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Author Topic: Zürcher Kantonalbank verweigert Zugriff auf Erbe – seit Jahren  (Read 7 times)

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    Erbteilung: Zürcher Kantonalbank ZKB verweigert Zugriff auf Erbe – seit Jahren

Die Nachkommen wollen das Konto ihrer 1990 verstorbenen Mutter auflösen. Doch die Zürcher Kantonalbank weigert sich bis heute.

Von Yves DemuthVeröffentlicht am 25. Oktober 2019


Bereits 20'626.20 Franken hat Joseph Peter für seine Anwältin ausgegeben. Bereits hat ihm das Bezirksgericht Bülach in einem Aspekt recht gegeben. Und trotzdem will die Zürcher Kantonalbank ZKB die 100'000 Franken nicht auszahlen, die seine Mutter hinterlassen hat.

«Meine Mutter ist bereits 1990 gestorben. Seither habe ich meinen Erbanteil jedes Jahr versteuert», sagt Joseph Peter. «Was die ZKB an Belegen verlangt, ist unmöglich zu beschaffen. Für mich sind das Betrüger. Sie wollen das Geld meiner Mutter für sich behalten.» Er sei sicher nicht der Erste, der von der Bank über den Tisch gezogen werde.

Joseph Peter, 78, hat nichts falsch gemacht. Nur sieht das ZKB anders. Seine Machtlosigkeit gegenüber der Bank seiner Mutter nimmt ihn mit. «Ich bin psychisch am Ende. Das ist furchtbar.»

Jahrelange Verzögerungen

Jahrzehntelang hatte Peter in Wallisellen ZH eine Firma mit bis zu 60 Angestellten – und hatte viel zu tun. «Da blieb mir keine Zeit, mich um das Erbe meiner Mutter zu kümmern.» Als er endlich dazu kam, war seine ausgewanderte Schwester gestorben und hatte Erben in Kanada hinterlassen. Das machte die Erbteilung kompliziert, weitere Jahre zogen ins Land.

Schliesslich teilten die Nachkommen vor drei Jahren das Erbe der Mutter auf. Joseph Peter erstellte eine Excel-Tabelle, die zeigt, welchen Wert das Haus hat, wie viel Geld auf dem ZKB-Konto liegt und wer wovon wie viel bekommt. Eine Erbaufstellung. Peter wollte das Haus und zahlte seine Geschwister aus. Der Einfachheit halber überwies er ihnen gleich auch ihren Anteil am Konto. Aus eigenen Mitteln. Mehrere Hunderttausend Franken wechselten die Seiten, es schien alles eine Formsache.

Joseph Peter liess auf dem Grundbuchamt das Haus auf sich überschreiben, ohne dass es dabei Probleme gab. Die Beamten anerkannten die Erbaufteilung. Das Geld auf dem ZKB-Konto gehöre nun ihm, dachte Peter, da er seine Geschwister ausgezahlt hatte. Doch die ZKB sah das nicht so. Sie schickte Peter Briefe, die ihm unterstellten, er wolle die Geschwister um ihren Anteil prellen.
 
«Für mich sind das Betrüger. Sie wollen das Geld meiner Mutter für sich behalten.»
Joseph Peter, 78, Sohn und Erbenvertreter

Peters Problem ist bis heute, dass ihm ein Stück Papier fehlt, das die ZKB als notwendig erachtet. Die Bank sagt, Peter hätte die Excel-Tabelle allen Miterben zur Unterschrift vorlegen müssen. Nur dann sei sicher, dass die anderen Erben mit dem Vorgehen einverstanden sind. Ohne unterzeichneten Erbteilungsvertrag könne man das Geld der Mutter nicht auszahlen.

Gültig ohne schriftlichen Vertrag

Dass im Gesetz steht, dass es für eine formgültige Erbteilung keinen schriftlichen Vertrag braucht, ignoriert die Bank. Sie nimmt auch nicht zur Kenntnis, dass Joseph Peter vom Bezirksgericht Bülach als Erbenvertreter eingesetzt worden ist – mit dem Ziel, das Konto endlich aufzulösen. Und dass gegen dieses Urteil kein Miterbe Einspruch erhoben hat.

Die ZKB will von Joseph Peter ein Papier mit ...
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