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Author Topic: Erstes Ergebnis der "Aktion 10:23": Oberhomöopath fällt auf die Schnauze  (Read 5313 times)

Krokant

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Manchmal bringt Zeitunglesen wirklich was: Vergnügen von einem Ohr zum andern. Der Standard, ein österärmliches Käsblattl esoterischen Reklamegeschreibsels, hat anläßlich der "Aktion 10:23" einen Homöopathen interviewt, welchen es dabei auf die Bretter haut.

http://derstandard.at/1296696331162/Aktion-1023-Veraechtlichmachung-der-Homoeopathie

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Aktion 10:23
"Verächtlichmachung der Homöopathie"
von Regina Philipp  |  05. Februar 2011, 13:08

Michael Frass, ist Facharzt für Innere Medizin und hat die Position des Vizepräsident der Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie inne. Außerdem ist er Leiter der Spezialambulanz „Homöopathie bei malignen Erkrankungen" im AKH Wien und Präsident des Dachverbandes Österreichischer Ärzte für Ganzheitsmedizin.
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Der Frass ist Facharzt für innere Medizin. Er ist aber auch Leiter der Spezialambulanz "Homöopathie bei malignen Erkrankungen". Was ist das?

Google weiß Rat

Frass ist sogar Professor! In einem PDF der Uniklinik Wien schreibt er:

http://www.meduniwien.ac.at/innere-med-1/onkologie/images/pdf/Homoeopathie.pdf

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Homöopathie bei malignen Erkrankungen
Programmdirektor
Univ.-Prof. Dr. Michael Frass
(Kurzvorstellung)
e-mail: michael.frass@meduniwien.ac.at

Allgemeine Information

Die Grundlage der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip „Ähnliches muss durch Ähnliches geheilt werden“. Bei der Prüfung am Gesunden treten Symptome auf, die beim Kranken die Arzneimittelfindung ermöglichen. Die Grundlagen der Homöopathie sind in der 6. Auflage des Organon von Samuel Hahnemann nachzulesen.

Wissenschaft und Homöopathie

Zum Einstieg in Wissenschaft und Homöopathie empfiehlt sich die Lektüre des Buches
„Wissenschaftliche Grundlagen der Homöopathie“ von Resch und Gutmann.¹
Metaanalysen Mehrere Metaanalysen belegen, dass Homöopathie mehr kann als Placebo. Eine im Jahr 2005 im Lancet erschienene Metaanalyse besagt, dass Homöopathie nicht wirksam sei.² Allerdings bestätigt eine objektive, wissenschaftlich fundierte, statistische Analyse die Wirksamkeit der Homöopathie.³

Homöopathische Forschung

Es gibt Grundlagenforschung4 sowie Studien, die zeigen, dass die Effekte der Homöopathie auch in randomisierten, doppel-blinden, placebo-kontrollierten Studien nachweisbar sind. 5-8 Weitere Forschung ist aber dringend nötig.

Spezialambulanz „Homöopathie bei malignen Erkrankungen“

TumorpatientInnen der Klinik für Innere Medizin I, Abteilung für Onkologie, die konventionell mittels Chemotherapie, Bestrahlung und/oder Chirurgie behandelt werden, können sich zu einer zusätzlichen homöopathischen Therapie in der Spezialambulanz „Homöopathie bei malignen Erkrankungen“ der Klinik für Innere Medizin I anmelden.

 
Bei folgenden Indikationen hat sich die additive homöopathische Behandlung als sinnvoll erwiesen:

Nebenwirkungen von Chemotherapie, Strahlentherapie und/oder Chirurgie
Therapie von Zweiterkrankungen
Wiederherstellung der Physiologie
Lösen von Blockaden
Stärkung der Konstitution

Die Auswertung einer offenen Beobachtungsstudie hat ergeben, dass es zu einer Verbesserung der Lebensqualität sowie des subjektiven Befindens bei homöopathisch begleiteten PatientInnen kam.

Anamnese

Die PatientInnen schildern ihre Beschwerden, neben der üblichen Fragestellung wird Wert auf zum Teil weniger wichtig erscheinende Details gelegt, wie z.B. Empfindlichkeiten gegenüber Temperatur, Wind, Feuchtigkeit, etc.. Nach Aufschreiben aller Symptome versucht der Arzt das passende Arzneimittel zu finden.

Medikation

Die Einnahme erfolgt zumeist oral in Form von Globuli (Kügelchen), die aus Zucker bestehen und mit einem Arzneimittel getränkt sind. Die Kügelchen lässt man auf der Zunge zergehen, etwa 15 min vorher und nachher sollte man nichts essen, trinken oder Zähne putzen.

Homöopathie in der Onkologie

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Rainer Maderthaner (Institut für Psychologie, Universität Wien) wurde von Frau Mag. Sandra Schranz eine Diplomarbeit mit dem Titel “ Lebensqualität bei chronischer Krebserkrankung mit homöopathischer Begleitbehandlung “ erstellt. Aus den Daten der 45 teilnehmenden PatientInnen fand sich nach der vierten Befragung Folgendes:
80,0 % verspürten eine Verbesserung des Allgemeinbefindens.
20,0 % verspürten keine Verbesserung.

24,4% empfanden die Verbesserung im körperlichen Bereich, 51,1 % sowohl im körperlichen als auch im psychischen Bereich, 2,2% im psychischen Bereich, 2,2% machten keine Angabe.
15,5% der 45 Befragten gaben an, dass sich ihre Erwartungen bezüglich der homöopathischen Behandlung vollkommen erfüllt hätten, für 60% zum überwiegenden Teil, für 22,2 % erfüllten sie sich kaum, 2,2% ohne Angabe. Kein Patient gab an, dass sich die Erwartungen gar nicht erfüllt hätten. 100% der befragten Versuchspersonen gaben an, auch weiterhin das Angebot der additiven homöopathischen Behandlung in der Ambulanz in Anspruch zu nehmen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Homöopathie dadurch gekennzeichnet ist, dass sie von ÄrztInnen unter Verwendung von Einzelmitteln nach der Ähnlichkeitsregel mit an Gesunden und Kranken geprüften Arzneimitteln durchgeführt wird.


Literatur

1. Resch G, Gutmann V. Wissenschaftliche Grundlagen der Homöopathie. Barthel & Barthel Verlag Nendeln, Liechtenstein, 1994, 3. Auflage ISBN 3-039-50047-3

2. Shang A, Huwiler-Muntener K, Nartey L, Juni P, Dorig S, Sterne JA, Pewsner D, Egger M. Are the clinical effects of homoeopathy placebo effects? Comparative study of placebo-controlled trials of homoeopathy and allopathy. Lancet 2005; 366:726-32

3. Frass M, Schuster E, Muchitsch I, Duncan J, Geir W, Kozel G, Kastinger-Mayr C, Felleitner AE, Reiter C, Endler C, Oberbaum M. Asymmetry in The Lancet meta-analysis. Homeopathy 2006; 95:52-3

4. Rey L. Thermoluminescence of ultra-high dilutions of lithium chloride and sodium chloride. Physica A. 2003; 323:67-74

5. Reilly DT, Taylor MA, McSharry C, Aitchison T. Is homoeopathy a placebo response? Controlled trial of homoeopathic potency, with pollen in hayfever as model. Lancet 1986; 2:881-6

6. Reilly D, Taylor MA, Beattie NG, Campbell JH, McSharry C, Aitchison TC, Carter R, Stevenson RD. Is evidence for homoeopathy reproducible? Lancet. 1994; 344:1601-6

7. Frass M, Dielacher C, Linkesch M, Endler C, Muchitsch I, Schuster E, Kaye A. Influence of potassium dichromate on tracheal secretions in critically ill patients. Chest 2005; 127:936-41

8. Frass M, Linkesch M, Banyai S, Resch G, Dielacher C, Löbl T, Endler C, M Haidvogl M, Muchitsch I, Schuster E. Adjunctive homeopathic treatment in patients with severe sepsis: a randomized, double-blind, placebo-controlled trial in an intensive care unit. Homeopathy 2005; 94:75-80
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Das habe ich so gelassen, wie es da steht. Ein schönes Dingens, das Paper. Steht doch tatsächlich drin, daß Homöopathie bei Krebskranken helfen tät.

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Bei folgenden Indikationen hat sich die additive homöopathische Behandlung als sinnvoll erwiesen:
 
Nebenwirkungen von Chemotherapie, Strahlentherapie und/oder Chirurgie
Therapie von Zweiterkrankungen
Wiederherstellung der Physiologie
Lösen von Blockaden
Stärkung der Konstitution
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Das ist nicht nur glatt gelogen, sondern stinkt wie die Pest nach Esoterik: "Lösung von Blockaden".  

Da müssen die Homöopathen schon META-Analysen nehmen, um etwas zu "beweisen". Warum nicht eine vernünftige Studie, die FÜR SICH ALLEINE schon beweist, daß Homöopathie wirkt? Haben die Homöopathen nicht, weil es keine solche Studie gibt. Je besser die Qualität einer Studie ist, desto eindeutiger das Ergebnis: Homöopathie funktioniert nicht. Dieses Theater haben wir schon 200 Jahre, aber die Homöopathen lernen einfach nichts dazu. Die sind völlig faktenresistent.

Wenn die Homöopathen in ihrer Giftküche Mäusezähne (Hat jemand die in einem Repertorium schon gefunden? Bisher habe ich nur Mäusefell entdeckt.) conchieren und mit Zucker bekleistern und sich daran delektieren, sollen sie doch! Aber Krebskranke mit dem Quatsch vom alten Hahnemann zu drangsalieren, ist Menschenquälerei.

Menschenquälerei ist gesetzlich verboten. Wenn es Geld dafür gibt, sind Politiker und Gerichte merkwürdigerweise erstaunlich still. Hat da wer offene Taschen und Hände?

Übrigens, dieser C. Endler, der in dem Schrieb mehrfach als Autor auftaucht, ist eine SEHR. ähm, illustre Person. Als Arzt hät ich den nicht haben wollen, nie im Leben!!!


Mit der Vorstellung als Homöopath ist Frass' Qualifikation als Arzt beim Teufel. Daß er auch noch Krebskranke mit dem Müll belästigt und die Kassen und die Kranken ausnimmt, kommt noch oben drauf. Frass als Arzt? Hilfe, den würde ich NIE UND NIMMER als Arzt haben wollen!!!


Mach mer weiter mit dem Interview.

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Am 5. Februar um 10: 23 Uhr Ortszeit werden sich morgen am Stephansplatz die Aktionisten eine "Überdosis" homöopathischer Mittel verabreichen, und zwar Globuli der Verdünnungsstufe C30, die Namen wie "Phosphorus" (Phosphor), "Arsenicum" (Arsen) und "Strychnos nux vomica" (Brechnuss) tragen.
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Alles kalter Kaffee. Alles nur hoch- und höchstverdünnt. Leute, damit lockt man doch keinen hinterm Ofen hervor.

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Demonstranten haben in Wien eine "Überdosis" homöopathischer Mittel eingenommen - Wirkung ist keine zu erwarten, weiß Homöopath Frass
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Frass "weiß" das? Punkt Nummer, wo Frass auf die Schnauze fällt. Er KANN das doch gar nicht wissen!!! Hat Frass auch nur einen einzigen der Demonstranten ausführlich untersucht und eine Anamnese durchgeführt, vorher und hinterher? Hat er nicht. Also, lieber Onkel Frass von den Zuckerkugeln: Wenn du nichts weißt, dann lieber mal die Schnute halten!

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Mit der "Aktion 10:23" haben Skeptiker der Homöopathie am Samstagvormittag in einem Selbstversuch die Wirkungslosigkeit der Homöopathie demonstrieren. Michael Frass, Vizepräsident der Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie übt Kritik an den Kritikern.
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Ein Homöopath will kritisieren? Mein Gott, wie lächerlich!!!

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derStandard.at: Bei der Aktion 10:23 nehmen hunderte Aktionisten einmalig eine größere Anzahl Globuli ein. Welche Wirkung darf man sich aus homöopathischer Sicht erwarten?

Frass: Selbstverständlich keine, weil die einmalige Einnahme einer Hochpotenz bei gesunden Personen nur selten ausreicht, eine Reaktion hervorzurufen.
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Frass hat beim alten Hahnemann nicht aufgepaßt. Die einmalige Gabe bringt bei Gesunden gar nichts, auch nicht bei einer Niedrigpotenz. Mit Hochpotenz hat das überhaupt nichts zu tun. Außerdem sind Hochpotenzen viel gefährlicher als Niedrigpotenzen. Deswegen kann auch eine einmalige Gabe sehr viel bewirken. Aber nicht bei Gesunden, sondern bei Kranken. Frass weiß aber nicht, ob nicht Kranke unter den Demonstranten sind. Die können sogar krank sein ohne es zu wissen!!!

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Jede Arzneimittelprüfung an gesunden Probanden setzt voraus, dass die Einnahme eines Präparates häufiger erfolgt.
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Kracks, Bruchlandung Nummer zwei des Herrn Professor Frass. Das hier ist doch gar keine Arzneimittelprüfung. Leute haben homöopathische Mittel genommen. Die wirken. Homöopathie wirkt doch, oder!?

Bruchlandung Nummer drei: Arzneimittelprüfungen werden mit Urtinktur oder nur schwach verdünnten, äh, potenzierten Mitteln vorgenommen. Wenigstens das sollte ein Homöopath wissen, vor allem einer, der Präsident des Dachverbandes Österreichischer Ärzte für Ganzheitsmedizin ist.

Bruchlandung Nummer vier:

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Es spielt auch keine Rolle, ob jemand zwei oder aber 500 Kügelchen auf einmal schluckt. Diese Aktion ist daher keine Desavouierung der Homöopathie - wie von den Kritikern eigentlich erwünscht - sondern vielmehr eine, nach dem Arzneimittelgesetz durchgeführte Sicherheitsstudie.
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Es ist keine Studie. Das als erstes. Zweitens ist es keine Sicherheitsstudie. Dazu hält sie die Regeln für Sicherheitsstudien nicht ein. Es ist eine Masseneinnahme von WIRKSAMEN Arzneimitteln!!! Oder ist das Zeug doch nicht wirksam, ist alles nur Plunder?

Eine Desavouierung (wo hat er denn das Wort ausgegraben?) ist Frass Interview. Hahnemann würde das Erbrechen kriegen, nux vomica frassensis!

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Hinterher weiß man dann nur soviel, dass es vollkommen ungefährlich ist einmalig Hochpotenzen einzunehmen.
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Aber, aber! Wenn es ungefährlich wäre, hätte es doch auch keine Wirkung! Keine Wirkung, also wirkungslos, also Schwindel. Wollten die Demonstranten nicht gerade das beweisen? Ja! Klar wollten sie, und Frass gibt ihnen vollumfänglich recht. Ponk, das ist ist Landung Nummer fünnef auf die Bretter.

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derStandard.at: Welche Motivation steckt dann konkret hinter dieser Protestaktion?

Frass: Die Motivation der Aktionisten ist mir unklar, denn Homöopathie definiert sich ja nicht durch Hochpotenzen, sondern über das Ähnlichkeitsprinzip und das gibt es auch in der konventionellen Medizin.
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Die Motivation ist ihm unklar? Herrjechen, das darf doch nicht wahr sein! Kann der Mann nicht lesen!? Warum gibt es dann ein Interview, wenn er nicht mal das weiß!? Wie kann der Standard einen so ahnungslosen Menschen interviewen? Das gehört sich doch nicht, einen Homöopathen sich vor versammeltem Publikum selbst demontieren zu lassen, noch dazu einen Professor! Und das in Österreich, in Wien! Omeiomei!!!

Damit ich mich nicht verzähl: das ist Bruchlandung Nummer sechs.

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Wenn man beispielsweise das Herzglykosid Digitalis einnimmt, dann kann ein gesunder Organismus mit Herzrasen reagieren. Das ist seit dem 18.Jahrhundert bekannt und umgekehrt wird Herzrasen auch mit Digitalis therapiert. Die Aktion 10:23 ist nur ein glänzender Selbstversuch, um die Sicherheit homöopathischer Substanzen zu bestätigen, aber nicht, wie die Veranstalter glauben, ein Beweis dafür, dass Homöopathie nicht wirkt.
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Quatsch, Meister Frass, Quatsch! Good ol' Hahnemann, auf den du dich berufst, hat Arzneimittelprufungen mit schwach verdünnten Stoffen gemacht. Da tritt eine Giftwirkung auf, die bei Gesunden sichtbar ist. Wenn diese Giftwirkung nicht sichtbar wäre, KÖNNTE man doch gar keine Arzneimittelprüfung machen, oder? Hoch- und höchstverdünnte Stofffe haben diese Giftwirkung nicht, weswegen du, lieber Märchenonkel Frass, doch selber sagst in diesem Interview, das sei eine Sicherheitsprüfung. Wenn du schon nicht liest, deine eigenen Worte, die du ein paar Sekunden früher gesagt hast, die wirst du doch wohl noch wissen? Falls nein, gehörst du auf der Stelle aus dem Arztdienst entlassen, denn wer sich an seine eigenen Worte nicht mehr erinnern kann, der kann auch keine Patienten behandeln, weil er für die eine Gefahr darstellt. (Das tun Homöopathen sowieso.)

Wenn du, lieber Märchenonkel Frass, dich jedoch erinnern kannst an deinen eigenen Worte, und somit innerhalb weniger Sekunden mal das eine sagst und mal das Gegenteil, warum tust du das denn!? Das wäre doch viel schlimmer, denn das wäre doch ein absichtliches Vertuschen, ein Täuschen, ein Lügen. Lügen wollen wir doch nicht, oder!?

Das wären dann die Bruchlandungen Nummer sieben und acht.

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der Standard.at: Kann denn die falsche Einnahme homöopathischer Arzneimittel überhaupt Schaden anrichten?

Frass: Durchaus. Es gibt beispielsweise den tragischen Fall einer 32-jährigen Frau, die nach mehrmonatiger unkontrollierter Einnahme einer Niederpotenz im Jahr 1992 an den Folgen einer Arsenvergiftung gestorben ist. Christian Reiter, Gerichtsmediziner an der Medizinischen Universität Wien hat diesen Fall nach ausführlichem Studium der Homöopathie gelöst und publiziert.
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Was sagt uns das? Erstens ist Homöopathie doch verdammt gefährlich. Man kann daran sogar sterben. Zweitens ist die Frau gestorben an einer Vergiftung. Das heißt, daß es verdammt giftige Homöopathika gibt. Die Behauptung, Homöopathika wären ungefährlich, hast Du damit selbst vom Tisch gefegt. Ich danke dir. Das ist schon Bruchlandung Nummer neun.

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derStandard.at: Kritiker behaupten, dass Patienten mit ernsthaften Erkrankungen Gefahr laufen, eine medizinische Behandlung zu verabsäumen, in dem Glauben dass die Homöopathie ihr Leiden heilen kann. Ist diese Angst berechtigt?

Frass: Natürlich nicht. Wir sind in Österreich in der glücklichen Lage, dass Homöopathie nur von Ärzten durchgeführt werden kann, die selbstverständlich eine entsprechende Ausbildung durchlaufen.
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Nehmen wir mal an, daß in Österreich keine "freien Unternehmer" herumrennen wie in Deutschland die Heilpraktiker oder in der Schweiz die "Naturärzte". Dann würden in Österreich überhaupt keine Homöopathika OHNE REZEPT an Endverbraucher verkauft? Den Bären laß ich mir nicht aufbinden, merk dir das. Selbstverständlich wird das Zeug in Österreich rezeptfrei verkauft. Davon leben die Apotheken und davon leben die Zeitungen, die den Reklameschmus drucken. Beide, Apotheken und Zeitungen, sind doch die treibenden Kräfte, die den Menschen im Land einreden, Homöopathie würde funktionieren und Homöopathika seien ungefährlich. Wenn die gefährlich wären, dürften sie nicht so ohne weiteres ohne Rezept an Endverbraucher verkauft werden. Wenn die Frau, die sich mit dem Zeug die Arsenvergiftung eingebrockt hat, gewußt hätte, wie gefährlich das Glump ist, hätte die es dann trotzdem genommen? Wohl kaum. Also, lieber Märchenonkel Frass: Wer ist dafür verantwortlich, daß die Menschen nicht wissen, wie gefährlich Homöopathia sind? Ihr seid das, ihr, die Homöopathen, und eure Pharmaindustrie, die schwunghaften Handel damit treibt.

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Aber menschliche Fehler gibt es hier und dort und unter Umständen kann es umgekehrt auch passieren, dass Patienten, die nicht zeit- und fachgerecht zum Homöopathen überwiesen werden, dadurch einen gesundheitlichen Nachteil erleiden.
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HALT!!! STOPP!!! Wie war das?

"Patienten, die nicht zeit- und fachgerecht zum Homöopathen überwiesen werden"

ZUM Homöopathen? Lieber Märchenonkel Frass, du meinst doch sicher VOM Homöopathen überwiesen an einen fähigen, wissenschaftlich arbeitenden Mediziner?

Der Schamane, der Heilpraktiker und der Spökenkieker, sie müssen eines versprechen: daß sie Kranke an richtige Ärzte überweisen, wenn sie sehen, daß die Homöopathie nicht reicht. Du aber, Frass, du verlangst das Gegenteil: ein Arzt soll die Kranken ZUM Homöopathen schicken.

Goethe: Frass, mir graut vor dir!

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Mir fallen dazu drei Patienten mit schweren eindeutig diagnostizierten Krankheiten ein, die, bevor sie mit einer konventionellen Therapie behandelt wurden, bereits unter der Einnahme homöopathischer Arzneimittel geheilt werden konnten. Mit Placebo lassen sich solche Ergebnisse ganz sicher nicht erzielen.
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Märchen, Frass, Märchen sind das! Es gibt keinerlei Beweise, daß die homöopathischen Mittel geheilt haben. Ein solcher Beweis kann doch gar nicht geführt werden. Dafür krachst du aber gerade mit Nummer zehn auf die Bretter! Welcher Vollidiot hat den Kranken Homöopathika gegeben, statt sie zu einem richtigen Arzt zu schicken? Das ist eine strafbare Handlung. Wenn die Kranken gestorben wären, was dann? Das wäre mindestens schwere fahrlässige Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht, mit Todesfolge.

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derStandard.at: Kritiker behaupten aber, dass sämtliche Metastudien beweisen, dass, die klinischen Wirkungen der Homöopathie auf dem Placebo-Effekt beruhen.

Frass: Die Wahrheit ist, dass es viele Metaanalysen gibt die eine Wirkung der Homöopathie bestätigen. Die bedeutendsten, die mir einfallen, sind jene von Kleijnen et al. (1991) und von Linde et al. (1997). Die letzte im Lancet veröffentlichte Metaanalyse aus dem Jahr 2005 (Shang A, et al, Lancet 2005; 366:726-32) spricht ebenfalls für die Homöopathie, wurde aber falsch interpretiert.
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Lieber Märchenonkel Frass, das, was dir einfällt und das, was du falsch interpretiert nennst, wie soll man diese, deine Äußerungen noch ernst nehmen können, wo Du dir in den paar Sätzen schon zehn mal eins vors Knie genagelt hast? Du sagst hier doch auch nicht, worin dies oder das bestünde. Da würde ich dir garantiert noch mehr Bruchlandungen beweisen können, aber locker.

Wenn die guten Studien etwas beweisen, dann, daß Homöopathie Mist ist.

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Ich persönlich konnte den Placeboeffekt durch die Anwendung bei Intensivpatienten ausschließen.
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Nein, das konntest du nicht! Was die Leser aber dir beweisen können: Daß du so skrupellos bist, daß Du den Mist Homöopathie bei Schwerstkranken benutzt. Damit mißbrauchst Du das Vertrauen der Kranken und die, die die "Behandlungen" bezahlen.

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Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften in Wien (GWUP) setzt sich vorwiegend aus Nicht-Medizinern zusammen und sieht sich außerstande, medizinwissenschaftlich zu argumentieren.
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Ich weiß nicht, wer die GWUP in Österreich vertritt und was die dir bisher um die Ohren gehauen haben. Anscheinend sind die Jungs nicht hart genug oder du bist zu faktenresistent um die zu verstehen. Wahrscheinlich beides. Ganz sicher bist du nicht in der Lage, den Herr Oberhummer zu verstehen. DER kann dir die Leviten lesen, mein Lieber, aber ordentlich.

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Hier wird auf sehr niedrigem Niveau eine Verächtlichmachung der Homöopathie betrieben und abfällig über Homöopathen gesprochen. Mir geht es dabei nicht um meine Person, sondern einzig und allein um das Wohl der Patienten.
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Frass, bitte erzähl keine Döntjes! Du hast in dem Interview zehn mal die Matte geküsst. Wenn etwas eine Verächtlichmachung der Homöopathie ist, dann sind das diejenigen, die so einen Stuß erzählen wie du. Wobei du ein Arzt bist, den der Staat sogar auf Schwerstkranke losläßt.

Wenn es wirklich um das Wohl der Patienten ginge, müßte man dich auf der Stelle aus dem Verkehr ziehen: Approbationsentzug.
 
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derStandard.at: Warum denken Sie denn, dass die Homöopathie so vielen Menschen ein Dorn im Auge ist?

Frass: Dazu habe ich keine genaue Vorstellung.
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Also bitte, Frass, wie oft willst du denn noch versuchen, die Leute für vollblöd zu verkaufen!? Die Gegner der Homöopathie sagen es doch unmißverständlich: Homöopathie wirkt nicht! Kranken unwirksame Mittel anzudrehen ist ein Verbrechen.

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Es könnte aber so sein wie in Großbritannien, wo ja im letzten Jahr eine ähnliche Aktion durchgeführt wurde, dass diese möglicherweise von Pharmafirmen gesponsert wird.
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Das werte ich jetzt als glatte Lüge. Die DHU, eine der größten Pharmafirmen für Homöopathika weltweit, macht einen Umsatz von wieviel hundert Millionen Euro pro Jahr? Was sponsert die so alles? Sponsert die nicht riesige Werbekampagnen? Sponsert die nicht die Tour de Provinz für einen Haufen Homöopathen, damit die Vorträge halten und allen Leuten erzählen, daß Homöopathie wirkt?

Die Demonstrationen sind Studenten, Professoren, Ärzte, aber auch einfache Menschen, die aber alle genug Hirnschmalz im Oberstüberl haben, um die Homöopathie als Mist zu erkennen. Die protestieren gegen Homöopathie, weil Homöopathie Betrug ist.

Frass, kannst du dir vorstellen, daß jemand krank ist und nicht will, daß man ihm dauernd den Homöopathieschrott andrehen will? Wer Kranken Homöopathie andreht, der ist als Arzt ein Totalversager. Wer will schon von Totalversagern behandelt werden? Niemand, oder?

Deswegen gehen die Menschen auf die Straße. Sie haben die Schnauze voll von eurem Betrug.

Diese Menschen kriegen dafür kein Geld. Die zahlen sogar dafür, daß sie demonstrieren können. Also erzähl du uns bitte keine Lügen!

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In Großbritannien ist diese Vermutung bis heute unwidersprochen.
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Was soll uns das jetzt sagen? Was ich sehe: Frass streut wilde Behauptungen und Verschwörungstheorien. Ist nicht auch das etwas, das die Esoteriker dauernd tun?

Frass schürt Verschwörungswahn. Das ist endgültig Bruchlandung Nummer elf.

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Warum die Aggressivität aber so groß ist, ist vielleicht darin begründet, dass die Homöopathie zu weniger Einweisungen in die Krankenhäuser führt und damit zu einer enormen Kosteneinsparung.
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Nochmal Verschwörungswahn. Frass, will es nicht in dein Hirn, daß die Leute WIRKSAME MEDIZIN wollen!? Wie tumb muß man eigentlich sein, um diese Tatsache nicht sehen zu wollen?

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derStandard.at: Worauf beruht denn nun die Wirkung homöopathischer Arzneimittel?

Frass: Die Wirkung dürfte darauf beruhen, dass das homöopathische Arzneimittel dem Organismus eine Information gibt, die dieser im Sinne einer Selbst- und Spontanheilung umsetzt. Voraussetzung ist eine individuelle Anpassung der homöopathischen Medikamente.
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Bruchlandung Nummer zwölf. Der Quatsch mit der Information, ich faß es nicht. Wenn Information drin ist, in einem homöopathischen Mittel, dann ist auch die Information von allem anderen mit drin, vor allem von dem Urin, den Hamster und Ratten in den Bach gepieselt haben und von den anderen Viechern auch. Und dann noch Bakterien und anderer Dreck.

Wundert mich aber alles nicht. Homöopathen geben ihren Kranken Pferdeurin und Hundekot. Als Medizin!!!

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Urina equina  Eberle / Ritzer Arzneimittellehre - Neue homöopatische Arzneien 1, München 1999
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(Quelle: eine Liste von Wichmann)

Pferdeurin! Den hat Wichmann in seiner aktuellen Liste anscheinend nicht drin, dafür Menschenurin. Will er Pferdeurin verschweigen? Kann ich mir nicht vorstellen, wo er doch Uran und sogar Plutonium aufführt.

Eberle und Ritzer sind die beiden Geistesgrößen, die ihren Kunden Hundekot einflößen. Alles streng homöopathisch verdünnt, versteht sich. Aber wie haben die beiden die Arzneimittelprüfung gemacht? D0, D1, D2, D3? Oder haben sie Hahnemann im Grab rotieren lassen und gleich so hoch verdünnt, daß gar nichts drin sein kann?

Die Information von dem Hundekot ist übrigens deutlich! Die Information lautet:



http://www.homoeopathieforschung.de/pics/excrementum.jpg

Das ist das Originalbild bei Ritzer und Eberle! Ein Hund beim scheixxen.

Zum Textuellen wende ich mich an jemanden, der 2002 über Ritzer und Eberle berichtet hat:

http://www.ariplex.com/ama/ama_hund.htm

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http://www.homoeopathieforschung.de/caninum.htm
(Hervorhebungen von mir)

Anmerkung: "excrementum caninum" ist Hundekot.

[Zitatanfang]
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e x c r e m e n t u m   c a n i n u m

[...]
praxis ritzer
[...]

Leitsymptome

Nesthockersyndrom: Kinder, die nicht von zu Hause ausziehen
wollen, die Ablösung vermeiden und mit den Eltern in einem
verklebten Verhältnis bleiben. (inzestuös-symbiotisch)

Abhängigkeitsverhältnisse: fehlende Ablösung aus
Abhängigkeitsverhältnissen, (Eltern, Beruf, Ehepartner, Freunde,
Kinder), Folgen von Mißbrauch

Repression: Folge von repressiver Erziehung in Schule, Familie, usw.

Sprache: spätes Sprechenlernen bei Kindern,

Suicidalität: extremes Sinnlosigkeitsgefühl und Depression mit
Suicidalität,

Arbeitslosigkeit: Folgen von Arbeitslosigkeit,

Bewußtseinseintrübung: unfähig, klar zu denken, wie in einer Art
Dämmerzustand, vergißt gerade Gesprochenes oder Gedachtes,

Furcht vor Krankheit

Migräne

Multiple Allergien: Heuschnupfen und Asthma, extremes
Nasenjucken, Fließschnupfen mit Niesanfällen, Erwachen nachts mit
Niesanfällen, Augentränen wässrig, Sandgefühl in den Augen,

Hüftschmerzen: schwerwiegende Hüftleiden wie Hüftarthrose,
Hüftdysplasie mit starken Schmerzen.

Menschen, die keinen Ort im Leben finden: entwurzelte Menschen
ohne Sinn, ohne Beruf, ohne Partnerschaft,

Darmerkrankungen: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa,
Eßstörungen

Neurodermitis

Schokolade / Alkohol-Abusus

Gemüt / Lebenssituation

Nesthockersyndrom, Kinder, die nicht ausziehen von zu Hause,
Ablösungsprobleme, verklebte Abhängigkeitsverhältnisse von Eltern,
Ehepartnern, Freunden, Beruf, fühlt sich gezwungen zu bleiben mit
Schuldgefühlen,unterdrücktem Haß, Wut und Verachtung, speziell
der Mutter, oder bleibt aus Faulheit und Unselbständigkeit, schähmt
sich für seine Eltern  [1], die in seinen Augen sich unmöglich verhalten
(z.B. Alkoholismus) (#), Hilflosigkeit in der Erziehung der Kinder,
Besetzung durch die Kinder, kann Kindern keine Grenzen setzen.
Folgen von inzestuösen Beziehungen und Mißbrauch, unbewußte
zwanghafte Werkelei. Schwerste depressive Zustände mit
Suicidalität, droht mit Suicid als Form des letzten Aufstandes und
der Verweigerung, die man im Leben nicht zustandebringt, kann
keine Grenzen setzen, kann nicht Nein sagen, "bringt den Mund nicht
auf" (key note), schiebt alles vor sich her bei oft perfekter Fassade,
Angst, daß man seinen Zustand erkennen könnte, Alkoholismus,
Schokoladenabusus, Suchtverhalten, Anorexie,

Minderwertigkeitsgefühl, entschuldigt sich dafür, daß er da ist.

Lernverweigerung, Schuldruck, Prüfungsangst,
Konzentrationsstörungen, unleserliches Schriftbild, Lern- und
Sprachentwicklungsverzögerungen, mangelndes Durchhaltevermögen
und verschiedene körperliche Erkrankungen in diesem
Zusammenhang. Arbeitslosigkeit, Furcht vor Wiedereinstieg in den
Beruf.

Kopf
Kopfschmerz Stirn, Migräne, drückend, Sinusitiskopfschmerz,
Kopfschmerz bei Unsicherheit im Beruf

Augen
Allergie, Heuschnupfen, Rötung, Jucken, Brennen, Tränenfluß,
Conjunctivitis, Schwellung Oberlider und Unterlider

Nase
Allergie, Heuschnupfen, anfalllsweises Niesen, Nasenjucken,
Verstopfung, Fließschnupfen mit anfallsweisem Niesen >nachts und
beim Erwachen, Sinusitis, Rhinitis

Gesicht
Sinusitis frontalis und maxillaris, Schmerz unter Jochbein, Herpes

Lippen

Magen
Übelkeit vom Unterleib aufsteigend, Schwangerschaftsübelkeit,
Anorexie, Appetitlosigkeit, kann nichts essen, bei nagend, hungrigem
Gefühl, Völlegefühl nach kleinen Bissen, Gastritis, Magenschmerzen,
Schmerzen im Oberbauch, Aufgetriebenheit über dem Magen
Verlangen: Schokolade, Süßigkeiten, Dosenfisch, Kaffee, Coca
Cola, Alkohol, Wein, Whisky, Rauchen, Abneigung : Alkohol [2]

Abdomen
Bauchbeschwerden bei Schulproblemen, Bauchschmerzen
krampfartig vor Stuhlgang, Völlegefühl nach kleinen Bissen, Speisen
liegen schwer im Magen.
Prüfungssymptome bisher ohne klinische Bestätigung: Drückender
Schmerz rechter Unterbauch, >fester Druck, >Loslassen, Mc
Burney- Punkt druckschmerzhaft (Appendizitissymptome), eitrige
Pickel im Bauchbereich.

Rectum
M. Crohn, Colitis ulcerosa, chronische Enteritis, chronische
Durchfälle, schleimige, weiche, breiige, wäßrige, blutige Stühle,
Verstopfung, Afterjucken, Schmerz brennend, ätzend nach
Stuhlgang. Durchfall vor der Schule. Prüfungssymptome ohne
klinische Bestätigung bisher: Blähungsabgang beim Wasserlassen,
Blase
Cystitis, Urininkontinenz, häufiges Wasserlassen, große Mengen
hellen Urins, Prüfungssymptom (männlicher Prüfer) bisher nicht
klinisch bestätigt: Wasserlassen aussetzend, muß immer wieder neu
ansetzen und pressen.

Genitalien, weiblich
Hitzewallungen mit Schweiß nach Sterilisation, bei vorzeitiger
Menopause, Amenorrhoe nach Bauchoperation, aussetzende
Menses.

Brust
Bronchitis, rezidivierende Infekte, asthmoide Bronchitis

Rücken
Cervicalsyndrom, akuter Schiefhals vor Schulbeginn,
Bandscheibenvorfall BWS mit Schmerzen zwischen den
Schulterblättern, Schmerz untere LWS erstreckt sich über den
Beckenkamm, Sacralgie, erstreckt sich zu Gesäß, Hüfte und
Oberschenkelinnenseite, >Stehen, >Bücken, >erste Bewegung bis
aufgerichtet, >Liegen und Umdrehen im Bett

Extremitäten
Hüftarthrose einsteifende, verkalkende, stark schmerzhafte
Hüftdysplasie, hinkender Gang durch Hüftschmerz, wunde,
einschießende Schmerzen in der Hüfte, Abspreitzbewegung stark
schmerzhaft, >nach längerem Gehen, >Stehen,>Aufstehen morgens,
>Wärme, Hüftschmerzen kombiniert mit Rückenschmerz und
Knieschmerz; Überanstrengungs- und Ermüdungsgefühl im Gesäß
und Oberschenkel wie nach großer Anstrengung. Knieschmerzen
stechend, wie Muskelkater, wie Zerrung Kniekehle, Schwäche-,
Lähmungs-, Müdigkeits- und Taubheitsgefühl im Knie, plötzliches
Einknicken im Knie

Haut
Atopie, Neurodermitis, Hautjucken, Hitze in der Haut mit Frösteln,
muß sich zudecken

Schlaf
Dämmerzustand zwischen Schlafen und Wachen, wie schlaftrunken,
plötzliches Einschlafbedürfnis, Bedürfnis, sich sofort hinzulegen und
zu schlafen, Gähnen dauernd, Verlangen, lange liegen zu bleiben,
Ruhelosgkeit im Schlaf
[...]
--------------------------------------------------------------------------------
[Zitatende]

Anmerkungen:
[1] "schähmt sich für seine Eltern"

Es gibt weißgott genug Kinder, die sich für ihre Eltern schämen müssen. DIESE Kinder sollen nach dem Willen der Homöopathen Medikamente bekommen !?

Reicht es nicht, daß diese Kinder schon genug Elend ertragen müssen!? Nein!, jetzt müssen sie auch noch homöopathische Scharlatanerie ertragen. Die Kinder (die Opfer!) werden auch noch für ihr Elend verantwortlich gemacht und verhöhnt.

[2] "Abneigung : Alkohol"

Eine Abneigung gegen Alkohol als Krankheit zu definieren... Ungeheuerlich!!!

Doch der Perversionen nicht genug... Wie ist es denn mit diesen ?:
"Arbeitslosigkeit: Folgen von Arbeitslosigkeit"
"Furcht vor Krankheit"
"Migräne"
"Darmerkrankungen: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa,"
"Minderwertigkeitsgefühl"
"unleserliches Schriftbild"
"Arbeitslosigkeit"
"Verlangen: Schokolade, ... Kaffee, Coca Cola,"
"Cervicalsyndrom"
"Bandscheibenvorfall "
"muß sich zudecken"
"Verlangen, lange liegen zu bleiben"

Bei den diesen Beschreibungen zugrundeliegenden homöopathischen "Arzneimittelprüfungen" wurden die Mittel eingenommen und von den Testpersonen ihre Empfindungen wiedergegeben: dumpfeste Ressentiments, allerdümmste Vorurteile, kritiklos übernommen und in der Werbung unterstrichen durch das Foto eines sich entleerenden Hundes (http://www.homoeopathieforschung.de/pics/excrementum.jpg)

Arbeitslose, Kranke, Kinder ... wehrlose Menschen im Elend... von Homöopathen als Köter der Gesellschaft mit Hundekot als Medizin bedacht...
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]


Wie stehst du, Märchenonkel Frass, zu solchen Abartigkeiten von Homöopathen? Wie stehst du zu Qualitätskontrolle? Was ist Homöopathie und was nicht? Ist D1 oder D0 Homöopathie? Du hast doch selber von der Vergiftung mit Arsen erzählt. Die Frau ist gestorben. Was ist mit D1?
Was ist mit D0? REDE!!!

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
derStandard.at: Skeptiker behaupten, dass in Hochpotenzen nur Zucker, Wasser oder Alkohol enthalten ist. Wie kann das noch wirken?

Frass: Auch das ist natürlich schon längst widerlegt.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]

Nummer zwölf.

Frass, bleibt bei der Wahrheit!

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Es gibt Grundlagenexperimente, die zeigen dass Hochpotenzen physikalische Eigenschaften entfalten. Es ist nirgendwo vorgeschrieben, dass man Hochpotenzen verwenden muss.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]

Nein, Frass, das ist Bruchlandung Nummer dreizehn. WENN Hochpotenzen physikalische Eigenschaften haben, sind es keine Hochpotenzen, sondern Pfusch. Hahnemann konnte das noch nicht wissen. Wir heute, wir wissen es aber.

Daß man Hochpotenzen benutzen MUSS, ist nicht vorgeschrieben. Das ist genau der Punkt! Uran, Plutonium, Hundekot, all das kann auch in D0 verabreicht werden. Quecksilber, ein allseits beliebtes Mittel der Homöopathen wird auch in D4 genommen, also mit ordentlich was drin. Die höher verdünnten Mittel kann man ohne Rezept kriegen, aber sich trotzdem damit vergiften. Die schwach verdünnten, dafür gibt es Rezepte. Heilpraktiker stellen gerne Rezepte aus. Ärzte auch. Dafür werden sie bezahlt... Du doch auch!!!

Wie Homöopathen mit Quecksilber vergiften:
http://www.ariplex.com/ama/ama_rep1.htm

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wer also damit ein intellektuelles Problem hat, der möge Niederpotenzen verwenden. Dieser Schmäh mit den Hochpotenzen, die man verwenden muss, steht nirgendwo in Stein gemeißelt. Aber natürlich haben die Homöopathen damit Erfahrung und ich lade alle ein, mir den Placeboeffekt einmal umgekehrt zu beweisen.  (derStandard.at, 04.02.2011)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]

NATÜRLICH haben die Homöopathen mit den schwach verdünnten Stoffen Erfahrung. NATÜRLICH!!! Bloß wissen ihre Opfer nicht, wie giftig das Zeug ist, das die schlucken.  Zum Beispiel Quecksilber:
http://www.ariplex.com/ama/ama_rep1.htm


Zu den Anwürfen des Herrn Professor Frass gibt es einen Text von Köbberling. Nicht neu, bereits 1997 gedruckt, beschreibt er das Verhalten Esoterikern, wie wir sie durch Frass inkorporiert finden:

(Auszug aus J. Köbberling:
Der Wissenschaft verpflichtet Med. Klin. 92 (1997), 181 - 189 (Nr. 4)
URBAN & VOGEL MÜNCHEN 1997)

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Ein weiteres Merkmal ist das Fehlen an Sachlichkeit und kritischer Distanz,
das von einem Übermaß an Enthusiasmus, fanatischen Heilungsberichten und
üppig ins Kraut schießenden Spekulationen übertüncht wird. Kasuistisch
untermauerte Wirkbehauptungen werden dann als gesicherte Tatsachen
behandelt, Kritik wird nicht akzeptiert, Zweifel werden als persönliche
Anfeindung und böswillige Verleumdung empfunden. Dies alles sind Zeichen
eines Sektiererverhaltens, die sich durch weite Teile des paramedizinischen
Schrifttums ziehen. Viele paramedizinische Verfahren sind Teil eines
geschlossenen Lehrgebäudes, zum Teil eines Weltbildes. Nicht selten beruft
man sich auf uralte Kulturen oder auf einen charismatischen Begründer der
Lehre, der so sehr verehrt wird, daß Veränderungen an dem Lehrgebäude
tabuisiert werden.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]

Ein kleines Interview - und der Facharzt für Innere Medizin, Vizepräsident der Ärztegesellschaft für Klassische Homöopathie, Leiter der Spezialambulanz "Homöopathie bei malignen Erkrankungen" im AKH Wien und Präsident des Dachverbandes Österreichischer Ärzte für Ganzheitsmedizin fällt voll auf die Schnauze.

Darf man sich als Kranker so ein untragbares Verhalten bieten lassen?

Darf man sich ale Leser so eine dreiste ideologische Entgleisung wie die Reklamesuppe des Standard für Esoterik bieten lassen? In der Webseite des Standard liest man:

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Zum Thema:

Verbraucher inszenieren homöopathische „Überdosis"
"Verächtlichmachung der Homöopathie" [2353]
Homöopathie
Erfolgreiche Anwendung in der Kinderheilkunde [597]

Homöopathische und konventionelle Mediziner diskutieren über kooperierende Behandlungsmuster
"Nichts drin, nichts dran"
"Homöopathische Überdosis" in Wien [1179]

Skeptiker schlucken auf dem Stephansplatz im Selbstversuch "tödliche Dosis"
Alternative Medizin
Qualität oder Quacksalberei [180]

Komplementär-Therapeuten Europas wollen Wirksamkeit alternativer Medizin nachweisen
Fäkaltransplantation
Von einem Stuhl zum anderen [91]

Stuhl gesunder Menschen stoppt chronische Darmentzündungen im Verdauungstrakt von Patienten - "Das ultimative Probiotikum" gilt als Alternative zum Antibiotikum
Musik auf Krankenschein gegen Schmerzen [3]

Mathematisches Modell gibt Aufschluss über emotionalen Kontext
Weihrauch
Medizin aus der Bibel [33]

Schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt Weihrauch - wissenschaftliche Studien, die diese Wirkungen bestätigen gibt es kaum
Meditation
Stillsitzen und atmen [29]

Es begann als private Pein und wurde zu einem befreienden Buch: Der englische Autor Tim Parks nimmt seine Krankheit als Fallstudie mit Folgen für viele
Umfrage
Exotische Präparate als Naturheilmittel unbeliebt [1]

Naturheilmittel vor allem bei Erkältungen - Heimische Mittel werden bevorzugt verwendet
Homöopathie
Hokuspokus oder Medizin? [720]

Deutsche Mediziner begegnen homöopathischer Therapie mit Skepsis
TCM
Kräutermischung gegen Darmleiden [167]

Mit chinesische Medizin gegen Nebenwirkungen von Chemotherapien - Wirkstoffkomponenten der einzelnen Pflanzen sind unbekannt
Interview
"Einen Kneipp'schen Espresso am Vormittag"

Kneippen ist kein asketisches Wassertreten, sondern Gesundheitsvorsorge, betont Bernd Milenkovics, Präsident des Kneippbundes - Über die Effekte von warm und kalt
Kleine Packungsgrössen
Cannabis: Lizensierung statt völliger Freigabe [88]

Erneuter Vorstoß für Hanf beim britischen Forscher-Festival - Österreichischer Mediziner skeptisch gegenüber völliger Freigabe
Fibromyalgie
Der Körper als Feind

Mykotherapie mitunter sinnvolle therapeutische Ergänzung
Ruhe durch Schweigen
Über allen Gipfeln ist Ruh [23]

Reden, reden, immer reden: Wer sich davon erholen will, schweigt im Urlaub. Als Reinigung, Läuterung und Selbstfindung hat es alte religiöse Wurzeln. Nach einer Woche Meditation sieht auf alle Fälle vieles ganz anders aus
Herzinsuffizienz
Akupunktur erhöht Leistungsfähigkeit [141]

Nadelkur stärkt Skelettmuskulatur und senkt Entzündungsfaktoren im Blut
Interview
"Sich öffnen, entspannen und loslassen" [15]

Einmal eine ganze Woche lang nichts reden und dabei trotzdem unter Menschen sein: Dieter Christoph Singer, Psychotherapeut und Zen-Lehrer im Interview
Interview
"Alles kann ein bisschen besser werden" [3]

Körper und Geist sind eng verbunden, davon war Moshe Feldenkrais überzeugt - Mia Segal war seine Schülerin
Kneippkur
Kaltes klares Wasser fürs Immunsystem [6]

Es muss nicht immer Hightech sein. Kneippen ist eine altes Kurprinzip, das den Organismus in Schwung hält. Reiztherapie nennt es die Schulmedizin, wenn der Körper durch Wickel, Bäder und Güsse stimuliert wird
Alternative Heilmittel
Baldrian gegen Angstzustände machtlos [37]

Keine Belege für Wirksamkeit diverser Kräuterextrakte
Heilpflanze Hanf
"Natürlicher Hanf besser als synthetische Derivate" [89]

Klassischer Einsatz in der Schmerztherapie - Mediziner kritisiert: Stigma gegen natürlichen Hanf als Politikum
Ayurveda
Voll im Öl, ganz still und total entspannt [73]

Tempo reduzieren, Beschwerden lindern oder sich etwas Gutes tun ist Ziel einer Kur - Ein Ayurveda-Programm im südindischen Kerala bietet eine sanfte Variante
Neue Studie
Wirkung der Rosenwurz bei Stress-Symptomen [27]

Nach drei Tagen Besserung des Symptoms "Erschöpfung" - Ähnliches gilt für Reizbarkeit und Ängstlichkeit
Akupunktur nimmt Angst vor Zahnarzt [52]

Eingriff schneller als bei bisherigen Methoden - Zeit und psychotherapeutische Expertise nötig
Haut-Kongress
Madentherapie für Wundheilung in Frage gestellt [14]

Neue Materialien unterstützen die Wundheilung - Fliegenlarven bringen keine Vorteile, den Patienten aber stärkere Schmerzen
Kongress
Chinesische Medizin sucht Weg aus Esoterik [500]

Andere Denkweisen und Methoden der Überprüfbarkeit als jene der westlich geprägten Wissenschaft sollen gefunden werden
Schwerpunkt Komplementärmedizin
Heilsame Ergänzung

Komplementärmedizinische Methoden gewinnen an Bedeutung - Ihre Wirkungen werden trotzdem häufig in Frage gestellt
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]


Alleine der letzte Satz ist doch irre:

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Komplementärmedizinische Methoden gewinnen an Bedeutung - Ihre Wirkungen werden trotzdem häufig in Frage gestellt
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]

Warum gewinnen die Methoden an Bedeutung? Wer die Frage stellt, hat schon fast verloren. Die eigentliche Frage ist nämlich, WAS ist denn die Bedeutung? Ist Bedeutung ein nachweisbarer Erfolg oder ist Bedeutung, daß so viele Leute glauben, daß diese Verfahren funktionieren (und daß folglich damit richtig viel Geld zu machen ist)? Das zweite ist es: Die Leute GLAUBEN, daß der Schrott funktioniert. Warum glauben sie es? Wegen solcher PR-Blättle wie dem Standard. Wegen solcher Märchenonkel wie Frass, der innerhalb von Sekunden sich selbst widerlegt.

Und das sollen sich Kranke bieten lassen? Auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres Geldes?



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« Last Edit: February 15, 2011, 03:41:07 PM by ama »
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ama

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Re: Erstes Ergebnis der "Aktion 10:23": Oberhomöopath fällt auf die Schnauze
« Reply #1 on: February 07, 2011, 11:29:01 PM »

Den Link zu diesem Forumsthread mag der Standard nicht. Kommentare zum Artikel gibt es massenhaft, anscheinend mehr als 2000. Ist aber ein Link zum TG-1 im Kommentar, wird dieser Kommentar wegzensiert. So kann man natürlich auch fälschen. Fast so wie bei Homöopathens. Die sehen bloß, was sie sehen wollen.

Krokant

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Die Causa Frass, ein Protokoll
« Reply #2 on: March 14, 2015, 06:01:59 AM »

Bevor ich das Zitat bringe, vorab zur Klarstellung, wem die Homepage gehört:

http://oehmedwien.com/wer-wir-sind/ist-oeh/

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Was ist die ÖH?

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ist die gesetzliche Interessensvertretung der Studierenden insbesondere gegenüber staatlichen Behörden und Einrichtungen (zB: dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung) sowie universitären Organen (Rektor, Senat etc.). Neben diesen sehr offiziellen Aufgaben bietet dir deine ÖH natürlich auch jede Menge Service rund ums Studium. Sie wird alle zwei Jahre neu gewählt. Jede/r Studierende ist automatisch Mitglied der ÖH und muss zu Beginn jedes Semesters den ÖH-Beitrag einbezahlen.

Anfangs erscheint die ÖH recht kompliziert strukturiert, darum gibt es hier einen kurzen Überblick.

Innerhalb der ÖH gibt es mehrere Organe:

    die Bundesvertretung (BV)
    die Universitätsvertretungen (UV)
    die Studienvertretungen (STV)

Die Universitätsvertretung wird durch eine Listenwahl und die Studienvertretung durch Personenwahl bestellt. Diese stehen jedoch nicht streng hierarchisch zu einander, sondern befinden sich gemeinsam auf einer Ebene. Die Universitätsvertretung und die Studienvertretung werden direkt gewählt, die Bundesvertretung wird seit 2003 nicht mehr durch eine Direktwahl besetzt. Jede Uni entsendet seitdem Mandatare und Mandatarinnen in die Bundesvertretung. Insgesamt sitzen in der Bundesvertretung der aktuellen Funktionsperiode 100 MandatarInnen, davon sind 2 von der Meduni Wien. Die Anzahl der MandatarInnen hängt von der jeweiligen Studierendenzahl der Uni ab.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]


Klartext: http://oehmedwien.com gehört der "Österreichischen HochschülerInnenschaft".

Im Dezember 2014 gibt es eine Publikation in http://oehmedwien.com, worin zwei Seiten sich mit Homöopathie beschäftigen. Genauer gesagt geht es um Näheres zu Professor Frass, zu dessen fachlicher Qualifikation wir vor vier Jahren nichts Positives, aber viel Negatives erfuhren.

Ich will die brisanten Stellen nicht aus dem Zusammenhang reißen. Darum zunächst das Beweisstück in ungekürzter Form:

http://oehmedwien.com/wp-content/uploads/fieberkurve_dezember14_web.pdf

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Unikliniken
Text: und Marieta Schidrich
 Komplementärmedizin

12 Schwerpunkt


 Es ist acht Uhr an einem Montagmorgen
 im AKH Wien. Der Wartebereich von Ebene
  6i, wo sich die Ambulanzen der Klinik für
  Innere Medizin I befinden, ist gut gefüllt.
  Die PatientInnen warten auf Behandlungen
  durch FachärztInnen unterschiedlicher
  Gebiete: Hämatologie, Onkologie, Infekti-
  ologie oder Palliativmedizin. Doch neben
 diesen Fachambulanzen gibt es noch eine
 weitere, welche man an einem Universi-
 tätsspital nicht unbedingt vermuten wür-
 de: die Spezialambulanz für ‚Homöopathie .............. [1]
 bei malignen Erkrankungen’.
 Professor Doktor Michael Frass hat
 in Zusammenarbeit mit der Klinik für
 Innere Medizin I des AKH Wien 2004 die
 Homöopathieambulanz ins Leben geru-
 fen.
„Menschen mit Krebserkrankungen
 erleiden dadurch oft erhebliche finanzielle
 Einbußen und können sich das Honorar für  .............. [2]
 Privatordinationen nicht mehr leisten – ich
 wollte es auch diesen Personen ermögli-
 chen, homöopathische Behandlungsme-
 thoden in Anspruch nehmen zu können.“

 Professor Frass ist sicherlich einer der
 meistdiskutierten Mediziner des AKHs
 und der MedUni Wien. Er ist Facharzt für
 Innere Medizin und Internistische Inten-
 sivmedizin, einer der Erfinder des „Com-
 bitube“ (ein Tubus, welcher besonders im
 amerikanischen Raum für Intubationen im
 Prähospitalbereich angewandt wurde) und
 war über zehn Jahre lange der Leiter der
 Intensivstation 13i2 im AKH. Doch diese
 Dinge bilden in den meisten Fällen nicht
 den Brennpunkt der Diskussionen um sei-
 ne Person: es ist vielmehr seine Tätigkeit
 als Homöopath. Und genau deswegen bin
 auch ich, Studentin der Humanmedizin an
 der MedUni Wien im 7. Semester, heute
 hier: als Famulantin für einen Tag werde
 ich Professor Frass bei seinen Tätigkeiten
 in der Spezialambulanz für Homöopathie
 begleiten.

 Die Krankengeschichte des ersten Am-
 bulanzpatienten Herrn H. liest sich wie
 ein Fallbeispiel aus FBL. Zuerst Diagnose
 eines Non-Hodgkin-Lymphoms, darauffol-
 gend Bestrahlung sowie Chemotherapie
 mittels CHOP-Schema (Cyclophosphamid,
 Doxrubicin, Vincristin und Prednisolon).
 
 Schließlich erhielt Herr H. eine Kno-
  chenmarkstransplantation, die in einer
  Graft-versus-Host-Reaktion mit akutem
  Nierenversagen endete. Herr H. hat das
  alles überlebt. Heute ist er jedoch auf
  eine ständige Immunsuppression durch
  Glukokortikoide angewiesen und hat
  aufgrund dessen ein Sekundärglaukom
  entwickelt. Von der Strahlentherapie ist
  eine Strahlendermatitis zurückgeblie-
  ben. Professor Frass fragt Herrn H. nach
  seinem Befinden. „Die blutigen Hautek-
  zeme haben sich seit dem letzten Termin
 verbessert, allerdings beginnt es jetzt
  wieder etwas zu jucken. Außerdem haben
  sich meine Augen weiter verschlechtert...
  ich spüre auch irgendwie ein Engegefühl
  im Bauch und schwitze sehr stark, beson-
  ders auf der Stirn und den Unterarmen.“
  Der Internist und Homöopath hört sich die
  Beschwerden an, fragt weiter nach – eine
  sehr ausführliche Anamnese. Dann dreht
  er sich zu mir und sagt nachdringlich:
 „Wissen Sie, alle sprechen immer über
  homöopathische Potenzen, aber die sind in
  der Behandlung eigentlich sekundär. Viel
  wichtiger ist das Ähnlichkeitsprinzip!“ Der
  Mediziner schlägt in einem sehr dicken
  Buch die Symptome des Herrn H. nach.
  Auf dem grauen Leineneinband steht in
  goldenen Lettern ‚The Complete Reperto-
  ry: Mind-Generalities’ geschrieben. „Die
  jungen Kollegen und Kolleginnen verwen-
  den dafür inzwischen den Computer, aber
  da bin ich schon zu alt dafür“, schmunzelt
  er. Herr H. nickt zustimmend: „Ich finde
  Bücher sowieso viel besser als Computer,
  viel persönlicher. Sie haben alle eine eige-
  ne Geschichte.“ Das ‚Complete Repertory’
  sieht auch aus, als hätte es schon viel
  erlebt.
   Dann läutet das Telefon, eine Patientin
  braucht etwas von Professor Frass. „Na
  dann wechseln Sie jetzt auf das andere
 Medikament, dass ich Ihnen aufgeschrie-
  ben habe und dann melden Sie sich wieder.
  Ja kein Problem – Sie haben ja meine Num-
  mer. Am besten bin ich immer morgens
  zwischen sieben und acht Uhr erreichbar,
 da stecke ich sowieso im Stau und kann
  gut telefonieren.“ Unterbrechungen dieser
  Art wird es im laufe des heutigen Vormit-
 
 tags noch mehrere geben. Professor Frass
 hat offensichtlich kein Problem damit,
 seine Privatnummer an PatientInnen
 rauszugeben. Via Bluetooth ist das Handy
 mit seinem Hörgerät gekoppelt – nicht nur
 sehr praktisch, sondern auch ganz schön
 futuristisch für jemanden, der eigentlich
 lieber Bücher benutzt als Computer.
 „Entschuldigen Sie bitte“, wendet er sich
 wieder Herrn H. zu und beginnt, ihm ein
 Rezept auszustellen. „In vier Wochen rufen  .............. [3]
 Sie mich an, dann schauen wir, was sich
 getan hat und ändern eventuell etwas an
 der Therapie. Und den nächsten Termin
 hier in der Ambulanz machen wir dann
 im Februar.“
Und dann benutzt Professor
 Frass doch den Computer um mit Herrn
 H. einen neuen Termin zu vereinbaren.
 Der volle Kalender lässt erkennen, dass
 die Homöopathieambulanz gut besucht ist.
 Laut Professor Frass sind es hauptsächlich
 OnkologiepatientInnen.
 Dass es an einer Uniklinik eine Ambulanz
 für Homöopathie bzw. Komplementärmedi-
 zin gibt mag für einige im ersten Moment
 befremdlich wirken, es ist aber im deut-
 schen Sprachraum nichts Einzigartiges.
 Am Universitätsspital Zürich gibt es ein
 ganzes Institut für komplementäre und
 integrative Medizin, es besitzt sogar einen
 eigenen Lehrstuhl, der erste dieser Art in
 der gesamten Schweiz. Zum Angebot der
 Abteilung zählen Akupunktur, Mind-Bo-
 dy-Medicine, klassische Naturheilkunde
 sowie Phytotherapie und Osteopathie. Im
 Rahmen ihrer Rotation durch das Fach-
 gebiet der Inneren Medizin können auch
 UnterassistentInnen (schweizer Pendant
 zu KPJlerInnen) auf diese Abtei-
 lung eingeteilt werden
 – viele erfahren erst vor
 Ort davon und während
 einige sehr begeistert
 sind, lehnen andere diese
 Zuteilung zu Anfangs
 auch ab: Komplementär-
 medizin an einer Unikli-
 nik?
 Auch in Deutschland
 gibt es solche Einrich-
 tungen. Im Klinikum


13 Schwerpunkt

rechts der Isar der TU München findet
 sich ein Kompetenzzentrum für Komple-
 mentärmedizin und Naturheilkunde, am
 Universitären Krebszentrum der Uniklinik
 Frankfurt werden in der ‚komplementären
 Onkologie’ konventionelle und natürliche
 Heilmethoden zusammengeführt. Als
 Grund für die Miteinbeziehung komple-
 mentärmedizinischer Therapieverfahren in
 Lehre, Praxis und Forschung des Unikli-
 nikalltags werden einerseits in Studien
 beschriebene Therapieeffekte ebendieser
 Mittel genannt, andererseits will man ver-
 meiden, dass Patienten und Patientinnen
 außer Haus – und damit oft außerhalb der
 Reichweite konventioneller Medizin mit
 evidenzbasiertem Hintergrund – komple-
 mentärmedizinische Therapie in Anspruch
 nehmen.
 Zurück nach Wien. „Ich hab Ihnen etwas
 mitgebracht – was süßes!“ schmunzelt
 Frau P., die gerade zur Tür rein kommt.
 Sie wirkt wie das blühende Leben und
 strahlt über das ganze Gesicht als sie Pro-
 fessor Frass eine Topfengolatsche über-
 reicht. Er lacht und meint, er müsse doch
 auf sein Gewicht achten, besonders jetzt
 vor Weihnachten. Wie es ihr denn
 sonst gehe? „Viel besser -
 meine Regelschmerzen
 und Stimmungs-
 

 schwankungen haben sich soweit verbes-
  sert, dass ich erstmals keinerlei Schmerz-
  tabletten nehmen musste!“ Professor
  Frass nickt: „Sehr gut, das sollte jetzt
  auch ohne Sulfur (ein gängiges Mittel in
  der Homöopathie) so bleiben.“ Obwohl die
  Regelbeschwerden nun besser seien, leidet
  Frau P. weiterhin unter Migräne. Auch
  dagegen verschreibt ihr Professor Frass
  einen Wirkstoff: Arsen. „Arsen? Wollen Sie
  mich vergiften, Herr Doktor?“ lacht Frau
  P., akzeptiert aber dankend das Rezept. Ich
  muss ebenfalls schmunzeln. Sichtlich zu-
  frieden verlässt die Patientin den Behand-
  lungsraum, Professor Frass ruft Herrn
  S. auf. „Herr S. ist eigentlich ein Studi-
  enpatient von mir. Es geht darum, dass
 wir bei Krebspatienten und Krebspatien-
  tinnen, welche zusätzlich homöopathisch
 therapiert wurden, eine Verlängerung
  der Überlebenszeit beobachten konnten.
  Das wollen wir mit der neuen Studie jetzt
  überprüfen.“ Herr S. wirkt angeschlagen.   .............. [4]
  Auf die Frage nach seinem Befinden, sitzt
  er etwas unruhig im Sessel. „Sie haben
  mir doch beim letzten Termin was gegen
  meine Beschwerden beim Atmen
  verschrieben – ich hab’s auch
  genommen, aber irgend-
  wann waren die Schmer-
  zen so schlimm, dass
  ich die Rettung
 rufen muss-
 te. Die
 ha-
 

 ben mich dann ins Krankenhaus gebracht,
 wo sie draufgekommen sind, dass ich eine
  Lungenentzündung habe. Und vollge-
  pumpt mit Antibiotika haben sie mich dort
  – die Kugerl hab’ ich trotzdem weiterge-
  nommen.“
Herrn S. ist es unangenehm,
  dass er neben Homöopathie auch auf
  konventionelle Medikamente zurückgrei-
 fen musste. Professor Frass erkundigt sich
 nachdem derzeitigen Gesundheitszustand
 von Herrn S., ob er weitere Beschwerden
 hätte. Danach füllt er das Studienprotokoll
 aus und verschreibt einen neuen Wirkstoff.
 Herr S. verabschiedete sich dankend, auch
 für mich wird es Zeit aufzubrechen – ein
 Seminar mit Pflichtanwesenheit steht an.
 Beim Verlassen der Ambulanz fällt es mir  .............. [5]
 dann zum ersten Mal auf: Professor Frass
 hat zwar den gesamten Tag ausführliche
 Anamnesegespräche geführt, ist sehr
 individuell auf PatientInnen eingegan-
 gen – aber er hat kein einziges Mal eine
 körperliche Untersuchung durchgeführt.
 In meiner bisherigen Ausbildung, habe
 ich gelernt, dass das dazugehört – wenn
 jemand Schmerzen beim Atmen hat, muss
 ich ihn/sie abhören.
Mir fällt eine der
 Patientinnen ein, die heute gemeinsam mit
 ihrem Mann kam, der an einem rezidivie-
 renden Kolonkarzinom leidet. Sie meinte:
 „Das eine soll das andere ja nicht aus-
 schließen – aber bei solchen Erkrankungen
 (Krebs) kommt man ohne Professor Steger
 (Onkologe am AKH Wien) halt nicht aus.“
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]


Eine Medizinstudentin ist für einen Tag in einer "Spezialambulanz", welche von Michael Frass - wie auch imer - verursacht wurde:

Causa 1

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
die Spezialambulanz für ‚Homöopathie
 bei malignen Erkrankungen’.
 Professor Doktor Michael Frass hat
 in Zusammenarbeit mit der Klinik für
 Innere Medizin I des AKH Wien 2004 die
 Homöopathieambulanz ins Leben geru-
 fen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]

Wie macht man das? Wie "ruft man ins Leben"? Die einfachste Methode ist zu sagen, daß man so ein Ding betreibt. Wenn man selber die Mittel und das Personal stellt, dann ist das Ding da. Wenn es erst einmal da ist, dann stellt man Ansprüche. Aber das kommt ja noch. Als erstes stellt man das DIng hin. Dann ist es da. Und wenn es da ist, kann man damit angeben. Man ist ja Leiter oder Gründer oder was sonst noch alles von diesem Ding.

Klartext: So verschafft man sich eine Selbsterhöhung.


Causa 2

[*quote*]
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
„Menschen mit Krebserkrankungen
 erleiden dadurch oft erhebliche finanzielle
 Einbußen und können sich das Honorar für
 Privatordinationen nicht mehr leisten – ich
 wollte es auch diesen Personen ermögli-
 chen, homöopathische Behandlungsme-
 thoden in Anspruch nehmen zu können.“

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
[*/quote*]

Den Krebskranken steht das Wasser schon bis über die Ohren, gesundheitlich und finanziell. Da kommt vom Olymp herab geschwebt eine kostenlose Behandlung: eine mit Homöopathie.

Kostenlos ist immer gut. Das schafft gute Stimmung und sorgt für positives Image. Kosten tun die Kügelchen fast nichts. Das teuerste daran sind die Glasflascherl und die Aufkleber. Die "Arbeitszeit" wird großzügig geschenkt. Die ist noch weniger wert als die Kügerl...

Klartext: Schwerstkranke sind gut zu beeinflussende Zielpersonen, insbesondere finanziell schwache. Mit einer kostenlosen Gabe kann man sich ein positives Image verschaffen. Die bei Homöopathen sowieso wertlose "Arbeitszeit" kostet den "Spender" auch nichts, bringt dafür Imagepunkte. Ein simples Kalkül, das in der Politik gang und gäbe ist.

Wenn es nur Politik wäre. Aber hier werden Todkranke mißbraucht. Da hört der Spaß auf.


Causa 3

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„In vier Wochen rufen
 Sie mich an, dann schauen wir, was sich
 getan hat und ändern eventuell etwas an
 der Therapie. Und den nächsten Termin
 hier in der Ambulanz machen wir dann
 im Februar.“

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Klartext: Protokollarisch festgehalten sehen wir hier eine Verschleppung um mehrere Wochen. Homöopathie ist nichts anderes als eine Zeitverschwendung. Der Patient hält die Gespräche für Freundlichkeit und Zuwendung. Bei akuten Erkrankungen kann die Farce sehr schnell tödlich enden.


Causa 4

[*quote*]
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Herr S. wirkt angeschlagen.   .............. [4]
  Auf die Frage nach seinem Befinden, sitzt
  er etwas unruhig im Sessel. „Sie haben
  mir doch beim letzten Termin was gegen
  meine Beschwerden beim Atmen
  verschrieben – ich hab’s auch
  genommen, aber irgend-
  wann waren die Schmer-
  zen so schlimm, dass
  ich die Rettung
 rufen muss-
 te. Die
 ha-
 

 ben mich dann ins Krankenhaus gebracht,
 wo sie draufgekommen sind, dass ich eine
  Lungenentzündung habe. Und vollge-
  pumpt mit Antibiotika haben sie mich dort
  – die Kugerl hab’ ich trotzdem weiterge-
  nommen.“

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[*/quote*]

"Sie haben mir doch beim letzten Termin", wieviele Wochen ist das her? Um wieviele Wochen wurde eine Lungeninfektion de fakto ignoriert?

Klartext: Protokollarisch festgehalten ist hier ein Fall eines typischen Totalversagens eines Homöopathen, des Homöopathen Michael Frass. 

In Causa 5 zeigt sich, daß es kein Einzelfall ist:

Causa 5

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 Beim Verlassen der Ambulanz fällt es mir
 dann zum ersten Mal auf: Professor Frass
 hat zwar den gesamten Tag ausführliche
 Anamnesegespräche geführt, ist sehr
 individuell auf PatientInnen eingegan-
 gen – aber er hat kein einziges Mal eine
 körperliche Untersuchung durchgeführt.
 In meiner bisherigen Ausbildung, habe
 ich gelernt, dass das dazugehört – wenn
 jemand Schmerzen beim Atmen hat, muss
 ich ihn/sie abhören.

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[*/quote*]

Klartext: Michael Frass, obgleich Professor der Medizin, beweist mit seinem eigenen Verhalten, daß weder er noch Homöopathie etwas taugen. Weder ist Homöopathie zu irgend etwas gut noch führt er die Untersuchungen der Patienten fachgerecht durch.

Natürlich könnte man behaupten, die körperlichen Untersuchungen seinen NICHT Aufgabe der Homöopathie. Aber das ist falsch. Natürlich könnte man auch behaupten, die anderen Kollegen, die "Schulmediziner", hätten die Aufgabe, die körperlichen Untersuchungen durchzuführen. Aber auch das ist falsch. Erstens betrachten "Schulmediziner" die Sachlage aus einer anderen Sicht als Homöopathen, so daß sich Homöopathen aus ihrer eigenen Sicht informieren müssen. Zweitens muß der Homöopath sich informieren, was die "Schulmediziner" bereits untersucht haben. Dann könnt ein Homöopath immer nur an zweiter Stelle kommen, und vor allem zeitlich später. Ist das der Fall?

Der eine falsch behandelte Patient ist kein Einzelfall. Siehe Protokoll der Studentin.

Der falsch behandelte Patient hatte Glück und wurde noch rechtzeitig von den "Schulmedizinern" korrekt behandelt und dadurch gerettet. Was ist mit den Patienten, die nicht dieses Glück hatten?


Das AKH Wien sollte die "Spezialambulanz für ‚Homöopathie bei malignen Erkrankungen’" auf der Stelle schließen. Jeder Tag, an dem dort weiter gepfuscht wird, setzt das Leben von Kranken aufs Spiel.

Ferner sollte man über den Verbleib von Michael Frass am AKH Wien sollte nachdenken. Jemand, der medizinisch so unqualifiziert ist wie Michael Frass, kann weder Kranke behandeln noch Studenten ausbilden. Die Position Frass' zur Reklame für Homöopathie, also einem Medizinbetrug, mißbrauchen zu lassen ist ebenfalls nicht Aufgabe des AKH Wien.
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