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Author Topic: Berufsverbot für Albonico: Entzug der Approbation und Schadenersatzklagen  (Read 3580 times)

ama

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Hans Ulrich Albonico (alias Hansueli Albonico), der Haupttäter des Kriminalfalls "alternativer Impfplan", dem inzwischen zigtausende Kinder zum Opfer gefallen sind, ist einer der Wortführer der Esomafiosi, die sich in der Schweiz aus dem Topf der Krankenkassen bereichern wollen. Bei dem "Votum", das am 17.5.2009 stattfinden soll, geht es um viel Geld.

Wie immer, wenn die Esotter keine Fakten haben (also 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr), lügen sie, daß sich die Betonpfeiler biegen.


Damit niemand behaupten kann, ich würde aus dem Zusammenhang reißen, hier erst mal das Beweisstück aus der NZZ als Ganzes:

http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/nzzvotum_komplementaermedizin/
die_begrenztheit_der_doppelblindstudie_1.2462196.html


[*QUOTE*]
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Blogs
›NZZ Votum
›Alles Placebo oder was?

26. April 2009, 17:12, NZZ Blogs
Eidg. Abstimmung vom 17. Mai - Komplementärmedizin
Die Begrenztheit der Doppelblindstudie
Die medizinische Versorgungsrealität ist anders

Die Bedeutung der Doppelblindstudie für die Alltagsrealität der ärztlichen Versorgung ist gering. Sie liegt auch in der Schulmedizin bei gerade mal 1%. Aussagekräftiger sind praxisnahe Versorgungsstudien.

Selbstverständlich gibt es auch in der Medizin einen Dialog zu methodologischen Fragen. Zum Wirksamkeitsnachweis ist der Doppelblindversuch längst nicht mehr genereller Goldstandard. (Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen 2005;4-5) Die randomisierte kontrollierte Studie (RCT, Doppelblindversuch) ist geeignet, die isolierte Wirksamkeit und Nebenwirksamkeit eines Medikamentes unter Ausblendung des Arztes und des Patienten zu ermitteln. Solche Studien werden jedoch primär im akademischen Setting durchgeführt, das nur weniger als 1% der zu behandelnden Patienten abdeckt. (New England Journal of Medicine 2001;344. The Lancet 2003; 362)  Darin liegt einer der Gründe,dass auch in der Schulmedizin keine 20% der Therapien mit diesem Instrument "bewiesen" sind.

Für den Wirksamkeitsnachweis in der Komplementärmedizin wurden in der Schweiz die Vorgaben in Ausführung des KVG wie folgt festgelegt: "Prioritär sind in erster Linie die praktischen Erfahrungen der Ärzte, welche die Methoden anwenden, die Anwendungstradition und praxisnahe Evaluationsverfahren. Die prospektiven kontrollierten klinischen Studien...werden als zweitrangig eingestuft." (Handbuch BSV 2000, S.31). Gestützt werden diese Vorgaben durch einen Entscheid des Bundesgerichtes: "Die Beurteilung der Wirksamkeit darf sich (in der Komplementärmedizin) nicht auf eine naturwissenschaftliche oder nur schulmedizinische Optik beschränken." (BGE 123 V 65 E.4a). Wie gezeigt, wurde der Wirksamkeitsnachweis gemäss diesen Vorgaben erbracht.(Schlussbericht PEK, BAG 2005)

Der Vorschlag, dass alle Therapien der Medizin ausschliesslich mittels Doppelblindstudien zu beurteilen seien, heisst im Klartext: Der grösste Teil der schulmedizinischen Behandlungen ist aus der Grundversicherung auszuschliessen und neu zu beurteilen. An die Erfassung der medizinischen Versorgungsrealität käme der theoretische Wissenschaftler damit aber nicht näher heran.

Hansueli Albonico
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Albonico, die schweizer Urgewalt des Nichts, in seiner Gewalttätigkeit gegen Kranke, vergeht sich gegen Kranke und deren Rechte UND er vergeht sich gegen die Basis der individuellen Therapie, die Individualität, indem er die individuelle Wahrnehmung der Allgemeinheit als allgemein gültig aufoktroyiert.

Für diejenigen, die dieser stringenten, analytischen Logik nicht folgen können, erkläre ich das jetzt ein bißchen ausführlicher.


Albonico, dem schon seit Jahren nachgewiesen wird, daß Wahrheit und Wahrhaftigkeit für ihn offensichtlich Fremdworte sind, erdreistet sich in einer landesweit öffentlich geführten hochbrisanten Diskussion zu folgender Exponentialblödheitsorgie:

[*QUOTE*]
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Die Bedeutung der Doppelblindstudie für die
Alltagsrealität der ärztlichen Versorgung ist gering.
Sie liegt auch in der Schulmedizin bei gerade mal 1%.
Aussagekräftiger sind praxisnahe Versorgungsstudien.

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[*/QUOTE*]


Bereits Mitte 2005 veröffentlichte die "Schweizer Ärztezeitung", herausgegeben vom "EMH Schweizerischen Ärzteverlag AG", Basel, einen Artikel von Claire-Anne Siegrist, Christoph Aebi, Daniel Desgrandchamps, Ulrich Heininger, Bernard Vaudaux.

Der ganze Artikel:
HTML: http://www.ariplex.com/ama/ama_im18.htm
Das Original als PDF: http://www.saez.ch/pdf/2005/2005-25/2005-25-777.PDF

Einige Punkte aus diesem Artikel, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt:

[*QUOTE*]
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Konsistent unrichtige Informationen

Abschliessende Duplik zum Artikel "Impfungen - ein weiterhin ungelöstes Problem" vom H.-U. Albonico und M. Hirte [1]

C. Aebi, D. Desgrandchamps, U. Heininger, B. Vaudaux, C.-A. Siegrist
[...]

Albonico und Hirte sind in ihrer Replik [1] auf unsere Kritik am SKS-Impfratgeber [2] bereit, in Detailfragen (z. B. Poliomyelitis) ihre Aussagen zu revidieren.

Grundsätzlich halten sie aber an ihrem Kurs fest und schreiten zum Rundumschlag, indem sie alle, die sich intensiv mit der Vakzinologie befassen, der Interessenkonflikte oder Verflechtung mit der Industrie oder Wissenschaftsfälschung oder Publikationsbehinderung oder falschen Studiendesigns usw. bezichtigen.

Damit verlagern sie die Diskussion auf persönlichkeitsverletzende Anschuldigungen.


Wir schliessen uns diesem Niveauwechsel nicht an, sondern halten an der Prämisse fest, dass jeder, der sich in Impffragen engagiert, aus ehrlicher Motivation handelt.

Wir verzichten auf eine nochmalige Punkt-für-Punkt-Antwort, die unsere ursprüngliche Kritik [2] grösstenteils duplizieren würde. Wir überlassen das abschliessende Urteil dem Leser und empfehlen überdies die Lektüre der zahlreichen Leserbriefe an die SÄZ [3].

Als abschliessende Replik wollen wir einzig darstellen, mit welcher Strategie Albonico und Hirte konsistent unrichtig informieren.
[...]

1. Mit sprachlichem Geschick erwirken sie den Eindruck, dass ihre Sicht umfassend, überwachend, aufdeckend und einsichtig ist und dass sie es sind, die den Konsumenten vor Impfenthusiasten und profitorientierter Industrie "schützen".

2. Sie bedienen sich der Reputation ausgewiesener Experten, indem sie diese fragmentarisch und aus dem jeweiligen Zusammenhang herausgerissen "zitieren" und deren Aussagen damit sinnentfremden.
[...]

3. Wissenschaftliche Arbeiten werden falsch interpretiert. [...]

4. Albonico und Hirte vermeiden konsequent, ihren eigenen medizinischen Hintergrund darzulegen. [...]
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[*/QUOTE*]


Obwohl Albonico ganz genau weiß, daß man ihn öffentlich der Unwahrheiten überführt hat und auch seine Methoden aufgedeckt sind, schreibt er rotzfrech als Untertitel seines Textes dies:

[*QUOTE*]
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Die Bedeutung der Doppelblindstudie für die
Alltagsrealität der ärztlichen Versorgung ist gering.
Sie liegt auch in der Schulmedizin bei gerade mal 1%.
Aussagekräftiger sind praxisnahe Versorgungsstudien.

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[*/QUOTE*]


Ist Albonico noch Herr seiner Sinne oder sieht er sich in seinem religioten Anthroposophenwahn so hoch erhaben über den Rest der Menschheit, daß er diese schweinemäßige Lüge einfach in die Menge posaunt, ihm kann keiner was, er ist ja ein höheres Wesen...?


Niemand - ich wiederhole: niemand! - wird behaupten können, daß diese Ausssage keine Lüge ist:

[*QUOTE*]
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Die Bedeutung der Doppelblindstudie für die
Alltagsrealität der ärztlichen Versorgung ist gering.

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[*/QUOTE*]

Weltweit bekannte und anerkannte Tatsache ist und bleibt, daß die Medikamente, die in gigantischen Mengen Tag für Tag eingesetzt werden, um Patienten gesund zu machen oder einer Erkrankung vorbeugen oder ihnen das (Über)leben überhaupt erst ermöglichen, mit Hilfe von Studien erforscht, überwacht und verbessert werden, deren wesentlicher Kern darin besteht, daß in der Studie weder der Kranke noch der Arzt wissen, ob ein wirksames Mittel oder ein Placebo gegeben wird. Diese Maßnahme ist notwendig, um auch unbewußte Einflußnahme auf den Patienten und/oder das Versuchsergebnis zu vermeiden.

Die Bedeutung der Doppelblindstudie für die Alltagsrealität der ärztlichen Versorgung ist also eine epochale!

Aber Albonico lügt das einfach unter den Tisch. Ebensogut hätte er behaupten können, Weiß sei Schwarz.

Was Albonico da von sich gibt, ist eine der dreistesten Lügen, die ich je gelesen habe.


Siegrist et al schreiben über Hans Ulrich Albonico und Martin Hirte extremst zurückhaltend:

"3. Wissenschaftliche Arbeiten werden falsch interpretiert."

Ich bedauere zutiefst, daß sie keine deutlicheren Worte genommen haben.

Ich überlege ernsthaft, in die Schweiz zu fahren und Albonico vor laufender Kamera nach Strich und Faden die Leviten zu lesen und ihn so auseinander zu nehmen, daß er heulend aus dem Studio kriecht.

Im Angesicht von Gewalt ist Höflichkeit gegenstandlos.

Was sich Albonico leistet, ist Gewalt. Es ist übelste Gewalt gegen das Recht auf Leben tausender Menschen, die wegen ihm und seinen Komplizen zu Schaden kamen.


Aber weiter im Text:

[*QUOTE*]
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Die Bedeutung der Doppelblindstudie für die
Alltagsrealität der ärztlichen Versorgung ist gering.
Sie liegt auch in der Schulmedizin bei gerade mal 1%.
Aussagekräftiger sind praxisnahe Versorgungsstudien.

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[*/QUOTE*]

Woher hat Hans Ulrich Albonico (alias Hansueli Albonico) diese Zahl? Antwort: Er hat sie einfach zusammenphantasiert. In der Psychiatrie nennt man das Logorrhoe.


Nach seinem Untertitel fährt Albonico fort:

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Selbstverständlich gibt es auch in der Medizin einen Dialog zu methodologischen Fragen. Zum Wirksamkeitsnachweis ist der Doppelblindversuch längst nicht mehr genereller Goldstandard. (Zeitschrift für ärztliche Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen 2005;4-5) Die randomisierte kontrollierte Studie (RCT, Doppelblindversuch) ist geeignet, die isolierte Wirksamkeit und Nebenwirksamkeit eines Medikamentes unter Ausblendung des Arztes und des Patienten zu ermitteln. Solche Studien werden jedoch primär im akademischen Setting durchgeführt, das nur weniger als 1% der zu behandelnden Patienten abdeckt. (New England Journal of Medicine 2001;344. The Lancet 2003; 362)  Darin liegt einer der Gründe,dass auch in der Schulmedizin keine 20% der Therapien mit diesem Instrument "bewiesen" sind.
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[*/QUOTE*]

Das ist weder eine Erklärung noch eine Begründung für seine unwahren Tatsachenbehauptungen im Untertitel. Nein, es ist seine Masche: scheinbare Begründungen aneinanderreihen und auf diese Weise Eindruck schinden, die Leser blenden.

Seine Methode ist bekannt. Claire-Anne Siegrist, Christoph Aebi, Daniel Desgrandchamps, Ulrich Heininger, Bernard Vaudaux haben sie in dem oben genannten Artikel anhand von Beispielen genau beschrieben:

[*QUOTE*]
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2. Sie bedienen sich der Reputation ausgewiesener Experten, indem sie diese fragmentarisch und aus dem jeweiligen Zusammenhang herausgerissen "zitieren" und deren Aussagen damit sinnentfremden.

Auf Seite 1202 zitieren sie auf diese Weise Professor Rolf Zinkernagel, dessen eigene Stellungnahme an anderer Stelle in der SÄZ publiziert wird und keines weiteren Kommentars bedarf.

Albonico und Hirte schreiben sich also Arbeit und Verdienste anerkannter Wissenschafter auf die eigene Fahne, obwohl sie auf Seite 1202 festhalten, dass

"die meisten Wissenschafter in diesem Bereich [...] in einem deutlichen Interessenskonflikt [stehen]."

Dennoch verschaffen sie so ihren eigenen Aussagen Gewicht, das sie durch echte Inhalte nicht auf die Waage bringen.

Ein weiteres Zitat auf S. 1205:
"Unsere Ergebnisse [4] unterstützen die Hypothese, dass Impfungen das Risiko von Autoimmunkrankheiten bei genetisch empfänglichen Individuen erhöhen, wenn sie bestimmten Umweltchemikalien ausgesetzt sind."

Albonico und Hirte lassen aber den vorangehenden Satz der Konklusion der Studienautoren weg [4]. Nicht unerwartet besagt er, dass "no straightforward conclusions can be drawn from these results because of the extreme experimental conditions of this study". Es handelte sich nämlich um eine tierexperimentelle Studie, bei der "lupus-prone"-Mäusen ein Hepatitis-B-Impfstoff und über sechs Wochen hohe Dosen von Quecksilberchlorid verabreicht wurden und ein leichter Anstieg der antinukleären Antikörper gefunden wurde.

... Zudem bezieht sich die Studie auf Quecksilber, während die Satzfolge (S. 1205) Aluminium suggeriert. Irrtum oder Absicht ?

3. Wissenschaftliche Arbeiten werden falsch interpretiert.

Auf Seite 1205 schreiben Albonico und Hirte:

"Zu Impfnebenwirkungen sind auch die Folgen für das Immunsystem durch das Verschwinden impfpräventabler Krankheiten zu zählen, etwa die Zunahme bakterieller Infekte in der frühen Kindheit [5]."

Die Aussage wird mit einer retrospektiven Arbeit "untermauert", die zeigte, dass febrile Kleinkinder mit Fieber und Influenza signifikant seltener (0,6 vs. 4,2 %) bakteriämisch waren als Kinder mit Fieber ohne Influenza. Daraus schliessen Albonico und Hirte anscheinend, dass Influenza vor bakteriellen Infektionen schützt und solche zunähmen, wenn man Kinder gegen Influenza impfen würde ... Die Studie zeigt aber auch (eigene Nachrechnung), dass beispielsweise die Harnwegsinfektion signifikant vor Influenza "schützt" (5,2 vs. 31,4 %).

Hier Kausalzusammenhänge herzustellen, ist Unsinn. Dass febrile Kinder mit der gerade epidemischen Krankheit X ein geringeres Risiko haben, gleichzeitig an Krankheit Y zu leiden als febrile Kinder, die Krankheit X nicht haben, liegt auf der Hand.

Jeder Kliniker weiss überdies, dass die Influenza ein Wegbereiter für bakterielle Sekundärinfektionen ist, die hier nicht erfasst wurden.

Ziel der Arbeit war einzig, der Frage nachzugehen, ob febrile Kinder mit Influenza weiterer Suche nach bakteriellen Infektionen bedürfen. Mit den "Folgen für das Immunsystem" haben weder Studienanlage noch Ergebnisse etwas zu tun.
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Normalerweise bin ich sprachlich sehr zurückhaltend und würde Albonicos Einlassungen als "gequirlte Silvesteransprache" bezeichnen. Aber das wäre hier nicht korrekt. Bei weitem nicht. Was Albonico da behauptet, ist nichts anderes als ScheiBe, durch und durch ScheiBe.

Siehe auch den Rest seines Wortmülls:

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Für den Wirksamkeitsnachweis in der Komplementärmedizin wurden in der Schweiz die Vorgaben in Ausführung des KVG wie folgt festgelegt: "Prioritär sind in erster Linie die praktischen Erfahrungen der Ärzte, welche die Methoden anwenden, die Anwendungstradition und praxisnahe Evaluationsverfahren. Die prospektiven kontrollierten klinischen Studien...werden als zweitrangig eingestuft." (Handbuch BSV 2000, S.31). Gestützt werden diese Vorgaben durch einen Entscheid des Bundesgerichtes: "Die Beurteilung der Wirksamkeit darf sich (in der Komplementärmedizin) nicht auf eine naturwissenschaftliche oder nur schulmedizinische Optik beschränken." (BGE 123 V 65 E.4a). Wie gezeigt, wurde der Wirksamkeitsnachweis gemäss diesen Vorgaben erbracht.(Schlussbericht PEK, BAG 2005)

Der Vorschlag, dass alle Therapien der Medizin ausschliesslich mittels Doppelblindstudien zu beurteilen seien, heisst im Klartext: Der grösste Teil der schulmedizinischen Behandlungen ist aus der Grundversicherung auszuschliessen und neu zu beurteilen. An die Erfassung der medizinischen Versorgungsrealität käme der theoretische Wissenschaftler damit aber nicht näher heran.

Hansueli Albonico
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Albonico vermischt - und das tut er gezielt - Grundlagenforschung (hauptsächlich aus der Medikamentenentwicklung) mit täglichem Geplänkel eines Haus- oder Badearztes beim Small Talk mit Patienten.

Dann stülpt er das Ganze um und will den Small Talk zu DER wissenschaftlichen (!) Grundlage DER FORSCHUNG machen.

Darüber kann auch kein Zweifel bestehen! Es ist ja nicht Albonico alleine, der diese krumme Tour reitet. Ein Beispiel aus dem Esotter-"Journalismus" zeigt, wie das geht. Da schreibt eine Annette Bopp ("gemeinsam mit Dr. Jürgen Schürholz")

"Anthroposophische Medizin in Wissenschaft und Forschung
Ausgangssituation – Methoden – Perspektiven"

http://www.annette-bopp.de/broschueren/downloads/forschung.pdf
.
« Last Edit: April 28, 2009, 02:06:11 AM by ama »
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ama

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"Anthroposophische Medizin in Wissenschaft und Forschung
Ausgangssituation – Methoden – Perspektiven"

Zitat daraus:

http://www.annette-bopp.de/broschueren/downloads/forschung.pdf

[*QUOTE*]
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     Wenn Wissenschaft Wirklichkeitsbezug
haben will, muss sie die physiologischen,
psychologischen und sozialen Dimensionen
des zu Untersuchenden berücksichtigen.

Eine Studie ist umso wissenschaftlicher, je
größer die Nähe zum Leistungsgeschehen
am Krankenbett oder in der Praxis ist.

     Anthroposophische Ärzte und Forscher
lehnen prospektive, randomisierte, kontrol-
lierte Studien nicht grundsätzlich ab. Sie
sehen darin jedoch nicht den Wirksamkeits-
nachweis per se, sondern nur eine eng be-
grenzte Möglichkeit zum Nachweis einer be-
stimmten Wirkung unter bestimmten, sehr
eingeschränkten Bedingungen.

     Im übrigen ist sogar von den Mitteln der
Schulmedizin nur ein geringer Anteil nach
diesem "Goldstandard" geprüft, weil entwe-
der zu wenige Patienten für eine randomi-
siert-kontrollierte Studie gewonnen werden
konnten oder weil die Krankheit, bei der das
zu prüfende Mittel eingesetzt werden soll, zu
selten vorkommt oder so lebensbedrohlich
ist, dass sich die Scheinbehandlung verbietet.


Evidenz-basierte versus auf
Erkenntnis beruhende Medizin

Das "störungsfrei" abgebildete Ursache-
Wirkungs-Modell der prospektiven, rando-
misierten, kontrollierten Studien stellt die
höchste Stufe der evidenz-basierten Medi-
zin (EBM) dar, an der sich heute die meisten
Leitlinien der medizinischen Fachgesell-
schaften zur Behandlung bestimmter Krank-
heitsbilder orientieren. Evidenz bedeutet in
diesem Fall, dass eine Aussage durch Daten
und Belege bestmöglich gestützt ist.

     In diesem aus dem angelsächsischen
Kulturraum stammenden Verständnis geht
es um die äußere Evidenz, die eine indivi-
duelle Erkenntnismöglichkeit grundsätzlich
in Frage stellt: jedes Bemühen um Erkennt-
nis muss formalisiert und objektiviert wer-
den. Dagegen beinhaltet der Begriff Evi-
denz, wie er hierzulande meist verstanden
wird, dass etwas offensichtlich ist, weil ein
unmittelbar erkennbarer innerer Zusammen-
hang besteht, der keiner weiteren Belege
oder Daten bedarf.

     In diesem Sinne hat Evidenz auch für
anthroposophische Forscher einen hohen
Stellenwert: Sie messen der individuell und
subjektiv begründeten Erkenntnis große
Bedeutung bei.

     Inzwischen haben anthroposophische
Forscher eine komplementäre Methoden-
lehre der klinischen Forschung erarbeitet,
die einen Ausweg aus dem Dilemma des
Modellcharakters von randomisiert-kontrol-
lierten Studien weisen kann. Diese "cogni-
tion-based medicine" baut auf persönlicher,
individueller Erkenntnis auf. Die methodi-
sche Grundlage dafür ist die nachvollzieh-
bar begründete ärztliche Therapieentschei-
dung im Einzelfall. Idealerweise lässt sich
die Wirksamkeit dann anhand der erkenn-
baren Phänomene und des Befundspek-
trums beurteilen. Voraussetzung dafür ist
eine ausreichende Therapieerfahrung des
Arztes, aus der sich eine Erwartungswahr-
scheinlichkeit ableiten lässt. Erforderlich ist
darüber hinaus eine genaue Kenntnis des
therapeutischen Instruments (Arzneimittel,
Heilmittel, Therapieverfahren) sowie ein
umfassendes Menschenbild, das den Zu-
sammenhang zwischen Organfunktionen
und seelisch-geistigen Einflüssen berück-
sichtigt. Auf der Patientenseite kommt es
darauf an, inwieweit die Bereitschaft be-
steht, selbst an der Therapie mitzuwirken
und die eigenen Gesundheitsquellen zu
aktivieren.
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[*/QUOTE*]



Welchen seriösen Wissenschaftler würde bei solchem Ekelkraut nicht der Würgereiz packen...?

Aber, da müssen wir durch. Ich werde jetzt die Passagen Stück für Stück kommentieren.

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     Wenn Wissenschaft Wirklichkeitsbezug
haben will, muss sie die physiologischen,
psychologischen und sozialen Dimensionen
des zu Untersuchenden berücksichtigen.
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[*/QUOTE*]

Das ist dummes Geschwafel, bei dem aber ein gefährlicher Angelhaken sitzt: das Wort "muß".

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Wenn Wissenschaft Wirklichkeitsbezug
haben will, muss sie die physiologischen,
psychologischen und sozialen Dimensionen
des zu Untersuchenden berücksichtigen.
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[*/QUOTE*]

ERSTENS: Wer, zum Teufel, sagt das!?

ZWEITENS: Der Satz hätte auch einen Meter länger sein können, der Angelhaken ist immer der gleiche: einen Zwang aufbauen, der zu einer bestimmen Handlung führen MUSS.

In diesem Fall ist das Ziel "die psychologischen und sozialen Dimensionen".

Ein gefährliches Ziel, denn dahinter verbirgt sich der gnadenlose Zwang, Menschen zu psychiatrisieren: alles, aber auch alles, was die Menschen tun und haben, hat in der Wahnwelt der Psychofrakten (das Wort gefällt mir. :-)) seinen Grund in der Psyche.

Alles, aber wirklich alles wird immer und immer wieder mit der Psyche als Ursache begründet. Ein Beispiel für diese Idiotie ist Hamer, der behauptet, daß fast alle Krankheiten durch einen psychischen Konflikt verursacht werden. Hamer ist sogar so dämlich zu behaupten, Karies sei nicht durch Bakterien verursacht, sondern sei ein Krebs.


Wer nun glaubt, Hamer sei das Ende der Idiotenskala, irrt sich gewaltig, denn es gibt Zahnärzte (!), die auf Vorträgen Hamers Idee dem Publikum für Geld verkaufen.

Siehe:
"Wenn der Zahnarzt mit dem Preßlufthammer lustvoll stöhnt..."
http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=5465

Im O-Ton hört sich das so an:
(Ziat aus http://www.faktor-l.de/viewtopic.php?f=23&t=2347 )

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Spektakulär unspektakulär und damit sympathisch kam beispielsweise der praktizierende Zahnarzt und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der ALBA, Dr Gianni Gianella, rüber.
Er wendet die "ganz normalen" Werkzeuge und Techniken seines Berufsstandes an (Zahnstein entfernen, Füllungen, und säubern) in dem Bewusstsein, dass der richtige Zeitpunkt im Prozess den Unterschied zwischen Retraumatisierung und Verhinderung von (oft mechanisch bedingten) Rezidiven und Störungen ausmacht.
So vermittelt er Gelassenheit und richtet sich in seinen Eingriffen nach den Bedürfnissen und der "Mündigkeit" des Patienten.

Im Zahnbereich wurden die Konfliktinhalte so spezifiziert:
- Zahnschmelz (erfahrungsgemäss nicht sensibel trotz ektodermalen Ursprungs): Nicht zubeissen dürfen
- Dentin, auch Kieferknochen: Nicht zubeissen können (SWE)
- ektodermale Mundschleimhaut: etwas loswerden (ausspucken) wollen (Nest/Partner-Bezug von re und li)
- entodermale Mundschleimhaut: re. etwas aufnehmen, li. etwas loswerden oder vermeiden wollen (Brockenkonflikt)

Überempfindlichkeit (warm-kalt) der Zähne ist meist Folge von zu viel oder verkehrtem Zähneputzen wegen Riefenbildung.

Zahnstein kann durch Reizung des Zahnfleisches für nicht-endenwollende Heilungsphasen sorgen. Dieser sollte entfernt werden, aber mit Mass, so dass der Zahn nicht abgetragen wird.

Lose Zähne durch Osteolysen im Zahnwurzel-Kieferbereich können durch eine Brücke mit hartem Zahnzement permanent fixiert werden, was mechanische Konfliktrezidive verhindert.

Bei Karieslöchern verstärkt der Zahn nach Konfliktlösung die unten verbliebene Dentinschicht. Daher sollte auf Schmerz (Zeichen der Reparaturphase) nicht gleich gebohrt werden, sondern provisorisch gefüllt, bis der Erhärtungsprozess nach ein paar Wochen abgeschlossen ist. Dann kann eine permanente Füllung zum Zweck der Stützung der Zahnwände erfolgen.

Auch bei Nekrose der Zahnpulpa wird nicht gleich alles ausgebohrt und gereinigt, sondern man lässt den Prozess zum Abschluss kommen und säubert und füllt die "tote" Wurzel dann.

"Damit Sie auch morgen noch..."
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Ja, Dummheit MUSS weh tun...

Und: es geht doch nichts über einen stumpfen Bohrer...  :-)


Weiter im Anthroposophen-Stumpfsinn der Frau Bopp:

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Eine Studie ist umso wissenschaftlicher, je
größer die Nähe zum Leistungsgeschehen
am Krankenbett oder in der Praxis ist.
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[*/QUOTE*]

Was besagt das? Antwort: nichts. Es ist wertloser Füllstoff, der Eindruck schinden soll.

Dafür kommt hier die volle Ladung:

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Anthroposophische Ärzte und Forscher
lehnen prospektive, randomisierte, kontrol-
lierte Studien nicht grundsätzlich ab.
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Nein, NATÜRLICH lehnen die Anthroposophen die doppeltblinden Studien nicht GRUNDSÄTZLICH ab. Da würde doch Jeder sehen, wie dumm und hintervotzig die Anthroposophen sind.

Nein, die Anthroposophen machen ein "ja, aber" daraus. Das ist eine ihrer beliebten Täuschungsmethoden.

Zu dem "hm...jein" kommt nun das "aber!":

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Sie sehen darin jedoch nicht den Wirksamkeits-
nachweis per se, sondern nur eine eng be-
grenzte Möglichkeit zum Nachweis einer be-
stimmten Wirkung unter bestimmten, sehr
eingeschränkten Bedingungen.

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Da kann man jedes Wort auf die Goldwaage legen:

"eng begrenzte Möglichkeit zum Nachweis einer
bestimmten Wirkung unter bestimmten, sehr
eingeschränkten Bedingungen."


Was ist, wenn eine dieser so furchtbar einschränkenden Bedingungen ist, daß Pfusch und Betrug ausgeschlossen werden? Ja, das wäre fatal. Fatal für die Pfuscher.

Und deswegen mögen sie diese Methode so gar nicht...

In die Kette des "aber" werden nun verquaste und gequirlte Pseudoargumente gehängt. So dieses:

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Im übrigen ist sogar von den Mitteln der
Schulmedizin nur ein geringer Anteil nach
diesem "Goldstandard" geprüft, weil entwe-
der zu wenige Patienten für eine randomi-
siert-kontrollierte Studie gewonnen werden
konnten oder weil die Krankheit, bei der das
zu prüfende Mittel eingesetzt werden soll, zu
selten vorkommt oder so lebensbedrohlich
ist, dass sich die Scheinbehandlung verbietet.
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Oh ja, wie schlimm. Ja, böse ist die Welt, soooo böse.

Man kann natürlich auch ansehen, was WIRKLICH passiert. Da ist zum Beispiel das große Problem von Medikamenten für Kinder. Bei fast allen Medikamenten für Kinder sind die nicht an Kindern, sondern an Erwachsenen getestet worden. Warum? Antwort: Weil man keine Menschenversuche machen kann, und schon gar keine an Kindern.

Da steht also auf der einen Seite eine Notwendigkeit, die sich aus der Ethik ergibt (Menschenversuche) auf der anderen Seite die Notwendigkeit, möglich gut erforschte Medikamente zu haben.

Im Moment wird das Problem noch immer so gelöst, daß man es nicht löst. Man nimmt einfach Medikamente, die an Erwachsenen getestet wurden (Erwachsene können über sich selbst frei entscheiden, also auch zu Medikamententests) und gibt die in geringerer Dosis den Kindern zur Behandlung.

Und dann kommt es natürlich auch vor, daß eine Erkrankung

"so lebensbedrohlich ist, dass sich die Scheinbehandlung verbietet."

Was soll man da tun? Kranken das rettende Medikament verweigen, weil man ja einen Test macht und den macht man halt mit einem NICHT wirksamen Mittel (dem Placebo) weil man einen Vergleich braucht? Soll man dann die Hälfte * der Patienten schlichtweg ins Gras beißen lassen?
(* Bei einem solchen Test wird die eine Hälfte der Patienten mit einem wirksamen Mitel, die andere mit einem unwirksamen behandelt.)

Beide Male sind es ERNSTE Schwierigkeiten (also keine leichtfertigen Spinnereien), wo ethische Entscheidungen zu treffen sind und man sich - ob man will oder nicht - nicht anders entscheiden kann als FÜR das Leben des Kranken.

Aber gerade DIES, die Entscheidung FÜR das Leben der Kranken, wird von den Anthroposophen als Vorwurf gebracht. So wird bei ihnen aus einer angeblich wissenschaftlichen Grundlagenentscheidung ein mieses Tarnmanöver, das durch viel Geschwafel als Füllstoff drumherum und Vortäuschung von viel Wissen und Menschlichkeit verschleiert, verklärt und aufgebauscht wird.


Jetzt der alles entscheidende Frontalangriff auf die Doppelblindstudien:

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Evidenz-basierte versus auf
Erkenntnis beruhende Medizin

Das "störungsfrei" abgebildete Ursache-
Wirkungs-Modell der prospektiven, rando-
misierten, kontrollierten Studien stellt die
höchste Stufe der evidenz-basierten Medi-
zin (EBM) dar, an der sich heute die meisten
Leitlinien der medizinischen Fachgesell-
schaften zur Behandlung bestimmter Krank-
heitsbilder orientieren. Evidenz bedeutet in
diesem Fall, dass eine Aussage durch Daten
und Belege bestmöglich gestützt ist.

     In diesem aus dem angelsächsischen
Kulturraum stammenden Verständnis geht
es um die äußere Evidenz, die eine indivi-
duelle Erkenntnismöglichkeit grundsätzlich
in Frage stellt: jedes Bemühen um Erkennt-
nis muss formalisiert und objektiviert wer-
den. Dagegen beinhaltet der Begriff Evi-
denz, wie er hierzulande meist verstanden
wird, dass etwas offensichtlich ist, weil ein
unmittelbar erkennbarer innerer Zusammen-
hang besteht, der keiner weiteren Belege
oder Daten bedarf.

     In diesem Sinne hat Evidenz auch für
anthroposophische Forscher einen hohen
Stellenwert: Sie messen der individuell und
subjektiv begründeten Erkenntnis große
Bedeutung bei.

Inzwischen haben anthroposophische
Forscher eine komplementäre Methoden-
lehre der klinischen Forschung erarbeitet,
die einen Ausweg aus dem Dilemma des
Modellcharakters von randomisiert-kontrol-
lierten Studien weisen kann. Diese "cogni-
tion-based medicine" baut auf persönlicher,
individueller Erkenntnis auf. Die methodi-
sche Grundlage dafür ist die nachvollzieh-
bar begründete ärztliche Therapieentschei-
dung im Einzelfall.
Idealerweise lässt sich
die Wirksamkeit dann anhand der erkenn-
baren Phänomene und des Befundspek-
trums beurteilen. Voraussetzung dafür ist
eine ausreichende Therapieerfahrung des
Arztes, aus der sich eine Erwartungswahr-
scheinlichkeit ableiten lässt. Erforderlich ist
darüber hinaus eine genaue Kenntnis des
therapeutischen Instruments (Arzneimittel,
Heilmittel, Therapieverfahren) sowie ein
umfassendes Menschenbild, das den Zu-
sammenhang zwischen Organfunktionen
und seelisch-geistigen Einflüssen berück-
sichtigt. Auf der Patientenseite kommt es
darauf an, inwieweit die Bereitschaft be-
steht, selbst an der Therapie mitzuwirken
und die eigenen Gesundheitsquellen zu
aktivieren.
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[*/QUOTE*]


Wie üblich ein großes Bra-bra, in dem die Haken und Ösen versteckt sind. Hier ist es sogar ein Hebel, mit dem alles auf den Kopf gestellt werden soll:

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Inzwischen haben anthroposophische
Forscher eine komplementäre Methoden-
lehre der klinischen Forschung erarbeitet,
die einen Ausweg aus dem Dilemma des
Modellcharakters von randomisiert-kontrol-
lierten Studien weisen kann. Diese "cogni-
tion-based medicine" baut auf persönlicher,
individueller Erkenntnis auf. Die methodi-
sche Grundlage dafür ist die nachvollzieh-
bar begründete ärztliche Therapieentschei-
dung im Einzelfall.

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[*/QUOTE*]


Da haben

"Inzwischen haben anthroposophische
Forscher eine komplementäre Methoden-
lehre der klinischen Forschung erarbeitet,"


Das ist typisches Soziologengeschwätz. Das klingt immer gut. Besonders das Wort "erarbeitet", das klingt so nach... nach Arbeit! Ja, dann MUSS es ja gut sein!

Und dann jede Menge Fremdwörter reinmischen. Alles Eindruckschinder:

"anthroposophische
Forscher
eine komplementäre
Methodenlehre
der klinischen Forschung
erarbeitet,"


Und was ist es wirklich? Antwort: Bullshit! Es ist nichts anderes als ein Versuch von Rumpelstilzchen und Gernegroß Wissenschaftler zu spielen, obwohl man dafür einerseits viel zu dämlich und andererseits gar nicht gewillt ist, weil man Sektenwahn im Hirn hat.

Also logorrhört man sich einen Brei zusammen, den man als Wissenschaft und Methode bezeichnet. Und wenn Alle mitmachen, fällt auch gar nicht auf, wie sehr man da die Leute belügt:

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Inzwischen haben anthroposophische
Forscher eine komplementäre Methoden-
lehre der klinischen Forschung erarbeitet,
die einen Ausweg aus dem Dilemma des
Modellcharakters von randomisiert-kontrol-
lierten Studien weisen kann. Diese "cogni-
tion-based medicine" baut auf persönlicher,
individueller Erkenntnis auf.

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[*/QUOTE*]

Hochstapler, Angeber, Rotzgören... schmeißen um sich mit Fremdwörtern, nebeln und lullen ein...

Und deswegen sterben Menschen...

Das ganze Theater hat doch einen Zweck! Es soll einer Gruppe von Spinnern Zugang zum Gesundheitsmarkt, zur Macht über Menschen und den Griff nach Geld ermöglichen. Und - natürlich - das Ausleben von Sektenwahn.

Es ist kein Kleiner-Jungen-Streich. Es ist ein Verbrechen.

.
« Last Edit: April 28, 2009, 04:39:24 AM by ama »
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ama

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Die Wühlarbeit der Anthroposophen findet sich natürlich ganz  besonders intensiv in der Politik, denn dort kann man mit wenig Aufwand die Weichen stellen.

Im folgenden Text geht es um den oben erwähnten Begriff "Cognition-based Medicine". Dieser Begriff ist eine Erfindung der Anthroposophen, um damit die sinnvolle "evidence-based-medicine" aus dem Weg räumen zu können.

http://www.biggi-bender.de/bb/gesundheitspolitik/
20080407_FachgespraechKomplementaermedizin.shtml

[*QUOTE*]
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Fachgespräch vom 07.04.2008: Alternative oder Glaubenssache – Komplementärmedizin auf dem Prüfstand

Alternative oder Glaubenssache – Komplementärmedizin auf dem Prüfstand

Unter Komplementär- oder Alternativmedizin werden unterschiedliche Ansätze zusammengefasst. Dazu gehören komplexe Systeme wie Homöopathie, anthroposophische Medizin, traditionelle chinesische Medizin (ein Bestandteil ist die Akupunktur) oder Ayurveda ebenso wie Einzelansätze z.B. Bachblüten oder Fußreflexzonenmassage.

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat ein Fachgespräch zur Komplementär- oder Alternativmedizin veranstaltet. Wir wollten wissen wie und durch welche Methoden die Wirksamkeit komplementärmedizinischer Ansätze nachgewiesen werden kann und welche Schlüsse das deutsche Gesundheitssystem aus qualitativ hochwertigen Studien zieht.

Patienteninformation und -beratung sowie der Verbraucherschutz sind urgrüne Anliegen. Dort spielt die Alternativmedizin jedoch kaum eine Rolle oder wird sogar als Gefahr für die PatientInnen dargestellt. So z.B. durch das Buch „Die Andere Medizin“ der Stiftung Warentest, das die Komplementärmedizin sehr kritisch in den Blick nimmt. Es ist uns nicht gelungen, eine der beiden Autorinnen oder einen VertreterIn der Verbraucherzentralen für unsere Veranstaltung zu gewinnen. Damit entfiel die geplante Kontroverse über die Aussagen des Buches „Die Andere Medizin“.

Zum Vorwurf: Alternativmedizin vielfach nicht wirksam

Dr. Harald Matthes, der am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe Berlin anthroposophische Medizin praktisch anwendet und erforscht, hielt ein flammendes Plädoyer, dass der Wettbewerb zwischen Schul- und Komplementärmedizin nach fairen Regeln erfolgen müsse. Aktuell definiere die Schulmedizin einseitig die Spielregel und stelle gleichzeitig den Schiedsrichter. Das einzige Kriterium, das einen fairen Vergleich der unterschiedlichen Ansätze möglich mache, sei das Behandlungsergebnis (Outcome). Deshalb müsse die Versorgungsforschung als Grundlage der Ressourcenverteilung dienen. Ziel sei ein integratives Konzept, dass statt eines Gegeneinanders der pathogenetisch ansetzenden konventionellen Therapie gegen Krankheit und der salutogenetisch agierenden komplementären Therapie für Gesundheit, beide Herangehensweisen nutzt. Ein solches Miteinander wünschen sich sehr viele PatientInnen.

In der Diskussion wurde die Methodenvielfalt insbesondere bei der Entwicklung von Leitlinien für die Behandlung eingefordert. Auch innerhalb der Alternativmedizin ist Überzeugungsarbeit zu leisten: Auch hier wehren sich einige dagegen die von ihnen angewendeten Methoden systematisch zu überprüfen. In einen echten Wettbewerb mit der schulmedizinischen medikamentösen Behandlung zu treten sei unter den jetzigen Rahmenbedingungen kaum möglich. Die finanziellen Mittel zur Forschung an nicht patentgeschützten komplementärmedizinischen Medikamenten fehlen. Auf der anderen Seite fließe viel Geld der Pharmaindustrie in Studien zur Zulassung von patentgeschützten Medikamenten. Aber auch in der Schulmedizin gäbe es ganz wenige Krankheitsfelder, für die die Wirksamkeit der Behandlung wirklich umfassend abgesichert sei.

Chancen und Grenzen von Evidenz- sowie Cognition-based Medicine in der Komplementärmedizin

In diesem Block stand die Frage, mit welchen Methoden Wirksamkeit nachgewiesen werden kann, im Mittelpunkt. Die in der Wissenschaft – nicht unbedingt in der Praxis - etablierte evidenzbasierte Medizin wurde von Prof. Dr. Franz Porzsolt vorgestellt. Er leitet am Universitätsklinikum Ulm den Bereich Klinische Ökonomik.

Die Cognition-based Medicine wurde von Frau Dr. Gunver Sophia Kienle aus dem Freiburger Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie dargestellt.

Prof. Porzsolt stellte dar: Die Aussage „Viele Naturheilverfahren haben Wirksamkeit nicht nachgewiesen“ heißt nicht, dass die Komplementärmedizin unwirksam ist, sondern dass großer Nachholbedarf bei der Forschung besteht. Er stellte sechs Schritte der evidenzbasierten Entscheidungen vor. Ziel ist, zu möglichst objektiven Ergebnissen zu kommen. Im letzten Schritt sei jedoch eine subjektive Bewertung der Ergebnisse notwendig. Dabei spielen eigene Überzeugungen eine sehr große Rolle. Somit könne es passieren, dass qualitativ hochwertige Studien mit eindeutigen Ergebnissen von ÄrztInnen nicht akzeptiert würden, da sie den eigenen Überzeugungen widersprechen und sie diese nicht in Frage stellen wollen.

Der Idealfall der evidenzbasierten Medizin geht von randomisierten kontrollierten Studien (RCT-Studien) aus, die „doppelverblindet“ werden. Randomisiert bedeutet, dass, durch das Zufallsprinzip, Gruppen gebildet werden, deren TeilnehmerInnen etwa die gleichen Risiken mitbringen. Doppelblind bedeutet, dass ProbandInnen und ÄrztInnen nicht wissen, ob sie mit dem getesteten Wirkstoff oder mit einem anderen Medikament bzw. einem Placebo behandeln bzw. behandelt werden. Diese RCT-Studien unterschätzen systematisch die Macht der Information und die damit verbundene Bedeutung der Arzt-Patient-Beziehung. Eine kürzlich veröffentlichte Studie belegt, dass die Information – in der Studie die (behauptete) Höhe des Preises eines Medikaments – der einzige Effekt sein kann, der die Wirksamkeit eines Placebos beeinflusst.

Die Eignung zur Behandlung von Krankheiten entscheidet sich primär am Nutzen. Der Nutzen (PatientInnen unter Alltagsbedingungen) sei größer als die Wirksamkeit (TherapeutInnnen unter Alltagsbedingungen) und dieser größer als die Wirkung (klinische Epidemiologe in einer Studie). Die Forschung zur Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen und zur Bedeutung der Information und dem Nutzen aus Sicht der PatientInnen muss verstärkt werden. Hierzu müssen neue Methoden entwickelt werden, mit denen Wirksamkeit und Nutzen gemessen werden können.

Frau Dr. Kienle stellte die Grundideen der Cognition-based Medicine vor. Ziel dieses Ansatzes ist die Beurteilung von Therapiewirkungen in der realen ärztlichen Praxis. Es wird nach Übereinstimmungen zwischen Ursache und Wirksamkeit (gewünschter Effekt) gesucht. Diese dürfen nicht zufällig sein, sondern müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Dies sind unter anderem: Raummuster (Bsp. Sonnencreme wirkt dort, wo sie aufgetragen wurde), Zeitmuster (z.B. Schmerz nimmt jedes Mal 10 Minuten nach der Einnahme des Medikaments ab), Morphologische Korrespondenz (Wirkung am erwarteten Ort und nicht an einem anderen) oder die Dosis-Wirkungs-Korrespondenz (Bsp: je nach Menge der Insulingabe sinken die Blutzuckerwerte).

Solche systematischen Beobachtungen am Einzelfall, in kleinen Gruppen oder auch in großen Studien bieten die Chance, in sehr vielen medizinischen Bereichen (z.B. bei der Krankengymnastik) Wirksamkeit zu belegen. D.h. auch in Bereichen, wo die evidenzbasierte Medizin, die für schulmedizinische Arzneimittel entwickelt wurde, nicht angewendet werden kann. Damit würde eine Wiederbelebung und Professionalisierung des individuellen klinischen Urteils der praktisch tätigen ÄrztInnen eingeläutet.

In der Cognition-based Medicine werden die Behandlungsergebnisse - oder wissenschaftlich Outcomeparameter - bereits direkt oder indirekt berücksichtigt. Dies sei ein echter Vorteil laut Prof. Porzsolt. Frau Dr. Kienle sieht in der Evidenz-based Medicine (wenn man das Ideal betrachtet) die Vorteile, dass eine ausgearbeitete Systematik existiert, durch offen gelegte Regeln Transparenz geschaffen wird und dass große Datenquellen zur Verfügung gestellt werden.

Auf den Diskussionsbeitrag, dass zukünftig durch entsprechenden Computereinsatz Studien mit mehr als 1 Millionen PatientInnen möglich und sinnvoll seien, wurde gekontert: Es müsse sehr genau überprüft werden, bei welcher Studie wie viele ProbandInnen notwendig sind. Dies können z.B. bei seltenen Erkrankungen und einer „einfachen“ Therapie sehr wenige sein, bei einer anderen Fragestellung mit vielschichtigem Umfeld sei jedoch eine große Zahl notwendig. Es bestehe das Paradox, dass je größer die Studien seien, desto geringer der Effekt für die PatientInnen ausfalle.

Kritisiert wurde die Praxis der randomisiert kontrollierten Studien (RCT-Studien) der Evidenz-based Medicine. Sie werden nur an einem extrem kleinen und ausgewähltem Kreis derjenigen, die an der jeweiligen Krankheit leiden, durchgeführt. Es werden Äpfel mit Birnen verglichen, da zwei Menschen mit denselben Beschwerden nicht die gleiche Krankheit haben müssen. Ein zentrales Problem sei, dass bei „randomisiert“ (Bildung von Gruppen, die verglichen werden sollen und etwa gleiche Risiken beinhalten) in der Regel gleich „doppelblind“ (PatientInnen und ÄrztInnen wissen nicht, ob mit dem Wirkstoff oder Placebo behandelt wird) mit gemeint ist. Die Behandlungswünsche und –erwartungen der TeilnehmerInnen werden nicht berücksichtigt. Notwendig sei es, Methoden zu entwickeln die die Präferenzen der Beteiligten einbeziehen.

Bei der Forderung nach einer anonymisierten Nutzung von Daten der Krankenkassen zur Versorgungsforschung und Epidemiologie wurde zur Vorsicht geraten, da die Qualität der Daten unklar sei.

Akupunktur und Schulmedizin in der Schmerztherapie - misst der Gemeinsame Bundesausschuss mit zweierlei Maß?

Die dritte Runde widmete sich der Versorgungsforschung und dem Umgang des Gemeinsamen Bundesausschusses (dem Entscheidungsorgan der Selbstverwaltung in dem ÄrztInnen, Krankenhäuser, Krankenkassen und beratend PatientenvertreterInnen vertreten sind) mit den Ergebnissen aus den Akupunktur-Modellversuchen der Krankenkassen. Das Sozialgesetzbuch V (Gesetzliche Krankenversicherung) sieht vor, dass Krankenkassen Modellvorhaben „zur Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit“ durchführen können. Im Jahr 2000 hat der damalige Bundesausschuss Ärzte/Krankenhäuser die Körperakupunktur mit Nadeln aus der Finanzierung der Krankenkassen ausgeschlossen. Sie war jedoch im Rahmen von Modellprojekten bei chronischen Kopf-, Rücken- und Knieschmerzen weiterhin möglich. Die daraufhin durchgeführten Modellprojekte einiger Krankenkassen führten zu einer weltweit einmalig breiten Bewertungsgrundlage.

Frau Dr. Claudia M. Witt, stellvertretende Direktorin des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Berliner Charité stellte die zentralen Aussagen der wissenschaftlichen Forschung im Rahmen der Modellprojekte vor.

Die drei Schritte der Bewertung der Akupunktur waren: Funktioniert es? Nutzt es? Wie viel Nutzen bei wie viel Kosten? Oder in der Fachsprache Wirkung (Efficacy) im Experiment bzw. bei klinischen Studien, Wirksamkeit (Effectiviness) in der Routineversorgung und Effizienz (Efficiency).

Studien belegen, dass Akupunktur und Scheinakupunktur bei Migräne, Spannungskopfschmerzen, Kniearthrose und Rückenschmerzen sehr viel besser wirken als keine Therapie. Deutlich bzw. signifikant besser als die Scheinakupunktur war die Akupunktur nur in einem Fall. Durch die in den anderen Fällen sehr gute Wirkung der Scheinakupunktur, die als „Placebo“ gedacht war, ist nun eine intensive Diskussion im Gange, wie Placebos wirken und ob dies nicht explizit in der Behandlung genutzt werden kann.

Nachgewiesen ist auch, dass eine zusätzlich zur bisherigen Versorgung eingesetzte Akupunktur in vielen Bereichen, z.B. auch bei Heuschnupfen, deutliche Verbesserungen bewirkt und diese somit wirksam ist.

Beim Vergleich der Akupunktur mit der Behandlung nach den aktuellen schulmedizinischen Leitlinien (Standardtherapie) zeigte sich eine deutliche Überlegenheit der Akupunktur bei Knie- und Rückenproblemen. Bei der Migräne war die Akupunktur (nicht so deutlich) besser als die schulmedizinische Leitlinienversorgung, und diese besser als die Scheinakupunktur.

Da die Akupunktur nicht als Ersatz sondern zur Ergänzung der bestehenden Behandlung eingesetzt wurde, wird die Behandlung teurer. Sie liegt jedoch bezogen auf ein QALY - ein Maß für die gewonnene Lebensqualität - in einem akzeptablen Rahmen.

Dr. Rainer Hess, der seit Anfang 2004 unparteiischer Vorsitzender des „Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen“ (G-BA) ist, stellte die ungewöhnlich kontroversen Diskussionen des G-BA zur Akupunkturentscheidung dar. Ergebnis war, die Akupunktur ausschließlich bei Rücken- und Kniebeschwerden als Kassenleistung zuzulassen.

Die Krankenkassen und (die nicht stimmberechtigten) PatientInnenvertreterInnen waren für die Aufnahme bei allen Indikationen, die Ärzte lehnten die Aufnahme komplett ab. Somit mussten die drei Unparteiischen entscheiden.

Das Wirkprinzip der Akupunktur sie nicht bekannt. Dennoch können die Studienergebnisse nicht als Placebo gewertet werden. Die eigentliche Begründung für die Zulassung sei jedoch die Schwäche der konventionellen Schmerztherapie gewesen. Eine ihr deutlich überlegene Behandlungsform könne nicht aus der Bezahlung durch die Krankenkassen ausgeschlossen werden. Wegen der fehlenden Kenntnisse über die Wirkweise sei eine Überprüfung der Entscheidung nach 3 Jahren, hohe Qualitätsanforderungen und die Integration in eine allgemeine Schmerztherapie verabredet worden. Die konventionelle Schmerztherapie stehe aufgrund der Ergebnisse der Akupunkturstudie auf dem Prüfstand.

Dr. Hess bedauert es, dass nicht auch in anderen Bereichen, z.B. der Vakuumversiegelungstherapie, Modellvorhaben mit der dort vorgeschriebenen wissenschaftlichen Begleitung durchgeführt werden.

In der Diskussion wurde kritisiert, dass die Frage der Nebenwirkungen bei der Entscheidung nicht berücksichtigt wurde. Den in der Akupunktur sehr geringen Nebenwirkungen stehen in der konventionellen Schmerztherapie deutlich höhere (Magenbluten, Niereninsuffizienz) gegenüber. Die Nebenwirkung Magenbluten hätte jährlich Kosten von 600 Mio € zur Konsequenz.

Die Qualitätsanforderungen an die AkupunkteurInnen seien so hoch angesetzt worden, dass viele ÄrztInnen, die sich an den Modellversuchen der Krankenkassen beteiligten, diese Verfahren heute nicht abrechnen dürften. Dabei zeigten die Studien, dass die Behandlungsqualität nicht mit der Länge der Ausbildung in Verbindung steht. Frau Dr. Witt kritisierte, dass die Entscheidung gegen eine Aufnahme bei der Migräne gefallen sei, da die Akupunktur besser als die bestehende Routineversorgung (und nicht wie vom G-BA in seiner Pressemitteilung dargestellt fehlende Behandlung) ist.

Der sehr geringe Unterschied zwischen Akupunktur und Scheinakupunktur ist nicht auf eine schematische - nicht der chinesischen Medizin entsprechenden - Anwendung der Akupunktur zurück zu führen. Sowohl Puls- als auch Zungendiagnose wurde angewendet, und neben einigen festen Akupunkturpunkten konnten die behandelnden ÄrztInnen eigene Punkte wählen.

Frau Dr. Witt schloss sich Dr. Hess an, dass für viele Bereiche der Komplementär-, als auch der Schulmedizin, Modellversuche mit einer guten wissenschaftlichen Begleitung hilfreich wären. Die jetzigen Verträge zur integrierten Versorgung durch homöopathische Ärzte basierten z.B. auf einem Modellversuch der IKK Hamburg.

Der Akupunkturmodellversuch genauso wie das von Prof. Dr. Porzolt dargestellte Experiment zeigen, dass der Placeboeffekt neu erforscht werden müsse. Statt der bisher negativen Sicht auf diese Effekte müsse untersucht werden, wie der Placeboeffekt positiv genutzt werden kann.

Erstes Fazit

In Ihrem Fazit machte Biggi Bender (gesundheitspolitische Sprecherin) an der konkreten Entscheidung deutlich, dass nicht immer auf rein evidenzbasierter Grundlage entschieden werde. Es könnten auch Marketingaspekte bei den Krankenkassen und finanzielle Interessen der ÄrztInnen – die private Abrechnung der Akupunktur entfällt – bei der Positionierung pro und contra Aufnahme der Akupunktur, eine Rolle gespielt haben.

Sehr deutlich wurde, dass die Ressource Selbstheilung stärker in den Blick genommen werden müsse. Welche Rolle spielen sie beim Placeboeffekt? Wie beeinflussen Erwartungen von PatientInnen die Behandlungsergebnisse? Welchen Einfluss hat die Beziehung zwischen ÄrztInnen und PatientInnen auf den Behandlungserfolg?

Wichtig ist, dass man sich innerhalb des Gesundheitssystems auf gemeinsame Spielregeln der Bewertung von Behandlungsformen einigt. Dies kann die Politik nicht übernehmen, wir können uns jedoch dafür einsetzen, dass diese Fragen auf die Tagesordnung gesetzt werden oder Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass z.B. der Sachverstand der Komplementärmedizin stärker in die Arbeit des Gemeinsamen Bundesausschusses einbezogen wird.

Wir Grünen werden uns auch weiterhin für die Methodenvielfalt in der Gesundheitsversorgung einsetzen und dafür, dass die komplementärmedizinischen Verfahren ihren Platz ausbauen können. Dazu ist es notwendig, sich von den Kulturkämpfen zwischen der Schul- und Komplementärmedizin zu verabschieden und stattdessen gemeinsame Spielregeln der Wirksamkeitsprüfung zu verabreden.

Komplementärmedizin in der Schweiz

Im Jahr 1999 hat die Schweiz fünf alternative Heilmethoden – die traditionelle chinesische Medizin, die anthroposophische Medizin, die Homöopathie, die Phytotherapie und die Neuraltherapie – auf sechs Jahre befristet in den Leistungskatalog der Grundversicherung aufgenommen.

In einer groß angelegten Studie, die unter der Leitung des Schweizer Bundesamts für Gesundheit in Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften der Komplementärmediziner erarbeitet wurde, wurden die Methoden auf ihre Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit hin untersucht.

Noch vor der Veröffentlichung der Ergebnisse entbrannte ein heftiger Streit über die Ergebnisse. Der Schlussbericht wurde der Öffentlichkeit erst nach dem Entscheid des Gesundheitsministers keine der untersuchten Ansätze dauerhaft in den Leistungskatalog aufzunehmen, veröffentlicht. Dabei seien die Studienergebnisse für die Komplementärmedizin durchweg positiv gewesen.

Es wurde ein Volksbegehren "Ja zur Komplementärmedizin" gestartet, das in der Verfassung die Formulierung "Bund und Kantone sorgen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für die umfassende Berücksichtigung der Komplementärmedizin." verankern will. Aktuell (Stand April 2008) wird das Volksbegehren im Stände- sowie im Nationalrat der Schweiz beraten. Nach dem jetzigen Stand scheint es so, dass das Anliegen aufgegriffen wird und in der Formulierung das Wort "umfassend" gestrichen werden soll.
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Hier fallen vor allem zwei Dinge auf:

ERSTENS: Wie hoch die Anforderungen an die Leute doch sind!

ZWEITENS: Was die Leute so eminent Wichtiges und Schweres beherrschen müssen!

Für einen Nichtskönner ist alles schwer. Logisch. Also bejubelt er alles über den grünen Klee, was er so alles können muß. Zum Beispiel die Schuhe zu binden.

Das ist typisch für die Eso-Szene. Einen absoluten Brüller hatten wir vor Jahren als Professoren (!) und andere Akademiker, die sich in erlesenen Zirkeln trafen, wo es um die Energie für die Welt ging und wie man sie aus dem Raum gewinnen kann, betonen, wie schwer die Mathematik dabei sei, wo - und das ist ja so schwer - man Kettenbrüche beherrschen müsse.

So wird Tinnef weltbewegend hochstilisiert...

Hier, in dem Text von Birgit Bender, sind solche Knallschoten zum Beispiel die

"Qualitätsanforderungen an die AkupunkteurInnen"

Was sind das für Anforderungen, wenn es völlig wurscht ist, wo man die Nadeln reinsticht?

Kettenbruchmäßige Bruchlandungen sind denn auch

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Frau Dr. Kienle stellte die Grundideen der Cognition-based Medicine vor. Ziel dieses Ansatzes ist die Beurteilung von Therapiewirkungen in der realen ärztlichen Praxis. Es wird nach Übereinstimmungen zwischen Ursache und Wirksamkeit (gewünschter Effekt) gesucht. Diese dürfen nicht zufällig sein, sondern müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Dies sind unter anderem: Raummuster (Bsp. Sonnencreme wirkt dort, wo sie aufgetragen wurde), Zeitmuster (z.B. Schmerz nimmt jedes Mal 10 Minuten nach der Einnahme des Medikaments ab), Morphologische Korrespondenz (Wirkung am erwarteten Ort und nicht an einem anderen) oder die Dosis-Wirkungs-Korrespondenz (Bsp: je nach Menge der Insulingabe sinken die Blutzuckerwerte).
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Beim Heiligen Sankt Kurzschluß! Das sind SELBSTVERSTÄNDLICHKEITEN! Das ist doch noch längst keine Wissenschaftlichkeit.


Merke:

Sich den Schlabberlatz umzubinden oder sich die Schuhe zuzubinden
ist NICHT ***DAS*** Merkmal eines Wissenschaftlers!

Für Rotzgören und Hochstaplergesindel ist in der Wissenschaft kein Platz.
Und in der Medizin erst recht nicht!


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« Last Edit: May 01, 2009, 10:18:20 PM by ama »
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ama

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Im ersten Teil hatte ich geschrieben:

"Albonico, die schweizer Urgewalt des Nichts, in seiner Gewalttätigkeit gegen Kranke, vergeht sich gegen Kranke und deren Rechte UND er vergeht sich gegen die Basis der individuellen Therapie, die Individualität, indem er die individuelle Wahrnehmung der Allgemeinheit als allgemein gültig aufoktroyiert."

Was sind nun die "individuellen Dinge"? Antwort: Das sind die angeblich so weltbewegenden Dinge, die unter dem faulen Tarnetikett "cognition-based medicine" laufen, und in Wahrheit blödester und allerblödester Tinnef sind:

[*QUOTE*]
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Frau Dr. Kienle stellte die Grundideen der Cognition-based Medicine vor. Ziel dieses Ansatzes ist die Beurteilung von Therapiewirkungen in der realen ärztlichen Praxis. Es wird nach Übereinstimmungen zwischen Ursache und Wirksamkeit (gewünschter Effekt) gesucht. Diese dürfen nicht zufällig sein, sondern müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Dies sind unter anderem: Raummuster (Bsp. Sonnencreme wirkt dort, wo sie aufgetragen wurde), Zeitmuster (z.B. Schmerz nimmt jedes Mal 10 Minuten nach der Einnahme des Medikaments ab), Morphologische Korrespondenz (Wirkung am erwarteten Ort und nicht an einem anderen) oder die Dosis-Wirkungs-Korrespondenz (Bsp: je nach Menge der Insulingabe sinken die Blutzuckerwerte).
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Frau Müller hat gesagt, Frau Meier hat gesagt, und dann lief auch noch eine schwarze Katze über den Weg...  DAS ist die "Individualität", jeder noch so schwachsinnig zusammengefaselte Dreck wird über die Allgemeinheit ausgeschüttet und ihr als wahr verkauft. Und JEDER muß dann diesen Dreck ÜBER SICH ergehen lassen, "WEIL ES JA WAHR IST!!!"

Soll diese Barbarei Medizin sein...???

Soll uns diese Barbarei per Gesetz (oder Volksentscheid) aufgezwungen werden?


Kranke haben ein Recht auf EINWANDFREIE Medizin.
Ihnen dieses Recht abzusprechen ist ein Verbrechen.

J'accuse!




Und was Albonico und seine Komplizen angeht: für die fordere ich Berufsverbot, Entzug der Approbation und Schadenersatzklagen. Tausende Kinder sind in den letzten Jahren ihre Opfer geworden. Die Opfer und die um saubere medizinische Arbeit betrogenen Krankenversicherungen sollen die Täter VOLL in Regreß nehmen - auch für Schäden und Folgeschäden - und auf Schadenersatz klagen.

Schluß mit den Sektenwahnikern in der Medizin!
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« Last Edit: April 28, 2009, 04:26:23 AM by ama »
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ama

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