TG-1 * Transgallaxys Forum 1

Pages: [1]

Author Topic: Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit und damit auf Impfungen  (Read 1722 times)

ama

  • Jr. Member
  • *
  • Posts: 1128

[*QUOTE*]
--------------------------------------------------------------------------
Recht auf Impfungen

Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit
und damit auf Impfungen


Die Menschenrechte gelten allumfassend.Die Vereinten
Nationen haben für die Rechte der Kinder sogar eine
eigene Konvention verabschiedet.Darin wird
festgehalten, dass die Unterzeichner-Staaten die
höchstenerzielbaren Standards für die Gesundheit der
Kinder eines Landes anstreben.Keinem Kind darf der
Zugang zur Gesundheits-Versorgung vorenthalten
werden.Mehr noch:Anlässlich einer UN-Konferenz in
New York vom 8.-10. Mai 2002 wurde durch die
Teilnehmerstaaten (auch die Bundesrepublik
Deutschland) vereinbart und als Ziel formuliert, dass
jedes Kind das Recht auf Impfungen hat, und dass
Routine-Impfungen notwendig sind, um das Recht des
Kindes auf Gesundheit umzusetzen.Nach dem
Grundgesetz haben Eltern das Recht, aber auch die
Pflicht, für ihre Kinder zu sorgen.Der Staat muss dann
eingreifen, wenn Eltern dieser Pflicht eklatant nicht
nachkommen.In seltenen Fällen – wir schätzen diese
auf 3% - lehnen Eltern Impfungen grundsätzlich ab.Es
bleibt dann eine rechtlich schwierige Frage, was hier
höher wiegt:das Elternrecht oder das Recht des Kindes
auf Gesundheit.Dürfen Eltern ihrem Kind Impfungen
auch dann vorenthalten, wenn daraus absehbar im
Leben des Kindes Krankheit und in einzelnen Fällen
gesundheitliche Schäden bis hin zum Tod resultieren?

In Deutschland sind in den vergangenen Jahren Kinder
immer wieder an Krankheiten verstorben, die es
anderswo gar nicht mehr gibt.So zählten Kinderärzte
und Infektions-Epidemiologen in Deutschland seit 2004
alleine 13 gesicherte Fälle von SSPE, einer immer
tödlich endenden Folge einer Masern-Infektion.

Diphtherie-Todesfälle gab es 1995 und 1997 und auch
Todesfälle durch schwere Infektionen mit dem
"Hib-Bakterium" treten immer wieder auf.

Masern-Epidemien sind kein unabwendbares Schicksal.

Das Infektions-Schutzgesetz (IfSG) hat zum Zweck,
Infektionen frühzeitig zu erkennen und die Menschen in
Deutschland vor übertragbaren Krankheiten zu schützen
(§ 1).Maßnahmen zur Abwehr von Gefahr sollen
Behörden schon dann ergreifen, wenn anzunehmen ist,
dass übertragbare Krankheiten auftreten können (§16
IfSG).Das geschieht derzeit nur unzureichend.

Deutschland hat sich gegenüber der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichtet, die
Masern im Lande bis zum Jahr 2010 zu eliminieren.Soll
dieses Ziel erreicht werden, ist die Politik gefordert:Die
Länder müssen jetzt ihre Kindergartengesetze und die
Schulgesetze so ändern und ergänzen, dass adäquate
Impfraten erreichtwerden. Wir brauchen auch valide
Instrumente, um Impfraten bis zum Alter von 24
Monaten ebenso zu dokumentieren wie das Fehlen von
Masern-Fällen.Die effektivste Maßnahme zum Schutz
unserer Kinder vor Infektionskrankheiten ist sicher, den
Besuch staatlicher Gemeinschafts-Einrichtungen davon
abhängig zu machen, dass die vom Staat ("öffentlich")
empfohlenen Impfungen gegeben wurden.Man würde
so nicht nur das Kinder-Recht auf Impfungen umsetzen,
man würde erstmals in unserem Lande auch jenen
Kindern, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft
werden können, gefahrlos den Besuch von
Gemeinschaftseinrichtungen überhaupt erst
ermöglichen.

Wissenschaftler und Ärzteschaft in Deutschland fordern
daher, dass ohne Nachweis aller öffentlich empfohlenen
Impfungen der Besuch staatlicher geförderter
Gemeinschaftseinrichtungen nicht mehr erlaubt ist. Die
Bundesländer haben jetzt noch dreieinhalb Jahre Zeit,
die Masern "fristgerecht" zu eliminieren. Die WHO
beobachtet Deutschland dabei – alle sechs Monate aufs
Neue. Der Wettlauf der Bundesländer hat also
begonnen: Wir werden erleben, welche von ihnen es
ernst meinen mit den Kinderrechten und mit dem
Infektionsschutz. "Impf-Pisa" hat begonnen.


Unterzeichner:

Dr. Wolfram Hartmann, Präsident, Berufsverband der
Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ)

Univ.-Prof. Dr. Dr. D. Niethammer, Generalsekretär,
Deutsche Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DAKJ)

Univ.-Prof. Dr. H. Böhles, Präsident, Deutsche
Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

Univ.-Prof. Dr. R. Berner, Vorsitzender, Deutsche
Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI)

Univ.-Prof. Dr. P. Wutzler, Präsident, Deutsche
Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten (DVV)

Univ.-Prof. Dr. A. Encke, Präsident,
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen
Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)

Univ.-Prof. Dr. N. Müller-Lantzsch, Präsident,
Gesellschaft für Virologie (GfV)

Univ.-Prof. Dr. F.D. Goebel, Vorsitzender, Deutsche
Gesellschaft für Infektiologie (DGI)

Univ.-Prof. Dr. med. R. E. Schmidt, Vorsitzender,
Deutsche Gesellschaft für Immunologie (DGfI)

Univ.-Prof. Dr. Ulrich Heininger, Vorsitzender,
Kommission für Infektionskrankheiten und Impffragen
der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Univ.-Prof. Dr. M. Frosch, Vorsitzender, Deutsche
Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM)

März 2008
--------------------------------------------------------------------------
[*/QUOTE*]

Quelle:
http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/show.php3?id=144&nodeid=
.
« Last Edit: June 10, 2008, 10:02:02 AM by ama »
Logged

ama

  • Jr. Member
  • *
  • Posts: 1128
Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit und damit auf Impfungen
« Reply #1 on: January 03, 2011, 07:30:56 PM »

Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit und damit auf Impfungen!
Pages: [1]