schlimmer.

Erstens ist das eine "Fortbildung"

zweitens des "Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V."

drittens für Ärzte.

Viertens gibt es dafür ACHT (in Zahlen: 8 ) Fortbildungspunkte der Landesärztekammer.

Fünftens findet dieser Wahnwitz in 4 Wochen statt: "Datum - 02.12.2017, 10:00 - 17:00"


Daß der Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. dahinter steckt, sieht man am Impressum:
 
https://www.weiterbildung-homoeopathie.de/impressum/

[*quote*]
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Impressum und Datenschutzerklärung

Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V.
Geschäftsstelle: Axel-Springer Straße 54 b, 10117 Berlin. Tel. 030 – 325 97 34 0, Fax 030 – 325 97 34 19, E-Mail: info(at)dzvhae.de
Vereinsregister: Amtsgericht Stendal VR 923 USt.-ID: DE 226984842, gesetzlich vertreten durch: Cornelia Bajic – Erste Vorsitzende, Monika Kölsch – Vorstand Finanzen.

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) ist der älteste ärztliche Berufsverband in Deutschland, gegründet 1829 in Köthen. Heute ist der DZVhÄ ein moderner Berufsverband, der die berufspolitischen Interessen der homöopathisch tätigen Ärztinnen und Ärzte vertritt. Der DZVhÄ ist unabhängig von der Pharmaindustrie und finanziert sich über die Beiträge der Mitglieder in seinen Landesverbänden.

Verantwortlich i.S.d. § 55 RStV:

Cornelia Bajic, Vorstandsvorsitzende des DZVhÄ, Axel-Springer-Straße 54 B, 10117 Berlin
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[*/quote*]

Verantwortlich: "Cornelia Bajic – Erste Vorsitzende, Monika Kölsch – Vorstand Finanzen".

Das ist ein Hammer.

Weil es gerade paßt:

Julian:
"Was Homöopathen glauben, fällt in anderen Bereichen unter behandlungspflichtige Psychose."
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=2691.msg5572#msg5572



Zurück zum Leserbrief an den "Mannheimer Morgen".

https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-leserbrief-grams-liegt-falsch-homoeopathie-wirkt-_arid,1141352.html

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Ich selbst habe eine Homöopathie-Schule geleitet und kenne die von Frau Grams berichtete Anekdoten nicht, auch nicht von Kollegen. Ich persönlich würde schon gerne wissen, an welcher Homöopathie-Schule die berichteten Filmchen vorgeführt wurden.
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Ah ja, die alte Masche: Nichtwissen vortäuschen und mit diesem Dreh die von Natalie Grams vorgebrachte Kritik beiseite wischen, Motto: "Wenn ich das nicht weiß, gibt es das nicht."

Daß Hans-Lothar Michels eine Homöopathie-Schule (was ist das eigentlich?) geleitet hat, besagt gar nichts. Wieviel Nichts das besagt, sieht man ja schon an der wirren Seminarankündigung...


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Richtig falsch - auch im derzeit gültigen wissenschaftlichen Sinne - wird es, wenn sie Ähnlichkeit und das Konzept der Lebenskraft als Magie bezeichnet.
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Den Ähnlichkeits-Blödsinn des alten Hahnemann und seiner noch älteren Dumpfbacken, bei denen er die Idee abgekupfert hat, und der Lebenskraft-Megablödsinn der gleichen Galerie von Hohlköpfen sind KEINE Magie? Also, wenn DAS keine Magie ist, dann ist der Osterhase Vorsitzender der seit 1660 bestehenden britischen Wissenschaftlervereinigung "The Royal Society".

Kann man gleich nachprüfen:

The Royal Society
https://royalsociety.org/


Hahnemann hat abgekupfert! Aus einem zu seiner Zeit 50 Jahre alten Buch hat er beim Johann Hummel aus Büdingen abgekupfert:

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6) In Jo. Hummelii Commentatio de Arthritide tam tartarea,
quam scorbutica, seu podagra et scorbuto, Büdingae 1738. 8. S. 40 -42.
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[*/quote*]

Da steht's:
"Hahnemann is not the inventor of "similia similibus""
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7547.0



[*quote*]
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Ähnlichkeit ist ein allgegenwärtiges Phänomen, Frau Grams würde ihren Mann auf der Straße nicht erkennen und kein Arzt könnte ein Röntgenbild beurteilen, wenn wir nicht mit der Ähnlichkeit arbeiten würden.
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[*/quote*]

Ja, die Ähnlichkeit, ja die hat was: Wenn es quakt wie ein Scharlatan, wenn es stinkt wie ein Scharlatan, dann ist es ein Scharlatan.

Quot erat demonstrandum.

Äh, nicht? Hat er das nicht so gemeint? Das sieht ihm ähnlich.  :D



[*quote*]
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Ähnlichkeit wird und wurde von allen bedeutenden Philosophen diskutiert.
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[*/quote*]

Was für ein würdeloser Kohl.

Nochmal:

[*quote*]
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Ähnlichkeit ist ein allgegenwärtiges Phänomen, Frau Grams würde ihren Mann auf der Straße nicht erkennen und kein Arzt könnte ein Röntgenbild beurteilen, wenn wir nicht mit der Ähnlichkeit arbeiten würden.
Ähnlichkeit wird und wurde von allen bedeutenden Philosophen diskutiert.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]

Ist das das "Niveau", auf dem Hans-Lothar Michels die ganze Zeit Leserbriefe schreibt, Vorträge hält und Kranken "therapiert"?

Das ist keine rhetorische Frage. Wenige Tage vor seinem Leserbrief hinterließ er bei DocCheck diesen Unsinn:

http://news.doccheck.com/de/190697/globulisierung-der-anfang-vom-ende/

[*quote*]
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Hans-Lothar Michels
Arzt

Aha, jetzt geht also das Hauen und Stechen um die seltener werdenden Fleichtöpfe wieder los. (GOÄ-Novellierung usw) Nur wenn man über Homöopathie schreibt, sollte man sich erst mal informieren: homöopathische Arzneien sind nur die, die nach Ähnlichkeit verordnet werden sonst nichts. Da herrscht viel Verwirrung- frau Grams meint, Ähnlichkeit sei ein magisches Prinzi- ein bischen Nachdenken täte allen gut, ohne Ähnlichkeit kann man kein Röntgenbild beurteilen. Das Geschwätze führt nicht weiter.
#21 | 30. Oktober 2017 um 18:10
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[*/quote*]

"homöopathische Arzneien sind nur die, die nach Ähnlichkeit verordnet werden sonst nichts."

Wie man sofort sieht: Von Homöopathie hat Hans-Lothar Michels keine Ahnung.

Für den Beweis zitiere ich Aribert Deckers:

http://www.ariplex.com/ama/ama_amp.htm

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Für diese "Symptomen-Aehnlichkeit" benötigt man Symptome, ermittelt durch "Arzneimittelprüfungen" an GESUNDEN Menschen. Das ist die unabdingbare Grundlage der Homöopathie.

Also, sollte man erwarten dürfen, gibt es für jedes homöopathische Mittel eine große Menge an Arzneimittelprüfungen, um die Symptome genau zu erforschen. Ein Blick in das "Repetitorium" DHU von 1994 spricht jedoch Bände :

    Für nicht wenige von der DHU verkaufte Arzneimittel gibt es gar keine Arzneimittelprüfung!

    Dabei müßte es ZU JEDEM Arzneimittel valide Arzneimittelprüfungen geben!

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Diese Webseite ist seit 14 Jahren online und Homöopathen ganz bestimmt nicht unbekannt. Sie steht immmer noch so da wie vor 14 jahren, obwohl Herr Deckers die Homöopathen verdrischt wie kein anderer.

Keine Arzneimittelprüfung, also keine Symptome, die man für das Repertorium als Vergleich der Ähnlichkeit heranziehen kann. Trotzdem verkauft die Deutsche Homöopathie-Union Mittel als homöopathisch, obwohl für sie keine Arzneimittelprüfung existiert. Gemessen an den ureigenen Maßstäben der Homöopathen ist das Betrug. Der größte deutsche Homöopathika-Hersteller ist ein Betrüger. Das ist die klare und absolut unwiderlegbare Festellung, die man aus den Unterlagen der Homöopathen und aus ihren öffentlich vorgetragenen Worten ziehen kann und ziehen muß. Das ist seit 14 Jahren öffentlich!

Was sagt Hans-Lothar Michels?

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Ähnlichkeit ist ein allgegenwärtiges Phänomen,
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Ja, das sieht ihm ähnlich.

Was sagt er zu dem Betrug durch die DHU? Nichts?

Das sieht ihm ähnlich. 


Hans-Lothar Michels weiter:

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Das Konzept der Lebenskraft wurde nie wissenschaftlich widerlegt, allerdings stillschweigend fallengelassen, weil mit diesem Konzept die heutige objektivierende, analysierende und reduktionistische Methode nicht gut durchführbar ist.
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Wieder wirres Geschwätz, völlig nichtssagendes, strunzdummes, hohles Geschwätz. Und das von einem Arzt, der auch noch "Fortbildungen" macht... 

Er sagt nicht einmal, von wem "das Konzept der Lebenskraft" "stillschweigend fallengelassen" wurde.


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Frau Grams müsste auch sagen, welche Wissenschaft sie meint.
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Wie Jeder weiß, gibt es zwei Wissenschaften: eine, die funktioniert, und die der Homöopathen.


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Ich nehme an, dass sie nur objektive Erkenntnis gelten lassen will. In dem Fall muss sie sich sagen lassen, dass die sogenannte Schulmedizin nicht objektiv handelt. Das wird ebenfalls durch Studien belegt, etwa zum Wert der sogenannten Krebsvorsorge. Die heute in der Wissenschaft genutzte Erkenntnismethode geht übrigens auf den Philosophen René Descartes zurück, der mehr als 150 Jahre vor Hahnemann lebte.
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Erstens ist das Unsinn und zweitens hat das alles mit Descartes nichts zu tun. Descartes war übrigens nicht blöd. Im Gegensatz zu Hahnemann und erst recht im Gegensatz zu den Nachbetern von Hahnemann.


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Darüber hinaus bin ich der Ansicht, dass es nicht darum gehen kann, ein Entweder-oder zu diskutieren. Die Homöopathie kann hilfreich sein, wenn die Schulmedizin versagt - und die Schulmedizin ist für mich dort wichtig, wo ich als Homöopath nicht weiter komme, zum Beispiel durch Diagnostik oder chirurgische Interventionen.
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Hahnemann sagt aber, Homöopathie sei die einzig wahre Medizin!


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Ich möchte gerne Frau Grams raten, nicht hochmütig zu sein:
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Nun spielt Hans-Lothar Michels auch noch den Moralapostel. Ausgerechnet er... Er hätte lieber seinen Hahnemann lesen sollen.


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Dass wir es zurzeit in Mitteleuropa nicht mehr mit verheerend verlaufenden Infektionskrankheiten und Seuchen zu tun haben ist sehr viel mehr einer verbesserten Hygiene und Ernährung als dem medizinischen Fortschritt zu verdanken. Auch dazu gibt es genügend eindeutige wissenschaftliche Literatur von Medizinhistorikern und Medizinsoziologen.
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Das ist Unsinn. Die Influenza-Epidemie vor 100 Jahren hatte mit Hygiene und Ernährung nichts zu tun. Die Infektionen mit Masern und anderen Erregern haben mit Hygiene und Ernährung auch nichts zu tun. Ebola auch nicht.

Wo wir gerade dabei sind:

"Homöopathen ohne Grenzen gehen nach Liberia und Sierra Leone!"
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=8275.0

Da sind die bereits erwähnten "Cornelia Bajic – Erste Vorsitzende, Monika Kölsch – Vorstand Finanzen", Strippenzieher für die Fahrt von 4 Homöopathen in das von Ebola heimgesuchte Afrika.

Der lebensgefährliche Schwindel der Homöopathen flog auf, weil zwei investigative niederländische Blogger den Machenschaften der Deutschen auf die Schliche kamen und die amerikanische Kirche gewarnt wurde, deren Hospital die Homöopathen in Afrika heimsuchen wollten. Und weil die Schweizer Behörden gewarnt wurden. Einer der 4 Homöopathen ist ein Schweizer. Bei seiner Rückkehr hätte er in der Schweiz eine  Katastrophe auslösen können.

Aber, wie gesagt, die Kirche und die Behörden und das Hospital waren gewarnt, so daß man die Homöopathen von den Kranken fern halten konnte. In Haiti war die Gefahrenabwehr einige Jahre zuvor nicht so gut, so daß die aus Europa angereisten Homöopathen dort viele Kranke mit Pfusch betrügen konnten: Statt einer korrekten Behandlung bekamen die Kranken nur homöopathischen Pfusch.

In dem Thread im TG-1 über den Betrug der Homöopathen in Liberia und Sierra Leone

"Homöopathen ohne Grenzen gehen nach Liberia und Sierra Leone!"
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=8275.0

steht eine Menge dazu drin. Der Thread ist nicht umsonst so umfangreich und er ist nicht ohne Grund der meistgelesene Thread des TG-1.

Hans-Lothar Michels weiter:

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Ich habe zusätzlich die Blogs von Frau Grams gelesen und es drängt sich mir der Eindruck auf, dass sie als Sprachrohr gewisser Leute im Kampf um die rarer werdenden Fleischtöpfe im Gesundheitswesen fungiert.
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Nanu? Verschwörungswahn. Wundert mich jetzt aber auch nicht. Kein bißchen.


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Daneben vermarktet sie sich und ihre Bücher mit einem Thema, das im Moment zieht. Um sie ernst nehmen zu können, müsste sie belastbare Fakten nennen. Das tut sie nicht, und da, wo sie es versucht, liegt sie nachweislich falsch.
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Die Natalie Grams werden wir schon verarzten. Das können wir ganz bestimmt besser als jeder Homöopath.


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Die Homöopathie begleitet mich und meine Haustiere nun schon über 40 Jahre. Sie hat mir fast immer geholfen, Erkrankungen schnell und ohne schädliche Nebenwirkungen zu überwinden. Zugegeben, es gab auch Krankheiten, bei denen ich mir nicht selbst mit der Homöopathie helfen konnte, und ich mich in allopathische Medizintherapie begeben musste, aber für diese Fälle brauche ich nicht mal fünf Finger zum Aufzählen.
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Alles leere Worte. Nichts, aber auch gar nichts davon ist greifbar.

Hans-Lothar Michels schrieb doch:

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Frau Grams ist in ihren Aussagen allgemein und nennt keine Fakten
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Was er hier nun wieder hervorkramt, sind alles nur leere Behauptungen. Echte Fakten sind es nicht.


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Mein Fazit: Vor allem bei chronischen Erkrankungen versagt oft die Allopathie.
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Homöopathie funktioniert bei keiner einzigen Krankheit.

Chronische Krankheiten nennt man chronisch, weil sie über einen langen Zeitraum fortbestehen. Warum bestehen sie lange fort? Weil man sie in dieser langen Zeit nicht erfolgreich bekämpfen kann. Man kann es nicht, weil man (noch) keine geeigneten Mittel hat.

Homöopathie ist immer ungeeignet, denn sie funktioniert nie! Also sollte Hans-Lothar Michels lieber seinen vorlauten Mund halten!l


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Natürlich kann man nicht alle Erkrankungen mit Homöopathie heilen, aber sehr viele.
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Da hat er seinen Hahnemann nicht gelesen. Hahnemann sagt, daß Homöopathie alles kann.


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Und wenn Tiere durch Homöopathie geheilt werden, kann man nicht von einem Placebo-Effekt sprechen.
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Das ist erstens Unsinn, weil es bei Tieren selbstverständlich den Placebo-Effekt gibt, und weil zweitens Homöopathie sowieso nicht funktioniert, denn sie funktioniert nie, weder bei Menschen noch bei Tieren.


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Homöopathie ist kein wissenschaftliches Allheilmittel, aber letztendlich gilt doch: Wer heilt, hat Recht.
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Homöopathie ist gar kein kein Heilmittel. Homöopathie ist Betrug. "Wer heilt, hat recht", ist Blödsinn.


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"Ich bin entsetzt"

Ich bin entsetzt über diesen Bericht. Auch wenn die Dame ein Buch geschrieben hat, gibt es ihr noch lange nicht das Recht, die Homöopathie in Frage zu stellen.
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Homöopathie ist Betrug. Das kann ich sagen, ohne daß ich ein Buch geschrieben habe. Jeder kann das sagen. Jeder!


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Ich kann erahnen, dass die Pharmaindustrie dahinter steckt, denn die bestimmen ja unsere Medizin (egal zu welchem Preis).
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Schon wieder Verschwörungswahn. Ist das widerlich.


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Ein ganzes Leben lang begleitet mich die Homöopathie, bestimmt auch viele andere; Homöopathen gibt es auf der ganzen Welt, aber es würde viel zu weit führen, weiter zu berichten.
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Aus dem Rhetorikseminar zum Schluß den glorreichen Abgang: "Wir sind die Guten, wir werden siegen!" Draufgesetzt noch die Selbsterhöhung "aber es würde viel zu weit führen, weiter zu berichten".

Und was hat er nun wirklich gesagt?

Nichts hat er gesagt. Gar nichts.


[Deutsch repariert. Großschäden dauern etwas länger... ET]
[Schadensliste abgearbeitet... Julian]
Title: Ein Knaller bei der Landesärztekammer
Post by: el_Typo on November 06, 2017, 01:26:16 PM
Dieses Reklameschild aus der Webseite finde ich besonders gut markiert:

(http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/homoeopathen_wahn/Header_Weiterbildung_800.jpg)

https://www.weiterbildung-homoeopathie.de/wordpress/wp-content/themes/wpex-spartan/images/3Header_Weiterbildung.png

Die X sind von Krokant. Im Original sind die natürlich nicht.

1. Homöopathie

2. Ärztliche Homöopathie

3. Vom "Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V."

4. "Weiter- und Fortbildung"


Was ist eigentlich der Unterschied zwischen "Fortbildung" und "Weiterbildung"? Ich sehe da nur einen Mangel an Durchgriff und bleibendem Erinnerungswert von Deutschlehrern.
Title: Geheime Jubelorgien der Homöopathen
Post by: Julian on November 07, 2017, 05:21:43 PM
Der "Debattenbeitrag" genannte Artikel von Natalie Grams ist kein Einzelfall, sondern einer von so vielen kleinen Mosaiksteinen, die sich einer um den anderen zu einem Gesamtbild fügen, hinter dem es anders aussieht als die Öffentlichkeit glauben gemacht wird.
 

https://www.morgenweb.de/mannheimer-morgen_artikel,-debatte-wo-liegen-die-grenzen-der-homoeopathie-frau-grams-_arid,1129456.html

[*quote*]
Debatte
Wo liegen die Grenzen der Homöopathie, Frau Grams?
Archivartikel
14. Oktober 2017

Früher behandelte Natalie Grams ihre Patienten auch mit Tropfen und Globuli. Bis ihr Zweifel kamen - so große, dass sie Konsequenzen zog und ihre Praxis schloss. Seitdem will sie aufklären darüber, was die Behandlungsmethode kann. Und was nicht.
Ein Gastbeitrag.
[*/quote*]

Natalie Grams hat nicht nur ihre homöopathische Praxis, deren Außenseite mit einem großen Ying-und-Yang-Symbol verziert war (Ying/Yang hat mit Homöopathie überhaupt nichts zu tun!), geschlossen, sondern sie hat ein Buch darüber geschrieben und ist an die Öffentlichkeit gegangen.

Abtrünnige Heilpraktiker oder Homöopathen sind ein Anziehungsmagnet für Skeptiker. So wurde sie dort sehr hofiert - und sogar noch an die Spitze einer Organisation gesetzt, die gegen Homöopathie auftritt.

Ein Homöopath als Leitfigur einer Skeptikergruppe gegen Homöopathie. Das konnte ja nicht gutgehen...




[*quote*]
Viele Menschen fühlen sich nach wochenlanger Einnahme von homöopathischen Tropfen besser. Doch handelt es sich deshalb um eine wirksame Arzneimitteltherapie - oder sind das alles nur Placebo-Effekte?

Die Homöopathie erhebt den Anspruch, eine Methode zur Heilung von Krankheiten als spezifisch wirksame Arzneimitteltherapie zu sein - schnell, sanft, dauerhaft und sicher. Sie sieht sich selbst als eine andersartige Heilmethode, aber durchaus gleichwertig zur modernen Medizin und Arzneimittellehre.
[*/quote*]

"gleichwertig zur modernen Medizin und Arzneimittellehre"? Nein, das stimmt so nicht. Es stimmt ganz und gar nicht. Es stimmt aus mehreren Gründen nicht und es hat noch nie gestimmt.

Hahnemann hat die Homöopathie erfunden. Seine Vorgänger waren Wundärzte und andere, teilweise seltsame Gestalten, die in Kriegszügen und auch sonst herumzogen. Um 1700 und früher war das Überleben Glückssache, egal ob mit oder ohne Arzt. Mit Arzt war es teurer, aber nicht minder gefährlich.

Hahnemann hat die Homöopathie nicht der damaligen "Schulmedizin" (seine Worte!) als gleichwertig betrachtet, sondern sie ganz entschieden als die einzig wahre Medizin angesehen und auch so beschrieben.
 
Ein willkürlich herausgegriffener Satz aus dem Organon, sechste Auflage:

http://ariplex.com/ama/ama_org6.htm

[*quote*]
In der einzig wahren und einfachen, der einzig naturgemäßen Heilkunst, in der Homöopathie, ist es durchaus unerlaubt, dem Kranken zwei verschiedne Arzneisubstanzen auf einmal einzugeben. 
[*/quote*]

Seit Hahnemann und seinem Überlegenheitsanspruch hat sich an dieser Ansicht nichts geändert. Wenn der von ihnen so verachteten "Schulmedizin" zugebilligt wird, dieses oder jenes zu können, dann nur notgedrungen, unter Zähneknirschen. Je mehr Errungenschaften in der wissenschaftlichen Medizin Allgemeingut wurden, um so mehr wurde die Homöopathie zurückgedrängt.

Um sich trotzdem zu behaupten, wurde aus der "Alternative" Homöopathie die "komplementäre", die "ergänzende" Behandlungsmethode gemacht. Egal wie, Hauptsache, "man" (die Homöopathen) waren beteiligt - und konnten dann den Ruhm der Heilungen für sich einheimsen, die in Wahrheit von der wissenschaftlichen Medizin erbracht worden waren. Im Lügen waren Homöopathen schon immer gut, und in dieser Hinsicht sind sie es ganz besonders, auch bei Studien.

Schon vor 10 Jahren wurde im TG-1 die Betrugsmethode aufgedeckt:

"Homöopathen sind strohdumm - oder Betrüger - oder beides"
 http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=1930

Homöopathische Studien sind Pfusch. Oder Betrug. Oder beides. Soviel zu Studien.


Natalie Grams behauptet:

[*quote*]
Sie [die Homöopathie] sieht sich selbst als eine andersartige Heilmethode, aber durchaus gleichwertig zur modernen Medizin und Arzneimittellehre.
[*/quote*]

Das ist nachweislich falsch.


Natalie Grams weiter:

[*quote*]
Auch ich hatte dieses Selbstverständnis der Homöopathie verinnerlicht. Dazu erinnere ich mich an einen kleinen Film, den ein bekannter Homöopath - einer meiner Lehrmeister - in einem Seminar zeigte. In kurzen Sequenzen sah man darin Patienten in schlimmen Krankheitszuständen (zum Beispiel: rotes, schuppiges Hautekzem, eitrige Wunde, sichtlich ausgemergelter Patient, weinendes Kind mit hochroten Wangen).

In rascher Folge wurde dann ein Bild des gleichen Patienten zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt - gesund, munter, geheilt und mit schöner Haut. Für einige Minuten sah man diese raschen Gegenüberstellungen. Dann wurde ein kleiner Text eingeblendet, den ich nicht mehr im Wortlaut erinnere, aber der so in etwa lautete: "Das ist es, was wir mit Homöopathie tun. Wir heilen Menschen." Mit diesem Filmchen warb der Homöopath um Sponsoren für die Einrichtung einer homöopathischen Klinik mit großem Ausbildungszentrum (in das ich damals dann auch gehen wollte).
[*/quote*]

Ist das nicht die allgemein übliche Methode? Vorher-nachher, es wimmelt nur so von solchen Darstellungen. Dabei ist es nicht einmal falsch, sie zu zeigen. Den Unterschied muß man doch vorführen. Man muß ihn vorführen KÖNNEN. Das ist in der Wissenschaft üblich!

In der seriösen Wissenschaft ist es allerdings üblich, die Randbedingungen vorzulegen. Und es ist üblich, Vergleichsversuche zu machen. Und es ist üblich, peinlich genau Fehler auszuschließen. Und es ist üblich, genaue Protokolle vorzulegen, die Punkt für Punkt nachprüfbar sind. Das alles ist genau das, was bei der Homöopathie nicht existent ist. Und das nicht irgendwie, sondern ganz klar und eindeutig gewollt nicht existent ist.


Natalie Grams:

[*quote*]
Diese Episode zeigt vielleicht, wie Homöopathen zu ihrer Selbstüberzeugung kommen: durch eindrückliche Bilder, Assoziationen, Erfahrungen und Geschichten. Der Film hat dies nur noch mehr komprimiert als üblich. Aber sind solche zunächst einmal eindrucksvollen Dinge wie die Gegenüberstellung im Film ein Beleg dafür, was die Homöopathie kann, dass sie überhaupt etwas kann und ob sie ihrem eigenen Anspruch wirklich gerecht wird?
[*/quote*]

Was Natalie Grams beschreibt, ist die übliche Pose der Sieger. Wie, was, und warum, das wird alles weggelassen. Die Mißerfolge? Werden weggelassen. Es ist nichts als eine Zuschaustellung der großen Sieger. Alles andere wird ausgeblendet.


[*quote*]
Leider ist heute ganz klar: Die Homöopathie kann diesen Anspruch an sich selbst und das Versprechen an die Patienten, sie sei eine Heilmethode, die spezifisch wirkt, nicht einlösen. Spezifisch wirksam bedeutet, es soll ihr eine Wirkung über bei jeder Behandlung auftretende Seiteneffekte - wie etwa Placebo, vergangene Zeit - hinaus zukommen, die "aus ihr selbst" stammt. Die Homöopathie kann nicht belegen, dass sie eine eigene, spezifische Wirkung auf Krankheiten hat. Das kann man heute so klar sagen, weil die Homöopathie in den über 200 Jahren ihrer Existenz belastbare Beweise dafür schuldig geblieben ist, dass sie eine spezifische Wirkung erzeugen kann.
[*/quote*]

Das ist eine allgemeine Beschreibung. Einfacher könnte man es auch sagen: Es gibt keinen einzigen Beweis dafür, daß Homöopathie wirkt oder jemals gewirkt hat.


[*quote*]
Was sie kann: auf sichtbare Effekte ihrer "Behandlung" in Einzelfällen verweisen. Was sie nicht kann: belegen, dass diese Effekte irgendetwas mit dem homöopathischen Ansatz zu tun haben, also eine "spezifische Wirkung" der Homöopathie darstellen. Das bedeutet, dass sicherlich viele Beschwerden unter homöopathischer Behandlung vergehen, aber nicht durch sie.
[*/quote*]

Kurz: Wenn Beschwerden verschwinden während einer homöopathischen Behandlung, dann nicht wegen der Homöopathie, sondern aus ganz anderen Gründen.




[*quote*]
Es gibt viele Studien zur Homöopathie und viele Arbeiten, die diese Studien zusammenfassend betrachten.
[*/quote*]

Alle diese Studien sind Müll. Entweder sind sind gepfuscht. Oder sie sind getürkt. Echte Homöopathie sind sie aber alle nicht. Es gibt nicht eine einzige echte Studie zur Homöopathie. Warum? Weil die Studien schlicht und einfach keine Homöopathie sind. Jedem Probanden wird immer nur das gleiche Mittel gegeben wie den anderen Probanden auch. Das ist ein geradezu krimineller Bruch mit den Grundlagen der Homöopathie. Die nämlich sagt, daß jeder Mensch für seine Situation ein für ihn spezielles Mittel braucht, das der Homöopath erst herausfinden muß. Alles andere ist keine Homöopathie!

Interessant ist nun: Obwohl seit Hahnemann dieser eiserne Grundsatz der Homöopathie bekannt ist, halten sich die Homöopathen bei ihren Studien nicht daran.
 

Natalie Grams:

[*quote*]
Sehr viele [Studien] davon stammen von Homöopathen selbst. Es existieren durchaus Untersuchungen, die hier und da eine Überlegenheit der Methode über reine Zufallseffekte hinaus aufweisen, das sei unbestritten.
[*/quote*]

Alle diese Studien sind Pfusch. Ersten ist es gar keine Homöopathie und zweitens wird an den Ergebnissen manipuliert, und drittens ist schon bei der Probandenauswahl und der Versuchsdurchführung "herumgefummelt" worden.

Es gibt keine einzige echte Studie zur Homöopathie!


Ich habe mir das Vergnügen gemacht, so eine gepfuschte Studie zu suchen, und ich habe eine gefunden, durchgeführt an der Universität Leipzig. Diese Studie hat heftigen Protest hervorgerufen und wurde später, nach langem Herumlamentieren und Es-aussitzen-wollen der Leipziger "Forscher" zurückgezogen. Dazu gibt es einen geharnischten Bericht von Aribert Deckers:

"Herausforderung an die Universität Leipzig
Der Fall Nieber et al"
http://www.ariplex.com/ama/ama_ho12.htm

Besonders pikant ist, daß die drei Leipziger Pfuscher für ihre "Studie" 2003 (vor 14 Jahren!) sogar einen Preis bekamen:

[*quote*]
Preis für Wirkungsnachweis homöopathischer Mittel

Apothekerin Franziska Schmidt, Prof. Dr. Karen Nieber und Prof. Dr.
Wolfgang Süß vom Institut für Pharmazie der Universität Leipzig
erhielten jetzt den Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis 2003 der
Internationalen Gesellschaft für Homotoxikologie e.V. und der
Internationalen Gesellschaft für Biologische Medizin e. V.
[*/quote*]

Pfusch war und ist das Lebenselixier der Homöopathie und der daran Beteiligten.


Zwei der drei Preisträger haben ihren Preis zurückgegeben. Der dritte jedoch nicht.

Pfusch war und ist das Lebenselixier der Homöopathie und der daran Beteiligten.

Quod erat demonstrandum.



Zurück zu Natalie Grams:

[*quote*]
Nur: Alle zusammenfassenden Betrachtungen zeigen, dass mit einer größeren Datenbasis und dem Ausschalten von Zufallsfaktoren diese Effekte durchweg einfach verschwinden und der Homöopathie allenfalls Placebo-Effekte zugestanden werden können.
[*/quote*]

Je weniger Pfusch, desto mehr wird logischerweise das Ergebnis das eines Placebos sein. Ganz abgesehen natürlich davon, daß die Studie sowieso keine der Homöopathie war!


[*quote*]
Was die Homöopathie also auch nicht kann: sich auf belastbare wissenschaftliche Ergebnisse berufen. Sie gibt sich zwar gerne einen wissenschaftlichen Anstrich, betreibt aber dabei stets "Rosinenpickerei" und lässt die erwähnten übergreifenden Studien unberücksichtigt.
[*/quote*]

Eine seriöse wissenschaftliche Studie sieht sich alle Ergebnisse an. Homöopathen und andere Pfuscher picken sich aber nur die ihnen genehmen Fälle heraus.


[*quote*]
Sie stützt sich am liebsten auf Einzelfallerfahrungen, auf Anekdoten. Das aber ist keine Wissenschaft.
[*/quote*]

"Einzelfallerfahrungen" sind jene genehmen Fälle, über die man erzählen will. Alles andere wird ganz bewußt ausgeblendet oder gar nicht erst erfaßt.


[*quote*]
Eine wissenschaftliche Betrachtung, eine "Studie", entsteht erst, wenn viele Einzelerfahrungen systematisch betrachtet und dabei Ergebnisse mit und ohne Homöopathie miteinander verglichen werden. Sie können sonst nie wissen, was ohne homöopathische Behandlung passiert wäre. Und es zeigt sich immer wieder, dass die beiden Gruppen sich in den Ergebnissen, den Krankheits- und Beschwerdeverläufen, gar nicht mehr unterscheiden, als per Zufall zu erwarten wäre.
[*/quote*]

Das hatten wir schon. Weniger Worte wäre mehr.


[*quote*]
Hier muss man auch darauf hinweisen, dass Homöopathen gern die Frage des Nachweises einer Wirksamkeit mit der des Nachweises eines Wirkmechanismus vermischen. Aber: Die Frage nach einem Wirkmechanismus ist unnötig, so lange es keinen Nachweis einer Wirkung gibt. Das Argument "Wir wissen, dass es wirkt, nur (noch) nicht wie" ist deshalb ein Scheinargument in zweifacher Hinsicht.
[*/quote*]

Statt "Scheinargument" sollte Grams lieber das Wort "Ausrede" benutzen. Es ist nämlich eine Ausrede.

Wenn es um die Frage der Wirksamkeit geht, also um auszählbare Fälle mit Besserungen durch eine Behandlung, tauchen Homöopathen ab und fangen an über den Wirkmechanismus zu faseln, der ja "noch nicht erforscht" sei. Es sei eben mehr Forschung nötig, und daß Homöopathie wirke, das wisse man ja.

Diese Täuschungsmethode der Homöopathen wirkt. Immer wieder fallen Journalisten darauf herein. Immer und immer wieder. Das tun sie auch, wenn man ihnen die Methode erklärt. In ihrer Dummheit sind die Journalisten für Homöopathen nützliche Idioten, die ihnen die Opfer scharenweise zutreiben. Kürzlich war im Fernsehen eine Sendung von Oliver Matthes über Homöopathie. Es war ein Armutszeugnis des deutschen Fernsehens.

MDR Mediathek
"Homöopathie - Wer heilt, hat recht?"
"Welche Krankheiten kann man mit Homöopathie tatsächlich behandeln? Inwieweit ist die Homöopathie ein Sammelbecken für Scharlatane? Und warum ist die Homöopathie so populär? "Exakt - Die Story" fragt nach."
Exakt - die Story Mi 01.11. 20:45Uhr 29:59 min

Link des Videos:
http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/c/video-150306.html


[*quote*]
Die Homöopathie kann auch nicht eine angebliche Autorität "alten Wissens" in die Waagschale werfen und daraus ihre heutige Bedeutung bei der Behandlung von Krankheiten ableiten.
[*/quote*]

Moment! War Natalie Grams nicht gerade dabei, über den Wirkmechanismus zu erzählen?

Das schrieb sie doch:

[*quote*]
Hier muss man auch darauf hinweisen, dass Homöopathen gern die Frage des Nachweises einer Wirksamkeit mit der des Nachweises eines Wirkmechanismus vermischen. Aber: Die Frage nach einem Wirkmechanismus ist unnötig, so lange es keinen Nachweis einer Wirkung gibt. Das Argument "Wir wissen, dass es wirkt, nur (noch) nicht wie" ist deshalb ein Scheinargument in zweifacher Hinsicht.
[*/quote*]

Und nun? Nichts. Keine ausreichende Erklärung. Dabei ist die so einfach:

Es ist egal, ob man einen Wirkmechanismus kennt oder nicht. Man muß als erstes prüfen, ob es überhaupt eine Wirkung gibt. Das tut man durch ganz einfaches Zählen: "Besserung" und "keine Besserung". Dann vergleicht man die Zahlen.


[*quote*]
Altes Wissen ist erst einmal einfach nur alt.
[*/quote*]

Das Alter ist von untergeordneter Rolle. Wichtig ist, ob man inzwischen mehr weiß. Das zählt.

Ein Beispiel: Aspirin.

Aspirin ist ein Markennname. Der Wirkstoff des Medikaments ist Salicylsäure. Genauer gesagt: Acetylsalicylsäure (kurz: ASS), die man synthetisch herstellen kann.

Warum kauen die Leute nicht an Zweigen von Weidenbüschen herum? Es ist doch altes Wissen, daß Weiden gut tun. Die Antwort: Weil die in den Weiden enthaltene Salicylsäure den Magen angreift. Die Acetylsalicylsäure tut das auch, aber wesentlich schwächer. Und, obwohl sie den Magen nicht so stark schädigt, gibt es inzwischen weitere Maßnahmen, um die schädigende Wirkung noch weiter zu verringern. Das ist neues Wissen. Das ist mehr wert als altes Wissen. Das alte Wissen ist (in diesem Fall) nicht falsch. Aber das neue ist eben viel besser.


[*quote*]
Hat die Homöopathie in den Jahrzehnten von ihrer Entwicklung durch Samuel Hahnemann bis zur Begründung der modernen Medizin - etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts - den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung nachhaltig verbessert, Seuchen und Infektionskrankheiten zurückgedrängt? Das konnte sie nachweislich nicht. Die heutige Lebenserwartung, den Rückgang der Kindersterblichkeit, den Bedeutungsschwund von banalen Infektionen als eine der Haupttodesursachen - sie sind nicht dem Konto der Homöopathie gutzuschreiben, denn sie beharrt auf einem Wissensstand von vor 200 Jahren.
[*/quote*]

Hierüber braucht man nicht zu diskutieren. Es gibt keinen einzigen Beweis,  daß Homöopathie jemals gewirkt hätte. Warum sollte man dann alle Seuchen- und Krankheitswellen der letzten Jahrhunderte durchgehen? Man verlöre sich nur in unnsinnigen und völlig unüberschaubaren Nebenschauplätzen.


[*quote*]
Die Homöopathie kann keinen Platz im wissenschaftlichen (und damit gültigen) Weltbild beanspruchen, weil sie zu großen Teilen mit der heutigen Naturwissenschaft im Widerspruch steht.
[*/quote*]

Das ist falsch. Homöopathie ist mit überhaupt nichts mit der Wissenschaft im Einklang.


[*quote*]
Es besteht kein Anlass, zu ihren Gunsten gut begründete und bewährte naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu verwerfen, die sich jeden Tag bewähren und vielfach unser Alltagsleben bestimmen. Sie kann sich auch nicht darauf zurückziehen, ihre Methode entziehe sich der wissenschaftlichen Überprüfung - in Studien festzustellen, ob etwas spezifisch wirkt oder nicht, ist heute keine Kunst. Das ist in der Vergangenheit oft genug geschehen mit negativem Ergebnis für die Homöopathie.
[*/quote*]

Das hatten wir schon.



[*quote*]
Viele Vorstellungen Samuel Hahnemanns, des Begründers der Homöopathie vor 200 Jahren, stammen aus der vorwissenschaftlichen Zeit und sind längst widerlegt. Das heißt, man weiß heute, dass er sich geirrt hat. Das Festhalten an Dingen wie dem "magischen" Ähnlichkeitsprinzip als einer "Botschaft" der Natur oder einer "verstimmten geistigen Lebenskraft" als Ursache von Krankheiten gehört dazu.
[*/quote*]

Das stimmt so nicht. Hahnemann hat den Kranken seine Mittel gegeben und wie ein Zauberer dazu ständig das Blaue vom Himmel runter gelogen. Er brauchte für Alles Ausreden und Ablenkungsmanöver.

Heutige Homöopathen spintisieren über "Quanten", wie es zum Beispiel Harald Walach tut, der als Professor auf der Gehaltsliste von Homöopathika-Herstellern stand (und noch immer steht?), und der als Mitglied der "Kommission D" des Bfarm unter anderem über die Zulassung homöopathischer Mittel mitentscheidet.


[*quote*]
Die Homöopathie heilt über psychologische Effekte, aber eine Psychotherapie ist sie nicht.
[*/quote*]

Das ist falsch. Das ist ungeheuerlich falsch. Es ist aber auch mehr als nur falsch. Es ist eine Ausrede. Hier noch einmal die einleitenden Worte des "Mannheimer Morgen" zu dem Artikel:

[*quote*]
Früher behandelte Natalie Grams ihre Patienten auch mit Tropfen und Globuli. Bis ihr Zweifel kamen - so große, dass sie Konsequenzen zog und ihre Praxis schloss. Seitdem will sie aufklären darüber, was die Behandlungsmethode kann. Und was nicht.
[*/quote*]

Wie will Natalie Grams darüber reden? Selbst wenn Natalie Grams nicht zu einem Publikum spricht, sondern nur in den Spiegel schaut, wie will sie das schönreden, was sie früher getan hat?

Ama hat immer wieder auf einen Begriff hingewiesen, den Renate Ratlos, eine im Usenet und in den frühen WWW-Zeiten bekannte Kritikerin medizinischen Pfuschs, vor über 20 Jahren geprägt hat:

Existenzberechtigungsnachweis

Wie will Natalie Grams rechtfertigen, daß sie in ihrer homöopathischen Praxis den Kranken nichts anderes als einen Schwindel verkauft hat?

Natalie Grams redet sich damit heraus, daß sie ihren Patienten nicht geschadet hat. Weiß sie das wirklich?

Natalie Grams redet sich damit heraus, daß... Lesen Sie selbst:

[*quote*]
Die Homöopathie heilt über psychologische Effekte, aber eine Psychotherapie ist sie nicht.
[*/quote*]

Das ist falsch. Es ist nicht nur falsch, es ist eine existenzielle Ausrede, mit der sich Natalie Grams von Schuld reinwaschen will. 

Nichts könnte den Homöopathika-Herstellern lieber sein als das. Natalie Grams sagt zwar auf der einen Seite ..., sagt aber auf der anderen Seite, daß Homöopathie wirkt. Nämlich psychologisch. So wird eine Ausrede durch eine andere Ausrede ersetzt. Die lachenden Sieger sind ... die Homöopathen. 

Homöopathie ist Betrug und ist auch nie etwas anderes gewesen.

Und jetzt? Jetzt ist eine ehemalige Homöopathie-Ärztin Leiterin einer Skeptikergruppe gegen Homöopathie. Das kann doch gar nicht gutgehen, denn aus existenziellen Gründen (das ist nachlesbar, siehe Beispiele) kann Natalie Grams die Homöopathie nicht verdammen, sondern muß sich mit Ausreden rechtfertigen. Damit sitzt sie in der Klemme. Damit ist automatisch die gesamte Skeptikerbewegung gescheitert.


[*quote*]
Dass Homöopathie irgendwie gut tun kann, wird von keinem Kritiker bestritten.
[*/quote*]

Der Existenzberechtigungsnachweis läßt grüßen.


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Doch die Homöopathie ist - nach ihrem eigenen Selbstverständnis - nicht etwa eine "Psychotherapie light", sie ist keine Gesprächstherapie, auch wenn bei ihren Patienten häufig das homöopathische Anamnesegespräch hoch im Kurs steht. Es dient der Suche nach dem richtigen homöopathischen Arzneimittel. Insofern dürfte bei vielen homöopathischen Patienten, die das Anamnesegespräch - zu Recht - oft als wohltuend empfinden, ein grundlegendes Missverständnis vorliegen. Samuel Hahnemann lässt in seinem Hauptwerk zur Homöopathie, dem "Organon der Heilkunst", keinen Zweifel daran, dass er seine Methode als Arzneimitteltherapie versteht und nicht etwa als "Wellness-Methode".
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Warme Worte zur Bemäntelung des Kampfes um den Existenzberechtigungsnachweis.


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Was die Homöopathie aus all diesen Gründen vor allem nicht kann: Sie kann kein Teil einer verantwortlichen Medizin sein, die sich dem Grundsatz eines strengen Wirkungsnachweises und der Redlichkeit gegenüber dem Patienten verpflichtet fühlt. Sie kann daher auch kein Teil des öffentlichen Gesundheitswesens sein, was über die Anerkennung als "besondere Therapierichtung" im derzeitigen Arzneimittelrecht und die Erlaubnis der Gesetzgebers zur Erstattung homöopathischer Therapien durch Krankenkassen gleichwohl derzeit der Fall ist.

Alles in allem: Die Homöopathie kann ihre Versprechen nicht einlösen und das sollte man wissen, bevor man auf sie vertraut.
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Alles uninteressant. Alles nur warme und leere Worte.

Der Kern all essen, was Natalie Grams sagt, ist einzig und allein und immer wieder der Kampf um den Existenzberechtigungsnachweis.

Um die Bedeutung zu verstehen, muß man wissen, daß Menschen sehr selektiv lesen.

Die Wirkung optisch dargestellt:

Natalie Grams' Kritik wird überlesen. Was jedoch von ihren Aussagen hängenbleibt ist: "Homöopathie wirkt. Wie, das ist egal."


Daß ausgerechnet eine Person mit derart starkem Konflikt mit dem Existenzberechtigungsnachweis als Galionsfigur der Skeptiker auftaucht,... Hinter den Kulissen wird vermutet, daß nach Bekanntwerden von Natalie Grams' Führungsrolle bei den Homöopathika-Herstellern vor Freude bacchantische Exzesse stattgefunden haben.

Die Skeptiker haben sich oft genug blamiert. Jetzt sind sie definitiv erledigt.
Title: Re: Morgendliche Magenverstimmung durch Homöopathie im Mannheimer Morgen
Post by: NoRPthun on February 08, 2018, 11:21:31 AM
Der Tipp mit Twitter war nicht schlecht. Hier erteilt der User @LHMI2016org Natalie Grams eine Lektion:



https://twitter.com/LHMI2016org/status/960778437790232576
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LMHI 2016 org @LHMI2016org

LMHI 2016 org Retweeted Natalie Grams

Bullshit.

1. Komplexhomöopathie benutzt unverdünnte und unpotenzierte Rohtinktur!

2. Mehr als die Hälfte des Umsatzes wird mit Komplexhomöopathie gemacht.

3. "Da ist nichts drin" ist falsch.

4. Die "Skeptiker" wissen das!


LMHI 2016 org added,

[***quote***]
Natalie Grams @nataliegrams1
Verdünnungsverhältnisse in der #Homöopathie:

D30 ➡️ 1gr Wirkstoff auf 1x10 hoch 27 kg Wasser (was ca. der 150-fachen Masse von Erde und Mond entspricht)
[***/quote***]

[*/quote*]


Da hat sich die Homöopathin Natalie Grams bis auf die Knochen blamiert. Und das öffentlich.  8)