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Author Topic: Wenn Chemikalien die Fortpflanzungsgesundheit von Frauen schädigen  (Read 1626 times)

ama

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Pressemitteilung
für Ressorts Umwelt, Gesundheit, Politik, Europa, Verbraucher, Wissen
- zur sofortigen Veröffentlichung

München, den 30.6.2010

Wenn Chemikalien in Alltagsprodukten die Fortpflanzungsgesundheit von Frauen schädigen

WECF nimmt mit der Broschüre „Gestörte Weiblichkeit“ den Zusammenhang von weiblichen Fruchtbarkeitsstörungen und hormonell wirksamen Substanzen unter die Lupe und fordert mehr Forschung und gegebenenfalls Verbote auf diesem Gebiet
 
München, den 30.6.2010 _ Die europäische Umwelt-, Gesundheits- und Frauenorganisation WECF (Women in Europe for a Common Future) hat eine neue Broschüre „Gestörte Weiblichkeit – Endokrine Disruptoren und das weibliche Fortpflanzungssystem“ herausgebracht. Die Broschüre richtet sich an Fachleute aus Politik, Industrie und Medizin und weißt auf mögliche Gesundheitsgefahren für das weibliche Fortpflanzungssystem hin, die durch die Exposition gegenüber hormonwirksamen Substanzen hervorgerufen werden können. 
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass einige industrielle Chemikalien, bekannt als endokrin wirksame Stoffe oder endokrine Disruptoren, wie Hormone wirken. Sie können z.B. Entwicklungen zum falschen Zeitpunkt in Gang setzen und so unter anderem zu verschiedenen Krankheiten oder Fehlbildungen führen wie frühzeitige Pubertät, Unfruchtbarkeit und Brustkrebs, die in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen sind.. In Kalifornien haben 2008 führende Wissenschaftler(innen) auf dem Gebiet der endokrinen Disruptoren diese Entwicklungen zu erklären versucht. Als Ergebnis der Tagung wurde die Publikation „Girl, Disrupted“ veröffentlicht, die nun WECF ins Deutsche übersetzt und mit relevanten Informationen über die Situation in Deutschland und Europa ergänzt hat.
„Veränderungen des weiblichen Körpers - von der fötalen Entwicklung über die Pubertät und Schwangerschaft bis zu den Jahren nach der Menopause – werden durch Hormone angestoßen. Ein Hormonsystem im Gleichgewicht ist die Basis für eine gesunde Entwicklung, auch für die Entwicklung der Fortpflanzungsfähigkeit. Wir von WECF sind besorgt über die Zunahme von Fruchtbarkeitsstörungen bei Frauen und haben uns bewusst dafür entschieden, diesem Thema mit der Übersetzung auch im deutschsprachigen Raum Gehör zu verschaffen“, so Johanna Hausmann von WECF Deutschland. „Auch den Titel „Gestörte Weiblichkeit“ haben wir bewusst provozierend gewählt, um so Fachleute, die Politik und die Öffentlichkeit auf dieses brisante Thema aufmerksam zu machen. Noch ist vieles auf diesem Gebiet unerforscht und viele der neu registrierten Chemikalien sind nicht wirklich auf ihre Gesundheitsrisiken geprüft worden. Vor allem der low dose effect, dass Chemikalien bereits in geringsten Dosen die Gesundheit beinträchtigen können und wie Chemikalien in Kombination mit anderen Stoffen wirken (cocktail effect), ist noch viel zu wenig erforscht.“

Daher begrüßt WECF auch den vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichten Hintergrundbericht zu Bisphenol A (BPA) und die Forderung von Ministerin Aigner zu einem Verbot von BPA in Konsumprodukten in der EU, eine Chemikalie, die auch in der WECF Publikation im Zentrum steht, und die darin erhaltenen Warnungen von der hormonartig wirkenden Chemikalie, die hauptsächlich in Plastikprodukten aus Polycarbonat enthalten ist und die menschliche Gesundheit gefährden kann. WECF setzt sich schon seit langem für ein Verbot von BPA ein, besonders im Bereich der Kinder- und Frauengesundheit und möchte alle Verantwortlichen in Politik und Industrie auffordern, die Nutzung von Chemikalien, die die Gesundheit schädigen und das Hormonsystem beeinflussen, zu überdenken.

Die Broschüre finden Sie zum Downloaden unter
http://www.wecf.eu/download/2010/04/WECF_gestrte_weiblichkeit_2010.pdf

Information für die Medien
1.
Der Workshop „Women Reproductive Health and the Environment“, wurde von der Nichtregierungsorganisation „Collaborative on Health and the Environment (CHE)“ in Partnerschaft mit der Universität von Florida (University of Florida, UF) und der Universität von Kalifornien (San Francisco’s Program on Reproductive Health and the Environment, PRHE) durchgeführt.

2.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Workshops sind von Crain et al. Im journal „Famale reproductive disorders: The role of endocrine disrupting compounds and development timing“ publiziert. Der Artikel kann online im Journal „Fertility and Sterility“ nachgelesen werden.
 
Pressekontakt

Johanna Hausmann,
WECF München,
089 2323938-19,
mobil 0173 3570268,
johanna.hausmann[bat]wecf.eu

Alexandra Caterbow,
WECF München,
089 2323938-18,
mobil +49 (179) 52 44 994,
alexandra.caterbow[bat]wecf.eu

Mehr Informationen über WECF: http://www.wecf.eu

Über WECF
WECF ist ein internationales Netzwerk von über 100 Frauen- und Umweltorganisationen in 40 Ländern, die gemeinsam an einer nachhaltigen Entwicklung, dem Schutz der Umwelt und der Gesundheit sowie der Armutsbekämpfung arbeiten. Durch unsere Projekte und Programme entwickeln wir praktische und kostengünstige Lösungen im Bereich sicherer Chemikalien und Abfallmanagement, Trinkwasser und Abwasserentsorgung, sichere Energieversorgung und Nahrungsmittel sowie Klima-, Agrar- und Artenschutz. Durch unsere politische Arbeit bringen wir die Perspektiven und Empfehlungen unserer Mitgliedsorganisationen und Frauen in Führungspositionen in nationalen, europäischen und internationalen politischen Prozessen. WECF ist offizieller Partner von UNEP und Mitglied des Europäischen Komitees für Gesundheit und Umwelt (EEHC).
 
WECF Deuschland, Sankt-Jakobs-Platz 10, München, Germany 80339 Germany
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