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Verlogener Sauhaufen, Betrüger, oder ganz einfach Wahnsinnige?

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Verwaltungsgericht bestätigt Verbot eines Homöopathie-Arzneimittelautomaten

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BREAKING: CRACKDOWN ON PATIENT TOURISM:

GoFundMe blocks fundraising for treatment at Hallwang Clinic

Pages: [1]

Author Topic: Institute mit Radius NULL: 2 Beispiele  (Read 3608 times)

Krant

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Institute mit Radius NULL: 2 Beispiele
« on: August 31, 2013, 02:50:52 AM »

Beispiel 1:

http://blog.psiram.com/2013/08/gerald-huether-eine-wuerdigung-in-die-zeit/

[*quote*]
Home > Allgemein, Pseudowissenschaft > Gerald Hüther, eine Würdigung in DIE ZEIT
Gerald Hüther, eine Würdigung in DIE ZEIT
31. August 2013

Gerald Hüther (Bild: ARD)

Gerald Hüther beschäftigt Psiram schon seit einiger Zeit.

Aus ADHS-Selbsthilfeforen erreichten uns bereits vor Jahren Anfragen, was es mit ihm auf sich habe – denn obwohl seine 5-Ratten-Studie (Parkinson!) ihn schon länger aus der wissenschaftlichen Community katapultiert hatte, wurde er in den Medien weiterhin als ADHS-Experte hofiert, auf dessen vom wissenschaftlichen Konsens abweichende Sichtweise sich unter anderem auch der Gesundheitspolitiker Gerd Glaeske in seinem Barmer Report 2002 bezog.

Wer es in Diskussionen auf Selbsthilfeplattformen wagte, Hüthers Autorität in Frage zu stellen, zog eine Invasion ritalinkritischer Trolle auf sich, die auch vor deutlichen Drohungen nicht zurückschreckten.

Die Betreiberin eines Selbsthilfeforums wurde unter Druck gesetzt, einen Hüther-kritischen User zu sperren, weil dieser verdächtigt wurde, mit dem damaligen Esowatch zusammenzuarbeiten und „Professor Hüther zu verleumden“ – sollte sie nicht kooperieren, sei es schade um ihr ansonsten schönes Forum, wurde ihr bedeutet. Tatsächlich wurde einige Monate nach dieser Drohung das Selbsthilfeforum gehackt, und viele Daten gingen verloren. Damals war Esowatch/Psiram selbst einer massiven Stalking-Attacke ausgesetzt.

So viel Aktivität macht natürlich neugierig!

Allerdings war die Recherche nach Hüthers tatsächlicher akademischer Verortung erschwert durch so manche Fehlzuschreibung – „Professor für Psychiatrie“ – „Neurologe“ – etc. – und durch die weitgehend unkritische journalistische Übernahme dieser Fehlzuschreibungen, verbunden mit einem Hype, an dessen Anfang die wirkungsvoll inszenierte Aktion „Alm statt Ritalin“ stand.

Groß war unser Erstaunen, als sich nach und nach herausstellte: die behauptete „Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung“ gibt es eigentlich gar nicht! Jedenfalls nicht als akademische Forschungseinrichtung mit einem charakteristischen informativen Internetauftritt, einigen Mitarbeitern, einem Budget und dem üblichen jährlichen Forschungsbericht. Immerhin handelte es sich bei dem Herrn Professor doch um eine wirkliche Koryphäe – das müsste doch jemand bemerkt haben?! – So dreist kann man doch in einer solchen öffentlichen Dauerpräsenz nicht sein?! – Es brauchte Anlauf, den Satz ins Wiki zu schreiben:
„In Internet-Suchmaschinen taucht die Zentralstelle ausschließlich in Verbindung mit der Person Hüthers auf. Auf den Seiten des angeblichen Mitbetreibers Mannheim Institute of Public Health wird die Zentralstelle nicht erwähnt.“

Dies wurde Esowatch/Psiram auch prompt vorgehalten – man diskreditiere ehrbare Wissenschaftler!

Daher wissen wir es besonders zu schätzen, dass der ZEIT-Journalist Martin Spiewak in seinem aktuellen Artikel „Die Stunde der Propheten“ den Bildungs-Guru Gerald Hüther anvisiert und das Ergebnis seiner Recherchen deutlich präsentiert:

… Als Mitbegründer von “Schule im Aufbruch” ist Hüther deren wissenschaftliches Aushängeschild. Tatsächlich ist die Universität Göttingen eine gute Adresse für die Neurowissenschaften. Dort gibt es sowohl ein Exzellenzcluster als auch eine Graduiertenschule zum Thema. An keiner dieser Einrichtungen aber ist Hüther beteiligt. Auch in den anderen neurowissenschaftlichen Instituten taucht sein Name nicht auf – dafür aber an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie als einer von drei Dutzend “wissenschaftlichen Mitarbeitern”. Hinter seinem Professorentitel verbirgt sich eine außerplanmäßige (apl.) Professur. Mit ihr dekorieren Universitäten habilitierte Mitarbeiter, die ohne reguläre Hochschullehrerstelle bleiben. Und was ist mit der “Zentralstelle für neurobiologische Präventionsforschung”, der Hüther als Leiter vorsteht? So lässt er sich ankündigen, so steht es in der Vita, die seine Vorträge begleitet. “Zentralstelle” – das klingt nach vielen Mitarbeitern und bedeutender Forschung. Dabei gibt es weder eine Disziplin namens “neurobiologische Präventionsforschung” noch eine entsprechende Forschungseinrichtung. Wer in Göttingen danach sucht, findet am Ende eines langen Flures nur Raum E105 – das Zimmerchen von Gerald Hüther. Bis vor Kurzem suggerierte die Homepage der “Zentralstelle”, sie sei eine Einrichtung der Hochschule. Das jedoch ist falsch. Laut Universität war sie allein ein “Projekt von Herrn Prof. Hüther”. Das Gleiche gilt für seine Vorträge, Stiftungsaktivitäten und Bücher …

Zwischen den Zeilen und von Spiewaks Interviewpartnern nur angedeutet, entsteht das Bild eines überzeugend redegewandten Herrn apl. Professors, der es verstanden hat, sich auf einem Posten im Öffentlichen Dienst kommod stressfrei einzurichten, mit einem Pro-forma-Institut ohne Budget, aber dafür auch ohne Arbeit. Damit ist Hüther zwar nicht der älteste Vollautonome der Republik, der „Staatsknete abgreift“, aber mit seiner Gehaltsstufe der höchst dotierte. Ansonsten gibt er den „frommen Gerald“: Ist der wissenschaftliche Ruf erst ruiniert, schreibt sichs populärwissenschaftlich gänzlich ungeniert.
[*/quote*]



Beispiel 2: das nicht aufzufindende "Institut für Mikrozirkulation in Berlin" und sein Leiter Dr. Rainer Klopp

http://web.archive.org/web/20061230120719/http://www.medizinfo.de/magnetfeldtherapie/mikrozirkulation_studie.shtml
[*quote*]
30 Dec 06 - 4 Nov 12   


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Magnetfeldtherapie      
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Studie belegt verbesserte Mikrozirkulation durch die Bio- Elektro- Magnetische- Energie- Regulation, kurz BEMER
Prof. Dr. Wolf A. Kafka entwickelte das patentierte BEMER-Signal, eine Aneinanderreihung von halbwellenförmigen, sinusartigen Impulsen, die in einem extrem niederen und sehr breiten Frequenzspektrum wirksam sind. Das so gebildete Elektromagnetfeld wirkt auf jede Zelle. Dadurch werden zelluläre Interaktionen aktiviert, was letztendlich über eine bessere biologische Energieproduktion nachfolgende, ineinander greifende Stoffwechselprozesse wieder ermöglicht und unterhält.

Studie Dr. med. R. Klopp
Aktuelle Studien in der Helios-Klinik Buch, einem Lehrkrankenhaus des größten Universitätsklinikums Europas, der Charité in Berlin unter der Leitung von Dr. med. Rainer Klopp, führen erstmalig den Beweis für diese Wirkung auch in Bildern (Intravital-Mikroskopie).

 
Intravital- Mikroskopie

Die Intravital-Mikroskopie ist ein Verfahren der "Schulmedizin", bei dem die Blutzirkulation mit ihren Austauschvorgängen zwischen Blut und Interstitium im Bereich der hauchdünnen Kapillaren (= Mikrozirkulation) in Bildern sichtbar dargestellt werden kann. So werden Veränderungen im Gefäßdurchmesser, Fließgeschwindigkeit der Erythrozyten (roten Blutkörperchen) und die Dichte der Kapillargefäße in einem Gewebe objektiv dargestellt.

 
Bei dieser Studie wurde unter dem Einfluss der BEMER-Therapie Kapillare geöffnet und bisher gestörte, schlecht oder gar nicht durchblutete Gewebebereiche wieder mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Auch der Abtransport von Stoffwechselendprodukten funktionierte besser. Durch die verbesserte Mikrozirkulation kommen insgesamt die Stoffwechselvorgänge im entsprechenden Gewebe wieder ins Gleichgewicht. Das Immunsystem, das in seiner Funktionalität an die Durchblutungssituation gekoppelt ist, wird gestärkt. Körpereigene Mechanismen zur Selbstregulation können wieder aktiviert werden.

 
Gesunde und chronisch Kranke profitieren

Bei gesunden Probanden zeigte die Studien eine vorübergehende Verbesserung der Mikrozirkulation in verschiedenen Organen. Bei ambulanten älteren Patienten mit alkoholischer Fettleber und an Patienten mit diabetischer Polyneuropathie konnte die zusätzlich angewandte Magnetfeldtherapie die therapeutischen Erfolge bewährter Behandlungskonzepte wirksam unterstützen bzw. in ihrer Effektivität steigern.
Die hier dargestellten Forschungsresultate und Schlussfolgerungen sind unter Verwendung des Gerätesystems BEMER 3000 erzielt worden und nicht auf Gerätesysteme anderer Hersteller übertragbar.

Meldungen der Ärzte Zeitung zur Magnetfeldtherapie:

12.01.2006: Magnetfeldtherapie macht Arthrose-Knie flott
24.08.2004: Magnetfeldtherapie bessert Mikrozirkulation im Gewebe
[*/quote*]

http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm1_18_2002



Das werden Geschäfte gemacht in der Größenordnung von mehreren hundert Millionen Euro auf der Grundlage von "Forschung" in Instituten, die man auch beim eifrigsten Suchen nicht anders als mit Radius NULL orten kann. Das stinkt!


[Fetschrift repariert, ET]
« Last Edit: September 03, 2013, 10:21:35 AM by el_Typo »
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Julian

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der verschollene Dr. Rainer Klopp
« Reply #1 on: January 05, 2018, 06:00:17 PM »

Kurzer Rückblick:

Krant schrieb:

>Beispiel 2: das nicht aufzufindende "Institut für Mikrozirkulation in Berlin" und sein Leiter Dr. Rainer Klopp
>http://web.archive.org/web/20061230120719/http://www.medizinfo.de/magnetfeldtherapie/mikrozirkulation_studie.shtml
[*quote*]
>30 Dec 06 - 4 Nov 12   

[...]
Studie Dr. med. R. Klopp
Aktuelle Studien in der Helios-Klinik Buch, einem Lehrkrankenhaus des größten Universitätsklinikums Europas, der Charité in Berlin unter der Leitung von Dr. med. Rainer Klopp, führen erstmalig den Beweis für diese Wirkung auch in Bildern (Intravital-Mikroskopie).
[...]
[*/quote*]

Frei übersetzt:

1. Die Helios-Klinik in Buch ist ein Lehrkrankenhaus für die  Charité. Das ist für den Fall Klopp irrelevant. Die Charité wird nur zur Täuschung in den komplizierten Satz reingezogen: um den Eindruck zu erwecken, die Charité sei an der Sache beteiligt.

2. Dr. Rainer Klopp "leitet" Studien in der Helios-Klinik in Buch.

3. Dazu muß Klopp nicht persönlich in der Helios-Klinik in Buch sein.

4. Die Charité hat mit den "Studien" überhaupt nichts zu tun.

5. Wenn ein Arzt in der Helios-Klinik in Buch auf eigene Rechnung oder gratis Versuche durchführen darf, muß er das unter Umständen nicht einmal der Klinik-Leitung mitteilen.

6. Die Helios-Klinik in Buch weiß vermutlich nicht einmal, was in ihren Räumen geschieht.


Zusammengefaßt:

Es gibt eine Verbindung von Dr. Rainer Klopp zu jemandem in der Helios-Klinik in Buch und weder die Charité noch die Leitung der Helios-Klinik in Buch wissen etwas davon.

Das ominöse "Institut", an dem sich Klopp befinden soll, war schon vor 5 Jahren nicht auffindbar.
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Julian

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Re: Institute mit Radius NULL: 2 Beispiele
« Reply #2 on: January 05, 2018, 06:15:14 PM »

Vor rund 2 Stunden schlägt im Psiram-Forum ein neuer User auf und schreibt:


https://forum.psiram.com/index.php?topic=16124.msg220542#msg220542

[*quote*]
Autor Thema: Neues zu BEMER: Institut f. Mikrozirkulation ist ein fake  (Gelesen 16 mal)
Dr.Fil

Forum Member
Beiträge: 1

Neues zu BEMER: Institut f. Mikrozirkulation ist ein fake
« am: Heute um 00:44:18 »

Guten Abend,

und vielen Dank für PSIRAM und an alle, die hier mitarbeiten. Ich bin aus Neugier letzten Monat mal auf die Suche nach diesem seltsamen Institut gegangen, das immer als Beweis für einen "wissenschaftlichen Hintergrund" des BEMER-Schwindels herhalten muss.

Das Ergebnis ist nicht so wirklich unerwartet.

Hab mir damit ziemlich Mühe gegeben und wollte mal Werbung machen, damit auch Leser kommen. Fand es seltsam, dass da noch niemand nachgesehen hat, bei dem Umsatz und dem Aufwand bei BEMER.

Einiges könnte den BEMER-Wikiartikel verbessern. Nachfragen beantworte ich gerne. (bei wenig Zeit hier reinzusehen)

Eins gleich noch: Bei den Registerabfragen fiel mir ein, dass wenn das "Institut" keine Firma und auch sonst keine juristische Person etc. ist, dann muss der BEMER-"Professor" Klopp die Mieten zahlen. Irgendwer muss ja die Verträge unterschreiben. Bin mir also der Schlussfolgerung ziemlich sicher - das Institut gibt's nicht.

Grüsse aus dem fernen Norden
-Dr. Fil

127.0.0.1 Gespeichert
[*/quote*]


Der "neue User" ist einer jener Pseudowissenschaftler, die den Unterschied zwischen Form und Information nicht begriffen haben.

Im Text verborgen (und damit nicht kopierbar) sind 2 URLs:

https://www.psiram.com/de/index.php/Bemer

http://earlightswindle.com/gloom/2018/01/tracing-a-phantom-the-bemer-institute-for-microcirculation/

Das erste ist im Wiki von Psiram, das zweite eine rätselhafte Nische in einem Blog in einer anonym registrierten Domain, die zwischen Finnisch, Deutsch und Englisch pendelt, warum auch immer.

Der Blog handelt von einem Betrug in Finnland. Was Klopp und Bemer damit zu tun haben sollen, bleibt im Dunkeln.


Daß das Institut von Klopp ein Fake ist, ist nun wrklich nichts Neues. Das ist seit Jahren bekannt.

Es wurde immer wieder behauptet, daß User von Psiram in Berlin sind. Aber entweder war das nur eines der vielen Gerüchte der Anti-Psirams oder die Psiram-User in Berlin sind so faul, daß sie nicht einmal an der angeblichen Institutsadresse nachgeforscht haben. Peinlich, sowas.
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'earlightswindle-exclusive' ?
« Reply #3 on: January 05, 2018, 06:28:36 PM »

Die zweite von dem neuen User angegebene Site ist ein unwissenschaftlich betriebener Blog mit der dafür um so amüsanteren Kategorie "earlightswindle-exclusive":

http://earlightswindle.com/gloom/category/earlightswindle-exclusive/

"earlightswindle-exclusive" klingt ganz und gar nicht nach Wissenschaftler, sondern nach verkrampften Journalisten, kurz vor Rumpelstilzchen-Manifestation. Peinlich, sowas.


 
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Re: Institute mit Radius NULL: 2 Beispiele
« Reply #4 on: January 05, 2018, 06:34:05 PM »

In dem äußerst unwissenschaftlich geführten Blog sind alle URLs vorsätzlich unsichtbar gemacht worden.

Weil ich nicht vorhabe, den Unfug Stück für Stück mit der Pinzette herauszuoperieren,  statt dessen das entsprechende Segment aus dem Sourcecode der Seite:

[*quote*]
<div class="entry-content">
<p><strong>The tax haven-registered <a href="https://www.bemer.ag/en" target="_blank">BEMER international AG</a> sells controversial magnet therapy devices globally. Not recognized by medical science, <a href="https://deutschland.bemergroup.com/en/science" target="_blank">BEMER cites research by an <em>Institute for Microcirculation</em> in Berlin </a></strong>(german: <em><strong>Institut fuer Mikrozirkulation</strong></em>)<strong> as proof for their devices&#8217; effects. It has been unclear to date, if that institute really exists. During my last visit to Berlin, I got a few hours free from dates and meetings, and decided to look for the obscure facility.</strong></p>
<p>The institute is not in the phone book or any other address- or business directory. It&#8217;s not in the trade register, i.e. it is not a registered company. It&#8217;s not a registered trademark. The only hint we have is the institute&#8217;s website, which it maintains since 2014, first under <a href="http://institut-mikrozirkulation.de/" target="_blank">institut-mikrozirkulation.de (defunct)</a> and later as <a href="http://institute-microcirculation.com" target="_blank">institute-microcirculation.com</a>. The physical address <a href="http://institute-microcirculation.com/en/imprint/" target="_blank">mentioned there</a> is the same as in their last regular paper, which dates back to 2013.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/website-address.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1052" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/website-address-300x181.jpg" alt="website-address" width="300" height="181" /></a></p>
<p>Note that the name has a spelling error (Reiner). The address is also false, there is no Erwin-Negelein-Haus in Bernau. However, there is an Erwin-Negelein-Haus at the <em><strong>Forschungscampus Berlin-Buch</strong>, <span style="text-decoration: underline;">Robert-Rössle-Str. 10</span></em>. The website <a href="http://institute-microcirculation.com/en/contact/" target="_blank">tells us the institute&#8217;s research lab is situated at this address</a>, and so I started there. Armed with a BEMER business card I grabbed somewhere, I would pose as a <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Churnalism" target="_blank">churnalist</a>, an idiot-level healthcare professional, or an interested reseller &#8211; just in case there&#8217;d be a real facility with real people.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/bemer-card.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1055" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/bemer-card-300x231.jpg" alt="bemer-card" width="300" height="231" /></a></p>
<p>The campus gatekeeper had never heard of such an institute, although he&#8217;s doing the job for several years now. Nobody had asked him so far for such an entity. The map and site directory list neither an Institut fuer Mikrozirkulation nor its director, Dr. Rainer Klopp, BEMER&#8217;s key expert.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/campus-buch-plan.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1054" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/campus-buch-plan-217x300.jpg" alt="campus-buch-plan" width="217" height="300" /></a></p>
<p>The Negelein Haus is building no. D79. There is no such institute. The guiding plate at the entrance let shimmer through the names of the former labs and offices at the spot, and there has been no mark for any such institute on the former versions.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/negerlein.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1056" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/negerlein-114x300.jpg" alt="negerlein" width="114" height="300" /></a></p>
<p>I inspected the building as far as possible. The labs and other premises are rather small, there is a number of companies which have post boxes at the hall. One of them is <strong>ICP Healthcare</strong>. <a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/postboxes-negelein.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1058" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/postboxes-negelein-246x300.jpg" alt="postboxes-negelein" width="246" height="300" /></a><br />
The co-author of <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24271148" target="_blank">the last paper mentioned above</a>, Prof. Schulz, was affiliated with that company. Did he lend his address to Klopp&#8217;s institute?</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/schulz-address-icp.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-1057" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/schulz-address-icp.jpg" alt="schulz-address-icp" width="269" height="271" /></a></p>
<p>The search would have ended here, but the gatekeeper found me a contact at <a href="https://www.bbb-berlin.de/en/bbb_management_gmbh.html" target="_blank"><strong>BBB Management GmbH</strong></a>, which operates the whole campus. There was a nice and helpful guy, with whom I had this conversation, word-for-word:</p>
<blockquote><p>I&#8217;m looking for an Institut fuer Mikrozirkulation, which claims to have research labs here. Have you ever heard of such an institution?</p>
<p>&#8211; Yes, that&#8217;s Dr. Klopp. It&#8217;s not here.</p>
<p>Can you tell me where the institute is?</p>
<p>&#8211; The address is [&#8212;]. You will find Dr. Klopp there.</p></blockquote>
<p><em><strong>The institute &#8220;is&#8221; Dr. Klopp?</strong></em> Not that I expected anything else, but that was remarkably direct.</p>
<p>The site in question is at Wiltbergstr. 50, a kilometre from the other. It&#8217;s a 19th century hospital ensemble. At the entrance I found that map, which finally was the first hint that an Institute for Microcirculation really exists, physically. On the lower right, from the bottom, the second entry.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/wiltbergstr-plan.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1059" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/wiltbergstr-plan-300x225.jpg" alt="wiltbergstr-plan" width="300" height="225" /></a></p>
<p>The building was a 1,5 story pavillon, and at the back door 20d, between trash containers, there&#8217;s the mark I was searching for.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/haus20d-side.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1061" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/haus20d-side-300x156.jpg" alt="haus20d-side" width="300" height="156" /></a></p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/entrance-20d.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1062" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/entrance-20d-300x224.jpg" alt="entrance-20d" width="300" height="224" /></a></p>
<p>There is nothing but that plate (the name here correct: R<b>a</b>iner). No doorbell, the lock destroyed. Inside a rubble. From the german writings on the wall, it&#8217;s a former surgery from East German time, not any institute. There&#8217;s hardly any research work ongoing, since even the electricity cables are torn from the walls.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/institut-mikrozirkulation.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1064" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/institut-mikrozirkulation-258x300.jpg" alt="institut-mikrozirkulation" width="258" height="300" /></a></p>
<p>The same in the basement. All windows taped, appearingly the site is completely empty. No institute here. Possibly here are premises under construction, but <strong>there&#8217;s no Institute for Microcirculation</strong> or any related research facilities at the given addresses.</p>
<p>In late 2017, however, a new address appeared on the &#8220;institute&#8217;s&#8221; website: the management would be at <strong>Marktplatz 3, Bernau bei Berlin</strong>. Bernau is a small town about 15km away, just beyond Berlin&#8217;s city limits. <em>Marktplatz</em> is the central town square, which is rather small in this case, with only a handful of buildings. No. 3 looks this way.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/klopp-institut-marktplatz3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1065" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/klopp-institut-marktplatz3-300x215.jpg" alt="klopp-institut-marktplatz3" width="300" height="215" /></a></p>
<p>There is a barber and a photographer downstairs. A local construction firm <a href="http://www.bering-gmbh.com/referenzen/" target="_blank">informs at its website, that the former offices in that house were turned into apartments</a>. There is no institute here, but the bell sign tells us who lives here. It&#8217;s Dr. Klopp, the &#8220;director&#8221; of the &#8220;institute&#8221; which should only be written in quotation marks from now on.</p>
<p><a href="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/klopp-residence.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1066" src="http://earlightswindle.com/gloom/wp-content/uploads/2018/01/klopp-residence-146x300.jpg" alt="klopp-residence" width="146" height="300" /></a></p>
<h4 style="color: #ff6600;">The &#8220;Institute for Microcirculation&#8221; is a virtual entity.</h4>
<h4 style="color: #ff6600;">There is no such research facility at any of its claimed addresses, and there&#8217;s little reason to assume that it has ever been.</h4>
<h4 style="color: #ff6600;">The &#8220;institute&#8217;s&#8221; management resides at the apartment of its director, Dr. Rainer Klopp.</h4>
<h4><span style="color: #ff6600;">Dr. Klopp seems to be the &#8220;institute&#8221; in person.</span></h4>

[*/quote*]
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Buchproduktion im Eigenvertrieb
« Reply #5 on: January 05, 2018, 06:53:25 PM »

Der neue User bei Psiram mußmaßt:

[*quote*]
Eins gleich noch: Bei den Registerabfragen fiel mir ein, dass wenn das "Institut" keine Firma und auch sonst keine juristische Person etc. ist, dann muss der BEMER-"Professor" Klopp die Mieten zahlen. Irgendwer muss ja die Verträge unterschreiben. Bin mir also der Schlussfolgerung ziemlich sicher - das Institut gibt's nicht.
[*/quote*]

1. Er mutmaßt falsch. Klopps Veröffentlichungen liegen Jahre zurück. Der jetzige Zustand irgendwelcher Liegenschaften sagt nichts über den damaligen Zustand der Firmen aus.

2. Schon damals liefen die Fäden über Bemer und nicht über Klopp. Auch Produktion und Vertrieb des "Kloppschen Kloppers" liefen über Mittelsmänner. Die wußten schon, warum sie das so machen. Das Buch dient der Reklame und ist kein normales Verlagsobjekt. Deswegen ist das Buch auch so unverschämt teuer. Der hohe Preis soll suggerieren, es sei ein hochwissenschaftliches Buch und der Preis soll die hohe Wertigkeit betonen. Ein Gauerstück mit Gaunerzinken.

Weil  die Verkäufer zum Vertrieb der Geräte "Argumente" brauchen, und die möglichst "wissenschaftlich, sind sie gezwungen, das Buch zu kaufen. Bemer schöpft also zuerst die eigenen Verkäufer ab. Außerdem werden jene abgezockt, die - für welchen Schwindel auch immer, ich nenne als Beispiel Magnetmatratzen - die Opfer ihrer Werbe- oder Verkaufsveranstaltungen mit "Wissenschaft" hereinlegen wollen. Keiner der Besucher der Veranstaltungen, meist einfach gestrickte Menschen aus dem Volk, würde auch nur auf die Idee kommen, die weit über 300 Euro für den Papierklotz auszugeben. So kann der Vortragende damit glänzen, "ausgesuchte Bücher der Wissenschaft" dabei zu haben, und somit an der vordersten Front der Forschung und hervorragendst qualifiziert zu sein. Ein ganz einfacher Plot, alles wie bei den amerikanischen Regenmachern abgeguckt.
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Re: Institute mit Radius NULL: 2 Beispiele
« Reply #6 on: January 05, 2018, 07:08:58 PM »

Der earlightswindle-Blog handelt von dem Betrug "Valkee", der vor mehreren Jahren in Finnland begann. Bei Psiram ist der nicht unbekannt. 2011 schrieb mossmann:

[*quote*]
https://forum.psiram.com/index.php?topic=7471.0

Autor Thema: Es werde Licht!
mossmann

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Es werde Licht!
« am: 28. November 2011, 12:42:24 »
Morgen!

Da lag heute eine interessante Pressemappe auf meinem Schreibtisch.

Es geht darum:

http://www.valkee.com/de/

Die Mappe müsste ich echt mal einscannen.

Unglaublich, auf was für Ideen Leute kommen.

Also wenn ich das recht verstanden habe:

Da wird über den Kopfhörer Licht ins Ohr geleuchtet, und das hilft dann gegen Winterdepressionen?


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Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend
Averell

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #1 am: 28. November 2011, 12:51:53 »
Irgendwie bin ich jetzt ein bischen neidisch auf Deinen Job. Ich werde fürs Funstuff lesen nicht bezahlt. ;D

Wie kann man die Augen einer Blondine aufleuchten lassen?
Durch eine Taschenlampe an ihrem Ohr.

Wie bringt man eine Blondine zum blinzeln?
Die Taschenlampe ein und ausschalten.

Was sagt der Ohrenarzt, wenn er eine Blondine untersucht?
"Halten sie bitte Ihr anderes Ohr zu, die Sonne blendet so!"
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mossmann

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #2 am: 28. November 2011, 13:12:26 »
Zitat von: Averell am 28. November 2011, 12:51:53

    Irgendwie bin ich jetzt ein bischen neidisch auf Deinen Job. Ich werde fürs Funstuff lesen nicht bezahlt. ;D


Wenn ich Dir jetzt noch verrate, dass es eine Zeitlang u. a. auch zu meinen Aufgaben gehörte, den "Witz der Woche" rauszusuchen ...

 :laugh:
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Offizieller Sprecher des gemäßigten Flügels der Psiram-Jugend
Averell

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #3 am: 28. November 2011, 13:21:18 »
Zitat von: mossmann am 28. November 2011, 13:12:26

    Wenn ich Dir jetzt noch verrate, dass es eine Zeitlang u. a. auch zu meinen Aufgaben gehörte, den "Witz der Woche" rauszusuchen ...
     :laugh:


Na für diese Woche hättest Du ihn jedenfalls schon gefunden! ;D
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rincewind

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #4 am: 28. November 2011, 14:47:34 »
Ich würde das nicht per se als völligen Schwachsinn abtun. Licht und Winterdepris hängen definitiv zusammen. Der Weg übers Ohr klingt allerdings abenteuerlich. Menschen mit verstärkter Ohrenschmalzproduktion müssen dann ja auch signifikant anfälliger für solche Depris sein :)
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mossmann

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #5 am: 28. November 2011, 14:50:16 »
Zitat von: rincewind am 28. November 2011, 14:47:34

    Ich würde das nicht per se als völligen Schwachsinn abtun. Licht und Winterdepris hängen definitiv zusammen.


Stimmt, bestreitet auch niemand.

Zitat von: rincewind am 28. November 2011, 14:47:34

    Der Weg übers Ohr klingt allerdings abenteuerlich. Menschen mit verstärkter Ohrenschmalzproduktion müssen dann ja auch signifikant anfälliger für solche Depris sein :)


Darum gehts ja.

Ich les die Studien mal durch, die mir die geschickt haben ...

update soon.
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Averell

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #6 am: 28. November 2011, 15:11:29 »
Das Licht und Stimmung in direktem Zusammenhang stehen würde ich auch nie bestreiten. Aber daß ich mit den Ohren kucken kann, war mir bisher neu.

Wenn ich dann sehe was die an Geld für diesen iPOD-Clown aufrufen, kann ich das ganze nicht mehr an Seriösität in Verbindung bringen. So was hätte ich Dir früher in meiner AG Junge Elektroniker für 3,50 Alumark zusammengelötet.

Ach ich vergaß die Software, die mir eine individuelle Lichttherapie errechnet. Wahrscheinlich wird da per Durchleuchten die Stärke meines individuellen Ohrenschmalzes gemessen und dementsprechend die Lumenzahl eingestellt.
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Skrzypczajk

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #7 am: 28. November 2011, 17:02:49 »
Zitat von: Averell am 28. November 2011, 15:11:29

    So was hätte ich Dir früher in meiner AG Junge Elektroniker für 3,50 Alumark zusammengelötet.


Da gabs aber so grelle Leuchtdioden noch nicht. ;D

Bin da gerade am Wühlen. Die Leute berufen sich zunächst darauf, dass Lichttherapie funktioniert, was sie ja wohl auch tut. Man wisse aber nicht, wie, und jetzt vermuten die, dass das Licht direkt von lichtempfindlichen Stellen des Gehirns aufgenommen werde. Weil ja helles Licht auch durch dünne Stellen des Schädels scheinen könne oder so ähnlich. Die haben dort eine große Literaturliste, es ist viel von Studien und Evidenz die Rede, aber zum Beleg der Wirksamkeit von täglich 10 Minuten Ins-Ohr-Leuchten ("92% der winterdepressiven Testpersonen konnte eine weitgehende Symptomfreiheit erreichen") sehe ich bis jetzt nur eine Posterpräsentation auf einer Tagung.
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PaulPanter

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #8 am: 28. November 2011, 17:16:10 »
Soweit ich weiß hängt das von der Wellenlänge des Lichtes ab und wird über die Haut aufgenommen. Dadurch entstehen irgendwelche Glückshormone..
Krieg das gerade nicht sachlicher hin.
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Ratiomania

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #9 am: 28. November 2011, 17:20:04 »
"Food to go" für Lichtfresser?
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PaulPanter

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #10 am: 28. November 2011, 17:29:00 »
Ich hab mal Sonnenbänke vertickt. Da war das ein Verkaufsargument.  ::)
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unhold

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Re: Es werde Licht!
« Antwort #11 am: 28. November 2011, 20:53:31 »
Erich Kästner schrieb ein Buch über die Bürger von Schilda.

Die Schildbürger bauten ein neues Rathaus, haben aber vergessen die Fenster einzubauen
und trugen deshalb das Licht in Kübeln in´s Haus hinein!!!

Also: Vielleicht statt den Ohrhöhrern einfach ein paar Kübel anschaffen?

Alternativ gäb´s da auch noch die St. Le0nsharter l!chtquelle. Gegen Winterdepris...

http://chiemgaugemseneier.wordpress.com/2011/11/25/dummes-wasser-und-ein-schlaues-wasser/

PS: laut Valkee sind 9 von 10 Personen genau 92,3% ???
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zwingenberger

    Gast

Re: Es werde Licht!
« Antwort #12 am: 28. November 2011, 21:37:36 »
Das sind elektrifizierte Ohrkerzen, Ihr Nixblicker!
[*/quote*]


Die Innenbeleuchtung des Gehirns über die Ohren war 2011. Im Wiki ging es wenig später los.

Was Psiram leider nicht schreibt: Daß die Inenbeleuchtung tatsächlich funktioniert. Am erfolgreichsten, mit einem Wirkungsgrad von 100 Prozent, ist sie bei Hirnmasse 0. Auch Laurel und Hardy zogen sich bekanntlich ein Taschentuch zum einen Ohr rein und zum anderen wieder hinaus.


Im Wiki von Psiram:

https://www.psiram.com/de/index.php/Valkee

[*quote*]
Valkee
Valkee.jpg
Von Valkee präsentiertes Resultat einer Untersuchung an 13 Probanden mit SAD[1]
Ergebnis einer Untersuchung mit 89 Probanden,[2] die vertikale Achse zeigt BDI-Summenwerte. Im Gegensatz zu den Aussagen von Valkee kann die Besserung nicht dem Gerät zugeschrieben werden.

Valkee ist ein Gerät zur Behandlung der Winterdepression (saisonal-affektive Störung, oder SAD, Seasonal Affective Disorder). Dabei wird für etwa 10 Minuten am Tag helles Licht in die Gehörgänge geleitet. Das Gerät wird von der finnischen Firma Valkee Oy vermarktet, die das Verfahren Transcranial Brain-Targeted Bright Light Treatment nennt. Erfinder sind der der Elektroingenieur Antti Aunio und der Biologe Juuso Nissilä.
Inhaltsverzeichnis

    1 Untersuchungen
    2 Das Valkee-Gerät
    3 Weblinks
    4 Quellen

Untersuchungen

Valkee verweist darauf, dass Lichttherapie (bright light therapy, BLT) eine anerkannte Behandlungsmethode bei saisonal-affektiven Störungen ist. Deren Wirkungsmechanismus sei aber nicht geklärt. Valkee geht davon aus, dass nicht nur Augen oder Haut dabei als Lichtempfänger eine Rolle spielen, sondern das Gehirn, zumal helles Licht den Schädelknochen durchdringen könne. Besonders gut funktioniere dies im Gehörgang, da dort die Schädeldecke am dünnsten sei. Es wird auf Untersuchungen verwiesen, die seit 2007 zusammen mit der Fakultät für Medizin der Universität Oulu in Finnland und einigen anderen Einrichtungen durchgeführt wurden. So habe man das lichtempfindliche Protein Encephalopsin (OPN3) in 18 Gehirnarealen gefunden.[3] In einer weiteren Untersuchung sei mittels Magnetresonanztomographie (functional Magnetic Resonance Imaging, fMRI) nachgewiesen worden, dass helles Licht im Gehörgang "das menschliche neuronale Netzwerk des Gehirns", so der Werbetext, "aktiviere".[4]

Außerdem hätten klinische Studien die Wirksamkeit gezeigt. In einer Pilotstudie sei bei 92% von "schwer von der Winterdepression Betroffenen", d.h. bei 12 von insgesamt 13 teilnehmenden Personen, eine "weitgehende Symptomfreiheit" durch die Lichtbehandlung im Gehörgang erreicht worden.[1] Die Probanden haben sich über einen Zeitraum von vier Wochen an fünf Tagen der Woche für acht bis zwölf Minuten behandelt, ihr Zustand wurde mit Hilfe der sogenannten Hamilton-Skala (HAMD) sowie dem Beck-Depressions-Inventar (BDI) untersucht; der Patient beurteilt sich dabei anhand eines Fragebogens selbst. In einer weiteren Untersuchung im Winter 2010/2011 mit "89 Testpersonen mit einer schweren Form der Winterdepression" habe die Valkee-Behandlung SAD sowie Angstsymptome drastisch gemindert.[2] Angedeutet wird, dass die Methode wirksamer als "traditionelle Lichttherapie" sei und auch wirksamer als eine Behandlung mit Medikamenten.[5]

Wie die Probanden ausgewählt wurden, wird nicht mitgeteilt. Die Behandlung wurde von diesen offenbar zu Hause selbst vorgenommen. Es gab keine Kontrollgruppen mit Placebo-Behandlung und Verblindung. Als Beleg für eine therapeutische Brauchbarkeit der Methode sind die Untersuchungen somit wertlos. Auch die Untersuchung mit 89 Versuchspersonen belegte im Gegensatz zur Meinung von Valkee nicht, dass das Gerät gegen SAD wirksam ist. Es gab drei Probandengruppen, deren Hörkanäle mit einem Lichtstrom von 1, 4 und 9 Lumen beleuchtet wurden (jeweils 12 Minuten/Tag); bei allen dreien nahmen die Beschwerden in gleichem Maß ab (Bild rechts). Eine unabhängige Untersuchung der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel aus dem Jahr 2013 kommt zu dem Schluss, dass die Valkee-Methode den Melatoninspiegel nicht beeinflusst, nicht die Müdigkeit verringert oder die Leistungsfähigkeit verbessert und somit keinen Einfluss auf den circadianen Rhythmus hat.[6]
Das Valkee-Gerät

Das Gerät erschien Mitte 2010 auf dem Markt. Es besteht aus zwei Ohrstöpseln ("Light Headset"), die weißes Licht abgeben. Der Lichtstrom soll bis 3,5 Lumen betragen. Die Lichtquellen sind anscheinend handelsübliche weiße Leuchtdioden (LEDs).[7] Die Lichtquellen sind an ein Kästchen angeschlossen, das eine aufladbare Batterie enthält. Empfohlen wird eine Anwendung von täglich 8 bis 12 Minuten, eine Batterieladung soll für 14 Behandlungen ausreichen. Behauptet wird in der Werbung auch eine Wirksamkeit bei Schlafstörungen, Migräne, prämenstruellem Syndrom und Jetlag sowie allgemein eine gesteigerte "Energie". Der Preis des Valkee liegt bei 200 Euro.

Das Verfahren wurde von Aunio und Nissilä 2007 zum Patent angemeldet.[8] Ein Patent erteilt wurde den Erfindern bereits für eine Variante des Gerätes, bei der Hautbereiche in der Nähe der Augen mit kleinen Lichtquellen beleuchtet werden sollen.[9]
Weblinks

    Ronald van den Berg: Het licht zien met je oren Vereniging tegen de Kwakzalverij, 3. September 2011
    Earlightswindle.com Ein Blog, der sich kritisch mit Valkee auseinandersetzt

Quellen

Timonen M, Nissilä J, Jurvelin H, Liettu A, Jokelainen J, Aunio A, Räsänen P, Takala T (2011): Transcranial Brain Targeted Light Treatment via Ear Canals in Seasonal Affective Disorder (SAD) – a Pilot Study. Posterbeitrag beim International Forum on Mood and Anxiety Disorders IFMAD, November 2011
Jurvelin H, Takala T, Juuso Nissilä J, Markku Timonen M, Rüger M, Jokelainen J, Räsänen P: Transcranial bright light treatment via the ear canals in seasonal affective disorder: a randomized, double-blind dose-response study. BMC Psychiatry 2014, 14:288
Nissilä J, Mänttäri S, Tuominen H, Särkioja T, Timonen M, Saarela S (2011): The Abundance and Distribution of Encephalopsin (OPN3) in Human Brain. Posterbeitrag auf der Jahrestagung der Skandinavian Physiology Society, August 2011
Starck T, Nissilä J, Aunio A, Abou Elseoud A, Remes J, Nikkinen J,Takala T, Timonen M, Tervonen O, Kiviniemi V (2009): Stimulating brain tissue with light - resting state fMRI analysis. Posterbeitrag auf der Human Brain Mapping Conference 2009 und der ISMRM Annual Conference 2011
Zitat von http://www.valkee.com/de/wissenschaft.html, Aufruf am 30. November 2011: "Die Responderraten waren in allen Untergruppen 74-79% für die saisonale Depression und 47-62% für Angstsymptome (die BDI-21 und der HAMA Skalenwerte wurden in der 4. Woche im Minimum um 50% reduziert [7]. Traditionelle Lichttherapie erreicht in kontrollierten Studien Responderaten von ca. 60%. In Studien zur Anwendung von Pharmaka bei Angststörungen werden Responderraten zwischen 39% und 59% für Pregabalin [11,12,13,14] erreicht, zwischen 40% und 65% mit Duloxetine [15,16,17,18], und zwischen 54% bis 61% mit Venlaflaxine [17,18]."
Bromundt V, Frey S, Odermatt J, Cajochen C: Extraocular light via the ear canal does not acutely affect human circadian physiology, alertness and psychomotor vigilance performance. Chronobiology International, April 2014, Vol. 31, No. 3 ,343-348
Auf die Verwendung von Weißlicht-LEDs deutet auch die Angabe spektraler Maxima bei 465 nm und 550 nm hin (Starck et al. 2011), die charakteristisch für diese Bauelemente sind. Meist ist in Datenblättern von LEDs allerdings nicht der Lichtstrom in Lumen (lm), sondern die Lichtstärke in Candela (cd) und der Abstrahlwinkel angegeben. Eine weiß leuchtende LED mit 10 cd und einem Abstrahlwinkel von 30 Grad ergibt rechnerisch einen Lichtstrom von rund 4 lm. Solche LEDs sind unter der Bezeichnung "superhell" oder "ultrahell" für unter 30 Cent/Stück im Handel.
WO 2008/029001 A1: Portable electronic device. Anmelder/Inhaber/Erfinder: Antti Aunio, Juuso Nissilä. Anmeldedatum: 05.09.2007

    EP 1982747 B1: Tragbare Vorrichtung. Anmelder/Inhaber: Valkee Oy. Erfinder: Antti Aunio, Juuso Nissilä. Anmeldedatum: 18.04.2007. Patenterteilung: 01.09.2010

Kategorie:

    Lichttherapie
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