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Author Topic: Nicht neu, sondern uralt: Selbsthypnose!  (Read 1811 times)

ama

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Nicht neu, sondern uralt: Selbsthypnose!
« on: September 16, 2007, 02:57:29 PM »

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Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Georg-August-Universität Göttingen, Marietta Fuhrmann-Koch

Pressemitteilung
Göttingen, 8. März 2005 / Nr. 82/2005

Mit Selbsthypnose chronische Schmerzen lindern und Arzneimittel
reduzieren
Göttinger Institut für Psychologie wies Medikamentenreduktion zwischen
60 und 75 Prozent nach


Chronische Schmerzpatienten können mittels verhaltenstherapeutischer
Selbsthypnose die Stärke ihrer Schmerzattacken deutlich verringern und
so auch den Einsatz an Medikamenten spürbar reduzieren. Das ist das
Ergebnis einer Folgestudie, die mit 28 Schmerzpatienten an der
Universität Göttingen durchgeführt wurde. Nachdem bereits die
Wirksamkeit des Verfahrens zur Schmerzreduktion in einer ersten Studie
getestet worden war, standen diesmal die Auswirkungen auf den
Medikamentenkonsum im Mittelpunkt. Die Patienten lernen, sich bei
auftretenden Schmerzattacken autosuggestiv in einen Zustand tiefer
Entspannung zu versetzen und mindern dadurch den Schmerz. Als Folge
können sie nach Angaben von Dr. Stefan Jacobs vom Georg-Elias-Müller-
Institut für Psychologie, der die Studie leitete, dauerhaft auf 60 bis
75 Prozent ihrer Medikamentendosis verzichten.

Nach Angaben des Wissenschaftlers konnte die Dosis bei Analgetica um
60 Prozent, bei Antidepressiva um 63 Prozent und bei Opiaten sogar um
75 Prozent gesenkt werden. Die Verbesserungen bleiben mehrheitlich
auch nach Monaten stabil, wie eine Nachuntersuchung drei Monate später
zeigte. "Die Reduzierung des Schmerzes ging bei den untersuchten
Patienten auch einher mit einer Steigerung ihres körperlichen und
seelischen Wohlbefindens und einer Verminderung depressiver Symptome.
Sie konnten soziale und berufliche Aktivitäten wieder aufnehmen",
erläutert Dr. Jacobs.

Die Patienten eignen sich die Selbsthypnose unter Anleitung geschulter
Therapeuten an. In zehn Sitzungen erlernen sie, sich mit Hilfe einer
individuell besprochenen Audiokassette in eine Tiefenentspannung zu
versetzen. "Erstmals steht mit unserem Verfahren eine effektive, hoch
wirksame Methode zur Schmerzreduktion zur Verfügung", so Dr. Jacobs.
Das Programm mit zehn Sitzungen ist jetzt für Psychologen,
Psychotherapeuten und Ärzte in einem Lehrbuch
"Verhaltenstherapeutische Hypnose bei chronischen Schmerz. Ein
Kurzprogramm zur Behandlung chronischer Schmerzen" (Hogrefe & Huber)
veröffentlicht worden. Außerdem sind ein Lehrvideo und eine DVD bei
der Zentralen Einrichtung Medien der Universität Göttingen erhältlich.
Rund 200 Ärzte mit therapeutischer Zusatzausbildung wurden bereits
geschult und bieten das Programm in ihren Praxen an. Die
Therapeutenliste ist im Internet unter
http://www.psych.uni-goettingen.de/special/tbz abrufbar.

Kontaktadresse:

Dr. Stefan Jacobs
Georg-August-Universität Göttingen
Biologische Fakultät
Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie, Abteilung Klinische
Psychologie und Psychotherapie Goßlerstraße 14, 37073 Göttingen
Tel. (0551) 39-3585, Fax (0551) 39-3544
e-mail: sjacobs [bat] uni-goettingen.de
Internet: http://www.psych.uni-goettingen.de

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.psych.uni-goettingen.de/special/tbz

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E-Mail: service@idw-online.de
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