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Alarm in Mecklenburg-Vorpommern!
Hochstaplerin gibt sich als Impfärztin aus!

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Australia on fire
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Die Hersteller eines Trottel-Mobiles verfolgen uns!
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Deutsche Massenmörder, voll voraus!
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Warnung vor den lebensgefährlichen Lügen der Hahnemann-Gesellschaft
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Corona-Impfung: Spanien plant zentrales Register für Impfverweigerer
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@homeopathy_inh fällt schon wieder voll auf die Schnauze
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Deutschland ist am Arsch von Europa:
In einem Jahr, im Januar 2022, sind die mit dem Impfen immer noch nicht fertig!
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Mr. Donald Trump and leading members of his Mr. Donald Trump's Camp Auschwitz Party will come in with Airplane Number One on Frankfurt Airport. The leading members of the Republican Party (the party's second name) will immediately begin with the construction work on Ground Zero.



Meanwhile in Nancy Pelosi's office:

Pages: [1]

Author Topic: Die Nazis im bayerischen Landtag wollen die Machtergreifung  (Read 17 times)

Krant

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Die Nazis im bayerischen Landtag wollen die Machtergreifung
« on: January 02, 2021, 05:22:27 PM »

https://www.n-tv.de/panorama/CSU-plant-Raketen-Startplatz-in-Nordsee-article22266065.html

[*quote*]
Samstag, 02. Januar 2021
Für Kleinsatelliten gedacht
CSU plant Raketen-Startplatz in Nordsee

In China ist der Traum der CSU schon Wirklichkeit: 2019 erfolgte der landesweit erste Raketenabschuss ins All vom Meer aus.

Laut der CSU werden "bis 2028 bis zu 8500 Kleinsatelliten ins All starten, die alle einen Träger und einen Startplatz brauchen". Darauf will die Partei vorbereitet sein und plädiert für eine europäische Startplattform für Mikrosatelliten in der Nordsee.

[...]

Zudem will die CSU-Landesgruppe beim Surfen im Internet die permanente Zustimmungspflicht zu Cookie- und Datenschutzeinstellungen abschaffen. Deutschland solle hier einen nationalen Alleingang unternehmen: "Solange keine Einigung bei der E-Privacy-Verordnung in Sicht ist, wollen wir deshalb national handeln und in Deutschland gesetzlich festlegen, dass Nutzer der Verwendung von Cookies über eine Einstellung in ihrem Browser generell zustimmen", heißt es in dem Papier.

Quelle: ntv.de, jru/rts
[*/quote*]


Die dreckerten Nazis kriechen aus ihren Löchern. Als Kriegsgewinnler wollen sie die Nordsee mißbrauchen. Wegen des "Marktes".

Der eigentliche Drecksfall ist das: "wollen wir deshalb national handeln und in Deutschland gesetzlich festlegen, dass Nutzer der Verwendung von Cookies über eine Einstellung in ihrem Browser generell zustimmen".

Das heißt: Der Bürger kann gar nichts mehr bestimmen, sondern wird gezwungen, die Cookies anzunehmen.

Im ersten Schritt wurden Cookies nicht abgeschaffft, sondern der Bürger wurde "AUFGEKLÄRT" und "durfte" zustimmen. Das führte zu einer wahren Orgie von Dreck auf dem Bildschirm. Geholfen hat es nicht, im Gegenteil.

Im zweiten Schritt werden die Cookies erzwungen.

Was glauben die Scheiß-Nazis eigentlich, was sie sich alles erlauben können?

Die Verfolgung ("Tracking") der Surfer ist ein Verbrechen und muß verboten werden!



Hier ist eine zweite Quelle: die "Bayerische Staatszeitung", ein Kind der Korruption (das sieht man im Impressum).

https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/politik/detailansicht-politik/artikel/ein-weltraumbahnhof-fuer-deutschland-und-europa.html#topPosition

[*quote*]
Unabhängige Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft, Kommunales und Kultur

Politik
So einen Weltraumbahnhof wie in Kourou im Norden Südamerikas will die CSU auch in Deutschland. (Foto: dpa/Janne Kieselbach)
2.01.2021
Ein Weltraumbahnhof für Deutschland und Europa

Agenda 2021: Wie die CSU Deutschland digitaler machen will

Die CSU will Deutschland digitaler machen - und hat dazu eine Agenda für 2021 formuliert. Enthalten in dem Beschlusspapier sind unter anderem Forderungen nach einem zügigen Netzausbau, einem volldigitalen Personalausweis im Smartphone und einem Abbau von Internet-Bürokratie. Auch eine "Mindestbesteuerung" von US-Internetkonzernen wie Google oder Amazon fordert die Partei.

Die 17 Punkte umfassende Vorlage, die die CSU-Landesgruppe am 6. und 7. Januar auf ihrer Klausur in Berlin beschließen will, enthält Vorschläge, die Deutschland zum "Vorreiter der Digitalisierung" machen sollen, wie es darin heißt. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuerst hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

Nach dem Willen der CSU soll es künftig eine "europaweite Regelung für eine Mindestbesteuerung" von digitalen Großkonzernen wie Amazon oder Google geben. Wegen ihrer Geschäftsmodelle stehen die US-Konzerne seit Jahren in der Kritik. "Wir wollen die Internet-Riesen besteuern", heißt es in der Beschlussvorlage. Wenn Google und Facebook mit personalisierter Werbung und Daten aus Deutschland Geld verdienten, dann müssten sie "von diesem Gewinn auch etwas an unser Gemeinwesen zurückgeben". Die Zeit sei reif für eine "Google- und Amazon-Steuer", heißt es. Eine konkrete Zahl dazu enthält das Papier aber nicht.

8500 Kleinsatlliten ins All schicken
[...]

Nach dem Willen der CSU soll die Digitalisierung in Deutschland auf unterschiedlichen Ebenen vorangetrieben werden. Die neu gegründete Mobilfunkinfrastruktur-Gesellschaft (MIG) soll helfen, bis spätestens 2024 alle weißen Flecken im Mobilfunkausbau "mit stationären oder mobilen Masten zu beseitigen". Bis 2025 will die Partei der Beschlussvorlage zufolge 15 Milliarden Euro für Gigabit-Netze bereitstellen. Ziel sei "ein flächendeckendes 5G-Netz".

Auch der Personalausweis soll, wenn es nach der CSU geht, künftig nur noch digital verfügbar sein - und zwar auf dem Smartphone. Elektronische Funktionen hat der Personalausweis bereits seit rund zehn Jahren. Um sie zu nutzen, braucht man bislang neben dem Smartphone aber auch den normalen Ausweis.

Behördengänge komplett digital

"Wir wollen, dass die Verwendung des Online-Ausweises im Internet künftig noch einfacher wird und der Ausweis direkt auf dem eigenen Smartphone gespeichert werden kann", heißt es nun in der CSU-Vorlage. Behördengänge sollten möglichst komplett digitalisiert werden. Gerade häufig genutzte Leistungen müssten so einfach sein wie eine Bestellung in einem Onlineshop. Dies sollte dann auch für weitere offizielle Dokumente wie etwa den Führerschein gelten.

Auch das Surfen im Internet soll unbürokratischer werden. Dazu will die CSU die generelle Zustimmungspflicht zu den sogenannten Cookies abschaffen. Cookies speichern beim Surfen im Internet Daten auf der Festplatte des Nutzers und werden auch dazu verwendet, Verbrauchern individuelle Werbung zu präsentieren. Die CSU fordert in ihrem Papier, gesetzlich festzulegen, "dass Nutzer der Verwendung von Cookies über eine Einstellung in ihrem Browser generell zustimmen". Die Pflicht, bei jedem Besuch einer neuen Homepage nach der Zustimmung zu Cookies gefragt zu werden, sollte aus Sicht der CSU entfallen. Sie sei eine "Belastung für schnelles Surfen".

(Fatima Abbas, dpa)
[*/quote*]



Nicht die AfD ist ein Nazi-Haufen. Die AfDler sind bloß hirnamputiert. Die echten, die wahren, die sumpfbraunen Nazis, Kriegsgewinner und Kapitalistenkollaborateure, die sind in CSU, SPD und "Freie" Wähler.

Hitler war nur ein Vorgeschmack. Die wahre Machtergreifung der Nazis läuft JETZT, in 2021.
« Last Edit: January 02, 2021, 05:59:16 PM by Krant »
Logged

Krant

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Re: Die Nazis im bayerischen Landtag wollen die Machtergreifung
« Reply #1 on: January 02, 2021, 05:44:48 PM »

Hier sieht man nicht den Nazi-Dreck der CSU allein, sondern den des gesamten Landtags:

http://www1.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP18/Drucksachen/Folgedrucksachen/0000006500/0000006553.pdf

[*quote*]
18. Wahlperiode
20.10.2020
Drucksache
18/10724

Beschlussempfehlung und Bericht
des Ausschusses für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung

Europaangelegenheit des Ausschusses für Bundes- und
Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen
Drs. 18/8545

Konsultationsverfahren der Europäischen Union;
Digitale Wirtschaft und Gesellschaft

Gesetz über digitale Dienste: Vertiefung des Binnenmarktes und Klärung der
Zuständigkeiten für digitale Dienste
02.06.2020 - 08.09.2020
I.
Beschlussempfehlung:
Der Bayerische Landtag nimmt das Konsultationsverfahren zum Anlass, folgende
Stellungnahme abzugeben:
I.
Digital Services Act als Fortschreibung der eCommerce-Richtlinie
1. Vorbemerkung
Die eCommerce-Richtlinie war zwei Jahrzehnte lang erfolgreich die rechtliche Ba-
sis für die Internetwirtschaft. Dank eines guten Fundaments sind Internetdienste
vielfältiger geworden und prägen unseren Alltag mehr denn je. Die zentrale Her-
ausforderung des Digital Services Act wird daher sein, eine Balance zwischen der
Beibehaltung der wesentlichen Grundsätze der eCommerce-Richtlinie bei gleich-
zeitiger Berücksichtigung neuer Dynamiken und Gefahren durch den Missbrauch
des Internets, insbesondere in Form von Rechtsverletzungen und Desinformation,
zu wahren.
2. Übergreifende Grundsätze
Ein Herzstück des nach der eCommerce-RL geltenden Regimes bildet das Prinzip
der eingeschränkten Haftung von Plattformen. Demnach haften Plattformen für In-
halte, die von ihren Nutzern hochgeladen werden, nur, wenn sie positive Kenntnis
von deren Illegalität haben und die Inhalte nicht umgehend löschen oder sperren.
An den Grundsätzen des Providerprivilegs und dem Verbot einer allgemeinen
Überwachungspflicht ist unbedingt festzuhalten, was jedoch Differenzierungen in
Hinblick auf die Diversität der internetbasierten Dienste und ihrer unterschiedli-
chen technischen Architekturen unter Beachtung der Verhältnismäßigkeit und der
höchstrichterlichen Rechtsprechung zu Grundrechten und Grundfreiheiten nicht
ausschließt. Ausnahmen sind zu begrenzen, an spezifischen Gefährdungspotenzi-
alen auszurichten und klar zu begründen.
Drucksachen, Plenarprotokolle sowie die Tagesordnungen der Vollversammlung und der Ausschüsse sind im Internet unter www.bay-
ern.landtag.de - Dokumente abrufbar. Die aktuelle Sitzungsübersicht steht unter www.bayern.landtag.de – Aktuelles/Sitzungen zur Verfü-
gung.Drucksache 18/10724
Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode
Ebenfalls erhalten bleiben muss das Recht auf anonyme Meinungsäußerung im
Internet als fundamentaler Bestandteil der Meinungsfreiheit. Dies ist gerade für
Minderheiten unverzichtbar, die im Fall einer Offenlegung ihrer Identität persönli-
chen Anfeindungen und Einschüchterungen ausgesetzt sein können und sich des-
wegen aus Angst gegebenenfalls gar nicht mehr zu Wort melden würden („chilling
effects“). Dieses Recht ist unbedingt zu verteidigen. Eine generelle Klarnamen-
pflicht ist daher kategorisch auszuschließen. Dies schließt jedoch weder ein
Know-your-customer-Prinzip im gewerblichen Bereich noch eine Mitwirkungs-
pflicht von Unternehmen zur Ermittlung bei Rechtsverletzungen aus.
3. Speziell: Handelsplattformen
In Hinblick auf die bereits erwähnte Diversität von Internetangeboten können regu-
latorische Differenzierungen angezeigt sein. Speziell für den Bereich der Handels-
plattformen ist festzustellen, dass Teilnehmer an Handelsplattformen nicht mehr
unbedingt demselben Rechtssystem und Rechtsdurchsetzungssystem unterlie-
gen, ohne dass dies insbesondere teilnehmenden privaten Endkunden bewusst
ist. Nicht-inländischen Händlern sind die inländischen Regulierungen und Erfor-
dernisse unbekannt oder sie setzen aktiv darauf, sie zu ignorieren. Die erhebliche
Größe, Vielfalt und Schnelllebigkeit des Internets und der Plattformen macht eine
laufende Überwachung großer internationaler Plattformen durch Behörden fak-
tisch unmöglich.
Gerade beim Handel auf Plattformen, die sich an Endkunden richten, ist daher
prinzipiell eine Verantwortlichkeit des Plattformbetreibers für die Zulassung von
Händlern und Produkten zur Plattform einzufordern. Insbesondere ist sicherzustel-
len, dass Händler eine Zulassung auf dem inländischen Zielmarkt haben, erforder-
liche Steuerzahlungen leisten, die Produkte entsprechend europäischen Normen
zugelassen sind, keine Produktfälschungen vorliegen, Anforderungen hinsichtlich
Umwelt- und Natur-schutz oder Entsorgung sowie Verbraucherschutz eingehalten
werden, wesentliche Verbraucherinformationen sichergestellt und betrügerische
oder nicht rechtskonforme Angebote präventiv und dauerhaft ausgeschlossen
werden. Letzteres kann durch ein effektives Beschwerdemanagement, sowie algo-
rithmenbasierte Überprüfungen sichergestellt werden. Insgesamt ist es erforder-
lich, dass die Platt-formunternehmen verpflichtet werden, die für die Einhaltung
der genannten Erfordernisse relevanten Daten den jeweiligen Behörden weiterzu-
reichen und dass ein effektiver Datenaustausch zwischen Behörden stattfinden
kann.
Geklärt werden sollten außerdem die Pflichten bei der Vermittlung von Waren und
Dienstleistungen, beispielsweise hinsichtlich der Vertragsdurchführung und Kom-
munikation bei Vertragsstörungen. Gleiches gilt für den Fall, dass die Vermittlerei-
genschaft der Plattform nicht eindeutig hervorgeht und der Verbraucher aufgrund
der bestimmenden Rolle der Plattform zu Recht annimmt, mit dieser seinen
(Haupt-) Vertrag geschlossen zu haben. Begleitend sollten Plattformbetreiber ver-
pflichtet werden, in allen Mitgliedstaaten, auf die sich die Angebote ausrichten, ei-
nen Ansprechpartner für die Durchsetzung von Vorschriften der Marktüberwa-
chung und des Verbraucherrechts vorzuhalten.
Zugleich ist darauf zu achten, dass keine Überregulierung erfolgt, die die Vorteile
großer Plattformen für Unternehmen wie Verbraucher zerstören würde. Regulie-
rungen müssen klar und umsetzbar sein und dürfen die Chancen von kleinen und
mittleren Unternehmen sowie Start-Ups im internationalen Wettbewerb nicht be-
hindern.
Seite 2Drucksache 18/10724
II.
Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode
Medienpolitische Aspekte im neuen Rechtsrahmen
1. Vorbemerkung
Die deutschen Länder haben ein grundsätzliches Interesse daran, dass die kultu-
relle Identität der Mitgliedstaaten und die daraus folgende Regelungskompetenz
für Medien gewahrt bleiben und die medienrechtlichen Grundsätze sowohl bei der
Überarbeitung des Haftungssystems der eCommerce-Richtlinie (vgl. dazu unter
III.) als auch bei der ex-ante Regulierung von Plattformen (vgl. II. 1) weiter gelten.
Gleichzeitig erkennen sie das Bedürfnis an, den digitalen Binnenmarkt voranzu-
treiben. Hierbei sollen Chancen für die Medienwirtschaft (vgl. II. 2) genutzt wer-
den. Bei der Fortentwicklung des europäischen Rechtsrahmens für digitale
Dienste kann ein horizontaler Ansatz aus medienpolitischer Sicht nur dann mitge-
tragen werden, wenn den Kompetenzen der Mitgliedstaaten im Bereich ihrer kultu-
rellen Identität Rechnung getragen wird. Die Regelungskompetenz für kulturelle
Vielfalt, Medien und Vielfaltssicherung steht grundsätzlich den Mitgliedstaaten zu
(Subsidiaritätsprinzip).
Die europäischen Verträge erkennen die Vielfaltssicherung nicht nur als Ziel und
Wert an, auf dem die Union gründet (Art. 2 und 3 EUV; auch Art. 10 EMRK, Art.
11 GRC), sondern verorten diese auch kompetenzrechtlich bei den Mitgliedstaa-
ten mit entsprechendem Spielraum für verschiedene nationale Verfassungstraditi-
onen (Art. 3 Abs. 3 EUV i.V.m. Art. 167 Abs. 4 AEUV). Die Bedeutung der unter-
schiedlichen Kulturen der Mitgliedstaaten anstelle einer „europäischen Einheitskul-
tur“ wird hervorgehoben.
Angesichts des Ziels der kulturellen Diversität ist es im Bereich der Vielfalts- und
Medienangelegenheiten nicht sachgerecht, einen einheitlichen Maßstab für alle
Mitgliedstaaten anzuwenden: Medienvielfalt hat zunächst eine nationale Dimen-
sion, nicht unbedingt eine paneuropäische. Es geht darum, Bürger in erster Linie
über die sie unmittelbar betreffenden Ereignisse in der eigenen politischen, staatli-
chen, regionalen und ggf. lokalen Umgebung zu informieren und hierbei verschie-
dene Informationsquellen anzubieten. Der Nachrichtenwert einer Information ist
von Land zu Land und Region zu Region unterschiedlich. Deswegen sind Medien-
bzw. Informationsmärkte in erster Linie nationale, regionale, lokale Märkte. Es be-
darf nationaler Kompetenzen und Instrumente.
In materiell-rechtlicher Hinsicht muss der Ausnahmekatalog zum Herkunftsland-
prinzip (Art. 3 Abs. 1, Abs. 2 eCommerce-Richtlinie) überarbeitet werden. Insbe-
sondere muss die in Art. 1 Abs. 6 eCommerce-Richtlinie geregelte Ausnahme di-
rekt in den Ausnahmekatalog des Art. 3 Abs. 4 ECRL integriert werden, d.h. „Maß-
nahmen zur Wahrung der kulturellen Identität der Mitgliedstaaten und zum Schutz
des Pluralismus“ müssen unmittelbar in den Ausnahmekatalog aufgenommen
werden.
Darüber hinaus muss klargestellt werden, dass innerhalb des Ausnahmekatalogs
als „Maßnahmen der Mitgliedstaaten“ nicht nur Einzelfallentscheidungen, sondern
auch abstrakt-generelle Regelungen möglich sein müssen (ggf. mit Notifizierungs-
pflicht). In prozeduraler Hinsicht ist eine Verbesserung der Rechtsdurchsetzung
anzustreben. Zu Schwierigkeiten kann es bei der Zusammenarbeit zwischen den
Mitgliedstaaten insbesondere im Bereich der Durchsetzung von Maßnahmen im
Ausnahmetatbestand des Herkunftslandprinzips kommen – sei es, weil die Identifi-
zierung der zuständigen Stelle im Sitzland schwierig ist, die Rechtslage unklar ist
oder die vorgesehenen Verfahren sehr lange dauern Es muss sichergestellt wer-
den, dass diese Maßnahmen effektiv durchgesetzt werden können.
Seite 3Drucksache 18/10724
Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode
2. Weitergeltung medienrechtlicher Grundsätze bei einer wettbewerbsrechtlichen
ex-ante Regulierung
Die „Verantwortlichkeit“ von Plattformen betrifft nicht nur das Verhältnis der Platt-
formen zu den Inhalten, sondern auch ihr Verhältnis gegenüber den (Medien)-In-
halteanbietern einerseits und gegenüber dem Mediennutzer andererseits. Aus me-
dienpolitischer und insbesondere auch medienwirtschaftlicher Sicht darf eine wett-
bewerbsrechtliche ex-ante-Regulierung mit Blick auf die oben angestellten Aus-
führungen zur kulturellen Identität nur unter folgenden Prämissen erfolgen:
Soweit der DSA eine über das Haftungsregime für Inhalte hinausgehende Verant-
wortlichkeit von Plattformen gegenüber Anbietern und Verbrauchern regelt, dürfen
die Re-gelungen keine Sperrwirkung für speziellere medienrechtliche Regelungen
der Mitgliedstaaten entfalten. Unabhängig davon, in welches Regelwerk eine ex-
ante-Regulierung aufgenommen wird (eCommerce-RL, ex-ante-VO, New Compe-
tition Tool, etc.), sind deswegen Spezialregelungsvorbehalte oder entsprechende
Bereichsausnahmen zu verankern.

3. Refinanzierungsmöglichkeiten für Inhalte

Medienvielfalt setzt voraus, dass sich möglichst viele Medienunternehmen am
Markt etablieren können und funktionierende Geschäftsmodelle Journalismus refi-
nanzierbar machen. Der DSA sollte dazu beitragen, die entstandene Schieflage
zwischen den Erwerbsmöglichkeiten journalistisch-redaktionell arbeitender Medi-
enunternehmen und ihren wirtschaftlichen Verpflichtungen zu beseitigen.
Für die wirtschaftliche Vielfalt ist die Verbesserung der Werbefinanzierung grund-
legend. Ohne Werbeerlöse oder Quersubventionierung durch andere digitale An-
gebote funktioniert Journalismus als Paid-Content-Geschäftsmodell im Publi-
kumssegment selten bis überhaupt nicht. Ein Verbot von Third-Party-Cookies
sollte verhindert werden.


III.
Umgang mit strittigen Inhalten
1. Vorbemerkung
Im Rahmen einer Überarbeitung des Verantwortungsregimes der eCommerce-
Richtlinie gilt es, die Verantwortlichkeit der Plattformen für die Inhalte in Tatbe-
stand und Rechtsfolge nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit auszudiffe-
renzieren. Dabei müssen die medienrechtlichen Pfeiler der freiheitlich-demokrati-
schen Grundordnung (insb. Sicherung der Meinungs- und Medienfreiheiten, der
Meinungs- und Medienvielfalt, des Schutzes der kommunikativen Chancengleich-
heit, der Informationsfreiheit und des Jugendmedienschutzes) Beachtung finden.
Für die Einführung eines Beschwerdemanagementverfahrens (notice-and-action-
Mechanismus) folgt daraus die Notwendigkeit, nach Art und Qualität des vorgetra-
genen Rechtsverstoßes zu unterscheiden und angemessene Verfahren und
Rechtsfolgen vorzusehen. Die anonyme Meinungsäußerung ist zu ermöglichen.
Es dürfen keine bestimmten Meinungen per se gelöscht werden. Inhalte dürfen
nicht unberechtigt gelöscht werden. Eine Uploadfilterpflicht ist grundsätzlich abzu-
lehnen.
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Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode
2. Ausgestaltung der Eigenverantwortung der Anbieter
Die Eigenverantwortung der Diensteanbieter ist im Rahmen der gesetzgeberi-
schen Vorgaben zu stärken und zu respektieren. Die Betreiber kennen ihre techni-
schen und organisatorischen Möglichkeiten am besten und können ein speziell auf
ihr jeweiliges soziales Netzwerk zugeschnittenes Verfahren zum Umgang mit strit-
tigen Inhalten entwickeln.
Es muss ihnen damit auch weiterhin möglich sein, basierend auf ihren Gemein-
schafts-standards Inhalte zu definieren, die auf der Plattform unerwünscht sind,
und diese selbst zu suchen und zu löschen. Ein System ausschließlich staatlich
gesteuerter Löschungen überfordert die staatlichen Stellen angesichts der extrem
hohen Zahl von Inhalten und greift auch unzulässig in die wirtschaftliche Freiheit
der Anbieter ein.
Denkbar sind allerdings Regelungen, die den Selbstregulierungsmechanismus nä-
her ausgestalten, z.B. Transparenzpflichten zu den angewandten internen Such-
und Löschroutinen, Informations- und Begründungspflichten bei Löschungen oder
Streitschlichtungsmechanismen im Dreieck Anbieter – Urheber eines Inhalts – Be-
troffener. Auch eine grundsätzliche Verpflichtung für die Anbieter, ein nied-
rigschwelliges, transparentes und effektives Verfahren zum Umgang mit Nutzerbe-
schwerden vorzuhalten, wird durch das Vorgenannte nicht ausgeschlossen.
3. Anwendungsbereich
a) Sachlicher Anwendungsbereich, Definition illegaler Inhalte
Die Einordnung eines digitalen Inhalts als illegal führt zu weitreichenden Rechts-
folgen. Daher ist die Definitionsfrage einer der zentralen Bausteine des DSA. Da-
bei ist es sehr schwierig, europaweit einheitliche und allgemeingültige Kriterien für
Legalität, Illegalität bzw. für das Gefährdungspotential von Inhalten zu finden. Eu-
ropäische Definitionen müssen offen bleiben für Sicherheitsinteressen und kultu-
relle Besonderheiten der Mitgliedstaaten.
Bei der Definition illegaler Inhalte sollte der Weg der unionsrechtlichen Mindest-
harmonisierung gewählt werden. Dabei können in Zukunft vor allem solche Inhalte
auf europäischer Ebene als illegal definiert werden, deren Rechtswidrigkeit in allen
Mitgliedstaaten offensichtlich ist (z.B. Schwerkriminalität, Kinderpornographie, Ter-
rorismus). Die Festlegung des Katalogs darf nicht ins alleinige Belieben der Mit-
gliedstaaten gestellt werden, da sonst ein Unterbietungswettbewerb zwischen den
Mitgliedstaaten droht und damit das Ziel der Harmonisierung weitgehend verfehlt
würde. Den Mitgliedstaaten müssen aber auch unter dem Regime des Digital Ser-
vices Act Spielräume bei der Festlegung weiterer illegaler Inhalte bleiben. Ent-
scheidend ist dabei die Wahrung der für die freiheitlich-demokratische Grundord-
nung konstitutiven Meinungsfreiheit. Keinesfalls dürfen Löschverpflichtungen dazu
führen, dass bestimmte Meinungen verboten werden oder es zu Zensur kommt.
b) Persönlicher Anwendungsbereich
Die unter a) skizzierten Verantwortlichkeits- und Löschungsregelungen sollten
grundsätzlich für alle großen Diensteanbieter Anwendung finden, die Inhalte von
Dritten speichern, also insbesondere soziale Netzwerke einschließlich Videosha-
ringplattformen. Hierbei ist nicht auf die Eigenbezeichnung abzustellen, sondern
auf den Funktionsumfang, Größe und Struktur. Zudem ist zu vermeiden, dass der
Seite 5Drucksache 18/10724
Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode
Zugriff des Strafrechts durch Abwanderung der Täter auf kleine Plattformen um-
gangen werden kann.
Anbieter, die ihren Sitz in der EU nehmen oder behalten und sich dem unions-
rechtlichen Regelungsregime unterwerfen, dürfen nicht schlechter stehen als au-
ßereuropäische Konkurrenten, die gleichwohl ihre Dienste in der EU anbieten. Da-
her müssen die Regelungen des DSA für die beiden genannten Anbieterkatego-
rien gleichermaßen gelten. Anderenfalls bestehen Anreize, dass Anbieter ihren
Sitz in der EU aufgeben, um dem unionsrechtlichen Regelungsregime zu entkom-
men.
4. Maßnahmen zur Entfernung
Künftig sollte eine grundsätzliche Löschungsverpflichtung bei illegalen Inhalten eu-
ropaweit harmonisiert und im Unionsrecht verankert werden. Die Entfernung von
Inhalten darf allerdings nur unter Maßgabe des grundsätzlichen Verbots der Über-
wachungspflicht (Art. 15 eCommerce-RL) und der daraus entwickelten Rechtspre-
chung vorgenommen werden.
Die Löschungsverpflichtung sollte alternativ in folgenden Fällen eingreifen:
1) Wenn dem Diensteanbieter der illegale Inhalt gemeldet wird.
2) Wenn die Illegalität des Inhaltes durch eine Behörde oder ein Gericht positiv
festgestellt wurde.
3) Wenn es sich um einen gleichlautenden bzw. sinngleichen Inhalt i.S.d. EuGH-
Rechtsprechung handelt.
Insbesondere darf es zu keinerlei Überwachung oder Ausfilterung von legalen In-
halten professioneller journalistisch-redaktioneller Medienanbieter kommen, da die
In-halts-verantwortlichen eindeutig identifizierbar sind und eine Qualitätssicherung
durch entsprechende Gremien erfolgt.
Eine allgemeine Überwachungs- oder Filterpflicht ist daher abzulehnen. Ein funkti-
onierender Wettbewerb zwischen Plattformen setzt voraus, dass die Plattformbe-
treiber eigene Standards formulieren können, welche Art von Inhalten aufgenom-
men werden. Die Standards müssen aber diskriminierungsfrei formuliert und
transparent sein, die Kommunikationsgrundrechte wahren sowie diskriminierungs-
frei angewendet werden. Wirksame Maßnahmen gegen „Overblocking“ sind si-
cherzustellen.
Das Vorgenannte schließt nicht die allgemeine Verpflichtung der Plattformen aus,
ein leicht erkennbares, unmittelbar erreichbares und ständig verfügbares Verfah-
ren zur Übermittlung von Beschwerden über rechtswidrige Inhalte zur Verfügung
zu stellen.
Das Vorgenannte schließt ferner nicht aus, die Eigenanstrengungen vor allem gro-
ßer Diensteanbieter zu unterstützen, im Sinne einer Art „Bestreifungspflicht“ selbst
nach strafbaren Inhalten zu suchen. Bereits heute nutzen die Anbieter automati-
sierte Suchroutinen, um Verstöße gegen ihre Gemeinschaftsstandards aufzuspü-
ren.
Seite 6Drucksache 18/10724
Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode
5. Durchsetzung der Maßnahmen
Die Durchsetzung der Löschungspflicht im Bereich der Ausnahmetatbestände des
Herkunftslandprinzips sollte auch künftig den Mitgliedstaaten überlassen bleiben.
Eine ausschließliche Zuständigkeit des Sitzlandes wäre in Anbetracht der aktuell
gehäuften Unternehmenssitze der hauptsächlich betroffenen Anbieter in einem
Mitgliedstaat mit einem erheblichen Aufwand für diesen Staat verbunden. Insbe-
sondere müssten die Sitzlandbehörden auch Ressourcen für alle auf den Plattfor-
men benutzten Sprachen und für alle relevanten Rechtsordnungen vorhalten. Da
es – anders als beispielsweise bei datenschutzrechtlichen Verstößen – bei Inhal-
ten auf Internetplattformen um eine große Masse an Einzelfällen geht, lässt sich
ein wirksamer Vollzug der Löschungs-pflicht nur durch eine am Marktortprinzip ori-
entierte Zuständigkeit bewerkstelligen.
Nur systemische Verstöße gegen gesetzliche Pflichten der Diensteanbieter sollten
mit Bußgeldern geahndet werden können, die auch an der Wirtschaftskraft des
betroffenen Anbieters ausgerichtet werden können.
6. Bereich der Strafverfolgung
Der gesamte Bereich der Strafverfolgung bei strafbaren Inhalten muss dem natio-
nalen Recht vorbehalten bleiben. Die Regelungen des Digital Services Act dürfen
insbesondere nationalen Regelungen zu Ermittlungsbefugnissen sowie Anzeige-
und Datenspeicherverpflichtungen nicht entgegenstehen. Die Anbieter müssen
sanktionsbewehrt verpflichtet sein, einen Ansprechpartner für Strafverfolgungsbe-
hörden zu benennen und Anfragen auch zu beantworten. Die von den Strafverfol-
gungsbehörden begehrten Informationen müssen im Rahmen der geltenden mit-
gliedstaatlichen Strafprozessordnungen herausgegeben werden.
7. Jugendschutz (insb. jugendgefährdende Inhalte)
Effektiver Jugendschutz bedarf zur Flankierung der einzelstaatlichen Maßnahmen
einer grenzüberschreitenden europarechtlichen Regelung, denn die Mediennut-
zung von Jugendlichen findet zunehmend online statt. Auf europäischer Ebene
sollen Elemente technischen Jugendmedienschutzes kodifiziert werden. Für Eltern
muss softwareseitig an den Endgeräten die Möglichkeit geschaffen werden, Ju-
gendschutzeinstellungen vorzunehmen. Auch bei anderen Medieninhalten muss
Jugendschutz möglich sein, sodass z. B. Inhalte bei fehlender Altersangemessen-
heit nicht aufgefunden werden können. Auch die Schulung von Medienkompetenz
muss europaweit gefördert werden.
8. Desinformation
Nicht zuletzt wegen der Erfahrungen mit der Covid-19-Pandemie sollten Erwägun-
gen angestellt werden, wie den Gefahren von „Fake News“ bzw. Desinformation
begegnet werden kann. Anknüpfungsmöglichkeiten bieten in diesem Zusammen-
hang Mechanismen des Beschwerdemanagements, wobei für Desinformation ein
anderer Maßstab gelten muss als für illegale Inhalte.
Die Feststellung von Wahrheit und Unwahrheit betrifft einen sehr sensiblen Aspekt
der Meinungsfreiheit und verursacht in der Regel keine Gefährdung absoluter
Seite 7Drucksache 18/10724
Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode
Rechte. Auch unrichtige Tatsachendarstellungen können vom Grundrecht der Mei-
nungsfreiheit gedeckt sein, soweit die Unrichtigkeit im Zeitpunkt der Äußerung
nicht erwiesen ist oder der Äußernde die Unrichtigkeit nicht kennt. Dabei ist der
Nachweis von Wahrheit oder Unwahrheit oft nicht zu führen. Oft sind die Grenzen
zwischen Tatsachenbehauptung und Meinung fließend. Gerade im Bereich des in-
vestigativen Journalismus ist die Arbeit mit Verdachtsmomenten unverzichtbar.
Weder die jeweilige Plattform noch eine zentrale „fact-checking Instanz“ darf die
Letztentscheidung darüber haben, was wahr oder falsch ist. Sinnvoll erscheint es
aber in jedem Fall, die Anbieter auch für Fälle der Desinformation dazu zu ver-
pflichten, effektive und transparente Meldewege zu eröffnen. Bei Crowdbasierten
Informationsportalen wie z.B. Wikipedia funktioniert die Verifizierung über die Ver-
pflichtung zur Angabe ausreichender Quellen. Einträge ohne ausreichende Quel-
lenangabe werden gekennzeichnet. Derartige Mechanismen könnten auch bei In-
formationen, die über soziale Netzwerke verbreitet werden, fruchtbar gemacht
werden. Stehen Meldungen im Verdacht, desinformierend zu sein, sind sie nicht
zu löschen, sondern zu kennzeichnen („flagging“ mit Öffnung eines Diskussions-
raums). Ein energisches Vorgehen der Plattformbetreiber gegen Falsch-informati-
onen ist insbesondere zum Schutz hochrangiger Rechtsgüter zu fordern, z.B. im
Fall von schweren gesundheitlichen Krisen wie der Covid-19-Pandemie oder im
Vorfeld von Wahlen.
IV.
Weitere in der Konsultation angesprochene Themenkomplexe
1. Datenschutz bei großen sozialen Medien
Zwei Jahre nach Geltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat sich das
dort geschaffene Instrumentarium der ex-post-Kontrolle durch unabhängige Auf-
sichtsbehörden, die durch das Marktortprinzip sowie das Kohärenzverfahren flan-
kiert wird, grundsätzlich bewährt. Allerdings spielen sozialen Medien mit großer
Reichweite sowohl im Hinblick auf IT-Sicherheit als auch auf den Datenschutz
eine zentrale Rolle. Dies gilt umso mehr, als sich mittlerweile auch vermehrt staat-
liche Einrichtungen dieser Plattformen bedienen, da dort ein großer Teil des öf-
fentlichen Diskurses und der Informationsversorgung stattfindet. Es könnte daher
auf bereits nach der DSGVO bestehende Strukturen zugegriffen und Fragen der
Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorschriften bei großen sozialen Medien mög-
lichst vorab durch die jeweils federführende Aufsichtsbehörde in Abstimmung mit
dem Europäischen Datenschutzausschuss für Fragen der technischen und der IT-
Sicherheit so-wie des Datenschutzes geklärt werden, um eine zuverlässige,
rechtskonforme Nutzungsmöglichkeit solcher Plattformen für Bürger, Unterneh-
men und Staat zu gewährleisten.
Dabei ist auch zu bedenken, dass insbesondere große soziale Medien durch die
Verknüpfung von Daten in der Lage sind, umfassende Verbraucherprofile zu er-
stellen.
2. Datenportabilität
Die Prüfung eines Rechts auf Datenportabilität erscheint sinnvoll, um den Nutzern
mehr Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten zu geben und einen fairen Wett-
bewerb zu ermöglichen. Dadurch soll insbesondere der Wechsel zwischen Anbie-
tern erleichtert und eine Marktdominanz einzelner Anbieter erschwert werden.
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Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode
3. Aufsicht
Die Errichtung einer zentralen europäischen Aufsichtsbehörde ist aus medien-
rechtlicher Perspektive höchst problematisch. Dem Eingriff in bestehende Struktu-
ren und einem zusätzlichen Verwaltungs-, Organisations- und Finanzaufwand
würde aller Voraussicht nach kein entsprechender Mehrwert gegenüberstehen.
Vorzugswürdig ist eine bedarfsorientierte Weiterentwicklung bestehender Struktu-
ren, z.B. in der Generaldirektion Wettbewerb, eine bessere Vernetzung und eine
Intensivierung der Zusammenarbeit.
4. Smart contracts
Der Zusammenhang der Konsultation mit „intelligenten Verträgen“ (smart
contracts) ist unklar. Eine einheitliche Definition von smart contracts gibt es bis-
lang weder im deutschen noch im Unionsrecht, es handelt sich nicht um einen ju-
ristischen Begriff. Nach gängiger Definition sind smart contracts Computerproto-
kolle, die Verträge abbilden o-der überprüfen oder die Verhandlung oder Abwick-
lung eines Vertrags technisch unterstützen können. Fernziel der Befürworter von
smart contracts ist, dass sich einzelne Vertragsklauseln selbst ausführen und oder
selbst durchsetzbar werden. Gesicherte Rechtsgrundlagen hierfür gibt es weder
im geltenden Vertrags- noch Prozessrecht. Bei einer etwaigen gesetzlichen Rege-
lung müssten Grundrechte wie das Recht auf den gesetzlichen Richter oder das
Recht auf rechtliches Gehör berücksichtigt werden. Neben der Rechtssicherheit
stellt sich vor allem die Frage nach dem Nutzen und möglichen Risiken von smart
contracts. So besteht die Gefahr, dass die sich selbst vollziehenden Rechte ein-
seitig zugunsten derjenigen Vertragspartei gestaltet werden, die den Vertrag und
seine Bedingungen vorgibt.
Berichterstatter:
Mitberichterstatter:
Martin Mittag
Benjamin Adjei

II. Bericht:

1. Die EU-Konsultation (§83d BayLTGeschO) wurde dem Ausschuss für Wirt-
schaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digitalisierung federführend
zugewiesen. Der Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie
regionale Beziehungen hat das Konsultationsverfahren endberaten.

2. Der Ausschuss für Wirtschaft, Landesentwicklung, Energie, Medien und Digi-
talisierung hat das Konsultationsverfahren in seiner 29. Sitzung am 15. Okto-
ber 2020 federführend beraten und mit folgendem Stimmergebnis:


CSU:                     Zustimmung
B90/GRÜ:              Enthaltung
FREIE WÄHLER:  Zustimmung
AfD:                       Enthaltung
SPD:                     Zustimmung
FDP:                     Enthaltung

zu der in I. enthaltenen Beschlussempfehlung Zustimmung empfohlen.

3. Der Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Be-
ziehungen hat das Konsultationsverfahren in seiner 29. Sitzung am 20. Okto-
ber 2020 endberaten und mit folgendem Stimmergebnis:

CSU:                         Zustimmung
B90/GRÜ:                 Enthaltung
FREIE WÄHLER:     Zustimmung
AfD:                          Enthaltung
SPD:                        Zustimmung
FDP:                         Enthaltung

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Bayerischer Landtag 18. Wahlperiode

empfohlen, der Beschlussempfehlung des federführenden Ausschusses zuzu-
stimmen mit der Maßgabe, dass folgender Satz angefügt wird: „Der Beschluss
des Bayerischen Landtags wird unmittelbar an die Europäische Kommission,
das Europäische Parlament, den Ausschuss der Regionen und den Deutschen
Bundestag übermittelt.“.

Sandro Kirchner
Vorsitzender
Seite 10
[*/quote*]


Nazi-Dreck:

"Ein Verbot von Third-Party-Cookies sollte verhindert werden."


KEINE ABLEHNUNGEN!

CSU:                     Zustimmung
B90/GRÜ:              Enthaltung
FREIE WÄHLER:  Zustimmung
AfD:                       Enthaltung
SPD:                     Zustimmung
FDP:                     Enthaltung

zu der in I. enthaltenen Beschlussempfehlung Zustimmung empfohlen.

3. Der Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Be-
ziehungen hat das Konsultationsverfahren in seiner 29. Sitzung am 20. Okto-
ber 2020 endberaten und mit folgendem Stimmergebnis:

CSU:                         Zustimmung
B90/GRÜ:                 Enthaltung
FREIE WÄHLER:     Zustimmung
AfD:                          Enthaltung
SPD:                        Zustimmung
FDP:                         Enthaltung


CSU und SPD und "Freie" Wähler stimmen zu? Hitler wäre stolz auf seine strammen Jungs und Mädel.

Und die anderen haben nicht einmal genug Hirn im Schädel, um DAGEGEN zu stimmen. Als ob wir so eine Scheiße in der Weimarer Republik nicht zur Genüge erlebt haben.
« Last Edit: January 02, 2021, 05:47:13 PM by Krant »
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