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Author Topic: Anthroposophen an der Charité verarschen Neurodermitiskranke  (Read 265 times)

Ayumi

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Anthroposophen an der Charité verarschen Neurodermitiskranke
« on: September 08, 2018, 07:08:05 PM »

Der Tagesspiegel Berlin ist zur Zeit auf einem gefährlichen Dampfer. Da werden Artikel gebracht, in denen selbst minimale Hintergrundkenntnisse fehlen. Wenn jemand kein Arzt ist, dann kann er doch fragen. Warum wird beim Tagesspiegel nicht recherchiert?


Gestern gab es diesen Irrsinn über eine irrsinnige "Studie" an der irrsinnigen Charité:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/alternativmedizin-an-einer-uni-klinik-was-bringen-akupunktur-und-osteopathie-bei-neurodermitis/23006186.html

[*quote*]
07.09.2018, 13:17 Uhr
Alternativmedizin an einer Uni-Klinik
Was bringen Akupunktur und Osteopathie bei Neurodermitis?

Die Verfahren sind umstritten, ihre Wirksamkeit ist zweifelhaft. An der Charité soll jetzt geprüft werden, ob sie gegen die Hautkrankheit helfen. Florian Schumann

Bei der Akupunktur werden Nadeln an bestimmte Punkte des Körpers gestochen. Ob das hilft, ist umstritten.Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Marie Lemke (Name geändert) hat schon vieles versucht: Sie probierte unzählige Cremes und Salben, stellte ihre Ernährung um, hoffte ihre Haut mit Wickeln, Seeklima und Lichttherapie zu beruhigen. Aber nichts davon half auf Dauer. Die 24-jährige Berliner Studentin hat seit ihrem ersten Lebensjahr Neurodermitis. Während die Krankheit sich bei vielen Kindern bis zum Jugendalter verliert, leiden einige auch noch als Erwachsene an Ausschlag, trockener Haut und quälendem Juckreiz. Vor zwei Jahren ließ Lemke dann ihre Kortisoncreme weg. "Ich habe Kortison nicht gut vertragen. Meine Haut wurde immer dünner, ich hatte Infekte. Für mich war das keine Lösung für immer", sagt Lemke. Aber auch ohne Kortison ging es ihr nicht besser, Anfang dieses Jahres konnte sie wegen des Juckens kaum noch schlafen.
[*/quote*]


Hier wie auch im restlichen Artikel wird nicht gesagt, was Neurodermitis ist. Neurodermitis ist eine Infektionskrankheit. Das Jucken entsteht durch in die Haut eindringende ... ja, was wohl!?

Das kann man recherchieren!

Staphylococcus aureus!

Das sind Bakterien. Das ist bekannt. Bekannt seit wann? Schon sooooo lange!

Warum steht das dann nicht in der Zeitung!?

Wenn man das nicht weiß, wen kann man da fragen?

Den Neurodermitis-Bund!

Osteopathie ist sowieso Mist. Was soll das Herumgeknete gegen eine Bakterieninfektion? Da hat doch einer ein Rad ab!

Aber Osteopathie ist nur der eine Mist. Der andere ist Akupunktur.

Das muß man sich mal vorstellen: Die Haut ist dicht besiedelt mit Bakterien, die die Haut angreifen. Und dann werden in diese Haut Löcher gestochen!? Dann kann die Haut doch erst recht von den Bakterien angegriffen werden. Da hat Einer nicht bloß ein Rad ab, der hat nicht alle Nadeln an der Tanne!


Schaun wir mal, was noch in dem Artikel steht:

[*quote*]
Dann sah sie in der U-Bahn eine Werbeanzeige für eine neue Studie. Gesucht wurden Erwachsene mit Neurodermitis, die bereit wären, sich durch Akupunktur oder Osteopathie behandeln zu lassen. Lemke beschloss, es einmal zu versuchen: "Vor allem Akupunktur hatte mich schon lange interessiert."

Niemand weiß, wie viele sich wirklich akupunktieren lassen

Sie rief bei der Hochschulambulanz für Naturheilkunde der Berliner Charité an. Dort läuft die Studie seit Oktober 2017 unter dem Namen "Camatop" (Komplementär- und Alternativmedizin bei atopischer Dermatitis). Sie soll prüfen, ob Akupunktur und Osteopathie gegen Neurodermitis helfen können. "Viele Patienten nehmen naturheilkundliche und komplementärmedizinische Verfahren in Anspruch, obwohl für viele dieser Verfahren die Belege einer Wirksamkeit fehlen", sagt Studienleiter Benno Brinkhaus, Professor für Naturheilkunde und Leiter der Hochschulambulanz.
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Studie seit Oktober 2017. Wie!? Das sind 10 Monate! Und der Tagesspiegel schreibt "jetzt". Sehr witzig.

Aber das sind alles kleine Fische. Jetzt geht die Sache erst richtig los!

Ein nicht nur unwirksames, sondern auch schwachsinniges und darüber hinaus gefährliches Verfahren wie Akupunktur anzuwenden bei einer Bakterieninfektion ist vorsätzliche Körperverletzung. Welche Ethik-Kommission hat diesen Mist abgewunken?

Das hätte der Journalist fragen müssen. Warum hat er das nicht getan? Weiß der vielleicht gar nicht, was eine Ethik-Kommission ist?


Jetzt zu den Bakterien. Woher weiß man das? Bei mir gehört das natürlich zum Allgemeinwissen. Wer das nicht hat, der kann googeln!

"Neurodermitis: Hautbakterien verursachen Krankheitssymptome"
https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Neurodermitis__Hautbakterien_verursachen_Krankheitssymptome1771015589372.html

Übrigens findet man beim Googeln auch das:

"Charité sucht Studienteilnehmer mit Atopischer Dermatitis (Neurodermitis) für Osteopathie- und Akupunkturstudie"
https://www.carstens-stiftung.de/artikel/charite-sucht-studienteilnehmer-mit-atopischer-dermatitis-neurodermitis-fuer-osteopathie-und-akupunkturstudie.html

Das ist eine undatierte Meldung der Carstens-Stiftung zu der irren "Studie" an der  Charité. Undatiert!  Wie kann man nur so einen Mist bauen!? Das Datum ist das A und O bei so etwas. Stümper!


Damit sind wir wieder bei denen, die etwas wissen müssen: beim Neurodermitis-Bund. Der hatte schon am 27.11.2017 diese Pressemitteilung veröffentlicht:

https://www.neurodermitis-bund.de/index.php/nachrichtenleser-aktionen/items/Bahnbrechende_Technologie_pr%C3%A4miert.html

[*quote*]
Bahnbrechende Technologie prämiert

27.11.2017
18:26
Micreos CEO Mark Offerhaus im Gespräch mit dem ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan, der großes Interesse an der vorgestellten Alternative zu Antibiotika äußerte.

Viele Menschen, die unter chronischen Hauterkrankungen mit einer entzündlichen Komponente (wie Neurodermitis) leiden, profitieren bereits von einem neuartigen Therapieansatz. Ein enzymatischer Wirkstoff – das Endolysin Staphefekt – beseitigt gezielt den häufigsten Entzündungserreger, das Bakterium Staphylococcus aureus (S. aureus). Dieser auf Endolysintechnologie basierende Ansatz der Firma Micreos ermöglicht nicht nur eine innovative Behandlung entzündlicher Hautkrankheiten, sondern ist auch eine bahnbrechende Alternative zu Antibiotika. Als solche wurde die Technologie beim niederländischen Vorentscheid von „Ideas from Europe“ zum Sieger gekürt (Hier sehen Sie den Vortrag, Dauer: 5 Minuten).

Die europäische Initiative „Ideas from Europe“ will Ideen für die größten Herausforderungen der Gesellschaft entwickeln und bahnbrechende Technologien unter Einbeziehung von Öffentlichkeit, Investoren und Entscheidern vorantreiben. Die Jurybegründung für den niederländischen Sieger lautete: „Wir haben Micreos ausgewählt, weil die Technologie dieses Unternehmens bereits zehntausenden Menschen hilft und wir überzeugt sind, dass Micreos‘ Alternative zu Antibiotika lebensverändernd für Millionen sein kann.“ Mark Offerhaus, CEO des Biotechnologieunternehmens, hat inzwischen die Niederlande im Halbfinale in Tallinn (Estland) vertreten und dort die Technologie, auf die sein Unternehmen mit Staphefekt und der Marke Gladskin bei der Behandlung von Hautentzündungen setzt, präsentiert. Micreos zählt nun zu den zehn Finalisten, die im Frühjahr 2018 in Den Haag antreten werden.

Das Endolysin Staphefekt, das ausschließlich Bakterien des Typs S. aureus erkennt und gezielt nur deren Zellhülle zerschneidet, ist eine neue und nachhaltige Alternative zu Antibiotika. Diese wertvollen Medikamente sind durch Resistenzen, die wegen massiven oder bedenkenlosen Einsatzes vermehrt auftreten und sich ausbreiten, in ihrer Wirksamkeit bedroht. Davor warnt seit Jahren die WHO, da auch keine wirklich neuen Antibiotika in den nächsten Jahren auf den Markt kommen werden. Endolysine sind hier eine der Alternativen zu Antibiotika: sie töten auch antibiotikaresistente Bakterien ‚ihrer‘ Wirtsart ab, ohne selbst auf Seiten der Bakterien Resistenzen hervorzurufen.

Für Neurodermitiker ist Staphefekt bzw. Gladskin als Therapiemöglichkeit besonders interessant, denn 70 bis 90 Prozent der Betroffenen tragen das Bakterium S. aureus auf der Haut, wo es während der Schübe massenhaft in den Ekzemen vorkommt und die Entzündungen verstärkt oder verursacht. Antibiotika sind nur selten das Mittel der Wahl, weil die Erkrankungsdauer und die wiederholten Schübe gegen den Einsatz von Antibiotika sprechen. Weitere antibiotikaresistente Stämme könnten entstehen und vorhandene resistente Keime in ihrer Ausbreitung gefördert werden. Gegen Antibiotika spricht außerdem, dass das Mikrobiom der Haut - die ‚Hautflora‘ - bei Neurodermitis bereits viel weniger vielfältig als auf gesunder Haut ist. Die meisten Mikroorganismen auf unserer Haut sind jedoch für eine gesunde Haut wichtig. Doch Antibiotika unterscheiden nicht zwischen für uns schädlichen oder nützlichen Bakterien, sodass diese die schützende Hautflora weiter schädigen.

Staphefekt bietet damit einige Vorteile im Vergleich zu Antibiotika: Es wirkt gezielt auf die Bakterienart S. aureus, ohne Nebenwirkungen auf die Hautflora. (2) Das Enzym fördert selbst keine Resistenzbildung, wirkt aber ebenso effektiv gegen antibiotikaresistente S. aureus-Varianten, z. B. gegen den ‚Krankenhauskeim‘ MRSA. (3) Diese Eigenschaften ermöglichen sowohl eine langfristige Unterdrückungs- als auch eine Erhaltungstherapie bei S. aureus-bedingten Entzündungen der Haut, die sich durch Symptome wie Juckreiz, Rötung, Schwellung, trockene Haut, etc. zeigen können. Sogar eine vorbeugende Behandlung bei gefährdeten Patienten ist möglich.In Einzelfallstudien und Produkttests mit niederländischen, belgischen und deutschen Patientenorganisationen (wie dem DNB) hat Gladskin sehr gute Wirkung gezeigt. Weiterhin fiel auf, dass bei etwa der Hälfte der Tester der Kortisonbedarf zurückging. Diese Fragestellung ist eine von vielen, die z. Zt. in einer klinischen Doppelblind-Studie zu Gladskin mit 100 Neurodermitispatienten an der Erasmus Uniklinik in Rotterdam abgeschlossen wird. Die Veröffentlichung der Ergebnisse wird im ersten Halbjahr 2018 erwartet. (4370)

Staphefekt auf MRSA-bewachsenem Nährboden: Die drei Antibiotika-getränkten Plättchen (rechts vorn und hinten, hinten Mitte) haben keinen Einfluss auf das Wachstum von MRSA. Nur Staphefekt (Plättchen links) tötet MRSA ab und verhindert jegliches Wachstum der Bakterien.
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Wie bitte!? Eine revolutionäres Verfahren. Das sogar richtig wirkt? Weiß man beim Tagesspiegel Berlin nicht. Und die "Forscher an der Charité schweigen sich natürlich aus, weil die "Forschungs"gelder wollen...


Zu Beweiszwecken archiviere ich die Seite der herstellenden Firma Micreos:

[*quote*]
Welcome to the world of Micreos...

Bacteria are all around us. Most of them are good and protect us, but some can cause irritation or infection. Antibiotics do not distinguish between good and bad bacteria and their use can lead to side effects and resistance. This renders them unsuitable for long-term use. As they have been broadly used - often inappropriately - the emergence of antibiotic-resistant 'superbugs' is now a global concern. On the other hand it has become evident that our microbiome, comprising billions of beneficial bacteria, is necessary for our health and should be left intact.

Micreos develops the world's first targeted antibacterial products, set to replace antibiotics. The company is viewed as global leader spearheading this exciting new field. With Micreos endolysin technology, for the first time we can kill only the unwanted bacteria - including antibiotic resistant strains - while preserving the beneficial bacteria, essential for our health. In addition, scientists do not expect emergence of resistance against endolysins, based on their working mechanism. This unlocks a completely new approach in dealing with the bacteria around us - also enabling preventive daily therapy against only unwanted bacteria for as long as needed.

Micreos' Staphefekt SA.100 is an enzyme (endolysin), which kills only Staphylococcus aureus, including MRSA. It is suitable for daily maintenance therapy, for inflammatory skin conditions such as eczema, rosacea, psoriasis and inflammatory acne and has already had a life changing impact for thousands of people. It is marketed under the Gladskin brand. For further background information on SA.100 fact sheets are available. Micreos next generation endolysin, XZ.700, is in clinical development for global registration as a pharmaceutical product. Atopic dermatitis is the first targeted indication. A combined Phase I/II trial is planned to start in 2018. It is preceded by a randomised controlled Gladskin Eczema trial with SA.100, at Erasmus Medical Centre, set to be concluded by early 2018.
 

Under the Phageguard brand Micreos has also developed FDA-approved food safety products against Salmonella and Listeria monocytogenes, which is especially dangerous for pregnant women and for the elderly and immuno-compromised. More information on these food safety products is available at the Phageguard website

The company is committed to helping mankind with products that are effective, sustainable and affordable. The company's products:

-  work fast

-  are easy to apply

-  have no known adverse effects

Micreos' technology is applied in many areas, including human health, food safety, animal health and agriculture. Micreos Human Health is based in Bilthoven at the RIVM premises (Dutch NIH). Micreos Food Safety is based in Wageningen 'Food Valley'. Micreos headquarters are based in The Hague, world capital of Peace and Justice.

Micreos runs a modern Endolysin and Phage Technology Centre, responsible for Production, Research & Development, and Quality Control. We work according to the highest ethical and professional standards, as witnessed by numerous awards and grants received over the past years, and publications in scientific journals and regular press. Micreos collaborates with top institutes and companies around the world and its advisors and partners have broad expertise in the fields in which we operate. Our long-term research partners include ETH Zurich, Switzerland, (Prof. Loessner) and Erasmus Medical Center Rotterdam (Prof. Pasmans, pediatric dermatology).
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Hier steht, wie das Mittel wirkt:

https://www.gladskin.com/de/content/technology

[*quote*]
Gladskin

So wirkt es

Die Haut

Unsere Hautflora enthält Milliarden von Bakterien. Die weitaus meisten davon schützen unsere Haut. Ein gutes bakterielles Gleichgewicht ist notwendig für eine gesunde Haut. Wenn dieses Gleichgewicht gestört wird, können sich Hautprobleme entwickeln oder verschlimmern.

Kein einziges Bakterium verursacht oder verstärkt mehr Infektionen als Staphylococcus aureus. Dieses Bakterium kommt bei vielen Menschen und Tieren vor und führt häufig zu:

    (schweren) inneren Infektionen,
    oberflächlichen Hautentzündungen wie z. B. bei Akne, Rosacea, Ekzemen und Rasurbrand.

Staphefekt™

Traditionelle Hautprodukte und Antibiotika unterscheiden nicht zwischen nützlichen und schädlichen Bakterien. Sie attackieren auch die nützlichen Bakterien, die unsere Haut schützen. Gladskin enthält Staphefekt™, welches:

    das einzige Produkt überhaupt ist, das ausschließlich unerwünschte Staphylococcus aureus-Bakterien bekämpft und die nützlichen Bakterien verschont;
    ein Enzym, damit frei von Nebenwirkungen und vollkommen sicher im Gebrauch ist;
    einen logischen und einfachen Ansatz für Menschen mit Hautproblemen darstellt.

Staphefekt™ ist ein Enzym, genauer: ein Endolysin. Endolysine werden in der Natur von Bakteriophagen (Phagen) produziert. Phagen sind die natürlichen Feinde der Bakterien, die in zwei Tagen etwa die Hälfte aller auf der Erde vorkommenden Bakterien töten. Bakteriophagen sind „Bakterienfresser" und töten Bakterien mithilfe ihrer Endolysine. Phagenenzyme brechen die Zellwand eines Bakteriums auf, sodass dieses stirbt. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit einem Tropfen Lösungsmittel auf einem Ballon: Beim Aufblasen des Ballons wird das beschädigte Gummi gedehnt und der Ballon platzt.

Parallel zur Evolution von Phagen und Bakterien haben sich auch die Phagenenzyme über Milliarden von Jahren entwickelt. So entstanden Enzyme, die ausschließlich eine Bakterienart töten können. Das angegriffene Bakterium hat weder die Möglichkeit noch die Zeit, eine Resistenz gegen dieses Enzym zu entwickeln:

    Die Enzyme richten sich bei ihrem Zielbakterium gegen spezifische Verbindungen in der Bakterienzellwand, die vom Bakterium nicht bzw. kaum durch Mutation verändert werden können. Diese einzigartige Eigenschaft von Staphefekt™ unterscheidet Gladskin von allen anderen antibakteriellen Mitteln.
    Gladskin mit Staphefekt™ wirkt sehr schnell; innerhalb von Minuten oder gar Sekunden wird das Bakterium S. aureus an der Hautoberfläche getötet. Im Gegensatz zu konventionellen Antibiotika verursachen Phagenenzyme den bakteriellen Zelltod unabhängig vom Stoffwechsel des angegriffenen Bakteriums. Hierdurch wird die Gefahr der bakteriellen Resistenzbildung noch weiter verringert.

Staphefekt™ tötet daher sowohl S. aureus-Bakterien, die empfindlich gegen Antibiotika sind, als auch antibiotikaresistente Stämme.

Deswegen stellen wir im Kampf gegen unerwünschte Hautbakterien ein einzigartiges Mittel zur Verfügung. Mit diesem Ansatz kann Hautentzündungen vorgebeugt werden. Für viele Menschen mit Akne, Rosacea, Ekzemen, Rasurbrand oder allgemeinen Hautreizungen kann dies eine Lösung sein.

Weitere informationen: http://www.staphefekt.com

Staphylococcus aureus beim Menschen

    30 % der Menschen sind dauerhaft Träger des Bakteriums S. aureus;
    bei 50 % der Menschen kommt es zeitweise vor;
    bei 20 % der Menschen wird S. aureus nie oder äußerst selten gefunden.

S. aureus siedelt auf der Haut, in der Nase, im Haar, unter den Achseln und im Lendenbereich.

Ein funktionierendes Abwehrsystem trägt dazu bei, dieses Bakterium unter Kontrolle zu halten. Meistens führt eine Besiedlung mit S. aureus zu keinerlei Problemen. Ist das Abwehrsystem jedoch geschwächt oder die Haut gereizt oder verletzt, können S. aureus Bakterien Entzündungen verursachen. Diese können auch:

    Hautrötungen und Juckreiz auslösen;
    zu einem brennenden oder stechenden Gefühl führen;
    kleine Pickel, Pusteln oder Papeln verursachen.

Diese Symptome sind kennzeichnend für Akne, Rosacea, Ekzeme und verschiedene Hautreizungen.

Micreos
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Im April 2018 hat Micreos einen Preis gewonnen:

http://www.micreos.com/upload/content/Press%20Release_Micreos%20wins%20Finals%20Ideas%20from%20Europe_April%2026%202018%20v2.pdf

[*quote*]
FOR IMMEDIATE RELEASE

Dutch biotech Micreos ‘Alternative to antibiotics’ winner finals Ideas from Europe

The Hague , April 26, 2018 -    In the iconic Hall of Knights, packed with public and policymakers, Dutch biotech Micreos
‘sustainable alternative to antibiotics’ was chosen as Europe’s most relevant innovation, at the finals of the EU’s Ideas from
Europe competition. Ideas from Europe is a European initiative that facilitates sustainable innovations aimed at addressing
global challenges.

In the presence of Mrs. Elsbieta Bienkowska, European Commissioner Internal Market, Industry, Entrepreneurship and
SMEs, and Mrs. Mona Keijzer, State Secretary Economic Affairs & Climate Policy, 12 finalists pitched their inspiring
innovations to tackle global challenges, such as healthcare challenges, climate change, immigration, bullying, food waste,
extinction of species and renewable energy. Public and policymakers at the Knights Hall then chose their most impactful
innovation.

With Micreos’ endolysin technology, for the first time it is possible to kill only the unwanted bacteria, regardless of
antibiotic resistance. Contrary to existing antibiotics it leaves the beneficial bacteria - essential for our health – intact,
preserving the microbiome.

Micreos CEO Mark Offerhaus: “Antibiotic-resistance is an enormous global problem. We've already been able to help over
50.000 people suffering from inflammatory skin diseases such as eczema, acne and rosacea, and wound infections caused
by the Staphylococcus aureus bacteria, including the resistant MRSA, but millions can and should benefit. Patients and
policymakers need to take their responsibility. There is no need to wait and there is no time to lose."

Watch Finals pitch by Micreos CEO Mark Offerhaus:
https://youtu.be/J2gGTZ6Fcrs

Ideas from Europe

Ideas from Europe is a European platform aimed at promoting the development of ideas for society's major challenges.
The concept behind Ideas from Europe is that the involvement of the public at large can propel relevant breakthrough
innovation (http://www.ideasfrom.eu).
About Micreos
Micreos (http://www.micreos.com) develops endolysin- and phage technology that enables targeted killing of only unwanted
bacteria. The company is considered the leader in this exciting new field. Micreos runs its own production and R&D centre
for endolysins in Bilthoven (Human Health) and for phages (food safety) in Wageningen. The company works together with
ETH Zurich and numerous medical and technology centres, including Erasmus MC (Rotterdam), Public Health Lab
Kennemerland, the Dutch Burn Centres (Beverwijk) and many others. Gladskin is a Micreos Human Health brand
(http://www.gladskin.com).    
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For further information: Dirk de Meester: +31 6 46048503 - d.demeester@micreos.com
[*/quote*]



Wievielen Menschen hätte man effektiv helfen können mit einem wirksamen Mittel anstatt das "Forschungsgeld" den "Forschern" der Charité zu schenken, damit die Neurodermitiskranke verarschen können?

Das wäre ein Thema für eine tolle Reportage. Aber das kriegen die beim Tagesspiegel Berlin nie auf die Reihe.
Logged

Krokant

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Re: Anthroposophen an der Charité verarschen Neurodermitiskranke
« Reply #1 on: September 08, 2018, 10:14:20 PM »

Was den Tagesspiegel angeht, hat ausgerechnet der gestern noch einen Nonsens vom Stapel gelassen:

Ungekürzt, alldieweil "nicht aus dem Zusammenhang reißen!":

https://www.tagesspiegel.de/wissen/gastkommentar-fuer-eine-medizin-auf-beweis-und-erfahrungsbasis/23006184.html

[*quote*]
07.09.2018, 12:47 Uhr
Gastkommentar

Für eine Medizin auf Beweis- und Erfahrungsbasis

Der Hausarzt Erich Freisleben findet den Fokus der modernen Medizin allein auf Therapien, deren Wirksamkeit in großen Studien belegt ist, zu einseitig. Erich Freisleben

Erich Freisleben ist niedergelassener Internist und Hausarzt in Berlin-WeddingFoto: Schild-Vogel

David Sackett, der wesentlichste Protagonist der evidenzbasierten Medizin, hatte diese noch auf drei Säulen gestellt: neben der externen Evidenz der Forschung zählten für ihn auch die besten Erfahrungen aus der Praxis und die Patientenpräferenz und -akzeptanz. Er sagte: „Gute Ärzte nutzen sowohl klinische Expertise als auch die beste verfügbare externe Evidenz, da keiner der beiden Faktoren allein ausreicht: Ohne klinische Erfahrung riskiert die ärztliche Praxis, durch den bloßen Rückgriff auf die Evidenz tyrannisiert zu werden, da selbst exzellente Forschungsergebnisse für den individuellen Patienten nicht anwendbar oder unpassend sein können.“ Die akademische Forschung hatte sich schon immer überwiegend auf allopathische, also „schulmedizinische“ Medikamentenwirkungen fokussiert. Auf dem Gebiet hat sie zwar eine hohe Kompetenz, unterliegt aber vielfältigen Einflüssen der Pharmaindustrie.

Evidenzbasiert und erfahrungsbasiert

Integrative Behandlungsmethoden, Körpertherapien, manuelle Therapien, Traditionelle Chinesische Medizin, Naturheilverfahren und auch die Homöopathie haben sich aus der Erfahrungswelt der Praxis heraus entwickelt. Was sich über lange Zeiträume in der Praxis bewährt hat, hat allein damit mit hoher Wahrscheinlichkeit einen echten therapeutischen Wert.

Wenn laut Umfragen 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung ergänzende komplementäre Behandlungsmethoden befürworten, beruht dieses Ergebnis vor allem auf guten Erfahrungen. Dies trifft auch auf die Homöopathie zu, sonst hätte sie sich nicht über 200 Jahre als beliebtes Verfahren erhalten und würde auch nicht von tausenden Ärzten eingesetzt. Daher hat sich in der Schweiz eine Mehrheit in einer demokratischen Abstimmung dafür ausgesprochen, dass die genannten Ergänzungen zur „Schulmedizin“ von den Krankenversicherungen bezahlt werden müssen.

In Deutschland soll allein die „Evidence-Based-Medicine“ Gültigkeit haben, also Verfahren, die in großen, teuren, placebokontrollierten Studien ihre Wirksamkeit bewiesen haben. Es wäre de facto eine Medizin, die fast ausschließlich auf der Perspektive der akademischen Forschung beruht. Damit würde die von Sackett genannte Gefahr der „Tyrannisierung“ der ärztlichen Praxis Wirklichkeit werden. Hätte es solche Vorgaben schon früher gegeben, dann hätte sich nie eine Psychotherapie in Deutschland entwickeln können. Sie wäre schlicht schon im Ansatz durch die Raster der naturwissenschaftlichen Untersuchungen gefallen. Denn eine Methode, die sich mit der komplexen und damit auch mit der subjektiv-ganzheitlichen Realität des Menschen beschäftigt, kann man weder ganz standardisieren noch gegen Scheinbehandlungen testen.

Die Wissenschaft hat den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Daher kann es kein Argument gegen eine Methode wie die der Homöopathie sein, wenn sie mit den derzeitigen naturwissenschaftlichen Methoden nicht nachvollziehbar ist. Wenn sich wegen der schon kampagnenartig zu nennenden Angriffe gegen die Homöopathie Wissenschaftler nicht mehr trauen, darüber zu forschen, und wenn das Diktat einer solch einseitig ausgerichteten Forschung allein die medizinische Praxis beherrschen soll, widerspricht das auch pluralistisch-demokratischen Grundsätzen.

Paternalistische Attitüde

Als seit über dreißig Jahren praktizierender Arzt, der sich mit der Medizingeschichte Deutschlands auseinandergesetzt hat, gruselt es mir davor, dass den Menschen die Selbstbestimmung ihrer Behandlungsweise mit der paternalistischen Attitüde, sie vor ihrer eigenen Einfältigkeit schützen zu müssen, genommen werden soll. Und wenn Persönlichkeiten wie der Ärztekammerpräsident Montgomery und der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach in dieses Horn blasen, zeigt das leider, wie wenig auch Personen an den Schaltstellen der Gesundheitspolitik den Willen der Bevölkerung respektieren.

Erich Freisleben ist Hausarzt und Internist in Berlin-Wedding
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Ein Gastkommentar? Wer hat den so ohne jeden Zusatz oder Erläuterung zugelassen?

[*quote*]
07.09.2018, 12:47 Uhr
Gastkommentar

Für eine Medizin auf Beweis- und Erfahrungsbasis

Der Hausarzt Erich Freisleben findet den Fokus der modernen Medizin allein auf Therapien, deren Wirksamkeit in großen Studien belegt ist, zu einseitig. Erich Freisleben

Erich Freisleben ist niedergelassener Internist und Hausarzt in Berlin-WeddingFoto: Schild-Vogel
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Die Beweiskraft einer großen Studie ist besser als die einer kleinen. Das liegt für jeden, der etwas von Statistik versteht, doch klar auf der Hand. Warum soll das nicht gelten? Es ist doch eine der Grundlagen der Statistik! Warum soll Grundlagenwissen ignoriert werden?

Andere Frage: Warum wird ignoriert, wer dieser Erich Freisleben überhaupt ist? Die Leute vom Tagesspiegel mögen das vielleicht wissen, die Mehrheit der Leser aber nicht. Also: Erich Freisleben ist Anthroposoph. Das spielt bei allem, was er sagt und schreibt, eine entscheidende Rolle, denn sein Denken und Handeln ist auf die bedenklichste Weise durch esoterische Ideologie gesteuert.


[*quote*]
David Sackett, der wesentlichste Protagonist der evidenzbasierten Medizin, hatte diese noch auf drei Säulen gestellt: neben der externen Evidenz der Forschung zählten für ihn auch die besten Erfahrungen aus der Praxis und die Patientenpräferenz und -akzeptanz. Er sagte: „Gute Ärzte nutzen sowohl klinische Expertise als auch die beste verfügbare externe Evidenz, da keiner der beiden Faktoren allein ausreicht: Ohne klinische Erfahrung riskiert die ärztliche Praxis, durch den bloßen Rückgriff auf die Evidenz tyrannisiert zu werden, da selbst exzellente Forschungsergebnisse für den individuellen Patienten nicht anwendbar oder unpassend sein können.“ Die akademische Forschung hatte sich schon immer überwiegend auf allopathische, also „schulmedizinische“ Medikamentenwirkungen fokussiert. Auf dem Gebiet hat sie zwar eine hohe Kompetenz, unterliegt aber vielfältigen Einflüssen der Pharmaindustrie. 1

Evidenzbasiert und erfahrungsbasiert

Integrative Behandlungsmethoden, Körpertherapien, manuelle Therapien, Traditionelle Chinesische Medizin, Naturheilverfahren und auch die Homöopathie haben sich aus der Erfahrungswelt der Praxis heraus entwickelt. Was sich über lange Zeiträume in der Praxis bewährt hat, hat allein damit mit hoher Wahrscheinlichkeit einen echten therapeutischen Wert. 2
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Ad 1: "unterliegt aber vielfältigen Einflüssen der Pharmaindustrie". Da hetzt er gegen die Pharmaindustrie und impliziert, die Forschung sei ihr hörig.

Ad 2: "Was sich über lange Zeiträume in der Praxis bewährt hat, hat allein damit mit hoher Wahrscheinlichkeit einen echten therapeutischen Wert." Mit hoher Wahrscheinlichkeit? Wie mißt man die wohl? Durch Studien! Aber genau das funktioniert bei Homöopathie nicht. Warum nicht? Weil die Erfahrungswelt der Praxis eine einzige Lüge ist, die jegliche sinnvolle Statistik verweigert. Beziehungsweise, die ganz einfach fälscht.


[*quote*]
Wenn laut Umfragen 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung ergänzende komplementäre Behandlungsmethoden befürworten, beruht dieses Ergebnis vor allem auf guten Erfahrungen. Dies trifft auch auf die Homöopathie zu, sonst hätte sie sich nicht über 200 Jahre als beliebtes Verfahren erhalten und würde auch nicht von tausenden Ärzten eingesetzt. Daher hat sich in der Schweiz eine Mehrheit in einer demokratischen Abstimmung dafür ausgesprochen, dass die genannten Ergänzungen zur „Schulmedizin“ von den Krankenversicherungen bezahlt werden müssen.
[*/quote*]

Wer mit gefälschten Statistiken Reklame macht, wie die DHU es gerade wieder tut, der muß sich sagen lassen, daß er ein Fälscher und Lügner ist. Die Angaben "60-70 Prozent" sind, wie auch andere Zahlen, durch Manipulation entstanden.


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In Deutschland soll allein die „Evidence-Based-Medicine“ Gültigkeit haben, also Verfahren, die in großen, teuren, placebokontrollierten Studien ihre Wirksamkeit bewiesen haben. Es wäre de facto eine Medizin, die fast ausschließlich auf der Perspektive der akademischen Forschung beruht. Damit würde die von Sackett genannte Gefahr der „Tyrannisierung“ der ärztlichen Praxis Wirklichkeit werden. Hätte es solche Vorgaben schon früher gegeben, dann hätte sich nie eine Psychotherapie in Deutschland entwickeln können. Sie wäre schlicht schon im Ansatz durch die Raster der naturwissenschaftlichen Untersuchungen gefallen. Denn eine Methode, die sich mit der komplexen und damit auch mit der subjektiv-ganzheitlichen Realität des Menschen beschäftigt, kann man weder ganz standardisieren noch gegen Scheinbehandlungen testen.
[*/quote*]

Psychotherapie ist eben Pfusch. Das wurde nachgewiesen! Es gibt ein Buch, in dem über etliche Verfahren der Psychologie im Detail nachgewiesen wird, daß sie Pfusch sind. Leider ist der Autor inzwischen verstorben. Er heißt Klaus Grawe.

https://www.klaus-grawe-institut.ch/ueber-uns/prof-dr-klaus-grawe/


[*quote*]
Die Wissenschaft hat den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Daher kann es kein Argument gegen eine Methode wie die der Homöopathie sein, wenn sie mit den derzeitigen naturwissenschaftlichen Methoden nicht nachvollziehbar ist. Wenn sich wegen der schon kampagnenartig zu nennenden Angriffe gegen die Homöopathie Wissenschaftler nicht mehr trauen, darüber zu forschen, und wenn das Diktat einer solch einseitig ausgerichteten Forschung allein die medizinische Praxis beherrschen soll, widerspricht das auch pluralistisch-demokratischen Grundsätzen.
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Was kann die Wissenschaft dafür, wenn Betrüger Pfusch abliefern und mosern, weil die wissenschaftlichen Verfahren nicht zeigen, daß er funktioniert? Die Argumentation des Herrn Freisleben ist ganz einfach nur eines : Blödsinn.

Das ist lächerlich: "kampagnenartig zu nennenden Angriffe gegen die Homöopathie". Nachdem Jahrzehnte der Betrug Homöopathie grassieren konnte, setzen sich Bürger dagegen zur Wehr. Das wird von Homöopathen neuerdings als "Kampagne" bezeichnet. Wie nennen die dann erst die Polizei?

"wenn das Diktat einer solch einseitig ausgerichteten Forschung allein die medizinische Praxis beherrschen soll, widerspricht das auch pluralistisch-demokratischen Grundsätzen", schreibt Freisleben. Und unterschlägt dreist, daß es um den Nachweis einer Wirkung geht. Diesen Nachweis können und wollen die Homöopathen nicht erbringen, behaupten aber steif und fest, daß Homöopathie wirke. Wie kann man das anders nennen als dreisten Betrug? Und Freisleben macht dabei mit. Wie man sieht.

Wie kann sich der Tagesspiegel erdreisten, dies einfach so - völlig unkommentiert - in den Raum zu stellen?


[*quote*]
Paternalistische Attitüde

Als seit über dreißig Jahren praktizierender Arzt, der sich mit der Medizingeschichte Deutschlands auseinandergesetzt hat, gruselt es mir davor, dass den Menschen die Selbstbestimmung ihrer Behandlungsweise mit der paternalistischen Attitüde, sie vor ihrer eigenen Einfältigkeit schützen zu müssen, genommen werden soll. Und wenn Persönlichkeiten wie der Ärztekammerpräsident Montgomery und der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach in dieses Horn blasen, zeigt das leider, wie wenig auch Personen an den Schaltstellen der Gesundheitspolitik den Willen der Bevölkerung respektieren.

Erich Freisleben ist Hausarzt und Internist in Berlin-Wedding
[*/quote*]

Ich subsummiere das mal: Erich Freisleben stellt sich hin und erzählt uns, daß Wissenschaft nichts ist. Weil sie nicht beweist, daß Homöopathie funktioniert. Und daß wir das hinzunehmen haben. Und dann --- schwingt er das große Wort von der "paternalistischen Attitüde". Damit beschreibt er doch sei eigenes Verhalten! Er, der "seit über dreißig Jahren praktizierende(r) Arzt, der sich mit der Medizingeschichte Deutschlands auseinandergesetzt hat", er, der deswegen für die übrige Welt eine Respektsperson zu sein hat, ER sagt, und Alle müssen ihm Folge leisten. In der Psychologie nennt man das Größenwahn. Davon gibt es in der Welt der Homöopathen reichlich.


Was den Wahn an sich angeht, den gibt es auch. Überreichlich. Anthroposophie ist der Inbegriff des Wahns.

Wenn ich mich nicht irre, ist dies ein Zitat von Jutta Hübner in einem ihrer Schaubilder:

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Anthroposophische Medizin
Steiner, Gesamtausgabe, Dornach, 1982, zitiert nach: zitiert Zander H, Anthroposophie in
Deutschland, Göttingen 2008, S. 1500

Krebsentstehung: der Mensch werde „zu stark Erde, indem er
die Krebsbildung in sich hat; er bilde zu stark die Erzkräfte
in sich aus. Diesem übertriebenen Ehrgeiz muss man
diejenigen Kräfte entgegensetzen, die einem Zustande der
Erde entsprechen, wo das Mineralreich und die heutige
Erde noch nicht da waren.“

Die Mistel speichert die Kräfte aus der Zeit, „bevor unsere
Erde diese feste mineralische Erde geworden ist“
[*/quote*]


Zander ist für mich keine ausreichende Quelle. Glücklicherweise wurde unser Archiv durch einen freundlichen Helfer um ein Originalzitat von Rudolf Steiner erweitert:


http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3285:neunter-vortrag-arnheim-24-juli-1924&catid=214:ga-319-anthroposophische-menschenerkenntnis-und&Itemid=15

[*quote*]
NEUNTER VORTRAG Arnheim, 24. Juli 1924
Vorträge über Medizin - GA 319 Anthroposophische Menschenerkenntnis ...
#G319-1971-SE182 – Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin
#TI
NEUNTER VORTRAG
Arnheim, 24. Juli 1924
#TX
[...]

Sie werden finden, daß unsere Erdenbildung eine andere, vorhergehende Bildung hatte, in welcher der Mensch noch nicht in seiner heutigen Form vorhanden

#SE319-199

war, aber doch - in einer gewissen Beziehung - das Tier geistig über­ragend vorhanden war. Nur waren seine Sinne damals noch nicht ausgebildet. Sie sind erst innerhalb der Erdentwickelung beim Men­schen in ihrer letzten Ausbildung entstanden. Veranlagt sind sie am längsten; aber ihre letzte Ausbildung, wo sie so, wie sie heute sind, von der Ich-Organisation durchsetzt sind, haben sie erst während der Erd­entwickelung erlangt. Das menschliche Ich schoß in Augen, Ohren und in die übrigen Sinne während der Erdentwickelung hinein. Wird daher die Ich-Entwickelung zu stark, so bildet sich im menschlichen Organismus nicht bloß der Sinn in normaler Weise, sondern es ent­steht eine zu starke Neigung, Sinne zu bilden. Und die Karzinombil­dung tritt auf. Was muß ich tun, wenn ich hier heilend eingreifen will? Ich muß zu früheren Zuständen der Erdentwickelung zurückgehen, wo auf der Erde noch nicht diejenigen Organismen vorhanden waren, wie sie heute da sind; ich muß irgendwo nachschauen, wo etwas ist, was der letzte Rest, das Überbleibsel, die Erbschaft von früheren Er­denzuständen ist. Da komme ich darauf, daß es diejenigen Pflanzen sind, die als Parasiten, als Viscumbildungen, als Mistelbildungen auf den Bäumen wachsen, die es nicht dazu gebracht haben, im Erdboden zu wurzeln, sondern auf Lebendigem wuchern müssen. Warum müs­sen sie das? Weil sie sich eigentlich entwickelt haben, bevor unsere Erde diese feste mineralische Erde geworden ist. Ich sehe heute in der Mistel das, was nicht reine Erdenbildung hat werden können; es muß auf der fremden Pflanze aufsitzen, weil das Mineralreich am letzten in der Erdentwickelung entstanden ist. Und in der Mistelsubstanz ha­ben wir das, was in der entsprechenden Weise verarbeitet, sich als Heilmittel gegen die Karzinombildung darstellt, das die Sinnesorgan­bildung an falscher Stelle innerhalb des menschlichen Organismus aus­treibt. - Die Natur durchschauen, bedeutet, die Möglichkeit zu haben, dasjenige zu bekämpfen, was aus der normalen Entwickelung irgend­wie im krankhaften Zustande herausfällt. Der Mensch wird zu stark Erde, indem er die Krebsbildung in sich hat; er bildet zu stark die Erdkräfte in sich aus. Diesen übertriebenen Erdkräften muß man die­jenigen Kräfte entgegensetzen, die einem Zustande der Erde entspre­chen, wo das Mineralreich und die heutige Erde noch nicht da waren.

#SE319-200

Deshalb arbeiten wir auf dem Boden anthroposophischer Forschung das Karzinommittel aus in einem bestimmten Viscumpräparat. Und es wird dadurch ganz zweifellos aus der Anschauung der Wesenheit dieser Krankheit das Heilmittel gefunden, das die gewöhnlichen Hei­lungsprozesse, die Operationsprozesse, allmählich unnötig machen wird.

Damit habe ich Ihnen Details angegeben. Ich könnte dem noch vieles hinzufügen, denn unsere Heilmittel sind schon in großer Anzahl vorhanden. So könnte ich zum Beispiel folgendes zeigen: Indem es möglich ist, daß die Stoffwechsel-Gliedmaßenorganisation einstrahlt in der äußersten Peripherie in die Sinnesorganisation hinein, kommt dies in einer bestimmten Form von Erkrankung zum Ausdruck, und zwar im sogenannten Heuschnupfen. Da haben wir das Umgekehrte von dem, was ich vorhin gezeichnet habe: wenn die Nerven-Sinnes-organisation gewissermaßen hinunterrutscht in die Stoffwechsel-Glied­maßenorganisation, so hat dies Geschwulstbildung zur Folge; geht die Stoffwechsel-Gliedmaßenorganisation dagegen in die Nerven-Sinnes-organisation hinein, so bekommen wir solche Erscheinungen, wie sie zum Beispiel im Heuschnupfen vorliegen. Bei diesem handelt es sich darum, jene zentrifugalen Prozesse, wo die Stoffwechsel-Gliedmaßen­tätigkeit zu stark nach der Peripherie des Organismus hingelenkt ist, zu paralysieren durch etwas, was die ätherischen Kräfte wiederum zurückdrängt. Wie versuchen das mit einem Präparat, das gewonnen wird aus solchen Früchten, die sich mit bestimmten Schalenbildungen umkleiden, wo durch die Schalenbildung das Ätherische im Stoff­wechsel zurückgetrieben wird. Wir setzen in unserem Präparat den zu stark auftretenden zentrifugal wirkenden Kräften im Heuschnupfen andere, stark zentripetal wirkende Kräfte entgegen, die die ersteren bekämpfen. Man durchschaut ganz genau den pathologischen und den Heilungsprozeß. Und wir können ja darauf hinweisen, wie gerade die schönsten Erfolge mit unseren Heilmitteln auf solchen Gebieten zu ver­zeichnen sind, mit denen man kaum so leicht heute etwas anzufangen weiß. Auf dem Gebiete der Heuschnupfenbekämpfung zum Beispiel sind sehr schöne Erfolge gerade mit den Präparaten erzielt worden, die aus dem angegebenen Gesichtspunkte heraus gewonnen worden sind.
[*/quote*]


Falls Sie sich wundern, was dieser Irrsinn sein soll: Es ist anthroposophische Medizin! Es ist das, was anthroposophische Ärze im Hirn haben, wenn sie über Medizin schwafeln.

Es geht im vorliegenden Text um die "Mistel".

Steiner: "Der Mensch wird zu stark Erde, indem er die Krebsbildung in sich hat; er bildet zu stark die Erdkräfte in sich aus. Diesen übertriebenen Erdkräften muß man die­jenigen Kräfte entgegensetzen, die einem Zustande der Erde entspre­chen, wo das Mineralreich und die heutige Erde noch nicht da waren."

Wegen dieser Idiotie werden Mistelpräparate gemacht. Wegen dieser Idiotie!

Hier einer der vielen Beweise:

[*quote*]
Anthroposophische Medizin
P. Heusser: Die wissenschaftlichen und weltanschaulichen Grundlagen der anthroposophisch
orientierten Medizin; in: W.F. Jungi, H.-J. Senn: Krebs und Alternativmedizin II, Heidelberg 1990

„Gesundheit und Krankheit sind nicht das Ergebnis einer mechanischen
Sollwerteinstellung, sondern Ausdruck für ein jeweils differenziertes
Verhältnis zwischen physischer, lebendiger, seelischer und geistiger
Organisation des Menschen. Ein Gallenstein ist z.B. eine dem Leben
entfallene anorganischen Bildung. Etwas anderes ist das Karzinom, bei
dem das Emanzipierte belebt ist, wenn auch auf pathologische Weise,
und wo sich dieses Eigenleben dem Gesamtleben des Organismus
entzieht. Was die Naturwissenschaft materiell als Initiation und
Promotion etc. im Tumorgeschehen beobachtet, ist die Folge eines
Prozesses, an dem auch übermaterielles Geschehen, zunächst der
Ätherleib, beteiligt ist. Man beachte z.B., dass einige Onkoproteine
Regulatorfunktionen ausüben, die mit Wachstumsvorgängen im
Zusammenhang stehen.“
[*/quote*]


Das Buch ist mit der Google-Suche auch bei books.google.com zu finden.

https://books.google.de/books?id=jAPNBgAAQBAJ&pg=PA37&lpg=PA37&dq=Gesundheit+und+Krankheit+sind+nicht+das+Ergebnis+einer+mechanischen+Sollwerteinstellung,&source=bl&ots=uUwNa7oSHa&sig=hjP58Ufuh_pDxbLcBS7aLnnwjII&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjxhvWF-_zcAhVSa1AKHWpGAqoQ6AEwAHoECBEQAQ#v=onepage&q=Gesundheit%20und%20Krankheit%20sind%20nicht%20das%20Ergebnis%20einer%20mechanischen%20Sollwerteinstellung%2C&f=false

Ein bißchen mit dem Mauszeiger hochschieben, dann kommt weiter unten in der Seite die entsprechende Passage.



GROSS:
http://www.transgallaxys.com/~aktenschrank/Anthroposophie_Gummizelle_mit_Doktorhut_Professur_und_Firmenspenden/Heusser_WAHNSINN_ANTHROPOSOPHIE_Screenshot_0.jpg



Womit wir wieder bei der Frage sind, wer Erich Freisleben überhaupt ist.

In seiner Praxis bietet er als Arzt (!) an:

http://www.praxisfreisleben-lux.de/Spektrum.html

[*quote*]
    Vorsorgeuntersuchungen
    sämtliche Laborleistungen
    Impfungen
    EKG
    Langzeit-EKG
    Langzeitblutdruckmessungen
    Ergometrie
    Spirometrie
    Chirotherapie
    Eigenblutnosodenbehandlung
    Bachblütentherapie
    Kinesiologie

[*/quote*]



Er tritt als Referent auf:

http://hippokrates2punkt0.de/?page_id=121

[*quote*]
Referenten und Moderatoren des 1. Symposiums
[...]
Erich Freisleben, Dr. med. , Arzt für Innere Medizin,
Gründungsmitglied und Geschäftsführer des Netzwerkes Ganzheitsmedizin Berlin e.V.,
niedergelassen in Berlin-Mitte
[...]
[*/quote*]


In diesem Netzwerk, dem er angehört, schreibt er über sich:
 
http://www.netzwerk-ganzheitsmedizin-berlin.de/therapien.html

[*quote*]
Homoöpathie in Berlin

Name
Adresse
Qualifikationen / Schwerpunkte / Fachrichtung
Sprechzeiten

Herr Dr. med. Erich Freisleben
Föhrer Straße 7
13353 Berlin Wedding
Tel: 030 4539051
praxisfreisleben@web.de
http://www.praxisfreisleben-lux.de

anthroposophische Medizin

Bachblütentherapie

Homöopathie

Naturheilkunde


Mo 8-14 Uhr
Di 8-14 Uhr
Mi 14-19 Uhr
Do 8-12, 14-18 Uhr
Fr 8-12 Uhr
Bestellpraxis
[*/quote*]



Nein, auch da wird nichts aus dem Zusammenhang gerissen. Da sieht man in der Selbstdarstellung des Netzwerks, wie dieses Neztwerk gerne arbeiten möchte: der Patient wird in einer Kette von Einem zu Anderen weitergegeben. Dazu ist es sehr praktisch, Kassenzulassungen zu haben, und, natürlich, im Netzwerk zu sein.

http://www.netzwerk-ganzheitsmedizin-berlin.de/wer-sind-wir.html

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Home Wer sind wir? Unser Angebot Das Netzwerk Veranstaltungen

Wer sind wir?
Grundgedanken des Netzwerks

Die im Netzwerk Ganzheitsmedizin zusammengeschlossenen Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen haben einen Grundgedanken gemeinsam:

Nicht das Symptom, nicht das erkrankte Organ und nicht die Krankheit allein stehen im Mittelpunkt, sondern der erkrankte Mensch mit seinen körperlichen, seelischen, biographischen und sozialen Besonderheiten. Denn nicht selten entpuppt sich der scheinbar zufällige biologische Defekt als Ausdruck eines Ungleichgewichts im inneren Gefüge des Menschen. Das therapeutische Bemühen ist auf ein ganzheitliches Verständnis des Menschen und seiner krankmachenden Einflüsse bemüht. Die Behandlung erweitert eine fundierte klassische Medizin um naturheilkundliche, anthroposophische, homöopathische und psychotherapeutische Therapieelemente und kann diese sogar manchmal durch schonendere „sanfte“ Methoden ersetzen.

Unsere Bemühungen um eine bessere medizinische Versorgung
Julian Schily
Geschäftsführer

Das Netzwerk Ganzheitsmedizin hat sich zum Ziel gesetzt, ganzheitliche medizinische Leistungen für Kassenversicherte genauso wie für Privatversicherte zur Verfügung zu stellen. Da diese Erweiterung der Medizin in der Versorgung der gesetzlichen Krankenversicherung nicht vorgesehen ist, müssen hierfür besondere Verträge mit einzelnen Krankenkassen geschlossen werden. (siehe Link Versorgungsangebot)
Unsere Kooperation

Dr. med. Erich Freisleben
Geschäftsführer

Wir Hausärzte, Fachärzte, Krankenhauseinrichtungen und Therapeuten tauschen uns untereinander über die neusten naturwissenschaftlichen wie auch über die naturheilkundlichen Therapiemöglichkeiten aus und bilden uns fortlaufend weiter. Das Netzwerk stellt allen Kooperationspartnern wichtige Informationen zur Verfügung und sorgt für eine lebendige fachliche Kommunikation. Wir bemühen uns, Informationen, die die Behandlungsergebnisse verbessern können, allen Beteiligten zur Verfügung zu stellen. Manchmal können wir auch Patienten in einer therapeutischen Kette von unseren Partnern gemeinsam behandeln.

Unsere Vision ist, für Ärzte, Therapeuten und Laien eine gemeinsame Vernetzung zum Thema einer ganzheitlichen  Medizin zu schaffen. Diese soll in einem weiteren Schritt auch eine Basis für eine zeitgemäße Evaluation dieser Medizin und ihrer speziellen Therapiemethoden bieten.

Unser Verhältnis zu den Krankenkassen
Dr. med Rainer Stange
Geschäftsführer

Wir sind grundsätzlich bereit, mit jeder Krankenkasse zu kooperieren. Unser Bestreben ist es, die vorhandenen finanziellen Mittel für die medizinische Versorgung so optimal einzusetzen, dass ein genügender Spielraum für die Anwendung naturheilkundlicher Methoden zur Verfügung steht. Da der ganzheitliche Behandlungsansatz in der Regel zu einer nachhaltigeren Gesundung führt, ist dadurch langfristig mit einer Entlastung des Leistungsbedarfs zu rechnen.
Historie, Entwicklung und Struktur des Netzwerks Ganzheitsmedizin Berlin gGmbH
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    Kontakt Impressum Login

© 2013 Netzwerk Ganzheitsmedizin Berlin gGmbH
Kladower Damm 221 14089 Berlin
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Wie schön. Ein echtes Netzwerk. Normalerweise wird doch immer vertuscht, wie stark vernetzt die Esoteriker sind. Und Anthroposophen SIND Esoteriker. Was die im Hirn haben: siehe oben. Aber ich kann es gerne noch einmal zitieren:



Wahnsinn. Nichts als blanker Wahnsinn.

Aber das steht im Tagesspiegel Berlin natürlich nicht drin.


Dafür steht in der taz etwas, das unbedingt ebenfalls als Beweisstück zu den Akten kommt:

http://www.taz.de/!537531/

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Mehr Anthro-Medizin

Anthroposophisch orientierte Kliniken und Praxen setzen auf ganzheitliche Behandlung aus einer Hand. Von dem Netzwerk sollen Patienten, Krankenhäuser, Ärzte und Krankenkassen profitieren

VON GISELA BAUDY

Anthroposophisch orientierte Kliniken gehen neue Wege: Seit Januar läuft in den Gemeinschaftskliniken (GK) Havelhöhe und Herdecke sowie in der Filderklinik ein Pilotprojekt zur ganzheitlichen Geburtshilfe. Im Herbst startet ein Angebot zu Depression, weitere zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Brustkrebs sind in Planung. Teilnehmen dürfen bislang Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK). Mitglieder anderer Krankenkassen sollen folgen – wenn es nach dem Willen der Initiatoren geht.

Hinter den Projekten steht das „Netzwerk Ganzheitsmedizin“, ein Zusammenschluss der drei anthroposophisch orientierten Krankenhäuser in Berlin, Herdecke und Stuttgart sowie der Abteilung Naturheilkunde des Immanuel-Krankenhauses in Berlin und derzeit rund 150 niedergelassenen Ärzte. „Wir wollen, was die Versicherten wollen: eine dem Menschen zugewandte Medizin“, sagt Erich Freisleben, einer der beiden Geschäftsführer des Netzwerks. Studien geben ihm Recht: Nach einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahre 2000 wünschen knapp 90 Prozent der Deutschen neben der Schulmedizin Therapien, die den Anspruch haben, nicht nur auf Symptome zu blicken, sondern auf den ganzen Menschen mit Körper, Seele und Geist. Dazu zählen medizinisch anerkannte Verfahren wie anthroposophisch erweiterte Medizin, Naturheilkunde und Homöopathie. 90 Prozent der Behandelten machen mit Ganzheitsmedizin positive Erfahrungen, stellte das Institute of Clinical Economics 2004 fest. Das Netzwerk will deshalb auch erreichen, „dass ganzheitlich orientierte Medizin im System der gesetzlichen Krankenversicherung verbleibt“, sagt Freisleben.

Wichtige Säule des Netzwerks Ganzheitsmedizin ist die politisch gewollte stärkere Verzahnung von Behandlungen in Praxen und Krankenhäusern. Bei dieser so genannten integrierten Versorgung verpflichten sich niedergelassene Mediziner und Klinikärzte zu enger Zusammenarbeit. „Wir müssen die bisher üblichen Brüche zwischen stationärem und ambulantem Bereich vermeiden“, sagt Peter Zimmermann, Vorstandsmitglied des GK Herdecke. So könnten Patienten nach einem Klinikaufenthalt weiter ganzheitlich betreut werden.

Beispiel Geburtshilfe: „Krankenhausarzt, ambulanter Gynäkologe und Hebamme bilden hier ein Team“, erklärt Zimmermann. Sie treffen sich monatlich, entwickeln Kriterien für die Beratung und Behandlung von Schwangeren, diskutieren Fälle gemeinsam. Vor der Geburt arbeiten Gynäkologe und Hebamme eng zusammen. Sie besprechen mit der Frau, ob das Kind in einer Klinik oder zu Hause auf die Welt kommen soll. Spezielle Kurse bereiten Eltern auf die Geburt und das Leben danach vor. Neu ist eine so genannte aufsuchende Familienberatung: Nach der Geburt kommt ein Team-Mitglied bis zu fünfmal nach Hause und berät die Frau oder das Paar in Fragen zum Stillen oder Erziehen. Die Geburt selbst folgt anthroposophischen Leitlinien. „Wir sind für Eltern da, die ihr Kind in einem geschützten familiären Raum zur Welt bringen wollen. Und wir propagieren eine natürliche Geburt“, sagt Albrecht Diller, Klinikdirektor der Filderklinik. Heileurythmische Übungen sollen der Frau helfen, die Geburt ihres Kindes bewusst zu erleben und mitzugestalten. Bei Beschwerden werden auch anthroposophische, homöopathische oder naturheilkundliche Medikamente eingesetzt. Nach der Geburt sind Eltern und Kind in den ersten zwei Stunden völlig ungestört. Oft darf der frisch gebackene Vater über Nacht im Zimmer bleiben.

Durch die integrierte Versorgung des Netzwerks Ganzheitsmedizin sollen alle Beteiligten gewinnen – so die Grundidee: Versicherte werden durch ein kompetentes Ärzteteam gut betreut und bekommen eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte ganzheitliche Behandlung. Niedergelassene Ärzte greifen auf Vorbefunde zurück und haben so Zeit für intensive Gespräche mit ihren Patienten. Der ganzheitliche Ansatz erhöht den Behandlungserfolg; das bindet Menschen. Krankenhäuser können weiterhin eine ganzheitliche Versorgung garantieren. Durch die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten wollen sie außerdem kürzere Behandlungszeiten und leere Betten kompensieren. Sie hoffen auf neue Patienten und Marktanteile. Krankenkassen profitieren durch wegfallende Doppeluntersuchungen und indem sie ihren Versicherten Therapien erstatten, die diese sonst aus eigener Tasche zahlen müssten. Ein Marketinginstrument, das Kunden anzieht. Das Netzwerk hofft jedenfalls, dass noch andere Versicherungen als die TK das so sehen und mit ihm Verträge abschließen.

Weitere Informationen:
http://www.netzwerk-ganzheitsmedizin-berlin.de
http://www.havelhoehe.de
http://www.filderklinik.de
http://www.gemeinschaftskrankenhaus.de
http://www.tk-online.de
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Sowohl der Mißbrauch der Statistik kommt vor als auch die Namen der beteiligten Kliniken. Darunter: Havelhöhe...

Achten sollte man als Patient vor allem auch auf das:

"Krankenkassen profitieren durch wegfallende Doppeluntersuchungen und indem sie ihren Versicherten Therapien erstatten, die diese sonst aus eigener Tasche zahlen müssten."

Wer im Netzwerk gefangen ist, der ist gefangen, Da wieder herauszukommen, ist für Kranke schwer. Die meisten ahnen nicht einmal, worauf sie sich da eingelassen haben.

Einmal Wahnsinn, immer Wahnsinn...
« Last Edit: September 09, 2018, 03:06:28 AM by Krokant »
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