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Author Topic: Rotary.de ist auf den Hund gekommen: Excrementum caninum, D0  (Read 194 times)

Julian

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Rotary.de ist auf den Hund gekommen: Excrementum caninum, D0
« on: February 10, 2020, 08:57:26 PM »

Homöopathiker und andere, dem Gelderwerb mit Scheiße Zugewandte, machen sich überall in der Gesellschaft breit. Am 1.2.2020 zogen sie ein bei den Rotariern, mit einem "Titelthema".

Vorab die ungekürzte Excrementalkackophonie der Herren des Hundedungs:

https://rotary.de/gesundheit/erst-zuhoeren-dann-reden-a-15473.html

[*quote*]
Rotary Magazinfür Deutschland und Österreich


Titelthema
Erst zuhören, dann reden

Die Debatte um die Wirksamkeit der Homöopathie akzeptiert keine gegenläufige Meinung. Woher kommt die Vehemenz der Diskussion? Ein Plädoyer wider die Schwarz-Weiß-Malerei.

01.02.2020

Nach Hans-Georg Gadamer ist ein Gespräch bekanntlich dann ein Gespräch, wenn der andere recht haben könnte. Was den Homöopathiediskurs angeht, ist es schon lange kein Gespräch mehr. Es wird nicht sachlich diskutiert, sondern in Kriegsmetaphorik aufeinander eingedroschen.

Warum nur wird dieser Streit über ein Randphänomen der Medizin mit solcher Vehemenz ausgetragen? Warum vergeht kaum ein Tag, an dem die Homöopathie nicht in den Leitmedien als eindeutig unwissenschaftlich, längst widerlegt und darüber hinaus als gefährlich dargestellt wird – und zwar nicht nur von Kritikern, sondern auch von Journalistinnen und Journalisten?

Erklärungen bieten die Begriffe Ambiguitätsintoleranz und Vereindeutigung, Begriffe, die der Islamwissenschaftler Thomas Bauer in einem lesenswerten Essay („Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“, Reclam) verwendet. Unter Ambiguitätstoleranz versteht man die Fähigkeit, Phänomene der Mehrdeutigkeit, der Unentscheidbarkeit und Vagheit zu ertragen, ohne darauf aggressiv zu reagieren oder diese einseitig zu bewerten.

Thomas Bauer sieht in der Ambiguitätsintoleranz ein Kennzeichen vieler aktueller gesellschaftlicher Prozesse: „Meine These lautet nun, dass unsere Zeit eine Zeit geringer Ambiguitätstoleranz ist. In vielen Lebensbereichen – nicht nur in der Religion – erscheinen deshalb Angebote als attraktiv, die Erlösung von der unhintergehbaren Ambiguität der Welt versprechen. Diese gelten ihren Anhängern und Jüngern als besonders zeitgemäß und fortschrittlich und haben vielfach die Diskurshoheit in ihrem jeweiligen Feld erobert. Demgegenüber werden Vielfalt, Komplexität und Pluralität häufig nicht mehr als Bereicherung empfunden. Diese Entwicklung führt zu dem, was im Titel dieses Essays als Vereindeutigung der Welt bezeichnet wird: ein Weniger an Bedeutungen, an Ambiguität und an Vielfalt in allen Lebensbereichen.“

Die Parallelen zum Homöopathiediskurs liegen auf der Hand.

Vereindeutigung

Die Sichtweise auf die Homöopathie und die zugehörige Datenlage sind maßgeblich geprägt von einem Bestreben zur Vereindeutigung: Auf der einen Seite die eindeutig wissenschaftliche evidenzbasierte Medizin, die immer eindeutig hilfreich ist, auf der anderen Seite die eindeutig unwissenschaftliche Homöopathie, eindeutig nicht besser als ein Placeboeffekt und bisweilen sogar schädlich.

Das öffentliche Bild, das die Kritiker malen, ist in Schwarz und Weiß gezeichnet, sämtliche Grautöne fehlen. Und dabei weiß eigentlich jeder, der sich in der Medizin auskennt, dass die Grautöne in allen Bereichen überwiegen. Denn auch die evidenzbasierte Medizin ist in vielen Bereichen keineswegs eindeutig bewiesen. Jede neue Leitlinie wird kritisch diskutiert, neue Medikamente und neue Verfahren sind in aller Regel umstritten, die Datenlage zu den meisten Problemfeldern ist noch uneinheitlich. Eindeutigkeit herrscht fast nirgends, Gewissheit fast ebenso selten. Gerade in der täglichen Praxis ist Medizin ein stetes Abwägen und Herantasten im Einzelfall.

Das alles ist kein Grund, die evidenzbasierte Medizin abzulehnen; Medizin und Wissenschaft sind im Fluss, und niemand möchte auf die vielen segensreichen Entwicklungen verzichten. Aber es ist ein Gebot der wissenschaftlichen Redlichkeit, diese Tatsachen im öffentlichen Diskurs zu berücksichtigen.

2020, titelthema, homöopathie,

Die Datenlage zur Homöopathie ist ebenfalls nicht so eindeutig, wie es immer wieder suggeriert wird. Man kann die Datenlage genauso gut auch folgendermaßen zusammenfassen: Wenn es einen arzneimittelspezifischen Effekt gibt, ist er klein – aber es ist auch nicht bewiesen, dass es keinen arzneimittelspezifischen Effekt gibt. Außerdem zeigt die Homöopathie in Outcome-Studien immer wieder gute Ergebnisse, woraus geschlussfolgert werden darf, dass – wenn es denn nur der Placeboeffekt sein sollte – dieser in der Homöopathie offensichtlich gut genutzt wird. Diese Lesart der Datenlage ist möglich, und man steht nicht automatisch außerhalb des wissenschaftlichen Diskurses, wenn man die Vielzahl der Untersuchungen auf diese Art und Weise wissenschaftlich interpretiert.

Bemerkenswert ist auch der Umgang mit Nachteilen und Gefahren von konventioneller Medizin und Homöopathie: Innerhalb der konventionellen Medizin werden die zum Teil erheblichen Gefahren derselben selbstverständlich thematisiert – wenn Kritiker jedoch gegen die Homöopathie argumentieren, werden diese Missstände regelmäßig ausgeblendet; gleichzeitig jedoch werden mögliche Gefahren der Homöopathie hervorgehoben, ohne dass es dazu überhaupt belastbare Studien gibt.

Ambiguitätsintoleranz

Eine Erklärung für die Schwarz-Weiß-Malerei der Kritiker liegt möglicherweise in einem ausgeprägten Mangel an Ambiguitätstoleranz. Offensichtlich weigert man sich, Grautöne wahrzunehmen und zu akzeptieren, und zwar sowohl bezüglich der evidenzbasierten Medizin als auch der Homöopathie.

Dazu passt, dass Homöopathiekritiker auch in anderen Bereichen wenig Ambiguitätstoleranz zeigen. Der Streit um die Homöopathie ist nämlich im Grunde genommen ein Streit um Weltbilder. Die sogenannten Skeptiker, organisiert in den Brights oder der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), kämpfen beispielsweise nicht nur gegen Homöopathie und andere komplementärmedizinische oder alternative Verfahren, sondern auch gegen Religion, Mystizismus, Transzendenz etc. Viele ihrer Anhänger bekennen sich zum Neuen Atheismus, sie betrachten Glauben und Religion als irrational, antiwissenschaftlich und gefährlich. Es scheint, als seien diese Gruppierungen auf der Suche nach einer Art Erlösung von der unvermeidbaren Ambiguität dieser Welt. Alles wird vereindeutigt, es gibt nur noch ganz richtig oder ganz falsch; Vielfalt, Komplexität und Pluralität (Faktoren, die für viele komplementärmedizinische Bereiche konstituierend sind) werden vermieden.

Thomas Bauer weist in seinem Essay auch auf die Verbindungen zwischen Ambiguitätsintoleranz und Fundamentalismus hin, indem er die Begriffe Wahrheitsobsession, Geschichtsverneinung und Reinheitsstreben analysiert – Merkmale, die man häufig in der Argumentation der Homöopathiegegner findet.

Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass es auch innerhalb der Homöopathie fundamentalistische Strömungen gibt, die dazu beitragen, dass sich der Diskurs im Kreise dreht.

Homöopathie in den Leitmedien

Vielleicht ist es nicht verwunderlich, dass Kritiker in solchen Schwarz-Weiß-Bildern verhaftet sind. Ambiguitätsintoleranz scheint Kräfte für den täglichen Kampf gegen Mehrdeutigkeiten und Vagheit freizusetzen.

Verwunderlich jedoch ist die Tatsache, dass das Schwarz-Weiß-Narrativ der Kritiker inzwischen auch von den Leitmedien fast vollständig übernommen wurde, obwohl es doch eine der Kernaufgaben des Journalismus ist, die unvermeidlichen Graustufen eines jeden Diskurses darzustellen. Selbst die seltenen journalistischen Kommentare, in denen die Homöopathie als harmlose, aber ansonsten nicht weiter zu bekämpfende Therapie dargestellt wird, übernehmen (vermutlich unbedacht) das Schwarz-Weiß-Bild der Homöopathiegegner, indem auch sie behaupten, dass Homöopathie eben nicht mehr sei als eine Placebotherapie. Auf die Grautöne der Datenlage wird auch in diesen eigentlich wohlwollenden und um Ausgleich bemühten Kommentaren nicht näher eingegangen.

Die sogenannten Skeptiker haben damit die Diskurshoheit gewonnen. Es ist ihnen durch beschwörende Wiederholung von Schlagwörtern gelungen, die meisten Journalistinnen und Journalisten davon zu überzeugen, dass die Homöopathie nicht nur angezweifelt werden darf, sondern verneint und abgelehnt werden muss. Skepsis an der Homöopathie ist zwar durchaus berechtigt, denn es gibt tatsächlich eine Vielzahl an Implausibilitäten. Aus einer solchen Skepsis jedoch eine totale Verneinung zu konstruieren, hat nichts mehr mit Skeptizismus zu tun.

Inzwischen ist die Sichtweise auf die Homöopathie in den Leitmedien nicht mehr von der Sichtweise der Homöopathiekritiker zu unterscheiden. Diese Tatsache hinterlässt das ungute Gefühl, dass über die Zukunft der Homöopathie nicht mehr Patientinnen und Patienten auf der einen und Ärztinnen und Ärzte auf der anderen Seite entscheiden, sondern Journalistinnen und Journalisten, die sich von der Schwarz-Weiß-Malerei fundamentalistischer Kritikergruppierungen haben blenden lassen.

Ausblick

In einem festgefahrenen Streit kommt es darauf an, dass sich einer der Beteiligten zuerst bewegt. Wer könnte das im Streit um die Homöopathie sein? Es spricht nichts dafür, dass sich die Kritiker und Gegner in naher Zukunft zu einer differenzierteren Sichtweise und moderateren Sprache werden durchringen können. Angesichts des 200 Jahre alten Diskurses ist es ebenfalls unwahrscheinlich, dass sich die Homöopathiebefürworter und -anwender der Sichtweise von Kritikern und Gegnern anschließen. Die Argumente, die gegen die Homöopathie sprechen, sind für sie offensichtlich nicht so überzeugend, dass sie zwingend zu einer Verhaltensänderung führen.

Hinzu kommt, dass der Streit um die Homöopathie eine Art Stellvertreterkrieg zwischen verschiedenen Weltbildern ist, eine Tatsache, die eine irgendwie geartete Auflösung oder Beilegung fast unmöglich erscheinen lässt.

Homöopathiegegner suchen nun nach radikalen Lösungen, üben Druck auf Politiker und Funktionäre aus und fordern, dass die Homöopathie vom Gesetzgeber verboten werden soll. Aber was wäre damit gewonnen? Die Geschichte der Homöopathie zeigt, dass sich die Ausübung dieser Methode dann in die Hände von Laien verlagern würde. Homöopathie würde zu einer Art Untergrundmedizin mutieren, und ob das wirklich wünschenswert ist, muss bezweifelt werden.

Daher wäre es sehr zu begrüßen, wenn zukünftig häufiger Grautöne in Berichte, Reportagen und Kommentare einfließen würden. Eine solchermaßen differenzierte journalistische Berichterstattung trüge ihren Teil dazu bei, dass die seit jeher pluralistisch angelegte Medizin auch weiterhin in sinnvollem Umfang pluralistisch bleibt.
2020, dahler, wischner, lucae, erst zuhören, dann reden, homöopathie © privat

DIE AUTOREN

Jörn Dahler (oben rechts) ist Arzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie und Psychotherapie. Er ist Mitautor zahlreicher Artikel zur homöopathischen Behandlung von Heuschnupfen mittels Galphimia glauca.

 Dr. Christian Lucae (links) ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin mit den Schwerpunkten Homöopathie und Naturheilverfahren. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen sowie Herausgeber der Zeitschrift für Klassische Homöopathie.
lucae.net

Dr. Matthias Wischner ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Homöopathie in einer Gemeinschaftspraxis in Stade. Seit den 1980er Jahren beschäftigt er sich mit Naturheilkunde und ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen.
hausarzt-stade.de

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Julian

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Re: Rotary.de ist auf den Hund gekommen: Excrementum caninum, D0
« Reply #1 on: February 10, 2020, 11:31:24 PM »

Ganz am Schluß taucht dieser Hinweis auf: "Schon wieder: Betrüger will Rotarier abzocken!   " Für mich sieht das eher nicht nach Versuch aus, sondern nach erfolgreicher Exekution. Erfolgt spätestens am 1.2.2020.

Homöophantasten machen Geld mit Scheiße. Unter anderem. Lebensgefährliche Gifte, Viren und anderen Dreck haben sie auch im Programm. Wer sie sind? Hochstapler, die sich als Mediziner ausgeben, aber nicht einmal die einfachsten Grundlagen der Medizin begriffen haben.

Das Machwerk der Herren der Hundekacke erschien bei den Rotariern, einer vermeintlichen Elitegruppe. Einer Elite in was? In Strippenziehen und Korruption. Alles gut getarnt hinter wohlfeilen Worten, elitär (sic!) hochtrabendem Latinisier.


Werfen wir den Mikrotomer an:

https://rotary.de/gesundheit/erst-zuhoeren-dann-reden-a-15473.html

[*quote*]
Rotary Magazinfür Deutschland und Österreich

Titelthema
Erst zuhören, dann reden

Die Debatte um die Wirksamkeit der Homöopathie akzeptiert keine gegenläufige Meinung. Woher kommt die Vehemenz der Diskussion? Ein Plädoyer wider die Schwarz-Weiß-Malerei.
01.02.2020
[*/quote*]

Machtergreifung in Deutschland und Österreich. Woher kommt die Vehemenz der Kackeverbreitung? Man muß nicht lange raten: Esoterikerwahn und Geldgier.

Die Weißwäscher der eher braunen Hundekacke, auch das darf man getrost politisch betrachten (man belese sich im "Donner-Report"), ziehen Register des Sprachbetrugs. Im Politischen gibt es dafür den Begriff "Agitation und Propaganda".

"Die Debatte um die Wirksamkeit der Homöopathie akzeptiert keine gegenläufige Meinung." Mutet dieser Satz nicht seltsam an aus der Feder von ausgerechnet Denen, die eine Wirksamkeit behaupten, aber sie nicht beweisen können und nicht beweisen wollen?

Wer akzeptiert denn keine "gegenläufige Meinung"? DIE HOMÖOPATHEN! Sie sind es, die die gegenteilige "Meinung", nämlich die Wahrheit, daß sie keine wirksame Medizin haben, sondern Pfusch, Lüge und Betrug, fürchten wie der Teufel das Weihwasser. Sie sind es, die mit viel Geld, Abermillionen und Abermillionen, jedes Jahr die Medien mit ihren Lügen überfluten. Sie sind es, die keinen einzigen Beweis für ihre Behauptungen zur Wirksamkeit der Homöopathie vorlegen können. Woher denn auch!? Homöopathie ist Lüge und Betrug. Sie war nie etwas anderes. Seit 1796 bescheißen Homöopathen die Bürger. 224 Jahre. 224 Jahre kein Beweis für die Wirksamkeit. 224 Jahre Milliarden einstreichen für Lüge und Betrug. Die Mafia könnte vor Neid erblassen angesichts dieses "Geschäftsmodells".

Da ist es natürlich "Schwarz-Weiß-Malerei", wenn Jemand die Wahrheit sagt (daß Homöopathie Lüge und Betrug ist).  Das "Plädoyer wider die Schwarz-Weiß-Malerei" ist die Rede des Strafverteidigers (die dürfen lügen) in eigener Sache.


[*quote*]
Nach Hans-Georg Gadamer ist ein Gespräch bekanntlich dann ein Gespräch, wenn der andere recht haben könnte. Was den Homöopathiediskurs angeht, ist es schon lange kein Gespräch mehr. Es wird nicht sachlich diskutiert, sondern in Kriegsmetaphorik aufeinander eingedroschen.
[*/quote*]

"Es wird nicht sachlich diskutiert, sondern in Kriegsmetaphorik aufeinander eingedroschen." Das ist eine passende Selbstbeschreibung der Homöopathen. Sie sind es, die ihre Lügen und ihren Betrug verteidigen. Mit noch mehr Lügen und Betrug. Mit persönlichen Angriffen. Und mit Intrigen, Lüge und Betrug hinter den Kulissen.

Gadamer zu zitieren (wer ist dieser Bursche überhaupt?) ist ein Griff in die rhetorische Trickkiste: Belesenheit, Wissen und Erhabenheit über die Anderen vortäuschen. Aber in der Sache selbst natürlich kein Wort. Die Sache? Die Wirksamkeit der Homöopathie. Um die geht es. Aber die können und wollen die Homöopathen nicht beweisen. Weil Homöopathie Lüge und Betrug ist.  Also nicht als Wortgeschmetter, faule Zitate und andere Tricks. In der Sache können Homöopathen nichts. Verstünden sie etwas von Medizin, würden sie keine Homöopathie machen. Medizin und Homöopathie schließen einander aus.


[*quote*]
Warum nur wird dieser Streit über ein Randphänomen der Medizin mit solcher Vehemenz ausgetragen? Warum vergeht kaum ein Tag, an dem die Homöopathie nicht in den Leitmedien als eindeutig unwissenschaftlich, längst widerlegt und darüber hinaus als gefährlich dargestellt wird – und zwar nicht nur von Kritikern, sondern auch von Journalistinnen und Journalisten?
[*/quote*]

Ist Homöopathie ein Randphänomen der Medizin? Handtaschenraub ist ein Randphänomen der Kriminalität? Macht die Tatsache, daß dieses Verbrechen nicht die Mehrheit des Verbrechens ist, es zu einer unwesentlichen RANDerscheinung? Einer Randerscheinung, die man vernachlässigen kann? Die von den Kritikern bloß aufgebauscht wird? Weil die Kritiker gekauft und  sowieso bloß Fehlgeleitete und Korinthenkacker sind?

Warum soll man ein Verbrechen tolerieren, weil es "bloß" eine kleine Menge betrifft?

Warum soll man Parasiten, die "nur" einen kleinen Prozentsatz des Bruttosozialprodukts wegfressen, verhätscheln, weil sie den Rest (aber auch nur für den Moment!)  noch übrig lassen?

Schon die Wortwahl "Streit über ein Randphänomen der Medizin" zeigt, wieder einmal, wes Geistes Kind die Schreiber sind.

Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie haben sie natürlich nicht.


[*quote*]
Erklärungen bieten die Begriffe Ambiguitätsintoleranz und Vereindeutigung, Begriffe, die der Islamwissenschaftler Thomas Bauer in einem lesenswerten Essay („Die Vereindeutigung der Welt. Über den Verlust an Mehrdeutigkeit und Vielfalt“, Reclam) verwendet. Unter Ambiguitätstoleranz versteht man die Fähigkeit, Phänomene der Mehrdeutigkeit, der Unentscheidbarkeit und Vagheit zu ertragen, ohne darauf aggressiv zu reagieren oder diese einseitig zu bewerten.
[*/quote*]

Das Um-sich-Werfen mit wild zusammengewürfelten Zitaten, beweist es die Wirksamkeit der Homöopathie? Nein.

Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie haben sie nicht. Statt dessen kommt von ihnen sprachliche Hochstapelei. Das zieht sich durch den ganzen Artikel durch. Hätten sie Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie, hätten sie die längst vorgelegt. Aber da ist nichts. Nur Lügen und Betrug.


[*quote*]
Thomas Bauer sieht in der Ambiguitätsintoleranz ein Kennzeichen vieler aktueller gesellschaftlicher Prozesse: „Meine These lautet nun, dass unsere Zeit eine Zeit geringer Ambiguitätstoleranz ist. In vielen Lebensbereichen – nicht nur in der Religion – erscheinen deshalb Angebote als attraktiv, die Erlösung von der unhintergehbaren Ambiguität der Welt versprechen. Diese gelten ihren Anhängern und Jüngern als besonders zeitgemäß und fortschrittlich und haben vielfach die Diskurshoheit in ihrem jeweiligen Feld erobert. Demgegenüber werden Vielfalt, Komplexität und Pluralität häufig nicht mehr als Bereicherung empfunden. Diese Entwicklung führt zu dem, was im Titel dieses Essays als Vereindeutigung der Welt bezeichnet wird: ein Weniger an Bedeutungen, an Ambiguität und an Vielfalt in allen Lebensbereichen.“

Die Parallelen zum Homöopathiediskurs liegen auf der Hand.
[*/quote*]

Nichts als Geschwätz. Nichts als Ablenkungsmanöver. Nichts als Belesenheit, Wissen und Erhabenheit vortäuschen.

Ein widerliches Elaborat.


[*quote*]
Vereindeutigung

Die Sichtweise auf die Homöopathie und die zugehörige Datenlage sind maßgeblich geprägt von einem Bestreben zur Vereindeutigung: Auf der einen Seite die eindeutig wissenschaftliche evidenzbasierte Medizin, die immer eindeutig hilfreich ist, auf der anderen Seite die eindeutig unwissenschaftliche Homöopathie, eindeutig nicht besser als ein Placeboeffekt und bisweilen sogar schädlich.
[*/quote*]

"Die Sichtweise", die ist das Problem. Die Kritiker wollen doch tatsächlich (welch ein Frevel, welche Gotteslästerung!) den Nachweis der Wirksamkeit der Homöopathie sehen. Sehen sie aber nicht. Weil Homöopathie (ich sagte es bereits) nichts als Lüge und Betrug ist.

"Die Sichtweise", die ist das Problem. Also ist diese Sichtweise falsch. Weg damit! Weg damit! Wenn die Homöopathen die Wirksamkeit behaupten, dann hat das als Beweis zu genügen. Wer etwas anderes will, dessen Sichtweise ist falsch, ist Zeichen eines verbogenen Gehirns. Am besten, man sperrt ihn weg.

Die Wahl des Wortes "Sichtweise" zeigt die wahre Intention der Schreiber: diese "Sichtweise", das Verlangen nach einem Beweis, als obskur, als hirnverbrannt, als Unsinn zu diskreditieren. Sie, die Homöopathen, sie haben die richtige "Sichtweise".

Einen Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie haben sie nicht.


[*quote*]
Das öffentliche Bild, das die Kritiker malen, ist in Schwarz und Weiß gezeichnet, sämtliche Grautöne fehlen.
[*/quote*]

Dieser Satz ist so bizarr, man kann nur noch staunen. Liegt der Sinn (wir sehen es gleich) doch darin, die Wahrheit raus und Lüge hinein zu waschen. So ein bißchen Lüge hier und ein bißchen Lüge da, das ist doch normal. Wer könnte denn dagegen sein!?

Wer? Natürlich die Opfer. Und Jene, die keine Opfer werden wollen. Und Jene, die das Verbrechen Homöopathie verhindern wollen.

Die wollen die Wahrheit. Aber Homöopathen haben keine. Homöopathie ist Lüge und Betrug...


[*quote*]
Und dabei weiß eigentlich jeder, der sich in der Medizin auskennt, dass die Grautöne in allen Bereichen überwiegen. Denn auch die evidenzbasierte Medizin ist in vielen Bereichen keineswegs eindeutig bewiesen. Jede neue Leitlinie wird kritisch diskutiert, neue Medikamente und neue Verfahren sind in aller Regel umstritten, die Datenlage zu den meisten Problemfeldern ist noch uneinheitlich. Eindeutigkeit herrscht fast nirgends, Gewissheit fast ebenso selten. Gerade in der täglichen Praxis ist Medizin ein stetes Abwägen und Herantasten im Einzelfall.
[*/quote*]

Wissen vortäuschen: "dabei weiß eigentlich jeder", ... "dass die Grautöne in allen Bereichen überwiegen".

Wirklich? Weiß das wirklich Jeder?

Nein. Der Satz ist ein sprachlicher Betrug. Es wird eine Lüge in den Raum gestellt. Diese Lüge wird Wahrheit genannt. Und dann wird behauptet, daß Jeder (natürlich nur jeder WISSENDE, also Einer der Elite!) diese Wahrheit weiß. Damit, durch dieses "Wissen" der "Elite", wird aus einer Lüge durch Täuschen eine Wahrheit. Die natürlich keine Wahrheit ist, sondern eine Lüge ist und bleibt.


Nun folgt der zweite Teil der Täuschungskonstruktion:

[*quote*]
Das alles ist kein Grund, die evidenzbasierte Medizin abzulehnen; Medizin und Wissenschaft sind im Fluss, und niemand möchte auf die vielen segensreichen Entwicklungen verzichten. Aber es ist ein Gebot der wissenschaftlichen Redlichkeit, diese Tatsachen im öffentlichen Diskurs zu berücksichtigen.
[*/quote*]

"Medizin und Wissenschaft sind im Fluss". Das ist, ausnahmsweise, eine wahre Aussage. Die wird benutzt, um sich zu verankern. Immer nur lügen geht nicht. Man braucht als Berufslügner Anknüpfungspunkte, an die man seine Lügen anhängen kann.

"Medizin und Wissenschaft sind im Fluss". Das ist wahr. Wir lernen jeden Tag dazu. Wir haben jeden Tag mehr Wissen. Das bedeutet aber nicht, daß ein als Betrug erkanntes Verfahren plötzlich kein Betrug mehr ist.

Was ist das Ziel von "Medizin und Wissenschaft sind im Fluss"? Zu implizieren, daß Homöopathie wirksam ist.

Das ist streng verbunden mit der Forderung der Homöopathen nach "mehr Forschung!", dem altbekannten Betrugsmuster der Esoteriker und Berufsbetrüger.

Abgerundet wird mit diesem Satz: "Aber es ist ein Gebot der wissenschaftlichen Redlichkeit, diese Tatsachen im öffentlichen Diskurs zu berücksichtigen."

Redlichkeit? Wären die Homöopathen redlich, würden sie ihr Versagen eingestehen. Aber das tun sie nicht, sondern unterstellen den Kritikern Unredlichkeit. "Haltet den Dieb", der Leitspruch der Hühnerdiebe, Taschendiebe, Bänkster und Homöopathen.


An diese Stelle möchte ich anmerken, daß es um die Wirksamkeit der Homöopathie geht.

Haben die Schreiber den Beweis vorgelegt? Nein.

Homöopathie ist Lüge und Betrug. Aber das wissen wir bereits.


[*quote*]
Die Datenlage zur Homöopathie ist ebenfalls nicht so eindeutig, wie es immer wieder suggeriert wird. Man kann die Datenlage genauso gut auch folgendermaßen zusammenfassen: Wenn es einen arzneimittelspezifischen Effekt gibt, ist er klein – aber es ist auch nicht bewiesen, dass es keinen arzneimittelspezifischen Effekt gibt. Außerdem zeigt die Homöopathie in Outcome-Studien immer wieder gute Ergebnisse, woraus geschlussfolgert werden darf, dass – wenn es denn nur der Placeboeffekt sein sollte – dieser in der Homöopathie offensichtlich gut genutzt wird. Diese Lesart der Datenlage ist möglich, und man steht nicht automatisch außerhalb des wissenschaftlichen Diskurses, wenn man die Vielzahl der Untersuchungen auf diese Art und Weise wissenschaftlich interpretiert.
[*/quote*]

Das sind Verdrehung und krasser Blödsinn. Alles weit entfernt von einem Beweis. Studien, die die Wirksamkeit der Homöopathie beweisen, tun das nicht. Nicht eine einzige!

Angenommen, ein Mittel hätte tatsächlich eine Wirkung. Was würde das beweisen? Ein Mittel, zusammengepfuscht nach der esoterischen Scharlatanmethode des Samuel Hahnemann, ist eine Substanz, die aus einer Ursubstanz durch xfaches Verdünnen und Herumschütteln hergestellt ist.

Eine Wirkung dieses einen Mittels ist eine Wirkung einer durch das xfache Verdünnen der Ursubstanz hergestellten Verdünnung.

Aber das ist keine Homöopathie!

Zur Homöopathie gehört, daß die nächste Verdünnungsstufe stärker wirken muß.

Und daß die darauf folgende Verdünungsstufe noch stärker wirken muß.

Und daß die darauf folgende Verdünungsstufe noch stärker wirken muß.

Und daß die darauf folgende Verdünungsstufe noch stärker wirken muß.

Und daß die darauf folgende Verdünungsstufe noch stärker wirken muß.

Und so weiter.

Das hat noch nie Jemand bewiesen. Noch nie! Es widerspricht jeglicher Erkenntnis von Physik, Chemie und Physiologie, daß es so ein Mittel gäbe.

Aber selbst wenn es so ein Mittel tatsächlich gäbe, wäre das nur ein Beweis für dieses EINE Mittel. Es wäre kein Beweis für die Homöopathie insgesamt. 

Dieser Schritt von EINEM zu ALLEN Mittel ist die ultimative Hürde, und das finale Aus für die Homöopathie. Dieser Beweis kann nie erbracht werden.

Homöopathie ist ein Ammenmärchen, eine Lüge, ein Täuschungsmanöver eines Scharlatans aus dem 18. Jahrhundert.

Mehr nicht.


[*quote*]
Bemerkenswert ist auch der Umgang mit Nachteilen und Gefahren von konventioneller Medizin und Homöopathie: Innerhalb der konventionellen Medizin werden die zum Teil erheblichen Gefahren derselben selbstverständlich thematisiert – wenn Kritiker jedoch gegen die Homöopathie argumentieren, werden diese Missstände regelmäßig ausgeblendet; gleichzeitig jedoch werden mögliche Gefahren der Homöopathie hervorgehoben, ohne dass es dazu überhaupt belastbare Studien gibt.
[*/quote*]

"Nachteile und Gefahren von konventioneller Medizin"? JA UND!? Selbst wenn 50 Prozent der Kranken bei konventioneller Medizin stürben, macht das die Homöopathie wirksam? Nein. Selbstverständlich nicht.

Das Ablenken auf echte und auf erlogene Fehler der anderen Verfahren der Medizin zeigt wieder einmal die Methode: Tarnen und Täuschen.

Ein Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie? Da ist keiner.


[*quote*]
Ambiguitätsintoleranz

Eine Erklärung für die Schwarz-Weiß-Malerei der Kritiker liegt möglicherweise in einem ausgeprägten Mangel an Ambiguitätstoleranz. Offensichtlich weigert man sich, Grautöne wahrzunehmen und zu akzeptieren, und zwar sowohl bezüglich der evidenzbasierten Medizin als auch der Homöopathie.
[*/quote*]

Gelehrtheit, Wissen, Überlegenheit vortäuschen durch irgendwelche irgendwo zusammengeklauben Fremdwörter.

Hochstapelei!

Ein Beweis für die Wirksamkeit der Homöopathie?

Da ist keiner.


[*quote*]
Dazu passt, dass Homöopathiekritiker auch in anderen Bereichen wenig Ambiguitätstoleranz zeigen. Der Streit um die Homöopathie ist nämlich im Grunde genommen ein Streit um Weltbilder.
[*/quote*]

Nach "Sichtweise" nun ein anderer Begriff: "Streit um Weltbilder". In der Sache nichts Neues, bloß ein neuerliches Täuschungsmanöver.


[*quote*]
Die sogenannten Skeptiker, organisiert in den Brights oder der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften), kämpfen beispielsweise nicht nur gegen Homöopathie und andere komplementärmedizinische oder alternative Verfahren, sondern auch gegen Religion, Mystizismus, Transzendenz etc. Viele ihrer Anhänger bekennen sich zum Neuen Atheismus, sie betrachten Glauben und Religion als irrational, antiwissenschaftlich und gefährlich. Es scheint, als seien diese Gruppierungen auf der Suche nach einer Art Erlösung von der unvermeidbaren Ambiguität dieser Welt. Alles wird vereindeutigt, es gibt nur noch ganz richtig oder ganz falsch; Vielfalt, Komplexität und Pluralität (Faktoren, die für viele komplementärmedizinische Bereiche konstituierend sind) werden vermieden.
[*/quote*]

"Die sogenannten Skeptiker", das sind die Bösen. Warum? Weil die gegen die Lügen der Esoteriker und Berufsbetrüger aktiv sind. Die sind schlecht fürs Geschäft. Ja, das ist wahrlich böse. Man muß sie bekämpfen, man muß sie bekritteln, man muß Schmutz über sie verbreiten.

Homöopathen sind so leicht zu verstehen, so leicht zu durchschauen.


[*quote*]
Thomas Bauer weist in seinem Essay auch auf die Verbindungen zwischen Ambiguitätsintoleranz und Fundamentalismus hin, indem er die Begriffe Wahrheitsobsession, Geschichtsverneinung und Reinheitsstreben analysiert – Merkmale, die man häufig in der Argumentation der Homöopathiegegner findet.
[*/quote*]

Die Herren der Hundekacke rühren gerne durch. Wer auch immer dieser Thomas Bauer sein mag, er spielt für die Wirksamkeit der Homöopathie keine Rolle. Alles ist wieder bloß ein Täuschungsmanöver: Gelehrsamkeit, Wissen und Überlegenheit vortäuschen. Alles nur Lug und Trug.


[*quote*]
Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass es auch innerhalb der Homöopathie fundamentalistische Strömungen gibt, die dazu beitragen, dass sich der Diskurs im Kreise dreht.
[*/quote*]

Ja und!?


[*quote*]
Homöopathie in den Leitmedien

Vielleicht ist es nicht verwunderlich, dass Kritiker in solchen Schwarz-Weiß-Bildern verhaftet sind. Ambiguitätsintoleranz scheint Kräfte für den täglichen Kampf gegen Mehrdeutigkeiten und Vagheit freizusetzen.
[*quote*]

Noch mehr elaboriertes Geschwätz.


[*quote*]
Verwunderlich jedoch ist die Tatsache, dass das Schwarz-Weiß-Narrativ der Kritiker inzwischen auch von den Leitmedien fast vollständig übernommen wurde, obwohl es doch eine der Kernaufgaben des Journalismus ist, die unvermeidlichen Graustufen eines jeden Diskurses darzustellen. Selbst die seltenen journalistischen Kommentare, in denen die Homöopathie als harmlose, aber ansonsten nicht weiter zu bekämpfende Therapie dargestellt wird, übernehmen (vermutlich unbedacht) das Schwarz-Weiß-Bild der Homöopathiegegner, indem auch sie behaupten, dass Homöopathie eben nicht mehr sei als eine Placebotherapie. Auf die Grautöne der Datenlage wird auch in diesen eigentlich wohlwollenden und um Ausgleich bemühten Kommentaren nicht näher eingegangen.
[*/quote*]

Frei übersetzt: "Die Journalisten schlagen sich auf die Seite der Bösen. Das dürfen die doch nicht! Wo kämen wir denn da hin!?"

Wohin? Zur Wahrheit. Zur Befreiung der Menschheit von einer parasitäten Medizinsekte. Ich halte das für ein sehr erstrebenswertes Ziel. Sie etwa nicht?


[*quote*]
Die sogenannten Skeptiker haben damit die Diskurshoheit gewonnen. Es ist ihnen durch beschwörende Wiederholung von Schlagwörtern gelungen, die meisten Journalistinnen und Journalisten davon zu überzeugen, dass die Homöopathie nicht nur angezweifelt werden darf, sondern verneint und abgelehnt werden muss. Skepsis an der Homöopathie ist zwar durchaus berechtigt, denn es gibt tatsächlich eine Vielzahl an Implausibilitäten. Aus einer solchen Skepsis jedoch eine totale Verneinung zu konstruieren, hat nichts mehr mit Skeptizismus zu tun.
[*/quote*]

"Die sogenannten Skeptiker haben damit die Diskurshoheit gewonnen." Das ist ja furchtbar! Die hohe Kunst des Betrügens von Kranken, die Erfahrung darin aus nunmehr 224 Jahren, sie sind dem Untergang geweiht. Das Ende ist nah!

Das Ende ist nah? Das wollen wir doch hoffen!


[*quote*]
Inzwischen ist die Sichtweise auf die Homöopathie in den Leitmedien nicht mehr von der Sichtweise der Homöopathiekritiker zu unterscheiden. Diese Tatsache hinterlässt das ungute Gefühl, dass über die Zukunft der Homöopathie nicht mehr Patientinnen und Patienten auf der einen und Ärztinnen und Ärzte auf der anderen Seite entscheiden, sondern Journalistinnen und Journalisten, die sich von der Schwarz-Weiß-Malerei fundamentalistischer Kritikergruppierungen haben blenden lassen.
[*/quote*]


Das ist so schön, das muß ich wiederholen:

[*quote*]
Inzwischen ist die Sichtweise auf die Homöopathie in den Leitmedien nicht mehr von der Sichtweise der Homöopathiekritiker zu unterscheiden. Diese Tatsache hinterlässt das ungute Gefühl, dass über die Zukunft der Homöopathie nicht mehr Patientinnen und Patienten auf der einen und Ärztinnen und Ärzte auf der anderen Seite entscheiden, sondern Journalistinnen und Journalisten, die sich von der Schwarz-Weiß-Malerei fundamentalistischer Kritikergruppierungen haben blenden lassen.
[*/quote*]

Frei übersetzt: "Das Schiff geht unter. Wir sind im (Heiko Maas).
  • "
  • Heiko Maas ist jener SPD-Politiker, der die deutsche Sprache ärschlings ermordet hat.



Das sind zwei Elemente. Das erste ist das Eingeständnis, daß den Homöopathen ihre bisherige Oberhoheit über die Journalistenschreibe entglitten ist:

[*quote*]
Inzwischen ist die Sichtweise auf die Homöopathie in den Leitmedien nicht mehr von der Sichtweise der Homöopathiekritiker zu unterscheiden.
[*/quote*]

Wie sehr die gekauft ist und wieviel hundert Millionen sie bisher gekostet hat, wird natürlich verschwiegen. Die Zahl der Opfer wird erst recht verschwiegen... 


Im zweiten Element zeigt sich ein elementares Geständnis:

[*quote*]
Diese Tatsache hinterlässt das ungute Gefühl, dass über die Zukunft der Homöopathie nicht mehr Patientinnen und Patienten auf der einen und Ärztinnen und Ärzte auf der anderen Seite entscheiden, sondern Journalistinnen und Journalisten, die sich von der Schwarz-Weiß-Malerei fundamentalistischer Kritikergruppierungen haben blenden lassen.
[*/quote*]

EINDRINGLINGE in die Machtsphäre der Homöopathen!

"Patientinnen und Patienten auf der einen und Ärztinnen und Ärzte auf der anderen Seite entscheiden", so hätten sie es gerne, die Herren der Hundekacke. Alles unter sich ausmachen, Alles hinter verschlossenen Gardinen, Niemand darf zugucken, Niemand darf wissen, und erst recht darf Niemand etwas sagen. UND ERST RECHT HAT NIEMAND ETWAS ZU SAGEN!

Kritiker haben die Schnauze zu halten.

Aber die halten sich nicht daran!

Das Ende ist nah.


Ja, die schöne heile Welt des Homöopathiebetrugs ist am Zerbröseln. Die Parasiten beweinen den Verfall.

Müssen sie das? Nein! Sie brauchen nichts weiter zu tun, als nach 224 Jahren endlich zu beweisen, daß Homöopathie wirkt.

Können sie das?

Nein. Homöopathie ist Lüge und Betrug.

Verdammt! Das Ende IST nah!


Nun noch ein dahingeheucheltes Schlußwort mit einer amüsanten Pointe:

[*quote*]
Ausblick

In einem festgefahrenen Streit kommt es darauf an, dass sich einer der Beteiligten zuerst bewegt. Wer könnte das im Streit um die Homöopathie sein? Es spricht nichts dafür, dass sich die Kritiker und Gegner in naher Zukunft zu einer differenzierteren Sichtweise und moderateren Sprache werden durchringen können. Angesichts des 200 Jahre alten Diskurses ist es ebenfalls unwahrscheinlich, dass sich die Homöopathiebefürworter und -anwender der Sichtweise von Kritikern und Gegnern anschließen. Die Argumente, die gegen die Homöopathie sprechen, sind für sie offensichtlich nicht so überzeugend, dass sie zwingend zu einer Verhaltensänderung führen.

Hinzu kommt, dass der Streit um die Homöopathie eine Art Stellvertreterkrieg zwischen verschiedenen Weltbildern ist, eine Tatsache, die eine irgendwie geartete Auflösung oder Beilegung fast unmöglich erscheinen lässt.

Homöopathiegegner suchen nun nach radikalen Lösungen, üben Druck auf Politiker und Funktionäre aus und fordern, dass die Homöopathie vom Gesetzgeber verboten werden soll. Aber was wäre damit gewonnen? Die Geschichte der Homöopathie zeigt, dass sich die Ausübung dieser Methode dann in die Hände von Laien verlagern würde. Homöopathie würde zu einer Art Untergrundmedizin mutieren, und ob das wirklich wünschenswert ist, muss bezweifelt werden.
[*quote*]


Lassen wir das sprachliche Blech beiseite und kommen gleich zur Pointe: "Die Geschichte der Homöopathie zeigt, dass sich die Ausübung dieser Methode dann in die Hände von Laien verlagern würde."

Homöopathie in den Händen von Laien? Homöopathie könnte in die Hände von Laien geraten? Aber das ist sie doch schon! Heilpraktiker sind medizinische Laien und Universitätsabgegangene mit Abschluß, die Homöopathie machen, sind auch bloß Laien. Von Medizin haben die allesamt keinen blassen Schimmer. Sonst würden sie doch keine Homöopathie machen! Homöopathie und Medizin schließen einander aus. 

Homöopathie in den Händen von Laien. Das wäre das Ende der Anbetung der Gurus. Weil dann Jede Hausfrau, jede Schantall aus dem Pott und jede Vroni aus dem allgäuischen Kuhstall Heiler wären, Homöopathie machen würden. Im Supermarkt gäbe es das Zuckerzeug in Massen. Den Gurus wäre der Garaus gemacht, keine Knete mehr mehr für sie, keine Anbetung. Der ganze Ruf wäre im (Heiko Maas).

Das wäre das Ende!

Nach 224 Jahren Lügen und Betrug ist es wirklich überfällig.


Die Herren der Hundekacke winseln noch eine letzte Hinterlassenschaft:

[*quote*]
Daher wäre es sehr zu begrüßen, wenn zukünftig häufiger Grautöne in Berichte, Reportagen und Kommentare einfließen würden. Eine solchermaßen differenzierte journalistische Berichterstattung trüge ihren Teil dazu bei, dass die seit jeher pluralistisch angelegte Medizin auch weiterhin in sinnvollem Umfang pluralistisch bleibt.
[*quote*]

Ein Pluralismus, der Parasiten Tür und Tor öffnet, sie protegiert und mit Gewalt (das ist ernst zu nehmen!) als zu ehrende Mitglieder der Gesellschaft darstellt und durchsetzt, ist kein Pluralismus, sondern ein Werkzeug eben dieser Parasiten.


Und die "Autoren"?

[*/quote*]
2020, dahler, wischner, lucae, erst zuhören, dann reden, homöopathie © privat

DIE AUTOREN
[*/quote*]

Die Herren der Hundekacke sollten ihr Maul halten.

Und die Rotarier sollten sich sehr genau überlegen, wem sie ihre Rundblatt als Fäkalienablage zur Verfügung stellen. Der Gestank bleibt nämlich haften...
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Julian

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Re: Rotary.de ist auf den Hund gekommen: Excrementum caninum, D0
« Reply #2 on: February 11, 2020, 07:58:45 PM »

Es ist alles noch viel schlimmer. Es gibt noch einen "Artikel".

Eine Dummheit, die ...




https://rotary.de/heft/2020/02/glaubenskampfbrum-globuli

https://rotary.de/gesundheit/eine-vehemenz-die-sprachlos-macht-a-15498.html

[*quote*]
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Editorial
Eine Vehemenz, die sprachlos macht
Editorial - Eine Vehemenz, die sprachlos macht © Jessine Hein / Illustratoren

Schwarz-Weiß-Malerei beim Thema Homöopathie

Frauke Eichenauer
01.02.2020

Zahlen, die kaum zu bekommen, nicht vergleichbar, schwammig oder veraltet sind, Autoren, denen ein möglicher Beitrag „leider gerade zu heikel“ ist, Begriffe, die immer wieder anders definiert werden – willkommen beim Thema Homöopathie. Seit mehr als 200 Jahren wird über die Wirksamkeit kleiner weißer Kügelchen aus Zucker gestritten. Und das erbittert: Wenn nach deren Einnahme Beschwerden gelindert, sogar kuriert sind, dann „kann das doch gar nicht sein“ und wenn nicht, war man „einfach nicht offen genug“. Die Diskussion um Globuli wird mit einer Vehemenz geführt, die sprachlos macht und religiösen Disputen gleicht. Warum verdrehen einige Menschen die Augen, wenn jemand sagt: „Also, mir haben die total geholfen. Und der Frau meines Schwagers auch, die hatte Rücken!“. Es kann doch jedem nur recht sein, wenn Mitmenschen ihre Wehwehchen oder Schlimmeres losgeworden sind, ob mit Globuli, Diclofenac oder dank Bäume umarmen. Anders als bei der Impfverweigerung könnte es einer Gesellschaft egal sein, ob jemand auf Homöopathie schwört oder nicht, es ist eine rein persönliche Angelegenheit, Anwendung oder Ablehnung schadet anderen nicht. Was also ist das Problem? Eine Erklärung für die Schwarz-Weiß-Malerei liegt möglicherweise darin, dass es vielen Menschen in zunehmendem Maße – und nicht nur beim Thema Homöopathie – schwerfällt, andere, vage und vieldeutige Meinungen auszuhalten. Sie sind „ambiguitätsintolerant“, ein Begriff, der von Kinderpsychologen geprägt wurde. Auch die Grünen können davon ein Liedchen singen, ihr parteiinterner Konflikt um die Erstattung von Globuli durch die Krankenkassen geht an die historische Substanz. Die hitzigsten Gefechte könnten allerdings noch vor uns liegen: Vor ein paar Wochen schrieb das Bundesministerium für Gesundheit ein Rechtsgutachten zum Heilpraktikerrecht aus, das noch aus dem Jahre 1939 stammt.

Toleranz müssen auch die Befürworter von Elektromobilität beim Lesen des Interviews mit Fritz Indra an den Tag legen: Der österreichische Motoren- und Fahrzeugentwickler legt dar, warum Elektroautos nicht so sauber sind, wie häufig suggeriert wird, sondern in der Gesamtbetrachtung der Umwelt noch mehr schaden als Pkw mit Verbrennungsmotoren.

Am 23. Februar feiert Rotary International seine Gründung vor 115 Jahren. Wir haben diesen Geburtstag zum Anlass genommen, zu fragen, wie aktuell die Ideen von damals sind, was das weltweite Netzwerk auszeichnet und wie es besser werden kann. Und Herman Siebens beschreibt, wie sich die urrotarische Vier-Fragen-Probe ganz praktisch anwenden lässt, um Situationen unter ethischen Aspekten zu analysieren und Handlungen abzuleiten.

In eigener Sache gibt es zu berichten, dass der Rotary Verlag zum 1. Februar auf die Rückseite des Hauses umgezogen ist. Unsere neue Adresse finden Sie auf Seite 95, die Telefonnummern ändern sich nicht.

Es grüßt Sie herzlichst Ihre

Frauke Eichenauer
Redaktion Rotary Magazin
Frauke Eichenauer   
Frauke Eichenauer ist Redakteurin und CvD beim Rotary Magazin.

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Daß die sich nicht schämen, so einen Sch... zu schreiben: "Anders als bei der Impfverweigerung könnte es einer Gesellschaft egal sein, ob jemand auf Homöopathie schwört oder nicht, es ist eine rein persönliche Angelegenheit, Anwendung oder Ablehnung schadet anderen nicht." 

Nein, es ist KEINE persönliche Angelegenheit! Mit der strunzstupiden, saudämlichen Brachialwaffe "es ist eine rein persönliche Angelegenheit" wird jedes einzelne Opfer als unwesentlich abgeschmettert und beiseite geschoben, ab in den Müll.

Wenn die Gesellschaft mit der Gewalt ihrer Massen auf jeden Einzelnen herunterdröhnt "HOMÖOPATHIE HILFT!", dann ist das ein erhebliches gesellschaftliches Problem. Wenn dann auch noch jedem Einzelnen gesagt wird, er sei ja nur ein Einzelfall, dann ist das Mord.

Wer sich gegen die Homöopathie und ihre gekauften und ihre unbezahlten Hurraschreier zur Wehr setzt, der tut das in Notwehr. Es kann und darf nicht sein, daß, wann immer man irgendwo über ein gesundheitliches Problem klagt, sofort und mit Gewalt Homöopathie vorgesetzt bekommt. Beispiele der Irren im Kindergarten haben wir schon im Archiv, ebenso über die kriminelle Ausbreitung in den Apotheken.

Homöopathie ist ein Verbrechen und muß als solches radikal beseitigt werden. Anders geht es nicht mehr. Und daß es anders nicht geht, beweisen die beiden Artikel bei den Rotariern. Die Dreistigkeit der Schreiber spottet jeder Beschreibung. Es reicht!

Homöopathie ist Lüge und Betrug. Wenn sich die Rotarier zu dessen Wortführern machen, dann müssen sie die Konsequenzen spüren.

Wer sich auf die Seite von Verbrechern schlägt, ist deren Komplize.



[Ortho checked, Ayu]
« Last Edit: February 13, 2020, 01:49:06 AM by Ayumi »
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