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Author Topic: 21.03.06 Vortrag Wiesbaden  (Read 2907 times)

Hooligan

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21.03.06 Vortrag Wiesbaden
« on: March 28, 2006, 07:36:10 PM »

eMail von Trutz am 05.03.06 an das

Gesundheitsamt Wiesbaden
Amtsleitung
gesundheitsamt@wiesbaden.de


Kopien an

Gesundheitsdezernent der Stadt Wiesbaden
dezernat.V@wiesbaden.de
Hessisches Sozialministerium
poststelle@hsm.hessen.de
Hessische Krebsgesellschaft
oeffentlichkeitsarbeit@hessische-krebsgesellschaft.de
Wiesbadener Kurier
kurier-lokales@vrm.de
mfriedrich@vrm.de


Wieder der übliche Vorspann mit den aktuellen Presselinks und dann:


Am Dienstag, dem 21. März, will Helmut Pilhar einen Vortrag im „Großraum Wiesbaden“ halten. Da durch Aufklärungsarbeit von anderen und mir in der letzten Zeit oft die für solche Vorträge vorgesehenen Räumlichkeiten von den Vermietern gekündigt wurden und/oder kritischen Presseberichtet erschienen, hält Herr Pilhar nun die genauen Orte bis kurz vor den Terminen geheim. Siehe:
http://www.pilhar.com/News/Seminar/Kalender_03.htm

Seit kurzem gibt es auch im Raum Wiesbaden oder in Wiesbaden selbst einen „Stammtisch“ der Germanischen Neuen Medizin:

Quelle: http://www.pilhar.com/News/Seminar/Stammtische_Deutschland.pdf

Hier werden die gefährlichen Irrlehren von Dr. Hamer propagiert und umgesetzt. Ort und Zeit der Zusammenkünfte werde geheim gehalten, da sich die GNM-Aktivisten kritische Beobachter und vor allen Dingen Journalisten vom Hals halten möchten. Es ist lediglich eine eMail-Adresse zur Kontaktaufnahme angegeben: medisagra@web.de



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Hier hat die örtliche Presse aber nicht geschlafen:



Wiesbadener Kurier 23. 03. 2006
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2318225
 
Sendbote des "Wunderheilers"
Auch in Wiesbaden sollen Anhänger für Hamer mobilisiert werden
 
Werbung für die "Erkenntnisse" in der Auslage eines Wiesbadener Geschäftes.
Foto: wita/Uwe Stotz


Vom 23.03.2006
Rund 80 Zuhörer verfolgten am Dienstag im Christlichen Zentrum Nordenstadt den Auftritt von Helmut Pilhar. Er wirbt für die "Germanische Neue Medizin" von Ryke Geerd Hamer, dessen "Heilmethoden" von der Schulmedizin als unverantwortlich, weil gefährlich eingestuft werden.
 
Von
Wolfgang Degen
Der Österreicher Pilhar, quasi der erste Mann hinter Hamer, verkörpert, was gemeinhin einen Spitzen-Verkäufer ausmacht. Er gibt sich glaubwürdig, und er kommt sympathisch rüber. Ein solcher Mann, der andere für "das Göttergeschenk", wie die "Lehre" gepriesen wird, gewinnen will, darf nicht nicht einmal den Hauch eines Zweifels an der Richtigkeit der Botschaft hegen.
So gesehen ist Pilhar der ideale Mann. Kritik prallt an ihm ab, der Mann erfüllt seine Mission, die heißt - die Welt braucht Hamer und dessen Entdeckung. Pilhar ist sein Sendbote und Organisator.
Die Schulmedizin setzt Hamer in wüsten Tiraden mit "Massenmord" gleich, denn nichts anderes seien Chemotherapie, Operationen und Morphium zur Krebsbehandlung. "Massenmord", das meidet Pilhar. Dass Hamer von jüdischer Verschwörung pöbelt, von so genannten "Rabbiner-Gerichten" spricht, weil sie nicht in seinem Sinne urteilen, erwähnt er auch nicht. Das wäre schlecht für den Verkauf des Produkts, das "Wahrheit" genannt wird. Darunter tut man es nicht. Es gibt auch eine andere Deutung der "Wahrheit": Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hatte 1990 von einer "wahnähnlichen Gewissheit" gesprochen, weil Hamer seine Ergebnisse für unantastbar halte.
Pilhar lässt in Nordenstadt das "Unantastbare" wachsen: Er holt die Leute ab bei ihrem Ärger über Ärzte, beim Schimpfen auf die wuchernde Pharmaindustrie, er nutzt Ängste und Verzweiflung über schwere Erkrankungen. Da kann jeder mitreden. "Nicht wahr, das kennen auch Sie", sagt der Österreicher. Und viele nicken. Das ist aber bloß die Einfahrt zu einer Einfahrtstraße, die Pilhar im Laufe seines Vortrags immer enger werden lässt, bis das Ziel erreicht ist - Hamer! Hamer! Hamer! Retter! Retter! Retter!
Wer das zu glauben bereit ist, nimmt hin, dass hinter Niesen ein "Stinke-Konflikt" stecken Hintergrund
soll, dass ein "Sträub-Konflikt", sich gegen etwas zu sträuben, Diabetes verursache. Pilhar schwärmt von Hamers "treffsicheren Diagnoseverfahren": Die Größe des Knotens beim Brustkrebs lasse schlussfolgern, wie lange der Krebs auslösende Konflikt zurückliege. Mit Hamers Methode könne man einen Herzinfarkt "oft auf den Tag genau berechnen." Tuberkulose sei nur eine Reaktion auf Todesängste in Kriegszeiten. Jede Krankheit sei ein "biologisches Sonderprogramm", etwas Sinnvolles. Auch Krebs, weswegen man sich vor diesem Sinnvollen auch nicht fürchten müsse. Vorausgesetzt, der zu Grunde liegende Konflikt werde ausgeräumt, dann bringe der Körper sich selbst in Ordnung.
Vorsorgeuntersuchungen macht Pilhar als "Rasterfahndung" lächerlich, vom Impfen solle man bloß die Finger lassen. Über Blut im Stuhl sollten sich die Menschen freuen, sei dass doch ein "sicheres Zeichen für Heilung", weil ein Konflikt gelöst sei. Und Migräne-Patienten sollten jubeln, wenn sie zum Pinkeln müssen - denn dann wüssten sie, dass es ein Ende habe mit der Migräne.
"Ein abstruses, haarsträubendes Gedankengut, das gefährlich ist", kommentiert Professor Norbert Frickhofen, Direktor der Klinik für Onkologie in den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, die "Lehre". Sie sei "gefährlich, wenn dadurch die Chancen einer Hilfe durch die Schulmedizin verpasst wird". Die "Germanische Neue Medizin" sei ein in sich geschlossenes, auf selbst erstellten Naturgesetzen fundiertes Glaubensgebäude, das von den Anhängern nicht kritisch hinterfragt werde. "Diese Leute können nicht umdenken."


http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2318260


"Fünf biologische Naturgesetze"
Der Tod seines Sohnes Dirk Ende 1978 liefert Ryke Geerd Hamer die "Erkenntnis"

Vom 23.03.2006
 
deg. Ryke Geerd Hamer, 1935 geboren, studierte Medizin und Theologie. 1986 wurde dem Mediziner die Approbation entzogen. In das Blickfeld der Öffentlichkeit rückte Hamer 1995, er lebte damals schon in Spanien. Helmut Pilhar und seine Frau hatten ihm ihre schwer krebskranke Tochter Olivia anvertraut. Sie hatten der Sechsjährigen eine Behandlung durch die von ihnen abgelehnte Schulmedizin ersparen wollen. Nach längerer Auseinandersetzung konnte Olivia behandelt werden und überlebte. Für die Pilhars gab es eine Bewährungsstrafe.
Auslöser für Hamers "Erkenntnisse" war der Tod seines Sohnes Dirk Ende 1978. Hamer erkrankte kurz darauf an Hodenkrebs, den er operieren ließ. In der Folge entwickelte er eine Theorie über die Entstehung von Krebs. Ein Konflikt sei demnach Auslöser. Hamer verallgemeinert seine Erkenntnisse auf die gesamte Medizin und fasst "fünf biologische Naturgesetze" zusammen.
1993 verurteilt ihn ein Richter in Köln zu vier Monaten auf Bewährung. 1997 folgt ein Urteil über 19 Monate Haft. Hamer hatte ohne Zulassung als Arzt drei todkranke Krebskranke nach seinen "Regeln" behandelt. Alle drei waren kurz darauf gestorben.
Im Jahre 2004 wurde Hamer im französischen Chambery in Abwesenheit verurteilt. Anfang September 2004 wurde er von den spanischen Behörden ausgeliefert und in Haft genommen. Vor  wenigen Wochen erst kam er in Frankreich wieder auf freien Fuß.

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Bis jetzt nichts davon auf Pilhars Seite und auch nichts im GNM-Forum. Die Gegendarstellungsschreiber scheinen doch tatsächlich müde zu werden. Was ist denn los?
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