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Author Topic: Der ultimative Knieschuß von Natalie Grams,Christian Lübbers +Friedrich-Ebert-St  (Read 211 times)

Thymian

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Natalie Grams und Christian Lübbers schreiben. Und die Friedich-Ebert-Stiftung verteilt den Unfug:

"Aber auch bei niedrigen Potenzstufen besteht kein rationaler Grund zu der Annahme mehr, dass eine physiologische Wirkung ausgelöst werden kann."

Blöder geht's nimmer...


Vor knapp zwei Jahren hat Julian angemerkt:

Geheime Jubelorgien der Homöopathen
Reply #3 on: November 07, 2017, 05:21:43 PM
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9362.msg22402#msg22402

[*quote*]
Daß ausgerechnet eine Person mit derart starkem Konflikt mit dem Existenzberechtigungsnachweis als Galionsfigur der Skeptiker auftaucht,... Hinter den Kulissen wird vermutet, daß nach Bekanntwerden von Natalie Grams' Führungsrolle bei den Homöopathika-Herstellern vor Freude bacchantische Exzesse stattgefunden haben.

Die Skeptiker haben sich oft genug blamiert. Jetzt sind sie definitiv erledigt.
[*/quote*]


Die Skeptiker haben sich öfter als oft genug blamiert. Daß die sich inzwischen auch noch mit Niedrigpotenzen DERMASSEN blamieren...


Julian hatte im Juni 2019 ein homöopathisches Mittel auf dem Labortisch: "Cysto Hevert". Ich zitiere:


Urtinktur bei den Skeptikern. Bericht über eine Naturalkatastrophe.
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=10850.msg26270#msg26270

ZITAT:

[*quote*]
http://www.hevert.com/market-de/pta/_storage/asset/4884670/storage/master/file/44145510/download/Vademecum_2017_Webversion.pdf

[***quote***]
Cysto Hevert

Pflanzlich-homöopathisches Arzneimittel bei Blasen- und Harnwegserkrankungen

Gegenanzeigen

Zusammensetzung

10 g Tropfen enthalten:

Bucco                              Urtinktur    0,49 g
Equisetum arvense        Urtinktur    0,52 g
Petroselinum                   Urtinktur    2,00 g
Populus tremuloides      Urtinktur    0,50 g
Sabal serrulatum            Urtinktur    4,97 g
Solidago virgaurea         Urtinktur    1,00 g
Urtica                               Urtinktur    0,52 g

Enthält 63 Vol.-% Alkohol.

Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöo-
pathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehören:
Blasen- und Harnwegserkrankungen.

Cysto Hevert darf nicht angewendet werden in
Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und Jugend-
lichen unter 18 Jahren, bei entzündlichen Nierenerkran-
kungen sowie bei Überempfindlichkeit gegen Salicyla-
te, Sägepalmenfrüchte, Schachtelhalm, Goldrute oder
andere Korbblütler.
Bei Blut im Urin, bei Fieber oder bei akuter Harnverhal-
tung sowie bei anhaltenden oder unklaren Beschwer-
den sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Nebenwirkungen

Unter der Anwendung des Arzneimittels kann es, vor
allem bei hellhäutigen Personen, zu erhöhter Licht-
empfindlichkeit der Haut mit sonnenbrandähnlichen
Symptomen kommen. Auftreten können weiterhin
Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Ma-
gen- oder Bauchschmerzen, Durchfall), eine Erhöhung
des Blutdrucks sowie allergische Reaktionen oder Über-
empfindlichkeitsreaktionen. Im Zusammenhang mit
der gleichzeitigen Einnahme von anderen Arzneimit-
teln kann es zu Blutungen kommen.

Wechselwirkungen

Dosierung

Soweit nicht anders verordnet gilt für Erwachsene:
Bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde,
höchstens 12mal täglich, je 5–10 Tropfen einnehmen.
Bei chronischen Verlaufsformen 1–3mal täglich 5–10
Tropfen einnehmen.

„Cysto Hevert“ sollte verdünnt in viel, möglichst hei-
ßem Wasser oder Tee eingenommen werden.

Die Wirkung blutgerinnungshemmender Arzneimittel
(zum Beispiel Phenprocoumon, Warfarin, Clopidogrel,
Acetylsalicylsäure und andere nichtsteroidale Anti-
rheumatika) kann verstärkt werden. Die Wirkung von
Antiandrogenen kann verstärkt, die Wirkung therapeu-
tischer Androgene kann abgeschwächt werden.

Zul.-Nr. 6884275.00.00
Packungsgrößen
       50 ml
       100 ml

Seite 78

PZN 02397361
PZN 02397421Pharmakologie

Auslöser von Blasen- und Harnwegsentzündungen
sind vor allem Krankheitserreger (Bakterien, Viren oder
Pilze), wobei Harnsteine für zusätzliche Komplikatio-
nen sorgen können. Häufig sind Frauen betroffen, da es
bei ihnen durch die deutlich kürzere Harnröhre leicht zu
aufsteigenden Infektionen kommen kann. Nicht selten
kann auch psychischer Stress und die damit verbunde-
ne Schwächung des Abwehrsystems ein zusätzlicher
Auslöser einer Blasenentzündung sein. Unzureichende
oder nicht rechtzeitige Behandlung kann zu einer chro-
nischen Blasenentzündung oder einer Reizblase (häufi-
ger Harndrang) führen.
Bei Männern kommt es im mittleren Lebensalter häu-
fig zur gutartigen Vergrößerung der Prostata (Prostata­
hypertrophie). Während viele Männer beschwerdefrei
bleiben, kommt es bei anderen zu einer zunehmenden
Einengung der Harnröhre. Bei Fortschreiten der Erkran-
kung bleibt die Blasenentleerung unvollständig. Dieser
Rückstau begünstigt das Auftreten von Blasenentzün-
dungen.
„Cysto Hevert“ enthält sieben Urtinkturen aus Arznei-
pflanzen, die sich alle bei Erkrankungen von Blase und
Harnwegen bewährt haben. Urtinkturen sind homöo-
pathische Wirkstoffe mit der höchsten Konzentrati-
on an Pflanzeninhaltsstoffen. Das Arzneimittel regt
die Durchspülung der Harnwege an, schwemmt da-
mit Krankheitserreger aus und bekämpft gleichzeitig
schmerzhafte Entzündungen. Auch zur Behandlung
von Entzündungen, die durch Rückstau des Harns bei
Prostatavergrößerung entstehen, ist „Cysto Hevert“ gut
geeignet.
Sabal serrulatum (Sägepalme) bessert vor allem
Blasenstörungen, verursacht durch eine gutartige
Prostatavergrößerung, wirkt aber auch entzündungs-
hemmend. Bucco (südafrikanische Duftraute) hilft bei
Blasen- und Harnwegsentzündungen. Equisetum ar-
vense (Ackerschachtelhalm) wirkt durchspülend und
ausschwemmend. Petroselinum (Petersilie) entkrampft
und entwässert. Populus tremuloides (Zitterpappel)
hilft besonders älteren Patienten bei Blasenbeschwer-
den. Solidago virgaurea (Echte Goldrute) ist eine be-
währte Arzneipflanze bei Harnwegsentzündungen.
Urtica (Brennnessel) entwässert und lindert die Be-
schwerden einer Reizblase.

Seite 79
[***/quote***]



Nochmal zur Klarstellung:

10 g Tropfen enthalten:

Bucco                              Urtinktur    0,49 g
Equisetum arvense        Urtinktur    0,52 g
Petroselinum                   Urtinktur    2,00 g
Populus tremuloides      Urtinktur    0,50 g
Sabal serrulatum            Urtinktur    4,97 g
Solidago virgaurea         Urtinktur    1,00 g
Urtica                               Urtinktur    0,52 g

In 10 Gramm des Mittels sind 10 Gramm Urtinktur. Das sind 100 Prozent!  Aber es gibt ja immer noch Irre, die behaupten, in homöopathischen Mitteln "ist nichts drin".  Analphabeten, Trottel, Kanaillen!

Ein noch besseres Beispiel als dieses findet man selten. Meist sind ja noch Einzelmittel eingemischt in abstrusen Verdünnungen von D6 oder noch weit stärker verdünnt. Aber das hier sind ausschließlich Urtinkturen. Sogar ohne Füllmasse, wie zum Beispiel Fette bei einer Salbengrundlage.

Dieses Komplexmittel "Cysto Hevert" wird hergestellt von einer Firma Hevert. Das ist, verflixt nochmal, die Firma, die der Natalie Grams eine Abmahnung reingezwiebelt hat.

"Cysto Hevert" besteht aus 100 Prozent Urtinkturen. Will Natalie Grams behaupten, das Zeug hätte keine Wirkung stärker als Placebo? Das will ich sehen!
[*/quote*]


"Cysto Hevert" besteht aus 100 Prozent Urtinkturen. Will Natalie Grams behaupten, das Zeug hätte keine Wirkung stärker als Placebo? Das will ich sehen!"

Jetzt sieht man den Unfug sogar bei der Friedich-Ebert-Stiftung. Wie tief will die SPD noch sinken?



Du meine Güte! WIE KANN MAN NUR!?


Hier das Beweisstück als Ganzes:

http://library.fes.de/pdf-files/wiso/15715.pdf

[*quote*]
Title: FES/WISO-direkt: POSITION - Warum Homöopathie keine Leistung der solidarisch finanzierten Krankenkassen sein sollte
Subject: Homöopathische Produkte sind beliebt, sie werden gegen eine Vielzahl von Leiden und Erkrankungen…herung ist ein solidarisch getragenes System, das keine unwirksamen Methoden finanzieren sollte.
Author: Natalie Grams
Creator: Adobe InDesign CS6 (Windows)
Created: Wednesday, October 09, 2019 12:06:34 PM
[*/quote*]



[*quote*]
Natalie Grams, Christian Lübbers  WISO DIREKT
19 / 2019
POSITION
Warum Homöopathie keine Leistung der solidarisch finanzierten Krankenkassen sein sollte


AUF EINEN BLICK

Homöopathische Produkte sind beliebt, sie wer‐
den gegen eine Vielzahl von Leiden und Erkran‐
kungen angewendet. Allerdings ist Homöopathie
eine pseudomedizinische Methode und es gibt
keine belastbaren Beweise für deren Wirksam‐
keit. Bundesgesundheitsminister Spahn hat jüngst
darauf hingewiesen, dass die Krankenkassen rund
20 Millionen Euro für Homöopathie im Jahr aus‐
geben. Das mag wenig erscheinen, aber es geht
um Grundsätzliches: Die Gesetzliche Krankenver‐
sicherung ist ein solidarisch getragenes System,
das keine unwirksamen Methoden finanzieren
sollte.

Kaum eine andere sogenannte alternative Heilmethode hat
hierzulande einen so guten Ruf wie die Homöopathie. Sie
gilt als besonders beliebt und glaubwürdig, schließlich ist
sie von Gesetzes wegen eine Arzneitherapie. Sie wird nicht
nur von Heilpraktiker_innen, sondern auch von approbier‐
ten Ärzt_innen ausgeübt. Bei Kindern und Jugendlichen ist
die Erstattung der Homöopathika eine Regelleistung aller
gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Bei Erwachsenen sind
Homöopathika Satzungsleistung. Die ärztliche Homöopa‐
thie als Therapiemethode ist sowohl bei Kindern als auch
Erwachsenen eine Satzungsleistung und wird von vielen ge‐
setzlichen Krankenkassen in Deutschland in Gänze oder in
Teilen oder bis zu einem gewissen Grenzbetrag erstattet –
Tendenz steigend. Da es sich bei der Homöopathie um eine
pseudomedizinische Methode handelt, ist diese Erstattung
jedoch kritisch zu sehen. Aktuell erfährt diese Situation
durch eine kürzliche Äußerung des Bundesgesundheitsmi‐
nisters Jens Spahn, an dieser Regelung festzuhalten, beson‐
dere Kritik und Aufmerksamkeit (SPON 2019). Im Folgenden
erfahren Sie mehr über die Grundlagen der Homöopathie
und die Berechtigung der Kritik an der aktuellen Erstat‐
tungspraxis.

ÜBER DIE HOMÖOPATHIE

Homöopathie ist eine etwas mehr als 200 Jahre alte Heil‐
methode, die auf den deutschen Arzt Samuel Hahnemann
zurückgeht. Häufig wird sie heute mit Naturheilkunde ver‐
wechselt oder gleichgesetzt, der Unterschied könnte je‐
doch kaum größer sein. Von den einstmals enthaltenen Ur‐
sprungsstoffen ist in den höher potenzierten Mitteln, den
so genannten Hochpotenzen, nichts mehr enthalten und
nicht alle Ursprungsstoffe sind pflanzlicher Art. Auch Pla‐
stik, Berliner Mauer, Eiterbakterien oder Gips kommen zum
Einsatz. Aber auch bei niedrigen Potenzstufen besteht kein
rationaler Grund zu der Annahme mehr, dass eine physio‐
logische Wirkung ausgelöst werden kann.
Ein Stoff in Ab‐
wesenheit kann keine spezifische Wirkung entfalten und
bei der Herstellung der Homöopathika entsteht – entgegen
den Annahmen von Homöopathen – keine Energie oder In‐
formation, die „immateriell“ auf eine „immaterielle Lebens‐
kraft“ wirken. Zur Zeit ihrer Erfindung und als Alternative
zur damaligen Medizin bedeutete die Homöopathie zwar
durchaus einen Fortschritt in der Behandlung kranker Men‐
schen, weil sie die brachialen Methoden unterließ und Pati‐
ent_innen nicht noch weiter schädigte, sie beruhte jedoch
von Anfang an auf Denkfehlern und Trugschlüssen. Vor
dem Hintergrund des heutigen Wissens kann Homöopathie
kein Bestandteil der Medizin mehr sein.

GESCHICHTE DER HOMÖOPATHIE

Die Homöopathie beruht traditionell auf drei Säulen, von
denen jede für sich genommen eine unhaltbare Prämisse

>FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG – WIRTSCHAFTS- UND SOZIALPOLITIK

darstellt: Das Ähnlichkeitsprinzip (Simileprinzip), die Arznei‐
mittelprüfung am Gesunden und die Wirkungszunahme
durch Verdünnung (Potenzierung). Nach Hahnemanns Ge‐
setz „Similia similibus curentur“ (Ähnliches werde durch
Ähnliches geheilt) sucht ein/e Homöopath_in in einem ho‐
möopathischen Symptomfinder (Repertorium) ein Mittel
aus, für das ein Krankheitsbild beschrieben ist, das dem
des Patienten/der Patientin ähnelt. Ein solches Mittel wird
gefunden, indem eine Testperson eine Substanz einnimmt
und sich auf Veränderungen jeglicher Art beobachtet. Ein‐
bezogen werden neben den körperlichen auch seelische,
psychische und emotionale sowie konstitutionelle soge‐
nannte Prüfungssymptome. Die Summe der Erscheinungen
wird als sogenanntes Arzneimittelbild in umfangreichen
Nachschlagewerken (Materiae medicae) gesammelt.
Ein homöopathisches Mittel wird hergestellt, indem man
eine Substanz schrittweise verdünnt, „potenziert“. Dies be‐
deutet, dass bei jedem Schritt die neue Verdünnung zehn‐
mal geschüttelt wird, damit die „geistartigen Kräfte“ aus
der Substanz in die Lösung übergehen – so zumindest stell‐
te sich Hahnemann das damals vor. Diese Prozedur wird
viele Male wiederholt. Bei den D-Verdünnungen jeweils im
Verhältnis 1:10 und bei den C-Verdünnungen jeweils im Ver‐
hältnis 1:100. Die Zahl der wiederholten Verdünnungen
samt der „Potenzierungen“ wird hinter dem D oder C an‐
gegeben. Zur Herstellung der Kügelchen (Globuli) wird das
auf diese Weise hergestellte Homöopathikum auf die be‐
kannten Zuckerkügelchen gesprüht. Dann wird die Verdun‐
stung der Lösung abgewartet. Danach steht das homöopa‐
thische Mittel in Form von Globuli „gebrauchsfertig“ zur
Verfügung.

Das von Hahnemann erfundene Krankheits- und Thera‐
piemodell ist älter als die moderne Wissenschaft. Es stellte
eine Spekulation dar, dessen Grundannahmen heute klar
als widerlegt gelten. Hahnemann hat sich einfach getäuscht.
Zur damaligen Zeit besaß er auch noch nicht das Wissen
aus Physik, Chemie, Physiologie und Pharmakologie oder
die wissenschaftliche Methodik der evidenzbasierten Medi‐
zin (Sackett et al. 1997), um seine Denkfehler aufdecken zu
können. Hahnemann starb 1843; 1850 begründete Virchow
mit der Zellularpathologie die moderne Medizin, danach
folgten die bahnbrechenden Erkenntnisse zu den krankheits‐
verursachenden Keimen durch Pasteur, Koch, Semmelweis
und von dort an ging es rapide aufwärts mit der Entschlüs‐
selung der Zusammenhänge menschlicher Krankheiten und
ihrer Behandlung. Mit dem heutigen, täglich bewährten
Wissen und wissenschaftlich anerkannten Prinzipien (die in
der Medizin Geltung haben) lässt sich die Homöopathie
nicht vereinbaren. Alle vorgelegten Vorstellungen zu ihrem
Wirkprinzip, wie das eines Wassergedächtnis oder Erklä‐
rungsmodelle über Quantenphysik, Biophotonen oder Na‐
nopartikel sind widerlegt.

WIE KOMMT DIE HOMÖOPATHIE ZU IHREM
ARZNEIMITTELSTATUS?

Der Wirksamkeitsnachweis eines Mittels oder einer Metho‐
de wird in der Medizin über klinische Studien geführt, die
vorzugsweise placebokontrolliert, doppelt-verblindet und
randomisiert sein sollten. Man nennt diese Form den „Gold‐
standard“ für solche Studien (Kabisch et al. 2011). Ein Mittel
gilt dann als wirksam, wenn es in mehreren, unabhängig
wiederholbaren Studien nachweisen kann, signifikant bes‐
ser als ein Placebo oder ein etabliertes Medikament zu wir‐
ken. Dann kann es eine Zulassung als Arzneimittel erhal‐
ten. Für die Homöopathie gibt es (wie auch für die Phyto‐
therapie und die Anthroposophie) jedoch Ausnahmen von
dieser gesetzlichen Regelung. Sie gelten nach einer Neu‐
regelung des Arzneimittelgesetzes (AMG) im Jahr 1978
auch ohne einen solchen Wirksamkeitsnachweis als Arznei‐
mittel, da sie den sogenannten Besonderen Therapierich‐
tungen zugerechnet werden, für die gesetzliche Privilegie‐
rungen geschaffen wurden. Auf einen Wirksamkeitsnach‐
weis nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden wurde
für diese Mittel verzichtet. Es reicht aus, „homöopathisches
Erkenntnismaterial“ beim Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte (BfArM) zu benennen, beispielsweise
Literatur oder Einzelfälle, um eine Registrierung als Arznei‐
mittel zu erhalten (BfArM 2013). Wird eine „Zulassung“ für
Homöopathika begehrt (was eine Werbung unter Nennung
von Anwendungsbereichen ermöglicht) befindet darüber
eine Kommission von Homöopathen in einem sogenannten
„Binnenkonsens“, ohne dass dafür Studien der beschriebe‐
nen Qualitätsstufe vorliegen müssen. Als solchermaßen
registrierte oder auch zugelassene Arzneimittel können sie
dann auch von Krankenkassen erstattet werden. Nach Aus‐
kunft des BfArM ist bislang noch kein homöopathisches
Mittel unter Berufung auf eine zum Beleg der Wirksamkeit
geeignete Studie zugelassen worden (BfArM 2018: 43).

2

KEIN WIRKSAMKEITSNACHWEIS VON HOMÖOPATHIE

Es mag zunächst verwundern, dass dennoch immer wieder
Studien genannt werden, die eine Wirkung der Homöopa‐
thie postulieren. Da sich methodische Mängel (Voreinge‐
nommenheit, fehlende Daten, Statistikfehler, keine Ver‐
gleichsgruppe oder Verblindung) dieser Einzelstudien oft
erst bei einer systematischen Analyse oder beim Versuch
der unabhängigen Wiederholung zeigen, wird eine belast‐
bare Aussage, die „Evidenz“, erst in der vergleichenden
Aus- und Bewertung durch Metaanalysen und systema‐
tische Reviews erreicht.

In den großen systematischen Reviews, also den wissen‐
schaftlichen Arbeiten, die die höchste Evidenzklasse (Wirk‐
samkeitsnachweisklasse) bilden und die viele einzelne klini‐
sche Studien indikationsübergreifend zusammenfassen,
finden sich keine belastbaren Belege für eine Wirksamkeit
von Homöopathie. Es gibt derzeit (Stand 2019) elf solcher
umfassenden Arbeiten (Homöopedia 2019), die die klini‐
schen Studien zur Homöopathie insgesamt untersuchen,
also über viele Indikationen (Krankheitsbilder) hinweg. Kei‐
ne kommt beim Gesamtergebnis zu einer Schlussfolgerung,
dass ein belastbarer Nachweis für die Wirksamkeit der Ho‐
möopathie über Placebo hinaus vorliegt. Dennoch werden
einige dieser Reviews von den Verfechter_innen der Ho‐
möopathie oft zitiert, als wäre darin ein solcher Nachweis
gelungen. Das ist nicht zu rechtfertigen.

19/ 2019 – WARUM HOMÖOPATHIE KEINE LEISTUNG DER SOLIDARISCH FINANZIERTEN KRANKEN-KASSEN SEIN SOLLTE
WISO DIREKT

Der Beirat für Gesundheits- und Medizinforschung der aus‐
tralischen Regierung (NHMRC) hat das bislang umfangreich‐
ste Review zur Wirksamkeit der Homöopathie durchge‐
führt, um eine Handlungsempfehlung für die Öffentlichkeit
zu erarbeiten. Man hat dort 57 systematische Übersichts‐
arbeiten zu einzelnen Krankheitsbildern und 225 Einzel‐
studien ausgewertet (NHMRC 2015). Zusammenfassendes
Ergebnis war: „Aufgrund der Untersuchung der Evidenz
zur Wirksamkeit der Homöopathie kommt das NHMRC zu
dem Schluss, dass es keine Krankheitsbilder gibt, für die es
einen zuverlässigen Nachweis dafür gäbe, dass die Homöo‐
pathie bei der Behandlung von Gesundheitsproblemen wir‐
kungsvoll wäre.“ (NHMRC 2015: 6)

Doch auch Homöopathie-Forscher _innen selbst kom‐
men zu keinem anderen Ergebnis, selbst dann nicht, wenn
die Homöopathie ihr vermeintliches Alleinstellungsmerkmal
der individualisierten Verordnung ausspielt. Robert Mathie,
ein Homöopathie-Forscher am englischen Homeopathy Re‐
search Institute, hat insgesamt vier umfassende Reviews
zur Studienlage vorgelegt. Er kann aber in keiner Arbeit
mehr konstatieren, als dass die Nachweise schwach und
nicht genug belastbar sind, um zu einem Evidenznachweis
für die Homöopathie zu kommen. So schreibt er zum Bei‐
spiel unter seiner neuesten Arbeit (Mathie 2019): „Die in
der Homöopathie individuell verschriebenen Mittel zeigen
möglicherweise kleine spezifische Behandlungseffekte. [...]
Die generell geringe oder zweifelhafte Qualität der Nach‐
weise verlangt, diese Ergebnisse vorsichtig zu interpretie‐
ren.“ Zu mehr konnten sich auch die von homöopathischen
Forscher_innen vorgelegten Reviews nicht verstehen – das
ist weit weg von einer belastbaren Evidenz pro Homöo‐
pathie.

DAS FAZIT AUS DER WISSENSCHAFTLICHEN SICHT

Die Homöopathie scheitert wissenschaftlich sowohl an der
Darlegung eines plausiblen Wirkmechanismus als auch am
Nachweis einer über den Placebo-Effekt hinausgehenden
Wirkung. Letzteres ist zwar ständiger Gegenstand gegen‐
teiliger Behauptungen, aber die weltweit wissenschaftlich
vielfach ausgewertete Datenlage ist eindeutig. Wohl aus
diesem Grund zitieren Homöopath_innen vielfach Arbeiten
geringerer Evidenzstufe („Fallstudien“, „Versorgungsfor‐
schung“, also keine klinischen Studien oder systematische
Reviews wie sonst für Arzneimittel als Wirknachweis üb‐
lich), oft verzerrt durch statistische und methodische Män‐
gel. Angesichts der klaren Gesamtevidenz kann diesen Ver‐
suchen jedoch keine Beweiskraft zugesprochen werden.
Der fehlende plausible Wirkmechanismus und der feh‐
lende Nachweis einer klinischen Evidenz berechtigen zu der
Schlussfolgerung, dass Homöopathie keine spezifische arz‐
neiliche Wirkung aufweist. Sie ist eine Scheintherapie mit
vorwissenschaftlich-esoterischen Wurzeln wie manche an‐
dere auch – nur mit einem höheren Beliebtheitsgrad.
Dass Placebo- und andere Kontext-Effekte eine gefühl‐
te Wirksamkeit vortäuschen, begründet keine spezifische
Arzneitherapie. Kontext-Effekte sind weder spezifisch noch
planbar noch ein Alleinstellungsmerkmal der Homöopathie.
Alle Ärzt_innen sollten ihren Patient_innen Zeit und Auf‐
merksamkeit schenken, aber dafür bedarf es keiner Homöo‐
pathie. Da viele Beschwerden (man geht von um 80 Pro‐
zent bei primärärztlichen Kontakten aus) von allein aus‐
heilen, dank der Selbstheilungsmechanismen und des Im‐
munsystems, gaukelt die Homöopathie hier eine Wirkung
vor, die sie nicht hat. So erklären sich die vielfach positiven
Erfahrungen mit Homöopathie, die zu ihrem guten Ruf bei‐
getragen haben.

HOMÖOPATHIE-ERSTATTUNG DURCH KRANKENKASSEN

Zum Zwecke der Wettbewerbssteigerung unter Gesetz‐
lichen Krankenversicherungen (GKV) wurde 2012 unter
Gesundheitsminister Daniel Bahr der Katalog der sogenann‐
ten Satzungsleistungen stark erweitert, was den Kassen
ermöglichte, Erstattung rezeptfreier Arzneimittel als frei‐
willige Zusatzleistung (neben den Regelleistungen, jedoch
innerhalb des für alle geltenden Tarifs) anzubieten. Kranken‐
kassen nutzen dies jedoch aus, um auch mit wissenschaft‐
lich nicht belegten Methoden um Mitglieder zu werben:
Infolge der Änderung des Sozialgesetzbuchs V ist es den
Kassen seither möglich, auch Arzneimittel der Besonderen
Therapierichtungen, insbesondere der Homöopathie, zu
erstatten.

Die GKV ist ein Solidarsystem und als solches nicht dazu
bestimmt, Dinge zu finanzieren, die keinen nachgewiese‐
nen Nutzen haben (Burkhardt 2013). GKVen stehen dem‐
entsprechend unter dem gesetzlichen Vorbehalt, dass sie
nur Behandlungen und Arzneimittel erstatten dürfen, wenn
deren Einsatz sowohl notwendig als auch ausreichend,
zweckmäßig und wirtschaftlich ist. Dabei gilt der Grundsatz,
„nichts ist unwirtschaftlicher, als eine unwirksame Thera‐
pie“. Auch Satzungsleistungen sind davon keineswegs aus‐
genommen. 1

Trotzdem hat der Gesetzgeber 2012 Mittel wie die Ho‐
möopathie, denen der wissenschaftliche Wirkungsnach‐
weis fehlt, ausdrücklich zugelassen, weil man dem Wunsch
vieler Bürger_innen und Kassen nachkommen wollte.

3

GRÜNDE GEGEN DIE ERSTATTUNG VON HOMÖOPATHIE DURCH KRANKENKASSEN

Ausgaben für die pseudomedizinische Methode Homöopa‐
thie sind eine ungerechtfertigte Verwendung von Beitrags‐
geldern der Solidargemeinschaft.

–    Die wissenschaftliche Beurteilung spricht eindeutig ge‐
gen die Homöopathie und einen Platz für sie innerhalb
der Medizin. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Ho‐
möopathie gleichwohl bislang politisch regelrecht privi‐
legiert wird. Dazu gehört das Privileg des Binnenkonsens
nach dem Arzneimittelgesetz, das ihr ohne wissenschaft‐
liche Grundlage die Arzneimitteleigenschaft sichert, und
in der Folge dessen eben auch die Kostenübernahme
per Krankenkassenerstattung. Die Erstattung der Ho‐
möopathie durch GKVen ist ein falsches Signal an die
Bevölkerung, mit dem eine Wirksamkeit der Homöopa‐

FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG – WIRTSCHAFTS- UND SOZIALPOLITIK

 4

thie suggeriert wird, die der Faktenlage entgegensteht.
Auch hierdurch ist in der Allgemeinheit ein völlig fal‐
sches Bild von der Homöopathie entstanden, was nicht
unerheblich zur Zunahme einer beklagenswerten Wis‐
senschafts- und Faktenfeindlichkeit beiträgt. Diese wie‐
derum wirkt einer Verbesserung der Gesundheitskom‐
petenz der Bevölkerung, einem zentralen Anliegen der
Gesundheitspolitik, direkt entgegen.

–    Die Vermittlung des Eindrucks, Homöopathie sei wirk‐
same Medizin, ist gegenüber der Patientenschaft nicht
nur unredlich, sie ist auch gefährlich. Mit dem Anliegen
gesundheitlicher Aufklärung ist dies unvereinbar. Direkte
Folgen entstehen Tag für Tag: Krankheitsverläufe kön‐
nen sich dadurch verlängern, wirksame Therapien hin‐
ausgezögert oder im ungünstigsten Falle gar verhindert
werden. Mit anderen Worten: Es entsteht unnötiges
Leid. Homöopathie-Statistiken, die dieses Verzögern
oder Unterlassen von richtiger Therapie dokumentieren,
gibt es nicht. Es gehört zum System, dass diese Fälle in
den Fall- und Sterbestatistiken der von Homöopathen
vielfach geringgeschätzten „Schulmedizin“ landen. Zu‐
dem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass langfristig
mit Folgekosten von Scheintherapien– im medizinischen
wie im volkswirtschaftlichen Bereich – infolge von The‐
rapieverzögerungen durch Krankheitsbilder zu rechnen
ist, die sich faktisch unbehandelt entwickeln konnten.
Es darf nicht übersehen werden, dass Homöopathie,
gleich ob in ärztlicher oder in anderer Hand, eine wirk‐
same Behandlung nur vortäuscht.

–    Die per Satzungsleistung getragenen Kosten für „rezept‐
freie homöopathische Mittel“ sind selbstverständlich
nicht die einzigen Kosten, die den Krankenkassen für
Homöopathie entstehen. Die ärztliche Honorierung für
homöopathische Behandlungen wird außerhalb der
Budgets über Selektivverträge mit der Marketinggesell‐
schaft des Zentralvereins homöopathischer Ärzte eben‐
falls als Satzungsleistung erbracht. Hinzu kommt, dass
nach wie vor für Kinder und Heranwachsende entspre‐
chend den gesetzlichen Vorschriften Homöopathika un‐
eingeschränkt als Regelleistung erstattet werden. Die
immer wieder genannten Zahlen im allenfalls unteren
zweistelligen Millionen-Bereich für homöopathische Kas‐
senleistungen spiegeln die Gesamtsituation mit hoher
Wahrscheinlichkeit nicht zutreffend wider.

–    Die Krankenkassen gehen davon aus, ihnen werde ein
ökonomischer Vorteil zuwachsen, wenn es ihnen gelingt,
mit dem Angebot von Homöopathieerstattungen eine
junge, möglichst gesunde und zudem gesundheitsbe‐
wusste Klientel zu binden. Das mag immerhin noch ein
rationaler Ansatz sein, der allerdings eher zu einem
Handelsunternehmen als zu einer Krankenkasse eines
Solidarsystems passen dürfte. Jedoch ist längst mit hin‐
reichender Sicherheit klar, dass diese Rechnung letztlich
nicht aufgeht. Nach fundierten Untersuchungen in Zu‐
sammenarbeit mit der Techniker Krankenkasse verur‐
sachen Homöopathie-Patient_innen bei der GKV durch‐
weg höhere Kosten als eine nicht auf Homöopathie set‐
zende Vergleichsgruppe. Zwei aufeinanderfolgende
Studien (Ostermann et al. 2015, 2017) bestätigten dies
eindrucksvoll. Das in der ersten Studie untersuchte ho‐
möopathieaffine Kollektiv von über 22.000 Patient_in‐
nen verursachte direkte Mehrkosten gegenüber der Ver‐
gleichsgruppe von mehr als 30 Millionen Euro in den
ersten 18 Monaten.

–    In europäischen Nachbarländern wie England, Frankreich
oder Spanien verfährt man wissenschaftlich orientiert
und allein im Sinne des Patientenschutzes. Dort wurde
bzw. wird die Homöopathie aus dem öffentlichen Ge‐
sundheitswesen entfernt und es wird Wert auf die Infor‐
mation der Bevölkerung über die zutreffende Einord‐
nung der Homöopathie gelegt. Absehbar ist, dass eine
Diskussion auf EU-Ebene über die Rolle der Homöopa‐
thie in der EU-Arzneimittelrichtlinie in Gang kommen
wird. Was die Frage aufwirft, wie und mit welchen Ar‐
gumenten Deutschland dort den Diskurs führen will,
wenn hier weder die Erstattung durch Krankenkassen
noch die Arzneimitteleigenschaft per gesetzlicher Privi‐
legierung in Frage gestellt werden. Frankreich hat jüngst
die Erstattung von Homöopathie ab dem Jahr 2021
komplett gestrichen (Benkimoun 2019).

FAZIT

Das deutsche öffentliche Gesundheitssystem ist kein Markt.
Es wurde als Solidarsystem konzipiert, das alle nach ihrer
Leistungsfähigkeit be- und nach ihrer Bedürftigkeit entlas‐
tet. Es ist eine falsche und abwegige Vorstellung, Homöo‐
pathie als eine Methode ohne jeglichen validen Wirkungs‐
nachweis aus diesem System heraus zu finanzieren, etwa
weil ein Teil der Versicherten es so wünscht und Kranken‐
kassen sich davon Wettbewerbsvorteile erhoffen. Der im
Gesamtrahmen geringe Betrag für Homöopathie spielt an‐
gesichts der anderen beherrschenden Aspekte keine ent‐
scheidungsrelevante Rolle.

Das Sozialgesetzbuch V weist den Krankenkassen Ver‐
antwortung für das gesundheitliche Wohlergehen und die
Gesundheitskompetenz ihrer Versicherten zu. Mit Kosten‐
übernahmen für Homöopathie ist dies unvereinbar.
Die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht für das
Prinzip eines Wettbewerbs zwischen den Leistungsträgern
gedacht. Der Fokus auf die wirtschaftlichen Rahmenbedin‐
gungen des öffentlichen Gesundheitswesens verstellt allzu
oft den Blick darauf, dass Patientenwohl und Patienten‐
schutz die primären Ziele sind. Diese Aspekte zugunsten
einer reinem Wettbewerbsdenken geschuldeten Maßnah‐
me hintenan zu stellen, die zudem nicht einmal ökonomisch
sinnvoll scheint, kann nicht Gegenstand nachhaltiger Ge‐
sundheitspolitik sein. Solche Schräglagen, bedingt durch
Denken in Kategorien wie Kommerz, Privatisierung, Ge‐
winnmaximierung oder auch Wettbewerb (Maibach-Nagel
2019) gefährden das System im Kern, beeinträchtigen die
Gesundheit und kosten im schlimmsten Fall Menschenleben.

19/ 2019 – WARUM HOMÖOPATHIE KEINE LEISTUNG DER SOLIDARISCH FINANZIERTEN KRANKEN-KASSEN SEIN SOLLTE
WISO DIREKT

Autor_innen

Dr. med. Natalie Grams, Ärztin und Autorin, Leiterin des kritischen
Informationsnetzwerks Homöopathie

Dr. med. Christian Lübbers, Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkun‐
de, Sprecher des kritischen Informationsnetzwerks Homöopathie

Anmerkungen

1 – „... eine Begünstigung von Arzneimitteln der besonderen Therapie‐
richtungen mit der Folge, dass Qualität und Wirksamkeit der Leistungen
nicht dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse
entsprechen, kommt nicht in Betracht“ (BSG 2016, RdNr. 53).

Literaturverzeichnis

Benkimoun, Paul 2019: La Haute Autorité de santé se prononce pour
le déremboursement de l’homéopathie (Die Oberste Gesundheitsbe‐
hörde äußert sich zur Streichung der Erstattung für Homöopathie), in:

Le Monde, 26.6.2019, aktualisiert 27.6.2019, https://www.lemonde.fr/
sante/article/2019/06/26/la-haute-autorite-de-sante-vote-le-derembour‐
sement-de-l-homeopathie_5481917_1651302.html (1.10.2019).

BfArM 2013: Besondere Therapierichtungen und traditionelle Arzneimit‐
tel, Bonn, https://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Arzneimittelzulassung/
Zulassungsarten/BesondereTherapierichtungen/_node.html (1.10.2019).

BfArM 2018: Jahresbericht 2017/18, Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte, Bonn, https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/
DE/BfArM/Publikationen/Jahresbericht2017-18.pdf, S. 43 (1.10.2019).

BSG 2016: Die (Un-)Zweckmäßigkeit (auch) eines homöopathischen
Arzneimittels ist nach den methodischen Standards der evidenzbasier‐
ten Medizin zu beurteilen (Leitsatz), Bundessozialgericht, Urteil vom
28.9.2016, B 6 KA 25/15 R, ECLI:DE:BSG:2016:280916UB6KA2515R0,
http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.
py?Gericht=bsg&Art=en&sid=37a3287554a13483954051af19ec1f75&n‐
r=14498&pos=0&anz=1 (1.10.2019).

Burkhardt, Wolfgang 2013: Einer für alle, alle für einen – Das Solidar‐
prinzip in der gesetzlichen Krankenversicherung, Bundeszentrale für
politische Bildung, https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gesundheits
politik/72358/solidarprinzip (1.10.2019).

Homöopedia 2019: Informationen zur Homöopathie - Systematische
Reviews zur Homöopathie – Übersicht, https://www.homöopedia.eu/
index.php/Artikel:Systematische_Reviews_zur_Homöopathie_-_Über‐
sicht/ (1.10.2019).

Kabisch, Maria; Ruckes, Christian; Seibert-Grafe, Monika; Blettner, Maria
2011: Randomisierte kontrollierte Studien - Teil 17 der Serie zur Bewer‐
tung wissenschaftlicher Publikationen, Mainz, Dtsch Arztebl Int 2011;
108(39): 663-8; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0663, https://www.aerzte
blatt.de/archiv/106949/Randomisierte-kontrollierte-Studien (1.10.2019).

Maibach-Nagel, Egbert 2019: Homöopathie: Kein Sommerlochthema,
Dtsch Arztebl 2019; 116(29-30): A-1353 / B-1117 / C-1101, https://www.
aerzteblatt.de/archiv/209035/Homoeopathie-Kein-Sommerlochthema
(1.10.2019).

Mathie RT; Fok YYY; Viksvenn P. et al. 2019: Systematic Review and
Meta-Analysis of Randomised, Other-than-Placebo Controlled, Trials of
Non-Individualised Homeopathic Treatment, Homeopathy (formerly Bri‐
tish Homeopathic Journal); 108(02):088-101; online bei Thieme-connect
(Login erforderlich), https://www.thieme-connect.com/products/ejour
nals/html/10.1055/s-0038-1677481 (1.10.2019).

NHMRC 2015: Australian Government National Health and Medical
Research Council, NHMRC Information Paper: Evidence on the Effective‐
ness of Homeopathy for Treating Health Conditions, https://www.nhmrc.
gov.au/sites/default/files/images/nhmrc-information-paper-effective‐
ness-of-homeopathy.pdf (1.10.2019).

Ostermann, Julia K; Reinhold, Thomas; Witt, Claudia M. 2015: Can Addi‐
tional Homeopathic Treatment Save Costs? A Retrospective Cost-Analysis
Based on 44.500 Insured Persons. PLoS ONE, 10(7):e0134657, https://
www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4521756/ (1.10.2019).

Ostermann, Julia K; Reinhold, Thomas; Witt, Claudia M. 2017: A Retro‐
spective Cost-Analysis of Additional Homeopathic Treatment in Ger‐
many: Long-term Economic Outcomes, https://doi.org/10.1371/journal.
pone.0182897 (1.10.2019).

Sackett, David Lawrence et al. 1997: Was ist Evidenz-basierte Medi‐
zin und was nicht?, Cochrane Deutschland [MMW Originalia Editorial
Münch. med. Wschr. 139 (1997) Nr. 44 S 644-645], https://www.cochra
ne.de/de/sackett-artikel (1.10.2019).

SPON 2019: Spahn will Homöopathie auf Kassenkosten nicht antas‐
ten, Spiegel online, 17.9.2019, https://www.spiegel.de/gesundheit/
diagnose/jens-spahn-will-homoeopathie-auf-kassenkosten-nicht-antas‐
ten-a-1287297.html (1.10.2019).

5

Impressum

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Herausgeberin: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik
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Eine gewerbliche Nutzung der von der FES herausgegebenen Medien ist
ohne schriftliche Zustimmung durch die FES nicht gestattet.
ISBN: 978-3-96250-422-9
[*/quote*]
« Last Edit: October 09, 2019, 12:47:09 PM by Thymian »
Logged
.         Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien!
          http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=11095.0

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Ayumi

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Das darf doch nicht wahr sein! Jetzt verbreiten die politischen Parteien den Unsinn der Skeptiker.


Das "Cysto Hevert" ist ein Komplexmittel. Aber auch schon die Einfachmittel (der "klassischen") Homöopathie nach Hahnemann sind gefährlich.

Ich übernehme einen Post über einen Prof. Michael Keusgen, der seine Wissenschaftlichkeit an der Garderobe abgegeben hat. In Fettdruck die


Der Fall Prof. Michael Keusgen
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=10892.msg26377#msg26377

https://homöopathie-natürlich.de/interview-mit-prof-michael-keusgen

[*quote*]
Interview mit Prof. Michael Keusgen

Frage:
Wie können Sie als Pharmazeut damit leben, dass es Arzneimittel wie Homöopathika gibt, die keinen üblichen pharmakologisch/pharmakokinetischen Mechanismus haben?
[*/quote*]

Pharmazeut? Keusgen ist Professor. Für Pharmazie? Dann müßte er doch wissen, daß Homöopathie Mist ist.


Schauen wir mal nach:

https://www.uni-marburg.de/de/fb16/ipc/ag-keusgen

[*quote*]
Philipps-Universität Marburg
Institut für Pharmazeutische Chemie

Arbeitsgruppe Prof. Dr. Michael Keusgen
Kontakt

Telefon: +49(0)6421-28-25809
Fax: +49(0)6421-28-26652
E-Mail: keusgen@staff*
Adresse: Wilhelm-Roser-Straße 2, D-35037 Marburg

*Um eine richtige E-Mail-Adresse zu erhalten, fügen Sie bitte ".uni-marburg.de" an.
Sekretariat Prof. Keusgen

Wilhelm-Roser-Str. 2
Raum 113
35037 Marburg
Tel.: +49(0)6421/28-25808
Fax: +49(0)6421/28-26652
andrea.schutte@*

*Um eine richtige E-Mail-Adresse zu erhalten, fügen Sie bitte "uni-marburg.de" an.
Kontakt und Informationen zur Website
Kontaktinformationen Institut für Pharmazeutische Chemie

Institut für Pharmazeutische Chemie
Marbacher Weg 6-10
35032 Marburg

Fragen zum Studium
+49 6421 28-25835
Sekretariat: +49 6421 28-25553
+49 6421 28-25854
katja.huette@staff.uni-marburg.de
[*/quote*]


Keusgen ist Professor am Institut für Pharmazeutische Chemie. Also darf man annehmen, daß er Professor für Pharmazeutische Chemie ist.

Darf man?

Also, wenn der dort Professor ist am Institut für Pharmazeutische Chemie, dann verlange ich, daß er den Stoff beherrscht. Tut er das nicht, dann Tritt in den Hintern.


Die Frage an Keusgen war:

[*quote*]
Frage:
Wie können Sie als Pharmazeut damit leben, dass es Arzneimittel wie Homöopathika gibt, die keinen üblichen pharmakologisch/pharmakokinetischen Mechanismus haben?
[*/quote*]

Was sind Arzneimittel, "die keinen üblichen pharmakologisch/pharmakokinetischen Mechanismus haben"? Wie ist der Mechanismus definiert?


Keusgens "Antwort":

[*quote*]
Antwort:
Damit kann ich ganz hervorragend leben! Wir erbringen einen Nachweis der therapeutischen Wirksamkeit eines Präparats.
[*/quote*]

Wie bitte? "Die" erbringen den Nachweis der therapeutischen Wirksamkeit? Mit Studien? Mit echten Studien? Nix Fakes, sondern wissenschaftlich einwandfreie Studien?


Keusgen:

[*quote*]
Das mache ich mit klinischen Studien, unabhängig davon, ob die pharmakologische Wirkung bekannt ist oder nicht. Ich möchte ja mit Arzneimitteln therapieren, und deshalb steht an erster Stelle auch der Nachweis, ob es in der Therapie sinnvoll ist oder nicht.
[*/quote*]

Moment mal! Was ist ein "Nachweis, ob es in der Therapie sinnvoll ist oder nicht"? Erst redet er vom Nachweis der Wirkung und jetzt vom Nachweis, ob "es" sinnvoll ist? Was soll das denn!?


[*quote*]
Und es gibt hinreichend Studien, die zeigen, dass Homöopathie sehr wohl eine therapeutische Wirksamkeit hat. Die Studien sind zum Teil widersprüchlich, aber es gibt ausreichend Studien die zeigen, dass wir den gewünschten therapeutischen Effekt erzielen können.
[*/quote*]

Es gibt "hinreichend Studien, die zeigen, dass Homöopathie sehr wohl eine therapeutische Wirksamkeit hat". Hinreichend? Wieviel ist denn "hinreichend"? 5? 10? 50? 100?

Studie ist nicht gleich Studie. Nahezu alle Studien zur Homöopathie sind Mist. Da kann man doch nicht einfach eine Anzahl als "hinreichend" nehmen, und sucht sich dann die passenden raus, die eine Wirkung "nachweisen", egal, ob die Studien wissenschaftlich sauber sind, oder ob sie, wie fast 100 Prozent der Studien, totaler Bockmist sind.

Die Zahl der Studien ist kein Kriterium. Das einzig akzeptierbare Kritierium: ob die Studie wissenschaftlich einwandfrei ist. Hier sieht man, daß Keusgen Mist baut. Und ich glaube nicht, daß er das nicht weiß.


Keusgen:

[*quote*]
Auch bei Phytopharmaka ist nur für die Minderheit der Präparate der Wirkmechanismus bekannt.
[*/quote*]

Wie bitte!? Wirkmechanismus!? Der ist doch scheißegal! Es geht um die WIRKUNG! Das ist die Frage. Wirkt das Mittel oder wirkt es nicht? Welche Wirkungen hat es und welche Nebenwirkungen?

Warum kommt Keusgen mit dem Wirkmechanismus? Jeder Vollidiot weiß doch, daß der keine Rolle spielt. Jeder Vollidiot weiß das, bloß Keusgen nicht? Oder will Keusgen nach typischer Manier der Homöopathen SCHON WIEDER die Schweinerei mit dem Ablenkungsmanöver durchziehen?


Keusgen:

[*quote*]
Es ist nichts Ungewöhnliches bei der pharmakologischen Wirkung im Dunklen zu tappen. Etwas Ungewöhnliches würde ich woanders festmachen, wir nehmen auch in der Phytotherapie eine Dosis-Wirkung-Beziehung an, d.h., je  mehr Wirkstoff desto stärker wird die Wirkung, desto stärker werden auch unerwünschte Wirkungen, und das ist in der Homöopathie ja nicht der Fall.
[*/quote*]

Das ist doch Quatsch. Hahnemann sagt eindeutig, daß stärker verdünnte Mittel stärker wirksam sind. Das ist die Umkehrung des aus der gesamten Pharmazie bekannten Phänomens, der alten Bauernregel "mehr hilft mehr".


Keusgen:

[*quote*]
Wir haben das Unverständliche, das mit zunehmender Potenzierung die Wirkstärke zunehmen soll – dafür gibt es wissenschaftlich bisher keine griffige Erklärung, was aber ja nicht heißt, dass da nichts dran ist. Denn mit einem naturwissenschaftlichen Ansatz kann ich ja nur beweisen, dass etwas existiert, es gibt aber kein valides experimentelles Set-Up, was mir beweist, dass es etwas nicht gibt. Hier muss man bei der Homöopathie als Naturwissenschaftler also fairerweise sagen, wir wissen nicht, wie das funktioniert, was aber nicht heißt, dass es nicht funktioniert.
[*/quote*]

Das ist Scheiße, ganz einfach Scheiße. Wie ein Mittel funktioniert, steht überhaupt nicht zur Debatte. Es geht nur um die Wirksamkeit. Die kann man in einer Studie testen. Jedes philosophische Gequatsche ist bloß eine dämliche Ausrede.

Warum bringt Keusgen so einen Mist? WARUM!? Warum keine Nachweise, sondern Quatsch?

Weil er keine Nachweise hat? Weil er genau weiß, daß er niemals Nachweise haben wird? Das hieße: Keusgen lügt.


Keusgen:

[*quote*]
Wie sehen Sie als Pharmazeut den Stellenwert der Homöopathie in der Medizin?

Homöopathie fällt ja in den Bereich der Komplementärmedizin, die in Deutschland eine sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung hat.
[*/quote*]

Das ist doch gelogen. Die gesamte angebliche Akzeptanz ist bloß ein Reklametrick: mittels gefälschter "Umfragen" werden mittels verfälschender Interpretationen und Verdrehungen weitere unwahre Tatsachenbehauptungen aus dem Hut gezaubert.


Keusgen:

[*quote*]
Die Homöopathie hat vor allem bei leichteren Erkrankungen eine hohe Bedeutung.
[*quote*]

Das ist gelogen. Wahr ist, daß man Leuten mit leichten Erkrankungen eher den Homöopathiemist unterjubeln kann als wenn ernste Erkrankungen vorliegen.


Keusgen:

[*quote*]
Etwa bei Schlafstörungen kann man mit der Homöopathie sicherlich viel Gutes tun.
[*/quote*]

Eine Rolle Traubenzucker hilft auch. Sogar besser. Und ist gut für den Zahnarzt. Hat der auch etwas zu tun.


Keusgen:

[*quote*]
Auch bei dem großen Komplex der Verdauungsstörungen – die ja häufig psychisch bedingt sind – sehe ich eine Domäne der Homöopathie.
[*/quote*]

Psyche? Was hat denn die Psyche damit zu tun? Gar nichts! Es geht aber, das sieht man hier, um eine sehr gefährliche Masche: Menschen in die Psychoecke zu drängen.

Nun sagt das  alles nicht irgendeiner, sondern  ein Professor für Pharmazeutische Chemie. Man sieht, wie mit wenigen Worten eine angebliche Fachautorität mittels unwahrer oder verdrehender Tatsachenbehauptungen Menschen gezielt in die Eso-Ecke manövrieren kann, wo sie dann von der Kameradschaft eilfertiger Esoabzocker ausgeplündert werden.


Keusgen:

[*quote*]
Welchen Stellenwert messen Sie der Homöopathie in der Ausbildung von Studenten bei?

Einen hohen, denn als Apotheker muss ich mich auch am Kundenwunsch orientieren, und die Verbraucher erwarten, dass sie eine Grundberatung zur Homöopathie in der Apotheke erhalten.
[*/quote*]

Das ist sehr hinterhältig. Leider sind Pharmaziestudenten verpflichtet, den Müll Homöopathie zu lernen, weil sie später in der Apotheke homöopathische Mittel herstellen können müssen. Das ist vom Gesetzgeber, dem geistigen Vakuum Bundestag, so vorgegeben.

Daß die Studenten den Mist lernen müssen, heißt aber noch lange nicht, daß der Mist in irgendeiner Weise wahr oder gut wäre. Ist er auch nicht. Homöopathie ist Betrug.


Keusgen:

[*quote*]
Im Pharmaziestudium wird im 3. Semester die Herstellung homöopathischer Arzneimittel gelehrt, in Theorie und Praxis – das gehört zu den Pflichtfächern. Die homöopathischen Herstellungsregeln müssen beherrscht werden, es gehört ja auch zu den Aufgaben eines angehenden Apothekers, sachgerecht Homöopathika herzustellen. Wir bieten sogar schon mal samstags freiwillige Workshops an, bei denen wir auch über den therapeutischen Einsatz von Homöopathika sprechen. Im 3. Prüfungsabschnitt des Staatsexamens prüfe ich regelmäßig Homöopathie.
[*/quote*]

Ja, genau das. Wo Studenten gequält und verblödet werden. Weil angebliche Fachautoritäten ihnen  den Müll eintrichtern und die Studenten sich nicht dagegen wehren können.


Keusgen:

[*quote*]
Ich sehe bei den Studierenden eine überwiegend positive Einstellung zur Homöopathie.
[*/quote*]

Entweder die sind so dämlich, daß die den Mist glauben, oder es sind Arschkriecher, die vom Prof gute Noten wollen und deswegen nicht aufmucken dürfen.

Das System Universität ist ein verdammt übles. Von wegen Freiheit des Studium. Zwang und Unterordnung!


Keusgen:

[*quote*]
Was genau ist das Homöopathische Arzneibuch?

Das Deutsche Homöopathische Arzneibuch (HAB) ist Pflichtlektüre in der Apotheke, es muss vorrätig sein, als Buch oder digital.
[*/quote*]

Bla bla bla. Dummes Geschwätz.

Von Aribert Deckers gibt es echte Fakten:

"Beweisstück der Anklage: Auszug aus dem Homöopathischen Arzneibuch"
http://ariplex.com/folia/archives/643.htm

"Beweisstück der Anklage: das Homöopathische Arzneibuch"”
http://ariplex.com/folia/archives/647.htm

Das hat der Deckers nicht selbst geschrieben, sondern das ist zitiert der betreffende Teil des Homöopathische Arzneibuchs, der über die Herstellung. Den sollte man sich zu Gemüte führen. Da kann man was lernen.


[*quote*]
Das HAB definiert die Qualitätsstandards der homöopathischen Ausgangsmaterialien und definiert die Herstellungsregeln. Dies ist die Grundlage für die Herstellung eines homöopathischen Arzneimittels in Apotheken oder im großen Stil. Das HAB ist sozusagen die Bibel der Qualität für Homöopathika. Für die Hersteller hat das HAB natürlich einen noch größeren Wert, hier werden die Qualitätsstandards beschrieben, die befolgt und dokumentiert werden müssen. Übrigens müssen homöopathische Arzneimittel grundsätzlich denselben Qualitätsanforderungen genügen wie Arzneimittel, die in der Schulmedizin therapeutisch eingesetzt werden.
[*/quote*]

Bla bla bla. Dummes Geschwätz. Das Herausreden auf "große Herstellungsqualität" ist so dumm wie nur was. Außer dem sich halten an die Herstellungsregeln KÖNNEN die Homöopathen doch nichts. (Wenn sie es anthroposophisch machen, dann nur bei Vollmond.) Das ist doch der Witz bei der Sache.


[*quote*]
…das heißt, dass homöopathische Arzneimittel sicher sind?
[*/quote*]

Nein, das heißt es selbstverständlich nicht! Homöopathie arbeitet grundsätzlich mit Giften oder giftigen oder sonstwie gefährlichen Substanzen.

Quecksilberverbindungen gehören in der Homöopathie zu den meistbenutzten Substanzen. Das Zeug ist verdammt giftig. Kleine Kostprobe gefällig?

"Repertorium hydrargyrum: Wie man Kranken Quecksilber verkauft"
http://ariplex.com/ama/ama_rep1.htm

Ist auch vom Aribert Deckers. Sollte man lesen. Von wegen Homöopathie ist harmlos. Die Verdünnungen sind nicht bloß D12 oder sonstwas, sondern gehen runter auf D3, das ist 1:1000. Das ist harmlos!? Von wegen!

[*quote*]
Mercurius bijodatus

------------------------------------------------------------------------
(Seite 202)
Mercurius jodatus ruber
Hydrargyrum bijodatum rubrum
Quecksilberjodid

HgJ2

Verschreibungspflichtig bis einschließlich D3


Vorschrift 6: Verreibung = D1
SV Lösung = D3

Gebräuchliche Tabletten (Dil): D4, D6, D3
Gebräuchliche Ampullen       : D6, D8, D15

Indikationen wie unter Mercurius solubilis mit besonderer Wirkung
bei Anginen und Adnexitis.

--
Organspezifizität
subjektive und objektive Symptomatik und

Modalitäten :

Tonsillen, Adnexe, im übrigen wie bei Mercurius solubilis.

Anginen im akuten und chronischen Stadium, besonders wenn die
regionären Lymphdrüsen stark geschwollen sind. In diesem Fall
gutes Unterstützungsmittel der Serumtherapie bei Diphterie. Bei
chronischer Tonsillenhyperplasie täglich 2 Tabletten D4 für etwa
6 Wochen. Ferner gut wirksam bei akuter und subakuter Adnexitis.

AMB und Leitsymptome wie unter Mercurius solubilis (siehe dort).

[*/quote*]


Sogar mit Indikation. Das hat der Deckers aus einem Buch der DHU zitiert. Weil das so schön ist, zitiere ich noch ein Stück:

[*quote*]
    "Homöopathisches Repetitorium"

    Arzneimittellehre in Tabellenform
    Herausgegeben von der Deutschen Homöopathie-Union
    Pharmazeutisch überarbeitet
    Nachdruck

    Deutsche Homöopathie-Union . Karlsruhe

[*/quote*]
 

Darin gibt es (in der zitierten Ausgabe von 1994) ab Seite 318 ein "Register der Hauptindikationen".  Super, wie man sich sowas mit Hilfe der Betrüger im Bundestag zaubern kann...


Keusgen:

[*quote*]
Homöopathika sind bei ordnungsgemäßer Anwendung und Herstellung sicher.
[*/quote*]

Das ist eine faustdicke Lüge.


[*quote*]
Die Betonung liegt auf ordnungsgemäß.
[*/quote*]

Ach nee. Ganz plötzlich?


[*quote*]
Natürlich gibt es Negativbeispiele, wenn etwa jemand aus einer giftigen Substanz in einer niedrigen Potenz ein Homöopathikum herstellt und dies nicht registrieren lässt.
[*/quote*]

Nicht registrieren? Die Mittel der DHU sind ganz bestimmt tadellos registriert. Darauf kann man wetten. Und was verkauft die DHU so?

Zitieren wir doch aus dem Büchli "Homöopathisches Repetitorium" der DHU:

[*quote*]
Mercurius cyanatus

------------------------------------------------------------------------
(Seite 202)
Hydrargyrum cyanatum
Mercuricyanid
Quecksilbercyanid
Hg(CN)2

Verschreibungspflichtig bis einschließlich D3

Vorschrift 6: Verreibung = D1
Lösung = D2

Gebräuchliche Tabletten (Dil): D6, D4
Gebräuchliche Ampullen       : D6

Indikationen wie unter Mercurius solubilis mit besonderer Wirkung
bei der malignen Diphterie oder Angina und deren Komplikationen.

--
Organspezifizität
subjektive und objektive Symptomatik und
Modalitäten :

Tonsillen und Mundhöhle, Leber und Nieren.

Mercurius cyanatus gehört zu den hochtoxischen Hg-Verbindungen.
Neben der Serumtherapie ist es besonders zur zusätzlichen
Behandlung bei Diphterie oder schwerer Angina zu empfehlen,
wenn diese Krankheiten einen malignen Charakter mit starken
Nekrosen oder Gangraeneszenz annehmen und offensichtlich auf
die parenchymatösen Organe, besonders Leber und Niere, toxisch
zu streuen scheinen. Vorsichtige Dosierung! Mercurius cyanatus D6
genügt meist. Eventuell mit Lachesis Amp. D8 bis D12 oder
Chinacea (Urtinktur) kombinieren. Das AMB entspricht im übrigen
dem von Mercurius solubilis (siehe dort).
[*/quote*]


Das ist garantiert einwandfrei registriert. Aber giftig. Und wie!


[*quote*]
Dann wurden Vorschriften umgangen, denn bei der Registrierung wird vom BfArM festgelegt, ab welcher Potenzstufe ein Präparat mit giftigem Ausgangsmaterial sicher eingesetzt werden kann.
[*/quote*]

Die DHU hält sich ganz bestimmt an die Buchstaben des Gesetzes. Wer allerdings diese Buchstaben geschrieben und vorgeschrieben und diktiert hat, steht auf einem ganz anderen Blatt...


[*quote*]
Das Missbrauchspotential bei homöopathischen Arzneien würde ich daher als sehr gering einschätzen.
[*/quote*]

So, würde er, der Herr Professor Keusgen, Professor für Pharmazeutische Chemie?

Homöopathie ist per se, grundsätzlich und überhaupt, ein Mißbrauch. Homöopathie ist Betrug. Die Menschen werden belogen und betrogen, ihnen wird Zeit gestohlen, Zeit vernichtet, die sie nicht wieder zurückholen können, Zeit, in der sinnvolle Therapien ihnen Gesundheit und Leben hätten retten können.

Und was das Thema Sicherheit angeht, da haben wir was:



Bleivergiftung dank Homöopathie
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=10863.0


Arsen ist auch nicht schlecht. Der Frass, der österreichische Oberhomöopath, weist zu recht darauf hin, daß es Todesfälle gibt.

Diese Opfer lebt zwar noch, aber die Vergiftung ist wunderbar homöopathisch:

"05. Mai 2019 17:08; Akt: 05.05.2019 17:20
Vergiftete sich Teenager mit Arsen-Globuli?
Weil sie unter Magen-Darm-Beschwerden litt, nahm ein Mädchen bis zu 50 Arsen-Globuli pro Tag. In der Folge litt sie unter Vergiftungssymptomen."
https://www.20min.ch/wissen/news/story/Maedchen-vergiftet-sich-mit-Homoeopathie-Praeparat-26503653


Von wegen Homöopathie ist sicher.  Homöopathie ist per definitionem Betrug. Sicher ist bei Homöopathie nur eines: Daß sie Scheiße ist und daß wegen ihr Menschen leiden und jedes Jahr TAUSENDE sterben.


Keusgen:

[*quote*]
Ist die Homöopathie evidenz-basiert?

Grundsätzlich ist die Homöopathie eine evidenz-basierte Methode.
[*/quote*]

Das ist so dumm-dreist, daß man nur noch staunen kann. Homöopathie kann nicht disgnostizieren. Wie gibt der Homöopath dann seine Mittelchen? Indem er im Repertorium herumgräbt, in einerm oder mehreren, je nachdem, wie sehr er damit angeben will, und dann ein Mittel AUSPROBIERT wird. Ja, ausprobiert! Wenn es nicht wirkt, dann eben das nächste. Und das nächste. Und das nächste. Wochenlang, monatelang, jahrelang nichts als Ausprobieren. Da ist keine Evidenz, aber nicht das kleinste bißchen von Evidenz. Das liegt am Grundprinzip  der Homöopathie, wie Hahnemann es definiert hat.

Das Grundprinzip der Homöopathie ist: Es gibt irgendwo und irgendwie das passende Mittel. Man muß es bloß finden.  Homöopathie ist nichts als ein stupides, strunzvollblöddämliches Herumprobieren. Das ist kein Versehen, sondern Hahnemann hat es genau so definiert!

Hahnemann sagt auch, daß man nicht einfach von den ersten Mitteln, die man sich so ausdenkt (weil die bei Herrn XYZ mal geholfen haben, oder der Katze und dem toten Hund), ausgehen soll, sondern daß man immer wieder von neuem probieren soll. Das ist die vollkommene Negation jeglicher Evidenz!

Da erlaube ich mir zu sagen, daß der Herr Professor Keusgen, Professor für Pharmazeutische Chemie am Institut für Pharmazeutische Chemie der Philipps-Universität Marburg, keinen blassen Schimmer von Homöopathie hat. Er mag vielleicht wissen, wie man laut Homöopathischem Arzneibuch die Mittel rein physikalisch herstellen muß. Aber sonst weiß er nichts, der Herr Professor.

Es wäre mir eine große Freude, dem mal vor der vollbesetzen Vollversammlung im Auditorium Maximum zu zeigen, wo der Hammer hängt. Damit die Studenten endlich sehen, wie auch sie mit Homöopathie beschissen werden.


Keusgen:

[*quote*]
Man muss aber berücksichtigen, dass Hahnemann vor über 200 Jahren nur etwa 70 Ausgangsmaterialien geprüft hat, die haben ihm gereicht. Heute kennen wir etwa 1.400 Ausgangsmaterialien, plus X, wobei rund 400 als gebräuchlich betrachtet werden können.
[*/quote*]

"wobei rund 400 als gebräuchlich betrachtet werden können". Ach nee, ist das nicht süß? 400? Weil der feine Herr Hahnemann mit seinen läppischen 70 Mitteln nicht genug Ausreden hatte, wurden im Lauf der Zeit mehr benötigt. Jeder dieser Stoffe ist doch nichts anderes als eine weitere Ausrede! Das ist doch der Witz dabei. Mit jedem Mittelchen werden wieder Wochen und Monate Zeit verplempert, in denen Medikamente der wissenschaftlichen Medizin den Kranken wirklich hätten helfen können. Aber nein, die großen Halbgötter und Ganzgötter der Homöopathie müssen ihre Größe demonstrieren. Wie? Indem sie ausprobieren?

Und wenn das nicht reicht? Dann wird eben noch mehr probiert. Immer neue Mittel. Ganz besonderen Reiz hat übrigens Hundescheiße:

Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6390.0

Von da muß ich ein Stück zitieren:

[*quote*]
Die hochgeschätzte Frau Iris Preuß hat gesagt: *"Wir verfügen schon über 2000 Mittel und haben damit genügend Einsatzmöglichkeiten."* und bei Eberle und Ritzer haut das nicht hin. Wörtlich: "Tatsache, dass wir bestimmten Patienten nicht befriedigend helfen konnten"

So, konnten sie nicht? Aber mit HundescheiBe schon? Ich weiß ja nicht so recht, aber ich sehe da einen Marianengraben an Unterschied. Die anderen Homöopathen haben über 2000 Mittel, und die reichen denen, aber bei Eberle und Ritzer haut das nicht hin mit den 2000 Mitteln, die müssen HundescheiBe nehmen? Wäre das nicht ein dicker Ausschlußgrund für Patienten? Lieber zu den anderen Homöophantasten zu gehen als zu Eberle und Ritzer, weil bei den anderen muß man keine Hundescheiße schlucken? Also, ich als Patient würde mir da schon so meine Gedanken machen...
[*/quote*]


Die Frau Preuß, eine Heilpraktikerin, Vorstandsmitglied des Verbands klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD), gibt im Jahr 2010, das ist 9 Jahre her, an, daß "wir", das sind natürlich die Heilpraktiker, "schon über 2000 Mittel" verfügen. Der Herr Professor Keusgen, Professor für Pharmazeutische Chemie am Institut für Pharmazeutische Chemie der Philipps-Universität Marburg, erzählt etwas von nur "1.400 Ausgangsmaterialien, plus X", wobei das "plus X" eine schwache Ausrede ist. Zwischen 1400 und 2000 (und die 2000 schon vor 9 Jahren), ist ein größerer Unterschied als bloß ein "plus X".

Damit kommen wir wieder zu der Hundescheiße.


Keusgen:

[*quote*]
Homöopathische Ärzte sind zudem experimentierfreudig und schauen natürlich, ob sie noch weitere Stoffe für die Therapie verwenden können.
[*/quote*]

Experimentierfreudig? Aber ja doch! Die brauchen doch mehr Ausreden für ihr Versagen. Also, da hilft Hundescheiße ganz bestimmt. Ritzer und Eberle hat sie geholfen. Bitte mit Bild:




Wieder ein Zitat:

Eberle und Ritzer wörtlich:

[*quote*]
"Tatsache, dass wir bestimmten Patienten nicht befriedigend helfen konnten"
[*/quote*]


Die konnten einfach nicht anders!



Keusgen:

[*quote*]
Diese riesige Menge an Ausgangsmaterialien hat natürlich auch eine unterschiedliche Evidenz. Es gibt Homöopathika, die eine gute Evidenz haben und welche, die eine geringere haben – es gibt nicht für alle Mittel Studien.
[*/quote*]


Da habe ich wieder ein Zitat. Wieder von Ritzer und Eberle. Von deren Website, frisch gepflückt am 27.6.2019.

Es ist ein bißchen länger. Bitte nicht erschrecken.


Eberle und Ritzer wörtlich:

https://homoeopathieforschung.de/unsere-hausapotheke/

[*quote*]
HOMÖOPATHIEFORSCHUNG
Klassische und Moderne Homöopathie

Homöopathische Hausapotheke

Die homöopathische Hausapotheke ist ein sehr gutes Instrument sich schnell, gefahrlos in einfachen meist akuten Fällen, wie kleinen Infekten, kleineren Verletzungen und psychischen Notsituationen sich selbst zu helfen. Ein großer Vorteil liegt auch darin, dass man Homöopathie überall einfach mitnehmen kann, keine besondere Zubereitung braucht und sich auch als Reiseapotheke wunderbar eignet.

Grundsätzlich gilt immer, suchen sie einen Arzt auf, falls sie sich unsicher sind, Symptome heftig werden und eine klare Diagnose und Behandlung erforderlich ist! Auf keinen Fall sollten sie Symptome verschleppen, wenn keine Heilung eintritt.

 
Wie Sie die einzelnen Mittel dosieren sollten, können Sie HIER nachlesen:

Gemüt/ Schlaf

    Angst
        Plutonium
        Aconitum napellus
        Belladonna
    Erschöpfung, Erschöpfungszustand
        Placenta
    Heftige Wut unterdrückt
        Scorpio europaeus
        Staphisagria
    Krank vor freudiger Unternehmung
        Halaeetus leucocephalos sanguis
    Prüfungsangst
        Gelsemium
        Uranium metallicum
        Argentum nitricum
    Schlafmangel
        Placenta
        Aqua Hochstein
        Nux vomica
    Schlafstörungen
        Coffea
        Cocculus
        Natrium muriaticum
        Aqua Hochstein
    Schock
        Plutonium
        Arnica montana
        Aconitum napellus
        Ignatia
        Halaeetus leucocephalos sanguis
    Traurigkeit
        Natrium muriaticum
        Sol britannica
        Ignatia

Infekte / Erkältungen

    Durchnässung, Abkühlung
        Dulcamara
        Rhus toxicodendron
    Fieber
        Aconitum napellus
        Belladonna
        Halaeetus leucocephalos sanguis
        Ferrum phosphoricum
        Aqua Hochstein
        Eupatorium perfoliatum
        Gelsemium
    Halsschmerzen
        Belladonna
        Apis mellifica
        Mercurius solubilis
        Phytolacca
        Hepar sulfuris
        Scorpio europaeus
        Argentum nitricum
    Husten
        Bryonia
        Aqua Hochstein
        Ipecacuanha
        Drosera
        Lac sim
    Ohrenschmerzen
        Aqua Hochstein
        Belladonna
        Aconitum napellus
        Placenta
        Pulsatilla
        Chamomilla
    Pseudokrupp
        Aconitum napellus
        Lac sim
        Spongia
    Schnupfen
        Natrium muriaticum
        Pulsatilla
        Kalium bichromicum
        Hepar sulfuris

Kopf / Nacken / Rücken

    Kopfschmerzen
        Gelsemium
        Uranium metallicum
        Bryonia
        Belladonna
        Natrium muriaticum
        Scorpio europaeus
    Nackensteifigkeit und Nackenschmerzen
        Uranium metallicum
    Rückenschmerzen nach Verheben
        Rhus toxicodendron
    Überanstrengung mit Bewegungs- und Wärmebesserung
        Rhus toxicodendron
    Schulkopfschmerzen
        Natrium muriaticum
    Zahnschmerzen
        Arnica montana
        Adalia bipunctata
        Chamomilla
        Halaeetus leucocephalos sanguis
        Staphisagria

Herz / Brust

    Herzbeschwerden
        Natrium muriaticum
        Crataegus
        Adalia bipunctata
        Placenta
    Mastitis
        Phytolacca
        Bryonia
        Belladonna

Bauch / Magen

    Bauchschmerzen
        Colocynthis
        Ipecacuanha
        Uranium metallicum
        Nux vomica
        Pulsatilla
        Chamomilla
        Natrium muriaticum
    Bauchschmerzen vor der Schule
        Colocynthis
        Ipecacuanha
        Uranium metallicum
        Nux vomica
        Pulsatilla
        Chamomilla
    Durchfall
        Natrium muriaticum
        Veratrum album
        Chamomilla
        Terra
    Verstopfung
        Natrium muriaticum
        Nux vomica
    Verstopfung auf Reisen
        Natrium muriaticum

Unterleib

    Blasenentzündung
        Cantharis
        Pulsatilla
        Aqua Hochstein
    Periodenschmerzen
        Electricitas
        Natrium muriaticum

Verletzungen / Stiche / Verbrennungen

    Insektenstiche, Bienen-, Vespenstiche, Stichverletzungen
        Ledum
        Scorpio europaeus
        Apis mellifica
        Acidum carbolicum
    Sonnenbrand
        Sol britannica
        Belladonna
        Natrium muriaticum
    Verbrennungen
        Cantharis
    Verletzungen
        Arnica montana
        Hypericum
        Rhus toxicodendron
        Bryonia
        Staphisagria

Reisen

    Erkrankungen am Meer
        Natrium muriaticum

    Jet lag
        Natrium muriaticum
    Flugangst
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        Argentum nitricum
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Homöopathische Praxis
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D-94034 Passau


Friedrich-Ritzer@t-online.de
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[*/quote*]


PLUTONIUM!? Ja, Plutonium. Einer der allergiftigsten Stoffe des Universums.


Eberle und Ritzer wörtlich:

https://homoeopathieforschung.de/hausapotheke/plutonium/

[*quote*]
Name: Plutonium ( Plutonium )

bei: Angst, Schock

Leitsymptome:
Bedrohungsgefühl, Zwang

bewährt bei:
Schock, Furcht vor einer drohenden Katastrophe, Bedrohung durch einen Partner, Bedrohung in Kindergarten und Schule, Angst bei und vor Krankheit
[*/quote*]


Die haben Plutonium in der Hausapotheke. Gegen "Bedrohung in Kindergarten"!? Wer geht denn in den Kindergarten? Kindergärtnerinnen (neueuphemistisch "Erzieherin" betitelt) und Kinder. Aha. Und die kriegen bei Ritzer und Eberle Plutonium.


Dank Webarchive kann man frühere Versionen der Webserite finden. Diese Version ist vom 3.2.2003:

http://web.archive.org/web/20030203023403/http://www.homoeopathieforschung.de/plutonium.htm

[*quote*]
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Essentielle Grundlinien

Die zentrale Idee von Plutonium ist die Unterdrückung und Verschüttung der innersten Kräfte des Menschen und die Bedrohung und Gefährdung des Lebens im allgemeinen.
Das Wesen des Menschen ist bedroht. Dies kann sich sowohl äußerlich durch Gewalt, Unfälle und Zwänge äußern, als auch innerlich durch Rollenverhalten und Leben von Zwängen, die dem innersten Wesen des Menschen widersprechen. Die einzelnen Rollen stehen nicht mehr in Rückkoppelung zum innersten Wesen und Wollen, sondern werden zwanghaft erfüllt. Klinisch ergibt sich daraus er Einsatz von Plutonium bei allen Formen (existentieller) Bedrohungsgefühle, dunkler Depression, Angst - und Paniksymptomatik, unbeugsamem Willen und gebeugtem Willen, Ausbrüchen von rücksichtsloser Aggression, sowie zwanghaft einseitig ausgefülltem Rollenverhalten, z. B. durch Überidentifikation mit einer Rolle (zwanghaft sklavische Berufsausübung) und ihren Folgen. Die massiven Auflösungszustände, die der Plutoniumkranke erlebt, erzeugen in ihm nicht selten Versuche auch in aussichtlosen Situationen mit einem hohen inneren Spannungsgefühl zu retten und heilen zu wollen, z. B. Kinder in von Scheidung bedrohten Ehen usw..

Häufigste körperliche Erkrankungen, die wir bis jetzt bei Plutonium sehen konnten, waren Bronchitis, Asthma, multiple Allergien, chronisches Müdigkeitssyndrom, Rückenschmerzen und Neurrodermitis. Für Kinder mit Kaiserschnittgeburt, Ruhelosigkeit nachts, Panic und Angstsymptomatik, häufigen Bronchitiden, Neurodermitis ist Plutonium geradezu eine Schlüsselarznei.

Tiefe Innerlichkeit, Religiosität, Beschäftigung mit mystischer Literatur, Verlangen allein wegzufahren, um dem eigenen inneren Weg nachzuspüren, konnten bei Prüfern und Patienten nach Plutonium - Einnahme beobachtet werden.
     
neue homöopathische arzneien    

Kurzgefaßte Arzneimittellehre
        
head    

Wirkungsbereich
Psyche, Angst, Panik, Zwang, Kopf, Bronchien, Wirbelsäule, Schlaf

Leitsymptome

Panik, Angst, Gefühl der Existenzbedrohung, alle Formen existenzieller Bedrohung z.B.durch vermutete oder echte Krankheit auch in der Umgebung, auch Bedrohungsgefühl durch das jeweils andere Geschlecht, kombiniert mit schweren Depressionen

Retter

Kaiserschnitt: Kinder und Mütter

Klaustrophobie

Zwang, Ordentlichkeit, Sauberkeit, sklavische Berufsausübung, zwanghafte Perfektion

Unbeugsamer Wille, gebeugter Wille, Bravheit

Spastische Bronchitis bei Kindern, Asthma

Saisonale Allergie

Eitrige Tonsillitis, rezidivierend

Ruhelosigkeit, Schlafstörungen

Chronische Müdigkeit, Schweregefühle wie Blei

Gemüt/Lebenssituation
Panik, Angst, Gefühl der Existenzbedrohung, alle Formen existentieller Bedrohung mit schwerer, dunkler Depression, Furcht vor Gewalt, vor Krankheit, Krebs bei sich selbst oder bei anderen, Damoklesschwert- Situationen, Kaiserschnitt: Kinder und Mütter, Kinder auf Intensivstation, Frühgeborene, Monitorüberwachungen. Angst in der Spätschwangerschaft bei Terminüberschreitung oder vor der Geburt, Angst, Panik in Beziehung, fühlt sich bedroht vom anderen Geschlecht, bedrohte Ehe, Kinder in bedrohten Ehen. Klaustrophobie, Kontaktscheu, kann nicht unter Leute gehen, große Innerlichkeit, Religiosität, tiefe Spiritualität. Verlangen zu reisen als Sammlung # Retter in Auflösungs-, Bedrohungssituationen, große Anstrengungen zu retten. Zwang zu Ordnung und peinlicher Sauberkeit ohne absehbares Ende, sklavische Berufsausübung, fühlt zu viel Zwang durch verschiedenste, scheinbar notwendige Tätigkeiten, glaubt Erwartungen entsprechen zu müssen, weiß nicht wie mit allen Anforderungen zurecht kommen soll. Starke Identifikation mit einer Rolle, die er meint sein zu müssen, Erwartungsspannung mit Panik. Fühlt sich eingesperrt, verzweifelt, droht in seiner Verzweiflung auch mit Gewalt. Hyperaktive Kinder, Ruhelosigkeit, Ruhelosigkeit nachts, Schlafstörungen. Unbeugsamer Wille, gebeugter Wille, Bravheit, geduldig, lieb. Entwicklungsrückstand.

Kopf
Haarausfall, Migräne, Kopfschmerzen, wie wenn Schädeldecke abhebt und explodiert, Schweregefühl

Nase
Saisonale Allergie, Niesen, Verstopfung

Gesicht
Tics, Blinzeln und Stottern

Hals
Akute eitrige Tonsillitis, rezidivierende Tonsillitis

Magen
Übelkeit und chronisches Erbrechen über Jahre

Rectum
Profuse Durchfälle mit Exsiccose, Stuhlgang häufig

Weibliche Genitalien
Exzessive Menstruationsblutungen, chronische Blutungen mit massivem Blutverlust

Brust
Spastische Bronchitis, Asthma, asthmoide Bronchitis, saisonale Allergie, pfeifende Atmung, Atemnot, heftiger Husten, alles <nachts, Pseudokrupp, Tracheitis, Brustspannen, Brustschmerz vor Menses, Herzklopfen

Rücken
Schmerzen Sacralregion mit Verzweiflung und großer Ruhelosigkeit <nachts, Weinen von Rückenschmerzen, kriecht auf allen Vieren vor Rückenschmerz, erstreckt sich in Oberschenkel, Ischialgie >Wärme, LWS- Schmerzen, Kreuzschmerz mit Ischialgie in der Spätschwangerschaft

Extremitäten
Ischialgie, Ischialgie in der Schwangerschaft

Schlaf
Schlafstörungen, Ruhelosigkeit, nach bedrohlichen Erlebnissen

Allgemeines
Energielosigkeit, chronische Müdigkeit, Erschöpfung, Schweregefühle, Frostigkeit, Kälteschauer über den Rücken, chronisch rezidivierende Infekte, Kaiserschnitt. Saisonale Allergie

Modalitäten
<nachts, >Wärme, <Gesellschaft

Träume
Auto / Autounfälle

Hier finden Sie unsere Vorgehensweise bei der Arzneimittelprüfung zu plutonium nitricum.
   
plutonium nitricum    
head    
panik, angst, dunkle depression    
traum: autounfall    
(© 2002  by  tomtom)
[*/quote*]


Scheidungskinder!?

"Die massiven Auflösungszustände, die der Plutoniumkranke erlebt, erzeugen in ihm nicht selten Versuche auch in aussichtlosen Situationen mit einem hohen inneren Spannungsgefühl zu retten und heilen zu wollen, z. B. Kinder in von Scheidung bedrohten Ehen usw."

Und die kriegen bei Eberle und Ritzer Plutonium.

Aber nicht nur die und nicht nur da!

Im Jahresprogramm 2014 des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte, also einer sich als solche verstehenden Fachautorität, ist in eben diesem Jahresprogramm dieser Fachautorität, einem bundesweiten Verein mit 3600 Mitgliedern,  auf Seite 86 als Vortragsankündigung zu lesen:


http://www.wisshom.de/dokumente/upload/ad3c7_jahresprogramm_%C3%84rztliche_hom%C3%B6opathie_2014_des_dzvh%C3%84.pdf

[*quote*]
Radioactiva, Helium & more   

Chron. Fälle zu Radium, Uranium, Plutonium,   
Helium u. div. Imponderabilien (Positronium, Ignis alcoholis etc.)


15.02. - 16.02.2014

Leitung:     Dr. Ute Pautke
Dozent:    Karl-Josef Müller
Ort:    Jugendgästehaus Aasee,
                Bismarckallee 31, 48151 Münster
Anmeldung:    Thomas Schweser, Am Langenstein 18, 55411 Bingen,    
Tel. 06721 - 98 88 49, Fax 06039 - 937 53 88 70,
E-Mail:globuli@gmx.de
[*/quote*]


Das sind nicht Eberle und Ritzer, die kleinen Heilpraktiker und ihre Hundescheiße, sondern das sind 3600 Vollakademiker mit einer ganz großen Scheiße.


In eben diesem Jahresprogramm 2014 des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte heißt es auf Seite 2:

http://www.wisshom.de/dokumente/upload/ad3c7_jahresprogramm_%C3%84rztliche_hom%C3%B6opathie_2014_des_dzvh%C3%84.pdf

[*quote*]
Ärztliche Homöopathie 2014 – www.welt-der-homoeopathie.deEditorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte hat im letzten Jahr
auf seiner Delegiertenversammlung beschlossen, die "Spendeninitiative
Homöopathieforschung"
auf den Weg zu bringen. Nachdem wir
homöopathischen Ärzte uns der Realität stellen mussten, die da heißt,
auf absehbare Zeit ist keine öffentliche Forschung zu unseren Themen in
Sicht, haben wir beschlossen, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

In Zusammenarbeit mit der Homöopathie-Stiftung und der Wissenschaft-
lichen Gesellschaft WissHom wurde ein Konzept erarbeitet, welches die
erforderlichen Summen, um zunächst mal einen Anfang zur kontinuier-
lichen Forschung zu machen, bereitstellt.

Wir sind stolz, dieses auf die Beine gestellt zu haben, und auf unsere
Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits mit breiter Zustimmung daran
beteiligen!

Hier geht es mitnichten um eine „Rechtfertigungsforschung“, nach
200 Jahren müssen wir nun wirklich nicht mehr beweisen, dass die
Homöopathie eine effektive Therapiemethode ist. Anwenderzahlen und
Beliebtheitsumfragen sprechen da schon für sich.

Nein, es geht vielmehr um die längst überfällige Integration in Lehre und
Forschung. Es geht um die Evaluation, wann ist Homöopathie eine gute
Alternative, bei welchen Krankheitsbildern ist sie integrativ, komplemen-
tär oder gar nicht einzusetzen? Hierzu existieren viele Erfahrungen, aber
vergleichsweise wenig wissenschaftliche Untersuchungen. Arzneimittel-
prüfungen in Form von klinischen Studien, Fallbeobachtungen in der
Praxis, Grundlagenforschung, Versorgungsforschung, aber auch interne
Homöopathieforschung zu den Quellen, Materia Medica Revision, all das
steht auf der Wunschliste. Es eröffnet sich ein weites Betätigungsfeld, und
wir freuen uns auf die vor uns liegenden Aufgaben.

Dieses Jahresprogramm ist nun genau diesem Thema gewidmet, informie-
ren Sie sich zum Forschungskonzept von WissHom, zur Spendeninitiative
der Stiftung, zu laufenden Projekten ... und machen Sie mit!

Aber auch der Fort- und Weiterbildungsteil darf nicht fehlen, und so finden
Sie, wie jedes Jahr, hier alle wichtigen Informationen rund um die Ausbildung
in der Homöopathie. Es bildet die landesweite Struktur zu Fort- und
Weiterbildung, Qualitätszirkeln, Supervisionen, Tagungen und Kongressen
ab, ergänzt durch die Informationen im Internetportal des DZVhÄ.
Ich wünsche Ihnen also viel Freude bei der Lektüre und jede Menge neue
Anregungen für die tägliche Praxis.

Herzliche Grüße
Cornelia Bajic, Ärztin / Homöopathie
1. Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte

Redaktionsschluss für das Jahresprogramm 2015 ist der 15. Juli 2014. Veranstaltungsmeldungen richten Sie bitte an die Geschäfts-
stelle des DZVhÄ, Reinhardtstr. 37, 10117 Berlin, Fax 030 - 325 97 34-19 .
Aktualisierungen dieses Programms und weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.welt-der-homoeopathie.de.
Herausgeber: Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V., Reinhardtstr. 37, 10117 Berlin, Tel. 030 - 325 97 34-0,
Fax 030 - 325 97 34-19 • Redaktion: Christoph Trapp, E-Mail: presse@dzvhae.de • Fotos: Titel: Shutterstock (2.v.l.), Fotolia (4./5.v.l.),
Innenteil: soweit nicht anders angegeben: DZVhÄ • Druck: Druckerei Engelhardt, 53819 Neunkirchen-Seelscheid • Stand: Oktober 2013
[*/quote*]


Angebliche Forschung, mittels derer man "beweist", wie toll man ist, und daß Homöopathie funktioniert, und so weiter, und so weiter.

"Spendeninitiative Homöopathieforschung". Ah ja. Einschließlich solcher schönen Dinge wie

[*quote*]
Radioactiva, Helium & more   

Chron. Fälle zu Radium, Uranium, Plutonium,   
Helium u. div. Imponderabilien (Positronium, Ignis alcoholis etc.)

[*/quote*]


Auf Seite 87 des gleichen Pamphlets wird eine Schlange zermanscht. Ein Python.

[*quote*]
C4-Arzneimittelverreibung: Netzpython   
31.10. - 02.11.2014   
31.10. (18.00h - 20.00h) Einführungsvortrag   
Würgeschlangen in der Homöopathie      
01.11.2014 (10.00h - 18.00h) Verreibung   
02.11.2014 (10.00h - 15.00h) Verreibung   

Leitung:   Veronika Ehrler
Dozenten:    Witold Ehrler
Ort:    Asklepios-Westklinikum Rissen, Weißer Saal, Suurheid 20,
22559 Hamburg

Anmeldung:    GHÄ, Veronika Ehrler, Lohe 1, 22926 Ahrensburg,
Tel. 04102 - 45 99 45, 45 99 11
E-Mail: v.ehrler@homoeopathie-team.de
[*/quote*]


Das ist insofern interessant, weil Scheiße vom Python ein anerkanntes homöopathisches Mittel ist. RybuCat hat im Sommer 2018 nachgeforscht:


http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=10004.msg23921#msg23921
Zitat:
[*quote*]
[...]
http://www.helios.co.uk/shop/search/remedy/list

Heute (17.8.2018) kann man in einem Suchfenster nachsehen, was es gibt:

http://www.helios.co.uk/shop/python-indian-excrementum

[***quote***]
Python (Indian) Excrementum (Indian Python)

from £4.95
Python molurus
Indian Rock Python
[***/quote***]


Oh, teurer geworden! 2016 kostet die Scheiße noch mindestens £4.90:

http://www.helios.co.uk/shop/python-indian-excrementum

[*QUOTE*]
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Python molurus
Indian Rock Python
Form

    Python (Indian) Excrementum
    Python (Indian) Excrementum - pyth-i

    £4.90

    Form: Tablets
    Size: 4g
    Potency: 18c
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
[*/QUOTE*]

4 Gramm Zucker mit PythonscheiBe verquirlt kosteten in 2016 happige 4,90 Englische Pfund. Machte pro Kilogramm 1160,00 Englische Pfund. Heute noch mehr!

Scheiße lohnt sich...

[...]
[*quote*]


Ja, Scheiße lohnt sich. So oder so, in jeder Hinsicht.

Es lohnt sich auch, nachzugucken, wie das so ist mit der Scheiße. In dem fall mit der Hundescheiße. Eberle und Ritzer, die beiden Obersuperforscher, die nach ihren eigenen Worten Hundescheiße nehmen MUSSTEN, weil

Eberle und Ritzer wörtlich:

[*quote*]
"Tatsache, dass wir bestimmten Patienten nicht befriedigend helfen konnten"
[*/quote*]

Weil sie nicht anders konnten.

Inzwischen,  weil sie die Schande aller Kontinente sind mit ihrer Hundescheiße, und weil sie die gesamte homöopathische Bruderschaft der Erde so in die Scheiße geritten haben, haben sie die Scheiße aus ihrer Website entfernt. Nicht die Scheiße Homöopathie, sondern bloß die Hundescheiße.

Aber das nützt nichts. Die Hundescheiße, die haben sie an der Backe. Die bleibt!


Einer der anderen Punkte, ziemlich weit unten auf der Liste, ist für Frauen sehr weit oben auf der Liste: Periodenschmerzen. Was haben Eberle und Ritzer dazu in ihrer Hausapotheke?


https://homoeopathieforschung.de/hausapotheke/electricitas/

Eberle und Ritzer wörtlich:

[*quote*]
Electricitas
A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V
Arznei

Name: Electricitas ( Elektrizität )

bei: Periodenschmerzen

Leitsymptome:
kontaktfreudig, freundlich, aufgeschlossen, Alleinerziehende Frauen, die alles selbst machen, Folgen von Seitensprüngen, erschöpfte Heiler, Lehrer.

bewährt bei:
Menstruationskoliken, die teilweise dazu zwingen sich hinzulegen, Magenschmerzen, Sodbrennen, Tachycardie
[*/quote*]


"* Alleinerziehende Frauen, die alles selbst machen
* Folgen von Seitensprüngen
* erschöpfte Heiler

* Lehrer"


Das ist irgendwie, wie soll ich sagen, etwas eigenartig. Periodenschmerzen und Seitensprünge und erschöpfte Heiler. Ist das alles nicht ein bißen sehr irre?

Aber das macht nichts, macht wirklich gar nichts. Solange man dafür keine Hundescheiße bekommt, geht es ja noch.

Aber was kriegt man denn? 230 Volt aus der Steckdose? Über die Herstellung lassen sich Eberle und Ritzer leider nicht aus.

Aber schaun mer mal, was man dazu noch herausfinden kann. Bei dieses Wahnsinns fetter Beute ist wirklich alles möglich.


Jetzt aber zurück zu Keusgen. Mit dem bin ich noch nicht fertig.


Keusgen:

[*quote*]
Wo sehen Sie die Homöopathie zukünftig in der Medizin/Pharmazie?

Die Akzeptanz für komplementärmedizinische Methoden – wie die Homöopathie – ist in Deutschland sehr hoch. Ich glaube nicht, dass sich daran etwas ändern wird. Auch auf Seiten der Zulassung haben wir eine sehr stabile Situation, es wird sich regulatorisch nichts verändern.
[*/quote*]

Daß die angeblich hohe Akzeptanz bloß eine Täuschung ist, habe ich bereits beschrieben.


Keusgen:

[*quote*]
Warum ist es wichtig, dass Homöopathika apothekenpflichtig sind?

Damit der Verbraucher die Möglichkeit einer fachkundigen Beratung hat, die sicherlich im Drogeriemarkt nicht so gegeben wäre. Ich denke schon, dass bei der Abgabe von Homöopathika ein Beratungsgespräch dazu gehört, etwa zur Einnahme. Es sind Arzneimittel, die häufiger erklärt werden müssen.
[*quote*]


BERATUNG!? Bei einem Mittel, bei dem es hundescheißemäßig scheißegal ist, welches man nimmt, weil Homöopathie grundsätzlich ein strunzdummes Herumprobieren ist, bei dem man im voraus gar nichts wissen kann (Gott sieht alles und weiß alles, aber er verrät nichts!), braucht man keine "Beratung". Weil es bloß ein Herumprobieren ist.

Ein im Kaffeesatz lesender Apotheker ist da genau so hilfreich wie die herumpendelnden Übermütter, die erst einmal auspendeln, welche der vom Arzt verschriebenen  Medikamente sie ihren Kindern geben, falls überhaupt.  Zu denen haben wir auch was im Archiv:

Terrornetzwerk Homöopathie
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7193.0

Durchgeknallte Mütter im Grenzzustand...


Wozu braucht man dann noch einen Professor Keusgen am Institut für Pharmazeutische Chemie?

Da fällt mir echt nichts ein.
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Écrasez l'infâme!

Julian

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Ich kann auch einen Post beisteuern. Der ist schon 9 Jahre alt und stammt aus dem Jahr 2010.

tipsy toaster schrieb:

BfArM Bescheid im Stufenplanverfahren Aristolochia: Grenzdosis D11
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6409.0

[*quote*]
im Volltext
http://www.bfarm.de/cae/servlet/contentblob/1207042/publicationFile/92601/aristolochia_bescheid.pdf


[*QUOTE*]
Aristolochiasäure wurde nicht nur in homöopathischen Urtinkturen von Aristolochia clematitis, sondern auch in homöopathischen Urtinkturen von Asarum europaeum und Asarum canadense sowie in der TCM-Droge Asari radix e rhizoma nachgewiesen.
[*/QUOTE*]


[*QUOTE*]
Aufgrund des hohen toxischen Potenzials von Aristolochiasäure und unter Zugrundelegung des höchsten bisher bekannt gewordenen Gehalts an Aristolochiasäure in Asarum crispulatum sowie der Umrechnung der „virtually safe dose“ in eine Potenzstufe unter Annahme einer „worst-case“-Dosierung und in Anlehnung an das Stufenplanverfahren für Aristolochia-Arten von 1981 wird die Festlegung der Potenzstufe D11 als Grenzpotenz für homöopathische Arzneimittel für erforderlich gehalten. Danach sind Arzneimittel, die unter Verwendung von Pflanzen der Familie der Aristolochiaceae mit der Gattung Asarum hergestellt werden, bis einschließlich der 10. Dezimalpotenz, bezogen auf das Fertigarzneimittel, bedenklich. Deshalb ist es erforderlicht, die Zulassungen / Registrierungen der in der Anlage aufgeführten Arzneimittel zu widerrufen.
[*/QUOTE*]


mehr Info, auch zur Kanzerogenität beim Menschen in
http://www.bfarm.de/cae/servlet/contentblob/1207042/publicationFile/92601/aristolochia_bescheid.pdf
[*/quote*]


D11 kann man nicht als "Niedrigpotenz" bezeichnen. Trotzdem wurde seinerzeit vom BfArM angeordnet:

"Danach sind Arzneimittel, die unter Verwendung von Pflanzen der Familie der Aristolochiaceae mit der Gattung Asarum hergestellt werden, bis einschließlich der 10. Dezimalpotenz, bezogen auf das Fertigarzneimittel, bedenklich. Deshalb ist es erforderlicht, die Zulassungen / Registrierungen der in der Anlage aufgeführten Arzneimittel zu widerrufen."



Der folgende Text stammt sogar aus dem Jahr 2002!

Man findet ihn und weitere Texte zu Aristolochia mit dieser Suche:

https://www.bfarm.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Expertensuche_Formular.html?input_=3494902&gtp=3494808_list%253D2&submit=Senden&resourceId=3494916&templateQueryString=aristolochia&pageLocale=de



"Publikation, 10.04.2002"
https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Service/Termine-und-Veranstaltungen/dialogveranstaltungen/dialog_2001-2005/dialog-020410/03werner-vortragkorrigiert3.pdf?__blob=publicationFile&v=3

[*quote*]
Wirksamkeit und Unbedenklichkeit pflanzlicher Arzneimittel
Risikobewertung und Verbesserung der Information


Christine Werner, Ärztin für Innere Medizin, Homöopathie

In Folge der 10. Novelle zum Arzneimittelgesetz mussten bis zum 1. Februar 2001, erstmalig
seit Inkrafttreten des AMG 1978, von den pharmazeutischen Unternehmern Ergebnisse der
pharmakologisch-toxikologischen Prüfung (§22 (2) Satz 2 AMG) und die Ergebnisse der
klinischen Prüfung (§22 (2) Satz 3 AMG) auch im Rahmen der Nachzulassung vorgelegt
werden. Nach §22(3) AMG konnte jedoch an Stelle dieser Unterlagen auch anderes
wissenschaftliches Erkenntnismaterial, also bibliographische Unterlagen, genutzt werden.
Weiterhin waren Gutachten erforderlich, aus denen hervorgehen muss, welche toxischen
Wirkungen und welche pharmakologischen Eigenschaften, das Arzneimittel hat
(pharmakologische toxikologisches Gutachten §24 (1) Satz 2 Nr.2 AMG), ob es bei den
angegebenen Anwendungsgebieten angemessen wirksam und verträglich ist, ob die
vorgegebene Dosierung zweckmäßig ist und welche Gegenanzeigen und Nebenwirkungen
bestehen (klinisches Gutachten §24 (1) Satz 2 Nr.3 AMG). Es erscheint eigentlich
selbstverständlich, dass ein pharmazeutischer Unternehmer, der seit mindestens 1978 ein
bestimmtes Produkt erfolgreich vermarktet, über derartige Unterlagen verfügt.
Es ist Aufgabe des Fachgebietes Medizin der Phytopharmaka diese Unterlagen zu beurteilen.
Die Beurteilung der Wirksamkeit misst sich hierbei an den vom Antragsteller jeweils
beanspruchten Anwendungsgebieten. Es liegt somit zu einem guten Teil in der Hand des
Antragstellers, welchen Prüfaufwand er für sein Arzneimittel ansetzen muss. g1 Der Begriff
der therapeutischen Wirksamkeit meint hierbei nach höchstrichterlicher Festlegung die
Ursächlichkeit der Anwendung des Arzneimittels für den Heilungserfolg. Erst wenn die
Anwendung des Arzneimittels zu einer größeren Zahl an therapeutischen Erfolgen führt als
seine Nichtanwendung, ist der positive Schluss gerechtfertigt. (BVerwG vom 14.10.1993,
Az.3 C 46.91; BVerwG vom 14.10.1993, Az. 3 C 21.91) g2Unzureichend begründet ist die
therapeutische Wirksamkeit, wenn die vom Antragsteller vorgelegten Unterlagen nach dem
jeweils gesicherten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse den geforderten Schluss nicht
zulassen, wenn sie sachlich unvollständig sind (fehlende Angaben zu einzelnen Aspekten,
zum Beispiel Dosierung bei bestimmten Personengruppen) oder wenn sie inhaltlich unrichtig
sind (BVerwG vom 14.10.1993, Az.3 C 46.91; BVerwG vom 14.10.1993, Az. 3 C 21.91).
Das Urteil nimmt die Forderungen der Arzneimittelprüfrichtlinien (§ 26 AMG) auf, die bzgl.
der für die Nachzulassung maßgeblichen Anforderungen seit 1989 unverändert sind. Der
Fünfte Abschnitt führt in Nr.1, Arzneimittel mit bekanntem Wirkstoff, aus, dass g3 das
1Erkenntnismaterial eine Beurteilung des antragsrelevanten Arzneimittels, in der vom
Antragsteller angegeben Dosierung und unter den vom Antragsteller vorgesehenen
Anwendungsbedingungen ermöglichen muss. g4 Hierzu kann ein breites Spektrum sehr
unterschiedlicher Unterlagen
genutzt werden. g5 Soweit die erwünschten und
unerwünschten Wirkungen des antragsrelevanten Arzneimittels sich in hinreichendem Maße
aus dem Erkenntnismaterial ergeben, können keine neuen Untersuchungen gefordert werden;
vorhandene Untersuchungen sind jedoch vorzulegen. Wurden Verfahren und Methodik seit
Durchführung der Untersuchungen fortentwickelt, muss dies bei der Bewertung der
Ergebnisse entsprechend berücksichtigt werden. Ein Bezug auf die Monographien der
Kommission E , die als wissenschaftliches Erkenntnismaterial anzusehen sind, ist daher nur in
soweit möglich, als sie zu allen Aspekten der Präklinik und Klinik komplette und aktuelle
Angaben enthalten. Dies ist jedoch in zunehmendem Maße nicht mehr der Fall. In der Realität
sind die vorgelegten Unterlagen, wie
Ihnen ein praktisches Beispiel zeigt, nicht immer
ausreichend:g6g7 In diesen extremen Fällen muss zwangsläufig eine Versagung
ausgesprochen werden.
In europäischen Zulassungsverfahren im Rahmen der gegenseitigen Anerkennung ist ein
Bezug auf die Monographien der Kommission E nicht tragfähig. Hier sind die Bedingungen
der Richtlinie 1999/83/EC zum „well established use“ zu berücksichtigen, die sich seit der
Codifizierung in der RL 2001/83/EG ab 6.11.2001 im Anhang I, Teil 3 I und Teil 4 I findet.
Diese Regelungen spiegeln in erfreulichem Umfang die Anforderungen, die im 5. Abschnitt
unserer Prüfrichtlinien seit langem niedergelegt sind.
g8 Die europäischen Anforderungen konkretisieren speziell Faktoren, die alle bei der
Beurteilung zu berücksichtigen sind:
·
der Zeitraum, über den ein Stoff verwendet wurde, hierbei gilt eine Mindestforderung
von mindestens 10 Jahren;
·
quantitative Aspekte der Verwendung des Stoffs, d.h. der Stoff muss in einem so
erheblichem Umfang angewendet worden sein, dass tatsächlich hinreichende
Erfahrung generiert werden konnte;
·
der Grad des wissenschaftlichen Interesses im Hinblick auf die Verwendung des
Stoffs, wie dies in wissenschaftlichen Veröffentlichungen zum Ausdruck kommt;
·
die Kohärenz wissenschaftlicher Bewertungen, d.h. bei sehr kontrovers bewerteten
Stoffen sind neue Untersuchungen erforderlich.
2g 9 Die vom Antragsteller vorgelegten Unterlagen müssen alle Aspekte der Sicherheits-
/Wirksamkeitsbewertung abdecken. Alle Unterlagen, sowohl günstige als auch ungünstige,
sind vorzulegen.g 10 Besonders zu beachten sind etwaige fehlende Informationen. Ferner
muss im Rahmen der Gutachten eine Begründung vorgelegt werden, dass ein annehmbarer
Grad der Sicherheit und Wirksamkeit nachgewiesen werden kann, ohne dass bestimmte
Untersuchungen vorgelegt werden.g11 Aus dem Sachverständigenbericht muss hervorgehen,
inwiefern vorgelegte Daten, die ein anderes als das in Verkehr zu bringende Erzeugnis
betreffen, also z. Bsp. einen anderen Extrakt, relevant sind. Es ist nachvollziehbar darzulegen,
dass ungeachtet der bestehenden Unterschiede eine Zulassung gewährt werden kann.
Einem Vorschlag der EMEA Arbeitsgruppe pflanzlicher Arzneimittel, der sich auch bei der
WHO wiederfindet, folgend lassen sich folgende Stufen der Qualität des Belegs der
Wirksamkeit (Evidenz) ableiten:g 12
Gruppe A: Erfordert mindestens eine randomisierte kontrollierte Studie als Teil von
bibliographischen Unterlagen von im Ganzen guter und konsistenter Qualität
bezüglich der beantragten Wirksamkeit. Eine derartige Belegqualität ist bei allen
neuen Arzneimitteln sowie bei Arzneimitteln, die zur Therapie ernsterer Erkrankungen
vorgesehen sind, zu fordern. Eine Ausnahme wäre nur dann denkbar, wenn
therapeutische Alternativen nicht existieren.
Gruppe B: Erfordert das Vorliegen gut durchgeführter klinischer Studien, die nicht
randomisiert sein müssen. Diese können zum Beispiel zum Beleg von
Anwendungsgebieten wie "zur unterstützenden Behandlung von ....", "zur Linderung
der Beschwerden bei...“, " zur symptomatischen Behandlung von..." oder "zur
Verminderung der Häufigkeit und Schwere..." dienen.
Gruppe C: Erfordert Belege in Form von Berichten von Sachverständigengremien,
oder Meinungen oder klinische Erfahrungen respektierter Autoritäten,
Fachbuchliteratur, Monographien etc. Es fehlen direkt verwendbare Studien guter
Qualität. Dieser Ebene wären z.B. solche Monographien der Kommission E
zuzurechnen, denen keine klinischen Studien zugrunde liegen. Mit derartigen
Unterlagen können Anwendungsgebiete wie "zur Linderung von Beschwerden“, die
nicht spezifisch auf eine Erkrankung hinweisen und Indikationen aus dem Bereich
leichter Befindensstörungen belegt werden. Die Akzeptanzgrenze liegt, Kriterien der
Kommission E aus dem Jahre 1984 folgend, bei sehr gut dokumentierter langjähriger
Empirie, die auf der Basis pharmakologischer Untersuchungen plausibel ist.
3Der Bereich der “traditionellen” Arzneimittel erfüllt selbst die Kriterien der Ebene C nicht,
nachvollziehbare Wirksamkeitsbelege fehlen völlig. Auf diesen Bereich wird im Vortrag von
Dr. Blumentritt näher eingegangen.
Die verschiedenen Evidenzgrade der Wirksamkeit erfordern auch eine differenzierte
Bewertung der Risiken.g 13 Die Begriffe Schädlichkeit, bzw. Risiko, und therapeutische
Wirksamkeit können nur in ihrer wechselseitigen Beziehung bewertet werden. Aus den
Angaben und Unterlagen, die dem Antrag beizufügen sind, muss hervorgehen, dass die
Wirksamkeit höher zu bewerten ist als die potenziellen Risiken. (Direktive 2001/83/EC
Gründe für die Codifizierung (7)) Hieraus lassen sich drei Gruppen von Nutzen-Risiko-
Relationen darstellen:
Alle Evidenzgrade - keine Risiken führt zur unproblematischen Zulassung .
Alle Evidenzgrade - bekannte aber vertretbare Risiken.
In diesen Fällen werden verschiedene Maßnahmen abhängig von der Schwere der Risiken
ergriffen:
Um Risiken im Rahmen der Selbstmedikation, die durch eine Nichtbehandlung bei
Verschlimmerung der Erkrankung oder bei einer im Einzelfall unzureichenden
Wirksamkeit entstehen können, zu reduzieren, werden differentialdiagnostische
Angaben im Anwendungsgebiet eingefügt (z.B. Weißdornblätter mit Blüten-Extrakte);
Auflagen zu Wechselwirkungen und Warnhinweisen werden angeordnet, z.B. bei
Johanniskrautzubereitungen wegen möglicher Interaktion mit Kontrazeptiva,
Theophyllin etc.;
Absolute Gegenanzeigen infolge nicht tragbarer Risiken durch Wechselwirkungen
werden formuliert, z. B. bei Johanniskrautzubereitungen und Ciclosporin (Risiko der
Transplantatabstossung)
teilweise werden tolerable Grenzwerte festgelegt, so darf die Tagesdosis einer
Pestwurzzubereitung wegen hepatotoxischer/cancerogener Risiken nicht mehr als 1mg
Pyrazolidinalkaloide enthalten.

Mit den Auflagen zu den informativen Texten sollen Gebrauchs- und Fachinformation Arzt
und Patient über die vorhandenen Risiken informieren und möglichst konkrete Handlungs-
anweisungen zur Vermeidung enthalten. In bestimmten Fällen lassen sich die Risiken
allerdings nicht durch Vermittlung adäquater Anwendungsbedingungen reduzieren.
4

Dies gilt zum Beispiel für Zubereitungen aus Schöllkraut, die bei unzureichend belegtem
Nutzen in der Indikation „krampfartige Beschwerden im Bereich der Galle und des Magen-
Darm-Traktes“ bei monographiekonformer Dosierung erhebliche hepatotoxische Risken
aufweisen. Für eine geringere Dosierung fehlt jeder Wirksamkeitsbeleg. Auch im Rahmen der
Nachzulassung wurden keine neuen Unterlagen vorgelegt. Da für dieses Anwendungsgebiet
phytotherapeutische Alternativen bestehen, muss im Rahmen der Nachzulassung die
Versagung ausgesprochen werden.

Für Zubereitungen aus Aristolochia-Arten wurde bei uns der Stufenplan mit Widerruf der
Zulassung wegen der Cancerogenität und Nephrotoxizität seit langem abgeschlossen. Das
schnelle Handeln hat den deutschen Verbraucher effektiv geschützt. Andere EU-
Mitgliedsstaaten mussten in Folge zu späten Handelns entsprechende, teilweise tragisch
verlaufende UAW registrieren.


Die Meinungsbildung bzgl. der Einstufung von Zubereitungen aus Kava-Kava-Wurzelstock
ist noch nicht völlig abgeschlossen. Nach Einnahme wurden hepatotoxische Reaktionen bis
hin zum transplantationspflichtigen Leberversagen beschrieben. Von Seiten der Verbände und
auch der Kommission E wurde die Unterstellung unter die Verschreibungspflicht begrüßt und
entsprechende Ergänzung von Gebrauchs- und Fachinformation angeregt. Die Auswertung
der im Rahmen der Anhörung zum Stufenplan eingereichten Unterlagen konnte nicht alle
relevanten Fragen beantworten. Eine Entscheidung über den Widerruf oder das Anordnen des
Ruhens der Zulassung steht noch aus.
Obwohl die Antragszahlen im Bereich der Nachzulassung pflanzlicher Arzneimittel hinter
den Erwartungen zurückblieben, sind angesichts der für diese Aufgabe verfügbaren
Ressourcen Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung auch im Bereich der medizinischen
Bearbeitung erforderlich. g 14 Hierzu zählen neben der möglichst einphasigen Bearbeitung
der Nachzulassung die Erarbeitung von Textvorlagen zu den medizinischen Texten in
Zusammenarbeit mit der Kooperation Phytopharmaka, durch die der aktuelle
Bewertungsstand der jeweiligen pflanzlichen Zubereitungen transparent werden soll g 15
sowie die Einbindung externer Gegensachverständiger in die Bearbeitung. Mit einer
Veröffentlichung der Textvorlagen auf der BfArM Homepage ist in Kürze zu rechnen.
5
[*/quote*]






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Julian

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Ich habe noch einen Beitrag entdeckt: im Thread "BfArm: Der Fall Elies". Elies ist der "Gutachter", den die Ärztekammer Westfalen-Lippe empfahl auf die Nachfrage des Landes Hessen nach einem Gutachter zur Wiedererteilung der Approbation für Ryke Geerd Hamer, dem mehrhundertfachen Massenmörder.



BfArm: Der Fall Elies
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=9920.0

Dr.med. Michael Elies war Vorsitzender der berüchtigen Kommission D beim BfArm. Er hielt "anläßlich der Podiumsveranstaltung
„BfArM im Dialog – Besondere Therapierichtungen“"
einen "Vortrag".


Das ist der garantiert ungekürzte Text, so wie ihn das Webarchiv am 2.3.2006 vom BfArm archiviert hat:


http://web.archive.org/web/20060302181324/http://www.bfarm.de/de/Arzneimittel/bes_therap/bekanntm/dialog_020516/06bEliesVortrag.pdf

[*quote*]
Vortrag des Vorsitzenden der Kommission D,
Dr.med. Michael Elies,

anläßlich der Podiumsveranstaltung

„BfArM im Dialog – Besondere Therapierichtungen“
am Mittwoch, 10. April 2002, Wissenschaftszentrum Bonn 2


Sehr geehrtes Präsidium, meine sehr verehrten Damen und Herren,

ohne uns abgesprochen zu haben, ist das Thema der Ausführungen fast identisch. Inhaltlich
folge ich Frau Dr. Hutterer. Eine ihrer Folien trug den Titel „patientengerechte Anwendung
homöopathischer Arzneimittel“. Ich nehme dies zum Thema, um das Spannungsfeld
aufzuzeigen, indem sich die Kommission D befindet, indem sie ihrem gesetzlichen Auftrag
nachzukommen versucht.

Neben der Berücksichtigung spezifisch homöopathischer Aspekte, die Frau Hutterer
angesprochen hat, sind es dabei insbesondere die beiden Pole, daß für homöopathische
Arzneimittel auf der einen Seite alle Angaben unter dem Aspekt der Selbstmedikation
erfolgen sollen und als anderen Pol dazu, das Selbstverständnis der Therapierichtung. Daß
inzwischen irgendwo sich sehr viel Spannung aufbaut, zeigt sich sehr schnell darin, wenn wir
uns in der nächsten Folie einmal anschauen, in welchen Bereichen homöopathische
Arzneimittel verwandt werden.

Da haben wir einmal die sogenannten Aschner-Verfahren, die ab- und ausleitenden
Verfahren, die Elektroakupunktur n. Voll, die Homotoxikologie n. Reckeweg ebenso wie
Komplexmittelsysteme, die Schüssler’sche Biochemie. Auch die Spagyrik zähle ich an dieser
Stelle dazu. Und in der Mitte gewissermaßen die Homöopathie im eigentlichen Sinne, die
klassische, die Hahnemann’sche Homöopathie. Und daneben gleich die sogenannte
klinische Homöopathie, für die natürlich das Thema der Tiefpotenzen von großer Bedeutung
ist.


Selbstmedikation auf der einen Seite und klassische Homöopathie auf der anderen Seite.
Hier spätestens geht die Schere auseinander. Denn aus der Sicht der klassischen
Homöopathie ist Selbstmedikation natürlich gar nicht erwünscht. Daß die klassische
Homöopathie auch Schwierigkeiten hat, mit Komplexmitteln umzugehen, nun das wollen wir
gleich einmal testen. Denn am Wochenende bin ich, um die momentanen Brennpunkte
dazustellen, in der Kommissionsarbeit mal in die Rolle des pharmazeutischen Unternehmers
geschlüpft. Ich habe auch nur die Kernaussagen dieses Fiktivkomplex 13 zusammengefaßt.
Ein homöopathisches Arzneimittel bei Wechseljahresbeschwerden soll es sein, eine
Panacee sozusagen. Wenn Sie sich die Anwendungsgebiete angucken und die flinken
Augen der Mitarbeiter des Instituts, genauso wie die der geschätzten homöopathischen
Kollegen, haben Sie sicherlich schon erkannt, daß in diesem Komplex einiges an Zündstoff
drin steckt.3

Ich greife zuerst das Thema der Monographie noch einmal auf. In diesem Kombi, es ist ein
Komplexpräparat, ist z.B. Bambusa enthalten. Dieses Thema, daß Bambusa eine
Negativmonographie hat, verfolgt mich bis in meine Arbeit in der Positivlistenkommission.
Dort stehen wir nämlich in dem Zwang, daß es registrierte zugelassene Komplexmittel gibt
mit Bambusa als Inhaltsstoff. Die dürfen auf die Positivliste. Bambusa als Einzelstoff
allerdings darf dies nicht. Des weiteren, wenn Sie sich Calcium carbonicum und Acidum
nitricum anschauen, Herr Bleul, ich erzähle Ihnen da nichts Neues, handelt es sich dabei um
sogenannte feindliche Mittel. Kommissionsseitig herrscht die Meinung, das feindliche Mittel,
gleichzeitig oder nacheinander gegeben, in Kombinationspräparaten unzulässig ist.
Als nächstes finden wir zwei Nosoden, Ovarium suis und Thyreoidinum, auf die ich gleich
noch einmal eingehen werde. Und wenn Sie sich dann einmal anschauen ganz unten, die
Dosierungsanleitung dieser Präparate, dann sehen Sie bei akuten Zuständen alle halbe bis
eine Stunde höchstens 12 mal täglich je 5 bis 10 Tropfen. Und das bei Potenzen, die mit D12
und D30 doch schon einen erheblichen Verdünnungsgrad, also im Sinne der klassischen
Homöopathie oder homöopathischen Denkrichtung, eine sehr starke Wirksamkeit haben.
Hier haben wir all das, was eigentlich möglich ist an Diskussionsstoff, an Zündstoff im
Rahmen der Tätigkeit der Kommission. Wir haben das Problem der feindlichen Mittel, wo wir
auch die Spannung spüren, daß pharmazeutische Unternehmer ja sagen, aber das Präparat
seit 30 Jahren im Markt. Es gibt keine unerwünschten Wirkungen. Ist das nicht einfach nur
ein Apodikt. Wir haben das Thema der Verschlimmerung, wenn Inhaltsstoffe inadäquat
dosiert werden. Das geht einher mit der Dosologie. Und hier ist im Augenblick gerade das
Thema der Nosoden ein Diskussionspunkt. Denn hier haben wir es einmal mit
pharmakologisch bedeutsamen Inhaltsstoffen zu tun. Und zum anderen ist in punkte
Potenzhöhe und Dosierung der Erkenntnisstand historisch gewachsen. Um zu zeigen, daß
Homöopathie Erfahrungsheilkunde ist, deren Technik im Laufe der Zeit fortschreitet, habe ich
Ihnen einfach mal exemplarisch drei Nosoden herausgegriffen, mit den
Dosierungshinweisen, jeweils dem Bundesanzeiger aus den 80er und 90er Jahren folgend.
Sie sehen Botulinum ab D8, akut alle 1⁄2 Stunden. Influencinum ab D8, Einzelgabe 1-2 x pro
Woche. Da könnte man sagen, das wird in homöopathischen Kreisen auch genau umgekehrt
gehandhabt. Influencinum als Akutmittel bei einem akuten grippalen Infekt zum Beispiel.
Und ich habe dann in der letzten Sitzung einfach einmal eine Befragung der Anwender
durchgeführt und siehe da, Nosoden waren in der Kommission von der D4, hier auch zu
Testzwecken, Stichwort EAV zu Anfang, über die D6, C12, C30 benutzt worden. Aber stets4
in Einzelgaben. Der daraus resultierende Beschluß und die Empfehlung wird sicherlich über
die Website des BfArM’s demnächst kommuniziert werden.

Ich komme zum Schluß und schlage damit den Bogen zum Anfang zurück.

Selbstmedikation, Verbraucherschutz auf der einen Seite und das dem Selbstverständnis der
homöopathischen Therapierichtung mit seinen Facetten angemessene Arzneimittel, das ist
ein Spannungsfeld. Auf der einen Seite sehen Sie jetzt hier den Patienten, der
Selbstmedikation betreibt und meine anläßlich des Geburtstages von Hahnemann etwas mit
einem Augenzwinkern versehene Möglichkeit, dieses Problem seitens des Therapeuten auf
der anderen Seite zu lösen. Nun, die sehen Sie in der letzten Folie, nämlich ein original
Prüfungssymptom aus dem neuen Clarke: „ein Ekel eigener Art. Wenn ein einzelner Ort im
Magen höchst unangenehm, sogleich erblickt durch den Anblick von Milchzucker und
Streukügelchen ja durch den bloßen Gedanken daran.“

Ich hoffe, daß Herr Keller und die Mitarbeiter des Instituts genauso wie wir Anwender
möglichst lange davon verschont bleiben. Das Mittel, damit ich es mir auch selber merken
kann, ist vermerkt. Busch, Busch steht nämlich für Buschmeisterschlange.
Vielen Dank.
[*/quote*]


Dieser höchstgradig abstruse Blödsinn, siehe vor allem "Stichwort EAV", stammt von einer Person, die in Deutschland über die Zulassung von Medikamenten entscheidet.

Da kann man (noch!) froh sein, daß nicht auch Hasenpfoten, Wünschelruten und Heilsteine auf dem Programm stehen.


Diese Äußerung sollte man mit besonderer Schärfe und Gründlichkeit unter die Lupe nehmen:

"Und daneben gleich die sogenannte klinische Homöopathie, für die natürlich das Thema der Tiefpotenzen von großer Bedeutung ist."

Schwach verdünnte Substanzen haben pharmakologische Wirkung. Warum spricht Elies ausgerechnet denen eine so besondere klinische Wirkung zu? Es heißt doch sonst immer, die Hochpotenzen (das sind extrem stark verdünnte Mittel) seien für die Fachleute, die schwach verdünnten könnte sich das gemeine Volk zur Selbstmedikation aus der Apotheke holen, das sei alles ungefährlich.

Kann es sein, daß GERADE DIE SCHWACH VERDÜNNTEN MITTEL die sind, die als "homöopathisch" an der sonst üblichen Kontrolle durch wissenschaftliche Studien vorbeigeschmuggelt und in der Kommission D in "Komplexmittel" freigegeben werden?

Ich denke, daß Dr.med. Michael Elies an dieser Stelle ein Geständnis abgelegt hat.
« Last Edit: October 12, 2019, 12:20:32 AM by Julian »
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