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Allaxys
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Author Topic: Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.  (Read 5887 times)

Thymian

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Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.
« on: August 01, 2010, 05:44:59 PM »

Update, 25.2.2016

Dieser Thread wurde vor über fünf Jahren begonnen. Er stand hier fünf Jahre lang. Bis sich letzte Woche ein Journalist der "Passauer Neue Presse", beziehungsweise von "Am Sonntag" sich meldete wegen der Screenshots. Die seien nicht genehmigt. Aha. Beweisstücke sind nie genehmigt, müssen aber sein. Die SIND gesetzlich erlaubt.

Wie auch immer, beim Durchsehen und Nachrecherchieren der Quellen fiel uns auf, daß wir damals etwas übersehen hatten.  Aber das läßt sich beheben.

Jetzt zur Sache: Der Thread wurde begonnen mit diesem Vollzitat aus dem echten Kidmed, das heißt kidmed.de,das außer dem Forum auch einen Blog hatte, wo dieser Text stand.

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Was hat der Homöopath Friedrich Ritzer eigentlich falsch gemacht? August 1st, 2010

Praktisch nichts. Ritzer ist ein Homöopath wie jeder andere auch. Er hatte nur das Pech, daß er vor Jahren schon von Kidmed entdeckt und übersetzt wurde.

Nun findet er sich in einem Online-Magazin
http://www.am-sonntag.de/aktuelles/artikel.php?cid=29-28971236&RessLang=LOKALES&BNR=0
wieder und alle Welt wundert sich über Hundescheiße in homöopathischen Arzneien. Hundescheiße ist jedoch nicht abartiger als der andere Unrat, der zu homöopathischen Arzneimitteln verrieben wird. Beispielsweise

Ausschabungen aus syphilitischen Geschwüren

Schweinepopel

wässrige Absonderung eines Brustkrebses einer Frau

Eiterbakterien

Stinktierkacke

Spulwurm

Kuhmist

um nur ein paar Wenige zu nennen.

Wer sich über Hundescheiße echauffiert, hat nicht begriffen was Homöopathie eigentlich ist. So meint eine Leserin des Artikels:

Annie Bruder (22, Studentin): „Man kann es auch übertreiben. Mit normalen Pflanzen finde ich Homöopathie in Ordnung.“

Homöopathie hat mit Pflanzenheilkunde nichts zu tun. Homöopathie nur mit “normalen Pflanzen” kann nicht betrieben werden. Es gibt zwar viele Mittel, in denen Pflanzen verschüttelt wurden, aber es gibt eben so viele bei denen das nicht der Fall ist. Homöopathen verarbeiten prinzipiell alles, was auf der Erde zu finden ist. Den Status “pflanzlich und sanft” hat die Homöopathie nur inne, weil Homöopathen es tunlichst vermeiden ihre Patienten korrekt aufzuklären. Oft wird dem Patienten nicht einmal mitgeteilt, welches Mittel er erhält, da dies angeblich den Heilungsprozess behindere – was in Anbetracht der “Schweinereien” durchaus nachvollziehbar ist.

Die Nächste findet:

Renate Obermager (69, Rentnerin): „Ich habe nichts gegen Homöopathie, aber das ist mir absolut zu widerlich.“

Homöopathie IST widerlich. Hersteller homöopathischer Arzneimittel zerdrücken Bienen, Kakerlaken, Filzläuse und schaben Schuppen von Psoriasispatienten ab.

Insgesamt kann man an den Kommentaren erkennen, wie wenig transparent das “System Homöopathie” den Menschen ist. Trotzdem ist man irgendwie dafür. Von aufgeklärten Patienten kann keine Rede sein. Die Homöopathen haben es nicht nur 200 Jahre geschafft keinen Wirksamkeitsnachweis zu liefern, sie haben es auch verstanden ihr Publikum dumm zu halten.

So findet ein Leser:

Sebastian Büchlers (22, Student): „Wenn es hilft, ist es gut. Egal, was es ist. Ich bin für möglichst wenig Chemie.“

Was würde er wohl sagen, wenn man ihm Zyankali oder Quecksilber andrehte?

Wie einst die katholische Kirche liest die Homöopathie ihre “Messen” auf Latein. Das blöde Fußvolk soll nicht verstehen was gelesen wird. Aus anorganischer Chemie, Eiter, Schleim und verfaultem Fleisch wird “Natürlichkeit”, weil keiner versteht, was er da schlucken soll.

Friedrich Ritzer ist kein ungewöhnlicher Homöopath. Er wurde lediglich übersetzt.


Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.
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Dictionaire: http://kidmed.de/?p=417

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[Meldung von LA CHEF: "ZITATE RICHTIG KENNZEICHNEN!!!", ama]
« Last Edit: March 05, 2016, 02:16:48 AM by Thymian »
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Borodor

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Re: Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.
« Reply #1 on: August 01, 2010, 06:45:03 PM »

Update, 25.2.2016

Das sind die besagten Screenshots, zu denen Borodor damals schrieb: "Besser eine schlechte Presse als gar keine."

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Die Screenshots waren schon vor fünf Jahren nicht lesbar. Jetzt sind sie noch einmal stark vernebelt worden. Es geht um die Existenz des Artikels damals, darum, DASS er geschrieben wurde, und um das Datum, wie wir heute feststellen: Der Artikel in "Am Sonntag" ist vom 1.8.2010. Das merken wir uns.


[Grammatik gebügelt, Omegafant]
« Last Edit: March 12, 2016, 11:39:43 PM by Omegafant »
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ama

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Teeren und Federn? Reicht nicht!
« Reply #2 on: August 01, 2010, 08:02:18 PM »

Update, 25.2.2016

Hier wird es heute interessant. Wir hätten schon damals wesentlich härter zupacken sollen. Wir sind einfach viel zu sanft.


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>Besser eine schlechte Presse als gar keine.

Das dachten sich wohl die angeblich Geheilten, die schlagartig auftauchen, um den Artikel und die Kritiker mit Dreck zu beschmeißen:


http://www.am-sonntag.de/aktuelles/artikel.php?cid=29-28971236&RessLang=LOKALES&BNR=0

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KOMMENTARE   

von AnonymerPatient vor 3 Stunden

Ich danke Hr.Ritzer für seine Behandlung,ich wäre Heute ohne seiner Behandlung nicht da wo ich stehe !Seine Mittel machten aus mir wieder
einen Menschen der Kraft hatte sein Leben in Bahnen zu lenken und der fähig ist eine harmonische Beziehung zu führen ohne Selbstzweifel und Depressionen!DANK Hr. Ritzer
antworten

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von aus München vor 5 Stunden

"Die Unwissenheit ist eine Situation, die den Menschen so hermetisch abschließt wie ein Gefängnis." Wie gut, dass es so Menschen wie Herrn Ritzer gibt, die ein unvorstellbares Wissen haben und nicht müde werden, weiterzuforschen. Jeder, der Ihn kennt und von Ihm behandelt worden ist, weiß sein Können und seine Bescheidenheit zu schätzen.
Ich hoffe, er kann über diesen Artikel und die Unwissenheit mancher Personen nur laut lachen!!!
antworten

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von Doris Wagner vor 7 Stunden

Ich bin seit langem ein Patient von Hr. Ritzer und ich muss sagen, dass er mir jederzeit geholfen hat! Für mich ist es wichtig, wieder gesund zu weden und es intressiert mich nicht, was in diesen kl. Kügelchen verarbeitet wurde. Ich möchte mich an dieser Stelle bei Hr. Ritzer für das jahrelange Vertrauen bedanken.
antworten

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von Brunner Franz vor 8 Stunden

Ich wünsche Herrn Beda Stadler im Krankheitsfall
eine reichhaltige chemische Speisekarte( deren Inhaltsstoffe nur Chemiker kennen) und guten Appetitt dabei !!!!
antworten

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von Brunner Eva vor 8 Stunden

Stellungnahme zum Artikel Friedrich Ritzer!

Dieser Berta Stadler ist in seiner Ganzheit so unreif,das man sich fragt wie so jemand einen Prof.Titel erwarb.Nicht nur das wir als Menschen ein unerforschtes Geschöpf Gottes sind, nein wir sind jeder für sich einzigartig und unterschiedlich und ich bin sehr froh darüber ,das es Menschen gibt wie Herrn Ritzer der es sich zu einer Lebensaufgabe gemacht hat Menschen in ihrer Not,Krankheit,Lebenskrise zu helfen und heilen!Herr Ritzer ist einer der besten Homöopathen, der viel Zeit in seine Forschung in Zusammenarbeit mit Herrn DR.Eberle steckt.Ich kann nur jedem nahelegen seine bisher veröffentlichten Bücher zu lesen,um zu verstehen wie Homöopathie wirkt und heilen kann.
Ich denke ich stehe nicht alleine mit meiner Meinung und wünsche Herrn Ritzer nur das Beste und hoffe er wird noch lange und viele neue Mittel erforschen und zum Einsatz bringen.
Es gibt Leute die verdienen ihr Geld mit Kritik!!Und Andere mit dem heilen und helfen Kranker!!
antworten
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Keine Ahnung, aber davon eine ganze Menge, und vor allem einen riesengroßen Frontlader, und schon geht die Schmutzkampagne los. Typisches Verhalten von gestrandeten Esottern. 


Die werden auch niemals einen Text wie den folgenden verstehen:

http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/homoopathiestudium-in-magdeburg-alles-nicht-so-schlimm-leider-nicht.php


[*QUOTE*]
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Pianoman· 16.10.09 · 12:04 Uhr

Homöopathische Forschung oder
Die Kunst der konsequenten Verarsche.



Würde ich an Paranoia leiden, käme ich auf den Gedanken, dass hinter der öffentlichen Förderung der Voodoo-Medizin der zynische Versuch steckt, die Schmerzgrenze des vernunftbegabten Patienten auszuloten:

Wieviel Nichttherapie erträgt der Normalmensch klaglos, bis er zu Teer und Daunenfeder greift ?

Wieviele Patienten sind bereit, auf die Leistungen des öffentlichen Gesundheitssystems zu verzichten, wenn ihnen nur intensiv genug die Leistungsfähigkeit einer Nonsens-Therapie vorgegauckelt wird, die günstigerweise (immer noch) zum größten Teil selbstfianziert werden muss ?

Denn was bei Mao mit der TCM geklappt hat, sollte doch auch in Deutschland nicht scheitern. Und ist Indien nicht ebenfalls ein Musterland für die homöopathische Verarsche. Da klappt´s doch auch, den Leuten Zuckerkügelchen-Schamanismus als tragfähige medizinische Versorgung zu verkaufen.

Wer solche Anmerkungen für Sarkasmus hält, möge sich doch einmal die Ergebnisse der sg. Homöopathie-Forschung der letzten Jahre anschauen; das, was Witt, Willich, Walach und Co. so produziert haben.

Da geht es längst nicht mehr um die Klärung der theoretischen Grundlagen der Homöopathie. Von solcher Forschung lassen die Homöopathen grundsätzlich die Finger; was auch kein Wunder ist. Schließlich sind alle Versuche, die Paradigmen des Hahnemannschen Wahn wissenschaftlich zu begründen, so etwas von "in die Hose" gegangen, dass es akademischer Selbstmord wäre, sich zum dräufzigsten Mal für den Quatsch vom Wassergedächtnis abwatschen zu lassen.

Solches wissen oder ahnen zumindest einige Homöopathen. So schreibt Rainer Lüdtke, Chef-Statistiker der Veronica & Carl Carstens-Stiftung, die sich der Förderung und Erforschung der Homöopathie widmet, nicht gänzlich unerwartet; aber unerwartet ehrlich:

(...) „Das Grundkonzept der Homöopathieforschung, die allgemeine Wirksamkeit der Homöopathie an der isolierten Wirksamkeit der homöopathischen Arzneimittel festzumachen, muss insgesamt als gescheitert angesehen werden.“
(Quelle: Wissenschaftsmagazin "Leonardo" (WDR 5) vom 16. April 2007)

Nein, die Frage ist heute nicht mehr "Wie funktioniert Homöopathie ?", sondern, "Wie funktionieren Menschen, denen man einredet, dass Homöopathie funktioniert ? ".

Anders ausgedrückt: "Wieviel Tarnung braucht Lüge, um nicht als solche erkannt zu werden ?

Nun ist diese perfide Strategie nicht ganz neu, und deshalb um so verwerflicher.

Wer sich ein bißchen in der deutschen Geschichte umtut, wird ohne Schwierigkeiten feststellen, dass irrationale Weltbilder - wie sie auch hinter der Homöopathie stehen - zu bestimmten Zeiten ihre Hochzeiten hatten.
Überhaupt kann man grundsätzlich festzustellen, dass irrationale gesellschaftliche Grundstimmungen der Homöopathie zu unterschiedlichen Zeiten jeweils kurzfristige Höhenflüge bereiteten.

Das gilt beispielsweise für die Epoche des Fin de siecle. Der Zeitgeist des Jahrhundertwechsels, gekennzeichnet vom ständigen Wechsel zwischen Aufbruchsstimmung und euphorischen Zukunftserwartungen und - im Gegenentwurf - indifferenter Zukunftsangst und regressiven Verhaltensweisen, bot ideale Voraussetzungen für die Gestaltung vielfältiger irrationaler Spielwiesen.

Stichwörter sind hier die Theosophie, besonders aber Rudolf Steiners Anthroposophie. Die "Weltschau" Steiners muss man als eine esoterisch-okkultistische Pseudo-Philosophie sehen, die patchworkartig aus Elementen der Kosmologie, der Astrologie, der Alchemie, und aus Fragmenten fernöstlichen und europäischer Mystik zusammenphantasiert wurde. Selbstverständlich durfte die Homöopathie dabei nicht fehlen.

Auf eine ähnliche Geisteshaltung traf die Homöopathie auch nach der Weimarer Republik im aufkommenden Nationalsozialismus. Geboren aus großer gesellschaftlicher Verunsicherung ist auch hier eine kollektive Realitätsverweigerung gesellschaftliches Programm, denn je klarer die bedrückende ökonomische Realität nach dem verlorenen 1. Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise durch die mit ihr verbundenen Zumutungen des Alltags ans Licht traten, desto stärker wurde die Sehnsucht nach einem wohligen Nebel, der sie wieder verhüllte.

Hier bot und bietet die Homöopathie mit ihrem spiritualistischen Überbau ein Verfahren, dass für jedwede Befindlichkeitsstörung ein Mittelchen bereitstellt; ungeachtet einer medizinischen Notwendigkeit. Dazu addiert sich die in den Homöopathie-Kreisen weitestgehend totgeschwiegene, wenngleich unbetreitbare historische Tatsache, dass besonders die esoterik-versessenen Nazis, allen voran Hess und Himmler, der Homöopathie äußerst wohlwollend gegenüber standen, und der Therapie zu einem aus wissenschaftsmedizinischer Sicht kaum nachzuvollziehenden Bedeutung verhalfen.

Dass die Homöopathie aber keine der in sie gesetzten Hoffnungen auch nur ansatzweise erfüllen konnte, weisen umfängliche Berichte aus Berliner Kliniken nach, die der vor kurzem verstorbene, große Pathologe und Rechtsmediziner Otto Prokop in seiner Auseinandersetzung mit der Homöopathie umfänglich auflistet.

Beeindruckend ist dabei die Darstellung des Berliner Internisten und Klinikdirektors Fritz Donner, der in den 1930er Jahren selber von der Homöopathie überzeugt war, sich aber aufgrund seiner klinischen Erfahrungen zum überzeugten Gegner entwickelte.
Beredtes Zeugnis für die unauflösbare Diskrepanz zwischen Wunschdenken und Wirklichkeit zeigt dabei ein Brief Fritz Donners an Otto Prokop, in dem er die Gespräche mit dem damaligen Vorsitzenden des Deutschen Zentralverbandes homöopathischer Ärzte (DZVHÄ) Hans Rabe aufzeigte, nachdem dieser sich aufgrund seiner euphorischen Berichte über die Wirksamkeit der Homöopathie, plötzlich durch das Reichsgesundheitsamt (RGA) veranlasst sah, diese Wirksamkeiten innerhalb wissenschaftlicher Studien nachzuweisen.

Diese Studien wurden offenbar zu einem Desaster, dem Rabe und die anderen beteiligten Ärzte durch verändertes Studiendesign und geänderte Arzneiauswahl noch eine positive Wendung verleihen wollten. Man nahm an, das eine zentrale Ursache für den Mißerfolg der Studien möglicherweise in falschen Arzneimittelbildern und früheren unzuverlässigen Arzneimittel-prüfungen liegen könnte.

In diesem Zusammenhang kam es lt. Donner zu einem Gespräch mit Rabe, dessen Inhalt ich wegen der Brisanz der Aussagen als Originaltext wiedergebe:


[...] In einem kleinen Kreis fand ein Neubeginn statt.
Man begann nit der Erwägung über die Nützlichkeit der Überprüfung für die hom. Ärzte selbst, habe es sich doch bereits einwandfrei ergeben, daß in den Arzneimittelbildern vieles fragwürdig und zu einem nicht unerhebliche Teil sicher falsch wäre, was unter Umständen auch forensische Folgen für die diese Mittel anwendenden Kollegen haben könnte.

Dann wurde das Repetitorium von J.T. Kent hervorgeholt und H. Rabe gefragt, wie viele der Mittel, die unter den einzelnen Sypmtomangaben geführt werden, er für wirklich zuverlässig halte.

Es entwickelte sich ein sehr interessantes, jedoch für die Homöopathie fatales Gespräch, auf das hier nicht weiter eingegangen werden soll. Es möge genügen, daß nach langen Hin- und Her zu guter Letzt Rabe zugeben mußte, daß er nur etwa 5 % bis höchsten 10 % der Mittel für so stichhaltig halte, daß man erwarten könne, daß sie bei den vorgesehenen Nachprüfungen bestätigt werden dürften.
Mit anderen Worten, er gab zu, daß 90 -95 % der angegeben Mittel wahrscheinlich Placebosymptome darstellen, und mußte sich die weitere Frage gefallen lassen, wieso er dieses Werk (Kents Repetitorium) so sehr empfohlen habe...

[...] Als anschließend H. Rabe mit mir das Robert-Koch-Krankenhaus verließ, überraschte er mich mit der Bemerkung, er müsse jetzt dringend sehen, wie er die Prüfung sabotieren könne. Einen stichhaltigen Grund habe er zwar noch nicht gefunden, da alles ihm gegenüber so korrekt und und kollegial durchgeführt worden sei. Hoffentlich falle ihm noch etwas ein, sonst müsse er zum Gesundheitsführer Dr. Conti gehen und ihn dringen auffordern die Überprüfung der Homöopathie sofort abbrechen zu lassen, denn "Wir können das doch garnicht, was wir behaupten!".

[...] Er fuhr dann fort, daß es doch - heller Wahnsinn - von den Beauftragten des RGAs wäre "das ernst zunehmen, was was die homöopathischen Ärzte, die doch nur kleine Praktiker wären, so sagen oder in ihren Zeitschriften veröffentlichten" und dies einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen...

[...] Auch über die vorgesehene Sepia-Überprüfung äußerte er sich eindeutig. Er meinte: "Was weiß denn unsereiner über Sepia ? Möglicherweise sind alle in den Arzneimittelehren gebrachten Sepiasymptome reine Phantasiegebilde ?"...

[...]Auf meinen Hinweis, wie er doch vor kurzem ausgeführt habe, wie nach Hochpotenzen dann die Symptome so wunderbar herauskommen, da antwortete er: "Aber so stellen wir Homöopathen uns doch die Dinge vor !" ...


Bedauerlicherweise beendete der Ausbruch des 2. Weltkriegs diese fundamentale Auseinandersetzung, ohne dass das sich abzeichnendene Ergebnis formell festgestellt werden konnte.
Allerdings muß bezweifelt werden, dass sich die Ideologen des Nationalsozialismus von negativen wissenschaftlichen Ergebnissen so nachhaltig hätten beeindrucken lassen, um sich von der Homöopathie zu verabschieden.
Der nationalsozialisten Propaganda ging es doch nie um wissenschaftlich begründbare Wahrheit sondern vor allem um die Bestätigung ihrer Welt- und Menschenbildes.

Offenbar bot die Homöopathie, als sich NS-Gesundheitspolitiker auf die Suche nach einer "Neuen Deutschen Heilkunde" machten, einfach die besten Voraussetzungen, in die Rassen-Ideologie assimiliert zu werden.

Infolge dieser politischen Entscheidungen wurde Hahnemanns Anhängerschaft kräftig gefördert. Krankenhäuser wie das o.g. Berliner Robert-Koch-Krankenhaus richteten homöopathische Abteilungen ein, medizinische Hochschulen Studiengänge.

"So brachte," schrieb die "Deutsche Zeitschrift für Homöopathie" im Jahre 1933, "der nordische Mensch Hahnemann in den Wust der Krankheitslehren, die uns der chaotische Süden aufsuggeriert hatte, wieder deutsche Ordnung und Klarheit."

Nach Ende der Nazi-Diktatur verschwanden solche okkulten Heilverfahren, wie die Homöopathie, oder auch einer ihrer Ableger, die Biochemie nach Schüssler, wieder in der Versenkung. Zu offensichtlich war die Untauglichkeit dieser Verfahren als Grundlage oder wesentliches Element einer wissenschaftlichen Medizin.

Bezeichenderweise ist die Vorrausetzung eines weiteren Homöopathie-Hype wiederum die gegenwärtige Renaissance des Irrationalismus - W. Hopff spricht von in diesem Zusammenhang von "Neomystiszismus" - deren gesellschaftliche Ursache, in Verbindung mit ihren spektakulären Phänomenen "Hippie-Kultur" und "New Age-Bewegung", als Reaktion auf die gesellschaftlichen und ökonomischen Krisen der westlichen Industriegesellschaften angesehen werden muss.

Das alles darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass, nicht zuletzt mit Blick auf den aktuellen Erkenntnisstand der Naturwissenschaften, die Homöopathie heute nicht mehr als Medizinexperiment angesehen werden darf, sondern nur noch als "Kult" betrachtet werden muss.

Und mit dieser Feststellung, nämlich dass die Homöopathie-Bewegung über die typischen Elemente (religiöser) Kulte verfügt - Immunisierung vor Kritik, Priorisierung "individueller Erfahrung", Ignoranz des intersubjektiven, verifizierten Wissens, Akzeptanz einer inneren, vom allgemeinen Wissen abgekoppelten Logik des Systems, Metabasis - schließt sich der Kreis zur Person Hahnemanns und den Anfängen der Homöopathie.

Wie mittlerweile in vielen Untersuchungen dargestellt wird, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass die Homöopathie ausschließlich auf "Glauben" bzw. auf subjektives "Für-Wahr-Halten" basiert.
Diese Auffassungen der Wirklichkeit müssen wir von "Wissen" unterscheiden. Beim Wissen handelt es sich um Aussagen über die Welt, die wiederholt überprüft wurden, die - zumindest theoretisch - von jedem Menschen nachvollzogen werden können, und die sich in den Kanon unseres interdisziplinären Wissens widerspruchsfrei einfügen lassen; um nur einige Aspekte des Begriffs anzusprechen.
Überprüfbarkeit und Intersubjektivität sind die eisernen Grundsätze eines rationalen Weltbildes. Werden diese Grundsätze aufgegeben oder durch Immunisierungsstrategien umgangen, haben wir es mit Glauben, möglicherweise mit Aberglauben zutun.

Betrachten wir unter diesen Aspekten die theoretischen Grundlage der Homöopathie, vor allem dabei die außergewöhnlichen "Erkenntnisse" über die Natur, die auschließlich im von Hahnemann um 1810 verfassten "Organon der rationellen Heilkunde" zu finden sind, kommen wir nicht umhin, die Immunisierungsstrategien der Homöopathie als roten Faden wahrzunehmen, der das gesamte Werk durchzieht.

Das "Organon" ist, so sehr die Homöopathen-Gemeinde auch darauf besteht, kein entwicklungsfähiges, wissenschaftliches Lehrwerk, sondern eine Art "Bibel", die ein statisches, unwissenschaftliches und mystisch-okkultes Weltbild vermittelt, im günstigsten Fall den naturwissenschaftlichen Erkenntnisstand des 18. Jahrhunderts reflektiert.

Zusätzlich problematisch ist, dass sich, veranlasst durch den enormen naturwissenschaftlichen Wissenszuwachs im 19. Jahrhundert, auch ein Paradigmenwechsel in der Medizin vollzogen hat, der jedoch am "Organon" spurlos vorüber gegangen ist. Vermutlich wegen des sakrosankten Image ihres Verfassers, nimmt kaum ein Anhänger der Homöopathie daran Anstoß.

Wahrscheinlich gehört aber das dogmatische Festhalten an Hahnemanns Weltbild ebenfalls zu den individuellen Immunisierungsstrategien seiner Anhänger, denn eine Neuauflage des "Organons", unter Einbeziehung unserers aktuellen (naturwissenschaftlichen) Wissensstands, würde wohl das Ende der Homöopathie bedeuten.

Fakt ist jedoch, dass es seit Bestehen der Homöopathie nicht gelungen ist, auch nur für eine einzige der Hahnemannschen Überzeugungen einen wissenschaftlichen Beweis zu finden.
Allerdings ist so ein Beweis - und das ist weniger mit Sarkasmus als mit Entsetzen festgestellt - seit der skandalösen Entscheidung der deutschen Politik, sich den Homöopathie- und AnthroposophieLobbyisten zu beugen, und diese in fast jeder Beziehung unwissenschaftlichen Verfahren zu "Besonderen Therapierichtungen" zu erklären, zur Rechtfertigung der Methoden auch nicht mehr nötig.

Geschichtsvergessenheit ist - neben dem populistischen Hang zum Irrationalismus - wohl Deutschlands Liebling.
Dass aber zunehmend Wissenschaftler diesen Mechanismen aus Verdrängung, Lüge, Selbst- und Fremdbetrug verfallen, lässt für die Bedeutung Deutschlands als international anerkannter Forschnungsstandort Übles erwarten.

Deshalb meine Frage an den Rektor der Universität Magdeburg: Schon mal was von Lyssenko gehört ?


Pianoman
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"Wieviel Nichttherapie erträgt der Normalmensch klaglos, bis er zu Teer und Daunenfeder greift ?"

Gute Frage! Aber Teeren und Federn reicht nicht, denn die Homöopathen hinterlassen Leichen. Leider sind es nicht bloß die eigenen.


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Update, 25.2.2016
Ich habe die Namen Beda Stadler, Ritzer und Eberle vervorgehoben, weil die eine besondere Rolle spielen: Ritzer und Eberle als die homöopathetisch verdünnten Interlektuellen, und Beda Stadler als Kritiker und Schwergewicht aus der akademischen Szene.
« Last Edit: February 27, 2016, 08:31:57 PM by ama »
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Yulli

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"Wieviel Nichttherapie erträgt der Normalmensch klaglos, bis er zu Teer und Daunenfeder greift ?"

Aus gegebenem Anlass...
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FRAUENPOWER

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Re: Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.
« Reply #4 on: August 30, 2015, 08:46:01 PM »

Daunenfedern? Wie exquisit! Natodraht tut es doch auch.
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el_Typo

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Re: Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.
« Reply #5 on: February 22, 2016, 05:42:43 AM »

Mit Datum 1.8.2010 war bei "Am Sonntag" zu lesen:

http://www.am-sonntag.de/aktuelles/artikel.php?cid=29-28971236&RessLang=LOKALES&BNR=0
beziehungsweise
http://www.pnp.de/paper/showthewholepdf.php?Pfad=20100801_asp

[*QUOTE*]
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vom 01.08.2010

Alternativ-Mediziner aus Passau schockt  durch seltsame Ekel-Therapien

Hundekot als Medikament

In seinem Buch "Arzneimittellehre"empfiehlt Friedrich Ritzer außergewöhnliche Präparate, die in Form von Globuli (kl. Foto) verabreicht werden. (Foto: Eberle/VKHD)

von S. DAIMINGER  und C. EBERLE

So stellt sich nicht jeder Patient den Arzt seines Vertrauens vor: Der Passauer Diplom-Theologe  und Alternativmediziner Friedrich Ritzer  (49) schockt mit verwunderlichen Ekel-Therapien, bei denen auch Hundekot eingesetzt wird. Seine  Forschungsergebnisse hat er gemeinsam mit einem Kollegen in einem Buch unter dem Titel "Arzneimittellehre - neue homöopathische Arzneien" zusammengetragen und veröffentlicht. Auch im Internet stellt er auf seiner Homepage homoeopathieforschung.de seine skurrilen  Erkenntnisse vor.

Alternativmedizin hat oft unterhaltsame Beipackzettel. Doch was Friedrich Ritzer seinen Patienten offenbar empfiehlt, stellen  seriöse Mediziner höchst in Frage. So solle beispielsweise "Excrementum caninum" bei  Fällen von Schlafmangel  verschrieben werden.

*"Der Lateiner hat längst verstanden, dass dieses "Medikament" gewöhnliche  Hundescheisse ist"*, schreibt  darüber der Immunologe Beda Stadler von der Universität  Bern  in einem Onlineportal der   Neuen Züricher Zeitung. 

Weiter  erklärt er:  *"Ritzer bietet uns noch andere alternative Wundermittel an: Bei "Uranium metallicum" und "Plutonium nitricum" sind keine Lateinkenntnisse nötig, um zu verstehen,  dass man damit noch mehr verscheissert wird.  Woher haben die  ihre Ausgangsmaterialien? Insbesondere bei "Placenta  humana" (Anm. d. Red.: Mutterkuchen) habe ich mich das  gefragt. Es soll übrigens bei Wut und Streit mit der Mutter und Morbus Crohn wirken."*  Der *"kannibale Stoff"* helfe außerdem  gegen Profilierungs-, Sex- und Drogensucht.

Ist das noch seriöse Medizin? "Von Hundekot und Uran als Behandlung habe ich noch nie gehört", sagt  beispielsweise die Homöopathin Dr. Hanna Seidl aus Waldkirchen. Ungewöhnliche Substanzen als Medikamente seien aber durchaus verbreitet.  Stimmt  - die Alternativmedizin  treibt bisweilen seltsame Blüten: In einem deutschen Homöopathie-Forum finden sich weitere Ekel-Stoffe aufgelistet: Aphis chenopodii (Blattläuse),  Ambra grisea (Walfischdreck), Pyrogenium (faules Rindfleisch), Phthirus  pubis (Filzlaus), Blatta americana (Kakerlaken), Bufo rana (Krötengift), Mephitis putorius  (Stinktiersekret) oder Tuberculinum bovinum Kent (Tuberkulöse Rinderabszesse) sind nur ein Auszug daraus.

Wie kommen Heilpraktiker dazu, sich mit Sekreten und Insekten zu beschäftigen, die bei anderen nur Brechreiz hervorrufen? Der selbsternannte Homöopathieforscher Friedrich Ritzer erklärt dazu auf seiner Homepage: "Angestoßen von der Erkenntnis und der Tatsache, dass wir bestimmten Patienten nicht befriedigend helfen konnten und getragen von Neugierde und Forscherdrang, machten wir uns daran, neue Stoffe zu prüfen und ihre Heilwirkung zu erfahren." Er resümiert: "Wir sind in unserem Einsatz nicht enttäuscht worden, im Gegenteil."

Beim Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD) gibt man sich auf AS-Anfrage  dennoch skeptisch zu den vermeintlich wirkungsvollen Entdeckungen des Passauer Mediziners. Vorstandsmitglied Iris Preuß sagte telefonisch zur AS: *"Man muss ja nicht alles verwenden, was angeboten wird. Wir verfügen schon über 2000 Mittel und haben damit genügend Einsatzmöglichkeiten."* Experimente mit Hundekot deklariert die Fachfrau als *"Profilierungssucht einzelner"*, die nicht  weiter erwähnenswert sei.

Die Homöopathie ist   bis heute stark umstritten. In der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia heißt es beispielsweise: "Bis heute existiert weder ein formaler, reproduzierbarer Nachweis noch eine akzeptable naturwissenschaftliche Begründung für eine Wirksamkeit der Homöopathie, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Sie wird deshalb vom Großteil der wissenschaftlichen Medizin als wirkungslose, in einigen Fällen sogar gefährliche Behandlung abgelehnt."

"Natürlich kann man nicht alle Krankheiten allein mit Homöopathie heilen. Globuli könne beispielsweise nie beschädigte Organe ersetzen", sagt Friedrich Ritzer. Trotzdem: Nach eigenen Angaben behandelt er  pro Tag zwischen 20 und 30 Patienten - in der Regel seien diese danach beschwerdefrei.
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Das ist ungekürzt, wir wollen ja nichts aus dem Zusammenhang reißen.


Dann wollen wir mal.

Zunächst ist da das Datum: 1.8.2010. Das ist wichtig, weil der Artikel sich auf andere Veröffentlichungen bezieht. (Zu denen kommen wir noch.)

Eine Veröffentlichung ist die von Beda Stadler in seinem Blog. Wann war die? Antwort: in 2009, also EIN JAHR FRÜHER.

Eine andere Veröffentlichung, und das ist die erste zu dem Thema, ist noch viel älter: Die war bei Kidmed, und es gab zu der Zeit auch welche im Usenet. Das war 2002. ACHT JAHRE FRÜHER!

Der erste eigenständige Artikel ist aus 2002. Er ist noch immer online: http://www.ariplex.com/ama/ama_hund.htm

Überschrift: "Hundescheiße als Arzneimittel"

Datum: 17.10.2002

Da hat es also sieben Jahre gedauert, bis der Beda Stadler in seinem Blog was darüber geschrieben hat, und nochmal ein Jahr, bis "Am Sonntag" etwas darüber schrieb, und sich dabei beim Herrn Stadler bediente. Ich habe die Stellen *BLAU UND FETT* hervorgehoben.

Warum hat "Am Sonntag" nicht den ursprünglichen Text von Ritzer und Eberle unter die Lupe genommen. ScheiBe genug bietet er, voll vom Hund.

Warum fragt keiner, was das bei Ritzer und Eberle für HundescheiBe war? Das hätte man doch nachgucken können. Remedia, die Sondermüllsammelstelle der Glaubulisten, hatte sie im Angebot:

http://www.remedia.at/homoeopathie/Excrementum-canium/a2500.html

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Excrementum canium

Kot eines mit Kuhpansen gefütterten Mischlingshundes
(Mutter: Schäferhündin, Vater: Mischung aus ungarischem Hirtenhund und Setter)

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Schäferhund! Mischling, und was für einer! Warum kein reinrassiger Labrador? Oder ein Bernhardiner, da gibt es besonders dicke Portionen Urtinktur. Oder wenigstens ein Dackel, das hätte Kultur, so a kloans bisserl....

Warum fragt keiner?

Hätte man beim Herrn Deckers gelesen, hätte man noch ganz andere Fragen und Antworten serviert bekommen:

http://www.ariplex.com/ama/ama_hund.htm

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Die Homöopathen beklagen sich über die ihnen seit kurzem schändlicherweise aufgepreßte Pflicht, die Mittel zu sterilisieren.

Angesichts dieser neuen Pflicht, einer Pflicht also, die es rund 200 Jahre lang nicht gab, sollte man sich bewußt werden - in voller Tragweite! -, daß die Homöopathen ihren Patienten diese rund 200 Jahre lang nichtsterilisierten Hundekot, Eiter, und andere, ekelhafteste Unsäglichkeiten eingeflößt haben.
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[*/QUOTE*]

Das war schon Jahre früher zu lesen. Haben die Journalisten von "Am Sonntag" nicht recherchiert?


Bei Homöopathens gibt es übrigens gibt außer HundescheiBe zum Runterschlucken auch den Kot eines Indischen Python.

Aktuelles Angebot (25.2.2016) des britischen Zuckerpanschers Helios:

http://www.helios.co.uk/shop/search/remedy/list

[*QUOTE*]
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Python (Indian) Excrementum (Indian Python)
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[*/QUOTE*]


http://www.helios.co.uk/shop/python-indian-excrementum

[*QUOTE*]
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Python molurus
Indian Rock Python
Form

    Python (Indian) Excrementum
    Python (Indian) Excrementum - pyth-i

    £4.90

    Form: Tablets
    Size: 4g
    Potency: 18c

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[*/QUOTE*]

4 Gramm Zucker mit PythonscheiBe verquirlt für 4,90 Englische Pfund. Macht pro Kilogramm 1160,00 Englische Pfund.

ScheiBe lohnt sich...


Bei Remedia ist inzwischen etwas passiert. 2011 hatte Remedia die HundescheiBe noch im Angebot. Das wurde in diesem Thread dokumentiert:

http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=7311.msg16509#msg16509

Danach muß es dann hinter den Kullissen irgendwann geknallt haben. Homöopathen, die sich vor gar nichts ekeln, weder vor dem Arsc_hloch der Kuh (anus bovis), noch vor Eiter oder anderem (natürlich lebensgefährlichen) Ekelkram, die meinen plötzlich, sie müßten sich distanzieren:

http://www.remedia.at/de-at/homoeopathie/Mittel-nicht-lieferbar/s4499.html?name=Excrementum+canis



[*QUOTE*]
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Excrementum canis

Dieses Mittel wird in der homöopathischen Literatur erwähnt, klassische HomöopathInnen und ApothekerInnen distanzieren sich jedoch davon. Dieses Mittel ist bei Remedia nicht erhältilich.

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[*/QUOTE*]



Statt weiterhin den netzweit bekannten Namen "Excrementum caninum" zu benutzen, so haben sie es 2011 noch bezeichnet , siehe

http://www.remedia.at/homoeopathie/Excrementum-canium/a2500.html

[*QUOTE*]
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Excrementum canium
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[*/QUOTE*]

tauchen die Homöophantasten ab und fälschen dabei sogar den Namen und machen aus "excrementum caninum" "excrementum canis".

Das dürfte nach über 200 Jahren ScheiBe anrühren der Homöopathen das erste Mal gewesen sein, daß die sich von etwas distanzieren, weil sie damit auf die Schnauze gefallen sind.

Da haben die drei Großmeister der Homöopathenschrecken, Ralf Behrmann, Aribert Deckers und Bernd Kassler, mit ihrer Kritik aber mächtig erfolgreich hingelangt. Das hat gesessen!

Chapeau!

Es hat zwar ein bißchen gedauert, aber DIE GROSSEN DREI haben die Homöopathen geschafft. Ich kann mir eine kleine Freudenträne nicht verkneifen; Homer, er sei herzlichst gegrüßt.





Ist das nicht albern? Homöopathen, die Allwissenden der Medizin, die sogar Zeitreisen in die Zukunft machen, um Arzneiprüfungen durchzuführen mit Antimaterie, obwohl die noch gar nicht existiert (siehe http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=3884.0), diese Allwissenden kneifen plötzlich den Schwanz ein, weil die Welt mitbekommen hat, was für eine Scheiße sie den Kranken antun - jetzt schreibe ich das mal voll aus, das muß sein. Dabei ist HundescheiBe doch voll natürlich und die Städte sind voll davon, man braucht sich des Abends nur seine Schuhe ansehen nach einem Marsch durch die Königstraße.

Ach, wo wir gerade dabei sind: "Antimaterie" (im homöopathetischen Großkotzlatrinisch "Positronium") gibt es bei Remedia auch nicht mehr. War wohl nichts mit der Strahlung der Bestrahlten... Spurlos verschwunden. Nicht mal ein Nachruf, daß man sich distanzieren tät.

Das lebensgefährliche Plutonium haben sie aber noch bei Remedia herumliegen (Stichprobe heutigen Tages):
 
http://www.remedia.at/de-at/homoeopathie/Homoeopathie-Liste-von-A-bis-Z/lPL.html

[*QUOTE*]
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>Plutonium (236) chloratum
>Plutonium (236) chlorid
>Plutonium (236) muriaticum
>Plutonium (236) nitrat
>Plutonium (236) nitricum
>Plutonium (239) chloratum
>Plutonium (239) chlorid
>Plutonium (239) muriaticum
>Plutonium (239) nitricum
>Plutonium nitricum
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[*/QUOTE*]


Ein anderes Schmankerl haben's ebenfalls noch, die Zuckerwucherer von Remedia: Placentas. Ja, ja, gleich mehrere davon, und eine (kaum zu glauben, aber wahr) von den ScheiBeoberstrategen Eberle und Ritzer aus dem Artikel von "Am Sonntag":

http://www.remedia.at/de-at/homoeopathie/Homoeopathie-Liste-von-A-bis-Z/lPL.html

[*QUOTE*]
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>Placenta
>Placenta (Eberle, Ritzer)
>Placenta humana
>Placenta humanum
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[*/QUOTE*]

Beda Stadler meinte dazu, das sei ein *"kannibaler Stoff"*. Daß der (laut Eberle und Ritzer ?)  gegen Profilierungs-, Sex- und Drogensucht helfen soll, ist im übrigen widerlegt. Oder nehmen Eberle und Ritzer ihre eigenen Pillen nicht...? Da ist doch eine gewisse Frau Iris Preuß, laut "Am Sonntag" Vorstandsmitglied des Verbands klassischer Homöopathen Deutschlands e.V. (VKHD). Die soll laut "Am Sonntag" gesagt haben (oben mit GRÜN FETT markiert): Experimente mit Hundekot seien *"Profilierungssucht einzelner"*. Hoho, das hat gesessen...

Die hochgeschätzte Frau Iris Preuß hat aber auch etwas anderes gesagt: *"Man muss ja nicht alles verwenden, was angeboten wird. Wir verfügen schon über 2000 Mittel und haben damit genügend Einsatzmöglichkeiten."*

Damit haben wir das nächste Problem, denn Homöophantast Ritzer schreibt laut "Am Sonntag" in seiner Website:

[*QUOTE*]
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"Angestoßen von der Erkenntnis und der Tatsache, dass wir bestimmten Patienten nicht befriedigend helfen konnten und getragen von Neugierde und Forscherdrang, machten wir uns daran, neue Stoffe zu prüfen und ihre Heilwirkung zu erfahren." Er resümiert: "Wir sind in unserem Einsatz nicht enttäuscht worden, im Gegenteil."
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
[*/QUOTE*]

Die hochgeschätzte Frau Iris Preuß hat gesagt: *"Wir verfügen schon über 2000 Mittel und haben damit genügend Einsatzmöglichkeiten."* und bei Eberle und Ritzer haut das nicht hin. Wörtlich: "Tatsache, dass wir bestimmten Patienten nicht befriedigend helfen konnten"

So, konnten sie nicht? Aber mit HundescheiBe schon? Ich weiß ja nicht so recht, aber ich sehe da einen Marianengraben an Unterschied. Die anderen Homöopathen haben über 2000 Mittel, und die reichen denen, aber bei Eberle und Ritzer haut das nicht hin mit den 2000 Mitteln, die müssen HundescheiBe nehmen? Wäre das nicht ein dicker Ausschlußgrund für Patienten? Lieber zu den anderen Homöophantasten zu gehen als zu Eberle und Ritzer, weil bei den anderen muß man keine Hundescheiße schlucken? Also, ich als Patient würde mir da schon so meine Gedanken machen...

Wieso ist das den hochgeschätzten Damen und Herren von "Am Sonntag" nicht aufgefallen? Die saßen doch an der Quelle bei Ihren Interviews. Ich finde, da haben sie aber ordentlich was verpaßt.

Auch etwas anderes hätte den hochgeschätzten Damen und Herren Journalisten auffallen MÜSSEN. Oben BRAUN FETT markiert ist dieser Satz:

[*QUOTE*]
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 Nach eigenen Angaben behandelt er  pro Tag zwischen 20 und 30 Patienten - in der Regel seien diese danach beschwerdefrei.
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[*/QUOTE*]

Das sind gleich mal DREI DICKE HÄMMER.

HAMMER 1

"in der Regel seien diese danach beschwerdefrei". Wirklich? Wieviele denn? Wie sieht die Erfolgsbilanz der höchstestgeschätzten Herrn Eberle und Ritzer denn aus? Und wie ist denn die Bilanz bei den angewendeten homöopathischen Mitteln? Wie erfolgreich ist Hundescheiße?

Wo sich die ehrenwerte Gesellschaft der Homöophantasten derer von und zu Remedia von Hundescheiße distanziert, wäre das nicht DIE GELEGENHEIT, denen zu zeigen, daß Hundescheiße das einzig wahre Mittel ist? Billig ist sie übrigens auch, da wird die Pharmamafia aber ganz schön fluchen. HundescheiBe besorgen geht sogar ohne Zeitreise. 

HAMMER 2

Wieviel kassiert der Herr Ritzer denn pro Konsultation durch einen Kunden? Das sollte sich doch eruieren lassen. Was hat er den Journalisten von "Am Sonntag" dazu erzählt? Nichts? Ja, wenn er nichts sagt, dann muß man doch fragen! Geht wirklich ganz einfach. Journalisten MÜSSEN das. Journalisten KÖNNEN das. Naja, einige wohl eher nicht...

HAMMER 3

Mal nachrechnen: 8 Stunden arbeiten am Tag bei 20 bis 30 Kunden, das gibt 480 Minuten/20 bis 480 Minuten/30. Adam Riese käme auf 24 bis 16 Minuten pro Kunde. Für mich sieht das nach Akkordarbeit und Fließband aus. Kaum ist man drin und hat ein paar Sätze gesagt, schon ist man wieder draußen.


Aber wir wollen mal nicht so sein und sehen uns die praktizierenden Ärzte an. Ich meine nicht Homöopathen, sondern echte Ärzte. Also nicht den

Dr. med. Hans Eberle, Homöopathie
Moorbadstr 9
83093 Bad Endorf
Tel: 08053 510, Fax: 08053 7956026

und schon gar nicht den

dipl. theol. friedrich ritzer
Hochsteinstr. 10, 94034 Passau
Tel. 0851/ 40484 Fax.: 0851/ 40486

sondern wissenschaftlich arbeitende Ärzte. Echte Ärzte eben.

Die Ärzte jammern immer wegen des Gelds, das sie so gerne hätten, und wegen der vielen Arbeit. Schaun wir mal.

https://www.tagesschau.de/inland/interview-hausaerzte100.html

[*QUOTE*]
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Stand: 13.09.2012 11:50 Uhr
Stüven: Am Tag hat man als Hausarzt zwischen 60 und 70 Patientenkontakte. So kommt man in Hamburg auf ein Honorar von ungefähr 2600 Euro netto - bei durchschnittlich 55 Stunden Arbeit in der Woche. Wir haben von unserem Umsatz ja auch Mieten zu zahlen, wobei der größte Kostenpunkt das
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[*/QUOTE*]

55 Stunden in 5 Tagen, das sind 11 Stunden pro Tag. Das merken wir uns.
60 bis 70 Patienten pro Tag.


http://de.statista.com/statistik/daten/studie/236782/umfrage/durchschnittliche-anzahl-behandelter-patienten-von-kassenaerzten-in-deutschland/

[*QUOTE*]
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[Befragung 2012]

[Balkendiagramm]
alle Ärzte:   42 Patienten pro Tag
Hausärzte:   53 Patienten pro Tag
Fachärzte:   41 Patienten pro Tag
Psychotherapeuten:   7 Patienten pro Tag
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[*/QUOTE*]

Im Durchschnitt 42 Patienten pro Tag. Wir merken uns: 42 sind nicht "60 bis 70 Patienten pro Tag". Aber Hausärzte schaffen 53 pro Tag, Psychotherapeuten dagegen fast gar nichts. Aber die werden ja auch für's Zuhören bezahlt.


http://www.tz.de/welt/acht-minuten-patient-596912.html

[*QUOTE*]
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Ärzte unter Druck: Nur acht Minuten pro Patient

Aktualisiert: 19.01.10 - 12:58
Die Zahl der Arztbesuche in Deutschland hat einen neuen Rekord erreicht. Jeder Krankenversicherte geht im Schnitt 18 Mal im Jahr zum Arzt. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung der neuen Groß-Kasse Barmer GEK hervor. Danach behandeln die Ärzte statistisch gesehen 45 Patienten pro Tag, so dass gerade einmal acht Minuten Zeit für jeden Besucher bleibt.
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Große Studie der Barmer GEK. Im Durchschnitt 45 Patienten pro Tag.

Wir merken uns: Durchschnitt 42 pro Tag ist nicht Durchschnitt 45 pro Tag.


Und wir merken: Statistik ist eine sehr flexible Sache. Nehmen wir die 45 Patienten und 11 Stunden pro Tag, ergibt das 14,7 Minuten pro Patient. Die Barmer GEK kommt auf 8 Minuten pro Patient. Das sind bei 45 Patienten pro Tag 360 Minuten, also 6 Stunden.

Wir merken: Statistik ist eine SEHR flexible Sache. Es wäre nicht schlecht, wenn sich die Statistiker mal darauf einigen würden, was sie erzählen.

Wie heißt es doch: Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Das merken wir uns.
 
Ein Ausflug in die Webwelt auf der Suche nach der Anzahl der Heilpraktiker in Deutschland bringt, wenn auch holprig, die Zahl von 15.000 für 2002 und 35.000 für 2012. Das merken wir uns

Zu den von der Esottermafia finanzierten Verlagen und Redaktionen gehört unter anderem "Für Sie", ein Konglomerat von Reklame und Reklame und Reklame. Und Reklame.

"Für Sie" schreibt:

http://www.fuersie.de/gesundheit/homoeopathie/artikel/heilpraktiker

[*QUOTE*]
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Immer mehr Deutsche wenden sich an Heilpraktiker: Neun Milliarden Euro geben Patienten inzwischen jedes Jahr für alternative Medizin aus – und mehr als die Hälfte davon bezahlen sie selbst.

[...]

Eine aktuelle Studie der Barmer GEK zeigt, dass einem Arzt pro Patient durchschnittlich acht Minuten bleiben. Dagegen führt jeder der 15 000 deutschen Heilpraktiker im Schnitt pro Tag nur vier Behandlungen durch – und kann sich damit deutlich mehr Zeit für seine Patienten nehmen.
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[*/QUOTE*]

Die "aktuelle Studie der Barmer GEK", wann war die? Antwort: 2010. Ist der Artikel demnach aus dem Jahr 2010? Datiert ist er nicht. Ich betrachte das als schweren Pfusch.

"Für Sie" gibt als Zahl der Heilpraktiker 15.000 an. Diese Zahl galt 2002, also ACHT JAHRE FRÜHER, und paßt nicht zu der "aktuellen Studie der Barmer GEK". Ich betrachte das als schweren Pfusch.

Damit kommen wir zu der sagenhaften, ja, geradezu märchenhaften Behauptung

[*QUOTE*]
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Dagegen führt jeder der 15 000 deutschen Heilpraktiker im Schnitt pro Tag nur vier Behandlungen durch – und kann sich damit deutlich mehr Zeit für seine Patienten nehmen.
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[*/QUOTE*]

Ich behaupte, daß diese Zahl niemals gestimmt hat. NIEMALS!

Soviel zum Wahrheitsgehalt der Aussagen der "Für Sie".


Bei Ärzten, die bekanntlich jammern, waren wir. Jetzt kommen die Heilpraxer dran. Da nehmen wir uns was ganz solides, gestandenes: jemanden aus der Ausbildung. Der MUSS doch wissen, wie das Leben als Heilpraxer ist. Da hätten wir beispielsweise eine Frau Beate Sanladerer und ein Interview mit der: "Beate Sanladerer ist praktizierende Heilpraktikerin und Dozentin an der Heilpraktikerschule Paracelsus."

http://www.heilpraktiker-ausbildung.net/heilpraktiker-wissen/interview-mit-beate-sanladerer-heilpraktikerin

[*QUOTE*]
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Wie sieht der Berufsalltag einer Heilpraktikerin aus?

Beate Sanladerer: Natürlich steht die Arbeit mit den Patienten an erster Stelle. Behandlungstermine müssen organisiert und durchgeführt werden, dabei achte ich persönlich sehr darauf, dass kein Patient länger als 10 Minuten Wartezeit hat. Intensive Gespräche und gezielte Behandlungen erlauben meist nicht mehr als 10 bis 12 Patiententermine pro Tag. Daneben sind noch organisatorische Arbeiten, wie Dokumentation, Bestellungen und Abrechnung, zu erledigen. Dazu finden an einigen Wochenenden noch Fortbildungen und Seminare statt, sodass man durchaus von einem erfüllten Arbeitsalltag sprechen kann.
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[*/QUOTE*]

Diese Frau, die sogar Dozentin an einer Heilpraxerschule ist, die würde natürlich NIEMALS die Unwahrheit sagen. Und wenn die von einem erfüllten (also vollen) Arbeitstag spricht, dann ist das auch so. Der hat, sagt sie, 10 bis 12 Patienten pro Tag. Dann kann man also mit Fug und Recht annehmen, daß das Durchschleusen von 20 bis 30 Kunden beim Heilpraktiker Ritzer DAS DOPPELTE und damit Fließbandarbeit ist. Also, DAS hätte den Damen und Herren von "Am Sonntag" aber schon auffallen müssen, finde ich.

Und was das Finanzielle angeht, da ist so ein Hochbetrieb natürlich schon ganz toll, finanziell, meine ich. Natürlich nur für den Heilpraktiker. Die Kunden dagegen werden im Takt durch- und ausgezogen. Finanziell, meine ich...


Eines wüßte ich aber immer noch gern: WARUM MÜSSEN RITZER UND EBERLE HUNDESCHEISSE NEHMEN, UND DIE ANDEREN HÖMOPATHEN NICHT!?

Die ANDEREN Homöopathen kommen OHNE HundescheiBe aus. Bei Ritzer und Eberle geht es nicht ohne. WARUM!? Die Kunden der beiden höchstestgeschätztesten Zuckerverkäufer bedürfen, so sagt Gevatter Hahnemann, die INDIVIDUELLE, DIE GANZ PERSÖNLICHE MEDIZIN. Bei Ritzer und Eberle sind die Kunden Hundescheißebedürfer. Echt? Ist das wirklich so? Wie kommt das? Ist das genetisch bedingt in der Stadt, wo die beiden Herren wirken? Gehören die alle zu einer Familie? Einer Familie, die unbedingt Hundescheiße braucht? Steht dann in der Kundenakte von Ritzer und Eberle: "Kunde braucht Hundescheiße!"?

Das sind elementare Fragen. Die MUSS man stellen. Die drängen sich mit aller Macht auf. Denen kann man nicht aus dem Weg gehen, so wichtig sind die. Warum, das wüßte ich gerne, sind die Damen und Herren Journalisten von "Am Sonntag" voll dran vorbeigefahren? Voll in den Acker mit den Leserbefragungen. Echt voll daneben.



https://fbcdn-sphotos-a-a.akamaihd.net/hphotos-ak-xtl1/v/t1.0-9/12744710_10153944902368205_2101659597181073467_n.jpg?oh=e764fb1d6d2102858a58c9a0f06dabcc&oe=57553FD7&__gda__=1465426102_85d580ae85db362513f8f370f6ca5b24

Ein Bild, das gerade bei Facebook herumgeistert: "Hinterfrage alles!"

"Hinterfrage ALLES!" Das wurde uns schon in der Schule eingebläut. Kann es sein, daß die Journalistenausbildung in gewissen Gegenden gelitten hat? Irgendwie, so kommt es mir vor, fehlt da was. Okay, okay, das ist meine ganz persönliche Meinung. Ich mein' ja nur...


Da fehlt etwas. Doch, ich vermisse zum Beispiel die Quellenangabe für diese Stelle in dem Artikel von "Am Sonntag":

[*QUOTE*]
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In einem deutschen Homöopathie-Forum finden sich weitere Ekel-Stoffe aufgelistet: Aphis chenopodii (Blattläuse),  Ambra grisea (Walfischdreck), Pyrogenium (faules Rindfleisch), Phthirus  pubis (Filzlaus), Blatta americana (Kakerlaken), Bufo rana (Krötengift), Mephitis putorius  (Stinktiersekret) oder Tuberculinum bovinum Kent (Tuberkulöse Rinderabszesse) sind nur ein Auszug daraus.
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[*/QUOTE*]

WENN dieses grottengräßliche, ekelhafte, widerliche ScheiBdreckszeug erwähnt wird, und dann noch in einem Homöopathieforum, dann hat das einen Grund. Dann muß da auch stehen, WARUM dieses Dreckszeug benutzt wird, und wofür und wogegen. Homöopathen machen das. Da sind die völlig schmerzfrei. Ich meine, wer faules RIndfleisch ALS MEDIZIN benutzt, der hat doch einen Zacken in der Umlaufbahn.

Früher, als das verfluchte Gesetz noch nicht da war, da konnten die Homöopathen diese EKELZEUGS auch noch unsterilisiert nehmen und den Kranken einflößen. Aber das dürfen sie ja nun nicht mehr. Nur noch sterilisiert. Da fehlt jetzt was. Echt, da fehlen die ureigensten Eigenschaften der ECHTEN STOFFE. Das hier ist nicht mehr echt. Bloß wegen dieses Gesetzes! So geht die Homöopathie zugrunde. Aber, dank Ritzer und Eberle gibt es ja wenigstens Hundescheisse zum Einnehmen. Das ist doch schon mal was.

Womit wir wieder bei der Frage sind, was für eine Selektion von Kranken diese beiden Herren haben. Das sollte wirklich mal geklärt werden!



Der Artikel in "Am Sonntag" ist vom 1.8.2010. Seit Erscheinen der der Webseite  "Hundescheiße als Arzneimittel" (http://www.ariplex.com/ama/ama_hund.htm) waren bis dahin acht Jahre vergangen und seit der Abstimmung in der Schweiz (Mai 2009) ein Jahr. Kurz vor der Abstimmung hat Beda Stadler in der Schweiz aufgedreht:

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hundescheisse_als_arznei

[*QUOTE*]
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Michael Miersch   22.04.2009   17:33   
Hundescheiße als Arznei

Unser Gastautor Beda Stadler mischt die Debatte in der Schweiz auf. Dort soll eine Volksabstimmung stattfinden, mit dem Ziel, so genannte Komplementärmedizin (also Homöopathie und ähnliches) zur Grundversorgung zu erklären.
Siehe hier:
http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/nzzvotum_komplementaermedizin/hundescheisse_als_medikament_1.2431168.html
Und hier:
http://www.suedostschweiz.ch/medien/archiv/text/detail.cfm?id=617912&aktuellid=578964
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[*/QUOTE*]

Mehr steht da nicht. Das finde ich etwas schwach. Der zweite Link geht ins Leere, weil die Südostschweiz den Artikel hat verdunsten lassen. Das finde ich ganz schwach.


Jetzt, so im Rückblick, ist der Artikel vom Beda Stadler in der NZZ aber auch ganz schön schwach. Hier die INHALTLICH wesentlichen Punkte:

http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/nzzvotum_komplementaermedizin/hundescheisse_als_medikament_1.2431168.html

[*QUOTE*]
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Eidg. Abstimmung vom 17. Mai - Komplementärmedizin
Hundescheisse als Medikament
Alternativmedizin hat oft unterhaltsame Beipackzettel. Excrementum caninum, ein homöopathisches „Medikament“, hat eine vielversprechende Wirkung. So was sollte jeder in der Hausapotheke haben. Urteilen Sie selber.
20.4.2009, 14:55 Uhr
[Beda Stadler - Immunologe, Uni Bern]

[...]

Excrementum caninum wird bei Schlafmangel als „Folgen von Besetzung durch Eltern oder Kinder oder Partner, Folgen von zu viel mit Alkohol und Rauchen, Schokoladeverlangen, Depression durch Arbeitsplatzverlust“ empfohlen. Ebenfalls bewährt sei es bei: Niesen, Augentränen, Heuschnupfen, geistiger Benommenheit.

Der Lateiner hat längst verstanden, dieses „Medikament“ ist gewöhnliche Hundescheisse. Soll ich meine Schokoladenlust mit dieser Hundescheisse kurieren?

Wer glaubt, ich würde eine solche „Scheisse“ erfinden, irrt. Auf der „Homöopathieforschung“ Webseite von Dr. Eberle und Dipl. Ritzer (http://www.homoeopathieforschung.de/mittel.php?reper=19) können sie selber nachlesen, was wie ein Witz tönt, aber keiner ist. Die beiden Homöopathen sind universitär gebildet. Der eine hat mal Medizin der andere Theologie studiert. Nach Annahme der Komplementärinitiative werden wohl auch bei uns einige Theologen die Homöopathie als Nebenerwerb entdecken. Ärzte haben dann ohnehin das Recht dazu…
[...]
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[*/QUOTE*]

Diese beiden fett hervorgehobenen Sätze, das ist wirklich nicht viel. Ein bißchen mehr INHALTLICHE SUBSTANZ sollte da schon sein. Verglichen mit Beda Stadler haben die Journis von "Am Sonntag" regelrecht geschuftet. Um so schlimmer, daß deren Artikel in deren Zeitung flöten ist. Warum? Wer tut denn sowas!? Haben da ein paar Herausgeber und Verleger immer noch nicht begriffen, was das Internet ist? Das Internet ist keine Tageszeitung! Das Internet ist das Gedächtnis der Menschheit, beim Teutates!

Oder, kann es sein, daß das Begehr der "Am Sonntag"ler, unsere Beweisstücke mögen verschwinden, noch ganz andere Gründe hat als "keine Ahnung vom Internet" und Abwesenheit beim Zitierrecht?

Bis einschließlich 28.1.2016 war in der internettigen Bastelstube der beiden ScheiBeverteiler Eberle und Ritzer noch links in der Menuleiste der Webseiten der Link "excrementum caninum" drin. Das sind bis zum Begehr rund drei Wochen. Und dann, aus blauem Himmel, kommt der Löschfix und nimmt das "excrementum caninum" raus. Und drei Wochen nach dem 28.1.2016 folgt das Ansinnen derer von "Am Sontag". Das müffelt schon sehr nach "kein Zufall".

Daß bei Remedia die Hundescheiße rausgeflogen ist, sogar mit erklärter Distanzierung, das stinkt nicht, das ist ein Erdbeben der Stärke 100, da bleibt kein Elektron und kein Proton neben den anderen: der ganze Hahnemann ist entfusioniert. Aber wann? WANN IST DAS PASSIERT?


Zeitungsartikel mehren sich auffällig, in denen Homöopathie erwähnt wird und statt Schlagobers die Hundescheiße oben drauf kommt. Hundescheiße als DAS Synonym für Homöopathie. Könnte nicht zutreffender sein, würde ich mal sagen wollen.

Nachdem die homöophantastischen Esotter sich so bemühen um ihr Image, dürfte dieses dank Hundescheiße erledigt sein. Das tut weh, und grad dort, wo es sie am ärgsten trifft: beim Geldsackerl.

Nun kommt die böse Seite des Binnenkonsens hervor: Die Esotter können die beiden Hundescheißeverklopfer nicht exkommunizieren, denn sie müssen Friede, Freude, Eierkuchen mimen, auch wenn das Jacket noch so lichterloh brennt. Aber persönlich, hinter den zugezogenen Gardinen, da kann man ihnen ins Kreuz treten, da kann man Eberle und Ritzer anpfeifen in jeder Lautstärke und schriller als jede malträtierte Schultafel. Eine Kackophonie, sozusagen.

Das kommt davon, wenn man JEDES Kroppzeug als Arzneimittel nehmen will. Und es kommt davon, wenn man NEUE Arzneimittel finden MUSS, weil man mit den vorhandenen, auch wenn es 2000 sind, auf die Plauze fällt.

Schon seltsam: Eiter, wann wurde der zum ersten Mal als Arzneimittel genommen? Oder vergammeltes Rindfleisch? Oder Tuberkeln? Oder all die anderen Würgs mit extremalem Ekelwert? 200 Jahre lang ist nichts passiert, jeder Gammel durfte rein, niemand hat gemault, niemand hat gekotzt. Und dann, dann kommen die Homöopathen auf den Hund. Zu blöd, daß dieser Köter beim Ritzer kein Pudel war, sonst könnte man Goethe rufen hören, das sei desPudels Kern.

So gesehen haben Eberle und Ritzer einfach Pech gehabt. Was für eine Tragödie! Was für eine Tragik! Wieso konnten sie nicht den Dung der Waldohreule nehmen oder das AA von einem Specht? Keine Kritik hätt's gegeben. Keine!


Wie auch immer, die Homöopathen sind auf den Hund gekommen. Und dessen ScheiBe klebt ihnen am Schuh. Die geht nie wieder ab! NIE WIEDER!

Was machen die Homöopathen jetzt? Werden sie sich zu einer Qualitätskontrolle entschließen? Werden sie ein Reinheitsgebot erlassen? Geht nicht, nein, das geht nicht, denn Eberle und Ritzer können nicht ohne, nein sie MÜSSEN mit Hundescheiße arbeiten. Sagen sie doch selbst. Und wer heult, hat recht.

Was macht die Carstens-Clique? Was wird die Bosch-Stiftung tun? Werden die aus irgendwelchen Katakomben unveröffentllichte Manuskripte ziehen vom Gevatter Hahnemann, aus denen hervorgeht, daß er dieses oder jenes zum Thema gesagt hat...? Nützt nichts! Denn Hahnemann hat den Mist zwar erfunden, aber Hahnemann ist inzwischen nur noch einer von Vielen. Heute gilt: Wo Homöopathie draufsteht, ist auch Homöopathie drin. Basta! Selbst unverdünnte und unpotenzierte Urtinktur ist Homöopathie und darf in Deutschland verkauft werden. Man mixt ein bißchen Buhu rein, ein D100 hiervon oder ein C200 davon, die Menge fällt gar nicht auf, wirken tut es auch  nicht, aber schon hat man sich mit seinem "Komplexmittel" an der chemischen Pharmamafia vorbeigemogelt, braucht keine Studien und nix, und ist mitten drin im Wunderland Esotteria der Verkoofmichs. Homöopathen dürfen das. Die haben die Lizenz zum ... hundescheißen. Jawoll, echt wahr, kein Witz.

Das ist  der Pferdefuß von dem hundebeschissenen Binnenkonsens, den betrügerische Abgeordnete des deutschen Bundestags ins Gesetz geflickt und dann drinnen gelassen haben: Die Hundescheiße ist da, ihr lieben Homöopathen, und die werdet ihr auslöffeln bis zu eurem bitteren Ende.  Die werdet ihr nie wieder los.


Homöpathie ist Hundescheiße.



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« Last Edit: March 05, 2016, 01:34:57 PM by Thymian »
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Grammatik ist für Anfänger!
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Perlim_Anne

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Re: Es wird Zeit, mehr Homöopathen zu übersetzen.
« Reply #6 on: May 19, 2016, 01:54:03 PM »

Fassungslos
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