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Author Topic: Hafenschlick: Wegen Giftfunden Werbeetat erhöht  (Read 3022 times)

ama

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Hafenschlick: Wegen Giftfunden Werbeetat erhöht
« on: December 28, 2007, 08:00:34 PM »

Hafenschlick ist eine dreckige Angelegenheit, vor allem eine SEHR dreckige politische Angelegenheit.

Hier ein Beweisstück von 1994. Damit es nicht heißt, ich hätte aus dem Zusammenhang gerissen, am Stück:  

[*QUOTE*]
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Wegen Giftfunden Werbeetat erhöht

Kreis Cuxhaven. Zwischen 70000 und 100 000 Mark mehr will die
Arbeitsgemeinschaft Grüne Küste in diesem Jahr für Werbung und
Marketingstrategien ausgeben. Das haben die Vertreter der 15 Gemeinden der
Arbeitsgemeinschaft beschlossen.

Die Arbeitsgemeinschaft, in der sich die Vertreter der
Fremdenverkehrsverbände von Greetsiel bis Otterndorf zusammengeschlossen
haben, tagte in Burhave (Kreis Wesermarsch), um über ein gemeinsames
Marketingkonzept nachzudenken.

Die Kurdirektoren befürchten, daß sich die Vergiftung der Nordsee mit dem
Pestizid Apron Plus negativ auf die Saison auswirkt. Deshalb beschlossen
sie, zusätzlich zum bisherigen Konzept, ihren Etat zu erhöhen und noch
stärker in die Öffentlichkeit zu gehen. Der Sonderetat soll durch eine
Umlage der einzelnen Gemeinden finanziert werden. Die Kurdirektoren wollen
vor allem im Süden Deutschlands ihre Anwesenheit auf Messen verstärken.
"Wir setzen aber auch auf den direkten Kontakt zu möglichen Gästen,"
erläutert Land Wurstens Kurdirektor Hans-Joachim Kerber das Werbekonzept.
So seien Telefonaktionen geplant, bei denen sich Binnenländer über die
Situation an der Küste informieren können.

Ebenfalls große Sorgen macht den Kurdirektoren der Rückgang der Ambulanten
Badekuren. "Die einzel nen Gemeinden hatten im vergangenen Jahr zwischen
zwei und 20 Prozent weniger Kurgäste," faßt Reinhard Thomsen von der
Kurverwaltung Wangerland die Situation zusammen. Er vermutet, daß sich
1996 die nächste Seehofer-Reform noch drastischer auswirkt.

mec
NORDSEE-ZEITUNG, 10.2.1994, Seite 24
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[*/QUOTE*]

Das ist EIN kleines Teilchen aus einem großen Morast...

.

Omegafant

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Re: Hafenschlick: Wegen Giftfunden Werbeetat erhöht
« Reply #1 on: April 15, 2018, 10:04:24 AM »

Wir wissen zweierlei:

1. Im Schlick sind Gifte.

2. Die Meere sind mit Mikroplastikpartikeln versucht, die vor allem an den Stränden angetrieben und im Sand zermahlen werden und so von Tieren aller Art aufgenommen werden.


Wie geht die Produktionsmafia damit um? Ganz einfach: sie stellt sich Persilscheine aus. Die taz hat letztes Jahr eine derartige Verbrauchertäuschung protokolliert.

http://www.taz.de/!5430160/

[*quote*]
    taz. die tageszeitung
    vom 31. 7. 2017
    Ökobiz
    S. 9
Themen
    Fischwirtschaft/Fischereipolitik WI0602
    XXX
    Verbraucherfragen / Verbraucherschutz / Verbraucherpolitik LE0801
    XXX
    2004 Zeichen ~ ca. 67 Zeilen
    Ausgabe 11389

taz.ökobiz

Krabbenfischer bald besiegelt

Ernährung Gutachter sagen, Krabbenfischerei sei nachhaltig. Naturschützer haben Bedenken

CUXHAVEN dpa | Krabbenfischer aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden sollen das MSC-Siegel für nachhaltige Fischerei bekommen. Das hätten Gutachter empfohlen, die die Voraussetzungen für das Siegel prüfen, teilte die Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer GmbH in Cuxhaven mit.

„Das ist ein bemerkenswerter Erfolg, denn mehr als 400 Fischereibetriebe aus drei Ländern haben sich dem Zertifizierungsprozess gestellt“, sagte Geschäftsführer Dirk Sander am Mittwoch. Mit der Empfehlung sei die erste große Hürde des Verfahrens genommen. In den kommenden fünf Jahren müssten aber noch weitere Bedingungen erfüllt werden.

„Es gibt noch keine Regeln für einen besseren Schutz der Nationalparks“
Hans-Ulrich Rösner, WWF

Das MSC-Siegel gilt als einziges weltweit anerkanntes Zertifikat für nachhaltig gefangenen Wildfisch. Es zeigt Verbrauchern, dass der Fisch aus gesunden Beständen stammt, der mit umweltfreundlichen und schonenden Methoden befischt wird. Bisher waren nationale Anerkennungsversuche in den Niederlanden und Deutschland erfolglos geblieben.

Zusammen mit Dänemark machten die drei Wattenmeeranrainer 2015 einen neuen, gemeinsamen Anlauf. Seit 2016 wirtschaften mehr als 400 Betriebe nach einem trilateralen Managementplan. Die Vorgaben schreiben unter anderem ein Bestandsmanagement, ein unabhängiges Kontrollsystem und technische Maßnahmen vor. Dazu gehören etwa größere Maschenweiten der Netze und verbesserte Fanggeschirre, die weniger stark den Meeresboden umpflügen.

Naturschützer beim WWF begrüßten die MSC-Empfehlung, sehen aber die Bedingungen für eine ökologisch zertifizierte Krabbenfischerei noch nicht erfüllt. „Regeln zur Bestandsschonung sind gut, aber es gibt noch keine Regeln für einen besseren Schutz der Nationalparks“, sagte WWF-Wattenmeerexperte Hans-Ulrich Rösner.

Dazu gehöre etwa die Anerkennung fischereifreier Zonen in diesen Schutzgebieten. Außerdem lande noch zu viel Beifang in den Netzen, wenn sich dort kleine Fische und wirbellose Tiere verfingen und verendeten. In den kommenden Wochen seien weitere Gespräche zu diesen wichtigen Punkten nötig.
[*/quote*]

Das ist der Artikel in seiner jetzigen Online-Fassung. Ich habe nichts gekürzt. Interessant ist ja, was in dem Artikel steht - und noch viel mehr, was nicht drin steht!

Was steht nicht drin? Die Sache mit den Giften. Daß die Zertifiziererei ein Marketingtrick ist, steht auch nicht drin. Die taz ist von den Zertifizierungsspezis sauber reingelegt worden.

Die Rolle von WWF und Greenpeace als Feigenblättern sollte auch nicht vergessen werden.

Trau, schau, wem...

Wer kümmert sich heute noch wirklich um die Natur?
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Steine kann man nicht essen!
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