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Author Topic: ANTARES - ein Blick in den Weltraum mit Neutrinos  (Read 1619 times)

ama

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ANTARES - ein Blick in den Weltraum mit Neutrinos
« on: April 18, 2008, 08:56:47 PM »

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Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 26.08.2003

ANTARES - ein Blick in den Weltraum mit Neutrinos

Sehen kann man Neutrinos nicht. Sie passieren die Netzhaut genauso
unbemerkt, wie sie die Erde in ihrem gesamten Durchmesser durchqueren
können, ohne eine Spur zu hinterlassen. Trotzdem eröffnen solche
Elementarteilchen tiefere Einblicke als das Licht und könnten sogar
dunkle Materie sichtbar machen - wenn es gelingt, genügend dieser
flüchtigen Informanten einzufangen. Am Physikalischen Institut der
Universität Erlangen-Nürnberg sind die Lehrstühle von Prof. Dr. Gisela
Anton und Prof. Dr. Uli Katz am  Neutrinoteleskop ANTARES beteiligt, das
zur Zeit in einem europäischen Gemeinschaftsprojekt in 2400 Metern Tiefe
vor der Küste von Marseille aufgebaut wird.


Da Neutrinos äußerst selten eine Reaktion eingehen, ist es sehr
schwierig und aufwändig, Neutrinos zu detektieren. Erschwerend kommt
hinzu, dass hochenergetische Neutrinos in relativ geringer Anzahl
erzeugt werden. Deshalb benötigt man zum Nachweis hochenergetischer
Neutrinos sehr große Detektoren, die üblicherweise in internationalen
Kollaborationen entwickelt und betrieben werden, wie z.B. das
Antares-Projekt.

Das ANTARES-Teleskop wird aus zwölf "strings" bestehen, die jeder am
Boden verankert sind und von einer Boje am 480 m entfernten Ende straff
nach oben gehalten werden.An den "strings" befinden sich auf 25 "Etagen"
je drei Photosensoren, die wie große Augen aussehen und die das
Cerenkovlicht vermessen sollen, das bei einer Neutrinoreaktion entsteht.
Ein Neutrino kann bei einem Stoß mit einem Atomkern des Wassers
(Wasserstoffkern oder Sauerstoffkern) ein Müon erzeugen. Dieses Müon
fliegt entlang der ursprünglichen Richtung des Neutrinos und legt dabei
eine Strecke von ca. 100 m im Wasser zurück. Es emittiert auf diesem Weg
gewissermaßen als Bremsspur Cerenkovlicht. Dieses von den Photosensoren
nachgewiesene Lichtsignal wird elektronisch aufbereitet, digitalisiert
und über das Kabel an Land geschickt, wo es weiter analysiert und
gespeichert wird. Das ANTARES-Teleskop soll bis 2006 fertiggestellt
werden.


Zu dieser Mitteilung existieren Bilder im WWW. Siehe
* http://idw-online.de/public/zeige_bild?imgid=7932
  Skizze des Antares-Detektors.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.presse.uni-erlangen.de/infocenter/presse/pressemitteilungen/forschung_2003/08/670antares.shtml
[Link korrigiert, ama]

gp
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« Last Edit: April 18, 2008, 09:04:42 PM by ama »
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Yulli

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Re: ANTARES - ein Blick in den Weltraum mit Neutrinos
« Reply #1 on: August 15, 2018, 04:06:43 PM »

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