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Author Topic: Angebliche Verifikationen der GNM  (Read 2802 times)

ama

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Angebliche Verifikationen der GNM
« on: January 11, 2006, 08:53:14 PM »

Das habe ich aus Docs Forum:

http://f23.parsimony.net/forum49144/messages/60847.htm

[*QUOTE*]
Die sogenannten "Verifikationen" der GNM
DAS Forum f. Medizin, Heilkunde und Medizinkritik

Geschrieben von Andi am 11. Januar 2006 14:41:42:

Angebliche Verifikationen der GNM

Die Vertreter der GNM behaupten, sie sei über 30mal ?verifiziert? worden.
Ganz abgesehen davon, dass die ?Verifikation? in der Wissenschaft seit den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts nicht mehr angewendet wird, finden sich in den Veröffentlichungen von Pilhar über die GNM lediglich 12 ?Verifikationen?. Da Pilhar so ziemlich jedes Schriftstück über die GNM veröffentlicht, egal, ob Privatkorrespondenz, Zeitungsartikel, amtliche Dokumente etc., darf man davon ausgegehen, dass es auch nur diese 12 gibt.
Die sollte man sich doch mal genauer ansehen, denn die GNM-Jünger basieren ja darauf schließlich ihre Doktrin:

1. Die Verifikation von Löwenstein (1982):
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/820729.htm

Diese ?Verifikation? des damaligen Chefarztes der Abteilung für
Anästhesie, Lungenphysiologie und Allergologie besteht aus einer 8zeiligen Bescheinigung, dass Hamer unter der Anwesenheit der jeweiligen Stationsärzte 5 Patienten untersucht habe und je 5 Kriterien der ?eisernen Regel des Krebses? erfüllt sieht.
Zur Methodik der Untersuchungen und Art der festgestellten Daten nimmt das Dokument keine Stellung, und was beweist denn auch schon die Anwesenheit des jeweiligen Stationsarztes?

Wertung: völlig unbrauchbar


2. Überprüfung durch Dr. E. Brauchle, Radiologe:
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/830922.htm

Hierbei handelt es sich um eine 10zeilige Bescheinigung des Radiologen, der bestätigt, dass diverse Kollegen niemals einen ?Hamer-Herd? haben wachsen sehen, und dass ein ?Hamer-Herd? , der nicht wächst, kein bösartiger Tumor sein könne.

Die Intention der Bescheinigung wird nicht klar, zudem sie sich auf ?folgende Kollegen? bezieht, die gar nicht genannt werden. Mit einer ?Verifikation? hat das rein gar nichts zu tun.

Wertung: verwirrend und völlig unbrauchbar


3. Überprüfung in Wien, September 1984:
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/840906.htm

Hierbei handelt es lediglich sich um eine Vereinbarung über eine zukünftig durchzuführende Studie an der kardiologischen Uniklinik in Wien, ?die überschlagsmäßig den möglichen Zusammenhang zwischen Herzinfarkt, Revierkonflikt und Veränderungen im Gehirn, und zwar rechtstemporal in Form eines sogenannten HAMERschen HERDES, klären soll.?
Bei Voruntersuchungen an acht Patienten seinen interessante Zusammenhänge entdeckt worden, die näher untersucht werden sollen.
Also keine ?Verifikation? sondern eine Verabredung zu einer weiteren Untersuchung, die wohl nie stattgefunden hat.

Wertung: völlig unbrauchbar


4. Noch einmal eine ?Verifikation? aus Wien, Dezember 1988:
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/881209.htm

Ein 13zeiliger Wisch ohne Briefkopf, in dem fünf Unterzeichner (darunter Hamer selbst), die Reproduzierbarkeit der ?eisernen Regeln des Krebses? an sieben Patienten gefunden haben wollen.
Über Methodik der Untersuchungen und exakte Ergebnisse schweigt sich das Dokument aus.

Wertung: völlig unbrauchbar


5. Gmünder ?Verifikation? an einer Zahnarztfrau:
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/881210.htm

Ein 9zeiliges Schreiben eines Zahnarztes, in dem er bestätigt, dass er gemeinsam mit Hamer und einer praktischen Ärztin aus Wien, die bereits an einer anderen ?Verifikation? teilnahm, die ?eisernen Regeln des Krebses? an seiner Ehefrau überprüft und bestätigt gefunden habe.
Wieder kein Hinweis auf Methodik und genaue Ergebnisse, zudem der Zusatz des Zahnarztes, dass er ab sofort die ?EISERNE REGEL DES KREBS auf die Erkrankungen der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten anzuwenden? gedenke.

Wertung: völlig unbrauchbar


6. Münchner ?Verifikation? vom März 1989:
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/890305.htm

18zeilige, notariell beglaubigte Abschrift, auf der 15 Personen (einschl. Hamer selbst) versichern, dass an 27 untersuchten Patienten die ?eisernen Regeln des Krebses? nachgewiesen worden seinen.
Keine Angaben zur Methodik, keine Daten zu den Untersuchungsergebnissen und teilweise exakter Wortlaut, wie bei der Wiener ?Verifikation? 1988.

Wertung: völlig unbrauchbar


7. Die unleserliche Verifikation:
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/890408og.htm

Vollkommen unleserlicher, 13zeiliger Schrieb der französischen ?Association Stop au Cancer? mit vielen ebenso unleserlichen Unterschriften, darunter wieder die von Hamer selbst. Das Satzbild erinnert aber stark an die ?Verifikation? von Nemur (s.u.).

Wertung: völlig unbrauchbar

8. ?Verifikation? der Fa. Siemens (1989)
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/891222.htm

Hierbei handelt es sich um eine Bescheinigung der Fa. Siemens von 1989 über 8 Ausschlusskriterien von Artefakten im Hirn-CT.
Abgesehen davon, dass 1989 die Computertomographie noch in den Kinderschuhen steckte, und man über mögliche Artefakte noch nicht besonders viel wusste, kann dieses Schreiben, das seltsamerweise auch von Hamer selbst unterzeichnet wurde, nicht als Nachweis für die Richtigkeit der ?eisernen Regeln des Krebses? dienen.

Wertung: völlig unbrauchbar


9. Protokoll der Ärztekonferenz vom 12./13.05.1990 in Namur
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/900513.htm

Die 11zeilige Übersetzung eines Protokoll einer Ärztekonferenz in Namur (Belgien) vom 12. u. 13. 5. 90 bestätigt die Richtigkeit der ?eisernen Regel des Krebses?, welche anhand von sechs Patienten untersucht wurde.
Wieder keine näheren Aufzeichnungen über genaue Ergebnisse und Methodik, auch die Namen der teilnehmenden Ärzte werden diesmal verschwiegen.

Wertung: völlig unbrauchbar


10. Schreiben von Prof. Stemmann an den Dekan der med. Fakultät Düsseldorf
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/920524.htm

Stemmann beschreibt die positive Überprüfung der ?eisernen Regel des Krebses? anhand von 24 Patienten ohne auf Details einzugehen. Diese kündigt er in einer ?ausführlichen Dokumentation samt detailliertem Prüfbericht? an.
Aber wo ist dieser Bericht? Pilhar hat ihn offensichtlich nicht veröffentlicht, und das will bekanntlich was heißen.
Stemmann kennt als Wissenschaftler die Gepflogenheiten für den Nachweis neuer Hypothesen. Sein Schreiben an den Dekan stellt natürlich keine ?Verifikation? dar und die ausführliche Dokumentation ist nicht einsehbar, vielleicht, weil es sie gar nicht gibt, oder sie eben doch nicht das ergab, was Hamer gerne gehabt hätte. Interessant ist auch, dass Hamer ausgerechnet Stemmann als Zeugen aufruft, der ja bekanntlich sein Intimfeind wurde, nachdem er aus der ?Neuen Medizin? die ?Metamedizin? machte.

Wertung: völlig unbrauchbar


11. ?Bestätigung? von Burgau, 1993:
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/930127.htm

Hier wird Hamer auf eigenem Briefpapier (!) von Dr. Stangl und dem praktischen Arzt Dr. Limberger die Richtigkeit seiner Thesen bescheinigt. 12 Patienten seien untersucht worden. Keine weiteren Hinweise zur Durchführung der Untersuchungen und zu den Ergebnissen.

Wertung: völlig unbrauchbar


12. Die ?Verifikation? von Trnava (1998):
http://www.pilhar.com/Hamer/NeuMed/Zertif/980911.htm

Die berühmte ?Verifikation? der Uni Trnava, die von Hamer auch als ?amtliche Verifikation? bezeichnet wird.

Man nehme dich nur zwei Sätze vor:

?Es sollte festgestellt werden, ob nach naturwissenschaftlichen Regeln der Reproduzierbarkeitsprüfung die Verifikation seines Systems festgestellt werden konnte. Dies war der Fall.?

Das heißt eigentlich nichts anderes, als dass Hamers Gedankenkonstrukt in sich geschlossen ist.

?Von den jeweils etwa 100 Fakten, die man bei jeder Einzelerkrankung nach den Regeln der "NEUEN MEDIZIN" abfragen kann, konnten zwar in Ermangelung vollständiger Untersuchungsbefunde nicht alle Fakten abgefragt werden, aber die abgefragten Fakten zeigten, daß alle Naturgesetze der "NEUEN MEDIZIN" erfüllt waren.?

Es gab also keine vollständigen Untersuchungsergebnisse, aber die lückenhaften Daten, auf die man der Einfachheit halber erst gar nicht eingeht, genügen angeblich, um die ?Naturgesetze der NM? als erfüllt anzusehen.
Auch sonst keine Hinweise zur Durchführung der Untersuchungen und zu den einzelnen Ergebnissen.
Das Pamphlet stammt wohl tatsächlich von einer Universität. Diese verfügt jedoch nicht über eine medizinische Fakultät. Daher kann vielleicht auch kaum erwartet werden, dass sich diese Universität mit den Regeln medizinisch-wissenschaftlicher Veröffentlichungen auskennt.
Hamer kommentierte diese ?Verifikation?: ?Nach naturwissenschaftlichen Regeln darf eine offizielle Verifikation einer Universität nur dadurch außer Kraft gesetzt werden, daß die andere (falsifizierte) Seite, nämlich die sog. Schulmedizin, das Gegenteil beweist. Dies aber kann sie nicht. Denn mit 5000 Hypothesen kann sie überhaupt nichts beweisen, widerlegen oder verifizieren.?
Aber ebenso wenig, wie es heutzutage ?Verifikationen? gibt, gibt es auch ?offizielle? oder ?amtliche Verifikationen? oder Falsifikationen. Es bleibt dabei: wer eine These aufstellt, muss selbst dafür sorgen, dass er Beweise dafür bringt. Und eben dies ist Hamer auch mit seinem letzten Versuch der ?Verifikation? nicht gelungen.

Wertung: eine Farce, die den unterzeichnenden Professoren der Uni Trnava nachträglich sehr peinlich wurde.

Zusammenfassung:
Von den oft behaupteten ca. 30 Verifikationen der ?GNM? scheint selbst Pilhar nur 12 zu kennen. Von diesen 12, die er auf seiner Homepage veröffentlicht hat, erweisen sich 2 als reine Bescheinigungen über einen Sachverhalt (Siemens und Radiologe), eine ist nichts anderes als eine Vereinbarung über eine durchzuführende Studie (die wohl bis heute nicht erfolgt ist), und eine weitere ist die Ankündigung an den Dekan der medizinischen Fakultät Düsseldorf, ihm eine ausführliche Dokumentation zukommen zu lassen. Die ?Verifikation von Namur? ist vollkommen unleserlich, dürfte aber in ihrem Inhalt den anderen ähneln.
Die verbleibenden sieben ?Verifikationen? entsprechen in keiner Weise dem, was man sich als wissenschaftlichen Nachweis für die Richtigkeit der ?GNM? oder der ?eisernen Regeln des Krebses? erwarten würde. Es finden sich in keinem einzigen Fall Hinweise zur Methodik der Untersuchungen oder zu den Untersuchungsergebnissen selbst.
Die Summe der ?dokumentierten? Fälle beträgt 89, dazu kämen ggf. noch Fälle der ?unleserlichen Verifikation?, also dürfte sich die Gesamtzahl auf etwa 100 Patienten belaufen. Das ist so gut wie gar nichts. Mit einer Gruppe von n=100 kann kaum eine ernst zu nehmende Studie durchgeführt werden, selbst dann nicht, wenn alle 100 unter den gleichen Kriterien innerhalb der gleichen Studie untersucht worden wären, und wenn man nicht eine angeblich Bahnbrechende Theorie beweisen will.

Schlussfolgerung:
Die NM, GNM, eiserne Regeln des Krebses, oder wie Hamer auch immer seine Theorie nennen mag, wurde niemals in irgendeiner Art und Weise seriös nachvollzogen.
Es liegt kein erkennbares Studiendesign vor, es wurden keine Studienmethodik veröffentlicht und auch keine detaillierten Daten. Die Schreiben, die von den Hamer-Anhängern ?Verifikation? genannt werden, sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.

Nachvollziehbar ist jedoch, dass es bislang nicht einen einzigen Menschen gibt der nachweislich mittels o. g. Theorien von einem Krebsleiden geheilt worden wäre. Nachvollziehbar ist auch, dass mehrere Personen, die an einer bösartigen Erkrankung litten und sich der Therapie nach Hamer anvertrauten verstorben sind, obwohl sie bei einer definierten Therapie eine gute Überlebenschance gehabt hätten.

Antworten:

Re: Die sogenannten "Verifikationen" der GNM Thomas 11.1.2006 16:04 (0)
DAS Forum f. Medizin, Heilkunde und Medizinkritik
[*/QUOTE*]

lalala

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Re: Angebliche Verifikationen der GNM
« Reply #1 on: June 01, 2010, 07:51:38 PM »

adf
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