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aus der Forschung
« on: July 12, 2005, 08:28:59 AM »

WALTER AG unterstützt Hertie-Institut für klinische Hirnforschung
bei Parkinson-Studie
Weitere Studienteilnehmer gesucht
Tübingen, den 31. März 2005

Am 4. April startet das Hertie-Institut für klinische Hirnforschung des Zentrums für Neurologie der Universität Tübingen eine Studie über eines der Risikomerkmale, das zur Parkinsonkrankheit führen kann. In der über fünf Jahre angelegten Forschungsarbeit werden die Probanden mittels Ultraschall untersucht. Die Tübinger Walter AG unterstützt das Vorhaben: Mehr als 100 Mitarbeiter nehmen teil. Es werden noch weitere gesunde über 50-Jährige gesucht.

Bis heute besteht die Therapie der Parkinsonkrankheit* lediglich in der Linderung der Symptome. Eine effektive, die Nervenzellen schützende Therapie gibt es derzeit nicht. Unter anderem weil beim Einsetzen der ersten Symptome bereits eine große Anzahl der Nervenzellen erkrankt bzw. zu Grunde gegangen ist. Um sinnvolle nervenzellschützende Therapien zu entwickeln, ist es enorm wichtig, Risikomerkmale für die mögliche Entstehung einer Parkinsonerkrankung zu identifizieren.

In der Studie des Tübinger Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung wird derzeit eines der möglichen Risikomerkmale untersucht: Mit der von Privatdozentin Dr. Daniela Berg mitentwickelten Ultraschalluntersuchung des Gehirns zeigt sich bei Parkinsonpatienten eine typische Veränderung im betroffenen Überträgerstoffsystem. Auch ein kleiner Prozentsatz gesunder Menschen weist dieses Ultraschallmerkmal auf. Allerdings ist bis heute völlig unklar, ob dieser Personenkreis jemals an Parkinson erkrankt.
In der über fünf Jahre angelegten Studie werden insgesamt über 2.000 Menschen, die älter als 50 Jahre sind, mittels Ultraschall untersucht. Bei Verlaufsbeobachtungen nach zwei und fünf Jahren wird festgestellt, ob Teilnehmer, die im Beobachtungszeitraum an Parkinson erkranken, tatsächlich Träger dieses „Ultraschallmerkmals“ sind. Sollte dies der Fall sein, so wäre es erstmals möglich, eine Risikogruppe zu identifizieren, der langfristig eine nervenzellschützende Therapie nützen könnte.

Für die Studie werden noch gesunde über 50-Jährige gesucht. Interessierte melden sich bitte bei PD Dr. Daniela Berg oder Katherine Schweitzer, Tel. 0 70 71/29-8 04 24.

* Die Parkinsonkrankheit ist eine mit dem Alter an Häufigkeit zunehmende Erkrankung des Gehirns (1,5 Prozent der 55-Jährigen und bereits 3,5 Prozent der 75-Jährigen sind betroffen). Da im Verlauf der Erkrankung Dopamin produzierende Nervenzellen untergehen, wird nach den derzeitigen therapeutischen Möglichkeiten dieser Überträgerstoff ersetzt.


Ansprechpartner für nähere Informationen:

Universitätsklinikum Tübingen
Hertie Institut für klinische Hirnforschung
Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt Neurodegeneration
Privatdozentin Dr. Daniela Berg
Hoppe-Seyler-Str. 3, 72076 Tübingen
Tel. 0 70 71/29-8 04 24, Fax 0 70 71/29-46 08
E-Mail daniela.berg@uni-tuebingen.de
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