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Author Topic: Fälle von Hepatitis B aufgetreten, die bei zwei Patienten zum Tod führten  (Read 4126 times)

ama

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Pressemitteilungen

Neue BVMed „Re-Use News“:
Britische Gesundheitsbehörde gegen Verwendung von Einmal-Lanzetten bei mehreren Patienten

12.01.2006 - 5/06
Berlin/London.Die britische Gesundheitsbehörde MHRA ruft in einem "Medical Device Alert" Krankenschwestern und Pflegekräfte dazu auf, Ein-Patienten-Lanzetten für die Blutentnahme nicht bestimmungswidrig bei mehreren Patienten zu verwenden. Für die Verwendung bei mehreren Patienten müssen die eigens dafür entwickelten Produkte gebraucht werden.

In englischen Pflegeheimen waren nach der bestimmungswidrigen Anwendung von Lanzetten zur Eigenanwendung Fälle von Hepatitis B aufgetreten, die bei zwei Patienten zum Tod führten. Das berichtet der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, in einer neuen Ausgabe seiner „Re-Use News“.

Die Lanzetten waren vom Hersteller speziell zur Entnahme von Blutproben durch die Patienten selbst entwickelt worden. Werden diese Produkte durch Krankenschwestern und Pflegepersonal bei verschiedenen Patienten angewendet, so kann es zu Kreuzinfektionen und der Übertragung von Viren kommen. Für die Anwendung bei mehreren Patienten in Kranken- und Pflegeeinrichtungen werden deshalb andere Lanzetten angeboten.

Nun traten kürzlich in mehreren britischen Pflegeheimen Fälle von Hepatitis B auf, die mit der Verwendung der Ein-Patienten-Lanzetten in Verbindung gebracht werden. Die britische Gesundheitsbehörde Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency (MHRA) hat deshalb medizinische Einrichtungen, Pflegeheime und Behörden aufgerufen, umgehend Maßnahmen einzuleiten, die den bestimmungswidrigen Gebrauch verhindern. Krankenschwestern und Pflegekräfte werden angewiesen, entweder Mehrpatienten-Lanzetten zu verwenden oder Produkte, die nur für den einmaligen Gebrauch geeignet sind. Ein-Patienten-Lanzetten für die Selbstanwendung dürfen nicht verwendet werden. Bis 30. Januar 2006 müssen alle Maßnahmen abgeschlossen sein.

Der BVMed setzt sich dafür ein, dass Patienten nicht durch den bestimmungswidrigen Gebrauch von Einmalprodukten zu Schaden kommen. Als Teil der Zweckbestimmung wird auch die Produktauslegung als Einmal- oder Mehrwegprodukt betrachtet. Diese Anschauung ist in Deutschland jedoch umstritten.

Mehr Informationen zum Thema sowie die "Re-Use News" befinden sich im Internet unter www.bvmed.de/themen/reuse.

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Quelle:
http://www.bvmed.de/presse/pressemitteilung/Neue_BVMed_Re-Use_News_Britische_
Gesundheitsbehoerde_gegen_Verwendung_von_Einmal-Lanzetten_bei_mehreren_Patienten.html

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Mondstein

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Fälle von Hepatitis B aufgetreten, die bei zwei Patienten zum Tod führten
« Reply #1 on: October 21, 2006, 05:21:16 PM »

ama postete
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Pressemitteilungen

Neue BVMed „Re-Use News“:
Britische Gesundheitsbehörde gegen Verwendung von Einmal-Lanzetten bei mehreren Patienten

12.01.2006 - 5/06
Berlin/London.Die britische Gesundheitsbehörde MHRA ruft in einem "Medical Device Alert" Krankenschwestern und Pflegekräfte dazu auf, Ein-Patienten-Lanzetten für die Blutentnahme nicht bestimmungswidrig bei mehreren Patienten zu verwenden. Für die Verwendung bei mehreren Patienten müssen die eigens dafür entwickelten Produkte gebraucht werden.

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WAS????
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ama

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Fälle von Hepatitis B aufgetreten, die bei zwei Patienten zum Tod führten
« Reply #2 on: October 21, 2006, 05:52:25 PM »

http://www.bvmed.de/themen/reuse/pressemitteilung/Aufbereitungspraxis_muss
_staerker_ueberwacht_werden.html

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Patientensicherheit versus Kosteneinsparung: Das ist für Peter Schröer von
Ethicon Endo-Surgery, Sprecher der Arbeitsgruppe "Re-Use" der
europäischen Medizinproduktehersteller, die Konfliktsituation. Die
Forderung, die Aufbereiter genauso zu regulieren wie die Hersteller, wurde
auf europäischer Ebene abgelehnt. Die Überarbeitung der europäischen
Medizinprodukterichtlinie sehe keine Regelung über die Aufbereitung von
Einmalprodukten vor. Schröer gab eine Übersicht zur Aufbereitungssituation
in Europa. In Frankreich und Spanien ist die Aufbereitung von
Einmalprodukten verboten. Auch Italien spricht sich dagegen aus. In
England schreibt die zuständige Behörde vor, dass Einwegprodukte
"unter keinen Umständen wieder verwendet werden“ sollen. Für Aufregung
sorgte im Jahr 2003 der Todesfall eines neunjährigen Jungen verursacht
durch die Verwendung eines aufbereiteten Beatmungsschlauchs.

In Deutschland ist die Aufbereitung gängige Praxis, die Qualität müsse aber hinterfragt werden.

Eine Studie von Professor Beck mit über 2.000 aufbereiteten Produkten
zeigte, dass fast die Hälfte der Produkte Oberflächenschäden und
Kontaminationen aufweisen.

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ama

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Fälle von Hepatitis B aufgetreten, die bei zwei Patienten zum Tod führten
« Reply #3 on: November 13, 2006, 11:10:13 AM »

Übertragung von Creutzfeld-Jacob-Krankheit durch Wiederverwendung chirurgischer Instrumente


http://www.chuv.ch/swiss-noso/d82a1.htm

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Die Risikobeurteilung in Grossbritannien und das Rationale für
Empfehlungen


Das britische Gesundheitsdepartement publizierte im Februar 2001 eine
Risikobeurteilung mit dem Titel "Risk Assessment for Transmission of
vCJD via Surgical Instruments"
. Diese Beurteilung stützt sich auf
mathematische Modelle und numerische Szenarien ab, denen einige Annahmen
zugrundeliegen, die aber verschiedene Möglichkeiten für die zukünftige
Entwicklung der vCJD-Epidemiologie aufzeigen. Gleichzeitig ermöglichen
diese Modelle theoretische Einblicke in die Wirksamkeit und die
Auswirkungen verschiedener Dekontaminations- und Sterilisationsverfahren.
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In der Webseite sind wichtige Tabellen!
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« Last Edit: November 13, 2006, 11:10:48 AM by ama »
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