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Author Topic: Hebammenschulung auf dem 'Niveau' von Johanna Haarer!?  (Read 95 times)

Mongopongo

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Hebammenschulung auf dem 'Niveau' von Johanna Haarer!?
« on: February 15, 2020, 12:44:16 AM »

Die Kinderklinik Gelsenkirchen hat einen "Psychologen", der Hebammen in die kasernierte Zucht und Ordnung unterweist, die sogar noch strenger ist als Johanna Haarer, die berüchtigte "Volkserzieherin" in Deutschlands dunkelsten Tagen? Bei Johanna Haarer gab es noch 5 mal am Tag Essen. Bei Dietmar Langer nur VIER mal?

Bei Dietmar Langer wundere ich mich über gar nichts mehr. Aber was, welcher Ungeist, ist in die Hebammen gefahren, daß die so eine unmenschliche Scheiße als SCHULUNG anpreisen?


Hebammenschulung auf dem "Niveau" von Johanna Haarer!?

https://www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/elternschule-jetzt-auch-fuer-hebammen/

[*quote*]
Mein WerkBlog

Elternschule – jetzt auch für Hebammen?

Beikost Elternschule Haarer Hebammen Mythen Regulationsstörungen Säuglinge
Kommentar14. Februar 2020

Elternschule – jetzt auch für Hebammen?

Die Deutsche Hebammenzeitung (die ich sehr schätze, das vorneweg) befasst sich diesen Monat schwerpunktmäßig mit dem Thema Beikost. Da darf ein Artikel zum Thema „Fütterstörungen bei Säuglingen“ natürlich nicht fehlen: Was sind Fütterstörungen und wie werden sie behandelt?

Gut, diesen Beitrag von einer Fachperson erstellen zu lassen, die dieses für Hebammen wichtige Thema umfassend und nach heutigem Wissensstand darstellen kann.

Die Wahl fiel auf Dietmar Langer, den Helden des Films „Elternschule“.

Damit klärt jetzt also ein Therapeut die deutschen Hebammen über den richtigen Umgang mit kranken Säuglingen auf, dessen therapeutischen Ansätze in den letzten Jahren einen guten Teil des Fachpublikums regelrecht beelendet haben. Ein Therapeut, der das Gelsenkirchener „Trennungstraining“ vertritt, nach dem kranke Säuglinge und Kleinkinder von ihren Müttern bewusst getrennt werden sollen, damit sie durch die Überflutung mit Stress „bis an die Belastungsgrenze“ das entwickeln, was er selbst als „Autonomie“ versteht. Ein Therapeut, der die Meinung vertritt chronisch kranke Kinder könnten nicht gesund werden, wenn sie Zuwendung bekämen.1 Ein Therapeut, der in seiner Klinik „Schlafstörungen“ behandelt, indem er die betroffenen Säuglinge und Kleinkinder in stockdunkle Einzelzimmer verbringen lässt, wo sie dann Nacht für Nacht im Gitterbett das „Schlafen lernen“. Ein Therapeut, der Säuglinge und Kleinkinder gegen Stress „impfen“ will, indem er ihnen ärztliche Untersuchungen verordnet: täglich, „auch wenn sie medizinisch nicht notwendig“ seien.2

Und dieser Therapeut wird jetzt von der Deutschen Hebammenzeitschrift (DHZ) beauftragt, die deutsche Hebammenschaft aufklären, wie die „richtige“ Behandlung von an Fütterstörungen erkrankten Säuglingen laufen soll.

Kann man machen, muss man nicht.

Kann man machen, finde ich, wenn der Artikel dann auch wirklich das Erwartbare leistet: Hebammen sachlich richtige und aktuelle Informationen zum Thema zu bieten.

Der „adäquat regulierte“ Säugling

Schauen wir uns den Artikel also genau an.3

Für mich bringt der Fachtext das Erwartbare – wer „Elternschule“ kennt, dem dürfte der Ansatz sofort bekannt vorkommen. Klar wird auch auf die „Interaktionsstörung“ eingegangen, auf die mütterliche Belastung, dass man der Mama zum Beispiel keine Schuldgefühle machen darf, dass Gelassenheit wichtig ist, dass bei psychischen Krankheiten der Mutter eine Psychotherapie zu empfehlen ist. Und es wird auf die Arbeiten der Säuglingsforscherin Mechthild Papousek verwiesen (die glaube ich die roten Flecken bekommen würde, wenn sie wüsste, für welche Methoden ihre Forschungsarbeiten herhalten müssen).

Aber ganz zentral, das zeigt die auch grafisch prominent aufbereitete Fallgeschichte, steht die Behandlung des Säuglings durch eine klare zeitliche Strukturierung des Alltags (auch „Strukturtherapie“ genannt). Also: regelmäßige Fütter- und Schlafenszeiten nach der Uhr, Kind dazwischen dann auch bewusst ablegen und schreien lassen („Schreiattacken des Kindes gelassen begegnen, das Kind zeitweise ablegen“).

Und dann, das zeigt die Grafik sehr schön, kommt das Problem rasch wieder in Ordnung – der Säugling isst nach Plan und schläft als Bonus sogar durch:

    Aus einer anfänglich unstrukturierten Abfolge an Fütter- und Schlafenszeiten mit Unruhezuständen und Schreiattacken des Kindes kristallisiert sich innerhalb weniger Wochen ein Rhythmus in den Alltagsroutinen mit ritualhaften Fütterzeiten und nächtlichem Durchschlafen des Kindes heraus.

Anhand von 24-Stunden-Protokollen dargestellt sieht das dann so aus:4

https://www.kinder-verstehen.de/wp-content/uploads/24-h-protokoll_Langer_DHZ_02_2020_Fuetterstoerungen_v2.png

Übersinnliches geschieht!

Schauen wir uns das, was in dem Artikel als „Aufbau einer adäquaten Selbstregulation“ beschrieben wird, einmal genauer an.

Die abgebildeten 24-Stunden-Protokolle dokumentieren in Wirklichkeit nämlich ein Wunder. Der Säugling, jetzt 8 oder 9 Monate alt und angeblich „adäquat“ selbstreguliert, hat durch die Therapie nämlich folgendes geschafft:

    er ernährt sich von 4 Mahlzeiten. VIER Stück. Am Tag.
    Und die bekommt er genau um 6 Uhr, um 10 Uhr, um 14 Uhr und um 18 Uhr.
    Dann bekommt er 12 Stunden keine Nahrung. ZWÖLF Stunden lang.
    In dieser Zeit schläft unser Säugling 10 Stunden
    Und zwar am Stück.

Damit ist ein neuer Typ von Baby entstanden: Ein Baby, das seine körperlichen Bedürfnisse nach der Uhr reguliert. Nähert sich der Zeiger der 6 Uhr Marke, bekommt es Hunger. Und um 10 Uhr auch.

Hoffentlich läuft Mamas Uhr korrekt!

Der neue Typ von Baby ist aber vor allem eines: Ein Halbtagesbaby. Offensichtlich drosselt es seinen Stoffwechsel ab 18 Uhr. Und kommt dann einen halben Tag ohne Kalorienzufuhr aus.

Gibt es vielleicht schon ein Patent auf dieses sparsame Baby?

Aber Spaß beiseite, denn das ist nicht witzig.  Denn solche Darstellungen, wenn wir sie glauben, haben reale Konsequenzen.

Woher kommen solche Vorstellungen?

Das sparsame Baby gab es schon einmal. Es hat unsere Geschichte geprägt.

Man erinnere sich an die nächtliche Nahrungspause, die dem Baby ab dem preußischen Reich verordnet wurden. Der damals tonangebende Kinderarzt Adalbert Czerny begründete sie so:

    Bei der Durchführung der Nahrungspausen handelt es sich nicht bloß um eine für die Ernährung wichtige Maßregel, sondern tatsächlich um die erste Erziehung zur Beherrschung der Triebe.5

Im Dritten Reich, wo dann wirklich alles seine Ordnung haben musste, wurde dann vom »Amt für Volkswohlfahrt« die genauen Zeiten für die Fütterung des deutschen Babys festgelegt.

Nämlich um 6, 10, 14, 18 und 22 Uhr (und zwar: »stets pünktlich«).

Johanna Haarer, die im Dritten Reich prägende Fachperson, hat den Plan in ihrem Werk für „die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ dann so aufbereitet:6

https://www.kinder-verstehen.de/wp-content/uploads/Beikostfahrplan_aus_Haarer_1941_neu.jpg

 Auch hier also: Nahrungszufuhr nach der Uhr, im 4-Stunden-Takt. Beginnend um 6 Uhr.

Wurde das Kind der deutschen Mutter damals vielleicht verzärtelt?

Wie seltsam: Auch der „adäquat regulierte“ Säugling des Jahres 2020 reguliert seine körperlichen Bedürfnisse nach der Uhr. Und zwar nach einer offenbar vor vielen Jahrzehnten aufgezogenen Uhr – welche  Mutter oder Vater stehen denn heute um 5:30 auf um den ersten Brei für ihr Baby zu richten?

Und trotzdem verbleibt da ein Rätsel. Der gut regulierte Säugling des Jahres 2020 kommt offenbar OHNE die auf 22 Uhr angesetzte Fütterzeit aus.7 Er hält länger durch. ZWÖLF Stunden.

Ach Leute. Wenn es nicht so traurig wäre würde ich lachen. Aber Fakt ist: Tausende von Hebammen bekommen nun solche Schulungen. Schulungen, die in entscheidenden Teilen nicht faktenbasiertes, aktuelles Wissen über das normale Verhalten von Säuglingen wiedergeben (eine aktuelle Übersicht zur Nahrungsaufnahme des Säuglings zum Beispiel hier), sondern die aus Mythen aus grauer Vorzeit schöpfen. Das schockiert mich vor allem vor dem Hintergrund, dass Herr Dietmar Langer in manchen Kreisen als DER Babyexperte gilt – unter anderem schult er z.B. für die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ den Nachwuchs.   Also das Fachpersonal, das später einmal die Eltern dort draußen beraten wird. Und sich dabei auf ihre Ausbildung und dabei erworbene Expertise berufen wird. Puuh.

Wie damit umgehen?

Ich nehme an, dass die Deutsche Hebammenzeitschrift (DHZ) hier einfach geschlafen hat. Das nehme ich deshalb an, weil ich die DHZ als qualitativ hochwertige, umfassend informierende Zeitschrift kenne und schätze. Ich finde: so etwas kann passieren. Ich nehme deshalb an, dass die DHZ den Artikel einfach zurückrufen wird. Das machen auch andere Zeitschriften, einfach um zu vermeiden, dass solche Artikel dann weiterhin als „state of the art“ gelten, und in Archiven mit dem Qualitätssiegel der Zeitschrift aufzufinden sind. Das gehört zum Selbstreinigungsprozess der Wissenschaft, an ihm beteiligen sich selbst große Zeitschriften wie etwa Nature oder Science. Hätte mir selbst auch passieren können, ehrlich, wer ärgert sich nicht manchmal über das, was er einmal für richtig hielt?

Und sonst? Wir können nur immer wieder, hartnäckig, die Frage stellen: Was ist eigentlich normales Verhalten – für einen Säugling, für ein Kleinkind, für ein älteres Kind? Diese Frage sind wir den Kindern und den Familien schuldig.  Von dieser Herangehensweise können alle profitieren, auch bei dem Versuch, gute Therapien für Regulationsstörungen zu finden, die ja doch in ihrem Kern zumeist Beziehungsstörungen sind. Jede Therapie, die sich um regulationsgestörte Säuglinge kümmert, müsste deshalb auch dieses zum Ziel haben: Dass es der Familie wieder gelingt, die Bedürfnisse des Säuglings zu erkennen und kompetent zu beantworten.

Nur, wie soll ihr das gelingen, wenn selbst von Experten über die Bedürfnisse von Säuglingen Mythen verbreitet werden?

Von der äußeren und von der inneren Struktur

Vor allem, wie soll das gelingen, wenn wir entscheidende Begriffe nicht kritisch betrachten. Das Wort „Strukturtherapie“ etwa: die Eltern sollen eine „Strukturierung des Tagesablaufs“ nach der Uhr vornehmen, Fütter-, Schlaf- und sogar Spielzeiten (!) festlegen – das sei ein entscheidender Hebel, durch den Babys ihre „Regulation“ erlernen.

Ich will dazu nur das sagen:  Ja, es gibt für Säuglinge eine „Struktur“ die sie brauchen. Sogar eine, auf die sie auf Gedeih und Verderb angewiesen sind! Nur, das ist nicht die Uhr, das ist nicht die willkürliche Festlegung von Aktivitätsmustern, das ist nicht die physikalische Ordnung.

Sondern die innere Ordnung. Und diese Ordnung  gründet sich auf die Verlässlichkeit und Tragfähigkeit von Beziehungen. Sie ergibt sich aus der resonanten Antwort der Bezugspersonen auf die Bedürfnisse des Kindes. Auf seinen Tanz zwischen den beiden Flügeln, die seine Entwicklung antreiben: der Suche nach Schutz, Nähe und Entspannung auf der einen Seite – und der Suche nach Wirksamkeit, Exploration und Gestaltungslust auf der anderen Seite.

Dieser Tanz geht nicht nach der Uhr, er verläuft manchmal in kleinen, raschen Kreisen, manchmal in langsamen, großen Kreisen, manchmal sprunghaft, manchmal träge. Ermöglicht wird er von den immer gleichen Signalen: ich erkenne Dich, ich verstehe Dich, ich freue mich mit Dir, ich freue mich an Dir. Dieser Kreis der Sicherheit verleiht dem Säugling die innere Struktur, mit dem er dem Chaos der Welt begegnet.

Kurz, es gibt keine automatisierte Sicherheit, es gibt keine verordnete Selbstregulation. Warum ist von diesem sichernden Kreis in dem Artikel nicht die Rede? Sein Verständnis hat die Säuglingstherapien in den letzten Jahren befruchtet, vertieft und erweitert.

Und deshalb widerspreche ich auch der Behauptung, diese Art der Behandlung sei ja nicht „autoritär“. Ich wünsche mir diejenigen, die das behaupten, einmal in die Haut des in dem Fallbeispiel gezeigten 7 Monate alten Babys schlüpfen. Welche Wahl hat es denn als sich zu unterwerfen? Welche Wahl hat es, wenn es auf seine eigenen Impulse und Signale nicht ankommt? Wenn sein Hunger um 8 Uhr nicht zählt, weil erst um 10 die äußere Ordnung eine Fütterung vorsieht? Nein, auch wer mit einem Baby nicht brüllt und nicht zetert kann autoritär sein. Und kann ein Baby zu einem Geschöpf machen, das nichts anderes als Hörigkeit kennt.

 
[Dies ist ein Meinungsbeitrag auf meinem Blog kinder verstehen. Sollte dessen Inhalt Rechte Dritter oder gesetzliche Bestimmungen verletzen, so bitte ich  um eine entsprechende Nachricht ohne Kostennote. Ich werde die zu Recht beanstandeten Passagen bzw. Inhalte unverzüglich entfernen, ohne dass von Seiten der Beschwerdeführenden die Einschaltung eines Rechtsbeistandes erforderlich ist. Ohne vorherige Kontaktaufnahme ausgelöste Kosten, etwa durch Abmahnungen, werde ich vollumfänglich zurückweisen.]


Anmerkungen

1.
   „Im Gegensatz zu der akuten Krankheit führt Zuwendung bei der chronischen Krankheit leider zu einer Verstärkung und Fixierung des Leidens. Das liegt an der Funktionsweise des Zwischenhirns, das Verhaltensweisen wie Kratzen, Husten oder Niesen, falls sie beachtet werden, unbewusst verstärkt und wiederholt auslöst.“ (Quelle: Ernst August Stemmann, Kurt-André Lion, Gerd Starzmann, Dietmar Langer: Allergie – ein Schicksal aus Lebensstil oder Veranlagung?  Betrachtungen aus psychosomatischer Sicht. Umweltpanorama Heft 3 (März 2004). Online unter http://www.ugii.net/umwelt/schriften/03-eas-psychosomatik.html
2.
   Ich begründe diese Aussagen ausführlich und mit Quellenangaben in diesem Beitrag: https://www.kinder-verstehen.de/aktuelles/elternschule-ein-rueckblick/
3.
   Quelle: Dietmar Langer: Fütterstörungen – Wenn Essen Angst macht, DHZ 02/2020, online unter: https://www.dhz-online.de/no_cache/das-heft/aktuelles-heft/heft-detail-abo/artikel/wenn-essen-angst-macht/
4.
   Screenshot aus dem Online-Artikel, online unter: https://www.dhz-online.de/no_cache/das-heft/aktuelles-heft/heft-detail-abo/artikel/wenn-essen-angst-macht/
5.
   Czerny A 1922: Der Arzt als Erzieher des Kindes. Deuticke, Leipzig, Wien – alles zitiert nach: F. Manz Zur Geschichte der ärztlichen Stillempfehlungen in Deutschland Monatsschrift Kinderheilkunde 1997 145:572
6.
   Quelle: Johanna Haarer: Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind, Lehmanns Verlag, 1941, Seite 140. Die geforderte 8-stündige Nahrungspause in der Nacht begründete Johanna Haarer auch damit, dass die deutsche Mutter ihre Kräfte in der Nacht schonen müsse (von ihr wurde ja an der Mütterfront Großes erwartet)
7.
   Dabei war Johanna Haarer nicht einmal so ganz streng – für „zarte“ Säuglinge ließ sie sogar eine zusätzliche, nächtliche Mahlzeit zu, der bedürftige kleine Mensch kam also immerhin auf 6 Mahlzeiten.

 
Der Autor: Dr. Herbert Renz-Polster, geb. 1960, beschäftigt sich als Kinderarzt und Wissenschaftler seit langem mit der kindlichen Entwicklung. Forschungstätigkeit im Bereich Kinderheilkunde, Prävention und Gesundheitsförderung zunächst in den USA, dann am Mannheimer Institut für Public Health der Universität Heidelberg. Bekannt durch mehrere Sachbücher, u.a. „Kinder verstehen - born to be wild!" und „Wie Kinder heute wachsen". Er hat 4 Kinder und lebt mit seiner Frau in der Nähe von Ravensburg.

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12 Kommentare
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    Ana vor 11 Stunden

    Um Himmelswillen, so unbedacht kann doch die Redaktion nicht sein – sollte man denken…
    DANKE für Ihre klare Stellungnahme, einmal mehr…
    Alles Gute!
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


    Kathi vor 11 Stunden

    Ich kann das kaum mehr aushalten 😥 Es macht mich so traurig, dass trotz aller Erkenntnisse und Aufklärung darüber, wie unglaublich falsch und schädlich diese Herangehensweise ist, dieser Herr immer noch als Experte gesehen wird. Es ist mir so unverständlich, dass ich keine Worte dafür finde. Herr Rent-Polster, wie immer ein herzlicher Dank für ihre Mühen und ihren Kampfgeist und auch für ihre Bücher „Gesundheit für Kinder“ und „Kinder verstehen „, die mir im Alltag so oft helfen und mich dabei unterstützen, in Beziehung mit meinem Kind zu sein!!!
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


    Nat vor 10 Stunden

    Vielen Dank für den tollen Artikel. Ich wohne in den USA und verzweifle / zweifle manchmal an mir. Hier ist zumindest in Bezug auf Schlaf alles nach der Uhr getrimmt. Mein 17 Monate alter Sohn schläft immer noch nicht durch und daran bin natürlich ich schuld, weil ich ihm kein Sleep Training unterzogen habe. Ich brauche manchmal solche Artikel um wieder klar sehen zu können… denn manchmal frage ich mich, ob die anderen nicht doch recht haben – wenn ich mal wieder völlig fertig bin nach einer Nacht. Aber wenn man sich anschaut auf was dieses Land zusteuert bzw. wo es schon längst drin steckt – nämlich in einem autoritären – fast faschistischen System, dann braucht man sich nicht mehr zu wundern…
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


        AlexandrA vor 9 Stunden

        oh je, mein Beileid! Und viel Kraft dort! Gerne melden, Wenn Sie mal wieder Zuspruch brauchen, Ich kenn das!
        Kommentar Antworte PfeilAntworten


    Melanie vor 10 Stunden

    Mir wird schlecht, wenn ich mir vorstelle, wie viele Hebammen mit diesem „neuen Wissen“ nun beratend für Wöchnerinnen tätig werden!!! Dass ausgerechnet die Hebammenzeitschrift einen solchen Typen (das ist jetzt der nette Ausdruck für den Mann) zu Wort kommen lässt, wo es in Deutschland genug echte ExpertInnen zu diesem Thema gibt, ist unfassbar. Egal ob eine Petition oder Leserbriefe – nur wir können die HerausgeberInnen wachrütteln und klarmachen, dass sie mit der Auswahl ihres Experten völlig falsch lagen…
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


    Patrycja vor 10 Stunden

    Danke danke danke! Ich konnte kaum glauben als ich den Namen in der Zeitschrift las und vor allem diese Beispielhafte Tabelle!!! Ich habe ihre Rezension direkt genutzt um die Redaktion anzuschreiben!
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


        Dr. med. LJ vor 9 Stunden

        Habe ebenfalls direkt unter Verweis an HRPs Artikel an die Redaktion geschrieben…
        Es ist ja auch total grotesk. Unsere Geschichte: Wir haben 28 Monate stillen dürfen und noch mit 2J hat das Kind sicherlich bis zu 40Mal getrunken und davon auch ein paar Male in der Nacht (habe ich aber quasi verschlafen) 😉
        Völlig unwissenschaftlich, da nur meine eigene Erfahrung: Aber jedenfalls ist es ein super verständiges, top selbst reguliertes Kind geworden (das btw auch alles mögliche isst, egal ob Rotkohl oder Linsen und auch klasse schläft).
        Jedes Kind hat halt seinen eigenen Rhythmus, wie traurig, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man Kindern diesen Rhythmus auch lassen kann.
        Wie HRP ja häufig schrieb: Nur zu häufig haben die Eltern einfach zu viele Zwänge und zu wenig Unterstützung. Und die Zwänge werden an die Kinder durchgereicht und die fehlende Zuwendung führt zu problematischen Beziehungen.
        Kommentar Antworte PfeilAntworten


    Anke Sacher vor 9 Stunden

    Ich bin fassungslos und mir laufen Tränen übers Gesicht …als Mama von 4 Kindern ,Kinderkrankenschwester aus dem neonatologischen Intensivbereich und IBCLC Stillberaterin habe ich regelrecht Angst vor den Folgen dieses Artikels für viele Babys und Kleinkinder…
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


    AlexandrA vor 9 Stunden

    Bitte mehr von diesen Artikeln, sachlich und am Kindeswohl orientiert!! Danke, Herr Dr. Renz-Polster, einmal mehr Danke, dass Sie das nicht unkommentiert lassen!
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


    Kerstin Etzold vor 8 Stunden

    Vielen Dank für die Stellungnahme. Es wäre toll, wenn Sie sie der DHZ zukommen lassen würden, ich fand den Beitrag von Herrn Langer völlig deplatziert und die Beiträge zur Beikost auch schlecht. Ich kann nur hoffen, dass die Hebammenkolleginnen sich nicht von solchen Gedanken beeindrucken lassen.
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


    Katharina vor 7 Stunden

    Im zuge meiner Kündigung des dhz Abos habe ich auch eine Information des Warums mitgesendet. Ich bin gespannt, ob der dhz sich nochmals neu positionieren wird. Ich bekam auch einen Antwort, für mich eine nicht zufriedenstellende bzw. Keinex die ich mir erwartet hätte. Daher bin ich sehr gespannt ob vielleicht eine Meinungsänderung folgen wird.

    Danke für Ihren Beitrag hierzu!
    Kommentar Antworte PfeilAntworten


    Barbara Titz vor 6 Stunden

    Warum um Gottes Willen wird in der Hebammenzeitschrift so etwas veröffentlicht?
    Ich bin darüber wirklich entsetzt, da ich ansonsten ein Befürworter der Zeitschrift bin, schockiert es mich um so mehr.
    Ich hoffe wirklich sehr, dass dieses „Wissen“ nicht an werdende Hebammen weiter gegeben wird. Damit werden die Urinstinkte komplett verkrüppelt und gerade von Hebammen sollten genau diese Instinkte bestärkt und nicht verteufelt werden.
    Vielen Dank dafür dass Sie in Ihrem Blogbeitrag darauf aufmerksam machen.
    Kommentar Antworte PfeilAntworten



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» Ich will die Antwort als Fragen formulieren. Als Fragen, die wir mit unseren Kindern im alltäglichen Miteinander verhandeln, ob in der Familie oder in den Einrichtungen: Bin ich okay? Schützen die Großen mich, wenn ich in Not bin? Oder lassen die mich allein? Kann ich mitgestalten oder muss ich immer tun, was andere mir vorgeben? Bin ich der Welt gewachsen, oder bin ich beständig überfordert und gestresst? An den Antworten, die Kinder auf diese Fragen bekommen, baut sich ihr Rückgrat auf. Ihr Gefühl von: ich habe eine Heimat. An ihnen öffnen sich ihre Augen. «
 
Herbert Renz-Polster
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Re: Hebammenschulung auf dem 'Niveau' von Johanna Haarer!?
« Reply #1 on: February 15, 2020, 12:51:50 AM »

Die wollen auch noch 3,90 Euro für die Anleitung im Kinderunterwerfen!?


https://www.dhz-online.de/no_cache/das-heft/aktuelles-heft/heft-detail-abo/artikel/wenn-essen-angst-macht/

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DHZ 02/2020
Fütterstörungen
Wenn Essen Angst macht

Wo hören natürliche Anpassungs­schwierigkeiten bei Säuglingen auf und wo fangen ernsthafte Fütterstörungen an? Die Symptome zeigen sich sowohl beim Kind wie auch bei den Eltern – und sie können in einen Teufelskreis führen. Bei Bedarf braucht die Familie schnelle und gezielte fachliche Hilfe. Dietmar Langer



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