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Author Topic: Gericht entzieht Dr. Ulrich Werth Approbation  (Read 8720 times)

Zoran

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Gericht entzieht Dr. Ulrich Werth Approbation
« on: November 27, 2010, 05:20:00 PM »

Aus gegebenem Anlaß:

http://www.parkinson-vereinigung.de/dpv_nachr/dPV105_0708.pdf.

[*quote*]
Gericht entzieht Dr. Werth Approbation

Nach langem Rechtsstreit hat das Oberverwaltungsgericht Magdeburg dem als „Nadel-Doktor“ bekannt gewordenen ehemaligem Magdeburger Arzt Dr. med. Ulrich Werth die Approbation (Zulassung für Heilberufe durch den Staat) in Deutschland aberkannt. Mit dem rechtsgültigen Urteil wurde die Berufung von Dr. Werth gegen ein in 2006 ergangenes Urteil des Langerichtes Magdeburg abgelehnt. Nach eigenen Angaben hat Werth gegen das Urteil Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Mit seiner „Werth-Parkinson-Implantat-Therapie (WPIT)“ hatte der 59-jährige seit 2001 unter Parkinson-Patienten für Unruhe gesorgt und unerfüllbare Hoffnungen erweckt. Neben absolut überhöhten Honoraren
von mehreren tausend Euro bei Privatpatienten hatte der Arzt gesetzwidrig Gebühren nicht nach Sitzung, sondern pro Nadel erhoben. Im Februar 2005 erhielt Werth deshalb durch das Amtsgericht Magdeburg einen Strafbefehl wegen Betrugs. Der Ärztliche Beirat der dPV hat bereits mehrfach vor den Methoden von Werth und dessen kaum haltbaren Heilversprechen gewarnt. Derzeit agiert der Magdeburger unter der Adresse *www.werththerapie.de von Valencia/Spanien aus.
[*/quote*]

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Re: Gericht entzieht Dr. Ulrich Werth Approbation
« Reply #1 on: September 06, 2017, 09:22:10 AM »

Per reitendem Boten kam die Meldung, daß die Parkinsons ihre Web-Site umgeräumt haben. Dabei gingen alle alten URLs zu Bruch.

http://www.parkinson-vereinigung.de/dpv_nachr/dPV105_0708.pdf

funktioniert nicht mehr. Ein Ersatz wurde noch nicht gefunden. Dafür wurde eine Stellungnahme entdeckt, die bislang ebenfalls verschollen war:

http://alt.kompetenznetz-parkinson.de/060106_Stellungnahme_Ohrimplantat.pdf

[*QUOTE*]
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Stellungnahme: Ohrimplantate zur Behandlung der Parkinson Krankheit

Ferenc Fornadi, Ärztlicher Direktor und Chefarzt, Gertrudis Klinik, Biskirchen
Ilona Csoti, Chefärztin, Gertrudis Klinik, Biskirchen

In den letzten Wochen läuft in verschiedenen Illustrierten und auch im Fernsehen eine erneute Marketing-Offensive bezüglich der "ewigen Nadel", wie Herr Dr. Werth aus Magdeburg seine Behandlungsmethode der Parkinson-Krankheit mit der Implantations-Ohrakupunktur nennt. In den Veröffentlichungen wird fälschlicherweise der Eindruck geweckt, dass die medikamentöse Therapie der Parkinson-Krankheit ihre Wirkung nach 5 Jahren verliert und dass die Krankheit durch die Ohrakupunktur sogar heilbar ist.

Bei dieser Behandlung werden bis ca. 30 Titan-Nadeln unter der Haut der Ohrmuschel zum Verbleib eingepflanzt. Bezüglich Wirksamkeit und Nebenwirkungen dieser Methode hat die Deutsche Parkinson-Vereinigung im Jahre 2002 eine Studie finanziert. Die Studie wurde durch Herrn Dr. Teshmar (Saarlouis) bei 60 Patienten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im April 2004 in den "dPV-Nachrichten" publiziert (Nr. 88, April 2004).

Die Experten des Ärztliche Beirates haben die Studienergebnisse analysiert und sind zu folgender Beurteilung und Empfehlung gekommen: "Nach Würdigung der vorliegenden Daten, insbesondere der Studienergebnisse von Herrn Dr. Teshmar und vieler Einzelberichte Betroffener, kommen Herr Dr. Götz als 1. Vorsitzender der DPV und der Ärztliche Beirat gemeinsam zu der Auffassung, dass die Ohrakupunktur zur Zeit als Implantat nicht zu empfehlen ist. Es ist zwar bekannt, dass in Einzelfällen über einige positive Ergebnisse berichtet wird, die jedoch in der Gesamtwertung usnahmefälle zu sein scheinen."

Die meisten Kliniken, die von Herrn Dr. Werth als Referenz in seinen Veröffentlichung genannt werden, sind schon gerichtlich gegen diese Behauptungen vorgegangen oder beabsichtigen, es zu tun. Die Patienten, die diese Behandlung bei sich durchführen ließen und sich später in unserer Behandlung befanden, waren im Allgemeinen unzufrieden mit dem
Behandlungserfolg. Bei dem Patienten, den Herr Dr. Werth in Videos zeigt, dauerte der „Behandlungserfolg“ genau einen Tag. Wir raten unseren Patienten dementsprechend von dieser Methode Abstand zu nehmen.

Übrigens ist eine Methode, die heutzutage die Heilung der Parkinson-Krankheit verspricht, unseriös und der Anbieter at meist finanzielle Interessen. Die Behandlung mit der Einpflanzung der Nadel in einer Sitzung kostet nach Patientenangaben und auch nach der eigenen Preisliste von Herrn Dr. Werth bis ca. 4000 Euro plus 10 Euro/Nadel. Dies ist das 195-fache des Einzelsatzes der Ärztlichen Gebührenordnung.

Die gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen wegen nicht bewiesener Wirksamkeit keine Kosten für diese Behandlung .

INAURIS, das internationale Netzwerk für kontrollierte Implantatakupunktur, hat in der Zwischenzeit Herrn Dr. Werth wegen „gesetzwidrigen und unprofessionellen Aktivitäten“ ausgeschlossen.

Nachzulesen im Internet unter:
http://www.inauris.com/index.php/Deutsch/Implantat-Akupunktur/Workshops.html

F.Fornadi I.Csoti
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