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Author Topic: Deutscher Naturheilbund + seine besondere Rolle beim Patienten-Bescheißen-Bingo  (Read 106 times)

Thymian

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In http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=10850.0 hat Ayumi ein Paket aufgemacht:

"Okay, für die üblichen Verdächtigen kam eine Geschenksendung, die hiermit ausgepackt wird.  8) "

Da sind mehrere Teile drin. Die können auch alle ruhig da bleiben, wo sie sind. Skeptiker-Kinderkram und so'n krauses Zeug. Aber dieses eine Stück, das kommt hier in die Zertrümmerungsanalytik. Weil es hier hin gehört. Weil es um die Homöopathiemafia geht.


Schwester Luzifer! DEN LURCH!


Gucken wir mal rein in den Karton:

http://scienceblogs.de/gesundheits-check/2019/06/06/naturheilkunde-noch-mehr-binnenkonsens/

[*quote*]
Naturheilkunde: Noch mehr Binnenkonsens?
Von Joseph Kuhn / 6. Juni 2019 / 76 Kommentare

Im Arzneimittel- und Sozialversicherungsrecht genießen die sog. „besonderen Therapierichtungen“ (Homöopathie, anthroposophische Medizin und Phytotherapie) bekanntlich eine Privilegierung. Sie müssen ihre Wirksamkeit und ihren Nutzen nicht in gleicher Weise nachweisen wie andere Verfahren.

In einem offenen Brief an die gerade tagende 92. Gesundheitsministerkonferenz
https://www.naturheilbund.de/leipzig-offener-brief-an-die-92-gesundheitsministerkonferenz/
hat der Deutsche Naturheilbund unter Bezug auf die WHO-Initiative zur Förderung von Verfahren der traditionellen Medizin nun gefordert, für naturheilkundliche Verfahren, was auch immer darunter fallen mag, Sonderregelungen zu schaffen und die Finanzierung durch die Krankenkassen nicht mehr von Bewertungen des IQWIG und Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses abhängig zu machen. Deren „propagierte Unabhängigkeit“ sei infrage zu stellen:

    „Wir wünschen uns daher sowohl eine anerkennende Wertschätzung der Naturheilkunde als Traditionelle Europäische Medizin in der deutschen Gesetzgebung, als auch die Bereitstellung von Forschungsmitteln für diesen Bereich. Hierfür ist es unseres Erachtens zwingend, den hoch-individuellen Ansatz und die speziellen Prinzipien der Traditionellen Europäischen Medizin anzuerkennen.

    Die alleinige Beurteilung der Verfahren durch das IQWIG und den G-BA kann dem nicht gerecht werden. Die offen propagierte Unabhängigkeit dieser Institute müssen wir in Frage stellen, da weder Vertreter von naturheilkundlichen Organisationen wie dem DNB, noch Vertreter naturheilkundlicher Berufe einschließlich der ganz wenigen naturheilkundlichen Stiftungsprofessuren an deutschen Universitäten oder politische Vertreter in diesen Gremien vertreten sind.“


Die Naturheilverbände streben offensichtlich eine Erweiterung der Binnenkonsensregelungen im Gesundheitswesen an. Mancher Gesundheitsminister wird darin möglicherweise ein interessantes Instrument der politischen Landschaftspflege sehen, die Naturheilverbände repräsentieren ja durchaus ein relevantes Wählerklientel, aber die evidenzbasierte Medizin würde damit einmal mehr ausgehebelt. Tradition statt Evidenz ist keine gute Maxime, sondern der Rückweg in die Vergangenheit.


Kommentare (76)
[*/quote*]

Den Link habe ich nachgetragen. Der hat gefehlt:

https://www.naturheilbund.de/leipzig-offener-brief-an-die-92-gesundheitsministerkonferenz/

Das hätte uns noch gefehlt, daß der fehlt. 8)

Bei der Kindergartentruppe vom Joseph Kuhn, da fehlt nämlich etwas. Etwas ganz entscheidendes. Die Frage und die Antwort, wer denn dieser "Naturheilbund" überhaupt ist.


[Typo geixt. J.]
« Last Edit: June 14, 2019, 10:29:14 PM by Julian »
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.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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Thymian

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Der Deutscher Naturheilbund und seine Hintermänner
« Reply #1 on: June 14, 2019, 04:39:01 AM »

In dem Link https://www.naturheilbund.de/leipzig-offener-brief-an-die-92-gesundheitsministerkonferenz/ ist praktischerweise die Domain drin, die wir uns ansehen müssen:

https://www.naturheilbund.de

Die Website ist schon mal der totale Horror. Mit Shop (echt, die haben einen Shop!) und noch mehr aus dem Gruselkabinett. Könnten die glatt auf der Kirmes aufstellen neben der Geisterbahn.


Die haben einen Vorstand und sogar einen wissenschaftlichen Beirat. Aber was für einen!

https://www.naturheilbund.de/der-dnb/vorstand/

[*quote*]
Deutscher Naturheilbund eV

    DER DNB
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Erste Vizepräsidentin: Ursula Gieringer
Zweite Vizepräsidentin: Prof. Dr. med. Karin Kraft
Schatzmeister: Harald Welzel
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Aktuelle Satzung
Veranstaltungen

Juni, 2019

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14
Jun
Chronisch-schmerzhafte Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen naturheilkundlich behandeln19:30 - 21:30 Bürgerzentrum West, Bebelstraße 22, 70193 Stuttgart
Veranstalter:
Naturheilgesellschaft Stuttgart eV

15
Jun
Gesundheitskino: "Wir impfen nicht" 15:00 - 19:00 Seminarraum Torhaus West im Schloss Bauschlott, Am Anger 70; 75245 Neulingen-Bauschlott
Veranstalter:
Freundeskreis Naturheilkunde im Schloss

16
Jun
Baumkundlicher Spaziergang durch den Gernsbacher Kurpark11:00 Treffpunkt Parkplatz Eingang Kurpark Gernsbach
Veranstalter:
NHV Karlsruhe

17
Jun
Histamin-Intoleranz: Die 1000 Gesichter der Histaminose18:00 - 19:45 Brenzhaus, Mauerstraße 5, 74523 Schwäbisch Hall
Veranstalter:
Volkshochschule SHA in Kooperation mit dem Naturheilverein Schwäbisch Hall e.V. und der Evangelischen Familienbildung SHA

19
Jun
Arthrose vorbeugen - Beweglichkeit verbessern20:00 Kulturscheune Viernheim, Wasserstr. 22
Veranstalter:
Naturheilverein Viernheim, Weinheim u. Umgebung e.V.

21
Jun
Wildkräuter-Exkursion in den Schlosspark mit anschließender Verkostung (Copy)10:00 - 13:00 Seminarraum Torhaus West im Schloss Bauschlott, Am Anger 70; 75245 Neulingen-Bauschlott
Veranstalter:
Freundeskreis Naturheilkunde im Schloss

22
Jun
Shinrin-yoku - Waldbaden, Erlebnisspaziergang mit Annette Söllner10:00 - 16:00 Treffpunkt Parkplatz Schotterwerk Kaltenbach, Cresbacher Straße, 72280 Dornstetten
Veranstalter:
Naturheilverein Freudenstadt

27
Jun
Durch positives Denken sich selbst lenken19:30 Konferenzsaal Stauferklinikum, NHV Mutlangen
Veranstalter:
Freundeskreis Naturheilkunde Mutlangen

29
Jun
Baden-Württembergischer Wildkräuterkongress in Schwäbisch Hall - ANMELDUNG ERFORDERLICH!!!1:00 - 23:55 Kulturscheune ZukunftsWerk Teurershof e. V., Teurerweg 2, 74523 Schwäbisch Hall
Veranstalter:
https://www.kräuterpädagogen-baden-württemberg.de

29
Jun
Qigong – Gesundheitsfördernde Bewegungsübungen9:30 - 11:00 Max-Born-Gymnasium, Projektsaal, Maubacher Straße 60, 71522 Backnang
Veranstalter:
NHV Backnang

29
Jun
Ausflug ins Naturheilsanatorium Christina Leser - Casa Medica -, Elztal-Dallau14:30 - 19:00 Naturheilsanatorium Christina Leser, Naturheilsanatorium Leser Obere Augartenstraße 36 74834 Elztal
Veranstalter:
NHV Mosbach


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Tel.: 07237 4848-799
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    Datenschutz
    Kontakt
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    Datenschutz
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[*/quote*]


Impfgegner! "Gesundheitskino: "Wir impfen nicht" " Das läßt ja schon mal sehr tief blicken. Und diese Typen schreiben einen offenen Brief an die gerade tagende 92. Gesundheitsministerkonferenz:

https://www.naturheilbund.de/leipzig-offener-brief-an-die-92-gesundheitsministerkonferenz/

Wieso ist dem Joseph Kuhn das nicht aufgefallen? ? ?

Aber egal, wir haben es entdeckt. It's time for Sushi!
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.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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Thymian

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Der Deutsche Naturheilbund und der Fall des Dr. med. Karl-Heinz Friese
« Reply #2 on: June 14, 2019, 05:14:48 AM »

Friese, der "Dr. med. Karl-Heinz Friese", der sitzt beim Naturheilbund im wissenschaftlichen Beirat, ist bei Scienceblogs kein Unbekannter. Im Blog von Ulrich Berger wurde er 2011, das ist 8 Jahre her, mit Entsetzen zur Kenntnis genommen:

http://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2011/04/04/bericht-zur-woche-der-homoopathie/


Das TG-1 kennt den Herrn Doktor Friese noch viel länger. Bereits in 2005 wurde er aktenkundig:

Die Ärztekammern: DIE Organisation und Schutzschild der Mafia
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=136.0

Noch früher ging nicht, weil die erste Dominatrix das TG-1 erst in 2005 gestartet hat.  8)

Das sieht man auch an der Nummer: Das Topic hat die Nummer 136. Jetzt sind wir schon bei über 10800.

2006, a bisserle später, gab es Zoff beim Ärzteblatt:

https://www.aerzteblatt.de/forum/71781

[*quote*]
H2SO4
am Mittwoch, 11. Oktober 2006 um 23:20
Re: An die eigene Nase fassen

Sehr schlau.

Genau so sieht das aus.

Idiotische Veranstaltungen ziehe ich Ihnen im Sekundentakt aus dem Angebot der Ärztekammern. Hier konnte man lernen, wie man Kindern das Mastoid abfaulen läßt:

http://www.transgallaxys.com/~phiola/kongress2.htm

Die Antworten des Irren auf die Anwürfe:

http://www.transgallaxys.com/~phiola/friese.htm

Einen TÜV für den Ärzte-TÜV!

H2SO4
[*/quote*]


Der Friese, dieses Herzchen, den haben wir auf Transgallaxys seit 2005 für Phiola im Archiv:

http://www.transgallaxys.com/~phiola/  HE HE HE HE  ;D ;D ;D ;D ;D ;D ;D


Das sollte man lesen. Was die dem Friese, dem Herrn Doktor, um die Ohren gehauen hat, das sollte man lesen. Es ist mir ein ganz besonderes Vergnügen, dieses Stück aus Phiolas Archiv zitieren.
 
Phiola, this is your day.


http://www.transgallaxys.com/~phiola/friese.htm

[*quote*]
Offener Brief an Dr. med. Karl-Heinz Friese, HNO / Weil der Stadt

Per E-Mail, am 22.10.2005

Sehr geehrter Herr Dr. Friese,

ich möchte Ihnen heute gerne Phiola vorstellen. Phiola ist eine Homepage die sich mit der Homöopathie auseinandersetzt:

http://www.transgallaxys.com/~phiola/

Ich wurde auf Sie aufmerksam, weil Sie auf einem homöopathischen Kongress Folgendes verlauten ließen: "Antibiotika sind nach Ansicht von Friese bei Otitis media nur dann indiziert, wenn eine Mastoiditis vorliegt."

Diese Aussage wurde in der "Ärztezeitung" am 19.10.2005 veröffentlicht und somit einem Großteil der Ärzteschaft zugänglich gemacht.

http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/10/19/187a1401.asp?cat=/medizin

So habe ich mich entschieden, Ihnen einen offenen Brief zukommen zu lassen, denn ich habe ein paar Fragen an Sie, über deren Beantwortung ich mich freuen würde:

    Warum behandeln Sie eine Mastoiditis nicht auch homöopathisch?
    Warum kommt bei Ihnen in diesem Falle die Schulmedizin zum Einsatz, obwohl diese gemäß der homöopathischen Lehre nur unterdrückt?
    Warum wirkt die Homöopathie, gemäß Ihren Ausführungen, bei einer vereiterten Mittelohrentzündung, jedoch nicht bei einem vereiterten Knochen in Hirnnähe?
    Oder umgekehrt: Woher wissen Sie, daß die Homöopathie bei einer vereiterten Mittelohrentzündung wirkt, aber bei einem vereiterten Knochen nicht?
    Glauben Sie an die Homöopathie?

Einer Antwort von Ihnen sehe ich mit Spannung entgegen.

Mit freundlichen Grüßen,

Phiola

P:S: Die Veröffentlichung dieser Anfrage finden Sie unter http://www.transgallaxys.com/~phiola/mail_friese.htm

 

Herr Dr.Friese war so freundlich mir am 23.10.2005 zu antworten. Er schrieb Folgendes (ich lasse den Header der Nachricht aus Datenschutzrechtlichen Gründen weg):

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

ich möchte Ihre Fragen wie folgt beantworten:

1. Eine Mastoiditis lässt sich oft auch homöopathisch behandeln, das
Hauptmittel wäre Capsicum. Es kommt auf das Ausmaß der Mastoiditis an.
Wenn hinter dem Ohr eine Schwellung auftritt, die Ohrmuschel absteht
und sich röntgenologisch die Knochenzellen hinter dem Ohr auflösen, ist
meiner Einschätzung eine antibiotische Behandlung angezeigt. Es besteht
bei dieser Form akute Lebensgefahr.

2. Manchmal muss man auch zu unterdrückenden Medikamenten greifen, aber
nur nach sorgfältiger Abwägung.

3. Dies zeigt die Erfahrung. Wenn sich nach einer Mittelohrentzündung in
vielleicht einem von 1000 Fällen der Eiter im Knochensystem festgesetzt
hat, liegt eine schwere Komplikation vor, die sich einer
Therapie mit regulativen Medikamenten, und dies sind Homöopathika,
entziehen.

4. Meine Erfahrung mit akuten Mittelohrentzündungen ist aufgrend der
hohen Inzidenz sehr hoch, bei der Mastoiditis gering.

5. Nein. Homöopathie ist keine Glaubensfrage. Sie wirkt ohne Glauben.
Davon kann ich mich dann täglich überzeugen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med.Karl-Heinz Friese
www.dr-friese.de

24.10.2005 Antwort von mir, ebenfalls per Mail:

 

Sehr geehrter Herr Dr. Friese,

vielen Dank für Ihre freundliche Antwort. Gleichwohl ich etwas irritiert bin.
Sie schrieben:

>1. Eine Mastoiditis lässt sich oft auch homöopathisch behandeln, das
>Hauptmittel wäre Capsicum. Es kommt auf das Ausmaß der Mastoiditis an.
>Wenn hinter dem Ohr eine Schwellung auftritt, die Ohrmuschel absteht
>und sich röntgenologisch die Knochenzellen hinter dem Ohr auflösen, ist
>meiner Einschätzung eine antibiotische Behandlung angezeigt. Es besteht
>bei dieser Form akute Lebensgefahr.

Wenn ich jedoch meinen Organon aufschlage und die Homöopathie richtig verstanden habe, hat diese nichts mit Lebensgefahr oder nicht zu tun, wenn ich nur das ähnlichste aller Mittel finde.
So schreibt Hahnemann:

<Zitat>
Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all´ ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur, auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische, und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische. Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen!
</Zitat>

Ich finde als Homöopath sollte man Hahnemann vertrauen. Warum wählt ein homöopathisch arbeitender Arzt gerade dann, wenn Lebensgefahr besteht, die schlechtere Medizin, nämlich die, die nicht heilen kann?
Sie sehen das völlig richtig. Eine Mastoiditis ist eine lebensgefährliche Angelegenheit, die erst recht außerordentlicher Heilung bedarf.
Mit allöopathischem Aktionismus macht man sich doch nur den Patienten unzugänglich für die göttliche Homöopathie.

>5. Nein. Homöopathie ist keine Glaubensfrage. Sie wirkt ohne Glauben.
>Davon kann ich mich dann täglich überzeugen.

Sie werden zugeben: Ihre Überzeugung läßt zu wünschen übrig. Es gibt in Wirklichkeit keinen Grund warum man eine Mastoiditis nicht mit Homöopathie behandeln sollte, wenn man denn an die Homöopathie glaubt, außer einem:
Man ist sich bewußt darüber, daß die Homöopathie nicht wirklich wirkt und verließ sich bei allem was man vorher homöopathisch unternommen hat, auf die nicht seltenen Selbstheilungen bei Otitis media.

Wenn eine Mastoidits auftritt, hat man sich eindeutig zu lange darauf verlassen und es ist mit keiner einzigen verfügbaren Leitlinie übereinzubringen, daß man erst ein Antibiotikum verschreibt, wenn eine so schwerwiegende Komplikation wie eine Mastoiditis auftaucht.

Hochachtungsvoll,

Phiola

[*/quote*]


Womit ich wieder daran erinnern möchte, worum es geht: um die Gesundheit von Kindern. Und um einen "Naturheilbund", dessen wissenschaftlicher Beirat einen "Doktor" hat, dem ich keine Kinder anvertrauen würde. NIE IM LEBEN !!!


[add me too. J.]
« Last Edit: June 14, 2019, 10:08:55 PM by Julian »
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.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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Thymian

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.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
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