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Author Topic: Ein weiterer Fall von Kindsvernachlässigung durch Ernährungsideologen  (Read 3789 times)

deepbluesea

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Da blieb mir beim Lesen wirklich die Luft weg. Wie dumm muss man sein, um sein Kind so zu vernachlässigen?!

[*quote]
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Geschrieben von Kim am 21. Juli 2007 14:14:23:

Hallo!

Ich schreibe jetzt mal quasi im Auftrag meines Sohnes (in 2 Wochen 3 Jahre alt).
Da er sich extrem viel Zeit lässt mit dem Sprechen lernen - das meiste verstehe nur ich, spricht noch keine ganzen Sätze, erzählt und fragt mehr als dass er antwortet - und ich dauernd darauf von allen Seiten angequatscht werde (er ist zudem kleiner als die anderen Kinder in seinem Alter und wird oft mind. 1 Jahr jünger geschätzt), bin ich gestern bei einer sehr offenen, alternativ eingestellten Ärztin (Allgemeinmed.) gewesen, die sogar pro vegan eingestellt ist, aber "natürlich" keine Ahnung von Rohkost geschweige denn Urkost hat.
Sie meinte, das alles wäre sehr auffällig, und es müsste etwas getan werden. Sie möchte ihn von einem befreundeten Kinderneurologen untersuchen lassen (werde ich auf gar keinen Fall hingehen, ich wollte ja eigentlich auch schon nicht zu ihr!), um herauszufinden, ob es an der veganen Ernährung liegt (wir waren bis vor kurzem noch Kochveganer) oder daran, dass er vielleicht schwerhörig nach einer Mittelohrentzündung sein könnte (wäre mir das nicht aufgefallen?), die er letztes Jahr im Februar durchgemacht hatte (er hatte mehrere Tage (teilweise hohes) Fieber gehabt, erst war die Entzündung nur auf einem Ohr, später beidseitig), das wurde nie nachkontrolliert.
Mir ist natürlich klar, dass die damalige Entzündung unter Urkost nicht passiert wäre, aber was ist, wenn er jetzt tatsächlich dadurch (auf einem Ohr oder auf beiden) schwerhörig ist? Kann die konsequente Urkost das wieder heilen?
Und wenn sein Sprachdefizit an der falschen Ernährung liegt (Unreife des Sprachzentrums im Gehirn, wie die Ärztin es nannte), ist es durch die Urkost wieder aufzuholen?
Die Frau sprach auch von notwendiger Förderung wie Psychomotorik oder Ergotherapie, sonst müsste er vielleicht in einen Förderkindergarten (für Lernbehinderte oder Sprachheilkiga) bzw. eine Förderschule später gehen...

Ich mache mir solche Vorwürfe, nicht früher mit der Urkost begonnen zu haben, hatte es ja schon unzählige Male versucht und nicht durchgehalten...

Eigentlich hab ich mir nie wirklich Sorgen gemacht, fand´s schon komisch, dass er halt in dem Bereich hinterherhinkt, aber dafür ist er motorisch sehr fit und macht mir auch sonst einen aufgeweckten, hellen Eindruck und ich dachte einfach, dass er eben jemand ist, der da mehr Zeit braucht...

Was haltet Ihr davon?
Ich könnte guten Rat gebrauchen. Gerade auch in Bezug auf Aktivitäten, die seine Sprachfertigkeiten auf natürliche Weise fördern.


Vielen Dank für Eure Hilfe.


Besorgte Grüße,
Kim mit Niam
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[*/quote]

http://f25.parsimony.net/forum63512/messages/77886.htm
« Last Edit: July 25, 2007, 08:41:06 AM by deepbluesea »
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Keine Verschwörungstheorie ist dumm genug, um keine Anhänger zu finden.

ama

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Ein weiterer Fall von Kindsvernachlässigung durch Ernährungsideologen
« Reply #1 on: July 25, 2007, 01:45:15 PM »

Das Kinder verhungert:

[*QUOTE*]
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Re: Das Einstein-Syndrom - late talker sind nicht
unbedingt sprachbehindert!
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kreativen Tandem-Stillmutter ]
Geschrieben von Kim am 21. Juli 2007 20:02:52:

Als Antwort auf: Das Einstein-Syndrom - late talker sind nicht unbedingt
sprachbehindert!
geschrieben von Brigitte Rondholz am 21. Juli 2007 18:28:06:

Liebe Brigitte,
vielen Dank für Deine Antwort! Die Ärztin hat auch für meinen Geschmack
ein wenig zu dick aufgetragen...

Zur Ernährung meines Sohnes:
Ich habe ihn 16 Monate lang ausschließlich gestillt, da er bis dahin
alles, was ich ihm anbot, kategorisch ablehnte. Dann ging es ganz langsam
los mit Apfel und Reiswaffeln, manchmal auch Maiswaffeln, bis wir dann vor
kurzem auf Urkost umgestellt haben
, hat er neben der Muttermilch
hauptsächlich Reiswaffeln mit veganem Aufstrich, Äpfel, getr. Mangos,
getr. Ananas, Rosinen, Cashewnüsse, leider auch den einen oder anderen
Keks (stets vegan, versteht sich), selten mal Nudeln oder Quinoa oder Reis
mit Tofu gegessen - also ausser Äpfeln nichts Frisches
! Mumi ist nach wie
vor seine Hauptnahrung, er trinkt tagsüber 3-4 Mal, ansonsten kommt er
natürlich auch zum Trost oder wenn er Aggressionen abbauen muss. Nachts
trinkt er +/- 3 Mal.
Jetzt nimmt er neben meiner Milch Äpfel, getr. Obst, Nüsse und, man lese
und staune, auf jedem Spaziergang ein wenig Labkraut (manchmal auch
anderes Kraut, aber er mag wohl momentan nur Labkraut wirklich
) zu sich.
Ich hoffe einfach, dass er sich mit der Zeit endlich auch für andere
Früchte und vor allem auch für Gemüse und Wildpflanzen interessiert, das
ich ihm stets mit Begeisterung voresse!

Danke auch für die Links, werde ich mir gleich ansehen, wenn er schläft!
Was würde denn der Pädaudiologe genau mit ihm machen?
Schon etwas weniger besorgte Grüße,
Kim

>Liebe Kim,
>>Ich schreibe jetzt mal quasi im Auftrag meines Sohnes (in 2 Wochen 3
>>Jahre alt).
>>Da er sich extrem viel Zeit lässt mit dem Sprechen lernen - das meiste
>>verstehe nur ich, spricht noch keine ganzen Sätze, erzählt und fragt
>>mehr als dass er antwortet - und ich dauernd darauf von allen Seiten
>>angequatscht werde (er ist zudem kleiner als die anderen Kinder in
>>seinem Alter und wird oft mind. 1 Jahr jünger geschätzt), bin ich
>>gestern bei einer sehr offenen, alternativ eingestellten Ärztin
>>(Allgemeinmed.) gewesen, die sogar pro vegan eingestellt ist, aber
>>"natürlich" keine Ahnung von Rohkost geschweige denn Urkost hat.
>>Sie meinte, das alles wäre sehr auffällig, und es müsste etwas getan
>>werden.

> Ach herrje... diese dummen Ärzte mit ihrem nebulösen und
>verantwortungslosen Geschwafel.
>Ich habe solch ein Kind auch im Bekanntenkreis (und sie sind keine
>Rohköstler oder Veganer!!) aber ich wurde gefragt, dazu mal etwas zu
>sagen aus meiner Erfahrung als Mutter heraus, und somit hab
>ich zu diesem Thema vor noch nicht so langer Zeit mal ein wenig
>recherchiert. Ein Freund von mir ist in der Behindertenpädagogik tätig
>gewesen (mittlerweile Staatsekretär in einem Ministerium, auch von ihm
>bekam ich gute Hinweise!)
>Er riet aus seiner Erfahrung zu einer Untersuchung beim Pädaudiologen, um
>abzuklären, ob es organische Ursachen gibt.
>Es gibt zum Beispiel "Hörverarbeitungsstörungen", die aber NICHTS mit
>deiner Ernährung zu tun haben!
>Dies würde ich wohl machen, wenn ich berechtigte Zweifel hätte, dass mein
>Kind nicht richtig hört. Allerdings würde ich zu einem Niedergelassenen
>gehen und nicht in eine Uni-Klinik. Wenn du nicht privat versichert bist,
>bekommst du eh den Chef nicht zu Gesicht und wenn Du Pech hast, kriegst
>du einen unausgeschlafenen Assistenzarzt, der NULL Erfahrungen mit
>Kindern hat und Dir erst einmal Polypen und Mandeln entfernen will ...
>
>
>>Und wenn sein Sprachdefizit an der falschen Ernährung liegt (Unreife des
>>Sprachzentrums im Gehirn, wie die Ärztin es nannte),
> DAS ist so ins Blaue gesprochen, ein schlimmer Unfug, schlimmer geht es
>kaum noch...
>Ich kenne so viele stillende, vegane Familien, wo die Kinder plappern wie
>Wasserfälle und sich SEHR gut entwickeln. Sind nicht alle wirkliche
>Urköstler, trotzdem entwickeln die Kinder sich gut - vorausgesetzt sie
>werden gestillt.
>Abzuklären wäre: Stillst Du Dein Kind?
>Wie hast du es überhaupt ernährt? Gibt ja unzählige Varianten, wenn es um
>"vegane Ernährung" geht. 'Ne Tüte Chips und Cola sind auch vegan. Nur mal
>so als Beispiel.
>
>
>>ist es durch die Urkost wieder aufzuholen?
> Das "es" müsste zuerst geklärt sein.
>
>>Die Frau sprach auch von notwendiger Förderung wie Psychomotorik oder
>>Ergotherapie, sonst müsste er vielleicht in einen Förderkindergarten
>>(für Lernbehinderte oder Sprachheilkiga) bzw. eine Förderschule später
>>gehen...
>
> Verantwortungslose (weil verfrühte!) Panikmache!!

>>Ich mache mir solche Vorwürfe, nicht früher mit der Urkost begonnen zu
>>haben, hatte es ja schon unzählige Male versucht und nicht
>>durchgehalten...

> Ja - das ist in der Tat sehr schade - mit der Urmethodik könntest du
>HUNDERTPROZENTIG SICHER sein, Dein Kind optimal zu ernähren. Unzählige
>Beispiele belegen dies.
Lass Dich diesbezüglich nicht von
>Fleischsüchtigen verunsichern. Sie haben alle unrecht und die Zukunft
>wird dies belegen.
> Übrigens: Meine Tochter ist nun fast 15, sie ist urköstlich groß
>geworden und hat immer noch kein Medikament in ihrem Körper. Seit vielen
>Jahren wird mir von engstirnigen und vorurteilsbehafteten Menschen
>unermüdlich vorausgesagt, dass sie "Mangelerscheinungen" bekommen würde.
>(Allerdings nur im Internet, im richtigen Leben nie, denn sie sieht aus
>wie das blühende Leben ... )
> Wir beide lachen darüber immer, wenn wir mal zu viel Durian geschlemmt
>haben... halten uns die vollen Bäuche und sagen wie aus einem Mund
>grinsend: Reine MANGELerscheinungen! Das nur mal so als kleine Anekdote
>am Rande.
>
>>Eigentlich hab ich mir nie wirklich Sorgen gemacht, fand´s schon
>>komisch, dass er halt in dem Bereich hinterherhinkt, aber dafür ist er
>>motorisch sehr fit und macht mir auch sonst einen aufgeweckten, hellen
>>Eindruck und ich dachte einfach, dass er eben jemand ist, der da mehr
>>Zeit braucht...
>>Was haltet Ihr davon?
> Das spricht für:
>"A number of very famous and gifted persons - including Albert Einstein -
>were late talkers. Dr. Sowell studied everything he could find about late
>talking children, collected case histories from parents of similar
>children, and wrote a book chronicling his experiences and the
>experiences of other parents. If you or someone you know has a child who
>is a very late talker, but otherwise seems developmentally normal, this
>book is a must read." Late Talking Children, Thomas Sowell, Basic
>Books 1997 ISBN 0-465-03834-4
>http://www.drhull.com/EncyMaster/S/speech_late.html
>Das Einstein-Syndrom
>http://www.amazon.com/Einstein-Syndrome-Bright-Children-Talk/dp/0465081401
>Schau auch mal hier:
>http://www.grsampson.net/QLateSpeaking.html
>Wenn du des Englischen nicht mächtig bist, kauf Dir mal bitte:
>Annerose Keilmann
>So lernt mein Kind sprechen
>ISBN 3-310-00484-8
>
>
>>Ich könnte guten Rat gebrauchen. Gerade auch in Bezug auf Aktivitäten, die seine
Sprachfertigkeiten auf natürliche Weise fördern.
>
> Viel singen, NICHT fernsehen, kein Radio (Stimmenverwirrung!) viele
>Bewegungsspiele in freier Natur. NICHT zum Nachsprechen auffordern,
>sondern einfach normal und deutlich mit dem Kind sprechen. Nicht
>korrigieren. Viel vorlesen. Alle Handlungen verbal unterlegen. "Jetzt
>gehe ich ins Kinderzimmer und hole deine Regenhose..." "Ich hole jetzt
>die Ananas, damit wir sie zusammen essen können. Dazu brauchen wir ein
>Messer ..." etc.
>
>>Vielen Dank für Eure Hilfe.
> Immer sehr gerne. Bitte beantworte doch obige Frage nach der Ernährung.
>
>
>--
>
>"Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen.
>Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet
>Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem
>Sein und quäle nicht und töte nicht." (Buddha, Gautama (-560--480)
>
 
Antworten:
Re: Das Einstein-Syndrom - late talker sind nicht unbedingt sprachbehindert! Brigitte
Rondholz 22.7.2007 16:16 (0)
Nachtrag Kim 21.7.2007 22:29 (2)
Re: Nachtrag INA 23.7.2007 11:19 (1)
Re: Nachtrag Kim 23.7.2007 12:56 (0)
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« Last Edit: July 25, 2007, 01:53:54 PM by ama »
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