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Author Topic: Der Pfuschkönig, nach Johann Wolfgang von Goethe  (Read 885 times)

Thymian

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Der Pfuschkönig, nach Johann Wolfgang von Goethe
« on: December 08, 2010, 12:08:11 PM »

Selbst reimen macht schön. Ach, du mein(e) Goethe

Der Pfuschkönig

nach Johann Wolfgang von Goethe

1. Wer raset so spät durch Nacht und Nebel?
Ein Porsche ist's, ein Arzt am Hebel.
Er hat gar einen finstren Blick.
Doch dazu später, es kommt ganz dick.

2. Mein Arzt, was hastest du denn so geschwind?
"Es wartet ein Anthroposophenkind.
Die Leiber sind sehr schwer entrückt!"
Nun weiß man was den Arzte drückt.

3. Du liebes Kind, was ist mit dir?
Häutungszeichen und Ungetier?
So nimm erst mal Tomatenpflanzen,
Das rettet Karma und auch Ranzen.

4. Oh Ungemach, oh Ungemach,
Vielleicht doch lieber Giftsumach?
Der Arzt weiß nicht so ganz genau...
Am besten ist's, man redet schlau:

5. "Willst feiner Knabe du überleben?
Dann sollst Du mir Dein Karma geben
Ich schieb es hin, ich schieb es her.
War ich einst Doktor? Ich weiß nicht mehr."

6. Und Arzt, und Arzt, und siehst du nicht dort?
Die Krankheit im Hals und an sonstigem Ort?
Gemach, gemach, ich seh'es genau:
Es ist die Entwicklung. Ich bin doch nicht blau!

7. "Ich Anthroposoph, forme Deine Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!
Den Karmahobel, den setze ich an."
Erst vorn, dann hinten: Gesagt, getan!

8. Dem Vater grausets, er holt sie geschwind,
die Axt im Hause, es geht um sein Kind.
Der Pfuscher flüchtet in Mühe und Not,
Das Zündschloß klemmt, der Porsche ist tot.

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