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Author Topic: In Erinnerung an Ebru  (Read 2213 times)

ama

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In Erinnerung an Ebru
« on: August 20, 2008, 03:13:15 PM »

http://www.klinikum-bremen-mitte.de/internet/presse/de/Juli_2008/
Wenn_man_lacht__freut_sich_der_K__rper.jsp?siteName=holding

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23.07.2008

"Wenn man lacht, freut sich der Körper"

16-jährige Ebru Pek veröffentlichte kurz vor ihrem Tod selbst verfasste Geschichten

Viele Jahre lang war Ebru Pek Patientin der Prof.-Hess-Kinderklinik, bevor sie vor wenigen Wochen an den Folgen einer angeborenen Immunschwäche gestorben ist. Fast erblindet, schrieb sie seit ihrem 14. Lebensjahr Gedichte, kleine Erzählungen und ihre vielen Träume auf. Als sie wusste, sie würde nicht mehr lange leben, wünschte sich das Mädchen nichts sehnlicher, als ihre Texte in einem Buch zu veröffentlichen. Sie wollte anderen Kindern Mut machen im Kampf gegen Krankheiten und Schmerzen. In der vergangenen Woche ist ihr Buch "Ich habe einen Engel in mir... - Mein Leben und meine Geschichten" im Buchhandel erschienen.

Am Anfang stand ein Abschiedsbrief. Ebru Pek hatte im Krankenhaus erfahren, dass sie nicht mehr zur Schule gehen kann. Die 14-Jährige schrieb einen Brief aus dem Klinikum Bremen-Mitte an ihre Klasse, um Tschüß zu sagen. Für das Schreiben brauchte Ebru Unterstützung: Als Folge ihrer Krankheit konnte das Mädchen kaum noch sehen. So diktierte sie den Brief ihrer sozialpädagogischen Betreuerin aus der Prof.-Hess-Kinderklinik, Karen Duden. Und die begeisterte sich für Ebrus Schreibstil. Ihre Idee: "Ebru, denk Dir doch mal Geschichten aus."

Fast erblindet, entdeckte Ebru ihre Phantasie in einem Krankenzimmer, das sie kaum noch verlassen konnte. Über Wochen lag sie auf Station und kämpfte mit den Folgen einer angeborenen Immunschwäche. Über ihre Krankheit wollte sie nichts schreiben. Die nahm sowieso schon einen viel zu großen Teil ihres Lebens ein, meinte Ebru stets. Stattdessen schrieb Ebru ihre Träume auf. In kurzen Erzählungen erzählte sie von kranken Kindern, die immer wieder Ähnlichkeit mit ihr selbst haben. Am Ende steht die Heilung - die oft durch ein kleines Wunder geschieht. Doch sie bekämpfte ihre Krankheit auch mit Humor. "Wenn man lacht, freut sich der Körper", sagte Ebru gerne. So kann, darf und soll man lachen. Gerade in den kleinen Gedichten in "Ich habe einen Engel in mir..." findet sich immer wieder ihr besonderer Humor.

Ebrus Texte kommen aus dem Herzen. Mit ihnen wollte sie anderen kranken Kindern helfen. Und sie wollte andere kranke Kinder ermuntern, sich selbst Geschichten auszudenken. "Wenn ihr wollt und Lust habt, könnt ihr selbst ein Buch schreiben. Benutzt einfach eure Phantasie", erklärte sie gerne. Ebru hatte in den langen Klinikaufenthalten eine wichtige Erfahrung gemacht: Irgendwo findet sich immer Hoffnung. Auf die konzentrierte sie sich. Auch deshalb wollte sie nicht über ihre Krankheit schreiben oder sprechen. Sie wollte sich ihr nicht ausliefern.

Als Ebru klar wurde, dass sie nicht überleben würde, setzte sie alle Energie in die Veröffentlichung ihres kleinen Buches. Die wurde offiziell mit der ISBN-Nummer. Kurz nachdem sie die für sie so wichtige Zahl erhalten hatte, starb Ebru. Sie wurde 16 Jahre alt. Durch die Hilfe von Spendern konnte "Ich habe einen Engel in mir... - Mein Leben und meine Geschichten" beim Verlag book-on-demand erscheinen.

Die ISBN-Nummer lautet: 978-3-86805-129-2. Das Buch kann im Buchhandel erworben werden, Preis: 16,95 Euro.

Bei Rückfragen:
Helga Loest
Gesundheit Nord - Klinikverbund Bremen
Telefon (0421) 40819022
E-Mail: helga.loest [bat] gesundheitnord.de
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