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Author Topic: Der Skandal beim Skandal  (Read 1721 times)

ama

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Der Skandal beim Skandal
« on: December 23, 2005, 10:53:39 PM »

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5075092_REF1_NAV_BAB,00.html

[*QUOTE*]
Skandal um Klon-Pionier Hwang
Wissenschaftsjournale im Fokus

Nach dem Skandal um gefälschte Forschungsergebnisse des südkoreanischen Klonforschers Hwang Woo Suk rückt auch die Praxis der Wissenschaftsmagazine in den Blickpunkt.

[...]

"Wenn einer von Hwangs Co-Autoren, die möglicherweise um die Fälschungen gewusst haben, früh zu einem Ombudsmann hätten gehen können, hätte man diesen Fall verhindern können", so Beisiegel weiter.
Stand: 23.12.2005 20:04 Uhr
[*/QUOTE*]

Was für ein verlogenes Gesülze. Selbst wenn man die Universitäten mit der Nase darauf stößt, was für eine Hundehinterlassenschaft sich ihre Damen und Herren "Forscher" leisten, werden die Täter jahrelang gedeckt.

Beispiel: Universität Leipzig

Hierzu ein Kommentar:

http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/~bruhn/Kommentar221205.html

[*QUOTE*]
Kommentar
zur Mitteilung der Ständigen Kommission der Universität Leipzig
zur Untersuchung von Vorwürfen des wissenschaftlichen Fehlverhaltens

http://db.uni-leipzig.de/aktuell/index.php?modus=pmanzeige&pm_id=2238
http://www.idw-online.de/pages/de/news141536

Im Bericht der Kommision der Universität Leipzig wird festgestellt, dass

- dass mit der beanstandeten Arbeit aus dem Institut für Pharmazie
    (Prof. Nieber, Prof. Süß) gegen die Grundsätze
   ?guter wissenschaftlicher Praxis? ...  verstoßen wurde,
- es offensichtliche und von Frau Prof. Nieber auch eingeräumte Mängel
    in der Dokumentation und Auswertung der Versuchsreihen gegeben habe,
- die in der Satzung vorgesehenen arbeitsrechtlichen und akademischen
   Konsequenzen zu ziehen seien.

Dann gibt es den Nachsatz "Die Kommission betont, dass sie sich in dem Untersuchungsverfahren nicht der Frage zugewandt hat, wie aus wissenschaftlicher Sicht in der bekannten Auseinandersetzung zwischen Schulmedizin und Homöopathie Position zu beziehen ist."

Das ist nun allerdings reichlich blauäugig, hatte doch die Universität Leipzig noch vor zwei Jahren keinerlei Hemmungen, sich auf die Seite der Homöopathen zu stellen: Damals wurde der erstaunten Öffentlichkeit das "wissenschaftliche" Ergebnis "Keine Wirkung ohne Schütteln" im Journal der Universität Leipzig unterbreitet.

Weiter enthält die Presse-Mitteilung der Ständigen Kommission den abwiegelnden Satz
    "Dabei war nicht etwa Vorsatz, sondern mangelnde Sorgfalt kennzeichnend.".

Tatsache ist jedoch, dass am Institut für Pharmazie der Universität Leipzig Versuchsergebnisse gefälscht wurden. Die Konsequenzen aus diesen Fälschungen in Diplomarbeiten und in esoterischen Dissertationen dürften wohl (zunächst) Sache der Fakultät sein, wo man auch die erforderliche fachliche Kompetenz erwarten darf:

Hat hier, wie es die Pressemitteilung der Uni Leipzig fälschlich glauben machen will, untergeordnetes Laborpersonal von sich aus Versuchsergebnisse manipuliert und wurden diese Ergebnisse von den verantwortlichen Hochschullehrern Prof. Nieber und Prof. Süß sozusagen nur versehentlich an die große Glocke gehängt
oder
wurden nicht vielmehr diese gefälschten Ergebnisse von den verantwortlichen Vorgesetzten Prof. Nieber und Prof. Süß direkt "angeregt"?

Immerhin ist Prof. Süß bekennender Homöopath, Mitglied im Fachausschuss der Deutschen Homöopathischen Arzneibuch-Kommission, und
beide, Frau Prof. Nieber und Prof. Süß erhielten dafür den Reckeweg-Preis der homöopathienahen Internationalen Gesellschaft für Homotoxikologie e.V., Prof. Süß zusätzlich noch den 1. Hahnemann-Preis der Stadt Meißen. Beide waren deshalb an einem homöopathiefreundlichen "Forschungs"-Ergebnis höchst interessiert.
In Sachen "Homöopathieforschung an der Universität Leipzig" besteht also seitens der Universität weiterhin erheblicher Klärungsbedarf.

Aus der Satzung der Uni Leipzig:

(3) Außeruniversitäre wissenschaftliche Einrichtungen und Vereinigungen sind über ein wissenschaftliches Fehlverhalten dann durch den Rektor zu informieren, wenn die Einrichtungen oder Vereinigungen davon unmittelbar berührt sind oder der betroffene Wissenschaftler eine leitende Stellung in der betreffenden Einrichtung oder Vereinigung einnimmt oder in Entscheidungsgremien von Förderorganisationen oder dergleichen mitwirkt.
[*/QUOTE*]

ama

http://www.laborjournal.de/
(über Fälscher)
« Last Edit: December 23, 2005, 11:00:06 PM by ama »
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