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Author Topic: Es gibt zwei sehr informative neue Artikel zum Gelsenkirchener Klinikskandal  (Read 30 times)

Thymian

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Update auf http://www.Klinikskandal.com

Es gibt zwei sehr informative neue Artikel zum Gelsenkirchener Klinikskandal:

    "Übersichtsartikel zum Gelsenkirchener Klinikskandal"
    http://www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm

    "Chronik des Gelsenkirchener Klinikskandals"
    http://www.reimbibel.de/Chronik-des-Gelsenkirchener-Klinikskandals.htm
    Aktueller Stand: 14.9.2019
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.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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Julian

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Ich übernehme das. Die Formatierung der Tabelle wird ruiniert, aber das macht nichts. Die Tabelle sieht man sich im Original an.

http://www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm

[*quote*]

DER GELSENKIRCHENER KLINIKSKANDAL

Eine Kritik des pseudomedizinischen „Gelsenkirchener Behandlungsverfahrens“ (GBV) der Kinderklinik Gelsenkirchen zur angeblichen Heilung von Asthma und Neurodermitis

 

Verfasser:

Apl. Prof. für Medizinische Psychologie Dr. rer. nat. Wolfgang Klosterhalfen

Düsseldorf, 29.6.2019, zuletzt bearbeitet: 15.9.2019, E-Mail: wk@reimbibel.de

 

Dieser Übersichtsartikel im Internet:

www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm

www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.pdf

 

NEU:

www.reimbibel.de/Chronik-des-Gelsenkirchener-Klinikskandals.htm

www.reimbibel.de/Chronik-des-Gelsenkirchener-Klinikskandals.pdf

Beide Texte sollen weiterhin überarbeitet, ergänzt und aktualisiert werden.

 

Vorbemerkungen

 

Das „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ (GBV) der Städtischen Kinderklinik Gelsenkirchen (ab 2002: Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen) wurde von1980 bis 3/2008 ärztlich von Apl. Prof. Dr. Ernst August Stemmann und psychotherapeutisch von den Diplompsychologen Gerd Starzmann (1983-2007) und Dietmar Langer (ab 1991) geleitet. Ab 4/2008 leiten das GBV der Verhaltenstherapeut Dietmar Langer und der Kinderarzt Dr. Kurt-André Lion, der unter Stemmann ab 1992 zum Facharzt ausgebildet wurde und seit 2001 als Oberarzt im Rahmen des GBVs tätig ist. Unter Langer und Lion wurde das GBV in „Multimodale-3-Phasen-Therapie“ und „Stationäre Komplextherapie“ umbenannt und sein Anwendungsbereich erweitert. Ansonsten schließt es sich personell, ideologisch und methodisch nahtlos an das GBV an.

 

Neue Kritik am GBV bzw. der Vorgehensweise der Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen , aber auch viel Lob, hat ab Herbst 2018 der 90-minütige Dokumentarfilm „Elternschule“ hervorgerufen, der in Programmkinos sowie am 3.7.2019 im Ersten und am 13.7.2019 im Zweiten Deutschen Fernsehen gezeigt wurde. Er ist auch in einer zweistündigen Fassung als DVD erhältlich.

 

Als Kritiker an dem von Langer und Lion geradezu fabrikmäßig durchgeführten GBV sind Berufsverbände (Kinderärzte und –psychiater) sowie der Kinderarzt und bekannte Buchautor Dr. Herbert Renz-Polster hervorgetreten.

Siehe z.B. www.kinder-verstehen.de/aktuelles/elternschule-ein-rueckblick .

 

Das GBV habe ich schon in den Jahren 2004 bis 2008 – weitgehend erfolglos – in Rundschreiben und auf privaten Seiten der Universität Düsseldorf kritisiert. Die HHU Düsseldorf hat jedoch inzwischen alle privaten Seiten vom Netz genommen. Wegen des zurecht großen öffentlichen Interesses am therapeutischen Angebot der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen und einem skandalösen Mangel an journalistischer und behördlicher Aufarbeitung des seit dreißig Jahren andauernden Gelsenkirchener Klinikskandals habe ich mich nach langem – von der Klinik durch Drohungen mit Regressansprüchen erzwungenen - Schweigen entschlossen, erneut zu versuchen, zur Aufklärung über das teilweise immer noch pseudomedizinische Therapieangebot der Klinik beizutragen.

 
Zusammenfassung

 

Nach Ryke Geerd Hamer, dem 2017 verstorbenen mehrfach vorbestraften Krebsscharlatan und Begründer der „Germanischen Neuen Medizin“ (GNM) und Apl. Prof. Dr. Ernst August Stemmann, dem ärztlichen Direktor (1980-2004) und Abteilungsleiter (bis 3/2008) der Kinderklinik Gelsenkirchen, werden alle Krankheiten durch traumatisierende psychische Konflikte verursacht. Diese riefen je nach Art der „Gefühlsverletzung“ an spezifischen Stellen des Gehirns Läsionen („Hamersche Herde“) hervor. Neurodermitis (ND) entstehe durch „Trennungskonflikte“ bzw. „Trennungsangst“,  Asthma durch „Revierangstkonflikte“ bzw. „Revierangst“. Diese bizarren Hypothesen und die Behauptung, ND sei heilbar, wurden von Stemmann durch den Selbsthilfeverein „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“ (AuK), Vorträge, Interviews, Broschüren, selbstverlegte Bücher und das Internet verbreitet, aber wissenschaftlich nie belegt. Es gibt auch keine Begleitforschung zu negativen Effekten und Langzeitfolgen dieses ungewöhnlichen und rabiaten Therapieprogramms. Zeitungen und Fernsehsender haben überwiegend positiv über das GBV berichtet. Die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen hat sich bisher nicht öffentlich von ihrem ehemaligen ärztlichen Direktor distanziert. Sie hat bis heute nicht eingestanden, dass Stemmann ein Anhänger von Ryke Geerd Hamer bzw. der „Germanischen Neuen Medizin" war (und wohl noch ist).

 

Die Behauptung Stemmanns, durch das GBV würden innerhalb eines Jahres 80% der an ND erkrankten Kinder geheilt, wird nicht durch die beiden von der Klinik selbst durchgeführten Elternbefragungen gedeckt. Diese methodisch äußerst schwachen Studien berichten  gar nicht über Heilungen und belegen wegen zeitlicher Selektionseffekte, Spontanremissionen, völlig fehlender ärztlicher Diagnostik und anzunehmender Dankbarkeitseffekte noch nicht einmal, dass das GBV überhaupt bei der ND des Kindes therapeutisch wirksam war. Zur Wirksamkeit des GBVs bei Asthma wurde keine Studie vorgelegt. Kurzfristige Schädigungen von Kindern, Eltern und Krankenkassen sind offensichtlich eingetreten, langfristige Schädigungen von Kindern und Eltern zu befürchten. Durch das GBV und Stemmann wurde außerdem die gemeingefährliche GNM Hamers aufgewertet, s. z.B.                                      http://www.neue-medizin.de/html/dok_11.html .

 

Die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen hat noch 2017 auf ihrer Internetseite behauptet:

„Der psychosomatische Ansatz bei der Behandlung von Neurodermitis, Asthma, Allergien in der Kinderklinik Gelsenkirchen versprach Heilung - zumindest in 87 % der Fälle. Das schien geradezu unglaublich. Doch es funktionierte.“

https://web.archive.org/web/20170315030507/http://kjkge.de/Inhalt/Aktuelles_Presse/_Presse_Meldungen/AuK.php

 

Zum GBV haben sich 2005 Der Spiegel, der SWR und das Laborjournal kritisch geäußert.

Die Klinik hat zurecht darauf verwiesen, sie würde keine Computertomographien machen und ihre Therapiemethoden kämen nicht von Hamer. Zu dem von mir kritisierten Einfluss der Krankheitslehre Hamers auf Stemmann und das GBV und dem Vortäuschen von Heilungen von Asthma und ND hat sie sich jedoch nicht geäußert. Stattdessen wurde mir 2005 eine Unterlassungsklage angedroht. Auf der Homepage der Kinderklinik und in Zeitungsberichten wurde ich 2005 als Person angegriffen. Es handele sich um eine Diffamierungskampagne eines ehemaligen Mitarbeiters, der Stemmann persönlich schaden wolle. Juristische Schritte seien eingeleitet worden. Diese haben aber bis heute nicht zu einem Gerichtsverfahren geführt. Die Unterstellung, ich wolle Dr. Stemmann persönlich schaden, weise ich zurück, denn mein Ziel war und ist, Kinder, Eltern und Krankenkassen vor Schaden zu bewahren.

 

Behandlung der Neurodermitis durch Ernst August Stemmann an der Universitäts-

Kinderklinik Düsseldorf

 

Dazu teilte mir Prof. Dr. med. Dietrich Reinhardt, Direktor der Kinderklinik und Poliklinik des Klinikums der Universität München mit Schreiben vom 30.12.2004 mit:

„Ihre Anmerkungen zur Germanischen Neuen Medizin und den Einlassungen von Herrn Stemmann kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ich war, nachdem Herr Stemmann an die Gelsenkirchener Klinik berufen wurde, sein ehemaliger Assistent und dann Nachfolger in Düsseldorf, Leiter des pädiatrisch-pneumologischen Bereiches. Schon damals driftete Herr Stemmann zunehmend in Bereiche ab, die uns sehr wunderlich und vom Verständnis überhaupt nicht zugänglich waren. Seine Wunderheilungen der Neurodermitis beruhten weitgehend auf Spontanheilungen. Auch die Kasernierung der Mütter und ihrer Kinder über 5 Wochen einschließlich „profunder“ Kochkurse war höchst mysteriös, zumal die Mütter noch Schuldgefühle eingeimpft bekamen.

Die Methoden von Herrn Stemmann sind obskur, um nicht zu sagen gemeingefährlich. Ich habe es aufgegeben, mich damit zu befassen, zumal Herr Stemmann wohl irgendwann einmal in den Ruhestand eintreten wird. Auch vielen Dank für Ihr Manuskript, das ich mit Interesse und Genugtuung gelesen habe.“

 

 

Das GBV von 1980 bis 1990

 

Dazu schrieb E.A. Stemmann im Vorwort seines Buches „NEURODERMITIS IST HEILBAR. Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ im Januar 1987:

„Was also ist das Geheimnis der Neurodermitis? Sicher ist die Neurodermitis keine Erkrankung, deren Ursache in der Haut selbst begründet liegt. Ursache ist die Atopie. Der Neurodermitiker ist ein psychisch und mit seiner Haut überempfindlich reagierender Mensch, der zu Allergien neigt. Meidet man auslösende Faktoren wie psychische Spannungen, Allergene oder irritative Reize, so klingt die Neurodermitis ab. Heilbar wird sie erst, wenn es gelingt, den Atopiker in einen selbstsicheren, harmonischen Menschen zu verändern, der gesund lebt. Der Anspruch, den das vorliegende Behandlungsverfahren erhebt, ist enorm. Dennoch bezeugen die Behandlungsergebnisse, daß dieses hohe Ziel zu erreichen ist.“ (S. 4)

 

Das Literaturverzeichnis des Buchs enthält 35 Angaben, darunter keine Publikation, die die angebliche Heilung der ND durch das GBV behauptet oder belegt. Schon hier klingt an, dass therapeutische Misserfolge dem angeblich uneinsichtigen Patienten angelastet werden.

 

Zur Akzeptanz des Gelsenkirchener Behandlungsverfahrens in der Öffentlichkeit

 

In Zeitungs- und Medienberichten ist über das GBV bis einschließlich 2004 regelmäßig sehr positiv berichtet worden. Außerdem scheinen kurze Berichte und Vortragsankündigungen weitgehend unverändert von der Pressestelle der Klinik übernommen worden zu sein. Nach Erscheinen meiner Kritik und einer die problematische Persönlichkeit Stemmanns betonenden Kritik im Spiegel (s. unten) haben sich die Medien zunächst etwas mehr zurückgehalten.

 

Beispiele: „Bis zum Juni 1999 sind etwa 2500 allergiekranke Kinder stationär behandelt worden“ (WAZ, 19.6.1999: Eine Waffe gegen die Allergien. Prof. Stemmann kämpft). „Inzwischen haben sich jährlich bis zu 2000 Neurodermitispatienten aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland in Gelsenkirchen behandeln lassen“ (WAZ, Lokalausgabe Gelsenkirchen, 23.04.2004: Kinderklinik zieht um zum Bergmannsheil).           „Neurodermitis: Zwei Mütter wollen ihre guten Erfahrungen mit einer speziellen Behandlungsmethode an andere Betroffene weitergeben.“ (Abendblatt, 30.3.2005,

https://www.abendblatt.de/region/norderstedt/article108788764/Gelsenkirchener-Verfahren-Ihnen-hats-geholfen.html                                                                                                 „Verband hilft Eltern allergieplagter Kinder seit 25 Jahren“ (WAZ, 13.9.2016, https://www.waz.de/staedte/gelsenkirchen/verband-hilft-eltern-allergieplagter-kinder-seit-25-jahren-id12191864.html ).

Siehe auch: https://web.archive.org/web/20060515114703/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/WAZ-ueber-GBV.html

 

Auch bei vielen Eltern von Patienten, in der Lokal- und Landespolitik und bei den Kranken- kassen hat das GBV (bzw. dessen öffentliche Darstellung) Anerkennung und Zustimmung gefunden. So hat z.B. die Gesundheitsministerin von NRW, Frau Fischer, das Projekt „Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis (des atopischen Ekzems)“  „als beispielgebend und als eine Bereicherung für das Gesundheitswesen des Landes bewertet“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S.3]. Der eng mit der Kinderklinik bzw. Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen zusammenarbeitende Bundesverband  „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“ hatte 2007 etwa 50, inzwischen aber nur noch knapp 30 Ortsgruppen. Die Zahl der Mitglieder ist von ca. 2600 auf knapp 1000 zurückgegangen. Seine Internetseiten sind seit Juli 2019 (oder schon länger?) auf Tauchstation. Über diesen problematischen Verein:

www.reimbibel.de/GBV-AuK-Allergie-und-umweltkrankes-Kind.pdf .

 
Die (un)heimliche Hinwendung des GBVs zur sog. Germanischen Neuen Medizin ab spätestens 1992
 
Ältere Artikel zum GBV [Stemmann et al. 1989/90; Stemmann und Starzmann, 1990] bewegen sich noch im Rahmen heutzutage üblicher multifaktorieller psychosomatischer Betrachtungen der ND und bestätigen im psychologischen Teil Beobachtungen zur Mutter-Kind-Beziehung von Loch [1985], der auch das Problem der Trennung anspricht.

In der Publikation von Stemmann et al. [1993] sowie in der Neurodermitis-Broschüre von Stemmann von 1996  https://web.archive.org/web/20030323131236/www.kinderklinik-ge.de/Schriften/Neurodermitis.pdf  (in denen ich ungefragt als Mitautor aufgeführt bin, obwohl ich keinen einzigen Satz beigesteuert habe) zeigt sich jedoch schon der (un)heimliche Einfluß der zunächst „Neue Medizin“, später „Germanische Neuen Medizin“ (GNM) genannten Irrehre des dreifach vorbestraften und 2017 verstorbenen ehemaligen Arztes Hamer [Hamer, 1989, 1994] auf Stemmann und das GBV.  Diese Radikalisierung des GBVs, die in Tab. 1 deutlich wird, scheint von Fachleuten und Laien bisher kaum bemerkt geschweige denn öffentlich kritisiert worden zu sein. Das GBV ist bis zum heutigen Tage weiterhin ohne Verweis auf seine Ausrichtung an Hamers GNM im Schafspelz einer ganzheitlichen Psychosomatik aufgetreten, d.h. die Öffentlichkeit ist von Stemmann  systematisch hinters Licht geführt worden. Hamer erfand nach dem frühen und tragischen Tod seines Sohns Dirk die esoterische und gemeingefährliche GNM. Siehe dazu:  https://de.wikipedia.org/wiki/Ryke_Geerd_Hamer sowie www.germanische-heilkunde.at/antwort-anzeigen/faq-zu-hamer-ryke-geerd-kurze-biografie-141.html  (Verfasser: Hamer-Impressario Helmut Pilhar).

Zwischen der Kinderklinik Gelsenkirchen und mir ist strittig, worauf das GBV basiert: „Völlig unakzeptabel ist allerdings die Aussage Ihres Mandanten, das GBV basiere auf esoterischen Annahmen und stimme mit den Grundthesen der sogenannten Germanischen Neuen Medizin überein. Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren ist eine psychotherapeutische/psychosomatische Komplexbehandlung und basiert auf Erkenntnissen der Stressforschung. Insofern bitte ich Herrn Prof. Dr. Klosterhalfen solche falschen und diskreditierenden Aussagen zu unterlassen.“ Werner Neugebauer, Geschäftsführer der Kinderklinik Gelsenkirchen, an meinen Rechtsanwalt, 01.09.2004.

Einschüchterungsversuche durch Rechtsanwalt Ulrich Sander (Essen) im Jahr 2005

Im Auftrag der BKB Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH und Prof. Stemmann wurde ich mit Schreiben vom 25.1.2005 aufgefordert, Herrn Dr. Stemmann nicht mehr als Epigone, Scharlatan und Betrüger i. S. v. § 263 StGB zu bezeichnen und zu behaupten, Stemmann verbreite bizarre Thesen aus der pseudowissenschaftlichen (germanischen) neuen Medizin des dreifach vorbestraften Krebsscharlatans Dr. Ryke Geerd Hamer (Fall Oliva), und das GBV sei ein „pseudowissenschaftliches esotherisches und doktorinäres Verfahren“. Ich solle eine vorformulierte Unterlassungserklärung abgeben und für jede Zuwiderhandlung 5000,00 € Strafe zahlen. Ansonsten würde man eine einstweilige Verfügung gegen mich erwirken. Da ich an einer gerichtlichen Klärung des Streits interessiert war, habe ich keine Unterlassungsklage abgegeben. Da der Gegenseite anscheinend klar war, dass sie vor Gericht schlechte Karten gehabt und sich öffentlich blamiert hätte, ist es bisher nicht zu einem Gerichtsverfahren gekommen.

Meinen Vorwurf, Dr. Stemmann sei ein Betrüger im Sinne von § 263 StGB nehme ich mit Bedauern zurück, denn diese Vorschrift setzt eine Betrugsabsicht voraus. Diese ist jedoch nicht nachweisbar, und ich wollte sie auch nicht unterstellen, sondern nur darauf hinweisen, dass von Stemmann Heilungen versprochen, aber nicht nachgewiesen wurden, und ich dieses Verhalten für betrügerisch hielt.

Mit Schreiben vom 17.3.2005 teilte Herr Sander meinem Rechtsanwalt u.a. mit: „Die BKB verwahrt sich entschieden dagegen, daß von Herrn Prof. Dr. Klosterhalfen eine Beziehung zwischen dem GBV und der Hamerschen „Neuen Medizin“ hergestellt wird.“ Bei weiterer Schädigung der Reputation der Kinderklinik „müßte überlegt werden, ob nicht die bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses gezahlte Abfindung zurückgefordert bzw. die vereinbarte Vertragsstrafe geltend gemacht werden soll“. Ich habe jedoch weiterhin von meiner Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht und nie eine Zahlungsaufforderung erhalten. Eine Beziehung zwischen der GNM und dem GBV ist von mir nicht „hergestellt“, d.h. erfunden, sondern in der Realität aufgefunden und dokumentiert worden.

Weiter zur inhaltlichen Kontroverse

Mein Eindruck ist, dass Stemmann Erkenntnisse der Stressforschung opportunistisch verwendet hat, um der Öffentlichkeit plausibel zu machen, dass die ND durch einen Trennungskonflikt und das Asthma durch einen Revierkonflikt verursacht werden. Stemmann hat nur bis 1981 in Fachzeitschriften publiziert, die von der Bethesda-Datenbank erfasst werden („PubMed“). Später hat sich Stemmann der fachlichen Kritik weitgehend dadurch entzogen, dass er dazu übergegangen ist, im Selbstverlag [z.B. Stemmann, 1999; Stemmann und Stemmann, 2002], in eigenen Broschüren, die auch über das Internet zugänglich sind, im Internet (  https://web.archive.org/web/20060204214626/http://www.prof-stemmann.de , mit dem Cursor auf die Bücher gehen) , in dem Mitteilungsblatt des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“ [Stemmann et al., 2000] oder in nichtmedizinischen Zeitschriften [Stemmann et al., 1993, 2004] zu publizieren.

Eine Kritik des GBVs scheint bis 2003 (Kinderarzt Ralf Behrmann, kidmed.de) nicht publiziert worden zu sein. Mir selbst war es aus arbeitsrechtlichen Gründen bis Ende März 2004 nicht möglich, das GBV öffentlich zu kritisieren, da ich – abgesehen von einer halbjährigen Lehrstuhlvertretung - von 4/1991 bis  3/2004 an der Kinderklinik Gelsenkirchen als Diplom-Psychologe angestellt war. Siehe Abschrift meines Arbeitszeugnisses: www.reimbibel.de/Arbeitszeugnis.pdf .

Tab.1

Zitate, die belegen, dass das GBV in wesentlichen Punkten  mit der GNM übereinstimmt oder dieser ähnelt

 

 Gelsenkirchener Behandlungsverfahren               Germanische Neue Medizin

(Das GBV) „vertritt die Meinung, dass die Ursachen einer Krankheit stets in einer Gefühlsverletzung liegen, die den Erkrankten unerwartet getroffen hat ...“                             [ https://tinyurl.com/yyhsdd98 , S. 1]

„Grundsätzlich entsteht eine chronische Krankheit durch ein Gefühl, welches den Betroffenen elementar, unerwartet, vergleichbar einem Schock trifft. Bei der Neurodermitis ist dies das Gefühl von Trennung.“ https://tinyurl.com/y6mt7nmc S. 2
   

„Jede Krebs- oder Krebsäquivalent-Erkrankung entsteht mit einem DHS, d.h. einem allerschwersten, hochakut-dramatischen und isolativen Konfliktschockerlebnis ...“ [8, S.2]

„Alles was nicht Krebs ist, ist Krebsäquivalent“ [Hamer, 2004, 46]

 

Anmerkung: für Hamer sind auch Asthma und Neurodermitis „Krebsäquivalente“, die innerhalb eines DHS (Dirk-Hamer-Syndrom)

auftreten.

„Zusammen mit der Kränkung durch das Gefühl können auch andere Informationen dauerhaft eingeprägt werden.“

https://tinyurl.com/yy392f4n S. 7
   

„Wenn ein Individuum einen biologischen Konflikt durch ein DHS erleidet, dann wird im Moment des DHS nicht nur der Konflikt selbst einprogrammiert, sondern auch gewisse Begleitumstände.“ [Hamer, 2004, S. 35] s.a. www.neue-medizin.de/html/dhs.html

„Werden z.B. Sinneswahrnehmungen in Form von Geräuschen, Gerüchen ... erinnert ... so setzt automatisch eine Stressphase ein, nach deren Abklingen Asthma auftritt.“

https://tinyurl.com/yy392f4n S. 7
   

„Ein Professor für Allergologie hat das mal, als er es begriffen hatte, etwas salopp so ausgedrückt: Wenn du ein DHS mit einem biologischen Trennungs-Konflikt beim Abschied erleidest, und es läuft gerade eine Kuh vorbei, dann hast du anschließend eine „Kuh-Allergie“ ...“ [ https://amici-di-dirk.com/?page_id=9816 ]

„Unter Trennung ist hierbei der Abriß des Körperkontakts, der Verlust des Kontaktes zur Mutter, Familie, zu Freunden, zur gewohnten Umgebung zu verstehen.“

https://tinyurl.com/y6mt7nmc S. 2
   

„Psychisch liegt immer ein Trennungskonflikt vor, also ein Abriß des Körperkontakts zur Mutter, Familie/Herde, Freunde auch Tiere.“ https://tinyurl.com/y5uaxnlw

„Die Art der Trennung bestimmt die Lokalisation der Neurodermitis.“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 291]
   

„Der Konfliktinhalt bestimmt ... die Lokalisation der Krebs- oder Krebsäquivalent-Erkrankung am Organ.“ [Hamer, 1994, S.2]

„Wichtig ist, dass nicht jede Trennung in die Erkrankung führen kann, sondern nur eine Trennuungssituation, in der der Betroffene gefühlsmäßig ‚auf dem falschen Fuß erwischt’ wird, in der er sich ‚verfühlt’.“

https://tinyurl.com/y6mt7nmc S. 2
   

„Das DHS ist ein schwerer, hochakut-dramatischer und isolativer Konfliktschock, der das Individuum „auf dem falschen Fuß erwischt“ https://tinyurl.com/yy3gpkox

„Die Sachinformation – Trennung – (in der Trennungsangst) verändert die Funktion des Gyrus postzentralis des Großhirns.“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S.289]
   

(Traumatische Trennungen bewirken einen) „Hamerschen Herd im sensorischen und postsensorischen Rindenzentrum“ [Hamer, 1994, Tabellenanhang]

„Der Krankheitsverlauf ist zweiphasig: erst wenn das krankmachende Gefühl überwunden ist, d.h. in der Entspannung, setzen Zeichen der Neurodermitis ein.“ [Stemmann et al, 1993, S.26]
   

„Jede Erkrankung der gesamten Medizin ist ein zweiphasiges Geschehen, sofern es zu einer Lösung des Konfliktes kommt“

https://tinyurl.com/yy3gpkox

„Asthma entsteht in Situationen, in denen der Betroffene ein Gefühl der Angst empfindet, dass jemand in sein Revier einzubrechen oder es unerlaubterweise zu verlassen droht.“

https://tinyurl.com/yy392f4n S. 7
   

(Ursache des Asthmas): „Revierangst-Konflikt (der Gegner ist noch nicht ins Revier eingebrochen, die Gefahr aber droht, steht greifbar nahe bevor)“ [Hamer, 1994, Tabellenanhang]

„Die Betroffenen und ihre Angehörigen lernen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Ihnen werden Methoden und Strategien vorgestellt, die sie befähigen, sich selbst zu helfen.“

https://tinyurl.com/y6mt7nmc S. 11

„Der Neurodermitiskranke heilt sich selbst“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S.268]
   

„Der Patient wird zum ‚Agenten’, einem Mithandelnden, der ja seinen Konflikt selbst lösen muß, vielleicht mit gewissser Hilfestellung, aber im Grunde muß er ihn selbst lösen.“ https://tinyurl.com/y39j3bmm

Kurzdarstellung der Germanischen Neuen Medizin: www.reimbibel.de/GNM.pdf

Die angebliche Bestätigung der Germanischen Neuen Medizin durch Stemmann [1992]

Am 23. und 24. Mai 1992 hat Stemmann – anscheinend unter Mitwirkung von Hamer - an der Kinderklinik Gelsenkirchen eine Ärztekonferenz zur Theorie Hamers abgehalten. (Ich war zu dieser Zeit wegen einer Lehrstuhlvertretung beurlaubt und bin nicht von Stemmann zur Teilnahme eingeladen worden.) Dazu hat Hamer das folgende Schreiben Stemmanns, das dieser auf Briefpapier der Kinderklinik Gelsenkirchen verfasst hat, an Prof. Pfitzer, den damaligen Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf, als Kopie ins Internet gestellt [ www.neue-medizin.de/html/body_dok_11.html ] und auch in seinem 2004 erschienenen Buch [Hamer, 2004, S. 283-284] abgedruckt:

 

„Sehr geehrter Herr Dekan,

Ihrem Vorschlag, dass ich als Mitglied der Medizinischen Fakultät in einer Ärztekonferenz 20 Fälle daraufhin untersuchen soll, ob sie nach den biologischen Gesetzmäßigkeiten der ‚Neuen Medizin’ des Dr. Ryke Geerd Hamer reproduzierbar sind, habe ich entsprochen. ... Am 23. und 24. Mai 1992 hat unter meiner Leitung eine Konferenz in der Städtischen Kinderklinik Gelsenkirchen an 24 Fällen nach den Regeln der ‚Neuen Medizin’ stattgefunden ... Wir fanden ausnahmslos bei allen 24 Fällen ... dass die biologischen Gesetzmäßigkeiten der ‚Neuen Medizin’ 1-3 jeweils für jede Teilerkrankung exakt erfüllt waren und zwar auf allen 3 Ebenen, der Psyche, dem Gehirn und den Organen, und das für jede einzelne Phase synchron. ... In den nächsten Tagen geht Ihnen die darüber ausgefertigte ausführliche Dokumentation samt detailliertem Prüfbericht von mir gesondert zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach der strengen wissenschaftlichen Überprüfung auf Reproduzierbarkeit die Gesetzmäßigkeiten der „Neuen Medizin“ (1-3) r i c h t i g sind, muß nunmehr als sehr hoch angesetzt werden.“

 

Laut Stemmann wurde eine ausführliche Dokumentation dieser Überprüfung der „Neuen Medizin“ Hamers angefertigt. Helmut Pilhar schrieb dazu:

„Vor kurzem wurde die NEUE MEDIZIN Dr. Hamers im Auftrag der medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf bei einer zweitägigen Konferenz unter Vorsitz von Prof. Stemmann aus Gelsenkirchen geprüft und für richtig befunden!

Die vorgestellten Patientenfälle wurden in einer mehrhundertseitigen Dokumentation zusammengestellt.“   https://web.archive.org/web/20060207051728/www.pilhar.com/News/Amici_n/92_3.htm.

Diese angebliche Dokumentation ist jedoch bisher weder dem Dekanat in Düsseldorf vorgelegt noch im Internet oder woanders veröffentlicht worden. Herr Dr. Stemmann hat mir im Jahr 2000 handschriftlich mitgeteilt, es sei kein Bericht angefertigt worden: www.reimbibel.de/Stemmann-kein-Bericht.pdf . Es scheint, dass Stemmann entweder den Dekan oder mich angelogen hat. In jedem Fall entspricht das Verhalten Stemmanns nicht wissenschaftlichen Standards.

Schon allein mit dieser ominösen Untersuchung hat Stemmann die GNM, die sich seitdem auf Stemmann und die Universität Düsseldorf beruft, erheblich unterstützt.

 

Stemmann preist Hamer

 

„Der Gelsenkirchener Arzt bezeichnet Hamers Forschungsarbeiten als eine "grandiose Idee" und Hamer selbst als "in Teilbereichen einen der größten Forscher dieser Zeit".       Wolfgang Stach, ddp, 1.7.1992 https://web.archive.org/web/20100607222400/http://www.pilhar.com/News/Presse/1992/19920701_ddp_Psyche.htm

 

Stemmann referiert Hamer

 

Die AOK Ennepe-Ruhr erhielt 1993 von Prof. Stemmann einen Bericht mit der folgenden Titelseite:

Klinische Prüfung zur Evaluierung therapeutischer Effekte im „Schwelmer Modell“. Wissenschaftliche Erfolgskontrolle. Prof. Dr. E. A. Stemmann, Prof. W. Klosterhalfen, Städtische Kinderklinik, September 1993.

 

Auf Seite 70  dieses Berichtes [zu dem ich als Hilfskraft Stemmanns lediglich durch Auswertung der Patientenakten und statistische Darstellungen und Berechnungen beigetragen habe, und der nur durch eine „Indiskretion“ an mich gelangt ist, WK] heißt es:

 

„Laut Hamer (9) wird die Trennung wie ein Schock erlebt, wenn sie den Betreffenden unerwartet trifft und ihm wehtut. Das Trennungserlebnis bzw. –gefühl löst dann die Neurodermitis ursächlich aus. Doch zunächst sind die Krankheitssymptome noch nicht sichtbar, solange den Betroffenen sein „gekränktes“ Gefühl intensiv beschäftigt.“

 

Hamer: Zauberlehrling Stemmann hat abgekupfert!

www.reimbibel.de/Hamers-Zauberlehrling-Stemmann.pdf

 

Kinderklinik Gelsenkirchen auf Platz 1 der Link-Liste von Hamer-Fan Helmut Pilhar

http://web.archive.org/web/200307081137/pilhar.com/Service/fremdli.htm

 

Hamer schlägt Stemmann als Gutachter vor

 

„Zu dieser Zeit mußt auch die Universität Tübingen nach Gutachtern Ausschau halten, die in der Lage wären, die vorliegende Habilitationsarbeit über die NEUE MEDIZIN zu prüfen. Dr. Hamer hatte daher vorgeschlagen, doch Herrn Prof. Stemmann und Herrn Prof. Klippel zu wählen, da diese sich als einzige schon vorher mit der Thematik auseinandergesetzt hätten und sowohl willens, als auch fachlich in der Lage seien, ein Gutachten zu verfassen.“

https://web.archive.org/web/20090629031715/http://www.pilhar.com/News/Amici_n/94_07.htm

 

Stemmann unterstützt Hamer vor dem Landesprüfungsamt für Heilberufe (1999)

 

„Herr Dr. Hamer konfrontierte Herrn Dr. Högenauer, den obersten Medizinalbeamten des Landes Hessen, mit der Tatsache, daß nunmehr ja wohl die NEUE MEDIZIN nach der eindeutigen Aussage des anwesenden Herrn Professor Dr. Stemmann als reproduzierbar richtig angesehen werden müsse, was auch von Herrn Dr. Högenauer nicht mehr bestritten wurde. Außerdem hatte Herr Professor Dr. Stemmann ausdrücklich bestätigt, daß man die NEUE MEDIZIN selbstverständlich auch schon vor 11 Jahren in der gleichen Weise hätte überprüfen können.“

https://web.archive.org/web/19991206140439/pilhar.com/Hamer/Korrespo/1992/921106.htm

Gefühlsverletzungen als angeblich entscheidende Ursache aller Krankheiten

Dass das GBV auf der GNM basiert, zeigt sich schon allein darin, dass es die grundlegende  - und in der langen und an phantasievollen Eingebungen nicht armen Geschichte der Psychosomatik wohl einmalige - These Hamers übernommen hat, wonach alle Krankheiten durch jeweils  spezifische unerwartete Konflikte verursacht werden:

„Hier handelt es sich um ein ganzheitliches Modell, das die eigentliche Ursache der Erkrankung sucht und darauf die Behandlung aufbaut. Es vertritt die Meinung, dass die Ursachen einer Krankheit stets in einer Gefühlsverletzung liegen, die den Erkrankten unerwartet getroffen hat... Menschen die eine andere Krankheit als die Neurodermitis erworben haben, geben ein anderes, spezifisch zu der jeweiligen Krankheit passendes Gefühl an, das traumatisiert worden ist“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 41; s.a. Tab. 1].

Eine solche 1:1-Zuordnung von spezifischer psychologischer Ursache und Krankheit erinnert an die heute als überholt geltende Spezifitätstheorie von Alexander [1952]: Stemmann und Hamer sehen in krankheitsspezifischen Streßsituationen und den dadurch evozierten krankheitsspezifischen Gefühlsverletzungen nicht nur Kofaktoren, sondern die Ursachen der Entstehung von Krankheiten. Einen wissenschaftlich akzeptablen Beleg für diese bizarre These sind sie schuldig geblieben.

Trennungsgefühle als angebliche Ursache der Neurodermitis (ND)

 

„Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren geht davon aus, dass ganz spezifische Stresssituationen für die Entstehung einer Neurodermitis verantwortlich sind. Grundsätzlich entsteht eine chronische Krankheit durch ein Gefühl, welches den Betroffenen elementar, unerwartet, vergleichbar einem Schock trifft. Bei der Neurodermitis ist dies das Gefühl von Trennung. Der Betroffene ist trennungsängstlich, trennungsempfindlich. Unter Trennung ist hierbei der Abriß des Körperkontakts, der Verlust des Kontaktes zur Mutter, Familie, zu Freunden, zur gewohnten Umgebung zu verstehen. Wichtig ist, dass nicht jede Trennung in die Erkrankung führen kann, sondern nur eine Trennungssituation, in der der Betroffene gefühlsmäßig ‚auf dem falschen Fuß erwischt’ wird, in der er sich ‚verfühlt’ .“ https://web.archive.org/web/20050405134028/http://www.kinderklinik-ge.de/Schriften/Neurodermitis.pdf , S.2].

 

„Eine traumatische Trennung kann unterschiedlich erlebt werden: als Trennung von einer Person, einem Lebewesen; als Wechsel in eine neue Umgebung; als Verrat, Aufgabe von Glaubensinhalten, Leitideen; als Nicht-Erreichen eines sehnlich erwünschten Zieles; durch Trennung von einem Gegenstand, an dem das Herz hängt. Aufgrund der Fähigkeit des Menschen, sich Trennungssituationen vorzustellen, zu phantasieren, genügen diese assoziativen Fähigkeiten, um eine entsprechende unkontrollierbare Stressreaktion auszulösen“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 45]. „Die Art der Trennung bestimmt die Lokalisation der Neurodermitis“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 291].

 

„Minutiöse Analysen des Lebens Erkrankter haben ergeben, dass dem erstmaligen Auftreten neurodermitischer Hauterscheinungen ausnahmslos (!) eine Trennung ... vorausgegangen ist“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 37]

 

Da Stemmann bei seiner psychologischen Diagnostik  retrospektiv und offensichtlich suggestiv vorgeht („Mit Hilfe einer besonderen Fragetechnik ist nach einer Situation zu fahnden, die ‚Trennungsangst’ hervorgerufen hat und die der ersten Hautveränderung kurzzeitig vorausging – dann ist die Entstehungsursache der Neurodermitis gefunden.“ [Stemmann et al., 1993, S. 26]), die zu erfragenden Ereignisse meistens schon Monate bis Jahre zurückliegen dürften, und er den Begriff der Trennung inflationär verwendet, findet er bei der Befragung von Patienten und Eltern immer wieder „Bestätigungen“ für die Trennungstheorie der ND, die sogar für Neugeborene gelte [Stemmann und Stemmann, 2002, S 41].

 

Wie weit der Trennungsbegriff beim GBV gefasst war, zeigt die folgende Auflistung in einem Merkblatt für die Eltern an ND erkrankter Kinder:

„- Personen (Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunden)

- Tieren (Hund, Katze, Hamster, Vogel, Pferd)

- Objekten (Schmusetücher, Nuckel, Spielsachen, Geld)

- Orten (Wohnort, Spielorte, Zimmer, Schulorte)

- Fähigkeiten (motorische, geistige)

- Wünschen (Kinderwunsch, Wunschpartner, Wunscheltern)

- Hoffnungen (Gesundheit, Erfolg, Besitz, Einfluß)

- Idealen (Aggressionsfreiheit, Verlässlichkeit, Liebesfähigkeit)“.

 

Herr Dr. Kurt-André Lion hat mir ca. 2003 in einem Gespräch erklärt, dass man von Hamer ausgehend Trennungserlebnisse bei Befragungen von Müttern, deren Kind an ND erkrankt ist, regelmäßig finden würde.

 

Offensichtlich besteht aber kein enger Zusammenhang zwischen Trennung und ND, denn viele Kinder und Erwachsene erleben traumatisierende Trennungen, ohne danach an ND zu erkranken. Stemmann vertritt anscheinend eine Mehrfaktorentheorie, wonach traumatisierende Trennungserlebnisse nur dann eine ND auslösen, wenn sie auf eine zur ND neigende Person, den sogenannten Atopiker, einwirken. Nach dieser Theorie müssten wegen der Altersabhängigkeit der ND Kleinkinder innerhalb von fünf Jahren sehr viel häufiger traumatisierende Trennungserlebnisse haben als Erwachsene innerhalb von 50 Jahren oder „atopischer“ sein oder empfindlicher auf Trennungen reagieren. Wissenschaftliche Arbeiten zur Bedeutung von Trennungserlebnissen für die Entstehung und Lokalisation der ND scheinen Stemmann und Hamer nicht vorgelegt zu haben.

 

Die angebliche Rolle von Hamerschen Herden bei der Entstehung der Neurodermitis

 

Vermutlich, um nicht die Öffentlichkeit zu schockieren und auf die GNM aufmerksam zu machen, spricht Stemmann nicht von Hamerschen Herden oder Gehirnläsionen, sondern recht vage nur von einer Funktionsveränderung: „ ... Die Sachinformation – Trennung – (in der Trennungsangst) verändert die Funktion des Gyrus postzentralis des Großhirns. Wird das Ereignis – Trennung – dauerhaft im Hippokampus gespeichert, bildet sich eine Fehlinnervation bestimmter Hautpartien oder sogar der gesamten Haut vom Gyrus postzentralis her aus und die Haut in diesem Bereich oder insgesamt wird spezifisch überempfindlich (Neuro-)“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S.289].

 

Nach Hamer bewirken traumatische Trennungen einen „Hamerschen Herd im sensorischen und postsensorischen Rindenzentrum rechts cortical von interhemisphärisch bis basal-lateral“ [Hamer 1994, Tabellenanhang]. „Hamersche Herde“ seien als ringförmige Läsionen computertomographisch darstellbar [Hamer, 1994, S.90ff]. Wissenschaftliche Arbeiten zur Funktion des Gyrus postzentralis bzw. zu „Hamerschen Herden“ bei ND-Patienten und einer davon ausgehenden „Fehlsteuerung der Haut“ wurden von Stemmann und Hamer nicht vorgelegt.

 

Stemmann als Ausbilder der „Meta Medicine Association“

 

Herr Dr. Stemmann hat zu den Aktivitäten der Internationalen Meta Medicine Association (IMMA) beigetragen. Die IMMA widmete sich kommerziell der Verbreitung der GNM. Bis Anfang 2005 hat sie sich im Impressum ihrer Internetseiten zu Hamer bekannt:

 

„Die Grundlage der Meta-Medizin und das Meta-Medizin-Verzeichnis basieren auf Forschungen und Erkenntnissen von Dr. Hamer, dem hier besonders gedankt werden soll.“

http://web.archive.org/web/20041023102207/http://metamedizin.info/disclaimer.shtml

 

Zur Beteiligung von Stemmann siehe www.reimbibel.de/GBV-Stemmann-Meta-Medizin.pdf .

 

Verbreitung irrsinniger Thesen der „Germanischen Neuen Medizin“ von Ryke Geerd Hamer und Unterstützung des pseudomedizinischen „Gelsenkirchener Behandlungsverfahrens“ zur Heilung von Asthma und Neurodermitis durch den Verein „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“ (AuK)

www.reimbibel.de/GBV-AuK-Allergie-und-umweltkrankes-Kind.pdf 

 

Zum angeblichen Einfluß von Zucker auf den Verlauf der Neurodermitis

 

Nach Stemmann reagiert die Haut des ND-Patienten auf raffinierten Zucker und säurereiches Obst ungünstig ( https://web.archive.org/web/20050324165947/http://www.kinderklinik-ge.de/Schriften/Neurodermitis.pdf S.4). Wissenschaftliche Daten, die diese Behauptung stützen, hat Stemmann dazu nicht angegeben.

 

Nach Reese und Worm (2002, S. 267) scheint eine kurzfristige Zuckerprovokation unproblematisch zu sein: „In einer eigenen Studie bei 30 Patienten mit nachgewiesener AD im Alter zwischen 2 und 47 Jahren konnten wir keinen signifikanten Unterschied zwischen Provokationen mit Saccharose im Vergleich zu Placebo (Aspartam) zeigen. Die Verumprovokationen wurden mit 100 g bzw. im Kleinkindalter mit 40 g Saccharose durchgeführt. Die zuckerfreie Diät, die nicht nur während der Testung, sondern bereits 1 Woche vor den Provokationen durchgeführt wurde, bewirkte ebenfalls keine Veränderungen des Hautzustandes bei den Patienten. Die Zuckerrestriktion beinhaltete nicht nur raffinierten Zucker, sondern auch Süßigkeiten, alternative Süßungsmittel wie Honig etc. und Früchte“ .

 

Da eine zuckerfreie Ernährung erhebliche Einschränkungen und Mühen erfordert, wären weitere wissenschaftliche Untersuchung wünschenswert, in denen ND-Patienten über längere Zeit weder kristallinen noch versteckten Zucker erhalten. Die Hälfte dieser Patienten wäre dann z.B. einen Monat lang „normal“ zu ernähren. Der Hautzustand der beiden Gruppen wäre zu vergleichen, und die experimentelle Zuckergabe bei einer Verschlechterung des Hautzustands natürlich abzubrechen.

 

Die angebliche Heilung allergiekranker Kinder durch das GBV

 

Bei seiner Werbung für das GBV hat Stemmann eine Heilungsrate von 80% reklamiert: „WAZ-Redakteur Georg Meinert sprach im ersten SommerGEspräch mit dem Mediziner. ... Wie hoch ist die Erfolgsrate an ihrer Klinik? Stemmann: Wir hatten bisher etwa 2500 allergiekranke Kinder im stationären Bereich. 80% waren innerhalb eines Jahres geheilt. ... Ich werbe bundesweit für unsere Allergie-Bekämpfung. Denn uns gehört die Zukunft.“

[WAZ, 19.06.1999: Eine Waffe gegen die Allergien. Prof. Stemmann kämpft].

 

Seinen Kolleg/inn/en wirft Stemmann indirekt vor, weniger tüchtig zu sein und unnötige Kosten zu verursachen. Das GBV sei einer konventionellen ND-Behandlung überlegen: „Würde das  Gelsenkirchener Behandlungsverfahren Teil der Regelversorgung, so hätte das hohe gesundheitspolitische Bedeutung – den Betroffenen und ihren Familien könnte jahrelanges Leid und der Solidargemeinschaft unnötige Kosten erspart werden“

[Stemmann et al., 2000, S.4].

 

Hinsichtlich der ND  stützt sich Stemmann bei seinem früher nur vage formulierten („Neurodermitis ist heilbar“), seit 1996 aber konkretisiertem Heilsversprechen („Jetzt, so der Arzt, ‚können wir die Krankheit heilen’ ... ‚Wir sind dabei unschlagbar’ “ [www.waz.de/waz/waz.extra5.startseite_68867.php, S 3]) auf zwei von seinen Mitarbeitern Starzmann und Langer angefertigte und bisher nicht in einer Fachzeitschrift veröffentlichte unkontrollierte Verlaufsstudien. (Kontrollierte Behandlungsstudien zum GBV oder zu einzelnen Therapiemaßnahmen wie dem Trennungstraining oder dem Autogenen Training, liegen bisher nicht vor):

 

Die Eltern von 42 zu Behandlungsbeginn durchschnittlich 10 Monate alten Kindern mit ND wurden ein Jahr nach ihrer Teilnahme am GBV schriftlich befragt. „70% der Befragten beurteilten den Erfolg ihrer Bemühungen als sehr gut bis gut ...“, 10% als befriedigend [ http://web.archive.org/web/20030323174609/http://www.kinderklinik-ge.de/Schriften/Behandlungserfolg.pdf , Stemmann, Starzmann, Langer, 2000; Stemmann und Stemmann, 2002 , S. 267]. In einer zweiten Studie [Stemmann et al., 2002; Stemmann und Stemmann, 2002 S.268] berichten die Eltern von 38 zu Behandlungsbeginn 6 Monate bis 4 Jahre alten Kindern mit ND ein Jahr nach ihrer Teilnahme am GBV der Zustand der Haut ihrer Kinder sei gebessert (87%) bzw. unverändert (13%).

 

Diese Ergebnisse rechtfertigen aus den folgenden Gründen nicht die Behauptung Stemmanns, durch das GBV könne die ND geheilt werden:

 

a)      die Studien berichten nicht über Heilungen;

b)      es werden lediglich Elternurteile verwendet, d.h. keine ärztliche Diagnostik durchgeführt (die Eltern berichten über den „Erfolg ihrer Bemühungen“ bzw. über „ihren Behandlungserfolg“ !);

c)      „% gebessert“ ist ein Maß, das geeignet ist, große Effekte vorzutäuschen;

d)     die Intensität der ND unterliegt Schwankungen (Schübe) und hat eine rückläufige Tendenz; viele Eltern reisen in ihrer Verzweiflung erst dann mit ihren Kindern nach Gelsenkirchen, wenn diese eine besonders starke Symptomatik aufweisen.

 

Wegen

- der zeitlichen Selektionseffekte mit hohen Ausgangswerten zu Behandlungsbeginn,

- der zeitlichen Schwankungen des Hautzustands und

- der rückläufigen Tendenz der ND (Spontanheilungen)

- eventueller Dankbarkeitseffekte bei den Eltern

ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass - unabhängig von der Behandlung -  die Haut „ein Jahr nach Gelsenkirchen“ als besser beurteilt wird als zu Beginn des stationären Aufenthalts.

 

Wenn man von den berichteten „Therapieerfolgen“ die o.a. behandlungsunabhängigen Effekte abzieht, bleiben für das GBV keine oder nur geringe Therapieeffekte übrig. Eine Kontrollgruppe mit Minimalversorgung der ND hätte nach einem Jahr vermutlich auch bei der Mehrzahl der Patienten eine Besserung des Hautzustands gezeigt.

 

Bemerkenswert ist auch, dass diese Studien methodisch weit hinter den Studien zum Schwelmer Modell [Schäfer et al., 2003] zurückbleiben, in denen z.B. die erhobenen ND-Parameter von Experten quantifiziert wurden. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die GBV-Studien bisher nur im Eigenverlag [Stemmann und Stemmann, 2002] sowie in dem Mitteilungsblatt des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“  [Stemmann et al., 2000] erschienen sind, dessen wissenschaftlicher Berater Stemmann selbst ist.

 

Im Übrigen handelt es sich bei diesen Studien nicht wie Stemmann behauptet [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 266] um prospektive Studien, sondern die Eltern beurteilen mittels weder von Langer noch von Starzmann veröffentlichter Fragebögen die jetzige Situation ihres Kindes und vergleichen diese retrospektiv, aus ihrer Erinnerung heraus, mit der Situation vor etwa einem Jahr. Methodisch schwächer kann man kaum arbeiten. 

 

Inzwischen gibt es eine dritte Studie (Lion, Langer, Stemmann, Holling; 2011) die methodisch auch nicht besser ist und zeigt, dass viele der 15 untersuchten Säuglinge und Kleinkinder auch nach einem Jahr noch unter ND leiden. Siehe dazu meine „Korrespondenz“ mit Prof. Holling (renommierter Experte für Statistik und Forschungsmethodik):

www.reimbibel.de/GBV-Prof-Heinz-Holling-als-Koautor-und-Helfer.pdf .

 

Die angebliche Verbesserung der Trennungs- und Kontaktfähigkeit durch das GBV

 

Dazu schreiben Stemmann und Stemmann [2002, S. 269]: „Der Behandlungserfolg muss sich auch in der wiedererlangten Fähigkeit des Kindes zeigen, sich angstfrei von seinen Eltern zu trennen und neue Kontakte zu anderen Menschen anzuknüpfen. 94% der Neurodermitiserkrankten haben ihre Trennungsangst überwunden, s. Abb. 8. 87% sind in der Lage, neue Kontakte zu anderen aufzunehmen, s. Abb.9.“

 

Tatsächlich zeigen diese Abbildungen, dass (nach Angaben der Eltern) bei 94% die Trennungsfähigkeit und bei 87% die Kontaktfähigkeit verbessert ist. Daraus lässt sich schließen, dass – wie auch ohne GBV zu erwarten – die meisten der untersuchten knapp ein bis vier Jahre alten Kinder innerhalb von ca. 12 Monaten Entwicklungsfortschritte gemacht haben. Es ist kaum zu glauben, aber Stemmann gibt hier die natürlichen Fortschritte, die ein Kleinkind im Laufe eines Jahres macht, hemmungslos als einen Erfolg des GBVs aus. Mangels einer Kontrollgruppe belegen diese Ergebnisse aus der sich angeblich im Druck befindlichen Dissertation von Langer keinesfalls einen solchen Therapieerfolg. Dazu müsste experimentell gezeigt werden, dass sich Kinder durch das GBV in ihren sozialen Kompetenzen stärker verbessern als z.B. „gematchte“ Kinder mit ND in einer Wartekontrollgruppe. (Sollte Herr Langer jemals eine Dissertation eingereicht haben, ist diese anscheinend nicht angenommen worden.)

 

Anmerkungen zum obligaten Mutter-Kind-Trennungstraining

 

Das anscheinend obligat und ohne Berücksichtigung der jeweiligen Mutter-Kind-Beziehung durchgeführte „Trennungstraining“ hat den Nachteil, dass es Mutter und Kind, die durch das stationäre GBV ohnehin aus ihren sozialen Bezügen gerissen werden,  psychisch stark belastet: „Phase 1: nach der Verabschiedung schreit und kratzt das Kind wie toll. Es zieht sich in eine Ecke des Raums zurück und sucht Schutz an der Wand. Es nimmt keinerlei Kontakt mit seiner Umwelt, Umgebung auf und wehrt Zuwendung und Ablenkung durch andere Personen heftig ab“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 178].

 

Dieser der GNM verpflichtete,  rabiat anmutende Therapieteil, mit dem der „Trennungs- konflikt“, der angeblich der ND zugrunde liegt, bearbeitet werden soll (Hamer spricht von Confliktolyse), erscheint besonders bei einer ohnehin gestörten Mutter-Kind-Beziehung, was ja bei der ND häufig der Fall ist [Loch, 1985], problematisch. Dieses „Trennungstraining“ könnte bei etlichen Säuglingen und Kleinkindern sowie eventuell auch bei einigen Müttern zu Traumatisierungen führen (die ironischerweise ja ätiologisch im Zentrum der Konzepte von Stemmann und Hamer stehen) und die Mutter-Kind-Beziehung nicht nur kurzfristig beein- trächtigen. Die therapeutische Wirksamkeit des Trennungstrainings in Hinblick auf den Krankheitsverlauf ist rein hypothetisch, und Stemmann hat bisher zu diesem Teil des GBVs keine Studie vorgelegt. Er behauptet aber: „Das Behandlungsprogramm fördert die Bindung zwischen dem Neurodermititskranken und seinen Eltern.“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 269] Zum Trennungstraining siehe auch den folgenden Bericht: http://archive.li/J1k74 sowie diese Sammlung von Berichten von Müttern, die vor allem unter dem Trennungstraining gelitten haben: https://www.kinder-verstehen.de/wp-content/uploads/Fallberichte_aus_neurodermitis_ch_v2-2.pdf .

(Die Methode zu versuchen, die angebliche Ursache der ND durch ein „Trennungstraining“ zu beseitigen, stammt nicht von Hamer, sondern wohl von Stemmann und Dietmar Langer.)

 

 

Mögliche Schädigung des familiären Zusammenhalts durch das GBV

 

Im Übrigen scheint mir das esoterisch wirkende GBV auch geeignet zu sein, die Beziehungen innerhalb eines Familienverbands zu belasten. Dass sich eine verzweifelte Mutter auf das GBV einlässt und zwei oder drei Wochen ihr Kind begleitend an diesem teilnimmt, impliziert ja noch nicht, dass der Vater des Kindes oder die Großeltern eine positive Einstellung zum GBV bekommen. Auch das Verhältnis der Eltern zu ihrem lokalen Kinderarzt dürfte häufig wegen des GBVs Belastungen ausgesetzt sein.

 

Das GBV ist geeignet, bei Müttern Schuldgefühle hervorzurufen

 

Viele Menschen neigen in frustrierenden Situationen zu Schuldgefühlen. Sie haben oft unrealistisch hohe Erwartungen an ihre Kontrollmöglichkeiten und reagieren dann auf die aufgetretenen Probleme mit Selbstvorwürfen. Solche intrapunitiven Bewertungen findet man häufig bei Müttern, die ein an ND erkranktes Kind haben und deren soziale Umwelt eine solche Tendenz zu Schuldgefühlen noch verstärkt.

 

Da das GBV bzw. die GNM lehren, dass die ND durch eine traumatisierende Trennung hervorgerufen wird, und die ein Kind potentiell am stärksten belastende Trennung im allgemeinen die von seiner Mutter ist, ist damit zu rechnen, dass durch das GBV bei vielen (berufstätigen) Müttern Schuldgefühle ausgelöst werden: Habe ich etwa selbst durch mein egoistisches und/oder unbedachtes Verhalten die Krankheit meines Kindes verursacht?

 

Auch die These des GBVs, dass es notwendig sei, dass die Mutter ihre eigene Ruhe auf das kranke Kind überträgt, impliziert ja für eine nervöse Mutter, dass ihr bisheriges Verhalten für ihr Kind gesundheitsschädigend war. Diese ohnehin geplagten Mütter können durch das GBV den Eindruck bekommen, dass sie als „Hauptkrankheitsverursacher“ die eigentlichen Patienten sind. Ihre hautkranken Kinder sollen sich in der Kinderklinik ja „nur“ an die Trennungen gewöhnen, „seinsverloren“ spielen und allergenarme Kost zu sich nehmen.

 

Das GBV ist zwar bemüht, den Eltern allergiekranker Kinder Schuldgefühle auszureden, es darf aus den o.a. Gründen aber bezweifelt werden, dass dies tatsächlich regelmäßig gelingt.

Auch zu diesen Problemen hat Stemmann bisher keine wissenschaftliche Untersuchung präsentiert.
 
Kritische Anmerkungen zum Autogenen Training der Eltern

 

Nach Stemmann ist wesentlich, dass die Eltern von Kindern unter 10 Jahren täglich ein Autogenes Training durchführen und die so erworbene Ruhe auf das an ND erkrankte Kind übertragen [Stemmann und Stemmann, 2002, 163f]. Es wird jedoch in den beiden o.a. Studien nicht berichtet, in wie weit sich die Eltern überhaupt an die Empfehlung des GBVs „morgens, wenn der Wecker läutet, mache ich erst mein Autogenes Training und danach erhebe ich mich“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S.164], gehalten haben,  ob deren Kinder dadurch geringere Konzentrationen von Stresshormonen im peripheren Blut haben, und wieso z.B. erniedrigte Kortisolspiegel entzündliche Vorgänge in der Haut hemmen sollten. Fraglich erscheint auch, ob durch das GBV die erkrankten Kinder tatsächlich lernen, „sich im seinsverlorenen Spiel auf die meditative Ebene hinabzubegeben“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 168].

 

 

Eine weitere bizarre Behauptung Stemmanns

 

„Eltern haben keinen Einfluß auf die Gedanken und Gefühle ihrer Kinder.“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 38]

 

Ein weiterer bizarrer Therapieansatz Stemmanns: die Umweltstation

www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen-Umweltstation.html .

 

Habilitierte Kinderärzte über Stemmann

http://web.archive.org/web/20071220192039/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KINDERAERZTE-UEBER-STEMMANN.HTML

 

Kritische Berichte über Stemmann und das GBV von Journalisten

Am 7.3.2005 erschien im SPIEGEL (Heft 10, S. 174f) der Artikel von Dennis Ballwieser: „PSEUDOMEDIZIN: Galilei aus Gelsenkirchen. Ein Professor behandelt neurodermitis- kranke Kinder mit einer Mischung aus Diät und Psychokursen. Experten warnen, die Methode sei nicht nur nutzlos, sondern auch riskant.“ (https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39613469.html ) Dieser Zeitungsartikel ist der erste und bis 2018 oder 2019 auch letzte, in dem das GBV öffentlichkeitswirksam kritisiert wurde. Ballwieser hat Stemmann an seinem Arbeitsplatz aufgesucht und auch Kritiker interviewt. Der Schwerpunkt des Berichts liegt auf der Selbstverliebtheit Stemmanns und der Fragwürdigkeit von dessen großspurigen Behauptungen. Eine gewisse Nähe zu Hamer wird deutlich, dessen große Bedeutung für das GBV aber leider nicht.

 

Die Kinderklinik hat meine ab 2004 veröffentlichte Kritik am GBV, von dem ich annehme, dass es damals etwa zu 50% des Umsatzes der Klinik beitrug, umgehend zurückgewiesen. Diesen Rechtfertigungsversuch habe ich Satz für Satz hier kommentiert: www.reimbibel.de/PAMPHLET-KRITIK.pdf  (Vorsicht: sehr langer Text!)

 

Die bisher einzige gründliche journalistische Kritik an Stemmann und dem ihn stützenden oder zumindest tolerierenden gesellschaftlichem System hat Hubert Rehm vorgelegt: „Wundermedizin in Gelsenkirchen. Hamert Heinrich Heine? … Ein emeritierter Gelsenkirchener Professor behandelt Neurodermitis mit Methoden, die auf den Lehren eines vorbestraften Esoterikers beruhen“ (Laborjournal, 6/2005, 20-24).

Rehm hat Texte pro und kontra GBV studiert, mich stundenlang interviewt, schriftlich und mündlich bei der Kinderklinik nachgefragt, das Dekanat der HHU Düsseldorf befragt, Stemmann schriftlich befragt, aber keine Antworten erhalten. Rehm hat mir darin zugestimmt, dass Stemmann ein verkappter Anhänger Hamers ist und seine angeblichen Therapieerfolge nicht wissenschaftlich belegt hat. Er beklagt außerdem das Verhalten in dieser Sache von Universität, Gesundheitsministerium und Kinderklinik.

 

Am 8.9.2006 erschien online ein Artikel im Laborjournal unter dem Titel „Quacksalberei auf Krankenschein?“, in dem es um meine (vergeblichen) Strafanzeigen gegen Stemmann und dessen Unterstützer geht: https://www.laborjournal.de/editorials/207.php .

 

Für Journalisten dürfte es schwierig sein, kritisch über das GBV zu berichten. Denn wie mein Bericht zeigt, handelt es sich um eine komplexe Materie. Kann jemand seine Kritik am GBV auch nur stellenweise nicht ausreichend belegen, riskiert er eine Anzeige wegen übler Nachrede und Regressforderungen wegen Geschäftsschädigung. Die folgende Meldung stellt eine Ausnahme von der Regel dar, da Zeitungen – auch die Rheinische Post – normalerweise Vorträge von Stemmann, Langer und Lion ohne kritische Kommentierung ankündigen:

https://rp-online.de/nrw/staedte/kevelaer/ein-forum-fuer-fragwuerdiges_aid-11264143
 
Kritisches SWR-Interview mit Stemmann

Wie sehr sich Stemmann in ein pseudowissenschaftliches Wahnsystem hineingesteigert hat, kommt besonders gut in diesem 30-minütigen Interview aus dem Jahr 2005 zum Vorschein, an dessen Ende Stemmann abstreitet, etwas mit der GNM Hamers zu tun zu haben. Ich habe das gesamte Interview transkribiert und ausführlich kommentiert. Meines Erachtens ist dies ein Dokument der Zeitgeschichte, das zeigt, dass man in Deutschland auch in einem öffentlichen Krankenhaus den größten Unsinn verbreiten und vermarkten kann, wenn man

versteht, sich als Heiler auszugeben und Politik und Medien zu bedienen. www.reimbibel.de/GBV-SWR-befragt-Stemmann.pdf . (Sehr langer Text)

 

Zum skandalösen Sichdummstellen der Ärztekammer Westfalen-Lippe

https://web.archive.org/web/20071220195444/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KORRESPONDENZ-AERZTEKAMMER-WESTFALENLIPPE.HTML

 

Zum skandalösen Sichdummstellen des Gesundheitsministeriums in NRW

https://web.archive.org/web/20071220194415/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KORRESPONDENZ-GESUNDHEITSMINISTERIUM-NRW.HTML

 

Zum skandalösen Sichdummstellen der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Prof. Pfitzer hatte schon 1989 als Dekan Interesse an der „Neuen Medizin“ Hamers gezeigt:

https://web.archive.org/web/19990828043321/http://www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/1989/890713.htm

Spätestens ab 1992 wusste Pfitzer, dass Stemmann ein Anhänger Hamers ist.

www.neue-medizin.de/html/body_dok_11.html

 

Ab 2005 habe ich die Fakultät ausführlich über die Scharlatanerie Stemmanns informiert und sie aufgefordert, Stemmann den Titel eines Außerplanmäßigen Professors zu entziehen. Dazu sah diese keine Veranlassung:

http://www.reimbibel.de/GBV-Korrespondenz-Uni-Duesseldorf.html

 

Anmerkung: Meine Behauptung, Prof. Stemmann sei ein Betrüger im Sinne von § 263 StGB, halte ich nicht mehr aufrecht, da diese Norm eine Betrugsabsicht voraussetzt, die ich anscheinend nicht in einer Weise nachweisen kann, die einem Gericht genügen würde. Für betrügerisch im umgangssprachlichen Sinne halte ich aber weiterhin seine Behauptung, er könne die Neurodermitis heilen.

 
Fazit

 

Das GBV nach Stemmann und Hamer hat offensichtlich seine ätiologischen Grundannahmen (spezifische Konflikte als Krankheitsursachen, Trennungstheorie, Revierangsttheorie, Rolle des Gyrus postzentralis, zweiphasiger Verlauf) von der GNM Hamers übernommen und orientiert sich folgerichtig auch therapeutisch mit der versuchten Bearbeitung von Trennungs- und Revierkonflikten an der Hamerschen  Krankheitslehre. Auch hinsichtlich des Konzepts der Selbstheilung scheint Stemmann von Hamer beeinflusst worden zu sein.

 

Die bizarre These von Stemmann und Hamer zur Entstehung von Krankheiten im allgemeinen sowie die Stemmann-Hamer-Theorie zur Allergieentstehung werden wissenschaftlich nicht belegt. Die von Stemmann referierten hauseigenen Verlaufsstudien berichten nicht über Heilungen der ND und belegen noch nicht einmal, dass die Methoden des GBVs überhaupt therapeutisch wirksam sind. Eine Heilung allergiekranker Kinder durch das GBV (80% innerhalb eines Jahres) wird von Stemmann reklamiert, aber nicht wissenschaftlich untermauert. Mit evidenzbasierter, seriöser Medizin hat all dies nichts zu tun.

 

Stemmann hält auch Asthma für heilbar. Der Titel seines 1999 im Selbstverlag erschienenen Buches lautet: „Asthma ist heilbar – Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“.

 

Wegen seiner Nähe zur GNM und mangels wissenschaftlicher Belege für seine Wirksamkeit ist das GBV ein esoterisches Behandlungsprogramm, das keinesfalls als „beispielgebend“ oder als „Bereicherung für das Gesundheitswesen“ [Stemmann und Stemmann, 2002, S. 3] angesehen werden kann. Hinzu kommt, dass nicht nur die Kinderklinik Gelsenkirchen und Stemmann als wohl prominentester ärztlicher Anhänger Hamers lange Zeit auf Platz 1 der Link-Liste der GNM standen [bei www.pilhar.com], sondern auch zu befürchten ist, dass umgekehrt durch das der GNM nahestehende GBV und den das GBV unterstützenden Verein „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“ Menschen für die Hamersche Lehre empfänglich gemacht wurden. Es ist nicht zu bezweifeln, dass die – m.E. skandalöse - Zuwendung der Kinderklinik Gelsenkirchen zur GNM eine Art diplomatische Anerkennung darstellt, die die GNM aufgewertet hat.

 

Der tragische Fall des Leipzigers Sören Wechselbaum, der unter dem Einfluß von Hamer mit 25 Jahren infolge eines früh erkannten, aber unbehandelt gebliebenen Hodenkrebses  verstorben ist https://www.psiram.com/de/index.php/Opfer_der_Germanischen_Neuen_Medizin sowie weitere vom Bundesverband Sekten- und Psychomarktberatung e.V. in Bonn beschriebene Fälle https://web.archive.org/web/20070810143857/www.agpf.de/Hamer.htm  zeigen, dass die GNM krebskranke Menschen dazu verleiten kann, evidenzbasierte ärztliche Hilfe kategorisch abzulehnen.

 

Zum aktuellen Behandlungsangebot der Abteilung für Psychosomatische Pädiatrie der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen

 

Die von Dr. Lion ärztlich geleitete Psychosomatik-Abteilung beschreibt aktuell (Juli 2019) ihr Angebot u.a. wie folgt:

„In der stationären psychosomatischen Komplexbehandlung lässt sich über die Verhaltens- beobachtung in Alltagssituationen eine wirklichkeitsnahe Diagnostik somatischer, psychologischer und sozialer Aspekte der Symptomatik und der damit verknüpften Verhaltensmuster durchführen. Die Verhaltensmodifikation erfolgt auf der Basis eines multifokalen Therapieansatzes, welcher standardisierte und modulförmig eingesetzte Therapiebausteine wie Stressimpfungstraining, Entspannungsverfahren, systemische und kognitive Therapie, Verhaltenstherapie, Strukturtherapie, Bindungs- und Trennungstraining, Ernährungstherapie usw. beinhaltet. Ein besonderes Charakteristikum der Therapie stellen gezielte Interventionen zur Stress-Induktion dar, womit eine deutliche Abgrenzung zu Kur- und Reha-Maßnahmen gegeben ist. Maßgebend für das Therapiekonzept sind die Leitlinien zu Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter sowie die Leitlinien für eine pädiatrische Psychosomatik.“

https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/therapie/Stationaere-Komplextherapie/                                     

 

Die nahtlos aus dem GBV hervorgegangene „Multimodale-3-Phasen-Therapie“ heißt neuerdings auch „Stationäre Komplextherapie“. Es klingt in deren Beschreibung auf der Internetseite der Klinik nichts mehr nach Hamer, aber da von Streßimpfungstraining, Trennungstraining und gezielten Interventionen zur Stress-Induktion die Rede ist, lässt sich erkennen, dass für eine Kinderklinik ungewöhnliche Methoden verwendet werden. Der Hinweis auf einschlägige Leitlinien, die maßgebend seien, suggeriert jedoch, dass sich die verwendeten Methoden im Rahmen des Üblichen bewegen. Siehe dazu: https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/therapie/Stationaere-Komplextherapie/

 

Diese Leitlinien sind jedoch sehr allgemein abgefasst. Es geht aus ihnen keineswegs hervor, dass es sich bei der Behandlung von ND durch Mutter und Kind zumindest anfangs psychisch schwer schädigende Trennungen (s. Film „Elternschule“) um eine übliche Methode zur Therapie an ND oder Asthma erkrankter Säuglinge und Kleinkinder handelt.

 

Der im Fernsehen am 3.7.2019 (ARD) und 13.7.2019 (ZDF) gezeigte 90-minütige und als DVD zweistündige Dokumentar-Film „Elternschule“ zeigt einen sehr ungewöhnlichen Behandlungsansatz, der nicht nur vielen Laien, sondern auch Fachleuten hoch problematisch erscheint und deshalb unter ethischen, fachlichen und juristischen Gesichtspunkten einer gründlichen Prüfung durch unabhängige Institutionen und Gutachter bedarf.

http://www.dgkjp.de/aktuelles1/482-stellungnahme-der-dgkjp-zum-film-elternschule

http://www.dgkjp.de/aktuelles1/504-film-elternschule

https://www.dgsf.org/themen/stellungnahmen-1/stellungnahme-zum-dokumentarfilm-elternschule

 

Nach meiner Einschätzung werden die hohen Kosten und die starken Belastungen und eventuell sogar Traumatisierungen von Säuglingen, Kleinkindern und Eltern durch das GBV zumindest bei ND und Asthma nicht durch wissenschaftlich nachgewiesene außerordentlich gute Therapieerfolge gerechtfertigt. Es handelt sich daher beim GBV zu einem erheblichen Teil nicht um die Behandlung, sondern um die Misshandlung von kranken Kindern.

Es erscheint mir außerdem fraglich, ob die Eltern der Patienten vor Therapiebeginn hinreichend darüber aufgeklärt werden, was ihnen und ihren Kindern an Trennungen und weiteren Belastungen (z.B. Einstellung der Behandlung der Haut, radikale Ernährungsumstellung) durch das GBV zugemutet werden soll.

 

„Qualitätsberichte“ der Klinik zeigen, dass in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen nicht mehr Asthma und ND diagnostiziert und therapiert werden, sondern in erster Linie psychische Störungen, von denen  Herr Dr. Lion in der Tradition von Ryke Geerd Hamer und Ernst August Stemmann annimmt, dass sie diese Erkrankungen verursachen:

www.reimbibel.de/GBV-Psychische-Stoerungen-als-Ursachen-von-Asthma-und-ND.pdf .

Bei Säuglingen und Kleinkindern werden diese angeblichen Störungen vor allem durch brutale Trennungen von Mutter und Kind sowie „Stressimpfungs-Trainings“ verhaltenstherapeutisch „behandelt“. Dies wird Eltern, Krankenkassen, Politik und Medien als sehr erfolgreiche ganzheitliche Psychosomatik und Anleitung zu „liebevoll-konsequenter Erziehung“ offeriert.

 

Es ist dringend geboten, die jetzige Behandlung von Asthma und ND einzustellen oder zumindest durch eine unabhängige Studie mit Vergleichsgruppe zu prüfen, ob das Kinder, Eltern und Krankenkassen extrem belastende GBV bei Asthma oder ND wesentlich bessere Resultate erzielt als eine konventionelle Behandlung. Denn nur bei Vorliegen eines solchen wissenschaftlichen Nachweises wäre das GBV unter ethischen Gesichtspunkten überhaupt diskutabel. In diesem Fall wären Langzeitstudien wegen der Möglichkeit langfristiger Beein-trächtigungen des psychischen Befindens von Mutter und Kind sowie deren Beziehung notwendig.

Literatur:

Alexander F (1952) Psychosomatic Medicine. Norton, New York                         Brosig B, Gieler U (2004) Die Haut als psychische Hülle. Psychosozial-Verlag, Gießen                                                                                     Diepgen TL, Fartasch M, Ring J, Scheewe S, Staab D, Szcepanski R, Werfel T, Wahn U, Gieler U (2003) Neurodermitisschulung. Konzept und aktueller Stand der German Randomized Intervention Multizentre Study. Hautarzt 54: 946-951

Hamer RG (1989) Krebs-Krankheit der Seele-Kurzschluß im Gehirn, dem Computer unseres Organismus-Die eiserne Regel des Krebs, Amici di Dirk, Köln

Hamer RG (1994) Kurzfassung der Neuen Medizin (Stand 1994) zur Vorlage im Habilitaionsverfahren von 1981 an der Universität Tübingen. Amici di Dirk, Köln

Hamer RG (2004) Krebs und alle sog. Krankheiten - Kurze Einführung in die Germanische Neue Medizin, Amici di Dirk, Köln

Kiecolt-Glaser JK, McGuire L, Robles TF, Glaser R (2002) Psychoneuroimmunology: psychological influences on immune function and health. J Consult Clin Psychol 70: 537-547

Klosterhalfen W, Klosterhalfen S (1996) Psychoimmunologie. In: Adler, RH, Herrmann, JM, Köhle, K, Schonecke, OW, von Uexküll, T, Wesiack, W (Hrsg) Psychosomatische Medizin. Urban & Schwarzenberg, München, Berlin, Baltimore, S 145-160

Leung DYM, Bieber T (2003) Atopic dermatitis. Lancet 361: 151-160

Loch H (1985) Das Ekzemkind in seiner Familie. In: Klug HP und Specht F (Hrsg) Psychosomatische Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Neue Beiträge zur Erziehungs- und Familienbetreuung, Bd. 10: 46-60. Verlag für Medizinische Psychologie, Göttingen

Lion, K-A., Langer, D., Stemmann, E.A., Holling, H. (2011) Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung bei Kindern mit Neurodermitis – eine Evaluationsstudie. päd 17: 196-202.

mt (2003) „Neue Medizin fordert Menschenopfer: Tod trotz operablem Hodentumor. Medical Tribune 36:

Raap U, Werfel, T, Jaeger, B, Schnid-Ott, G (2003) Atopische Dermatitis und psychischer Streß. Hautarzt 54: 925-929.

Reese I, Worm, M (2002)

Stellenwert pseudoallergischer Reaktionen und Einfluß von Zucker bei der atopischen Dermatitis

Allergologie 25, 264-268

Schäfer T, Schlenther U, Lehr HJ, Hortolani F, Wiesner R, Hellermann M, Gieler R (2003) Therapiekonzept Schwelmer Modell. Ergebnisse einer Verlaufsbeobachtung über 9 Jahre. Allergologie 26: 87-94

Stemmann, E. A.(1999): Asthma ist heilbar – Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren –

533 Seiten, ISBN 3-00-004066-8, Auslieferung: Allergie- und umweltkrankes Kind e. V.

Stemmann EA, Lion KA, Starzmann G, Langer D (2004) Allergie – ein Schicksal aus Lebensstil oder Veranlagung? Umweltpanorama 3: 12-14

Stemmann EA, Starzmann G (1990) Die Behandlung der atopischen Dermatitis. Erfahrungsheilkunde II, 741-747.

Stemmann EA, Starzmann G, Langer D (2000) Wirksamkeit der Behandlung der Neurodermitis nach Prof. Dr. E.A. Stemmann. AUK-Brief  5: 1-4.

Stemmann EA, Starzmann G, Meyn Th, Jakob M, Schachoff, R (1989/90) Neue Wege der Behandlung der atopischen Dermatitis (der Neurodermitis, des endogenen Ekzems). Ein ganzheitliches Konzept und Behandlungsverfahren. Pädiat Prax 39: 305-317.

Stemmann EA, Starzmann G, Schachoff R, Langer D et al. (1993) Neurodermitis ist heilbar. Das Gelsenkirchener Behandlungsprogramm der Neurodermitis. Z Theorie Praxis Sozialtherapie 6-7: 23-33

Stemmann EA, Stemmann S (2002)  Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis (Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren), Eigenverlag, Gelsenkirchen, Auslieferung durch Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.
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Julian

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Chronik des Gelsenkirchener Klinikskandals
« Reply #2 on: September 30, 2019, 06:31:54 PM »

Ich übernehme das. Die Textmarkierungen sieht man sich im Original an.


http://www.reimbibel.de/Chronik-des-Gelsenkirchener-Klinikskandals.htm

[*quote*]
Chronik des Gelsenkirchener Klinikskandals

Die angebliche Heilung von Asthma und Neurodermitis durch die Kinderklinik Gelsenkirchen

Zusammengestellt von Wolfgang Klosterhalfen

(Apl. Prof. für Medizinische Psychologie, Düsseldorf)

http://www.reimbibel.de/Chronik-des-Gelsenkirchener-Klinikskandals.pdf

http://www.reimbibel.de/Chronik-des-Gelsenkirchener-Klinikskandals.htm

(Stand: 29.9.2019, wird in nächster Zeit noch überarbeitet und ergänzt)

 

Über das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren (GBV) der Kinderklinik Gelsenkirchen zur Therapie von Asthma und Neurodermitis (ND) habe ich schon in den Jahren 2004 bis 2008 kritisch berichtet. Die Klinik hat mir daraufhin 2005 mit einer Unterlassungsklage und 2008 mit einer Klage wegen Geschäftsschädigung gedroht. Da ich damals abgesehen von einem Artikel im Spiegel („Galilei aus Gelsenkirchen“) kaum Unterstützung bekommen habe, und eigentlich zuständige staatliche und halbstaatliche Einrichtungen sich meiner Kritik gegenüber dumm stellten, habe ich meine Aufklärungsaktivitäten im Herbst 2008 eingestellt. Viele Artikel über das GBV wurden von mir gelöscht, der Rest später durch die Universität Düsseldorf, als sie alle zur Verfügung gestellten privaten Internetseiten ihrer Mitarbeiter löschte.

 

Ab Mitte 2019 habe ich alte und neue Texte von mir wieder in Form eines Übersichtsartikels zugänglich gemacht:

www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.pdf und außerdem eine Materialsammlung in Form der vorliegenden Chronik erstellt.

 

Das GBV wurde ab 1980 an der Kinderklinik Gelsenkirchen von dem Kinderarzt und Allergologen Apl. Prof. Dr. med. Ernst August Stemmann entwickelt. Seit 4/2008 wird das GBV ärztlich von dem Kinderarzt und Allergologen Dr. med. Kurt-André Lion und therapeutisch von dem Verhaltenstherapeuten Dipl.-Psych. Dietmar Langer geleitet. Das GBV wurde unter Lion und Langer in seinen Anwendungen erweitert und in „Mulitmodale-3-Phasen-Therapie“ und „Stationäre Komplextherapie“ umbenannt: https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de .

 

Lion wurde ab 1992 an der (damals noch städtischen) Kinderklinik Gelsenkirchen unter deren ärztlichem Leiter E.A. Stemmann zum Facharzt für Kinderheilkunde ausgebildet. Langer arbeitet seit 1991 an dieser Klinik, die seit 2002 Teil der BKB Bergmannsheil- und Kinderklinik Buer gGmbH ist. Träger sind zu 75% die Knappschaft und zu 25% die Stadt Gelsenkirchen.

 

Am GBV scheiden sich die Geister. Es gibt seit über 30 Jahren dazu viel Eigenlob sowie Lob von den Medien, aus der Politik und von Eltern, aber kaum fachliche Annerkennung. Etliche Fachleute und Fachgesellschaften sehen im GBV ein ethisch nicht vertretbares, pseudomedizinisches Verfahren, das sehr teuer und psychisch sehr belastend ist, aber seine angeblich großen Therapieerfolge nie wissenschaftlich nachgewiesen hat.

 

In diesem Artikel dokumentiere und kommentiere ich in chronologischer Reihenfolge Informationen zum Streit um das GBV bzw. die Multimodale-3-Phasen-Therapie bzw. die Stationäre Komplextherapie der Klinik. Dadurch möchte ich es interessierten Personen und Organisation erleichtern, sich ein realistisches Bild von der dortigen „Pädiatrischen Psychosomatik“ zu machen.

 

21.12.1979

Dr. med. E.A. Stemmann wird zum Außerplanmäßigen Professor ernannt

Das Land NRW verleiht auf Antrag der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf Herrn Dr. med. Ernst August Stemmann die Bezeichnung

„Außerplanmäßiger Professor“. Stemmann war zuvor viele Jahre an der Kinderklinik der Universität Düsseldorf tätig und hat vor allem zum Asthma geforscht.

1980

Prof. Stemmann wird ärztlicher Leiter der Kinderklinik Gelsenkirchen.

Träger der Kinderklinik war bis Ende 2001 die Stadt Gelsenkirchen.

1987

Stemmann, E.A.: Neurodermitis ist heilbar. Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren. Peine: Kaivos

„Das Buch ist speziell für den Betroffenen, den Neurodermitiker, geschrieben.“ (S. 5)

Das Literaturverzeichnis enthält 35 Angaben, darunter keine Publikation, die die angeblich mögliche Heilung der Neurodermitis (ND) durch das GBV behauptet oder belegt. Im Vorwort schreibt Stemmann:

„Was also ist das Geheimnis der Neurodermitis? Sicher ist die Neurodermitis keine Erkrankung, deren Ursache in der Haut selbst begründet liegt. Ursache ist die Atopie. Der Neurodermitiker ist ein psychisch und mit seiner Haut überempfindlich reagierender Mensch, der zu Allergien neigt. Meidet man auslösende Faktoren wie psychische Spannungen, Allergene oder irritative Reize, so klingt die Neurodermitis ab. Heilbar wird sie erst, wenn es gelingt, den Atopiker in einen selbstsicheren, harmonischen Menschen zu verändern, der gesund lebt. Der Anspruch, den das vorliegende Behandlungsverfahren erhebt, ist enorm. Dennoch bezeugen die Behandlungsergebnisse, daß dieses hohe Ziel zu erreichen ist.“ S. 4

Dass Stemmann glaubt, eines Tages die ND heilen zu können, beruht auf diesem Fehlschluss: „Wenn eine Erkrankung spontan ausheilt, müßte der Heilerfolg nachzuahmen sein.“ S. 7 Spontanheilungen können nicht nachgeahmt, aber eventuell unterstützt werden. Wenn es einem Arzt z.B. gelingt, einen zunächst uneinsichtigen Patienten dazu zu bewegen, sich wegen seiner Grippe längere Zeit ins Bett zu legen, fördert er vermutlich damit dessen Spontanheilung.

09.06.1988

Eintragung des Bundesverbands Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.  (AuK) in das Vereinsregister der Stadt Gelsenkirchen

Dieser Verein betreut bis heute Familien allergiekranker Kinder, macht begeistert Werbung für das GBV und dient diesem als Sprachrohr. In Spitzenzeiten hatte er 50 Ortsgruppen und 2.600 Mitglieder. Näheres hier: www.reimbibel.de/GBV-AuK-Allergie-und-umweltkrankes-Kind.pdf .

13.07.1989

Der Dekan der Medizinischen Fakultät der HHU, Prof. Dr. Pfitzer,

lässt sich von Ryke Geerd Hamer zu dessen „Neuer Medizin“ interviewen.

http://web.archive.org/web/20050210144309/http://pilhar.com/Hamer/Korrespo/1989/890713.htm

19.07.1989

Entzug der Approbation von Dr. Ryke Geerd Hamer

Das Verwaltungsgericht in Koblenz bestätigt gegenüber Dr. Hamer den Entzug der Approbation. (Az 9 K 215/87) "Der Kläger sei wegen einer nachträglich eingetretenen Schwäche seiner geistigen Kräfte zur Ausübung des ärztlichen Berufes unfähig geworden, da er mangels entsprechender Einsicht nicht mehr in der Lage sei, den ärztlichen Pflichten bei der Behandlung von Krebskranken nachzukommen. Nach dem Ergebnis der angestellten Ermittlungen verfüge er infolge seiner psychopathischen Persönlichkeitsstruktur nicht über die notwendige Einsichtsfähigkeit, um zu erkennen, daß die Richtigkeit seiner Theorie der "Eisernen Regel des Krebs" nicht bewiesen sei ...“

http://web.archive.org/web/19990828044827/www.pilhar.com/Hamer/Korrespo/1989/890719.htm

Im Unterschied zu Hamer ist Prof. Stemmann, der 1992 die Richtigkeit der Theorie der „Eisernen Regel des Krebs“ bestätigte, nie die Approbation entzogen worden.

1989

Hamer RG: KREBS. Krankheit der Seele. Kurzschluß im Gehirn,

dem Computer unseres Organismus. Die EISERNE REGEL DES KREBS.

Eigenverlag (Amici di Dirk, Köln)

1989/90

Stemmann, EA, Starzmann, G, Meyn, T, Jakob, M, Schachoff, R:

Neue Wege der Behandlung der atopischen Dermatitis (der Neurodermitis, des endogenen Ekzems). Ein ganzheitliches Konzept und Behandlungs-verfahren. Pädagogische Praxis 39, 305-318

In diesem Artikel beschreibt Stemmann mögliche Auslöser der ND und Wege zu deren Vermeidung. Dabei spielen psychische Spannungen und die Ernährung eine große Rolle. „Langeweile und kleine Konflikte, die durch Aufstehen, Waschen, Hautpflege, Anziehen, Essen, Spielen, Aufräumen oder Schlafengehen entstehen.“ S. 306 Außerdem werden Überforderungen, Unterforderungen und Trennungen als mögliche Auslöser genannt. Verschiedene Maßnahmen zur Stressreduktion und eine strenge Diät werden empfohlen. Auch dieser Text ist noch nicht von Ryke Geerd Hamer beeinflusst, der 1987 erstmals sein „Vermächtnis einer Neuen Medizin“ publizierte.

9/1990

 Przybilla B, Ring J., Semin Dermatol., 220-5

“As most of the patients react only to one or two food items and as these often differ from one patient to another, undirected exclusion diet regimens are unnecessary and unethical.”

19.11.1990

Eintrag ins Vereinsregister 667 (Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.)

beim Amtsgericht in Gelsenkirchen-Buer: „Kinderarzt Prof. Dr. Ernst-August Stemmann, Gelsenkirchen-Buer (1. stellvertretender Vorsitzender)“.

www.reimbibel.de/AuK-VR.jpg

1990

Stemmann EA, Starzmann G

Die Behandlung der atopischen Dermatitis. Erfahrungsheilkunde II, 741-747

Der Artikel reiht sich in die psychosomatisch orientierte Literatur zur Entstehung der ND ein. Überschriften des Textes: Theorien der Pathogenese, Die veränderte Reaktivität der Haut, Immunologische Mechanismen, Psychosomatische Vorgänge, Psychische Entwicklung des Säuglings, Die Mutter-Kind-Beziehung, Die Situation des Neurodermitikers, Ausschaltung irritativer Reize, Das Austesten einer Nahrungsmittelallergie, Die Behandlung mit Diät, Betreuung durch die Eltern, Die Persönlichkeitsentwicklung des neurodermitischen Kindes, Überwindung der Isolation, Die Behandlung des Kratzverhaltens, Das Selbstwertgefühl des neurodermitischen Kindes, Schlafstörungen. Auch dieser Artikel ist noch nicht von Hamer beeinflusst.

15.4.1991

Dr. Wolfgang Klosterhalfen wird von der Kinderklinik Gelsenkirchen

als Diplom-Psychologe und Experte für Psychoimmunologie angestellt. http://www.reimbibel.de/Arbeitszeugnis.pdf

Zuvor war er viele Jahre als wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Medizinische Psychologie der Universität Düsseldorf tätig.

4/1992 - 9/1992

Dr. W. Klosterhalfen vertritt an der Univ. Hamburg den C-4-Lehrstuhl

für Medizinische Psychologie

19.05.1992

Dr. W. Klosterhalfen wird vom Land NRW zum Apl.Professor ernannt

24.06.1992

Brief von Prof. Stemmann an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf

„Sehr geehrter Herr Dekan,

Ihrem Vorschlag, dass ich als Mitglied der Medizinischen Fakultät in einer Ärztekonferenz 20 Fälle daraufhin untersuchen soll, ob sie nach den biologischen Gesetzmäßigkeiten der ‚Neuen Medizin’ des Dr. Ryke Geerd Hamer reproduzierbar sind, habe ich entsprochen. ... Am 23. und 24. Mai 1992 hat unter meiner Leitung eine Konferenz in der Städtischen Kinderklinik Gelsenkirchen an 24 Fällen nach den Regeln der ‚Neuen Medizin’ stattgefunden ... Wir fanden ausnahmslos bei allen 24 Fällen ... dass die biologischen Gesetzmäßigkeiten der ‚Neuen Medizin’ 1-3 jeweils für jede Teilerkrankung exakt erfüllt waren und zwar auf allen 3 Ebenen, der Psyche, dem Gehirn und den Organen, und das für jede einzelne Phase synchron. ... In den nächsten Tagen geht Ihnen die darüber ausgefertigte ausführliche Dokumentation samt detailliertem Prüfbericht von mir gesondert zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach der strengen wissenschaftlichen Überprüfung auf Reproduzierbarkeit die Gesetzmäßigkeiten der „Neuen Medizin“ (1-3) r i c h t i g sind, muß nunmehr als sehr hoch angesetzt werden.“ www.neue-medizin.de/html/body_dok_11.html

http://www.klinikskandal.com/19920624_Zertifikat_Neue_Medizin_durch_Stemmann.jpg

Die angeblich schon angefertigte Dokumentation ist bisher weder dem Dekanat in Düsseldorf vorgelegt noch im Internet oder woanders veröffentlicht worden. Herr Dr. Stemmann hat mir im Jahr 2000 handschriftlich mitgeteilt, es sei kein Bericht angefertigt worden: www.reimbibel.de/Stemmann-kein-Bericht.pdf  .  Es scheint, dass Stemmann entweder den Dekan oder mich angelogen hat.

7/1992

Stemmann preist Hamers Forschungsarbeiten als grandiose Idee   

Stemmann bezeichnet gegenüber der Presseagentur ddp Hamers Forschungsarbeiten als eine „grandiose Idee“ und Hamer selbst als „in

Teilbereichen einen der größten Forscher dieser Zeit“.

https://web.archive.org/web/20000311024537/http://www.pilhar.com/News/Presse/1992/9207ddp.htm

03.07.1992

Hamer-Anhänger Helmut Pilhar wirbt mit Stemmanns „Ärztekonferenz“ an der Kinderklink Gelsenkirchen für die „Neue Medizin“ von R.G. Hamer

„Liebe Leser,

Eine gute Nachricht: Vor kurzem wurde die NEUE MEDIZIN Dr. Hamers im Auftrag der medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf bei einer zweitägigen Konferenz unter Vorsitz von Prof. Stemmann aus Gelsenkirchen geprüft und für richtig befunden!

Die vorgestellten Patientenfälle wurden in einer mehrhundertseitigen Dokumentation zusammengestellt. Diese Dokumentation beweist allen, die immer noch wider besseres Wissen behaupten, Dr. Hamers Erkenntnisse seien ungeprüfte Theorien, das Gegenteil:

Wir drucken ein unterschriebenes Dokument der Überprüfungskonferenz von Gelsenkirchen für Sie ab, das wir Sie bitten zu verbreiten, gerade auch unter Medizinern.“

https://web.archive.org/web/19991118141250/http://www.pilhar.com/News/Amici_n/92_3.htm

http://www.doktor-tod.de/Volle_Kanne_Dokumentarfilm_Elternschule_1945779791.mp4

https://www.germanische-heilkunde.at/dokumentation-beitrag-anzeigen/eine-gute-nachricht.html

29.09.1992

Persönliche Begegnung von Dr. Hamer und Dr. Stemmann im Hessischen Landesprüfungsamt für Heilberufe

http://web.archive.org/web/20050210151201/http://pilhar.com/Hamer/Korrespo/1992/921106.htm

1993

Stemmann EA, Starzmann G, Schachoff R, Langer D, Schachoff R, Langer D, Klosterhalfen W, Lion KA, Stachnik J, van Meerbergen, S

Neurodermitis ist heilbar. Das Gelsenkirchener Behandlungsprogramm der Neurodermitis. Sozialtherapie 6-7, 23-33

(Ich habe an diesem Artikel nicht mitgearbeitet. WK)

In diesem Artikel wird erstmals von Stemmann die Entstehung der ND aus der Perspektive der „Neuen Medizin“ von Hamer beschrieben:

„Eine Neurodermitis kann nur durch ein Gefühl entstehen, das den Betroffenen elementar, unerwartet, vergleichbar einem Schock, trifft. … Welches Gefühl verursacht eine Neurodermitis? Bestimmte Gefühle haben Bezug zu bestimmten Krankheiten und gehen ihnen voraus. Bei der Neurodermitis dominiert das Gefühl „Trennung“. Unter Trennung ist der Abriß des Körperkontaktes, der Verlust des Kontaktes zur Mutter, Familie, zu Freunden, zur gewohnten Umgebung zu verstehen.  … und so entsteht eine Neurodermitis nach Situationen, in denen „Trennungen“ vollzogen werden, wie

. nach der Geburt, Trennung von der Mutter

. beim Abstillen, Trennung von der Brust, der Nahrungsquelle

. durch die Geburt eines Geschwisterkindes, Trennung von der Mutter

. nach Scheidung der Eltern, Trennung von einem Elternteil

. nach Wohnortwechsel, Trennung von dem alten Revier

. nach Scheitern der ersten Liebe, Trennung von dem geliebten Menschen

. nach Arbeitsplatzwechsel, Trennung von dem gewohnten Umfeld

Wiederholen sich derartige Situationen von Trennung, in denen das Gefühl erinnert und als Kränkung empfunden wird, werden jedesmal neurodermitische Beschwerden auftreten, und damit ist die chronische Krankheit programmiert.

Zusammen mit der Kränkung durch das Gefühl können auch andere Informationen wahrge- nommen und gespeichert werden, die zu dem Zeitpunkt, da der Betroffene die Kränkung empfunden hat, vorhanden waren, wie

  Sinneswahrnehmungen in Form von Geräuschen, Gerüchen u.a.

  Der Kontakt mit Allergenen, infektiösen Erregern, Schadstoffen u.a.

Werden dann diese Sinneswahrnehmungen in Form von Geräuschen, Gerüchen u.a. bewußt oder, was zumeist der Fall ist, unbewußt erinnert oder findet erneuter Fremdstoffkontakt mit Allergenen, infektiösen Erregern, Schadstoffen u.a. statt, so treten Neurodermitissymptome auf.“  S. 25f

Bei der Darstellung der Behandlungsmaßnahmen ist noch nicht von einer täglich insgesamt mehrstündigen Trennung von Mutter und Kind (sogar bei Säuglingen) die Rede: „Eine zu starke Anklammerung der Familienmitglieder aneinander wird in kleinen Schritten vorsichtig gelöst (Methode der systematischen Desensibilisierung)“ S. 33

9/1993

Bericht von Prof. Stemmann für die AOK Ennepe-Ruhr

Titel: „Klinische Prüfung zur Evaluierung therapeutischer Effekte im „Schwelmer Modell“. Wissenschaftliche Erfolgskontrolle. Prof. Dr. E. A. Stemmann, Prof. W. Klosterhalfen, Städtische Kinderklinik“

Auf Seite 70 dieses Berichtes [zu dem ich als Hilfskraft Stemmanns lediglich durch Auswertung der Patientenakten und statistische Darstellungen und Berechnungen beigetragen habe] heißt es:

„Laut Hamer (9) wird die Trennung wie ein Schock erlebt, wenn sie den Betreffenden unerwartet trifft und ihm wehtut. Das Trennungserlebnis bzw. –gefühl löst dann die Neurodermitis ursächlich aus. Doch zunächst sind die Krankheitssymptome noch nicht sichtbar, solange den Betroffenen sein „gekränktes“ Gefühl intensiv beschäftigt. Es ruft eine Dauersympathikotonie hervor, erkennbar an der inneren Unruhe, dem gereizten Verhalten, der trockenen und blassen Haut und den kalten Händen und Füßen. Wird das krankmachende Gefühl überwunden, so geht die Stressphase in eine vagotone Phase über, in der die Neurodermitis in Erscheinung tritt. Die Haut ist gerötet, feucht, Hände und Füße sind warm, die innere Spannung sinkt und erst danach kehrt der Organismus zur Normotonie zurück, wenn die Haut abgeheilt ist.

Zusammen mit der Kränkung durch das Gefühl können auch andere Informationen dauerhaft eingeprägt werden, die zu dem Zeitpunkt, als der Betreffende die Kränkung empfunden hat, vorhanden waren wie – Sinneswahrnehmungen - der Kontakt mit Allergenen, infektiösen Erregern, Schadstoffen u.a.  Wird das Gefühl der Trennung bewusst oder unbewusst erinnert oder werden programmierte Sinnesreize wahrgenommen bzw. findet ein erneuter Fremdstoffkontakt statt, so gerät der Betroffene automatisch in eine Stressphase, nach deren Abklingen unmittelbar Juckreiz einsetzt, und/oder es folgen ein bis zwei Tage später entzündliche neurodermitische Veränderungen nach.“

Seite 98: „9.  Hamer, R. G.: Vermächtnis einer Neuen Medizin, Bd. I Amici di Dirk Verlag Köln 1987“

10.06.1994

Hamer schlägt Stemmann als Gutachter für seine Habilitationsschrift vor

http://web.archive.org/web/20060219101210/http://pilhar.com/Hamer/Korrespo/1994/940610.htm

12/1994

Stemmann, EA: Asthma bronchiale.

Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren

DIN A5-Broschüre für Eltern, 16 Seiten, vertrieben durch den Verein

Allergie- und umweltkrankes Kind e.V., Gelsenkirchen

Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Asthma geht Stemmann

von der Irrlehre Hamers aus:

„Asthma beruht auf einer zentralfunktionellen Fehlsteuerung.“ (S. 4) „Asthma entsteht, wenn der Betroffene ein krankmachendes Gefühlempfindet oder ein Gefühl der Kränkung erlebt hat.“ (S. 5) „Der Betroffene ist weder psychisch auffällig, noch besitzt er eine kranke Seele.

Er hat sich lediglich „verfühlt“, und dadurch ist er an einem Asthma erkrankt. … Asthma kann nur durch ein Gefühl entstehen, das den Betroffenen elementar, unerwartet, vergleichbar einem Schock, trifft. … Bestimmte Gefühle haben Bezug zu bestimmten Krankheiten und gehen ihnen voraus. Beim Asthma dominiert das Gefühl “Revierangst”. … Jemand droht, in das Revier, das derBetroffene für sich reklamiert, einzudringen oder es unerlaubterweise zu

verlassen.“ (S. 6) „Der Krankheitsverlauf ist zweiphasig: erst wenn das krankmachende Gefühl

überwunden ist, d. h. in der Entspannung, setzt Asthma ein.“ S. 8

www.klinikskandal.com/Beweisstueck_20050405_Asthma_bronchiale.pdf

1995 (?)

Merkblatt

(Nur in Verbindung mit der Teilnahme an den Gruppengesprächen im Rahmen des Gelsenkirchener Behandlungsprogramms)

Trennung – Verlust

Dieses Merkblatt für die am GBV teilnehmenden Begleitpersonen (fast ausschließlich Mütter) listet zahlreiche Trennungsarten und Trennungs- umstände auf. Es soll offensichtlich den Müttern dabei helfen, Trennungs- erlebnisse der erkrankten Kinder zu identifizieren, die gemäß der Irrlehre von Hamer und Stemmann Asthma oder Neurodermitis verursacht haben.

www.reimbibel.de/Merkblatt-Trennung-Verlust.jpg (vergrößern mit strg/+)

Das kann dann notfalls auch ein verloren gegangener Nuckel sein. Aber nur, wenn das Kind durch diesen Verlust traumatisiert wurde. Eine solche Argumentation ist zirkelschlüssig: Bei Säuglingen mit ND nach Nuckelverlust wird unterstellt, dass der Verlust das Kind traumatisiert hat.

Juli 1996

Stemmann, EA: Neurodermitis (endogenes Ekzem, atopische Dermatitis)

Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren

DIN A5-Broschüre für Eltern, 16 Seiten, vertrieben durch den Verein

Allergie- und umweltkrankes Kind e.V., Gelsenkirchen

https://web.archive.org/web/20030323131236/www.kinderklinik-ge.de/Schriften/Neurodermitis.pdf 

Auch in dieser Broschüre (in der ich ungefragt als Mitautor genannt werde, obwohl ich keinen einzigen Satz beigesteuert habe) zeigt sich der Einfluss der zunächst „Neue Medizin“, später „Germanische Neuen Medizin“ (GNM) genannten Irrlehre von Hamer (1987, 1989, 1994) auf Stemmann und das GBV.

„Nach dem hier vertretenen Konzept ist die Neurodermitis nicht als eine Hauterkrankung zu betrachten. … Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren geht davon aus, daß ganz spezifische Streßsituationen für das Entstehen einerNeurodermitis verantwortlich sind. Grundsätzlich entsteht eine chronische Krankheit durch ein Gefühl, welches den Betreffenden elementar, unerwartet, vergleichbar einem Schock trifft. Bei der Neurodermitis ist dies das Gefühl von Trennung. Der Betroffene ist trennungsängstlich, trennungsempfindlich. Unter Trennung ist hierbei der unerwartete Abriß des Körperkontaktes, der Verlust des Kontaktes zur Mutter, Familie, zu Freunden, zur gewohnten Umgebung zu verstehen. Wichtig ist, daß nicht jede Trennung in die Erkrankung führen kann, sondern nur eine Trennungssituation, in der der Betreffendegefühlsmäßig “auf dem falschen Fuß erwischt” wird, in der er sich “verfühlt”.“ S. 2

03.02.1999

Bericht über das GBV in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Prof. Stemmann, Leitender Arzt der Städtischen Kinderklinik Gelsenkirchen, tritt nicht nur mit Sprüchen auf, er hat mit seiner Therapie auch reichlich Erfolge erzielt. Wichtig bei Stemmanns Therapie ist die Mitarbeit der Betroffenen und die Einsicht, dass psychologische Faktoren eine große Rolle spielen.“

19.06.1999

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Eine Waffe gegen die Allergien    Prof. Stemmann kämpft.           

Wenn es um Allergien geht, dann zählt Professor Ernst August Stemmann (60)

und mit ihm die Städt. Kinderklinik an der Westerholter Straße, die er leitet, zu den ersten Adressen. ...  Bei aller Bescheidenheit, gerade wir haben hervorragende Erfolge erzielt. Dabei hat sich vor allem die Zusammenarbeit mit unserem Psychologen Gerd Starzmann als äußerst furchtbar erwiesen. Der Nutzen für die Betroffenen war uns stets das Wichtigste. ... Streß durch Trennungsschmerz löst Neurodermitis aus. Streß durch Aggressionen wie Haß, Ärger, Neid oder Eifersucht verursacht Asthma. …

Wie hoch ist die Erfolgsrate an Ihrer Klinik? Stemmann: Wir hatten bislang etwa 2500 allergiekranke Kinder im stationären Bereich. 80 % waren innerhalb eines Jahres geheilt. ... Denn uns gehört die Zukunft.“

1999

Stemmann, EA

Asthma ist heilbar. Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren

Dieses im Eigenverlag erschienene und von AuK e.V. vertriebene Buch hat 533 Seiten, auf denen 318 mal der von Hamer stammende Begriff „Revierangst“ vorkommt.

„Revierangst verursacht Asthma … Die minutiöse Analyse derLebensgeschichten von Asthmakranken hat ergeben, daß Asthma

- erstmals auftrat, als etwas elementar gegen den Willen des Betreffenden geschah und

- künftighin immer dann ausgelöst wird, wenn etwas passiert, daß die Person sich anders vorgestellt hat, wenn der Betroffene sich bedrängt fühlt.

Beachte:

Asthma entsteht, wenn etwas elementar gegen den Willen des Betreffenden geschieht! Daß etwas, das gegen den eigenen Willen geht, Asthma verursacht, ist nur zu verstehen aus der Sicht der Evolution. Es handelt sich um ein Urgefühl des Menschen, sein Revier ist bedroht, Angst um das Revier kommt auf und ruft extremen Streß hervor. Aus Sicht der Evolution entsteht Asthma durch Revierangst (119). “ S. 58

„Ein Mensch, der unter Revierangst leidet, erlebt bei einem vermuteten oder realen Revierkonflikt Streß und reagiert darauf unangemessen - mit Asthma - und seine Reaktion läßt sich willentlich nicht verhindern.“ S. 63

Dass Asthma durch Revierangst entsteht, sieht nicht die Evolution so, sondern wurde erstmals  von Hamer behauptet. Im Literaturverzeichnis findet man nämlich unter Nr. 119:

„Hamer, R. G.: Kurzfassung der Neuen Medizin (Stand 1994)

Zur Vorlage im Habilitationsverfahren von 1981 an der Universität Tübingen

Amici di Dirk Verlagsgesellschaft, Köln 1994“

7/1997

Attenuated free cortisol response to psychosocial stress in children with atopic dermatitis

“These findings suggest that the adrenocortical response to stress is attenuated in atopic children.”

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9251162?dopt=Abstract

1998

Eröffnung der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie

In der Tagesklinik der Kinderklinik Gelsenkirchen habe ich von Ende 1999 bis 9/2003 als Psychologe gearbeitet. Der sehr engagierte Leiter dieser Einrichtung, Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Reinhold Martens, hat die Klinik leider schon Ende 2000 fluchtartig wieder verlassen, nachdem ihm im Gespräch mit Prof. Stemmann klar geworden war, dass Prof. Stemmann ein Anhänger Hamers ist, von Kindern mit ND Schädel-CTs machen lässt, und die Gesundheitsdezernentin der Stadt, Henriette Reker, ihm sagte, dass man dagegen nichts tun solle.

19.06.1999

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Bei aller Bescheidenheit, gerade wir haben hervorragende Erfolge erzielt. ... Streß durch Trennungsschmerz löst Neurodermitis aus. Streß durch Aggressionen wie Haß, Ärger, Neid oder Eifersucht verursacht Asthma. ... Wir hatten bislang etwa 2500 allergiekranke Kinder im stationären Bereich. 80% waren innerhalb eines Jahres geheilt. ... Ich werbe bundesweit für unsere Allergie-Bekämpfung. Denn uns gehört die Zukunft.“

1/2000

Etwa ab Mitte 2004 präsentiert die Internetseite des professionellen Hamer-Anhängers Helmut Pilhar (Fall Olivia) eine neue Auflistung von LINKS. Bis dahin stand seit Januar 2000 auf Platz 1 der Linkliste in www.pilhar.com: der Eintrag: „www.kinderklinik-ge.de/ - Prof. Dr. E.A. Stemmann“. http://web.archive.org/web/20001025183006/http://pilhar.com/Service/fremdli.htm

02.11.2000                                                   

Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung (§ 1631 Abs. 2 BGB)

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“

Es sollte gerichtlich geprüft werden, ob die Erziehungsberatung und Verhaltenstherapie der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen (besonders das „Trennungstraining“ in der „Mäuseburg“) mit dieser Norm vereinbar sind.

Ende 2000

Stemmann EA, Starzmann G, Langer D: Wirksamkeit der Behandlung der Neurodermitis nach Prof. Dr. E.A. Stemmann

AUK-Brief 5/2000, Bundesverband Allergie- und umweltkrankes Kind e.V., 1-4

http://web.archive.org/web/20030323174609/http:/www.kinderklinik-ge.de/Schriften/Behandlungserfolg.pdf

Studie 1: Starzmann hatte 1997 die Eltern von 42 Kindern ein Jahr nach dem Klinikaufenthalt befragt und 35 Antworten erhalten.

„70% der Befragten beurteilen den Erfolg ihrer Bemühungen als sehr gut bis gut, s. Abb. 1. … Die Anzahl von Schüben nimmt insgesamt deutlich ab. … Nur von zwei Eltern wird nach einem Jahr noch ein häufiges Kratzen ihres Kindes angegeben.“

Studie 2 wird als „Langer, Dissertation, im Druck“ vorgestellt, eine solche Dissertation scheint es aber bis heute nicht zu geben. Möglicherweise ist eine

eingereichte Dissertation mangels Wissenschaftlichkeit nicht angenommen worden. Zu 40 Kindern gab es ein Jahr nach dem Klinikaufenthalt (1999) 38

Antworten. „Der Zustand der Haut wurde in 87% als gebessert angegeben, … “. Seinen Kolleg/inn/en wirft Stemmann indirekt vor, weniger tüchtig zu sein und unnötige Kosten zu verursachen: „Würde das  Gelsenkirchener Behandlungsverfahren Teil der Regelversorgung, so hätte das hohe gesundheitspolitische Bedeutung – den Betroffenen und ihren Familien könnte jahre- langes Leid und der Solidargemeinschaft unnötige Kosten erspart werden.“ S.4

Mir scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Das GBV verursacht bei der Behandlung von Asthma und ND unnötiges Leid und unnötig hohe Kosten.

Beide „prospektiven“ Studien sind wissenschaftlich unterste Schublade. Das Durchschnittsalter betrug in Studie 1 zehn Monate. Auch in Studie 2 waren die

Kinder sechs Monate bis vier Jahre alt. Bei den angeblichen Therapieerfolgen dürfte es sich um Spontanremissionen, therapieunabhängige Selektionseffekte

(die Therapie wird meistens dann begonnen, wenn es dem Kind besonders schlecht geht; der Krankheitsverlauf war vermutlich bei den Eltern weniger gut, die nicht geantwortet haben), Effekte der Umstellung der Ernährung und Dankbarkeitseffekte handeln. Die Ernährungsumstellung dürfte bei den meisten Kindern gar nicht nötig gewesen sein und viele Kinder und deren Familien unnötig belastet haben. Es gab keine unabhängige, „blinde“ ärztliche Diagnostik und keine konventionell behandelte Vergleichsgruppe. Beide Untersuchungen wurden von Mitarbeitern der Klinik durchgeführt, ausgewertet und „veröffentlicht“, die ein Interesse daran hatten, das GBV gut aussehen zu lassen. Ein an der Klinik tätiger Mitarbeiter (ich selbst), der durch Promotion, Habilitation, Lehrstuhlvertretungen und viele internationale Kongressvorträge und Publikationen im Bereich der psychoimmunologischen und psychosomatischen Forschung ausgewiesen war, wurde von der Mitarbeit an diesen Studien ausgeschlossen bzw. über deren Planung, Durchführung und „Publikation“ erst gar nicht informiert.

02.01.2001

Vortragsankündigung in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Zum Auftakt des Westerholter Frauentreffs am Vormittag im neuen Jahr haben die Organisatorinnen einen ganz besonderen Referenten verpflichtet: Professor Dr. med. Ernst Stemmann, den leitenden Arzt der städtischen Kinderklinik Gelsenkirchen. Neurodermitis, Asthma und Allergien sind das Thema des Spezialisten, dessen Patienten aus ganz Deutschland zu ihm kommen, um ihr angeblich unheilbares Leiden kurieren zu lassen.“

24.01.2001

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Hilfe zur Selbsthilfe – das ist nach Ansicht des Vereins Allergie- und umweltkrankes Kind (AUK) der Schlüssel zum Erfolg bei der Behandlung von allergischen und chronischen Erkrankungen. ... Stemmann vertritt die Ansicht, die Ursachen einer allergischen oder chronischen Erkrankung lägen stets in einer Gefühlsverletzung. Das so gestörte Immunsystem soll nach seinem Ansatz durch bestimmte Behandlungspunkte wieder in den Normbereich gebracht werden: vollwertige Ernährung, Vermeiden der Hauptallergene und ein tägliches Entspannungstraining. Intensive Gespräche sollen den erwachsenen Betroffenen zur Änderung seiner Einstellung bringen, um die Regelkreise, die die Krankheit unterhalten, aufzuheben. ... Erklärtes Ziel ist die Aufklärung darüber, wie die körpereigene Abwehr normalisiert werden kann. Tw“

28.02.2001

Letzter Amtstag von Verwaltungsdirektor Dieter Thomescheit als Leiter der Verwaltung und geschäftsführendes Mitglied der Klinikbetriebsleitung der Kinderklinik Gelsenkirchen.

01.03.2001

Amtsantritt von Dipl.-Betriebswirt Werner Neugebauer als Geschäftsführer der Kinderklinik Gelsenkirchen.

03.04.2001

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Nach seiner Auffassung ist die Neurodermitis keine Erkrankung, deren Ursache letztendlich in der Haut begründet ist. Hier würden die Krankheitszeichen nur sichtbar. Die Ursache der Störung liege tiefer. Sie betreffe den ganzen Menschen, seine Persönlichkeit, sein Wesen.“

23.08.2001

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„In den letzten Jahren hatten wir eine Erfolgsquote von 87%, weiß Ulrich Neumann, erster Vorsitzender des AuK zu berichten. Aufgrund dieser Erfolge stiegen in den vergangenen zehn Jahren nicht nur die Patientenzahlen auf etwa 1800 pro Jahr, sondern auch die Zahl der Mitglieder. Durch die erfolgreiche Behandlung entsteht ein Schneeballeffekt, beschreibt Prof. Stemmann, der dem Verein als ärztlich-wissenschaftlicher Berater zur Seite steht. Sind die Patienten und deren Angehörige mit den Ergebnissen zufrieden, treten sie häufig dem

Verein bei und helfen selbst in den Beratungsstellen mit.. Und wer könnte besser für diese Arbeit qualifiziert sein, als die Leute, bei denen unsere Therapie schon Erfolg hatte. sk“

Ulrich Neumann war Regionaldirektor der AOK und viele Jahre lang 1. Vor- sitzender des Bundesverbands „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“.

www.reimbibel.de/GBV-AuK-Allergie-und-umweltkrankes-Kind.pdf

2001

Das Projekt „Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis (des atopischen Ekzems)“ wird für drei Jahre in den Projektverbund „Gesundes Land

Nordrhein-Westfalen“ im Europäischen Netzwerk der WHO „Regionen für Gesundheit“ aufgenommen. Diese Mitgliedschaft wird nach einem Jahr

beendet, weil Dr. Stemmann keinen Bericht vorlegt.

Verantwortlich: Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen (Ministerin Birgit Fischer, SPD)

01.01.2002         

Bergmannsheil Buer und Städtische Kinderklinik Gelsenkirchen fusionieren

zur BKB Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH.

23.10.2002

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Seit über 20 Jahren wird an der Westerholter Straße das „Gelsenkirchener Behandlungs- verfahren“ zur Heilung der Neurodermitis erfolgreich umgesetzt. Jetzt wurde dieses Ver- fahren von NRW-Familienministerin Birgit Fischer als „Bereicherung für das Gesundheits- wesen des Landes“ gewürdigt. ... „Jetzt wissen wir haargenau, wie die Krankheit abläuft“, sagt Stemmann. Nach Ermittlung des Stress-Faktors kann die Heilung des Patienten und seiner Angehörigen (die die Krankheit durch falsche Zuwendung verschlimmern) beginnen. ... Nach einem Jahr gelten die Kinder als geheilt und können wieder alles essen. Anschluss- betreuung bieten die bundesweit 50 Ortsverbändeder Selbsthilfegruppe „Allergie und umweltkrankes Kind“. Organisationen im Ausland werden sicher bald folgen, denn die Patienten kommen inzwischen aus ganz Europa.ho“

18.11.2002

Hamer-Opfer Sören Wechselbaum   

In „Report Mainz“ erklärt die Mutter des von Hamer wegen eines Hodenkrebses „behandelten“ und am 01.07.2002  verstorbenen Sören Wechselbaum (Leipzig): „Wir demonstrieren heute, weil ich der Meinung bin, dass der Dr. Hamer und seine Konsorten meinen Sohn umgebracht haben.“

23.11.2002

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Wenn das Immunsystem stets unter Hochspannung steht

Sie litt jahrelang unter Neurodermitis bis sie durch die Behandlungsmethode von Prof. Ernst August Stemmann, Leiter der Kinderklinik, geheilt wurde. „Ich war zu gefühlsbetont, zu ängstlich, zu gestresst“, sagt Reynoss. „Mein Immunsystem stand ständig unter Hochspannung.“ Auch ihr Vater, selbst Arzt, konnte ihr nicht helfen. ...ho“

2002

Stemmann EA, Stemmann S

Selbstheilung (Spontanheilung) der Neurodermitis

(Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren)

Auslieferung: AuK, Westerholter Straße 143, 45892 Gelsenkirchen, 335 Seiten

„Der Erkrankte kann seine Neurodermitis selbst heilen. ... Spontanheilungen belegen, dass die Neurodermitis heilbar ist. S. 4

Eine Neurodermitis entsteht durch ein Trennungs-, Verlusterlebnis, das unkontrollierbaren Stress hervorruft. ... „Minutiöse Analysen des Lebens Erkrankter haben ergeben, dass dem erstmaligen Auftreten neurodermitischer Hauterscheinungen ausnahmslos (!) eine Trennung, ein Verlusterlebnis vorausgegangen ist und danach sind die Betroffenen auch trennungs- empfindlich – ein Zeichen dafür, dass die Trennung traumatisch verlaufen sein muss und unkontrollierbaren Stress ausgelöst hat.“ S. 37

„Eltern haben keinen Einfluß auf die Gedanken und Gefühle ihrer Kinder“. S. 38

„Empfindet das noch Ungeborene ein traumatisches Trennungsgefühl kurz vor der Geburt, so wird es schon mit den Zeichen der Neurodermitis geboren. Tritt die Neurodermitis Tage nach der Geburt auf, so war es das Trennungsereignis durch die Geburt selbst oder unmittelbar nach der Geburt.“ S. 41

„Menschen, die eine andere Krankheit als die Neurodermitis erworben haben, geben ein anderes, spezifisch zu der jeweiligen Krankheit passendes Gefühl an, das traumatisiert

worden ist.“ S. 41

„Eine traumatische Trennung kann unterschiedlich erlebt werden: als Trennung von einer Person, einem Lebewesen; als Wechsel in eine neue Umgebung; als Verrat, Aufgabe von Glaubensinhalten, Leitideen; als Nicht-Erreichen eines sehnlich erwünschten Zieles; durch Trennung von einem Gegenstand, an dem das Herz hängt. Aufgrund der Fähigkeit des Menschen, sich Trennungssituationen vorzustellen, zu phantasieren, genügen diese

assoziativen Fähigkeiten, um eine entsprechende unkontrollierbare Stressreaktion auszulösen.“  S. 45

„Betroffene, die sich ihre Beschwerden nicht erklären können und deshalb fürchten, zahlreiche Nahrungsmittel würden ihre Neurodermitis bedingen, sind Angstpatienten. S. 112

„Die Erfahrungen mit der eigenen Umweltstation haben ergeben: - Die Umweltbelastung scheint von untergeordneter Bedeutung  zu sein, viel wesentlicher für das Krankheits- geschehen war der Stress, den der Betroffene selbst hervorrief bzw. der  durch Kontakt mit seiner menschlichen Umgebung tagtäglich  ausgelöst wurde.“  S. 120

„Auf das Trennungstraining muss sich die Kontaktperson vorbereiten. Sie muss entschlossen und überzeugt sein, dass das kranke Kind die angstfreie Trennung erlernen muss, selbst unter dem Preis, dass die Neurodermitis kurzzeitig massiv reaktiviert wird und dass sich das Kind blutig kratzt oder dass eine andere (akute) Krankheit, z. B. eine Angina, eine Bronchitis, ein Durchfall u. a. auftritt. Es gilt, ein hohes Ziel, nämlich Gesundheit, zu erreichen. Leider gelingt das nicht, ohne kurzfristig starken Stress zu erzeugen.“ S. 175

„Eine liebevolle, konsequente Erziehung basiert auf der Theorie der logischen Konsequenz. Der Kranke ist für sein Verhalten voll verantwortlich und eine logische Konsequenz ist das Resultat für sein Fehlverhalten. (…) Der Kranke bekommt keine Beachtung seines Verhaltens (z.B. wenn er kratzt) und er erhält auch keine Erlaubnis das zu tun, was er vorhatte (z.B. mit einem Freund spielen, Fernsehen, usw.). Widersprüche seitens des Kranken werden nicht akzeptiert. Bitten und Versprechungen sich zu bessern, werden nicht angenommen. Es gibt keine Diskussion (nicht ein einziges Wort) und keine zweite Chance.“ S.184

„Um Fehlverhalten, das … die Neurodermitis unterhält, zu korrigieren, ist – so paradox es erscheinen mag – starker Stress notwendig. Erst wenn Betroffener und seine Kontaktperson, seine Angehörigen unter hohen Stress geraten, können sie neue Verhaltensweisen, die der Gesundheit dienen, erwerben. Das Stresshormon Cortisol wandert in die Hirnzellen und löscht die dort nicht mehr erwünschten Programme für die krankheitserhaltenden Verhaltensweisen. Der Preis für den Betroffenen ist eine (zeitlich begrenzte) deutliche Verschlechterung seines Hautzustandes und die Kontaktperson erfährt Leid.“ S. 187

 „In einer weiteren prospektiven Studie (Langer, Dissertation, im Druck) an 40 Kindern im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren, die im Jahr 1998 behandelt und ein Jahr später nachuntersucht wurden, wurde ebenfalls der Behandlungserfolg überprüft. Die Eltern wurden gebeten, die Behandlung zu beurteilen. … Der Zustand der Haut wurde in 87% als gebessert angegeben. … Der Neurodermitiskranke heilt sich selbst!“ S. 268

„Eine Neurodermitis entsteht offensichtlich nur dann, wenn der Betroffene sich in dem Geschehen handlungsunfähig, ohnmächtig  fühlt – Angst um das Überleben verspürt und dadurch unter unkontrollierbaren Stress gerät.“ S. 288

„Die Sachinformation – Trennung – (in der (Traumatische Trennungen bewirken einen) Trennungsangst) verändert die Funktion des Gyrus postzentralis des Großhirns.“ S. 289

„Die Art der Trennung bestimmt die Lokalisation der Neurodermitis.“ S. 291

„Tägliches Salben, Cremen, Baden findet nicht statt und die Betroffenen erhalten auch langzeitig keine Medikamente. Es gibt keine Grundpflege der Haut. Damit entfällt die fortwährende Verstärkung der Erkrankung.“ S. 301

Wie mir Ärzte berichtet haben, die 2019 mit Dr. Lion gesprochen haben, hält dieser das Buch von Stemmann und Stemmann (weiterhin) für gut. Da stehe alles drin. Stemmann kombiniert hier Fantasievorstellungen von Hamer mit eigenen psycho-neuro-biologischen Fantasien nach dem Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“. Das hat anscheinend auf viele verzweifelte Mütter an ND erkrankter Kinder sowie etliche Journalisten, Politiker,  Mitarbeiter von Krankenkassen und Herrn Dr. Lion großen Eindruck gemacht.

2002

Bericht der Buerschen Zeitung

„Als `beispielgebend und eine Bereicherung für das Gesundheitswesen des Landes` würdigte NRW-Familienministerin Birgit Fischer das `Gelsenkirchener Behandlungsverfahren`, das den Beweis antritt, dass Neurodermitis heilbar ist.“

Das GBV hat nie bewiesen, dass ND heilbar ist. Eine Bereicherung scheint es aber dadurch gegeben zu haben, dass es Prof. Stemmann gelungen ist, tausende von Kindern und deren Mütter aus ganz Deutschland nach Gelsenkirchen zu locken. Darunter Privatpatienten, die im Raum Gelsenkirchen sonst eher rar sind.

„Die Erfolgsquote des Gelsenkirchener Behandlungsverfahren` liegt ein Jahr nach der Therapie bei bemerkenswerten 87 Prozent und hat damit nicht nur über Gelsenkirchens Grenzen hinaus viel Aufmerksamkeit erlangt.“

Für eine Wirksamkeit des GBVs gibt es bis heute keinen wissenschaftlichen Beleg. Es ist aber anzunehmen, dass die empfohlene Umstellung der Ernährung bei einem Teil der Kinder zu einer Verbesserung des Zustands der Haut geführt hat.

27.04.2003

„In der Therapie lernen die Kinder, dass ihre Eltern zurückkommen. Die Eltern wiederum lernen, das Kind alleine zu lassen, auch wenn es sich blutig kratzt und weint. Angeblich sind 87 Prozent der Kinder nach nur drei Wochen stationärer Therapie beschwerdefrei.“

https://web.archive.org/web/20080429231022/http://www.weltderwunder.de/wdw/Mensch/Gesundheit/Neurodermitis/1_DieRolleDerKindlichenPsyche/?ID=nav_it Welt der Wunder

Die Klinik hat nie eine Beschwerdefreiheit nach nur drei Wochen reklamiert.

18.07.2003 (Aufruf der Webseite)

„Neurodermitis ist heilbar

Diese Behauptung mag verwirren, wo doch allgemein von der Neurodermitis als einer unheilbaren Erkrankung gesprochen wird. Nach dem von Prof. Stemmann vertretenen Konzept ist die Neurodermitis nicht als eine Hauterkrankung zu betrachten. Vielmehr liegt die Ursache der Erkrankung in einer Fehlsteuerung des Immunsystems und der Empfindlichkeit der Haut begründet. Diese kann durch ungünstige Erfahrungen mit spezifischen Stress- und Belastungssituationen erworben werden und ist somit nicht angeboren. An der Haut werden nur Krankheitszeichen sichtbar. Das Denken und Bemühen gilt demzufolge nicht so sehr der kranken Haut. Der Denk- und Behandlungsansatz konzentriert sich vielmehr auf den ganzen Menschen. Gelingt es, ihn so zu beeinflussen, dass er Reize, Belastungen adäquat verarbeitet, dass er wieder lernt, seine körpereigene Abwehr und die Empfindlichkeit der Haut normal zu steuern, so heilt die Neurodermitis aus.“

http://web.archive.org/web/20030718123037/http://kinderklinik-ge.de/Neurodermitis.htm

Nach dieser perfiden „Theorie“ sind die Betroffenen und die Angehörigen selbst schuld, wenn es mit der Heilung nicht klappt. Das Kind kann immer noch nicht „seinsverloren“ spielen, weil die Eltern keine hinreichend guten Therapeuten sind. Sie konnten nicht umsetzen, wozu ihnen Prof. Stemmann geraten hatte, haben z.B. nicht genug Autogenes Training gemacht.

01.09.2003

Vortragsankündigung in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Mit Selbsthilfe zum Erfolg

Prof. Stemmann stellt am Samstag neueste wissenschaftliche Erkenntnisse dazu vor. ... Gesundheitsdezernentin Henriette Reker sagte in ihrem Grußwort:“ Ich stehe aus tiefster Überzeugung hinter dieser Veranstaltung. Die wachsenden Probleme unserer Zeit und Gesellschaft müssen in der medizinischen Wissenschaft thematisiert werden.“ ... Sto“

Nach meiner Überzeugung müssen die wachsenden Probleme durch die von der medizinischen Wissenschaft zu wenig beachtete Paramedizin und deren Förderung durch tief überzeugte Menschen wie Frau Reker in unserer Gesellschaft mehr thematisiert werden.

01.09.2003

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

`Mit Selbsthilfe zum Erfolg.  Prof. Stemmann stellt am Samstag neueste wissenschaftliche Erkenntnisse dazu vor. ... Gesundheitsdezernentin Henriette Reker sagte in ihrem Grußwort: “Ich stehe aus tiefster Überzeugung hinter dieser Veranstaltung. Die wachsenden Probleme unserer Zeit und Gesellschaft müssen in der medizinischen Wissenschaft thematisiert werden.“ `

30.09.2003 / 31.3.2004

Prof. Klosterhalfen verlässt die Kinderklinik Gelsenkirchen

De facto habe ich Ende September 2003, vertraglich zum 31.3.2004, die Kinderklinik Gelsenkirchen per Auflösungsvertrag verlassen.

09.10.2003

Prof. Klosterhalfen informiert in Gegenwart von Rechtsanwalt Günther Keller, Gelsenkirchen, den Geschäftsführer der Kinderklinik Gelsenkirchen,

Werner Neugebauer, darüber, dass der ärztliche Leiter der Kinderklinik, Dr. Ernst August Stemmann, Scharlatanerie betreibt und  das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren in wesentlichen Punkten auf der sogenannten Neuen Medizin des Krebsscharlatans Hamer basiert.

26.11.2003

Bundesverdienstkreuz am Bande für Annegret Braun (AuK)   

NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer überreicht das von Bundespräsident Johannes Rau am 1.10.2003 aufgrund eines Vorschlags des Ministerpräsidenten

von NRW verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Annegret Braun (Gelsenkirchen, 2.

Vorsitzende des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V..  Der Verein, dessen „ärztlich-wissenschaftlicher“ Berater der Hamer-Anhänger Dr. Stemmann war, hatte seit 1988 Eltern allergiekranker Kinder geholfen, aber leider auch Irrsinn von Hamer und Stemmann verbreitet.

www.reimbibel.de/GBV-AuK-Allergie-und-umweltkrankes-Kind.pdf

2005 habe ich das Bundespräsidialamt und den Bundespräsidenten vergeblich dazu aufgefordert, die Ordensverleihung an Frau Braun zurück zu nehmen: https://web.archive.org/web/20071220195506/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KORRESPONDENZ-BUNDESPRAESIDENT-ORDENSKANZLEI.HTML

2003

Raap et al (2003, S. 925) schreiben in „Der Hautarzt“: „Bisher gibt es keine eindeutigen Zusammenhänge zwischen lebensverändernden Ereignissen und Hautveränderungen bei der AD [Atopische Dermatis = Neurodermitis, WK].“

08.01.2004

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„„Jetzt, so der Arzt, können wir die Krankheit heilen. ... Wir sind dabei unschlagbar“, lacht Prof. Stemmann.“

3/2004

Stemmann EA, Lion KA, Starzmann G, Langer D: Allergie – ein Schicksal aus Lebensstil oder Veranlagung? Betrachtungen aus psychosomatischer Sicht. Umweltpanorama Heft 3 (März 2004).

http://www.ugii.net/umwelt/schriften/03-eas-psychosomatik.html

„Unklar ist, weshalb der eine Mensch auf ein Allergen mit Asthma, ein anderer mit Neurodermitis oder einer anderen Organmanifestation reagiert. Auch hier liefert die Psychosomatik eine Erklärungsmöglichkeit: Es ist der Inhalt des traumatisch empfundenen Erlebnis, das die Organwahl festlegt. So wie der Mensch auf Schrecken mit Muskelstarre reagiert, führt ein „Trennungserlebnis“ zur Hautreaktion, „wenn etwas gegen den Willen geschieht“ zur bronchialen Reaktion und „wenn man verschnupft reagiert“ zu Nasen- problemen – allerdings nur, wenn gleichzeitig unkontrollierbarer Stress provoziert wird. …

Hirnforschung, Psycho-Neuro-Immunologie sowie die evolutionspsychologische Erkenntnis, dass es für alle Menschen kulturunabhängige psychologische Grund- und Verhaltensmuster gibt, haben der Psychosomatik ein dermaßen wissenschaftlich fundiertes Wissen über allergische Krankheiten beschert, dass die Selbstheilung ähnlich der Lösung einer Aufgabe, deren Einzelfaktoren bekannt sind, mit mathematischer Genauigkeit betrieben werden kann.“

Nicht „die Psychosomatik“ hat Stemmann, Lion, Starzmann und Langer eine ungewöhnliche Erklärungsmöglichkeit für die Entstehung von Krankheiten geliefert, sondern Ryke Geerd Hamers GNM.

23.04.2004

Berichte in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Inzwischen haben sich jährlich bis zu 2000 Neurodermitispatienten aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland in Gelsenkirchen behandeln lassen.“

(WAZ, Lokalausgabe Gelsenkirchen)

„Auch das sogenannte „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren nach Prof. Dr. Ernst August Stemmann wird im Neubau nicht angetastet. Allein rund 2000,  schwerst  neurodermitische Patienten aus „aller Herren Länder“ lassen sich jährlich hier behandeln, sagte die Gesundheitsdezernentin und verriet, dass der fast 65-jährige Professor bei der Betriebsversammlung gestern signalisierte, nicht sobald in den Ruhestand treten zu wollen. Reker: „Für seine Patienten ein großes Plus.“

24.04.2004

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Wichtig sei auch, dass das von Prof. Dr. Ernst August Stemmann entwickelte „wegweisende Gelsenkirchener Behandlungsverfahren von Neurodermitis nun hier bei uns fortgeführt und weiterentwickelt werden kann“. ... dju“

27.04.2004

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

 „Seit zwanzig Jahren forscht Stemmann mit seinem Team am `Phänomen Selbstheilung`. Jetzt, so der Arzt, ‚können wir die Krankheit heilen’. Um die Selbstheilungskräfte aufzubauen, arbeitet Stemmann psychosomatisch. `Stress bewirkt, dass die körpereigenen Eiweißzellen in die Haut dringen und dort eine Entzündung auslösen.`In Gelsenkirchen versucht man, den Stress abzubauen.  ‚Wir sind dabei unschlagbar’, lacht Prof. Stemmann. Die Therapie könne jedoch ein Jahr dauern. pek“ www.waz.de/waz/waz.extra5.startseite_68867.php,S.3

15.06.2004

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) 

„Weit über die Stadtgrenzen hinaus sei das „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ von Neurodermitis und Asthma bronchiale bekannt, lobte Neugebauer. Dju“

10.07.2004

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Seine Therapie neurodermitis- und asthmakranker Kinder machte den Professor schon bald weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Das „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ ist seit Jahren in aller Munde. Professor Stemmann hat es entwickelt, hat Kollegen wie Eltern aufmerken lassen. „Dabei waren viele Eltern zunächst äußerst skeptisch, was meine Behandlungsmethode anging“, blickt Stemmann zurück. Der Mediziner: „Die Überzeugungsarbeit war zuweilen schwieriger als die Behandlung der Patienten“. ... „Wir bilden die Menschen auch dazu aus, sich selbst zu heilen“. ... „Die Klinik ist mein Leben“, hat Prof. Ernst August Stemmann einmal gesagt. Sein Leben ist auch die wissenschaftliche Fortbildung, die Fachgespräche mit seiner Frau – sie ist Kinderärztin in Mülheim  – die gemeinsame Liebe zur Kunst. Jüngst erst waren die Stemmanns in der Neuen Nationalgalerie Berlin in der Ausstellung „Das MoMa in Berlin“.

Juli bis November 2004

Prof. Klosterhalfen reicht kritische Berichte über das GBV und seine Nähe zur „Germanischen Neuen Medizin“ bei Deutsches Ärzteblatt, HAUTARZT und Kinder- und Jugendarzt ein. Die Texte werden nicht zur Veröffentlichung ange-nommen. Näheres hier: www.reimbibel.de/Ablehnungsschreiben.pdf .

01.09.2004

Der Geschäftsführer der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH, Herr Werner Neugebauer, teilt dem Rechtsanwalt von Prof. Klosterhalfen mit:

„Völlig unakzeptabel ist allerdings die Aussage Ihres Mandanten, das GBV basiere auf esoterischen Annahmen und stimme mit den Grundthesen der sogenannten Germanischen Neuen Medizin überein.“

Dass das GBV in wesentlichen Punkten die Irrlehre Hamers von der Entstehung von Krankheiten im Allgemeinen sowie von Asthma und ND im Besonderen übernommen hat, zeigt eindrucksvoll diese Tabelle:

www.reimbibel.de/Uebereinstimmung-von-GBV-und-GNM.pdf

Hamer hat allerdings nur ganz allgemein festgestellt, der der jeweiligen Krankheit zugrunde liegende spezifische biologische Konflikt müsse gelöst werden. Das bei Asthma und ND obligat durchgeführte Trennungstraining stammt daher nicht von Hamer, sondern von Stemmann und Langer. Auch die übrigen therapeutischen Maßnahmen kommen nicht von Hamer.

09.09.2004

Verhaftung von Dr. Hamer in Spanien

Auslieferung nach Frankreich, wo er eine Haftstrafe antreten muss.

28.09.2004

Die Rheinische Post (Xanten) verbreitet hamerschen Irrsinn:

„Es ist ein ganzheitliches Modell, dass als Ursachen der Krankheit stets Gefühlsverletzungen sieht.“ http://web.archive.org/web/20050227132401/http://www.auk-niederrhein.de/press/rp1.html

02.10.2004

Bericht in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ)

„Kinderarzt: Stress verursacht Allergien    Klinik setzt auf Entspannungstherapie

Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis – vor allem Kinder leiden heute verstärkt unter Allergien, heißt es. Die Ursache sei klar: Stress. Das sagt Prof. Ernst August Stemmann, Leiter der Kinderklinik in Gelsenkirchen-Buer, der Eltern an diesem Samstag zum „Tag der Allergie“ rät: „Ersparen Sie ihrem Kind zu viel Streß“. ... Stress bringe das Immunsystem aus der Balance. „Heute werden die Säuglinge doch überall hin mitgeschleppt. Das ist Stress pur.“ Eine konservative Einstellung zur Kindererziehung ist kein Ersatz für einschlägige Forschungsergebnisse. Was hier aus der Balance ist, ist die Fähigkeit, aus der Fülle heterogener, eher kurzfristiger und kleiner psychoimmunologischer Stresseffekte adäquate Schlussfolgerungen zu ziehen.

24.10.2004   

„Prof. Dr. med E.A. Stemmann, Deutschland“ wird als Ausbilder der Internationalen Meta-Medicine Association vorgestellt, die der kommerziellen Verbreitung der GNM dient.

http://web.archive.org/web/20041029105849/metamedizin.info/association/aboutus.shtml

25.10.2004

Ein Direktor einer Universitätskinderklinik schreibt an Prof. Klosterhalfen

„Sehr geehrter Herr Kollege Klosterhalfen, besten Dank für Ihr freundliches Schreiben und die Übersendung des Manuskripts. Ich halte es für verdienstvoll und außerordentlich wichtig, sich kritisch mit dem Gelsenkirchener Modell auseinander zu setzen. Auch im Zeitalter der „evidenz-basierten Medizin“ sind Teile der Öffentlichkeit leider immer noch suszeptibel für Aktivitäten, die Sie mit Recht kritisch beleuchten.“

Post von weiteren Klinikdirektoren und Kinderärzten:

www.reimbibel.de/Kinderaerzte-ueber-Stemmann.pdf

30.12.2004

Prof. Reinhardt, Direktor einer Universitätskinderklinik, schreibt mir:

„Sehr geehrter Herr Klosterhalfen, Ihre Anmerkungen zur Germanischen Neuen Medizin und den Einlassungen von Herrn Stemmann kann ich voll und ganz nachvollziehen. ... Schon damals driftete Herr Stemmann zunehmend in Bereiche ab, die uns sehr wunderlich und vom Verständnis überhaupt nicht zugänglich waren. Seine Wunderheilungen der Neurodermitis beruhten weitgehend auf Spontanheilungen. Auch die Kasernierung der Mütter und ihrer Kinder über 5 Wochen einschließlich „profunder“ Kochkurse war höchst mysteriös, zumal die Mütter dann auch noch Schuldgefühle eingeimpft bekamen. Die Methoden von Herrn Stemmann sind obskur, um nicht zu sagen gemeingefährlich. Ich habe es aufgegeben, mich damit zu befassen, zumal Herr Stemmann wohl irgendwann einmal in den Ruhestand eintreten wird. Auch vielen Dank für Ihr Manuskript, das ich mit Interesse und Genugtuung gelesen habe.“

05.01.2005

Prof. Rieger, Direktor einer Universitätskinderklinik, schreibt mir:

„Ich denke, dass wir, die wir uns mit pädiatrischer Allergologie und Pneumologie beschäftigen, wohl alle den Fehler gemacht haben, Herrn Stemmann einfach nicht zu beachten. Er ist ja nie auf einem Kongreß aufgetaucht, hat nie in vernünftigen Journalen publiziert und andererseits so viel Unsinn von sich gegeben, dass es wirklich schwer fällt, ihn nur halbwegs ernst zu nehmen.“

11.01.2005                                                                     

Prof. G. Heimann, Direktor einer Universitätskinderklinik, schreibt mir:

„Dank und Anerkennung für eine längst überfällige wissenschaftlich-kritische Stellungnahme zu einem aus dem Umfeld „Unfug in der Heilkunde“, der erwartungsgemäß auch noch politischen Rückenwind erhält.“

13.01.2005             

Klosterhalfen an Werner Neugebauer (Geschäftsführer der Kinderklinik)

„… Daß die Diskreditierung der Kinderklinik Gelsenkirchen nicht von mir ausgeht, sondern von Herrn Dr. Stemmann (dessen Professorentitel ich für eine Irreführung der Öffentlichkeit halte), werden Sie erkennen, wenn Sie meinen beigefügten Bericht „Heilung der Neurodermitis durch Germanische Neue Medizin? Zur angeblichen Wissenschaftlichkeit und Wirksamkeit des Gelsenkirchener Behandlungsverfahrens“ lesen. Sie brauchen eigentlich nur die Tabelle 1 zu sehen, um zu erkennen, dass das GBV und die Lehre des Krebsscharlatans Hamer in wesentlichen Punkten – teils wörtlich – übereinstimmen. …

Gerne würde ich von Ihnen erfahren, zu welcher Einschätzung des GBVs Sie nach der Lektüre meines Berichts gekommen sind.“

www.reimbibel.de/Klosterhalfen-an-Neugebauer-20050113.jpg

Auf diesen Brief hat mir Herr Neugebauer nicht geantwortet.

17.01.2005       

Klosterhalfen an Neugebauer und Gerritt Lautner (ärztlicher Leiter der Klinik)

„… Leider heißt es in der von Ihnen als Broschüre sowie über das Internet verbreiteten 16-seitigen Neurodermitis-Schrift immer noch auf S. 15, ich habe an diesem Text mitgearbeitet. Dies entspricht (wie auch vieles sonst in dieser Broschüre) nicht der Wahrheit: kein einziger Satz in der Broschüre stammt von mir. Um meinen Ruf besorgt – die Broschüre enthält geistige Exkremente des vorbestraften Krebsscharlatans Hamer – untersage ich Ihnen daher, mich weiterhin als Mitarbeiter an dieser Broschüre zu zitieren. … Bei dieser Gelegenheit fordere ich Sie, die sie seit langem wissen, daß das Gelsenkirchener „Behandlungsverfahren“ auf der (Germanischen) Neuen Medizin eines offensichtlich geisteskranken Verbrechers basiert, auf, sich unverzüglich öffentlich und in geeigneter Klarheit von der Scharlatanerie Ihres Leiters der Abteilung für Allergologie, Dr. Ernst August Stemmann, zu distanzieren.

Meines Kritik des GBVs finden Sie auf der o.a. Internetseite. Ich bin der Auffassung, daß mir nicht die Schärfe dieser Kritik vorzuwerfen ist, sondern lediglich, daß ich mich nicht viel früher und vor allem energischer um die Aufklärung des Gelsenkirchener Klinikskandals bemüht habe. Ihnen und der Kinderklinik wünsche ich alles Gute. …“

www.reimbibel.de/Klosterhalfen-an-Neugebauer-und-Lautner-2005-01-17.jpg

Auf diesen Brief haben mir weder Herr Neugebauer noch Herr Dr. Lautner geantwortet.

25.1.2005

BKB und Stemmann drohen Klosterhalfen eine Unterlassungsklage an

Prof. Klosterhalfen wird durch Rechtsanwalt und Notar Ulrich Sander von der BKB sowie Herrn Dr. Stemmann aufgefordert, Herrn Prof. Stemmann

zukünftig nicht mehr als Epigonen, Scharlatan und xxx zu bezeichnen. Diese Behauptungen seien falsch, ehrenrührig und herabsetzend. Es wird ihm eine einstweilige Verfügung  sowie eine Unterlassungsklage angedroht, falls er nicht binnen drei Tagen eine strafbedrohte Unterlassungserklärung unterschreibt. Außerdem wird ihm ein Hausverbot erteilt und an den Auflösungsvertrag erinnert, der eine Vertragsstrafe bei Beeinträchtigung der Reputation für beide Seiten vorsieht. Ein ähnliches Schreiben erhält die Vorsitzende von „Promed Verein gegen unlautere Praktiken im Gesundheitswesen“, Frau Sigrid Hermann-Marschall (die in den letzten Jahren als mutige Kritikerin von Salafisten bekannt geworden ist).

BKB und Stemmann haben entweder nie eine Unterlassungsklage eingereicht, oder sie sind damit gescheitert.

10.02.2005

Der 1. Vorsitzende des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“,

Herr Ulrich Neumann, der zugleich Regionaldirektor der AOK Westfalen-Lippe ist, schreibt an Prof. Klosterhalfen: „Wir, d.h. die Mitglieder des Vorstandes des Vereins, lehnen es angesichts Ihrer zig Eingaben und Aktivitäten ab, zu Ihren Vorwürfen gegenüber Herrn Prof. Stemmann Stellung zu nehmen. Auch werden wir Ihre Fragen nicht beantworten. (Prof. Klosterhalfen hatte Herrn Neumann u.a. gefragt, ob er wisse, dass Dr. Stemmann ein Anhänger Hamers ist, und ob ihm bekannt sei, dass sein Verein auf seinen Internetseiten Hamersche Ideologie verbreitet.) Siehe: https://tinyurl.com/y4l895nj .

24.02.2005

Ministerialrätin Dr. Weihrauch vom Gesundheitsministerium NRW

teilt mir mit: „Über den in Ihrem Brief genannten äußerst fragwürdigen Themenkreis, den Sie mit Herrn Prof. Stemmann in Verbindung bringen, war und ist hier nichts bekannt. Im Übrigen möchte ich darauf hinweisen, dass auch alle Krankenkassenverbände die Kosten des Behandlungsverfahrens übernehmen.

http://reimbibel.de/Dr-Birgit-Weihrauch-20050224-1.jpg

http://reimbibel.de/Dr-Birgit-Weihrauch-20050224-2.jpg

07.03.2005

Unter der Überschrift „Pseudomedizin. Galilei aus Gelsenkirchen.

Ein Professor behandelt neurodermitiskranke Kinder mit einer Mischung aus Diät und Psychokursen. Experten warnen, die Methode sei nicht nur nutzlos, sondern auch riskant.“ veröffentlicht DER SPIEGEL (S. 174f) die erste journa- listische Kritik am GBV (Autor: Dennis Ballwieser).

https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39613469.html

07.03.2005

Der Aufsichtsrat der BKB (Entsender: Bundesknappschaft, Stadt Gelsenkirchen; zwei Betriebsräte; Vorsitzender: Dr. Georg Greve) tritt zusammen. Er stellt sich hinter Dr. Stemmann und das GBV. Unter „Aktuelles“ erscheint auf der homepage der Kinderklinik Gelsenkirchen eine Stellungnahme zu dem gerade veröffentlichten SPIEGEL-Artikel, in der Dr. Stemmann die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als völlig unhaltbar zurückweist. „Sie stünden im engem Zusammenhang mit einer gegen ihn gerichteten Diffamierungs-kampagne eines ehemaligen Mitarbeiters.“ Dieser Mitarbeiter wolle Dr. Stemmann persönlich schaden. „Als ‚unseriös und falsch’ wertet es der BKB-Aufsichtsrat, eine Beziehung zwischen dem Gelsenkirchener Behandlungsverfahren (GBV) und der Hamerschen ‚Neuen Medizin’ herzustellen: ...“...“Das GBV basiert auf einer psychosomatischen Therapie und wird seit über 20 Jahren erfolgreich angewandt.“... „Das GBV ist im Jahr 2001 von der Gesundheitsministerin des Landes NRW als beispielgebend und als Bereicherung für das Gesundheitswesen des Landes ausgezeichnet worden.“ [Das GBV wurde nach nur einem Jahr aus dem Projektverbund „Gesundes Land NRW“ im Europäischen Netzwerk der WHO „Regionen für Gesundheit“ entfernt. WK]

Meine ausführliche Kritik an diesem windelweichen „Dementi“ findet man hier: www.reimbibel.de/PAMPHLET-KRITIK.pdf .

08.03.2005

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) referiert kurz den SPIEGEL-Artikel sowie die Stellungnahme der Klinik. Sie nimmt nicht Kontakt zu mir auf.

08.03.2005

Dr. Stemmann erklärt in Radio Emscher-Lippe, das der Stemmann-freundlichen WAZ nahe steht, zum Spiegelartikel:

„Ich kann nur staunen, denn Ich bin ein reiner Schulmediziner. Das Problem liegt darin, dass offensichtlich der Kollege Höger nicht weiß, was wir machen.“

09.03.2005

Die Buersche Zeitung „informiert“ ihre Leserschaft unter der Überschrift „Vorwürfe sind völlig unhaltbar und Teil einer Diffamierungskampagne“ einseitig. Dr. Stemmann unterstellt mir, ich wolle ihm persönlich schaden. „Juristische Schritte sind gegen den ehemaligen Mitarbeiter bereits eingeleitet worden. (Ohne Erfolg, WK) Der SPIEGEL-Artikel wird erwähnt, aber nicht referiert. Die Stellungnahme der Kinderklinik wird hingegen ausführlich und mit Foto von Dr. Stemmann wiedergegeben. Kritiker des GBVs kommen nicht zu Wort.

Scan des Artikels: www.reimbibel.de/Buersche-Zeitung-pro-Stemmann.jpg

17.03.2005

„Die BKB steht aber zu dem Gelsenkirchener Behandlungsverfahren (GBV),

bei dem es sich um eine eigenständiges und selbstständig von Herrn Prof. Stemmann entwickeltes Verfahren handelt. ...  Die BKB verwehrt sich entschieden dagegen, dass von Herrn Prof. Dr. Klosterhalfen eine Beziehung zwischen dem GBV und der Hamerschen „Neuen Medizin“ hergestellt wird.“ Im Falle, dass sich Prof. Klosterhalfen weiterhin zum Schaden der BKB äußere, müsse überlegt werden, „ob nicht die bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses gezahlte Abfindung [40.000 Euro brutto, WK] zurückgefordert bzw. die vereinbarte Vertragsstrafe [20.000 Euro, WK] geltend gemacht werden soll.“

(Rechtsanwalt  Sander von Linten & Partner in Essen an meinen Rechtsanwalt)

30.03.2005

Bericht im Hamburger Abendblatt

„Neurodermitis: Zwei Mütter wollen ihre guten Erfahrungen mit einer speziellen Behandlungsmethode an andere Betroffene weitergeben.“

http://archive.is/aMdnK

März 2005 

Im Amici di Dirk Verlag (Alhaurin el Grande) erscheint Hamers Buch

„Einer gegen alle. Die Erkenntnisunterdrückung der Neuen Medizin“.

Darin rechnet Hamer mit Stemmann ab: „Ich finde es niedrig, wie Sie sich alle meine Erkenntnisse angeeignet haben, sie als Ihre eigenen verkaufen, und sich dafür auch noch loben lassen.“ (S. 411)

In einem Brief von Hamer an die damalige NRW-Gesundheitsministerin Birgit Fischer heißt es: „Herr Stemmann, der früher Neurodermitis mit Ernährungsumstellung behandelte, hat seine Erkenntnisse für das Gelsenkirchener Behandlungsmodell von mir bzw. meinen Büchern und Tabellen abgekupfert und verkauft sie nun als seine eigenen Erkenntnisse.“ (S. 412)

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/HAMER-UEBER-STEMMANN2005.html

Onkologen sind für den Volksverhetzer Hamer Mörder:

 „Denn es sterben weiter – nur in Deutschland – 1500 arme Patienten täglich unter der Chemo-Gift-Folter und Morphium – ohne die geringste Notwendigkeit.“ (S. 432)

21.03.2005

Peter Wittwer (Igensdorf/Bayern) in seinem Leserbrief an den SPIEGEL

„Ein mindestens genau so großer Skandal wurde aber nur angedeutet, nämlich die Untätigkeit des Regionaldirektors der AOK Ulrich Neumann und der Ministerin Birgit Fischer. Sollten sie nichts gewusst haben, haben sie sträflich ihre Dienstpflichten vernachlässigt. Dass Herr Neumann von alledem nichts gewusst haben sollte, ist allerdings äußerst unwahr- scheinlich: Ist er doch gleichzeitig Vorsitzender der AUK (Allergie- und umweltkrankes Kind), die für die Gelsenkirchener Methode nach Professor Stemmann massiv Werbung betreibt.“

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Julian

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30.03.2005

Bericht im Hamburger Abendblatt über das GBV

„Gelsenkirchener Verfahren – Ihnen hat’s geholfen. Neurodermitis: Zwei Mütter wollen ihre guten Erfahrungen mit einer speziellen Behandlungsmethode an andere Betroffene weitergeben.“ Autor: Jörg Malitzki.

„Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Verfahren werden beim Gelsenkirchener Verfahren deshalb in erster Linie die Eltern und nicht etwa die Kinder behandelt. … Nach Auskunft der Gelsenkirchener Kinderklinik werden 80% aller Kinder mit Neurodermitis dank dieses Programms innerhalb von zwei Jahren geheilt.“

https://web.archive.org/web/20060529095230/http://www.abendblatt.de/daten/2005/03/30/415056.html

03.05.2005

Zu seiner Sendung „Ist Neurodermitis heilbar?“ schreibt der MDR

„An der Städtischen Kinderklinik in Gelsenkirchen wird seit rund 20 Jahren erfolgreich ein Behandlungskonzept erprobt, das davon ausgeht, dass Neurodermitis heilbar ist.“

http://www.mdr.de/ratgeber/gesundheit_ernaehrung/1940259.html

10.06.2005

10.-14. Juni Meta Health Coach Diplomausbildung Teil 1   Bad Griesbach

             Dr. Anton Bader, Prof Stemmann,                            München/Passau

             HP Uricher, J. Fisslinger und andere                         im Columbia

             Info: IMMA 08722-967451                                       Wellness Hotel

13.04.2005

Presseerklärung des Rechtsanwalts von Prof. Klosterhalfen „Einschüchterungsversuche durch Prof. Stemmann werden zurückgewiesen“.

Die Beziehungen zwischen GBV und GNM würden nicht erst durch die Kritiker hergestellt. [Sie werden lediglich aufgedeckt. WK]

https://web.archive.org/web/20060515115653/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/Presse-Erklaerung2005-03.html

14.05.2005

Demonstration für Hamer und die GNM in Tübingen

„Gut tausend Anhänger demonstrierten für den Ex-Tübinger Arzt Ryke Geerd Hamer“ (Schwäbisches Tagblatt, 17.5.2005) http://web.archive.org/web/20050527030651/http://jungle-world.com/seiten/2005/21/5547.php

19.05.2005

„Ina“ startet bei www.neurodermitis.ch den Thread „Wer kennt Gelsenkirchen/Prof. Dr. Stemmann“ (Diskussionsforum, Therapien) und löst damit eine langanhaltende, heftige Forumsdiskussion aus.

https://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html

24.05.2005

Vortrag von Prof. Stemmann im katholischen Pfarrheim Bodenwerder

vor rund 100 Zuhörer/inne/n: „Allergien sind heilbar“. Überschrift des

Stemmannverehrungsartikels in der DEWEZET Bodenwerder:

„Neurodermitis – das Geheimnis ist gelüftet“, erster Satz: „Die Wirkmechanismen der Neurodermitis sind entzaubert.“

Anke König (Sahlfeldstr. 10, 37519 Bodenwerder) vom Ortsverband Bodenwerder der Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“ schreibt in

Ihrer Vortragsankündigung: „Wenn ihr Kind oder auch Sie unter Allergien, wie Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen usw. leiden, sind Sie gerne zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Wir vertreten das „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren", das in der Kinderklinik Gelsenkirchen mit einem Heilungserfolg von 87 % praktiziert wird.“

https://web.archive.org/web/20060714012100/http://www.holzminden.com/maria/unsere_gemeinde/allergie_selbsthilfegruppe.html

31.05.2005   

Vortrag von Prof. Stemmann im Museum Buer

auf Einladung der Volkshochschule Gelsenkirchen (Herr Mackschin): „Neurodermitis ist heilbar“. Ca. 25 Zuhörer/inn/en. Ich bin als Zuhörer dabei und weise in der anschließenden Diskussion Herrn Mackschin darauf hin, dass Stemmann ein Anhänger Hamers ist. Nach der Diskussion kommt Herr Stemmann auf mich zu und erklärt mir wörtlich: „Sie spinnen.“

03.06.2005

Vortrag von Prof. Klosterhalfen (Düsseldorf) auf der Jahrestagung

der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie:

„Scharlatanerie im Schafspelz einer ganzheitlichen Psychosomatik: Das „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren nach Stemmann“ basiert auf der „Germanischen Neuen Medizin“ von Hamer.“

22.06.2005

Dossiers im Laborjournal (6/2005, 20-24) über den Gelsenkirchener Klinikskandal:

„Wundermedizin in Gelsenkirchen. Hamert Heinrich Heine?“

Sorgfältig recherchierter, kritischer Bericht über das GBV und die Untätigkeit der HHU Düsseldorf sowie die Fehlentscheidung und anschließende Untätigkeit des NRW-Gesundheitsministeriums. Dossier im Laborjournal (6/2005, 25-26) über die erste von zwei Mobbingserien, denen Prof. Wolfgang Klosterhalfen in der Kinderklinik Gelsenkirchen ausgesetzt war. Autor beider Dossiers: Hubert Rehm.

18.07.2005

Der 1. Vorsitzende des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“,

AOK-Regionaldirektor Ulrich Neumann, tritt „aus dienstlichen Gründen“ nach ca. 14 Jahren zurück. Er war Bundesvorsitzender vom 9.10.1991 bis zum 21.7.2005.  Siehe: https://tinyurl.com/y4l895nj

20.07.2005

Brief von Frau Dr. Prütting vom Gesundheitsministerium NRW

an Prof. Klosterhalfen:

„Die angebliche Nähe des Therapiekonzeptes von Herrn Prof. Stemmann zur „Germanischen Neuen Medizin“ ist bislang nicht belegt und lässt sich von hier aus auch nicht weiter nachprüfen.“ (Ich hatte dem Ministerium gerade entsprechende Belege zugesendet.)

11.08.2005

Prof. Klosterhalfen erstattet u.a. wegen des Verdachts des Betrugs beim Landgericht Essen Strafanzeige gegen Prof. Stemmann.

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/STRAFANZEIGE-PROF-STEMMANN.HTML

Wegen des Verdachts des Betrugs wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, aber nach zwei Monaten wieder eingestellt. Tenor: Es handele sich nur um einen Streit unter Medizinern und Herr Dr. Stemmann würde sich ja öffentlich zur GNM bekennen, so dass keine Irrtumserregung vorliege.

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/EINSTELLUNGSBESCHEIDE-STAATSANWALTSCHAFT-ESSEN.HTML

Dagegen legt Prof. Klosterhalfen Beschwerde beim Generalstaatsanwalt in Hamm ein.

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/BESCHWERDEN-EINSTELLUNGSBESCHEIDE-GENERALSTAATSANWALT.HTML

 Der Generalstaatsanwalt schließt sich Oberstaatsanwalt Lindenberg (Land-gericht Essen) an. Ich hätte nicht Neues vorgebracht.

Trotz einer ddp-Meldung von 1992 war 2005 nur wenigen Menschen bekannt, dass Stemmann ein Anhänger Hamers ist. Die Kinderklinik Gelsenkirchen bestreitet dies bis heute.

13.08.2005 

Prof. Klosterhalfen fragt auf seiner Webseite:

„Hat Prof. Stemmann alles ihm Mögliche getan, um dem knapp 5jährigen Angelo Amstutz, dessen Mutter Hamerianerin war und ist, zu helfen?“ (Sowohl Dr. Hamer als auch Dr. Stemmann waren in diese Problemsituation involviert.)

14.08.2005

Beschwerdebrief von Prof. Klosterhalfen an den Staatssekretär

des o.a. Gesundheitsministerium, Herrn Prof. Dr. Stefan F. Winter, der bisher nicht beantwortet wurde.

https://web.archive.org/web/20071220194415/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KORRESPONDENZ-GESUNDHEITSMINISTERIUM-NRW.HTML

30.08.2005

Umfangreiche kritische Dokumentation von W. Klosterhalfen zum GBV:

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/DAS-GELSENKIRCHENER-BETRUGSVERFAHREN.HTML

31.08.2005

Qualitätsbericht der Kinderklinik Gelsenkirchen für das Jahr 2004

144 Kinder wurden wegen Revierangst, 869 wegen Trennungsangst behandelt: http://archive.is/HatnC und www.reimbibel.de/GBV-Qualitaetsberichte.htm .

06.09.2005

Ankündigung eines Vortrags von Prof. Stemmann an der VHS Dorsten

Überschrift: Neurodermitis ist heilbar, erster Satz der Ankündigung:

„Vorgestellt wird das GelsenkirchenerBehandlungsverfahren, das auf eine Heilungsrate von 87 % verweist.“

https://web.archive.org/web/20060114011100/http://www.dorsten.de/Dokumente/VHS_2-05.pdf S. 11

20.09.2005

Mail vom Direktor einer Universitätskinderklinik an Prof. Klosterhalfen 

Datum:            Tue, 20 Sep 2005 09:01:50 +0200

Von:     "Wahn, Ulrich" <ulrich.wahn@charite.de>

An:       Wolfgang.Klosterhalfen@uni-duesseldorf.de

Betreff:            AW: Prof. Stemmann

Sehr geehrter Herr Klosterhalfen,

herzlichen Dank für die wunderbare Dokumentation zu Herrn Stemmann. Ich glaube Sie haben sich um die Redlichkeit und Ehrlichkeit im Bereich der Pädiatrie ganz große Verdienste erworben. Ich hoffe, Ihre wichtige Arbeit findet die nötige Resonanz!

Mit freundlichem Gruß,

Prof. Dr. U. Wahn

09.09.2005

Die Staatsanwaltschaft Essen

trennt das Ermittlungsverfahren gegen Dr. Stemmann ab; hinsichtlich der anderen Vorwürfe werden keine Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Zitate aus den Einstellungsbescheiden:

„Bezüglich des Vorwurfs der unterlassenen Hilfeleistung durch den Beschuldigten sind die Voraussetzungen des insoweit einschlägigen Paragraphen 323c Strafgesetzbuch (StGB) nicht gegeben. Diese Vorschrift setzt u. a. voraus, dass der Täter bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not die erforderliche Hilfe nicht leistet. Vorliegend könnte allein das Tatbestandsmerkmal „Unglücksfall“ in Frage kommen. Hierunter ist indes nach der oberrichterlichen Rechtsprechung eine (schwere) Krankheit nicht zu verstehen.“

„Hinsichtlich des Verdachtes der Körperverletzung gemäß $ 223 StGB fehlt der gemäß § 230 Abs. 1 StGB erforderliche Strafantrag etwaiger Geschädigter. Sie

gehören nicht zu den nach § 77 StGB Strafantragsberechtigten, da Sie nicht Verletzter im Sinne des Gesetzes sind. Da es sich bei dem insoweit angezeigten

Sachverhalt im wesentlichen um einen Meinungsstreit zwischen Medizinern handelt, ist das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung, das ein

Einschreiten von Amts wegen gebieten könnte, nicht gegeben.“

„Es handelt sich um einen Meinungsstreit unter Medizinern. Unstreitig erzielt derBeschuldigte – aufgrund welcher Behandlungsmethoden oder im Wege einer

Selbstheilung dürfte kaum festzustellen sein – auch Erfolge bei der Behandlung von Neurodermitis-Erkrankten. Der wissenschaftliche Nachweis, dass seine Behandlungsmethoden erfolglos sind, ist bisher nicht geführt worden. Es gibt zahlreiche Befürworter und Gegner seiner Methode. Wie Sie im übrigen in Ihrer umfangreichen Strafanzeige selbst mitteilen, wurde beziehungsweise wird der Meinungsstreit in der breiten Öffentlichkeit geführt und ist daher auch den „geschädigten“ Kassen bekannt. Es fehlt daher an einer Irrtumserregung.“

http://www.reimbibel.de/Staatsanwalt-Essen-Einstellungsbescheide.pdf

27.9.2005

Prof. W. Klosterhalfen informiert den Leiter der Abteilung Qualitätssicherung der ÄKWL, Dr. med. Jochen Bredehöft, und den Vorsitzenden des Bundesverbands der AOK, Dr. Hans Jürgen Ahrens, durch Übersendung seiner Dokumentation „Das Gelsenkirchener Betrugsverfahren“ über die „Scharlatanerie Dr. Stemmanns“. https://web.archive.org/web/20071220195444/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/KORRESPONDENZ-AERZTEKAMMER-WESTFALENLIPPE.HTML

28.09.2005

Herr Franz Wessendorf von der Ordenskanzlei des Bundespräsidialamts

teilt mir mit, „Vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen Auseinandersetzungen mit Herrn Prof. Dr. Stemmann betrachtet, gibt es keinen Grund, die Verdienste von Frau Braun in Zweifel zu ziehen.“

07.10.2005

SWR, Nachtcafé (Moderation: Wieland Backes),

Homöopathie, alternative Medizin: Alles fauler Zauber? Aus der Ankündigung der Sendung:

"Wolfgang Adelhelm

Wenn sich der Bruder von Wolfgang Adelhelm rechtzeitig in schulmedizinische Behandlung gegeben hätte, würde er heute wahrscheinlich noch leben. Er starb vor wenigen Wochen an Leukämie, weil er der kruden "Neuen Germanischen Medizin" des Ryke Geerd Hamer glaubte. Der Pfarrer einer kleinen Gemeinde weiß heute: 'Bei uns hat das absolute Heilsversprechen nicht funktioniert.' "  Aus der Sendung ergab sich:

Herr Adelhelm hätte wegen eines neuen Medikaments (Gleevec) gute Heilungschancen gehabt. Er vertraute aber Hamer, verzichtete deshalb auf Schmerzmittel und stimmte einer medikamentösen Behandlung erst viel zu spät zu. Vom Hals abwärts gelähmt, lebte er noch 1 ½  Jahre lang. Er hinterläßt seine Frau und drei Kinder.

10.10.2005

Die Staatsanwaltschaft Essen

stellt das Ermittlungsverfahren gegen Dr. Stemmann wegen Betrugs ein.

26.10.2005

ÄKWL weist meine Beschwerde über das anstößige Verhalten von Prof. Stemmann zurück

„Im Rahmen der ihr nach dem Heilberufsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen obliegenden Berufsaufsicht kann die Ärztekammer dann einem vorgetragenen Sachverhalt nachgehen, wenn sich aus diesem hinreichend konkrete Anhaltspunkte für eine mögliche Verletzung ärztlicher Berufspflichten durch einen kammerangehörigen Arzt ergeben. Voraussetzung für berufsrechtliche Überprüfungen ist danach insbesondere, dass ein hinreichend konkreter Sachverhalt unter Vorlage belastbarer Belege und Tatsachen vorgetragen wird. Es versteht sich von selbst, dass ein Hinweis auf eine Internetdarstellung diese Anforderungen perse nicht erfüllt.

Vermutungen, Unterstellungen, Meinungen oder nicht auf Tatsachen basierende (und nicht zwingende) Schlußfolgerungen geben ebenfalls nicht die Möglichkeit, berufsrechtliche Überprüfungen aufzunehmen. Ganz unabhängig davon ist der Eindruck entstanden, dass Sie sich bereits im Vorfeld an eine Vielzahl von Einrichtungen und Institutionen mit Ihrem Anliegen gewandt haben. Insofern ist es naheliegend, die Haltung insbesondere der staatlichen Institutionen z.B. des hiesigen Gesundheitsministeriums darzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Christoph Kuhlmann

Referent“  https://tinyurl.com/y36zuw66

25.10.2005

AuK: Eintrag ins Vereinsregister

Den Vorstand des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“ bilden laut Eintragung im Vereinsregister Annegret Braun, geb. Langemeier, wohnhaft in Gelsenkirchen, als Vorsitzende und Frauke Döllekes, geb. Stoermer, wohnhaft in Essen, als stellvertretende Vorsitzende. Frauke Döllekes ist neu in den Vorstand gewählt worden. AOK-Regionaldirektor Ulrich Neumann ist aus dem Vorstand ausgeschieden. www.reimbibel.de/AuK-VR.pdf

10.11.2005

Falsche Versprechen – die tödliche Gefahr der „Germanischen Neuen Medizin“ Sendung vom 10. November 2005, Autoren: Alexander Kobylinski und Caroline Walter

`Für seine Anhänger ist er „ein Genie“, ein Vorbild und Vordenker. Er macht sie glauben, dass Krebs ohne Chemotherapie und Bestrahlung heilbar ist. Er behauptet, dass die Juden Schuld seien an den vielen Krebstoten in aller Welt. Er darf schon lange nicht mehr als Arzt arbeiten, er sitzt in Frankreich im Gefängnis, weil er dort illegal praktiziert hat. Er wird in Frankreich mit mehreren Todesfällen in Verbindung gebracht. Doch Ryke Geerd Hamer und seine „Germanische Neue Medizin“ werden trotzdem immer populärer. Mit tödlichen Folgen. Alexander Kobylinski und Caroline Walter über eine menschenverachtende und höchst gefährliche „Heilslehre“. `  Vollständiger Text und Video hier:  https://web.archive.org/web/20061007180319/http://www.rbb-online.de/_/kontraste/beitrag_jsp/key=rbb_beitrag_3362703.html

12.11.2005

Michaela Jakubczyk (*14.11.1964) stirbt „unter unglaublichen qualen

an ihren brustkrebs“. (Gilbert Jakubczyk, Belgier, Ehemann von Frau Jakubczyk)

http://www.ariplex.com/ama/amamicha.htm  (Brustkrebs, schlimme Fotos)

09.12.2005

Neubau der Kinderklinik

„Die Kinderklinik Gelsenkirchen wird ihren neuen Standort an den Schernerweg verlegen. Am Freitag, 9. Dezember, wird um 13 Uhr der Spatenstich im Park des Bergmannsheil Buer, Schernerweg 4, gefeiert. Die Kinderklinik Gelsenkirchen bekommt ein neues Zuhause und wird ihren Standort voraussichtlich im Herbst 2007 von der Westerholter Straße an den Schernerweg verlegen. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhalten die Kinderklinik Gelsenkirchen und das Bergmannsheil Buer eine besondere Auszeichnung: das „Zertifikat Kooperation von Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen" (KTO). Es ist den beiden Kliniken nach erfolgreicher, externer Visitation zuerkannt worden.“ (WAZ ?)

20.01.2006

Eine Mutter über das GBV:

„Für mich ist es dort ein Irrenhaus! Die Kinder werden in meinen Augen gequält und es ist fast unmenschlich, was dort passiert. Meine Tochter kam völlig verwirrt und ängstlich nach Hause.....“ http://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#49

„Die Kinder sind tagelang am schreien! Ein kleiner rief ständig:"Mama, helf mir, Mama helf mir..." während sie ihn ignorieren mußte und ihn dadurch mit seinem Schmerz alleine lies .... und ein anderes vier jähriges Mädchen fragte seine Mutter, ob sie sie nicht mehr lieb hätte .....Für mich war es der blanke Horror......“

http://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#51

07.02.2006

Kritische Berichte über die Hamer-Sekte in der Hamburger Morgenpost:

http://archiv.mopo.de/archiv/2006/20060207/hamburg/politik/hamer_hat_sie_auf_dem_gewissen.html

http://archiv.mopo.de/archiv/2006/20060207/hamburg/panorama/zu_besuch_bei_der_todes_sekte.html

http://archiv.mopo.de/archiv/2006/20060207/hamburg/panorama/lebenslauf_eines_irrlaeufers.html

http://archiv.mopo.de/archiv/2006/20060208/hamburg/panorama/experten_warnen_vor_der_todes_sekte.html

http://archiv.mopo.de/archiv/2006/20060209/hamburg/panorama/wie_rechts_ist_die_todessekte.html

16.02.2006

Anscheinend ist Herr Hamer, der zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden war, nach Verbüßen von 50% der Strafe am 16.2.2006 wieder auf die Menschheit losgelassen worden. Er scheint sich wieder in Spanien aufzuhalten.

20.02.2006

Aribert Deckers berichtet über eine besonders bizarre Wahnvorstellung

Hamers: Karies entsteht durch einen „Selbstwerteinbruch-Konflikt des nicht zubeißen Könnens“: http://www.ariplex.com/ama/ama_ha54.htm

25.02.2006

Aribert Deckers berichtet über „Die Bestialität des Ryke Geerd Hamer“:

http://www.ariplex.com/ama/ama_ha53.htm

02.03.2006

Aribert Deckers berichtet ausführlich über die pseudowissenschaftlichen Studien des Hamer-Anhängers Marc Fréchet: http://www.ariplex.com/ama/ama_ha59.htm

10.03.2006

Eine Mutter, die jahrelang eine AuK-Selbsthilfegruppe geleitet hat,

schreibt in einem Forum von www.neurodermitis.ch über das GBV:

„Bis zum Jahre 2000 glaubte ich noch. Heute hasse ich mich für alles was ich tat. Es war ein langer Weg um auf den richtigen Weg zu kommen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, aber ich würde nie wieder in meinem Leben in die Kinderklinik Gelsenkirchen fahren. Nie wieder. Und ich spreche aus Erfahrung. Wenn ich heute darüber nachdenke merke ich wie furchtbar es für meine Kinder gewesen sein muss so eine Mutter gehabt zu haben.“

http://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#84

13.03.2006

GBV: Einige Mitstreiter haben die Behandlung abgebrochen

„Wir waren mit unserem Sohn (1 Jahr) in GE zur Behandlung, es war die letzte Hoffnung. Es war eine sehr schwere Zeit, einige Mitstreiter haben die Behandlung abgebrochen, aber dank des großartigen Ärzte- und Schwesternteams haben wir es geschafft. Wir haben das Konzept konsequent (das ist schwer!) weitergeführt. Nach ca. einem halben Jahr konnte man zuschauen, wie sich die ND zurückbildete.“

http://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#86

08.06.2006 und 12.06.2006

Dr. Stemmann und Frau Braun (Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.)

leugnen jede Verbindung zwischen dem GBV und der GNM:

„Seit ca. 1 1/2 Jahren gibt es unlautere Versuche, eine Verbindung zwischen der Neuen Medizin nach Dr. Hamer und dem Gelsenkirchener Behandlungsverfahren nach Prof. Dr. Stemmann herzustellen.“

http://www.kinderklinik-ge.de/Fachbereiche/Abteilung_fuer_allergische_Erkrankungen/Kontakt.htm?Menue=10_kk_kinderklinik&Knoten=5_11_12 , Aufruf am 12.6.2006 und am 26.2.2007

http://members.aol.com/AUKGE/gels_mod.htm , Aufruf am 8.6.2006 und am 26.2.2007) https://web.archive.org/web/20080525154713/http://members.aol.com/AUKGE/gels_mod.htm 

20.06.2006

Prof. Klosterhalfen erstattet im Zusammenhang mit dem Gelsenkirchener Klinikskandal bei der Staatsanwaltschaft Essen Strafanzeigen gegen Krankenkassenfunktionäre (Verdacht der Untreue) sowie gegen Frau Annegret Braun (Vorsitzende des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.“), Herrn Dr. Georg Greve (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH), Herrn Werner Neugebauer (Geschäftsführer der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH) sowie Herrn Ulrich Neumann (AOK-Regionaldirektor und langjähriger Vorsitzender des Vereins „Allergie- und umweltkrankes Kind e.V.) wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug. Korrespondenz mit Herrn Neumann: https://tinyurl.com/y4l895nj

Die Staatsanwaltschaft Essen entscheidet, gegen die beschuldigten Kassenfunktionäre kein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Die Ermittlungs- verfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zum Betrug werden eingestellt. Begründung: das Ermittlungsverfahren gegen Herrn Dr. Stemmann sei schon eingestellt worden, insofern lägen keine Anhaltspunkte für Straftaten weiterer Personen vor.

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/EINSTELLUNGSBESCHEIDE-STAATSANWALTSCHAFT-ESSEN.HTML

Prof. Klosterhalfen legt gegen diese Bescheide bei der Generalstaatsanwalt- schaft Hamm Beschwerde ein.

27.06.2006

Der SWR interviewt Prof. Stemmann (Radio und Fernsehen, 30 Minuten)

Dr. Stemmann bestreitet am Ende des Gesprächs, mit der „Neuen Medizin“ von Hamer etwas zu tun zu haben. Transkription der Sendung:

http://www.reimbibel.de/Stemmann-luegt-live.pdf

30.06.2006

Hamers Impressario Helmut Pilhar publiziert einen Auszug aus dem o.a. SWR-Interview mit Stemmann.

http://www.pilhar.com/News/Presse/2006/20060630_SWR1_Stemmann.htm

10.07.2006

Prof. Klosterhalfen veröffentlicht im Internet eine kommentierte Transkription eines SWR-Interviews mit Stemmann.

http://www.reimbibel.de/Stemmann-luegt-live.htm .

13.07.2006

Prof. Klosterhalfen informiert unter Verweis auf das o.a. SWR-Interview den amtierenden Dekan, Herrn Prof. Dr. Dr. Bernd Nürnberg sowie zahlreiche Professoren und Privatdozenten der Medizinischen Fakultät der HHU über die Scharlatanerie Stemmanns. Der Dekan verspricht: „Ich werde den Vorgang prüfen.“ www.reimbibel.de/GBV-Korrespondenz-Uni-Duesseldorf.html

25.07.2006

Prof. Klosterhalfen informiert das Bistum Essen über einen Vortrag von Prof. Stemmann beim Katholischen Bildungswerk in Essen.

03.08.2006

Prof. Klosterhalfen bittet in einem öffentlichen Brief den neuen Dekan der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Herrn Prof. Nürnberg, um Auskünfte zu seinem Ersuchen vom 15.01.2005, „die Verleihung der Bezeichnung eines außerplanmäßigen Professors an Herrn Dr. Stemmann zu widerrufen“. Ferner fragt er u.a.:

„5. Aufgrund welches Beschlusses wird Herr Prof. Dr. Stemmann seit dem WS 2005/06 nicht mehr im Personal- und Vorlesungsverzeichnis der HHU aufgeführt?

Seine Fragen sind bisher nicht beantwortet worden.

http://www.reimbibel.de/GBV-Korrespondenz-Uni-Duesseldorf.html

Anmerkung: Meine Behauptung, Prof. Stemmann sei ein Betrüger im Sinne von § 263 StGB, halte ich nicht mehr aufrecht, da diese Norm eine Betrugsabsicht voraussetzt, die ich anscheinend nicht in einer Weise nachweisen konnte, die der Staatsanwaltschaft in Essen genügte. Für betrügerisch im umgangs- sprachlichen Sinne halte ich aber weiterhin seine Behauptung, er könne die ND heilen. Denn es müsste ihm klar sein, dass er dies nie wissenschaftlich belegt hat.

13.08.2006

Prof. Klosterhalfen legt gegen Einstellungsbescheide zu seinen Strafanzeigen gegen Dr. Stemmann und andere Beschwerde bei der Generalstaatsanwalt- schaft Hamm ein.

17.08.2006

Prof. Klosterhalfen stellt Prof. Nürnberg eine Kopie seiner Strafanzeige

gegen Prof. Stemmann zur Verfügung (27 Seiten Text, 146 Seiten kopierte Beweisstücke).

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/HEINRICH-HEINE-UNIVERSITAET.HTML

sowie ein Exemplar von „Hamer, Ryke Geerd, Dr. med. Mag. theol., Facharzt für Innere Medizin: Einer gegen alle. Die Erkenntnisunterdrückung der Neuen Medizin“  Verlag: Amici di Dirk, Alhaurin el Grande, Spanien (2005, 436 Seiten)

In diesem Buch befindet sich u.a. eine Ablichtung des Pro-Hamer-Gutachtens von Stemmann (S. 266f), eine Abrechnung Hamers mit dem Plagiator Stemmann (S. 408-412) und die Behauptung, in Deutschland würden täglich 1500 Patienten mit Chemo-Gift ermordet (S. 430).

23.08.2006

Prof. Klosterhalfen informiert in einem Offenen Brief an alle Professor/inn/en

der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum über die „Germanische Neue Medizin“ an der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH (BKB).“

25.08.2006

Prof. Klosterhalfen informiert in einem Offenen Brief

alle weiteren Professor/inn/en der Ruhr-Universität-Bochum über die „Germanische Neue Medizin“ an der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH (BKB).

27.08.2006

Prof. Klosterhalfen informiert in einem Offenen Brief an Mitarbeiter/innen

der Fachhochschule Gelsenkirchen über die „Germanische Neue Medizin“ an der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH (BKB).

03.09.2006

Prof. Klosterhalfen informiert in einem Offenen Brief

an die nicht-medizinischen Mitarbeiter/innen der Heinrich-Heine-Universität über das unverantwortliche Verhalten der HHU-Dekane Labisch und Raab in Hinblick auf die Scharlatanerie Stemmanns.

08.09.2006

„Quacksalberei auf Krankenschein? (Siegfried Bär, Laborjournal)

„… Ein früherer Mitarbeiter Stemmanns, Wolfgang Klosterhalfen, seines Zeichens Psychologe und Titularprofessor, zeigte Herrn Stemmann am 11. August 2005 bei der Staatsanwaltschaft Essen wegen Betrugs, unterlassener Hilfeleistung, Körperverletzung und der Beihilfe zum Betrug an. Stemmann behaupte, er könne mit seinem GBV Neurodermitis heilen, obwohl diese Krankheit in der Fachwelt zur Zeit noch als unheilbar gilt und Stemmann diese Heilung nie wissenschaftlich bewiesen habe. Stemmann habe mit seinem GBV die Krankenkassen um etwa fünfzig Millionen Euro betrogen. …“ https://www.laborjournal.de/editorials/207.php .

12.09.2006

Prof. E.A. Stemmann: Allergien sind heilbar (Vortrag)

Katholisches Bildungswerk Duisburg

18.09.2006

Prof. Klosterhalfen informiert in einem offenen Brief

Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie über die GNM an der Kinderklinik Gelsenkirchen.

20.09.2006

Auf eine Intervention von Prof. Klosterhalfen hin trennt sich der Forschungsverbund Hannover, der zur Abteilung für Medizinische Soziologie der Medizinischen Hochschule Hannover gehört, von seinen langjährigen wissenschaftlichen Beiräten Langer und Dr. Stemmann.

29.09.2006

Laut WAZ wird die Bettenzahl der Kinderklinik Gelsenkirchen zum Herbst 2006 von 140 auf 103 reduziert.

10.10.2006

In der Online-Ausgabe des Laborjournals erscheint ein Artikel von Siegfried Bär über Ryke Geerd Hamer. Darin heißt es u.a., Hamer habe einen leibhaftigen Professor der Universität Düsseldorf zumindest teilweise bekehren können, was dieser jedoch bestreite.

30.10.2006

DER SPIEGEL, Heft 44, S. 11, Leserbrief

"Sie hätten noch erwähnen können, dass Professor Ernst August Stemmann von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf propagiert, „dass die Ursachen einer Krankheit stets in einer Gefühlsverletzung liegen“. Nach Stemmann wird Neurodermitis durch einen „Trennungskonflikt“ verursacht. Stemmann traktiert daher an der Kinderklinik Gelsenkirchen neurodermitiskranke Kinder und deren Mütter mit einem „Trennungstraining“. Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für diesen teuren Unfug."

DÜSSELDORF       PROF. WOLFGANG KLOSTERHALFEN

15.11.2006

Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Herr Prof. Dr. Dr. Bernd Nürnberg, teilt Prof. Klosterhalfen mit, eine von Experten und Sachverständigen verschiedener Fachdisziplinen vorgenommene Auswertung der von Herrn Dr. Stemmann verfassten Publikationen habe die von Klosterhalfen gegen Stemmann erhobenen Vorwürfe nicht bestätigt. www.reimbibel.de/Korrespondenz-Uni-Duesseldorf.de

21.11.2006

Prof. E.A. Stemmann: Allergien sind heilbar (Vortrag)

Evangelische Kirche am Brandenbusch 6a, Essen-Bredeney

Diese Kirche unterstützt auch das Projekt „Elternschule“ von Dietmar Langer.

11.12.2006

Bei Wikipedia erscheint ein kritischer Bericht zum „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gelsenkirchener_Behandlungsverfahren

Einen ähnlichen Artikel gibt es auch hier:

https://web.archive.org/web/20071221195329/http://esowatch.com/index.php/Ernst_August_Stemmann

2006

Die BKB diagnostiziert und „behandelt“ laut Qualitätsbericht statt Asthma „Revierangst“ und statt ND Trennungsangst

Fälle   Ziffer    Umgangssprachliche Bezeichnung

132     F54        Psychologische Faktoren oder anderenorts klassifizierte   

   Krankheiten (Revierangst)

492     F93       Emotionale Störungen des Kindesalters (Trennungsangst)

401     9-402.1  Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung

www.medizinfo.de/__qualitaetsberichte/2006/260550040-00-2006-pdf.pdf

03.03.2007

Prof. Klosterhalfen wirft in einem Offenen Brief an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität, Herrn Prof. Dr. Dr. Bernd Nürnberg, der Medizinischen Fakultät der HHU vor, im Falle Stemmann Standesrecht gebeugt zu haben. Wesentliche Vorwürfe Klosterhalfens gegen Stemmann werden aufgelistet und mit Quellenangaben belegt. Prof. Nürnberg wird um Stellungnahme zu diesen Vorwürfen gebeten. Prof. Nürnberg hat auf dieses Schreiben nicht geantwortet.

https://web.archive.org/web/20071220184807/http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/FAKULTAET-BEUGT-STANDESRECHT.HTML

10.04.2007

Silke Bauer von RADIO Wüste Welle in Tübingen interviewt ehemalige Mitarbeiterinnen von Hamer. Diese berichten über katastrophale Zustände in Hamers Klinik in Katzenelnbogen im Jahr 1985.

http://www.ariplex.com/ama/ama_ha73.mp3

13.04.2007

Kritische Ankündigung eines Vortrags von Prof. Stemmann in Kevelaer

„Kevelaer Der Mediziner Ernst August Stemmann will seine Therapie gegen Neurodermitis in der Städtischen Begegnungsstätte Kevelaer vorstellen. Kritikern gilt der Gelsenkirchener als ein Vertreter „okkulter Medizin“. … So könnten beispielsweise die Diät-Vorschläge Stemmanns bei den behandelten Kindern zu verzögerter Entwicklung führen. Andere Mediziner kritisieren die psychologischen Rezepte des Gelsenkirchener Arztes, beispielsweise das „Trennungstraining“, bei „dem die Mutter üben soll, ihrem Kind fern zu bleiben, selbst wenn dieses schreit“, so der „Spiegel“.“

https://rp-online.de/nrw/staedte/kevelaer/ein-forum-fuer-fragwuerdiges_aid-11264143

17.04.2007

Andrea Voß teilt Prof. Klosterhalfen mit, sie sei vor elf Jahren mit ihrer schwer neurodermitiskranken Tochter bei Herrn Stemmann in der Klinik gewesen. Sie habe immer noch Albträume: „Ich sehe immer wieder mein  kleines Mädchen hinter dieser Glaswand stehen wie sie sich kratzt und nach mir  schreit und ich darf nicht zu ihr.“

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/STEMMANN-BRUTALES-TRENNUNGSTRAINING.HTML  http://archive.li/J1k74

20.04.2007 (vermutlich auch schon früher)

Unter der Bezeichnung „Metamedizin“ wird seit einigen Jahren der pseudomedizinische Schwachsinn des Ryke Geerd Hamer (Germanische Neue Medizin) kommerziell ausgeschlachtet. Dabei hat man sich anfangs öffentlich zu Hamer und Stemmann bekannt, dann aber deren Namen von den Meta-Medizin-Internetseiten gelöscht. Phase 3 der Meta-Medizin-Selbstdarstellung sieht nun so aus, dass man sich vom Antisemitismus Hamers distanziert, aber Hamer und Stemmann und andere (v. Uexküll kann sich ja nicht mehr wehren) wieder als „Inspiratoren“, „Berater“, „Vorreiter“ und „Pioniere“ auflistet:

http://www.metamedizin.info/imma/woherkommt_METAMedizin.shtml

31.05.2007

Der Generalstaatsanwalt Hamm teilt mit, er sehe keinen Anlass, die Aufnahme von Ermittlungen gegen Prof. Dr. Stemmann anzuordnen. Auch bei den Strafanzeigen gegen Annemarie Braun, Dr. Georg Greve, Werner Neugebauer, Ulrich Neumann und namentlich nicht genannte Angestellte von Krankenkassen werden Ermittlungen abgelehnt. Er argumentiert, es könne nicht der Beweis geführt werden, dass Stemmanns Behandlungsmethode auf jeden Fall erfolglos ist. Diese richtige, aber irrelevante Behauptung ignoriert, dass der Betrug Stemmanns u.a. darin besteht, dass Stemmann bei 80% der Neurodermitispatienten öffentlich eine Heilung innerhalb von einem Jahr reklamiert, obwohl seine eigenen Untersuchungen nur Besserungen bei 80% der Patienten ausweisen. Dass diese Besserungen weitgehend Spontanremissionen darstellen dürften, kommt erschwerend hinzu.

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/OBERSTAATSANWALT-SCHOEPPER-HAMM.HTML

06.06.2007

Oberstaatsanwalt Schöpper weist im Auftrag des Generalstaatsanwalts Hamm die Beschwerden von Prof. Klosterhalfen gegen die Einstellung von Ermittlungen gegen Frau Annegret Braun, Herrn Ulrich Neumann, Herrn Werner Neugebauer, Herrn Dr. Georg Greve sowie gegen namentlich nicht genannte Verantwortliche bei Krankenkassen ohne nähere Begründung als unbegründet zurück.

04.07.2007

Prof. Klosterhalfen widerspricht der Argumentation des Generalstaatsanwalts Hamm vom 31.5.2007 und schreibt u.a.:

„Aus Ihren Ausführungen geht nicht hervor, weshalb sie die Tatsache, dass Stemmann Heilungen vortäuscht, wo nur Besserungen vorliegen, nicht als Betrug ansehen. Bitte seien Sie so freundlich, mir dies nachträglich zu erläutern.“

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/BESCHWERDEN-EINSTELLUNGSBESCHEIDE-GENERALSTAATSANWALT.HTML

12.08.2007 (Aufruf der Webseite)         

Webseiten von Prof. Stemmann zu Asthma und Neurodermitis

https://web.archive.org/web/20070812034010/http://www.prof-stemmann.de/

29.09.2007

Prof. Klosterhalfen über das „Trennungstraining“ der Kinderklinik Gelsenk.

„Ein entsprechender Tierversuch hätte behördlich angemeldet und genehmigt werden müssen. Stemmann aber macht – ohne eine Ethikkommission eingeschaltet zu haben - einen unangemeldeten Humanversuch mit über 10000 schwerkranken Kindern. Man kann auch von einem „Inhumanversuch“ sprechen.“ http://archive.li/J1k74

01.10.2007

Ohne auf die Argumente und die o.a. Anfrage von Prof. Klosterhalfen vom 4.7.2007 einzugehen, teil der Leitende Staatsanwalt Dr. Becher im Auftrag des Generalstaatsanwalts Hamm mit:

„auf Ihre vorbezeichnete Eingabe, die ich als Gegenvorstellung gegen meinen Bescheid vom 31.05.2007 (2 Zs 2441/06) angesehen habe, ist der Sachverhalt erneut geprüft worden. Ein Anlass, die Entscheidung vom 31.05.2007 abzuändern, hat sich jedoch nicht ergeben. Ich weise Ihre Gegenvorstellung als unbegründet zurück.“

http://www-public.rz.uni-duesseldorf.de/~klostewg/BESCHWERDEN-EINSTELLUNGSBESCHEIDE-GENERALSTAATSANWALT.HTML

09.10.2007

Klage einer Frau, die im Alter von 4 Jahren unter dem GBV gelitten hat

„Hallo zusammen,

ich kenne Herrn Prof. Dr. Stemmann und ich muss sagen leider!

Ich war mit vier Jahren zur Behandlung in Gelsenkirchen. Mein Bruder und ich leiden beide seit wir ca. ein halbes Jahr alt waren an Neurodermitis.

Die ganze Behandlungsmethode von Prof. Dr. Stemmann ist ein Witz.

Wir wurden frühzeitig aus dem Krankenhaus entlassen, weil ich dort fast verhungert wäre.

Ich bin ein Sturrkopf das gebe ich zu, aber die Kinder mit total verkochten Gemüse zu quälen und das auch noch als Behandlungsmethode zu verkaufen ist ein Witz.

Ich habe nichts mehr gegessen und habe einen derart heftigen Eisenmangel bekommen, das ich zu schwach war um aufzustehen und weil das Krankenhaus die Verantwortung für mich nicht mehr tragen konnte wurden wir frühzeitig entlassen. Eine Heilung hat bis heute nicht stattgefunden und das wird es auch nicht! Neurodermitis ist nicht heilbar. Wir sind chronisch krank. Unsere Haut kann sich selber nicht fetten und daher haben wir trockene und rissige Haut. Hinzu kommt, dass wir auf Stress heftiger reagieren als "normale" Menschen, aber ich habe gelernt damit umzugehen und bin froh, dass Prof. Dr. Stemmann meinem Bruder und mir damals nicht noch schlimmeres angetan hat.

https://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#157

12.12.2007

Die Kinderklinik Gelsenkirchen ist umgezogen.

Die neue Adresse ist: Adenauerallee 30.

„Am alten Standort in der Westerholter Straße wurden jährlich rund 4000 Kinder stationär und 12 000 Kinder ambulant behandelt.“ Quelle: WAZ

31.03.2008

Prof. Stemmann verlässt die Bergmannsheil und Kinderklinik Buer gGmbH

13.08.2008 (Datum des Aufrufs der Seite)         

Dietmar Langer übernimmt Pseudopsychosomatik von Hamer und Stemmann

„Wie entsteht eine solche Fehlinnervation der Haut? Über die funktionale Vernetzung von Stress-System und Immunsystem mittels zentraler

Steuereinheiten wie Hypothalamus und Amygdala haben emotionale Vorgänge einen entscheidenden Einfluß auf die Regulation des Abwehrsystems. … Erlebt ein Mensch unkontrollierbaren Stress, also z.B. ein Ereignis, welches die Anpassungsfähigkeit des Individuums schlagartig überfordert, kommt es über den Gyrus postzentralis zu der oben beschriebenen Fehlinnervation der Haut. Damit kann Stress auch als Ursache dieser Erkrankung diskutiert werden. Hierbei ist nicht die objektive Schwere,

sondern die subjektive emotionale Bewertung der Situation im Moment des Erlebens entscheidend: die wahrgenommene Unvorhersagbarkeit und

Unkontrollierbarkeit der Situation. …  Insgesamt werden mittels Methoden der systematischen Desensibilisierung, Reizkonfrontation (flodding) und Gegenkonditionierung im Sinne eines Stressimpfungstraining eine deutliche Verbesserung der Stressbewältigungs- strategien des Kindes erreicht; Hierzu werden Standardsituationen des klinischen Alltags genutzt (z.B. Trennungssituationen, Statusuntersuchung, Esssituationen, Kontaktzeiten Eltern - Kind). … Kurzfristig werden belastende Stoffe z.B. über eine Nahrungsumstellung vermieden, Salben und Medikamente werden nur im Akutfall eingesetzt. … Der zeitliche Rahmen der Behandlung erstreckt sich insgesamt auf ca. 1 - 1½ Jahre nach dreiwöchigem stationären Aufenthalt. Erwartet wird die Wiederherstellung des ursprünglichen Gesundheitszustandes ohne entscheidende Einschränkungen in der Lebensführung bzw. dauerhaften Einsatz von Anwendungen. …

Autor: Dietmar Langer, Dipl.-Psych. / Psychotherapeut, Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen“

http://www.kinderklinik-ge.de/Fachbereiche/Paediatrische_Psychosomatik_Allergologie_und_Pneumologie/Artikel_und_Schriften.htm

24.09.2008

„Ärztekammer Hessen im Tiefschlaf – Fortbildungspunkte für Neue Germanische Medizin“

https://blog.psiram.com/tag/august-stemmann

25.09.2008

Vortrag von Dr. Lion bei der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands in Eversberg über „Allergien sind heilbar: Das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren - Hilfe für Kinder, Jugendliche und Erwachsene“: „Seit über 20 Jahren verfolgt die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen einen eigenständigen Weg in der Behandlung allergischer Krankheiten. Im Mittelpunkt stehen eine psychosomatische Betrachtungsweise dieser genannten, durch Stress unterhaltbaren Krankheiten und die Durchführung verhaltenstherapeutischer Maßnahmen zur Förderung der Selbstheilung der Betroffenen.“

Quelle: www.klinikskandal.com

08.10.2008

BKB fordert Klosterhalfen gemäß Auflösungsvertrag zum Gespräch auf

Nachdem Prof. Stemmann zum 1.4.2008 die Klinik verlassen hatte, bekam ich erneut Post von einer Anwaltskanzlei. Auftraggeber: BKB, Dr. Gerrit Lautner, Dietmar Langer und Dr. Kurt-André Lion.

www.reimbibel.de/BKB-Lautner-Lion-Langer-vs-Klosterhalfen-1.jpg   

www.reimbibel.de/BKB-Lautner-Lion-Langer-vs-Klosterhalfen-2.jpg

www.reimbibel.de/BKB-Lautner-Lion-Langer-vs-Klosterhalfen-3.jpg

Am 22.10.2008 fand dann ein Dreiergespräch statt, bei dem mir Herr Werner Neugebauer, der Geschäftsführer der BKB und dessen Rechtsanwalt androhten, mich wegen Geschäftsschädigung zu verklagen und eine Schadensersatz- forderung in Höhe von 800.000 € zu stellen, wenn ich meine Internetartikel gegen die Klinik nicht löschen würde. Wegen meiner schlechten Erfahrungen mit Staatsanwaltschaften und vielen für die abnormen Allergiebehandlungen der BKB eigentlich zuständigen Organisationen und Personen habe ich mich bereit erklärt, potentiell geschäftsschädigende Texte zu löschen, soweit mir das möglich wäre. Bei www.neurodermitis.ch war mir das technisch nicht möglich, und der Betreiber der Seite war anscheinend nicht bereit, meine Einträge dort zu entfernen. Etliche Texte blieben auch stehen, weil ich auf etliche Webseiten, die sie verbreiteten, keinen Zugriff habe.

Erst kurz vor der Ausstrahlung des Dokumentarfilms „Elternschule“ im 1. Fernsehen (3.7.2019) habe ich wegen des nun größeren öffentlichen Interesses am GBV einerseits und aus Gewissensgründen andererseits wieder damit begonnen, öffentlich über die hochproblematische Behandlung bzw. Misshandlung von Kindern mit Asthma und Neurodermitis durch die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen aufzuklären.

10.12.2008

Ausführlicher Bericht einer Mutter, die die Therapie abgebrochen hat

„Ja, wir Mütter kamen verzweifelt dort an, ich auch, in der Hoffnung auf Heilung für unsere Kleinen, denn bisher hatte niemand dauerhaft helfen können.

Uns wurde eingeprägt, die Kinder brauchen das sogenannte Trennungstraining, und in einem mehrstufigen Verlauf gewöhnen sie sich daran und finden zur Heilung. Nur in der Hoffnung auf die versprochene letzte Stufe bin ich geblieben. Jeder Tag war schrecklich. Mein bis dahin strahlend freundliches Baby wurde dort regelrecht abgeknickt. In der Mäuseburg sah er mich so hoffnungslos an wie die Kinder auf diesen Bildern aus Kriegsgebieten, die Grausiges erlebt haben und von den Menschen nichts Gutes mehr erwarten. Auf den Gruppenfotos sehen die Kinder alle so aus. Das tut einfach nur weh, auch noch nach mehr als sechs Jahren. Ich weiß noch nicht, wann ich meinem Großen das erzähle. Wenn es sich irgendwann einmal ergibt, dann soll er auch wissen, dass und warum ich uns nicht auf die Dauer ausgeliefert habe.“

Mehr hier: https://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#187.

Und hier: https://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#185

„wir Mütter der Kleinkinder hetzten jeden Tag nach dem eilig ´reingeschaufelten Mittagessen in den Entspannungsraum, waren froh, noch ein Stückchen Fußbodenfläche abzubekommen, und hetzten nach der täglichen Dosis AT weiter zur nächsten Lehrveranstaltung. Soweit ich weiß, habe ich den Mittelteil jedes Mal verschlafen, kann mich also an kaum ein Wort erinnern. Und das ging allen meinen Artgenossinnen so! … der Schwerpunkt, wenn nicht gar weitgehend die alleinige Ausrichtung lag auf dem Psychoprogramm. Das wurde uns wie eine radikale Ideologie eingeimpft, ohne individuelle Abstufungen, ohne Fragen oder Einwände zuzulassen. Ich habe nicht den Staatsbürgerkundeunterricht überstanden, um jetzt in einen sektenähnlichen Betrieb zu stolpern.“

https://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#201

„Vielleicht kann man Dir sagen, wieviele Kinder gleichzeitig mit Euch dort sind. Dann kannst Du abschätzen, wie überfüllt und potentiell unruhig die Mäuseburg ist. Die 22 - 24 Kinder zu unserer Zeit waren definitiv zu viele und machten das Spielzimmer zu einem Hexenkessel.“ https://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#218

11.03.2009 (Aufruf der Webseite)

„Das an Asthma erkrankte Kind weist eine höhere Revierempfindlichkeit auf.“

„Bei Patienten, die an  Heuschnupfen erkrankt sind findet man oft eine übermäßige Empfindlichkeit bei Konfrontationen mit der Tendenz, zu oft „gute Miene zum bösen Spiel zu machen“ und ein damit verknüpftes ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Probleme, sich effektiv zur Wehr zu setzen, lassen sie oft „verschnupft“, gekränkt reagieren.“

„Die allergischen Reaktionen auf bestimmte Stoffe, Pollen, Nahrungsmittel betrachten wir als durch Stress konditionierte (gelernte) Reaktionen des Organismus. Sie sind nur „Nebeneffekte“ ungünstiger Stressbewältigungsstrategien. Um diese Symptome abzubauen, muss der Betreffende lernen, mit Stress besser umzugehen und ein positives Bewältigungsverhalten aufzubauen.“

„Durch  unkontrollierbaren Stress kommt es bei dem Betreffenden zu einer Fehlinnervation der Haut: Eosinophile und Helferlymphozyten führen zu einer chronischen Entzündung.“

„Die Therapie konzentriert sich auf die Verbesserung der Streßbewältigungsfähigkeiten mittels Autogenem Training und Interventionen im Sinne eines Stressimpfungstraining (in Kombination mit spezifischer Exposition).“

„Erwartet wird eine Wiederherstellung des ursprünglichen Gesundheitszustandes ohne entscheidende Einschränkungen in der Lebensführung bzw. dauerhaften Einsatz von Anwendungen.“

https://web.archive.org/web/20090311134355/http://www.kinderklinik-ge.de/Fachbereiche/Paediatrische_Psychosomatik_Allergologie_und_Pneumologie/Neurodermitis.htm

12.08.2009                                                   

„für mich als Mutter und Arzthelferin war es grauenvoll ...

wir wurden getrennt, Kinder haben geschrien, sie wurden eingeschlossen, … “ https://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#195

19.09.2010

„Ich hab mit unserer Tochter (14 Monate) den 24h Aufenthalt gemacht

und mich gegen die Therapie entschieden. Hauptgründe:Es wird einem suggeriert, man sei selbst Schuld an der Krankheit. Dadurch werden die sowieso schon belasteten Eltern noch mehr unter Druck gesetzt. Die regiede und ungesunde Diät,die eingehalten werden muß. Das strenge Trennungs- training. Der Leidensdruck muß schon enorm groß sein um seinem Kind diesem Training auszusetzen.“ https://www.neurodermitis.ch/Diskussionsrunde_4/1174.html#209

2011

Lion KA, Langer D, Stemmann EA, Holling H

Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung bei Kindern mit Neurodermitis – eine Evaluationsstudie

päd – Praktische Pädiatrie, 4/2011, 196 – 202

https://web.archive.org/web/20160316181837/http://bundesverband-allergie.de/wp-content/uploads/2013/07/paediatrische-psychosomatik-eine-evaluationsstudie-17-2011_01.pdf

Studie 3 zur angeblichen Wirksamkeit der Neurodermitis-Behandlung bei Säuglingen und Kleinkindern ist methodisch auch nicht besser (keine Vergleichsgruppe mit traditioneller Behandlung) und belegt nicht, dass die Mehrheit der Kinder nach einem Jahr geheilt ist. Die Studie zeigt hingegen, dass viele der nur 15 untersuchten Säuglinge und Kleinkinder auch nach einem Jahr noch unter ND leiden. Eine Besserung nach einem Jahr ist nicht überraschend und kann nicht auf die spezielle Therapie (GBV) zurückgeführt werden. Von einer externen Evaluation durch die Universität Münster (eine Behauptung von Dr. Lion gegenüber der ÄKWL im Jahr 2017) kann bei dieser methodisch schwachen Studie (unkontrolliertes AB-Design) nicht die Rede sein. Siehe dazu meine „Korrespondenz“ mit Prof. Heinz Holling (renommierter Experte für Statistik und Forschungsmethodik an der Universität Münster):

www.reimbibel.de/GBV-Prof-Heinz-Holling-als-Koautor-und-Helfer.pdf .

Da Lion und Langer alle Eltern bitten, nach einem Jahr zu einer Nachuntersuchung zu kommen, liegen ihnen nur Verlaufsdaten von den Kindern vor, die nach einem Jahr wieder vorgestellt wurden. Diese Kinder dürften daher eine positive Selektion darstellen. Es wird in dem Artikel nicht erläutert, wie es zur Auswahl genau dieser 15 Kinder kam. Auch diese Auswahl könnte eine positive Selektion darstellen. Warum wird nicht über eine größere Stichprobe berichtet? Die Daten waren doch vorhanden. Hätte man z.B. über den Verlauf bei 45 Kindern berichtet, wäre es möglich gewesen, den Grad der Verbesserung des Hautzustands mit dem Grad der Compliance bei wichtigen Therapiebausteinen wie dem Autogenen Training der Eltern und der Ernährungsumstellung zu korrelieren. Es bleibt bei der präsentierten Statistik auch unklar, inwieweit die gefundenen Mittelwertdifferenzen auf einzelne Kinder zurückgehen, die nach einem Jahr symptomfrei waren.

Die entscheidende Frage ist: Warum kann die Kinderklinik Gelsenkirchen nach über 30 Jahren GBV immer noch keine wissenschaftlich akzeptable Untersuchung zu ihrer stark beworbenen und angeblich außerordentlich erfolgreichen Neurodermitis-Behandlung vorlegen?

Ist sie dazu fachlich nicht in der Lage oder befürchtet sie blamable Ergebnisse?

2012

Lion KA: JuKiP – Ihr Fachmagazin für Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, 3, 114 – 117

2012

Langer D, Lion KA

„Beitrag anlässlich der 2. Drei-Länder-Tagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) e.V., Schweizer Arbeitsgemeinschaft für psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe (SAPGG), Österreichische Gesellschaft für Psychosomatik in Gynäkologie und Geburtshilfe (ÖGPGG), 2012. Schriftliche Zusammenfassung in: „Grenzen wahrnehmen – respektieren – überwinden“ (Hrsg.: Tschudin, Maier, Bitzer, Ditz, Rauchfuß), Beiträge der 2. Drei-Länder-Tagung der DGPFG e.V., SAPGG und ÖGPGG 2012, Mabuse-Verlag, Ss. 171 – 176“

05.05.2013 (Aufruf der Webseite)

Gefühlsverletzungen als Ursache aller Krankheiten

„Die pädiatrische psychosomatische Behandlung bei allergisch / chronischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten

Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen/ Regulationsstörungen wie Ess- und Schlafstörungen

Hier handelt es sich um ein ganzheitliches Modell, das die eigentliche Ursache der Erkrankung sucht und darauf die Behandlung aufbaut.

Es vertritt die Meinung, dass die Ursachen einer Krankheit stets in einer Gefühlsverletzung liegen, die den Erkrankten unerwartet getroffen hat und die durch bestimmte Auslöser verstärkt und erhalten bleibt. Das irritierte Immunsystem wird durch die Behandlung wieder in den Normbereich gebracht.

Die Gesundung kann so programmiert werden.

Behandlungspunkte:

Durch intensive Gespräche erkennen der erwachsene Betroffene bzw. die Bezugspersonen derKinder, dass sie ihr Verhalten und ihre Einstellungen ändern müssen, um die Regelkreise, die die Krankheiten unterhalten, aufzuheben. Ein tägliches Entspannungstraining muss durchgeführt werden. Kinder erfahren eine liebevolle konsequente Erziehung. Die Ernährung soll vollwertig sein, d. h. säurearm und naturbelassen. Hauptallergene werden gemieden. Hilfe zur Selbsthilfe ist der Schlüssel zum Erfolg!“

http://archive.is/gXreO Diesen Text gab es viele Jahre lang auf der Homepage der Kinderklinik Gelsenkirchen. Er wurde von dem Verein AuK e.V. übernommen (wissenschaftlicher Berater: Dietmar Langer, ärztlicher Berater: Dr. Kurt-André Lion).

15.04.2015

Lion KA       

„Neurodermitis aus psychosomatischer Sicht“. Vortrag am Senftenberg Klinikum Niederlausitz, Krankenhausstr. 10. Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Niederlausitz war damals und ist immer noch Dipl.-Mediziner Hendrik Karpinski. Karpinski ist Ende 2018 von der ÄKWL beauftragt worden, eine Beschwerde gegen Dr. Lion zu begutachten. Lion hatte leitlinienwidrig bei einem erst 6 Monate alten Säugling Trennungsangst diagnostiziert (das soll erst ab 18 Monaten gemacht werden) und das Kind einem „Trennungstraining“ ausgesetzt, obwohl Verhaltenstherapien erst ab 3 Jahren durchgeführt werden sollen.

2015

Lion KA, Langer D: Stress im Kindes- und Jugendalter

In: Haurand C, Ullrich H, Weniger M (Hrsg.)

Stressmedizin – Beratung, Vorbeugung, Behandlung

Berlin: Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2015, 85 – 96

„Das Buch vermittelt Therapeuten, Beratern und Gesundheitsmanagern praxisorientiert die Zusammenhänge zwischen Stress und Gesundheit, das diagnostische Vorgehen und die therapeutischen Interventionsmöglichkeiten bei stressbedingten Erkrankungen.“

(Hinterer Buchdeckel) Dr. Haurand und Herr Ullrich sind ebenfalls Mitarbeiter der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH.

2015

KTQ-Qualitätsbericht

„Überregional bekannt ist die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik, Allergologie und Pneumologie durch eine verhaltensmedizinische Ausrichtung bei der Behandlung von Kindern mit psychosomatischen Erkrankungen wie Neurodermitis, Asthma bronchiale und weiteren allergischen Erkrankungen. Das Land NRW hat das erfolgreich umgesetzte Therapiekonzept als beispielgebend und zukunftweisend ausgezeichnet.“ https://www.ktq.de/fileadmin/Q_Berichte/KTQQB_288.pdf  S. 8

Tabellarischer Auszug aus den Qualitätsberichten 2006, 2008, 2010, 2015 und 2017:

www.reimbibel.de/GBV-Qualitaetsberichte-6-8-10-15-F93-F54.pdf

Die 2001 erfolgte Auszeichnung hat das Gesundheitsministerium des Landes NRW bald wieder zurückgenommen, da Prof. Stemmann einen vereinbarten Bericht schuldig geblieben ist. Schon 1992 hatte Stemmann einen dem Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf versprochenen Bericht nicht abgeliefert.

2016

Lion KA, Langer D

„Beitrag anlässlich der Frühjahrstagung der AG Pädiatrie der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), 18.03. – 20.03.2016, Bielefeld. Schriftliche Zusammenfassung in: „Baustelle Kinderschlafmedizin – Aktuelle Kinderschlafmedizin 2016“ (Hrsg.: Angelika A. Schlarb, Bielefeld, und Ekkehart Paditz, Dresden), kleanthes-Verlag, Dresden, 2016, Ss. 62– 66“

19.05.2016

Allergien sind heilbar. Was können wir von der Psyche lernen?

„Über die psychosomatische Einordnung dieser Krankheiten sowie die verhaltenstherapeutischen Maßnahmen zur Förderung der Selbstheilung informiert Dr. Kurt-André Lion, Leiter der Abteilung für Psychosomatik und Allergologie“ https://www.gelsenkirchen.de/de/_meta/veranstaltungskalender/20478-allergien-sind-heilbar

14.09.2016

WAZ: 25 Jahre Hilfe für geplagte Eltern (Bericht über den Verein AuK e.V.)

Dr. Kurt-André Lion: „Wir sind die Einzigen, die auch Säuglinge psychosomatisch behandeln.“ https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/psychosomatik/_media/medienberichte/WAZ-vom-14-09-2016.pdf

Diese “Behandlung” halte ich bei Säuglingen mit ND für medizinisch nicht indizierte Misshandlungen, weil a) das übliche diagnostische und therapeutische Vorgehen aus ideologischen Gründen (Trennungsangst wird als entscheidend für Entstehung und Verlauf der ND angesehen) stark vernachlässigt wird (Allergiediagnostik, Hautpflege, antibiotische Therapie), b) allen Kindern eine einjährige strenge Diät verordnet wird, c) nervlich ohnehin schon angegriffene Säuglinge und deren Mütter einem psychisch schwer belastendem „Stressimpfungstraining“ und „Trennungstraining“ ausgesetzt werden. Bei Säuglingen sollen aber gemäß einer anerkannten Leitlinie weder Angststörungen diagnostiziert noch verhaltenstherapeutische Methoden angewendet werden. Beides macht jedoch die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik routinemäßig bei allen Säuglingen mit ND. Auch zwei Jahre alte Kinder werden von ihren Müttern getrennt und absichtlich gestresst.

15.03.2017 (Speicherung bei archive.org)

Pressemeldung der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen

Die Klinik suggeriert weiterhin wahrheitswidrig, Allergien in 87% der Fälle heilen zu können:

„Der psychosomatische Ansatz bei der Behandlung von Neurodermitis, Asthma, Allergien in der Kinderklinik Gelsenkirchen versprach Heilung - zumindest in 87 % der Fälle. Das schien geradezu unglaublich. Doch es funktionierte.“ https://web.archive.org/web/20170315030507/https://www.kjkge.de/Inhalt/Aktuelles_Presse/_Presse_Meldungen/AuK.php 

30.04.2017

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Die dazu bevollmächtigte Großmutter eines 6 Monate alten Säuglings mit schwerer ND beschwert sich bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe über die Behandlung ihres Enkels in der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik der Kinderklinik Gelsenkirchen. Mutter und Kind waren am 09.04.2019 in der Klinik eingetroffen und haben diese am Morgen des 13.04.2019 wieder verlassen, weil die Mutter mit den dort praktizierten häufigen und mindestens 30-minütigen, therapeutisch angeblich notwendigen Trennungen von Mutter und Kind nicht einverstanden war.

10.05.2017

Vortrag von Dr. Kurt-André Lion im Gemeindesaal Brandenbusch (Essen)

„Die Klinik behandelt seit 30 Jahren Kinder und Jugendliche, zunehmend auch Erwachsene, mit Allergien, Asthma und Neurodermitis. 87 Prozent der Betroffenen sind nach ein bis anderthalb Jahren gesund, wenn Sie auf Station Erlerntes konsequent umsetzen, erklären die Organisatoren der Veranstaltung.“

https://www.lokalkompass.de/essen-sued/c-ratgeber/ueber-allergien-und-ihren-zusammenhang-mit-der-psyche-informiert-ein-vortrag-in-bredeney_a760068

19.05.2017

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Die ÄKWL teilt der Großmutter von K. mit, reine Pflegefehler könnten leider nicht überprüft werden, über dies könne die Gutachterkommission wegen der bei der Polizei gestellten Anzeige nicht tätig werden.

02.07.2017

Ryke Geerd Hamer stirbt in Norwegen

https://www.derstandard.at/story/2000060791912/wunderheiler-ryke-geerd-hamer-ist-tot

30.10.2017

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND

Die Großmutter des Patienten teilt der Gutachterkommission der ÄKWL u.a. mit:

- „Es ist jedoch während des Aufenthalts meines Enkels ÜBERHAPT nicht geprüft worden, ob es sich TATSÄCHLICH um eine durch Stress unterhaltene Störung handelt.“

- Der Name „Stemmann“ würde auf der Homepage der Klinik gänzlich unterschlagen. Hätte sie bei ihrer Internetrecherche Hinweise zu Stemmann oder Hamer gefunden, wäre die Klinik nicht für sie in Frage gekommen.

- Sie habe psychosomatische Hilfestellung und nicht grobe weitere Verletzungen des Kindes erwartet. (Dem Kind waren seine Schutzhandschuhe abgenommen worden, und es hatte sich in Anwesenheit von nicht einschreitendem Klinikpersonal die Kopfhaut aufgekratzt, als es tagsüber 1 ½ Stunden lang von seiner Mutter getrennt wurde (als sog. Trennungstraining wegen der angeblichen Verursachung der ND durch ein Trennungserlebnis. WK)

29.09.2017

Stellungnahme von Dr. Lion für die Gutachterkommission der ÄKWL (Beschwerde im Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Dr. Lion stellt gleich im ersten Satz seiner Stellungnahme eine wahrheitswidrige Behauptung auf. Er schreibt: „Die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik arbeitet seit 25 Jahren in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen (vormals Städtische Kinderklinik Gelsenkirchen) leitliniengerecht in Bezug auf psychotherapeutische Vorgehensweisen. um chronische, durch Stress unterhaltbare Störungs- und Krankheitsbilder von Kindern bereits bei Säuglingen positiv zu beeinflussen. Ziel dabei ist stets die Selbstheilungsmöglichkeiten des Kindes zu fördern.“

Im Fall K. widersprechen Diagnostik und Therapie jedoch eindeutig den Leitlinien der AWMF. Die Abteilung hatte der Irrlehre von Hamer und Stemmann folgend bei K. „Neurodermitis bei Trennungsangst“ „diagnostiziert“. Laut der Leitlinie „S2k-Leitlinie 028/041 – Psychische Störungen im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulter, aktueller Stand: 09/2015“ (http://archive.is/4DCwq) soll die Diagnose „Angststörung“ aber erst ab einem Alter von 18 Monaten gestellt werden. (S. 102) Wegen der nicht-evidenzbasierten Auffassung der Abteilung, dass ND immer durch Trennungsangst verursacht und aufrecht erhalten wird, wurde ein „Trennungstraining“ angeordnet. Dazu wurde K. z.B. am 4. Tag in die „Mäuseburg“ zu weinenden und schreienden anderen Kindern gebracht, während seine Mutter sich 1 ½ Stunden lang in einem anderen Raum einen Vortrag von Dr. Lion anhörte (und gleichzeitig ihren Sohn schreien hörte). Auch diese – Mutter und Kind extrem belastende - Vorgehensweise steht in Widerspruch zur Leitlinie: „Bei Kindern im Alter von 3;0-5;11 Jahren sollen auch verhaltenstherapeutische und psychodynamische Therapien angeboten werden.“ (S. 106) Bericht der Mutter über ihren Aufenthalt in der Klinik (Fassung vom 4.7.2019):

http://www.reimbibel.de/Horror-Neurodermitis-Behandlung-in-der-Kinderklinik-Gelsenkirchen.pdf

24.10.2017

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Die ÄKWL teilt der Großmutter von K. mit:

„… Wir fordern nun die Patientenakten von den Ärzten und Krankenhäusern an, die Sie in unserem Formular genannt haben. Deren Dokumentation bildet die Grundlage für unsere Überprüfung. …“

12.04.2018

Vortrag von Dr. Kurt-André Lion an der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen: „Allergien sind heilbar!“

„Auf Erkenntnissen von Stress- und Hirnforschung beruhend bietet die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen ein ganzheitliches Konzept zur Behandlung allergischer Erkrankungen (Neurodermitis, Asthma bronchiale, Heuschnupfen) an. Diese Erkrankungen werden durch Stress gefördert und verstärkt. Mittels einer psychosomatischen Betrachtungsweise und der Durchführung verhaltenstherapeutischer Maßnahmen wird die Heilung durch den Betroffenen selbst gefördert.“

https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/aktuelles/termine-und-veranstaltungen-kinderklinik-jugendklinik-gelsenkirchen/?we_objectID=75

12.06.2018

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Die ÄKWL teilt der Großmutter von K. mit, der vorgeschlagene Gutachter könne die Angelegenheit leider nicht übernehmen.

19.06.2018

Leserbrief von Frauke Döllekes, Vorsitzende von Allergie- und umweltkrankes Kind e.V., in der ZEIT

„Wir alle durften aber die Erfahrung machen, dass wir sehr wohl! sehr aktiv am Selbstheilungsprozess mitwirken konnten und Erfolg hatten. Die psychosomatische Behandlung geht an die Ursachen und macht keine reine Symptombekämpfung. Insofern ist es ein sehr!!!! hilfreicher Weg, der zumindest einen Versuch wert ist. 87 % der Menschen, die ihn gegangen sind, sind gesung!“ https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-05/neurodermitis-kinder-eltern-chronische-hautkrankheit/seite-2

19.07.2018

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Die ÄKWL teilt der Großmutter von K. mit, der vorgeschlagene Gutachter könne aus zeitlichen Gründen die Begutachtung nicht übernehmen.

11.09.2018

Fachartikel: Braucht es eine pädiatrische Psychosomatik?

„Insbesondere bei der Behandlung langfristiger, chronischer Erkrankungen ist die Möglichkeit einer psychosomatischen Behandlung sinnvoll und notwendig. Eine gute Kooperation mit einer Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie ist aber unbedingt notwendig.“

psychopraxis. neuropraxis > Sonderheft 1/2018; Autor: Prim. Univ.-Doz. Dr. Erwin Hauser

In der Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ werden routinemäßig die psychiatrischen Diagnosen F93 (bei Neurodermitis) und F54 (bei Asthma) gestellt. Die Kinderklinik Gelsenkirchen hat seit ca. 1998 eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychotherapie, diese arbeitet aber anscheinend nicht mit der Langer/Lion-Abteilung zusammen, die selbst keine/n Psychiater/in hat.

21.09.2018

Evangelischer Pressedienst über die Filmdokumentation „Elternschule“

„Diese Kinder sind die Pest. Ein kleines Mädchen schreit 14 Stunden am Tag, ein anderes kämpft mit seiner Mutter um alles. Wieder andere Kinder beißen oder kratzen, wollen nicht schlafen oder essen nur Pommes und Chicken Nuggets. Ein Mädchen wirkt völlig abwesend und bewegt sich wie in Zeitlupe. Die Eltern dieser Kinder sind mit den Nerven am Ende. Eine Mutter sagt unverblümt, dass sie ihre Tochter in ein Heim geben müsse, wenn sich nichts ändere. … Als kundiger Führer in diesem Labyrinth erweist sich der Psychologe Dietmar Langer, ein amüsanter und charismatischer Mann, der als leitender Therapeut in Gelsen- kirchen wahre Wunder bei verhaltensauffälligen Kindern bewirken kann. … Für jeden, der selbst Kinder hat, ist »ELTERNSCHULE« ein Muss. Auf kleinstem Raum lassen sich Konzepte der Menschenführung und ihre Wirkung studieren.“

https://www.epd-film.de/filmkritiken/elternschule

Der von Langer gepriesene autoritäre Erziehungsstil dürfte nicht zuletzt in konservativen oder evangelikalen Kirchenkreisen beliebt sein.

08.10.2018

Ein Trailer zum Dokumentarfilm “Elternschule” erscheint auf Youtube

https://www.youtube.com/watch?v=pr3bdVQ8kvk

11.10.2018

Start des Dokumentarfilms „Elternschule“ in Programmkinos

Regie: Ralf Bücheler, Jörg Adolph; Verleih: Zorro Film in Zusammenarbeit mit mindjazz pictures; Produktion: if... Productions; Länge: 117 Minuten

18.10.2018

“So hart sind die Methoden der Kinderklinik“ (BILD)

„Eltern, die mit ihren Kindern nicht mehr weiter wissen, bekommen in der Jugendklinik Gelsenkirchen Nachhilfe. Und zwar in der „Elternschule“ der Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“. Ein Kamerateam hat mehrere Familien ein halbes Jahr lang begleitet. Daraus entstand der Dokumentarfilm „Elternschule“ (Start: 11. Oktober). Ein Film, der stark polarisiert. Denn darin wird gezeigt, wie Kinder mit zum Teil unorthodoxen Methoden umerzogen werden.“ … „Der Kinderarzt und Autor Herbert Renz-Polster (68, „Die Kindheit ist unantastbar“) nimmt Stellung auf seinem Blog gegen den Film: `Was mich an diesem Film vor allem wundert, ist die Schamlosigkeit, mit der erzieherische Gewalt dargestellt, glorifiziert und auch durch Medien vermittelt wird. Man darf einer Mutter erklären, ihr Kleinkind verhalte sich nicht normal – nur weil es sich vom Arzt nicht untersuchen lässt? Man darf Kinder zum Essen zwingen, nur weil man einen Kittel anhat? (...) Vielleicht noch grausamer ist das mit anzusehen: wie nüchtern und hart über die schwer verunsicherten, teilweise auch traumatisierten Kinder geurteilt wird.` “ https://tinyurl.com/BildLangerRenz

20.10.2018

Dietmar Langer im Interview mit A. Rühle (Süddeutsche Zeitung)

SZ: Wie hoch sind denn die Heilungsquoten?

Langer: 85 bis 87 Prozent. Wir haben mit verschiedenen Unis Evaluations-Studien gemacht. Vor der Aufnahme der Familien, nach der Entlassung und ein Jahr später.

https://www.kjkge.de/Inhalt/Aktuelles_Presse/_Presse_Meldungen/Interview_Langer.pdf

Es gibt nur eine Studie zur Neurodermitis, bei der ein Angehöriger einer Universität mitgewirkt hat. Bei dieser - von der Anlage der Untersuchung her schwachen Studie – hat Prof. Holling, ein Statistiker, die statistische Auswertung übernommen.

23.10.2018

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Die Gutachterkommission der ÄKWL teilt mit, dass Diplom-Mediziner Hendrik Karpinski zum Gutachter bestellt worden ist. Herr Karpinski ist Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Niederlausitz https://www.klinikum-niederlausitz.de/de/kliniken_einrichtungen/kinder-_und_jugendmedizin.html  und Mitglied im Beirat der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Psychosomatik e.V..

https://www.agpps.de/index.php/die-arbeitsgemeinschaft/organisationsstruktur

Die Klinik von Herrn Karpinski gehört einem Netzwerk der Knappschaft an:

https://www.knappschaft.de/DE/ExpertenService/ProsperProGesund/Lausitz/lausitz_node.html

Die Knappschaft ist zu 75% Träger der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer.

Herr Dr. Lion ist aktuell (23.8.2019) und seit einiger Zeit nicht mehr Mitglied des Beirats der AGPPS, behauptet dies aber weiterhin:

„Gründungsmitglied der AGPPS (Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Psychosomatik) in der DGKJ (Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin). Dort im erweiterten Vorstand als wissenschaftliches Beiratsmitglied“

https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/abteilung/leitung-und-team-lion-langer/ (Vita) Aufruf 23.8.2019.

25.10.2018

Positive Stellungnahmen zum Dokumentarfilm „Elternschule“ in der ZEIT

„Dietmar Langers Ansatz ist sehr hilfreich und evidenzbasiert“ Karen Krause, Bundesvereinigung Verhaltenstherapie im Kindes- und Jugendalter (Die Zeit)

„Es handelt sich dabei um wissenschaftlich sehr gut überprüfte Methoden, die keinesfalls dazu führen, dass die Bindung gestört wird.“ Prof. Silvia Schneider, Klinische Kinder- und Jugendpsychologie, Ruhr-Universität Bochum (Die Zeit)

26.10.2018 (Aufruf der Webseite)

Frauke Döllekes (AuK) glaubt, Neurodermitis und Asthma geheilt zu haben

„Alles theoretische Wissen ist gut, aber die praktische Umsetzung des Erlernten folgt zu Hause. Denn: Die Selbstheilung dauert im Schnitt ein bis anderthalb Jahre.

Wenn die betroffenen Familien das Erlernte Wissen liebevolle konsequent umsetzen, haben sie Erfolg. Die Kinder werden gesund. Woher ich das weiß? Wir haben es alle, die wir dem Verein angeschlossen sind, erlebt: Wir haben gesehen und aktiv mitgewirkt, dass die Selbstheilung funktioniert.“ https://web.archive.org/web/20181026071144/https://www.allergie-und-umweltkrankes-kind.de/neurodermitis-asthma-allergien-ade/

Mit anderen Worten: Wenn das Kind nicht nach anderthalb Jahren gesund ist, sind nach dem Konzept der Klinik die Eltern daran schuld.

27.10.2018

Kinderklinik Gelsenkirchen über die Therapie psychosomatischer Krankheiten

„Die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik, Allergologie und Pneumologie der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen beschäftigt sich seit fast 30 Jahren mit der Behandlung chronischer psychosomatischer Erkrankungen sowie mit Verhaltensauffälligkeiten von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen. Aus diesem umfassenden Erfahrungsschatz heraus und in Verbindung modernster medizinischer und therapeutischer Erkenntnisse und Lehren, entwickelte die Abteilung ein nachweislich sehr erfolgreiches Behandlungskonzept, das in dieser Form nur in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen angeboten wird: die Multimodale 3-Phasen-Therapie. … Die Verhaltensmodifikation erfolgt auf der Basis eines multifokalen Therapieansatzes, welcher standardisierte und modulförmig eingesetzte Therapiebausteine wie Stressimpfungstraining, Entspannungsverfahren, systemische und kognitive Therapie, Verhaltenstherapie, Strukturtherapie, Bindungs- und Trennungstraining, Ernährungstherapie usw. beinhaltet.“ https://web.archive.org/web/20181027163052/https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/therapie/multimodale-3-phasen-therapie-lion-langer/

Erfreulicherweise hat das „Gelsenkirchener Modell“ bisher keine Nachahmer gefunden. Das von der Kinderklinik inspirierte „Schwelmer Modell“ scheint jedenfalls nicht Hamer nahe zu stehen.

10/2018

Kinderklinik: Hintergrund-Informationen zum Film „Elternschule“

„Die Abteilung für Psychosomatik arbeitet auf der Basis wissenschaftlicher Leitlinien - den sogenannten AWMF-Leitlinie: Psychische Störungen im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulalter.“

In der Verhaltenstherapie wird bei damit einverstandenen Erwachsenen die Methode des Flooding (Reizüberflutung) verwendet. Dabei werden die Patienten in Begleitung des Therapeuten extreme Angst auslösenden Situationen ausgesetzt. Sie werden sorgfältig darauf vorbereitet, zum Teil durch ein Psychopharmakon unterstützt und können jederzeit abbrechen. In der Kinderklinik kommen Säuglinge und Kleinkinder zu anderen verzweifelt schreienden Kindern in die „Mäuseburg“, wo sie auf nicht reagierendes, ihnen zunächst weitgehend unbekanntes Personal treffen. Meines Wissens führt nur die Kinderklinik in Buer eine solche leitlinienwidrige „Therapie“ bei Kindern unter drei Jahren durch. Von „Stressimpfung“ und „Trennungstraining“ ist in dem AWMF-Leitlinien nicht die Rede, und Trennungsangst soll erst ab 18 Monaten diagnostiziert werden.

 „Auch bei therapeutischen Maßnahmen wie Schlaf- oder Trennungsübungen werden die Kinder nie alleine gelassen, sondern durchweg von erfahrenen Therapeuten und Pflegekräften begleitet.“ https://www.kjkge.de/Inhalt/Aktuelles_Presse/_Presse_Meldungen/Infos_fuer_Journalisten.php Wenn Kinder beim Schlaftraining laut weinen, werden sie laut Aussage einer Mutter, die 2017 die Behandlung abgebrochen hat, immer wieder zum Fiebermessen ins hell erleuchtete Schwesternzimmer gebracht. Dies wäre eine leitlinienwidrige Bestrafung unerwünschten Weinens.

10/2018 (?)

Die Filmdokumentation „Elternschule“ wird als DVD angeboten (118 min.)

https://tinyurl.com/DVD-Elternschule

10/2018       

Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen zu Kritik am Film „Elternschule“

`„Wir erleben viel Zuspruch“, sagt Dietmar Langer als leitender Psychotherapeut. Während in den großen überregionalen Redaktionen der Film positiv besprochen wird, organisieren Kritiker in den sozialen Netzwerken Hetzkampagnen und diskreditieren mit falschen Aussagen die Klinik. „Es werden Lügen über den Film bewusst in die Welt gesetzt. Die Stimmung ist derart aufgeheizt, dass eine sachlich-konstruktive Diskussion unmöglich ist. Die verbale Aggressivität ist erschreckend. Viele Kommentare sind hasserfüllt“, sagt Dr. Kurt-André Lion. Die Klinik hat einen Anwalt eingeschaltet und weist die Vorwürfe der Kritiker entschieden zurück. „Seit vielen Jahrzehnten profitieren die Kinder und ihre Familien von unserem Therapieprogramm. Viele Familien nutzen hier ihre Chance, nach vielen gescheiterten Versuchen aus einer festgefahrenen Situation herauszukommen. Sie erhalten eine umfassende ärztliche, therapeutische und pädagogische Betreuung. Das Konzept ist wissenschaftlich evaluiert, von den Krankenkassen anerkannt und leitliniengerecht. Die Vorwürfe gegenüber der Klinik und insbesondere gegen unsere Mitarbeiter sind absurd.

Die Polemik der Kritiker ist unerträglich“, sagt Geschäftsführer Werner Neugebauer.`

https://web.archive.org/web/20190716113433/https://www.kjkge.de/Inhalt/Aktuelles_Presse/_Presse_Meldungen/Eltrernschule_.php

02.11.2018

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie,

Psychosomatik und Psychotherapie e.V. zum Film „Elternschule“

http://www.dgkjp.de/images/files/stellungnahmen/2018/2018_11_02Stellungnahme_Elternschule_final.pdf

02.11.2018

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie zu dem Dokumentarfilm „Elternschule“

“Als größte systemische Fachgesellschaft fühlen wir uns zu einer Stellungnahme aufgefordert, da der verantwortliche Psychologe Dietmar Langer wie auch die Klinik selbst, sich darauf berufen, „auch systemisch“ zu arbeiten. In dem gezeigten Einblick in die Arbeit des Gelsenkirchener Teams vermögen wir jedoch nichts Systemisches zu erkennen und distanzieren uns in aller Deutlichkeit von dem Vorgehen in der Psychosomatischen Abteilung der Kinderklinik. … In den gefilmten Sequenzen der stationären Therapie in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen zeigt sich die systemische Haltung in keiner Weise. Es wird vielmehr das scheinbare Versagen der Eltern im „Kampf“ gegen die Kinder in den Vordergrund gestellt. Dabei wird den Eltern kein Raum geboten, eigene Vorstellungen von Lösungen zu entwickeln oder sich ihrer eigenen Ressourcen bewusst zu werden. Sie erhalten Frontalunterricht von Experten, die Ihnen aufzeigen, welche Fehler sie in der Vergangenheit machten und was sie stattdessen in Zukunft zu tun haben.“ https://www.dgsf.org/themen/stellungnahmen-1/stellungnahme-zum-dokumentarfilm-elternschule

07.11.2018

Kinderärztin und Psychoanalytikerin Dr. med. Barbara von Kalckreuth

„… In dieser Kinderklinik ist ein Kind ein gerissener Stratege, bedacht auf seinen Vorteil, egoistisch und rücksichtslos, ein Gegner, den man überwältigen muss. … Die anbiedernde Zuwendung bzw. Überwältigung durch Arzt - Kinderarzt! - und Schwester hat einen aggressiven, sadistischen Unterton. … Als Erfolg wird verbucht, wenn das Kind aufgibt. Dass dadurch ein Teil seiner Explorationsfreude, seiner kindlichen Neugier und damit später seine Fähigkeit zu Lernen zerstört wird, wird völlig ausgeblendet. Die Störung der Beziehung zwischen Eltern und Kind wird vom Team nicht als seelische Not verstanden. Es gibt keine Hilfe, nur kalte, akribisch dokumentierte Beobachtung, über die im Team spöttisch gesprochen wird. … Die Reaktion der Kinder auf diese Übergriffigkeit ist eigentlich nachvollziehbar und erwartbar: sie wehren sich, geben aber im Lauf der Zeit auf. Dies wird dann als Therapieerfolg gewertet. …“ https://tinyurl.com/Kalckreuth .

08.11.2018

Kinderarzt Dr. Renz-Polster: Elternschule – Wer hat die Filmrollen vertauscht?

„Und jetzt auf einmal werden auch diejenigen richtig wach, die zuvor KEINE FRAGEN hatten.  Jetzt auf einmal beginnt man mit den Recherchen. Nicht zu dem Film, versteht sich – man hat ja eine ganz andere Version im Kopf – sondern zu dessen KritikerInnen: Was sind das für seltsame Leute, die diesen Film schlecht finden? Was ist überhaupt deren Expertise? Von wem werden sie aufgewiegelt?  Sind es nicht Sonderlinge, ja,  vielleicht sogar AnhängerInnen einer US-amerikanischen Sekte?“ https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/elternschule-wer-hat-die-filmrollen-vertauscht/

20.11.2018

Vorwürfe gegen Gelsenkirchener Klinik Wer heilt, hat Recht? (TAZ)

„Seit dem Dokumentarfilm „Elternschule“ steht eine Gelsenkirchener Kinderklinik unter Beschuss. Der Vorwurf: Kindesmisshandlung. … Mittlerweile ist auf der Seite der Klinik nichts mehr vom „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ zu lesen. Auf Anfrage der taz erklärte die Klinik zum 3-Phasen-Modell, das auch in der Neurodermitis-Behandlung Anwendung findet: „Das Programm wurde nach dem Ausscheiden von Prof. Stemmann im Jahr 2008 zur leitliniengerechten Behandlung komplexer psychosomatischer Krankheitsbilder entwickelt. … Die Therapie erfolge auf Basis der aktuellen Leitlinien und sei vollkommen unabhängig von der Bezeichnung „Gelsenkirchener Behandlungsverfahren“ zu sehen. Die Klinik beruft sich auf 30 Jahre Erfahrung, distanziert sich aber gleichzeitig von ihrer Vergangenheit.“ https://taz.de/Vorwuerfe-gegen-Gelsenkirchener-Klinik/!5548612/

Die Aussage der Klinik, die Therapie sei leitliniengerecht, entspricht nicht der Wahrheit. Siehe den Fall K.. Außerdem ist die aktuelle Behandlung von Kindern mit Allergien personell und prozedural nahtlos aus dem Gelsenkirchener Behandlungsverfahren hervorgegangen.

22.11.2018

Stellungnahme der VAKJP zum Dokumentarfilm „Elternschule“

„Die im Film gezeigten pädagogischen und therapeutischen Maßnahmen lassen sich weder mit einem psychodynamischen Verständnis noch mit unseren ethischen Grundsätzen vereinen.“ https://www.vakjp.de/pdf/meldungen/2018-11-22_VAKJP-Stellungnahme_zum_Kinofilm_Elternschule.pdf

04.12.2018

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Die Großmutter von K. teilt der Gutachterkommission der ÄKWL mit:

„… So wurde ich nun darauf aufmerksam gemacht, dass bei Dipl.-Med. Hendrik Karpinski gleich zwei Interessenskonflikte vorliegen:

Zum einen leitet Herr Karpinski eine Klinik, die selbst zum Netzwerk der Knappschaft (also des Trägers der Gelsenkirchener Klinik) gehört. Er selbst ist im Vorstand des Knappschaftsnetzwerkes und als Geschäftsführer seiner Klinik der Knappschaft gegenüber in einer abhängigen Position. Zum anderen sind sich Herr Karpinski und der leitende Arzt der beschuldigten Abteilung, Herr Dr. Lion, persönlich bekannt und arbeiten in einer gemeinsamen Arbeitsgemeinschaft zusammen. DieselbeArbeitsgemeinschaft hat vor wenigen Tagen eine der insgesamt drei existierenden positiven Stellungnahmen zum Film „Elternschule“ herausgegeben, in dem sie die gezeigten Methoden der Klinik unbedingt verteidigt …Ich habe daher Anlass zur Befürchtung, dass Herr Karpinski die von mir erhobenen Vorwürfe sowie die Stellungnahme der Klinik nicht objektiv begutachten wird. … “

11.12.2018

Informationen der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen für Journalisten

Die Pressestelle der Klinik verweist auf vier „seriöse und kritische“ Fachgesellschaften, die den Film „Elternschule“ eingehend analysiert und die Arbeit der Klinik positiv bewertet hätten. Die o.a. kritischen Stellungnahmen sind der Klinik nicht bekannt oder werden unterschlagen. Links zu den positiven Stellungnahmen werden nicht angegeben. Man hätte sonst z.B. schnell sehen können, dass die Deutsche Gesellschaft für Psychologie nicht näher auf den Film eingeht und sich nicht zur Arbeit der Klinik äußert, sondern allgemein die Notwenigkeit früher Interventionen bei Verhaltensstörungen betont.

https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/aktuelles/aktuelle-themen-chronische-psychosomatische-erkrankungen/?we_objectID=92 http://archive.is/OVPly

12/2018

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie

und Jugendmedizin e.V. und der Bundesarbeitsgemeinschaft Stationäre Sozialpädiatrie zum Film „Elternschule“

„in einem Raum mit mehreren schreienden Kindern sitzt eine Betreuungsperson als Aufsicht, die die anwesenden Kinder demonstrativ ignoriert“

Diese fragwürdige Form von Verhaltenstherapie hat Dipl.-Psych. Dietmar Langer in den 90er-Jahren unter Prof. Ernst August Stemmann zur Behandlung von (angeblicher) Trennungsangst bei Kindern mit Neurodermitis eingeführt. Dabei werden seit über 25 Jahren Kinder und Mütter psychisch schwer belastet und anscheinend zum Teil auch langfristig psychisch geschädigt. Der angebliche Nutzen dieser befremdlichen Methode wurde bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen. https://www.dgspj.de/wp-content/uploads/servive-stellungnahmen-film-elternschule-dezember-2018.pdf

Ende 2018

Pressemeldung der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen zu einer Strafanzeige gegen die Klinik

„Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen ein – es gibt keine strafwürdigen Handlungen … Die Anzeige war ohne Substanz und völlig ungerechtfertigt. Es ist keinerlei strafwürdige Handlung erkennbar. Unsere Klinik arbeitet völlig gewaltfrei und auf der Basis von anerkannten wissenschaftlichen Leitlinien“, sagt Werner Neugebauer, Geschäftsführer der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, und ist mehr als zufrieden mit dieser Entscheidung der Behörden. „Die Anzeigen unsere therapeutische Arbeit skandalisiert. Viele Kritiker polemisieren und sind an einer sachlichen Diskussion nicht interessiert. Der Skandal und die Profilierung sind ihr Ziel, der Dokumentarfilm ist für sie nur Mittel zum Zweck“, so Neugebauer.“

https://www.kjkge.de/Inhalt/Aktuelles_Presse/_Presse_Meldungen/Staatsanwaltschaft_stellt_Ermittlungen_ein.php

Die an der Klinik durchgeführten Verhaltenstherapien bei Säuglingen widersprechen den Leitlinien der AWMF.

„Unsere leitliniengerechte Arbeit ist also durch Studien wissenschaftlich abgesichert.“

Weder das GBV noch die dem GBV sehr ähnliche, extrem ungewöhnliche „therapeutische“ Vorgehensweise der Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ bei Asthma und ND nach 2008 sind jemals wissenschaftlich adäquat untersucht oder gar „abgesichert“ worden.

2018

Pressemeldung der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen

„Anzeige gegen die Kinderklinik: Die Vorwürfe sind haltlos … Wir arbeiten wie auch andere psychosomatische Kliniken in Deutschland.“

„ Das ist evidenzbasierte Medizin, also patientenorientierte und wissenschaftlich-empirisch abgesicherte Medizin.“

https://www.kjkge.de/Inhalt/Aktuelles_Presse/_Presse_Meldungen/Anzeige_gegen_die_Kinderklinik.php

Die Behandlung von Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren mit Asthma oder Neurodermitis durch die Kinderklinik Gelsenkirchen ist nicht evidenzbasiert, nicht wissenschaftlich-empirisch abgesichert und steht – besonders bei Kindern unter 18 Monaten - im Widerspruch zu einschlägigen AWMF-Leitlinien. Sie basiert auf esoterischen Spekulationen von Hamer und Stemmann und einer ethisch verwerflichen Anwendung extremer verhaltenstherapeutischer Methoden bei Säuglingen und Kleinkindern.

31.01.2019

Elternschule – ein Kommentar für Kinderärzte (… und Eltern)

„Die in dem Film gezeigten Therapiemodule „Trennungstraining“, „Stressimpfungstraining“, „Esstraining“, „Schlaftraining“, „Entspannungstraining“ und „liebevoll-konsequente Erziehung“ sind nur zu verstehen, wenn man ihre Geschichte berücksichtigt. Diese Therapiemodule wurden in den 1980er und 1990er Jahren von dem damaligen Leiter der Abteilung, Prof. E.A. Stemmann, für die Therapie von Asthma und Neurodermitis entwickelt, dem ursprünglichen Behandlungsfeld der Abteilung.

https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/elternschule-kinderaerzte/

16.06.2019             

Dr. Herbert Renz-Polster: „Elternschule“ und wissenschaftliche Leitlinien

„Die Behauptung, das Gelsenkirchener Behandlungsverfahren stütze sich auf die anerkannten

Leitlinien zur Behandlung psychischer Störungen im Säuglings‐ und Kleinkindalter ist meines

Erachtens nicht sachgerecht. Vielmehr zeigen sich bei der genauen Analyse eindeutige Diskrepanzen und Widersprüche zu den in diesen Leitlinien begründeten Empfehlungen.“

https://www.kinder-verstehen.de/wp-content/uploads/Elternschule-und-die-Leitlinien_160619.pdf

28.06.2019

Elternschule: Stellungnahme von Kinderarzt und Buchautor Dr. Renz-Polster

“Im Wesentlichen stehen drei Vorwürfe im Raum:

… dass in dem Film Gewalt gegen Kinder gezeigt werde

… dass es sich bei den gezeigten Therapiemethoden teils um wissenschaftlich nicht gesicherte    Aussenseitermethoden handle

… dass die Behandlung nicht heilend, sondern möglicherweise schädigend wirke.

https://www.kinder-verstehen.de/aktuelles/elternschule-ein-rueckblick/

29.6.2019 (Datum der Veröffentlichung der ersten Fassung)

DER GELSENKIRCHENER KLINIKSKANDAL. Eine Kritik des pseudomedizinischen „Gelsenkirchener Behandlungsverfahrens“ (GBV) zur angeblichen Heilung von Asthma und Neurodermitis an der Kinderklinik Gelsenkirchen

Apl. Prof. für Medizinische Psychologie Dr. rer. nat. Wolfgang Klosterhalfen

www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.pdf

02.07.2019

Kinderarzt Dr. Oliver Dierssen kritisiert das im Film „Elternschule“ Gezeigte

Interview zum GBV (Audio von „Das gewünschteste Wunschkind“)

https://www.podcast.de/episode/407142072/Der+Film%3A+Elternschule

03.07.2019 und 13.07.2019

ARD und ZDF senden spät abends den 90-minütigen Dokumentarfilm

„Elternschule“, der ausschnittsweise zeigt, wie Kleinkinder und deren Mütter in der Abteilung „Psychosomatische Medizin“ der Kinder- und Jugendklinik der Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH behandelt bzw. misshandelt werden. Die Dokumentation stand nur wenige Wochen in den Mediatheken der Sender zur Verfügung. Sie ist als DVD (120 min.) erhältlich.

03.07.2019

Doku „Elternschule“: „Im Sinne der Kinder halten wir es für bedenklich“

Faktenreiche Kritik von MedWatch: https://tinyurl.com/y66jzy3g

04.07.2019

Beschwerde bei der ÄKWL gegen die Kinderklinik Gelsenkirchen (Fall K., 6 Monate alt, schwere ND)

Bericht einer Mutter, die im April 2017 die Behandlung abgebrochen hat, nachdem ihr erst 6 Monate alter Sohn ein „Trennungstraining“ erlitten hatte. Mutter und Großmutter haben sich bei der ÄKWL beschwert. Diese hat den Leiter einer Kinder- und Jugendklinik Ende 2018 beauftragt zu begutachten, ob die Behandlung des Säuglings leitliniengerecht war. Nach einschlägigen AWMF-Leitlinien war die Behandlung nicht leitliniengerecht, da u.a. Angststörungen nicht unter 18 Monaten zu diagnostizieren sind, und Verhaltenstherapie erst ab 3 Jahren in Frage kommt. https://tinyurl.com/BabyNeurodermitis

05.07.2019

Erfahrungsbericht einer Mutter in der Kinderklinik Gelsenkirchen

Tochter, zwei Jahre, Fütterstörung, 2017, https://tinyurl.com/Fuetterstoerung

07.07.2019

Erfahrungsbericht einer Mutter, die selbst Ärztin ist

und mit ihrem entwicklungsverzögerten Kind in der Kinderklinik Gelsenkirchen stationär aufgenommen wurde. „Ich empfand diese Station, gerade auch als Ärztin, als eine völlige Parallelwelt. Ein solches Verhalten der dort arbeitenden Menschen kannte ich überhaupt nicht, die Atmosphäre wirkte schon sektenhaft. Die Grundannahme des Kindes als manipulativen, kleinen Tyrannen schwebte über der kompletten Station. Niemand betrachtete oder behandelte Kinder wohlwollend. Ich hatte den Eindruck, dass alle Kinder dasselbe Programm durchlaufen mussten - unabhängig davon, ob eine geistige und motorische Behinderung vorlag, es sich um eine Interaktionsproblematik eines zeitgerecht entwickelten Kinds handelte oder eine Essanfängerin wie L. das Essen überhaupt erst erlernen sollte. Sie alle wurden mit denselben Therapiebausteinen behandelt und galten als Strategen und potenzielle Tyrannen. Ich habe die Vermutung, dass das Behandlungsver- fahren für die Klinik lukrativ ist. Wegen der Beaufsichtigung überwiegend in Großgruppen und der Videoüberwachung scheint der Personalaufwand im Vergleich zu anderen pädiatrischen Abteilungen anderer Kliniken, die ich mit L. kennen gelernt habe, eher gering. Einzeltherapien gibt es nur in Ausnahmefällen. Abgerechnet wird der Aufenthalt aber als pädiatrische Komplexbehandlung.“ http://reimbibel.de/GBV-Bericht-einer-Mutter-2.pdf

09.07.2019

Elternschule: Offener Brief von Dr. Klaus Schepker (Univ. Ulm) an die ARD

“Es ist vielleicht noch nicht so bekannt, aber für die Ärzteschaft (also auch einige Mitarbeiter der Klinik in Gelsenkirchen) gelten seit 2017 neue berufsethische Standards. Im „Genfer Gelöbnis“ von 2017 wird für den Arzt festgehalten:

„2. Die Gesundheit und das Wohlergehen meines Patienten wird oberstes Gebot meines Handelns sein.

3. Ich werde die Autonomie und Würde meines Patienten respektieren“ (zitiert nach der „(Muster-)Berufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte“, Beschluss des 121. Deutschen Ärztetages 2018 in Erfurt; Hervorhebungen durch den Autor).”

http://www.dgkjp.de/aktuelles1/504-film-elternschule

09.07.2019

„Erinnerungen einer Auszubildenden in der Kinderklinik Gelsenkirchen

„Eine Gesundheits- und Krankenpflegerin („Krankenschwester“), die vor zehn Jahren im Rahmen ihrer Ausbildung in der psychosomatischen Abteilung der Kinderklinik Gelsenkirchen tätig war, erinnert sich:“  https://tinyurl.com/GBV-Azubi

11.07.2019

Facebook: Elternschule – Die Informationsseite

„Und irgendwann schnapp ich ihn mir und stopf ihn wie ne Weihnachtsgans  und er spuckt alles aus.“ –

Was fehlt eigentlich in der Fernsehfassung  des Films „Elternschule“?“

http://archive.is/LibM8


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Julian

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12.07.2019 (Datum des Aufrufs)

Die Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ der Kinderklinik in Buer beschreibt ihr Angebot u.a. wie folgt (Für Ärzte, Therapeuten …):

„In der stationären psychosomatischen Komplexbehandlung lässt sich über die Verhaltens- beobachtung in Alltagssituationen eine wirklichkeitsnahe Diagnostik somatischer, psychologischer und sozialer Aspekte der Symptomatik und der damit verknüpften Verhaltensmuster durchführen. Die Verhaltensmodifikation erfolgt auf der Basis eines multifokalen Therapieansatzes, welcher standardisierte und modulförmig eingesetzte Therapiebausteine wie Stressimpfungstraining, Entspannungsverfahren, systemische und kognitive Therapie, Verhaltenstherapie, Strukturtherapie, Bindungs- und Trennungstraining, Ernährungstherapie usw. beinhaltet. Ein besonderes Charakteristikum der Therapie stellen gezielte Interventionen zur Stress-Induktion dar, womit eine deutliche Abgrenzung zu Kur- und Reha-Maßnahmen gegeben ist. Maßgebend für das Therapiekonzept sind die Leitlinien zu Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter sowie die Leitlinien für eine pädiatrische Psychosomatik.“

https://web.archive.org/web/20190712102341/https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/therapie/Stationaere-Komplextherapie/

Die von Langer/Lion zitierten „Leitlinien zu Diagnostik …“ sind zuletzt 2007 erschienen und kosten gebraucht bei Amazon 79.99€ (3.9.2019). Eine neuere Fassung (AWMF-Leitlinie S2k-028/041 – Psychische Störungen im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulter, Stand: 9/2015) ist hier kostenlos einsehbar: http://archive.is/4DCwq .

„Herausgegeben wurden diese Leitlinien von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie,Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP), der Bundesgemeinschaft Leitender Klinikärztefür Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BAG), demBerufsverband der Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik undPsychotherapie (BKJPP), dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (bvkj), derDeutschen Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), der Deutschen Gesellschaft fürSozialpädiatrie (DGSP), der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ),der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), der Deutschen Gesellschaft fürVerhaltenstherapie (DGVT), der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV), derDeutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF),der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (VAKJP), demDeutschen Verband der Ergotherapeuten (DVE), dem Deutscher Hebammenverband e.V.(DHV).“

Dr. med. Lion, Facharzt für Allergologie, und Dipl.-Psych. Dietmar Langer „diagnostizieren“ seit vielen Jahren schon bei Säuglingen Trennungsangst und setzen Verhaltenstherapie („Trennungstraining“) schon bei Kindern unter drei Jahren ein. Dies widerspricht eindeutig den genannten Leitlinien (s. Seiten 102 und 106). Die Methoden „Stressimpfungstraining“, „Trennungstraining“ und „Stress-Induktion“ kommen – wenig überraschend – in diesen Leitlinien gar nicht vor. Es handelt sich bei deren Anwendung im Säuglings- und Kleinkindalter um ethisch hoch problematische Außenseiter-Methoden.

03.08.2019 (Datum des Aufrufs)

Verlautbarungen der Abteilung „Pädiatrische Psychosomatik“ (Dr. Lion)

„Psychosomatische Erkrankungen, Angstzustände, Verhaltensauffälligkeiten sowie allergische Reaktionen bei Kindern sind komplexe Krankheitsbilder. Dies betrifft in besonderem Maße Allergien wie Neurodermitis, aber auch Asthma und Heuschnupfen.

Aus Sicht der psychosomatischen Medizin betrachten wir diese Erkrankungen als erworbene Störungen, deren Symptome und Krankheitsverläufe durch Stress, Anspannung sowie seelische Belastungs- und Konfliktsituationen verursacht bzw. beeinflusst werden und sich insofern mittels Verhaltenstherapien positiv beeinflussen lassen.“

„Da Abwehrvorgänge nicht, wie lange Zeit angenommen, ausschließlich autonom nach Fremdstoffkontakt ablaufen, sondern größtenteils zentral über den Hypothalamus gesteuert werden, ergibt sich daraus das Verständnis der Neurodermitis als eine erworbene Veränderung in der Regulation des Immunsystems.“

https://psychosomatik.bkb-kinderklinik.de/behandlungsspektrum/allergien-neurodermitis-asthma-heuschnupfen/ (Für Ärzte, Therapeuten und Medizinische Dienste)

Dass Abwehrvorgänge „größtenteils zentral über den Hypothalamus gesteuert werden“, ist eine von E.A. Stemmann kommende esoterische Außerseiter-Hypothese, für die Stemmann und Lion nie ausreichende Belege geliefert oder zitiert haben.

1989 hatte ich beim 7. Internationalen Immunologie-Kongress in Berlin Gelegenheit, kurz mit dem Nobelpreisträger Nils Jerne zu sprechen. Ich habe ihn gefragt, ob er immer noch der Meinung sei, dass das Immunsystem vom Gehirn unabhängig ist. Er antwortete mir, im Körper würde alles mit allem interagieren, aber die Erkennung (der Antigene, WK) sei unabhängig vom ZNS. Ich glaube, dass Stemmann, Langer und Lion den Einfluss des ZNS auf die ND maßlos überschätzen.

27.08.2019

AutoUni Wolfsburg: Auf eine gute Stunde mit … Dietmar Langer

„Die Elternschule – eine Klassenfahrt in den Shitstorm? … Eine Produktion des SWR hat die Kinderklink in ihrer Arbeit mit den Eltern und Kindern begleitet. Das Ergebnis „Elternschule“ wurde 2018 in den Kinos ausgestrahlt und Anfang Juli dieses Jahrs auch im ARD gezeigt. Was darauf folgte? Anfeindungen,Shitstorms und sogar eine Strafanzeige gegen die Kinderklinik. Im neuen Format „Auf eine gute Stunde mit …“ spricht die Volontärin der Volkswagen Kommunikation, Julia Bizer, mit Dietmar Langer über seinen Erziehungsansatz und die Hintergründe sowie Auswirkungen eines medialen Shitstorms.“

https://tinyurl.com/Langerlive

Herr Langer versuchte, den Eindruck zu erwecken, der Film „Elternschule“ habe die tatsächliche Arbeit seiner Abteilung nicht gut abgebildet. Es sei so, als wären von einem Puzzle aus tausend Teilen nur vier gezeigt worden. Diesen Vergleich halte ich für abwegig. Nach dem Interview warf ein Zuhörer Herrn Langer vor, er würde Kinder mit ND mit Kindern mit psychischen Störungen in einen Topf werfen. Darauf behauptete Herr Langer nachdrücklich, sie würden Kinder mit ND niemals als psychisch gestört betrachten. Diese Aussage steht in Widerspruch zu der Tatsache, dass Langer und Lion grundsätzlich bei Kindern mit ND Trennungsangst diagnostizieren und ein „Trennungstraining“  durchführen. Trennungsangst ist eine wichtige Unterform von Angststörungen bei Kindern. Und Angststörungen sind eine wichtige Unterform von psychischen Störungen.

28.08.2019

Wolfsburger Allgemeine Zeitung: Interview und Diskussion mit D. Langer

„Seit dem 2018 erschienen Kinofilm „Elternschule“ hat sich eine kontroverse Diskussion über die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen und deren Therapiemethoden entsponnen, die sogar in einem handfesten Shitstorm im Internet mündete.“

https://www.waz-online.de/Wolfsburg/Stadt-Wolfsburg/Wolfsburg-Neues-Talk-Format-auf-dem-Mobile-Life-Campus-startet-mit-Therapeut-aus-umstrittener-Kinderklinik (gebührenpflichtig)

28.08.2019

Wolfsburger Nachrichten: Interview und Diskussion mit Dietmar Langer

„Erster Gesprächsgast war der renommierte, wenn auch umstrittene Kinder- und Jugendtherapeut Dr. Dietmar Langer.“ http://archive.is/bGJmX gebührenpflichtig

31.08.2019

Gutachten von Dipl.-Med. Hendrik Karpinski zum Fall K. (Beschwerde gegen die Bergmannsheil und Kinderklinik Buer GmbH)

„Die Durchführung der Behandlung erfolgte der Aktenlage entsprechend nicht fehlerhaft sondern lege artis. Es können keine Behandlungsfehler erkannt werden.“

Dieses skandalöse Gutachten wird demnächst von mir kommentiert. WK

27.09.2019

Im Facebook-Forum „Elternschule – Die Informationsseite“

erscheint erneut ein weiterer erschütternder Bericht über die „Behandlung“ eines 6 Monate alten Säuglings. Es werden nicht nur die schrecklichen Ereignisse im Jahr 2003 geschildert, sondern auch die fürchterlichen Langzeitfolgen für die Mutter und deren Tochter.

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=480634269459657&id=288344965355256&__tn__=K-R

www.reimbibel.de/GBV-Erfahrungsbericht-2003.htm  oder  www.reimbibel.de/GBV-Erfahrungsbericht-2003,pdf

15.11.2019

Eltern-Säugling-Kleinkind-Psychotherapie (ESKP) im stationären und ambulanten Setting. Ein Gegenentwurf zur „Elternschule“

Die Fachveranstaltung findet statt an der International Psychoanalytic University Berlin, Stromstr. 2, 10555 Berlin.

www.ipu-berlin.de/fachtagung-eskp-im-stationaeren-und-ambulanten-setting

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