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Author Topic: Homöopathie fliegt bei Medizinstudium an der Uni raus  (Read 12 times)

Julian

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Homöopathie fliegt bei Medizinstudium an der Uni raus
« on: October 19, 2019, 11:21:14 PM »

Jetzt hat auch die Landesärztekammer Sachsen-Anhalt Homöopathie abgeschossen:

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/gesundheit-magdeburg-keine-homoeopathie-mehr-in-weiterbildungsordnung-fuer-aerzte-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-191019-99-362645

[*quote*]
19. Oktober 2019, 17:22 Uhr
Gesundheit - Magdeburg:Keine Homöopathie mehr in Weiterbildungsordnung für Ärzte

Magdeburg (dpa/sa) - Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt hat eine neue Weiterbildungsordnung beschlossen und verzichtet künftig auf die Zusatzbezeichnung Homöopathie. "Da wissenschaftliche Nachweise zur Wirksamkeit fehlen, ist die Kammerversammlung dem Vorschlag des Vorstandes gefolgt und hat die Homöopathie aus der Weiterbildungsordnung gestrichen", teilte die Ärztekammer am Samstag nach einer Kammerversammlung in Magdeburg mit. Ärzte könnten sich dennoch weiter auf dem Gebiet der Homöopathie betätigen. Nach Bremen sei Sachsen-Anhalt das zweite Bundesland, das die Zusatzbezeichnung nicht mehr vorsieht.
[*/quote*]




    Baden Württemberg ..................
    Bayern .......................................
    Berlin ......................................... Rausschmiß ist in Arbeit
    Brandenburg .............................
    Bremen ..................................... Homöopathie ist weg
    Hamburg ...................................
    Hessen ......................................
    Mecklenburg-Vorpommern ........
    Niedersachsen ...........................
    Nordrhein Westfalen ..................
    Rheinland-Pfalz .........................
    Saarland ....................................
    Sachsen ....................................
    Sachsen-Anhalt ......................... Homöopathie ist weg
    Schleswig-Holstein .................... Rausschmiß demnächst (27.11.2019)
    Thüringen ..................................


Nun wollen wir mal sehen, wie die Dominosteine einer nach dem anderen fallen.

Homöopathie ist mörderischer Betrug und muß vernichtet werden. Und nicht bloß Homöopathie! Die Liste der Betruge in der Medizin ist lang - und die Taschen der Ärztefunktionäre tief...

Weg mit dem Dreck!


Keine "Weiterbildung" der Hokuspokus-Hochstapler, und dann auch keine "akademische" "Ausbildung" dieses Scheißdrecks!

Homöopathie ist ein Negativkriterium und beweist, daß derjenige, der als Arzt damit herumpfuscht, eben das ist: ein Pfuscher.
« Last Edit: October 21, 2019, 10:13:52 PM by Julian »
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Julian

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Re: Homöopathie fliegt bei Medizinstudium an der Uni raus
« Reply #1 on: October 21, 2019, 10:05:28 PM »

In Schleswig-Holstein hat die Ärztekammer von Homöopathie die Nase voll und wird sie vermutlich rauswerfen:

https://www.aeksh.de/sites/default/files/aerzteblatt_pdf/shae_10_2019.pdf

[*quote*]
OKTOBER2019 | AUSGABE 1 0       [Seite 9]

ZUSATZ-WEITERBILDUNG HOMÖOPATHIE AUF DEM PRÜFSTAND

Der Vorstand der Ärztekammer
Schleswig-Holstein hat im Feb-
ruar 2019 einstimmig beschlos-
sen, die weitere Aufnahme der Zu-
satz-Weiterbildung Homöopathie
in die Weiterbildungsordnung kri-
tisch zu hinterfragen und in der
Kammerversammlung zur Abstimmung
zu stellen. Dieser Beschluss wurde offen-
gelegt und Vertretern der Homöopathie
zeitnah kommuniziert.
Dieser Vorstandsbeschluss gründet
auf folgenden Argumenten:
Die Akzeptanz der Homöopathie in
der Bevölkerung ist vorhanden, die ho-
möopathischen Angebote von Ärztin-
nen und Ärzten, aber auch von anderen
Berufsgruppen werden wahrgenommen.
Die Entwicklung der Inanspruchnahme
ist schwer abzuschätzen. Die Anzahl der
homöopathisch tätigen Ärztinnen und
Ärzte nimmt seit 2015 um durchschnitt-
lich 2% pro Jahr ab. In Schleswig-Hol-
stein wurden 2017 und 2018 keine Anträ-
ge und Prüfungen zur Zusatzweiterbil-
dung Homöopathie vorgenommen. Die
von der Akademie der Ärztekammer an-
gebotenen Homöopathiekurse mussten
mehrfach mangels Beteiligung abgesagt
werden.
Dies kann auch damit zusam-
menhängen, dass der Deutsche Zentral-
verein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ),
in dem viele homöopathisch tätige Ärz-
tinnen und Ärzte organisiert sind, um-
fangreiche Kurse selber anbietet.
Die Homöopathie sieht sich als inte-
grativer Ansatz in der Medizin mit fol-
gender Grundlage (siehe MWBO 2018):
„Philosophische, wissenschaftliche und
rechtliche Grundlagen der homöopa-
thischen Lehre, Therapieansatz der Ho-
möopathie und Verständnis von Krank-
heit und Gesundheit“. Die Definition in
der MWBO lautet: „Die Zusatz-Weiter-
bildung Homöopathie umfasst in Ergän-
zung zu einer Facharztkompetenz die
konservative Behandlung mit homöopa-
thischen Arzneimitteln, die aufgrund in-
dividueller Krankheitsanzeichen als Ein-
zelmittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip
angewendet werden.“
Für eine Wirksamkeit der in der De-
finition hinterlegten konservativen Be-
handlung mit homöopathischen Mit-
teln fehlen nach wie vor wissenschaftli-
che Nachweise. Bereits 1957 hat sich die
Arzneimittelkommission der Deutschen
Ärzteschaft (AkdÄ) dahingehend geäu-
ßert: „Die Beurteilung des therapeuti-
schen Wertes homöopathischer Mittel
erfolgt also nach wesentlich anderen Ge-
sichtspunkten, als sie bei der Erarbeitung
der Stellungnahmen der Arzneimittel-
kommission der Deutschen Ärzteschaft
ausschlaggebend sind. Die Arzneimit-
telkommission hat daher aus grundsätz-
lichen Überlegungen heraus beschlos-
sen, künftig nicht mehr zu dem thera-
peutischen Wert von homöopathischen
Mitteln bzw. von solchen zusammenge-
setzten Präparaten Stellung zu nehmen“.
Diese Position wurde 1998 in einem Ar-
tikel im Deutschen Ärzteblatt mit dem
Titel: „Außerhalb der wissenschaftlichen
Medizin stehende Methoden der Arznei-
mitteltherapie“ nochmals bestätigt, das
Grundsatzpapier der AkdÄ dazu wur-
de auf einer diesbezüglichen Pressever-
anstaltung der Bundesärztekammer the-
matisiert. Nachfolgend kam es zu einer
erwarteten ausgeprägten Diskussion da-
rüber, als deren Folge wohl der Arbeits-
kreis „Pluralismus in der Medizin“ ge-
gründet wurde, an dem auch der dama-
lige Präsident der Bundesärztekammer,
Prof. Dietrich Hoppe, teilgenommen
hat. Die bislang vorgebrachten Studien
konnten keine nachvollziehbare Evidenz
der homöopathischen Mittel erbrin-
gen, weil Arzneimittel verwendet wer-
den, die jenseits der Avogadrischen Zahl
verdünnt sind. Deswegen muss die Gabe
homöopathischer Mittel aus Sicherheits-
gründen nicht von Ärztinnen und Ärz-
ten ausgeführt werden, sondern kann
von nichtärztlichen Berufsgruppen be-
trieben werden. Im Sozialgesetzbuch V
ist die Homöopathie im Gesetzestext als
Therapie nicht festgeschrieben, sondern
lediglich wie folgt erwähnt: „Bei der Be-
urteilung von Arzneimitteln der beson-
deren Therapieeinrichtungen wie ho-
möopathischen, phytotherapeutischen
und anthroposophischen Arzneimitteln
ist der besonderen Wirkungsweise die-
se Arzneimittel Rechnung zu tragen.“
Wirksamkeit und Effekt der Homöopa-
thie sind im Zusammenhang mit einer
ärztlichen Betreuung gegeben, das heißt,
der „an sich unwirksamen, aber für
wirksam gehaltenen Medikation“ kommt
sehr wohl eine Bedeutung zu. Dies ist ein
Erfolg der „sprechenden“ Medizin, die
jenseits der Evidenz und von randomi-
sierten Studien unzweifelhaft einen sehr
hohen Stellenwert hat. Dies bezieht sich
jedoch nicht allein auf die Homöopa-
thie, sondern gilt ohnehin für jedes Ge-
biet der Medizin und darüber hinaus für
weitere integrativ-komplementäre Ange-
bote außerhalb der Weiterbildungssyste-
matik wie anthroposophische Medizin,
ayurvedische Medizin, traditionelle chi-
nesische Medizin etc. Die Ärztekammer
Schleswig-Holstein unterstützt diesen
nicht evidenzbasierten Ansatz der „spre-
chenden“ Medizin ausdrücklich und er-
achtet ihn für wichtig. Die Unterstüt-
zung gilt für die homöopathisch tätigen
wie für alle anderen Ärztinnen und Ärz-
te, die diesen Ansatz neben der wissen-
schaftlichen Medizin vertreten.
Im Heilberufekammergesetz Schles-
wig-Holstein ist in §33 „Bestimmung

2 %
Um diesen Anteil
sinkt die Zahl der ho-
möopathisch tätigen
Ärzte pro Jahr bun-
desweit seit 2015.

10
betrug die durch-
schnittliche Teilneh-
merzahl bei den von
der Akademie der
Ärztekammer ange-
botenen Homöopa-
thiekursen. Mehrfach
mussten Kurse wegen
zu geringer Zahlen
abgesagt werden.

0
Anträge zum Erwerb
der Zusatzqualifika-
tion Homöopathie
wurden in den Jahren
2017 und 2018 in
Schleswig-Holstein
gestellt.


der Bezeichnung“ hinterlegt: „(1) Ge-
biets-, Teilgebiets- und Zusatzbezeich-
nungen bestimmen die Kammern für
ihre Kammermitglieder, wenn dies im
Hinblick auf die wissenschaftliche Ent-
wicklung und eine angemessene gesund-
heitliche Versorgung der Bevölkerung
oder des Tierbestandes durch Kammer-
mitglieder erforderlich ist.(2) Bezeich-
nungen nach Absatz 1 sind aufzuheben,
wenn die Voraussetzungen nach Absatz
1 nicht mehr gegeben sind“. Im Rahmen
der Zusatz- Weiterbildung Homöopa-
thie ist mit Sicherheit die angemessene
gesundheitliche Versorgung der Bevöl-
kerung gegeben, diese Leistungen wer-
den nachgefragt und stellen eine The-
rapie dar, die auch Ärztinnen und Ärz-
te wo geboten einsetzen sollen. Die wis-
senschaftliche Entwicklung dagegen ist
auch nach Jahrzehnten nicht gegeben, es
ist somit gerechtfertigt, kritisch zu hin-
terfragen, aus welchen Überlegungen
heraus die Homöopathie in die Weiter-
bildungsordnung aufgenommen wer-
den konnte. In den letzten Monaten hat
bereits in unserem Kammerbereich eine
Diskussion dazu stattgefunden, welche
die Argumente weiter präzisiert hat und
z. B. auch Abrechnungseinschränkungen
infolge entsprechender Entscheidungen
eindeutig ausräumen konnte.

Aufgrund der genannten Argumente
schlägt der Vorstand der Ärztekammer
Schleswig-Holstein auch nach erneu-
ter eingehender Beratung in seiner Som-
merklausur der Kammerversammlung
mit einstimmigem Votum vor:

*** Ergebnisoffene Diskussion und Be-
     schlussfassung am 27. November 2019,
     ob die Zusatz-Weiterbildung Homöo-
     pathie in die Weiterbildungssystema-
     tik wieder aufgenommen werden soll.

*** Bei Nichtaufnahme wird die weitere
     Ausgestaltung der Qualitätsanforde-
     rungen außerhalb der ärztlichen Wei-
     terbildungsordnung in die Hände der
     homöopathisch tätigen Ärztinnen
     und Ärzte sowie z.B. der Fachgesell-
     schaft (DZVhÄ) gegeben, deren beste-
     hendes Diplom über die Anforderun-
     gen der Weiterbildungsordnung hin-
     ausgeht.

*** Entsprechende Qualifikationsnach-
     weise z.B. des DZVhÄ können mit
     dem entsprechenden Zusatz geführt
     und angekündigt werden, bisher er-
     worbene Zusatzbezeichnungen Ho-
     möopathie behalten ihre Gültigkeit.

*** Abrechnungsveränderungen ergeben
     sich daraus nicht, da es sich um eine
     Weiterbildungsordnung handelt und
     nicht um eine Gebührenordnung.

22. Juni 2019 / Vorstand der Ärzte-
kammer Schleswig-Holstein
[*/quote*]
« Last Edit: October 22, 2019, 07:17:18 PM by Julian »
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Re: Homöopathie fliegt bei Medizinstudium an der Uni raus
« Reply #2 on: October 21, 2019, 10:09:03 PM »

Im Bundesland Berlin ist  Dr. Günther Jonitz, der Präsident der dortigen Ärztekammer, gegen Homöopathie. Auch er will Homöopathie rauswerfen. Das ist schon seit einem Jahr bekannt:


[*quote*]
Ärzte Zeitung online, 23.10.2018

Fortbildung/Berlin
Keine Punkte für CME zu Homöopathie?


BERLIN. Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Dr. Günther Jonitz, will künftig keine CME-Punkte mehr für Fortbildungsveranstaltungen zur Homöopathie gewähren. Das soll Jonitz laut einem Bericht des Onlineportals "Medwatch" unlängst bei einer Diskussionsveranstaltung des Vereins "Berliner Wirtschaftsgespräche" gesagt haben.
[*/quote*]

mehr:
https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/fort-_und_weiterbildung/weiterbildung/article/974369/fortbildungberlin-keine-punkte-cme-homoeopathie.html
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