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Author Topic: Jacek S. ist überzeugt, dass er Elektrizität spüren kann - ohne die Kabel zu ber  (Read 2424 times)

Moses2

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3sat,  Montag, 6. September 2010, von 20.15 Uhr

http://www.3sat.de/page/?source=/ard/sendung/147215/index.html

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Reportage

Jacek S. ist überzeugt, dass er Elektrizität spüren kann - ohne die Kabel zu berühren.
Alles fauler Zauber?
Das Übersinnliche auf dem Prüfstand
Wissenschaftler haben ein Preisgeld von 10.000 Euro ausgeschrieben, für denjenigen, der einen Beweis für übernatürliche Ereignisse erbringt. Denn für Wissenschaft und Menschheit wäre es ein riesiger Fortschritt, wenn endlich der Nachweis für Telepathie, Wünschelrutentechnik oder Psychokinese gelänge. Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) führt deshalb regelmäßig Tests durch.
Paranormales unter wissenschftlichen Bedingungen

Werden bei diesem wissenschaftlichen Experiment tatsächlich Gedanken übertragen?
Jacek S. ist elektrosensitiv. Er sagt, er könne elektrische Felder spüren. Deswegen ist er an die Universität Würzburg gekommen. Wenn er zuverlässig herausfindet, in welchem von zehn Kabeln Strom fließt, ohne dass er sie berührt, bekommt er 10.000 Euro. Hr. Schimanski hält seine Hand über die Kabel, folgt ihnen in zehn cm Höhe und bewegt die Hand ab und zu in der Querrichtung. Das Kabel Nummer acht steht unter Strom, er ist sich ganz sicher. Der Prüfer, Rainer Wolf, von der "Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften" (GWUP) notiert das Ergebnis.

Ob Kabel Nummer acht unter Strom steht, weiß auch er nicht und dass aus einem guten Grund: Er hat Angst, dass er unbewusst Signale geben könnte, dass er zum Beispiel öfters auf das richtige Kabel sehen würde, wenn er es wüsste. Deshalb hat sein Kollege den Versuchsaufbau installiert und dann den Raum verlassen, bevor Rainer Wolf und Jacek S. hineingekommen sind. Dokumentiert wir alles auf Video, damit die Teilnehmer nicht denken, hier würde geschummelt.

Kann man Strahlung spüren?

Funktioniert die Wünschelrute von Walter K. auch im wissenschaftlichen Laborversuch?
Viele Menschen glauben, elektrische Strahlen spüren zu können. Viele fühlen sich unter dem Einfluss von Strahlung körperlich unwohl, bekommen Kopfschmerzen oder werden krank. Haben diese Leute recht und kann Herr S. das elektromagnetische Feld spüren, welches jedes Stromkabel umgibt? Das Interessante: Prinzipiell kann Strahlung einen Einfluss auf Menschen, Tiere und Gegenstände haben. Aber, es kommt immer auf die Intensität an. Ein Mikrowellenherd beschießt zu Erwärmendes mit Mikrowellen. Und Radaranlagen oder Richtfunk darf man aus gutem Grund nicht zu nahe kommen, da auch dort ein starkes elektromagnetisches Feld herrscht. Doch von einem normalen 220 Volt Stromkabel geht nur ein sehr kleines elektromagnetisches Feld aus.

Dieses ließe sich mit sehr empfindlichen Geräten auch in 50 Zentimeter Abstand messen, doch auf Menschen und Tiere ist noch kein Einfluss wissenschaftlich dokumentiert worden. Bisher noch nicht, vielleicht hat Hr. S den Beweis nun erbracht. Auch aus diesem Grund veranstaltet die GWUP diese Tests. Vielleich lässt sich so einem neuen physikalischen Phänomen auf die Spur kommen. Rainer Wolf hofft vielleicht insgeheim, dass jemand das Preisgeld erhält: "Es wäre phantastisch interessant für die Wissenschaft, wenn man so etwas nachweisen könnte. Ich würde selbst in meinem fortgeschrittenen Alter noch einmal mein Fachgebiet wechseln und dem dann wissenschaftlich Nachgehen".

Doch bis heute hat niemand den Beweis für ein - nicht mit heutigem Wissen erklärbares - Phänomen erbracht. Auch Herr Hr. S. schafft es nicht. In der Auswertung hat er zwei Treffer bei den Zehn Versuchen. Das ist genau so viel, als wenn jemand anderes einfach geraten hätte. Bei acht Treffern hätte man davon ausgehen können, dass ein Zufall ausgeschlossen ist. Testleiter Martin Mahner hatte das negative Ergebnis vermutlich erwartet. Im Scherz meint er: "Wir sind die Müllmänner der Wissenschaft, die auch unplausible Dinge testen, weil es sonst ja keiner macht."

Bisher hat es noch keiner geschafft
Mahner ist einer von zwei hauptamtlich beschäftigten des Vereins, der sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert. Ein Mal im Jahr lädt er Wünschelrutengänger, Pendler und andere Menschen in den Sommersemesterferien ein, ihm paranormale Phänomene zu zeigen. Bisher konnte noch keiner die 10.000 Euro einheimsen. Kein Kandidat hat es bisher auch nur in die zweite Runde geschafft, bei der 10 Treffer bei 18 Versuchen vorgegeben sind.

Das Schlimme, sagt Mahner sei, je öfter die Medien über unseren Wettbewerb berichten, desto mehr Leute melden sich. Es habe anscheinend keine abschreckende Wirkung. Die meisten Teilnehmer seien wirklich überzeugt, dass sie den Test bestehen könnten. Das habe mit einer missgeleiteten Eigenwahrnehmung zu tun. Es sei menschlich, dass man nur seine Erfolge im Gedächtnis behalte und unzusammenhängende Ereignisse kausal verknüpft .

57 Prozent der Deutschen glauben an Hellseher
Sehen Sie am Montag, 6. September 2010, von 20.15 Uhr an einen Film von Claus Hanischdörfer. Er hat sich auf Spurensuche nach dem Übersinnlichen begeben und wirft dabei einen sinnlich-heiteren und bisweilen entlarvenden Blick in die paranormalen deutschen Hinterzimmer. Claus Hanischdörfer stellt erschreckt fest, dass laut einer EMNID-Umfrage 57 Prozent der Deutschen glauben, dass es Menschen gibt, die hellseherische Fähigkeiten haben. Beim Psi-Test ist Claus Hanischdörfer dabei, wenn Walter K. behauptet, mit seiner Wünschelrute Schnecken- und Muschelgehäuse aufspüren zu können, die sich in einem Nebenraum befinden. Walther S. hat einen Apparat gebaut, mit dem er versteckte Stoffe - gleich welcher Art - aufspüren möchte.

Sendedaten
Montag, 6. September 2010, 20.15 Uhr
Links
Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) e. V.zurückSeitenanfangdruckenversendenempfehlenLesezeichen
September 2010/SRSRR
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