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Author Topic: Die Brüllaffen der Digitalarmee beim Morgenappell an die Kriegsgefangenen  (Read 203 times)

Krik

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Die Ankündigung verheißt nichts Gutes:

[*quote*]
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Golem.de                                         https://www.golem.de/
Schlagzeilen vom Donnerstag, 16. Januar 2020, 12:04
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--- Digitalisierung: Aber das Faxgeraet muss bleiben! ---
"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen
Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben
ihre analogen Arbeitsmethoden und fuerchten Veraenderungen. Andere
wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre
Prozesse unnoetig auf.
https://www.golem.de/news/digitalisierung-aber-das-faxgeraet-muss-bleiben-2001-144953.html
[*/quote*]



Die Überschrift lautet: "Digitalisierung: Aber das Faxgeraet muss bleiben!" Wer nun erwartet, daß das Faxgerät näher betrachtet würde, stellt beim Durchsuchen des auf 7 (in Worten: sieben) Webseiten verteilten Schmonzes fest, daß die reißerische Überschrift bloß Clickbait ist. Im gesamten Text kommt das Fax nur ein einziges Mal vor:

https://www.golem.de/news/digitalisierung-aber-das-faxgeraet-muss-bleiben-2001-144953.html

[*quote*]
Wenn ich im Bekanntenkreis erzähle, dass einige Firmen noch von einem Faxgerät abhängig sind, werde ich gerne als Komiker abgestempelt. Oder wenn ich von E-Mail-Posteingängen mit über 800 ungelesenen Nachrichten berichte und von Prozessen, die so starr sind wie zu Kaiserzeiten. Doch für mich ist das die harte Realität.
[*/quote*]


Was sollte man denn auch von Stümpern erwarten, die ihre Knete damit "verdienen", ahnungslosen Kunden Digitaldreck aufzuschwatzen?

Wer meint, daß Faxgeräte alter Krempel sind, hat von Kommunikation keinen blassen Schimmer. Im Vergleich zu Fax ist Email ein Scheiß. Beim Fax weiß ich, daß es angekommen ist. Jetzt. Beim Empfänger. Bei Email weiß ich gar nichts.

Einerseits werden selbst von der Telekom /T-Online große Mengen Emails unterschlagen. Die kommen beim Empfänger nicht an. Meist erhält der Absender nicht einmal eine Bestätigung der Vernichtung der Email. Andererseits kann man die Email auch bei mehrmaligen Versuchen nicht doch noch zum Empfänger befördern, weil die geisteskranken Admins jeden Versuch einer weiteren Email als kriegerische Handlung betrachten und Emails dieses Absenders vollständig sperren. Man kann sich nicht einmal darüber beschweren, daß Email unterschlagen wurde, weil der Empfangsserver selbstverständlich auch Emails an die Admins vernichtet.

Das alles ganz abgesehen davon, daß eine Email oft tagelang unterwegs ist und häufig viel zu spät ankommt. Man stelle sich das im Bereich der Medizin vor, wo es um lebenswichtige Dinge geht, die Rettungssanitäter, Ärzte oder Patienten wissen MÜSSEN oder Jemandem mitteilen MÜSSEN. Ein Arzt oder ein Krankenhaus ohne Fax? Da kann man sich gleich erschießen.


Ach ja, damit wir das nicht übersehen: Wenn man sich per Kontakformular an die Empfänger oder die Admins wenden will, geht das nicht, weil die eine Mobilfunknummer verlangen, die man aber gar nicht hat. So geschehen heute früh beim Versuch einer Fehlermeldung an eine australische Firma wegen des (natürlich) erfolglosen Versuchs, einen Arzt in der Emergency Unit einer Klinik zu erreichen:



Als Bewohner des Landes Deutschland hat man für gewöhnlich keine AUSTRALISCHE Mobilfunknummer! Es ist übrigens völlig unerheblich, ob man die Nummer mit "00" oder "+49" oder einer der anderen Schreibweisen eingibt. Das System will sie nicht. Man erreicht also weder den gewünschten Empfänger noch ist man in der Lage, den Admins mitzuteilen, daß sie, die Obervollidioten im Land der gebratenen Kangaroos, zu dämlich sind, ihr System funktionsfähig zu machen. Und das auf dem Gebiet der Notfallmedizin!

Wer Urlaub in anderen Ländern machen will, sollte sich also darauf einstellen, dort mutterseelenein in der Scheiße zu sitzen, denn von zuhause KANN ihn Niemand erreichen, weil die geballte Hirnfunktionsstörung der urlaubslandigen IT-Infrastruktur Kommunkation VERWEIGERT!


Diese Dinge sind kein Einzelfall.


Um auf das Faxgerät zurück zu kommen: Da hätte ein einfaches Fax, kurz von Hand geschrieben, ausgereicht und es wäre beim Empfänger angekommen. Heute früh. 


Im Artikel schreibt der Autor, dessen Namen ich zu seinem Schutz für mich behalte: "Wenn ich im Bekanntenkreis erzähle, dass einige Firmen noch von einem Faxgerät abhängig sind, werde ich gerne als Komiker abgestempelt."

Nie im Traum würde mir einfallen, diesen Autor (der verdient sein Geld als IT-Berater!) als Komiker zu bezeichnen. Nie im Leben würde ich das tun!

Ich würde ihn hochkant rauswerfen, und das so gründlich, daß er das für den Rest seines kümmerlichen Lebens nie vergessen würde. Wir machen Medizin. Mit lebensgefährlichen Stümpern wollen wir nichts zu tun haben.
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REVOLUTION!
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