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Author Topic: Zensur! Genderisten und Kreationisten protestieren gegen U. Kutschera  (Read 4326 times)

ce_drei_achtel

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Der humanistische Pressedienst knickt in sich ein? Das hätte ich nicht gedacht. Echt nicht. Bei den Evolutionsbiologen auf Facebook steht noch etwas. Ich hoffe, die fangen nich auch zu löschen an.

https://www.facebook.com/Evolutionsbiologen.de
https://www.facebook.com/Evolutionsbiologen.de/posts/825960280815082

[*quote*]
evolutionsbiologen.de
22. April um 01:51 ·

Genderisten und Kreationisten protestieren gegen U. Kutschera

Nachdem am 13. April 2015 der hpd einen Kommentar mit dem Titel „Universitäre Pseudowissenschaft“ publiziert hatte, gab es Proteste von zwei Seiten:
Zum einen haben sich Humanisten, die der Genderismus-Ideologie nahestehen beschwert, und diesen Beitrag als nicht der hpd-Linie entsprechend kritisiert. Die Redaktion hat sich daraufhin entschlossen, die Publikation des kontroversen Artikels rückgängig zu machen, der hier zur Verfügung steht
(http://evolutionsbiologen.de/media/files/2015-hpd-Universitaere-Pseudowissenschaft.pdf). Man möchte sich in Zukunft mit der Genderismus-Problematik auseinandersetzen, was eine akzeptable Strategie und Lösung der „U. Kutschera-/hpd-Kontroverse“ ist.
Zeitgleich hat sich die evangelikale Studiengemeinschaft Wort und Wissen (W+W) bei der Journalistin Nala Rogers (UC Santa Cruz, USA) darüber beschwert, dass U. Kutschera im Interview einige Dinge nicht korrekt dargestellt hätte. So wurde z. B. von R. Junker behauptet, S. Scherer wäre kein Gründungsmitglied der W+W-Sekte gewesen und R. Junker würde die Bibel nicht so wörtlich nehmen, wie im Interview dargestellt. Weiterhin sagte R. Junker, sein Kollege S. Scherer hätte niemals die TU München (Internetseite) dazu benutzt, W+W-Thesen zu verbreiten: Am heutigen Tag (22.04.2015) sind in der Scherer-Rubrik „Taxonomy and evolution“ unter den Nummern 1., 21. die „erschaffenen Grundtypen“ dargestellt; Artikel, veröffentlicht im W+W-Sektenblatt „Studium Integrale Journal“, sind als wiss. Publikationen ausgewiesen (z. B. Nr. 27 und 33): Ein unakzeptabler Missbrauch universitärer Einrichtungen zur Verbreitung christlich-fundamentalistischer Glaubensinhalte.
Nachdem der Chefredakteur des US Science Communication Programs die von U. Kutschera eingebrachten Gegenargumente überprüft hat, ist am 21.04.2015 eine geringfügig korrigierte Version des Interviews N. Rogers/U. Kutschera veröffentlicht worden
(http://evolutionsbiologen.de/media/files/2015-Interview-AAAS-Meeting.pdf): Im ersten Abschnitt der nachgebesserten Version wurde ein Satz verändert, alles andere ist so geblieben wie in der Urversion vom 07. April 2015 (daher wurde das alte Datum unverändert abgedruckt).
evolutionsbiologen.de
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Rüdiger Ludwig Nachdem schon in einer anderen Facebook-Gruppe die Frage unbeantwortet bliebt, und auch eine google-Suche offenbar nur Genderisten-Hass-Seiten (weniger stark kann man es kaum ausdrücken) zu Tage fördert, habe ich vielleicht hier die Chance. meine Frage beantwortet zu bekommen:
Wenn Genderismus eine Pseudowissenschaft ist, dann muss es ja irgend jemanden geben, die sich selber als Genderist bezeichnet und es muss auch eine zunächst nicht wertende Definition dieser "Wissenschaft" geben, mit dem man sich dann entsprechend auseinander setzen kann. Gibt es so etwas, und wo kann ich es finden, und wo finde ich eine (auch wieder möglichst nicht emotional geprägte) Widerlegung der Thesen des Genderismus?
Herzlichen Dank für einen kurzen Hinweis.
1 · 25. April um 00:28

    Harald Stücker Ich habe einen längeren Kommentar zum Thema geschrieben:
https://evidentist.wordpress.com/2015/04/28/gender-pseudowissenschaft-und-der-hpd/

    Gender, Pseudowissenschaft und der hpd
    Der „Humanistische Pressedienst“, hpd, hat einen Artikel veröffentlicht, in dem der Kreationismus als...
    evidentist.wordpress.com
    Gestern um 09:56

evolutionsbiologen.de
14. April um 01:27 ·

Grundtypen-Kreationismus und Genderismus auf dem AAAS-Meeting in Kalifornien 2015

Am Freitag, den 13. Februar 2015, veranstaltete das US National Center for Science Education (Oakland, CA) gemeinsam mit Autoren des Sammelbands „Creationism in Europe“ (Johns Hopkins University Press, 2014) (U. Kutschera, S. Blancke und P. C. Kjaergaard) auf dem AAAS Annual Meeting in San Jose, CA, USA, ein Symposium zum Thema der aktuellen Monographie. In diesem Zusammenhang wurde neben dem biblischen Schöpfungsglauben, wie er insbesondere von der Studiengemeinschaft Wort und Wissen verbreitet wird, auch der Genderismus thematisiert. In einem hpd-Artikel mit dem Titel „Universitäre Pseudowissenschaft“ (http://hpd.de/artikel/11566) sind Details dargestellt. Weiterhin soll auf das ausführliche Interview der US-Journalistin Nala Rogers mit dem Vorsitzenden des AK Evolutionsbiologie verwiesen werden
(http://scicom.ucsc.edu/publications/QandA/2015/kutschera.html).

Universitäre Pseudowissenschaft
STANFORD (CA, USA). (hpd) Vor zwei Monaten (Freitag, 13. Februar 2015) fand auf dem AAAS Annual Meeting in San Jose, Kalifornien (USA) ein Symposium zum Thema "Creationism in Europe" statt. Hierbei wurde neben der deutschen...
hpd.de
[*/quote*]
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Re: Zensur! Genderisten und Kreationisten protestieren gegen U. Kutschera
« Reply #1 on: April 29, 2015, 07:53:22 PM »

Ein anderer Blog geht auch auf die Zensur ein.

http://sciencefiles.org/2015/04/14/zensur-der-meinungsfreiheit-die-angst-geht-um-beim-humanistischen-pressedienst/

[*quote*]
Zensur der Meinungsfreiheit – Die Angst geht um, beim “humanistischen Pressedienst”

April 14, 2015 10 Kommentare

Gestern haben wir über den Beitrag “Universitäre Pseudowissenschaft” von Ulrich Kutschera berichtet.

Der Beitrag fand sich auf den Seiten des humanistischen Pressedienstes. Und von dort hat er eine schnelle Verbreitung gefunden, wie eine Google Suche zeígt.

Wie gesagt, gestern fand sich der Beitrag beim humanistischen Pressedienst. Heute ist er verschwunden (Wir danken Prof. Dr. Günter Buchholz für den Hinweis).

humannistischer Pressedienst

Wie gut, dass es Google gibt und Google einen Cache hat, in dem man auch noch Beiträge findet, auf die plötzlich der Zugriff verweigert wird. Wer den verschwundenen Beitrag gerne entdecken und lesen will: Hier ist er. Und wie gut, dass wir es uns angewöhnt haben, eine Sicherungskopie der Texte zu machen, über die wir berichten…

Nun stellen sich natürlich eine Reihe von Fragen, wenn ein Beitrag so spurlos von der Seite eines Pressedienstes verschwindet. Was könnte die Ursache dafür sein? Was hat der Verfasser des Textes angestellt, dass ihm die Öffentlichkeit eines humanistischen Pressedienstes verweigert wird? Hat er sich gegen den Humanismus vergangen, jedenfalls in der Form, wie er beim humanistischen Pressedienst gepredigt wird?

Ein Blick in den Text zeigt: Ulrich Kutschera berichtet darin von einer Konferenz in San José. Dort hat sich der Evolutionsbiologe mit Lehrstuhl an der Universität Kassel mit anderen Biologen getroffen, um über den Kreationismus in Europa zu diskutieren, also über jene Lehre, die Adam und Eva als Ausgangspunkt der Menschheit sieht und entsprechend die Zeitgeschichte auf maximal 7000 Jahre datiert.

Daran kann nichts Anstößiges gewesen sein, denn bereits in der Vergangenheit hat der humanistische Pressedienst Beiträge verbreitet, in denen Kritik am Kreationismus geübt wurde, zwei davon finden sich noch im Archiv des Pressedienstes: Einer über Kreationismus in Deutschland und einer über Kreationismus in Europa. Dass Kutschera Kreationisten kritisiert, kann also nicht der Grund dafür sein, dass sein Text über Universitäre Pseudowissenschaft verschwunden ist.

Will man die Ursache für die Zensur durch den humanistischen Pressedienst herausfinden, dann muss man entsprechend die Texte zum Kreationismus, deren Veröffentlichung offensichtlich nicht als bedenklich eingestuft wird, mit dem Text vergleichen, der verschwunden ist, jedenfalls von der Seite des humanistischen Pressedienstes, nicht jedoch aus dem Google Cache.  Und wie gesagt, wir haben ihn auch noch…

The Snout in the Trough

The Snout in the Trough

Der einzige Unterschied zwischen den Texten, die noch vorhanden sind und dem, der zensiert wurde, besteht darin, dass Genderismus als Form von Kreationismus, als Pseudowissenschaft bezeichnet wird, dass Ulrich Kutschera ausspricht, was die Leser von ScienceFiles seit Jahren wissen, dass nämlich Genderismus keine Wissenschaft ist, da Genderismus keine Methode, keine Methodologie und vor allem kein Erkenntnisinteresse hat. Genderismus ist, wie wir nicht müde werden zu sagen, keine Wissenschaft, denn Genderismus ist eine Ideologie, deren Zweck darin besteht, die Anhänger des Genderismus an die mit Steuergeldern gefüllten Futtertröge zu bringen, damit sie sich dort durchfuttern können, auf Kosten der Steuerzahler.

Dass dem so ist, haben wir in einer Vielzahl von Beiträgen zum Genderismus begründet. Aber wir hätten es gar nicht begründen müssen, denn die Weigerung von Genderisten, die es geschafft haben, sich in der institutionellen Wissenschaft einzunisten, einfachste Fragen nach ihrer wissenschaftlichen Methode, ihrer Erkennistheorie, ihrem Erkenntnisinteresse, ihren Ergebnissen und ihrem Nutzen für die Gesellschaft zu beantworten, spricht Bände. Denn nichts davon ist vorhanden, wie das bei einer Ideologie der Fall ist, deren Zweck ausschließlich im Nutznießen besteht.


Und wenn eine Ideologie, ihre Hohepriesterinnen und ihre Anhänger anderen die Ideologie als Wahrheit verkaufen wollen, dann darf Kritik an der Wahrheit, Widerspruch oder gar Widerlegung natürlich nicht zugelassen werden. Entsprechend muss Kritik, muss Widerspruch unterbunden, Widerlegung unmöglich gemacht werden, muss Zensur geübt werden.

Josef Stalin

Folglich scheint eine Intervention von Genderisten dazu geführt zu haben, dass der Text von Kutschera von der Seite des humanistischen Pressedienstes verschwunden ist. Eine andere Erklärung fällt uns nicht ein (aber vielleicht gibt es ja einen Mutigen beim humanistischen Pressedienst, der das Verschwinden aufklärt – vielleicht mit einem technischen Defekt?). Und so lange diese Erklärung nicht falsifiziert wurde, muss man vier Konklusionen daraus ziehen:

    Beim humanistischen Pressedienst gibt es welche, die haben die Hosen gestrichen voll.
    Genderismus ist eine totalitäre Ideologie und deshalb mit Kreationisten nicht vergleichbar, denn letztere sind in der Regel tolerant genug, nicht-Gläubige und ihre Meinungen zuzulassen. Entsprechend müsste man ideengeschichtlich den Genderismus wohl eher in eine Reihe mit anderen totalitären Ideologien stellen, z.B. mit dem Stalinismus.
    Die Versuche von Genderisten, die Meinungsfreiheit im Internet einzuschränken, erhalten gerade Anschauungsmaterial für all diejenigen, die sich nicht selbst vorstellen können, was da auf sie zukommt!
    Die Verantwortlichen beim Humanistischen Pressedienst müssen Duckmäusertum oder Zensur mit Humanismus verwechseln.

Prof. Dr. Günter Buchholz hat bereits nachgehakt.
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10 Responses to Zensur der Meinungsfreiheit – Die Angst geht um, beim “humanistischen Pressedienst”   

    Pingback: [Kritische Wissenschaft] Zensur der Meinungsfreiheit – Die Angst geht um, beim “humanistischen Pressedienst” | netzlesen.de
    Philocodex sagt:   
    April 14, 2015 um 12:27 nachmittags

    Eine Studentin der Sozialarbeit (Master) erzählte mir einmal, daß sie “Humanistin” sei. Was darunter zu verstehen sei, erklärte sie mit den Worten, daß es ja ein “biologisches” und ein “soziales Geschlecht” gebe, und man Menschen nicht diskriminieren dürfe, die ihre soziales Geschlecht blablabla….

    Mit anderen Worten: Genderismus und Politkorrektheit werden an den Unis als Humanismus ausgegeben, und die Studis plappern das nach.

    Wenn die Humanisten des Pressedienstes auch so hirngewaschen sind, wundert die Löschung nicht.
    Antigenderisten sind schließlich alles “Rechte”, Maskus, Frauenhasser, Homophobe,….Solchen Leuten darf man auf keinen Fall ein Forum gewähren!
     
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    Yeph sagt:   
    April 14, 2015 um 1:02 nachmittags

    Vielen vielen Dank!!!!!! :-)

    Hab mich halb-tot gegoogelt!!!!!
     
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    Antwort   
    Die Kehrseite sagt:   
    April 14, 2015 um 4:43 nachmittags

    Wieder so eine peinliche Nummer Grnderisten-Nummer, die zeigt, wie viel diese Ideologie mit Pluralismus zu tun hat: nichts! Außerdem ist es einfach nur dämlich, so oberflächlich seine Spuren zu verwischen. Obwohl genügend kriminelle Energie in Genderisten steckt, würden sie es auf dem “freien Markt” zu nichts bringen. Selbst in kriminellen “Berufen” ist eine gewisse Intelligenz von Nöten, die Genderisten jedoch nachweislich abgeht. :)
     
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    sttn sagt:   
    April 14, 2015 um 5:50 nachmittags

    Das Genderismus-Netzwerk ist eng mit dem “humanistischen Pressedienst” verbunden.

    Das ist der Grund für die Zensur. Also 2.
     
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    Michel Houellebecq sagt:   
    April 14, 2015 um 7:19 nachmittags

    Aber erw. Herrn Kutschera selbst gibt es hoffentlich schon noch..? Oder wurde der soeben kalt gestellt, indem ‘man’ ihn seiner Position enthoben- oder gar entlassen hat..?
     
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    JeanP sagt:   
    April 14, 2015 um 7:30 nachmittags

    Vielleicht äußert sich hpd auf die Anfrage von Prof. Buchholz.
    Die Ansicht von Kutschera wäre auch interessant.

    Ja, hpd ist streckenweise feministisch, oder meinethalben auch genderistisch ausgerichtet, ich hatte bspw. einige Male bemerkenswert unkritische Artikel zum Thema Femen gefunden.

    Trotzdem ist hpd – insgesamt – bspw. durch seine kirchenkritischen Beiträge – eine eher positive Ausnahme in der sehr gleichgeschalteten Presselandschaft.
     
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    maddes8cht sagt:   
    April 14, 2015 um 8:32 nachmittags

    Zu 1.) fällt mir ein, dass in diesem Baden-Württembergischen Aktionsplan irgendwo auch drinstand, Institutionen und/oder Forschungseinrichtungen mit einem zu altmodischen Menschenbild Gelder teilweise oder gleich ganz zu kürzen.
    Ich hab gedacht, ich hätte mir das abgespeichert, finde aber weder das Dokument auf Platte noch mittels Google.
    In dem hier
    file:///C:/Users/Mathias/Downloads/Kabinettsvorlage_Aktionsplan.pdf
    steht es nicht drin. Das war ein Dokument mit einer mehrseitigen Tabelle, mit grünen, blauen und roten Bereichen, aufgeteilt nach dem, wie schnell man das für umsetzbar hält.

    Was mit diesem rückwärts gewandten Menschenbild irgendwie so war die Formulierung” gemeint war, kann man möglicherweise daran anlesen, dass zwar “Sexuelle Vielfalt” fächerübergreifend als Querschnittsaufgabe in allen Fächern und in allen Klassenstufen verbindlich festgeschrieben wird, aber bei den Naturwissenschaften Biologie als eigenständiges Schulfach rausfliegt…

    Also, der humanistische Pressedienst scheint zwar in Berlin zu sitzen.
    Aber dass man das in BaWü ganz öffiziell in öffentlich zugänglichen Dokumenten so schreibt heißt ja nicht, dass man das anderswo nicht auch so praktiziert.
     
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[*/quote*]


Was das Bild mit der Schnauze im Trog darstellen soll, war mir nicht klar, bis ich auf den Satz ". Denn nichts davon ist vorhanden, wie das bei einer Ideologie der Fall ist, deren Zweck ausschließlich im Nutznießen besteht." stiess. Ich glaube, Selbstbedienung im Amt wird bildhaft mit einem Futtertrog dargestellt. Das würde passen. Warum der Bildtext unbedingt Englisch sein muss, erschliesst sich mir nicht. Ich dachte, diese Umschreibung gäbe es auch im Deutschen. Aber sei's drum, sie ist nun mal da, und sie passt. Wenn's so ist, wie sie schreiben, wäre Geld eine grosse Motivation für die Kritik an Kutschera. Geld heisst Korruption und Korrupte lassen sich nicht gerne in die Karten gucken oder um ihren Futtertrog bringen. Korruption heisst nicht umsonst Vertuschen und Erpressen. Nun gehen sie Kutschera an den Kragen, weil er sie auffliegen lässt. Dass der hpd nach innen eingeknickt ist, weist das nicht auf interne Seilschaften? Was die Sonne so alles an den Tag bringt. Ich bin echt erschüttert. Was auch immer mit Kutschera ist, die Zensur beim hpd wird dem hpd noch eine Menge Ärger einbringen. Dabei hat die Sache noch nicht mal richtig angefangen.
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Re: Zensur! Genderisten und Kreationisten protestieren gegen U. Kutschera
« Reply #2 on: April 29, 2015, 08:14:55 PM »

Das ging aber schnell! Der Blog hat noch einen Beitrag zum Artikel von Prof. Kutschera veröffentlicht, am 13.4.2015, das ist nur einen Tag vor dem 14.4.2015, an dem von der Löschung berichtet wird. Am 13. wird über den Artikel berichtet und am 14. ist er weg. Da hatte jemand beim hpd anscheinend sehr kurze Wege um seine Meinung durchzusetzen. Ich bin beeindruckt.

http://sciencefiles.org/2015/04/13/prof-ulrich-kutschera-genderismus-ist-der-kreationismus-europas/

[*quote*]
Prof. Ulrich Kutschera: Genderismus ist der Kreationismus Europas

April 13, 2015 54 Kommentare

Dem wie üblich gut unterrichteten Arne Hoffmann sei Dank für einen Link auf einen bemerkenswerten Beitrag, einen Beitrag eines deutschen Professors, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt!

Doch vorweg ein Einstieg mit Michael Schermer aus seinem Buch “Why People Believe Weird Things”.

Darin schreibt er:

    Michael Schermer“It would be difficult to find a supposedly scientific belief system more extraordinary than creationism. whose claims deny not only evolutionary biology but most of cosmology, physics, paleontology, archaeology, historical geology, zoology, botany, and biogeography, not to mention much of early human history” (Schermer, 1997: 131)

Schermer hat seine Rechnung 1997 als sein Buch erschienen ist, offensichtlich ohne den Genderismus gemacht, handelt es sich doch beim Genderismus um ein angeblich wissenschaftliches Überzeugungssystem, das all die Kriterien teilt, die Schermer beim Kreationismus vorfindet, also bei denjenigen, die denken, die moderne Zeitrechnung beginne mit der Vertreibung aus dem Paradies und seit Noah in der Türkei gestrandet ist, gebe es die moderne Menschheit. Kurz. Alles, was Darwin und die modernen Wissenschaften, die Schermer aufzählt, an Erkenntnissen erreicht haben, es sei alles Quatsch und sowieso unnötig, denn die Wahrheit steht bereits in der Bibel.

Die Wahrheit steht für Genderisten zwar nicht in der Bibel, sondern im Gender-Mainstreaming-Manual, aber ansonsten teilen sie alle Eigenschaften mit Kreationisten, die bereits benannt wurden: Sie haben einen mystischen Glauben an das soziale Geschlecht etabliert, der sich vor allem auf einer erfundenen Opfererzählung gründet, die weibliche Menschen als männlichen Menschen in jeder Hinsicht ausgeliefert behauptet und die meisten Ergebnisse der Wissenschaft als Ausdruck der patriarchalischen Herrschaft des weißen Mannes ansieht.

Diese Ähnlichkeiten mit dem Kreationismus, die Genderismus aufweist, sie waren Gegenstand eines Treffens der American Association for the Advancement of Science”, an dem auch Ulrich Kutschera, Professor für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie an der Universität Kassel, teilgenommen hat. Von dort hat er einen Bericht mitgebracht, den wir in Teilen wiedergeben. Wer am gesamten Bericht interessiert ist, er ist hier zu finden.

    U.Kutschera“In der nur informell geführten Diskussion zum “Genderismus in Europa” wurde klar, dass diese fundamentalistische Anti-Darwin-Ideologie dieselben Wurzeln hat wie der wörtlich verstandene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus). Genderisten glauben, dass das “soziale Geschlecht” des Menschen, d. h. die Maskulinität und Femininität (Mann- bzw. Frau-Sein) unabhängig vom biologischen Geschlecht (XY- bzw. XX-Chromosomensatz, Testosteron- bzw. Östrogen-Pegel usw.) zum Ausdruck kommt, und als “gesellschaftliches Konstrukt” interpretiert werden kann. […] Die Diskussion in San Jose, CA, führte zum folgenden Konsens: Evolutionsbiologen sollten den Genderismus, eine universitäre Pseudowissenschaft, die den deutschen Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro kostet, mit demselben Ernst analysieren und sachlich widerlegen, wie den damit geistesverwandten Kreationismus.”

Es war Zeit, dass sich auch in den Reihen institutionalisierter Wissenschaftler Widerstand gegen die Pseudo-Wissenschaft des Genderismus, wie Ulrich Kutschera sie nennt, regt. Wir freuen uns schon jetzt auf die Arbeten, die den Gender-Kreationismus analysieren und sachlich widerlegen und werden unsere Leser darüber auf dem Laufenden halten.

Bis dahin bleibt es bei einer Feststellung, die wir bereits vor einiger Zeit getroffen haben. Der Genderismus hat heftigen Gegenwind, was nicht verwunderlich ist, denn der Versuch, gegen die Vernunft anzuleben, muss über kurz oder lang an der Wirklichkeit scheitern. Umso wichtiger ist es zu verhindern, dass die Kosten des Genderismus weiterhin sozialisiert werden, was uns dazu bringt, auf unsere Petition hinzuweisen, die sich gegen jegliche Finanzierung von Genderismus wendet.
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54 Responses to Prof. Ulrich Kutschera: Genderismus ist der Kreationismus Europas   

    jsbielicki sagt:   
    April 13, 2015 um 6:00 nachmittags

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.
     
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    Pingback: [Kritische Wissenschaft] Prof. Ulrich Kutschera: Genderismus ist der Kreationismus Europas | netzlesen.de
    Dirk Wunderlich sagt:   
    April 13, 2015 um 6:18 nachmittags

    Herrn Kutschera kann ich nur ebenso einen Blick in andere Wissenschaftsdisziplinen empfehlen. So könnte er z. B. von den Informatikern lernen, daß Information nur durch Wille (Absicht) entsteht und grundsätzlich einen geistigen Urheber (oder Sender) benötigt. Dies sind Axiome der Informatik analog den sieben Kennzeichen des Lebens, die Herrn Kutschera vermutlich besser vertraut sind.
    Aus der Sicht eines Informatikers stellt sich Herrn Kutscheras »XY- bzw. XX-Chromosomensatz« als biologisch dargestellte Information dar, die eine Informationsdichte enthält, die von dem heute technisch Möglichen noch immer 10er Potenzen weit entfernt ist. Jedenfalls wird aus den Axiomen der Informatik klar, daß es für das Vorhandensein der Gene eines Schöpfers bedurfte, und diese niemals – auch nicht nach noch so langen Zeitabständen – durch eine unvorstellbar große Zahl an unmöglichen Zufällen »von alleine« entstanden sind.
    Ulrich Kutschera, Evolutions-Tschekist und ehemaliger Vizepräsident des Biologenverbands, ist letzendlich ein genauso von Ideologie (Evolutionstheorie) Getriebener wie die hier besprochenen Genderisten. Seine angeblich »wissenschaftlichen Tatsachen« für das »Faktum« Evolution sind in Wirklichkeit nur ein Gemengenlage von echten Tatsachen plus falsche Deutungen plus Hypothesen.
     
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        Philocodex sagt:   
        April 13, 2015 um 7:03 nachmittags

        Also, Evolutions-Tschekist geht ja wohl gar nicht! Und die Evolutionstheorie ist eine gut bewiesene Theorie, und sonst gar nichts. Ob die Anwendung der Darwinschen Lehre von Richard Dawkins und anderen Missionaren ideologisch ist, steht auf einem anderen Blatt.
        Ich denke, Herr Kutschera sollte sich auf echte Probleme konzentrieren. Der Kreationismus-Professor in München ist eher ein Nebenproblem.
         
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            Dirk Wunderlich sagt:   
            April 13, 2015 um 7:57 nachmittags

            Von Sherlock Holmes hören wir folgendes Hilfreiches:

            > »Wie oft habe ich Ihnen schon erklärt, daß Sie lediglich all das, was
            > unmöglich ist, auszuschließen brauchen, und was dann übrigbleibt, mag
            > es auch noch so unwahrscheinlich sein, muß die Lösung sein.«
            > Arthur Conan Doyle, Das Zeichen der Vier

            Wendet man die »deduktive Methode« Holmes‘ auf die Evolutionstheorie an, wird alles ganz einfach: Die Axiome der Informatik »schließen« von vornherein »aus«, daß Evolution jemals stattgefunden hat, da diese niemals auf Grund eines rein materiellen Prozesses entstanden sein können. Oder anders herum: Die Axiome der Informatik setzen für alle Lebewesen voraus, daß bereits am Anfang die komplette Information in den Lebewesen gewesen sein muß. Denn Gene bestehen eben nicht nur aus sichtbarer Materie (DNS-Moleküle), sondern auch aus unsichtbarer Information, die erst in ihren Auswirkungen sichtbar wird. Man darf nicht vergessen, daß Information an sich eine geistige Größe ist und somit völlig unabhängig von der Materie in Bezug auf ihren Informationsinhalt. Sie ist lediglich in der Art und Weise wie sie dargestellt wird, in einem gewissen Sinne »abhängig« von der Materie. Anders ausgedrückt: Der »geistige Urheber« der Information bestimmt nicht nur den rein geistigen (und somit zunächst unsichtbaren) Inhalt, sondern auch das (erst durch Materie sichtbare) Wesen der Information; niemals aber bestimmen Art und Zusammensetzung der Materie die Information.

            Bis zu drei Milliarden DNA-Basenpaare (entspricht 12.000 Taschenbüchern à 160 Seiten) in einem Zellkern können ebenso unmöglich (in noch so langen Zeiträumen) »irgendwie« entstehen, so wie aus Zentilliarden Sprengungen einer Bibliothek dennoch niemals ein Buch »entstehen« kann. Punkt!
             
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                Roland sagt:   
                April 13, 2015 um 10:31 nachmittags

                Sherlock Holmes ist auch derjenige der nicht weiß ob sich die Sonne um die Erde dreht oder umgekehrt. Soll heißen. Warum sich mit Dingen auseinandersetzen, die man nicht braucht. Ich glaube der Evolutionsbiologe kennt die Axiome der Informatik nicht. machen sie sich nichts draus. Die Axiome oder besser Dogmen der Religion kennt er genauso wenig wie der Kreationist die Evolutionstheorie kennt.
                Philocodex hat meiner Ansicht nach recht. Ein ernsthafter Wissenschaftler kann sinnvolleres leisten als sich auf diese zänkischen Nebenschauplätze zu begeben.

                eine Sache interessiert mich aber: Was bitteschön ist eine große Zahl unmöglicher Zufälle? etwa eine gewollte Absicht eines geistigen Urhebers? Ihr Solipsismus ist beneidenswert. Schade dass sie Evolutionstheorie nicht brauchen, sonst hätten sie es irgendwann einmal mit der Zuchtforschung in Verbindung gesetzt so wie Darwin es einst tat. Sie müssen wissen: Die Evolutionstheorie ist älter als die Genetik und der damit oft verbundenen Rede von der DNA als Bauplan des Lebens. Ferner kann man die natürliche Selektion seit der Steinzeit künstlich nachproduzieren. Man kann die Materie, wenn sie denn Lebewesen nur so begreifen können, seit je her instrumentalisieren. es hat nur Ewigkeiten gedauert bis endlich mal jemand auf die Idee gekommen ist, dass Zuchtauswahl auch ein natürlicher (mechanischer, materieller) Prozess sein kann. Außer man behauptet die anthropologische Geschichte des Menschen sei auch nur falsche Interpretation von Tatsachen. Übrigens sind bereits Tatsachen allesamt getränkt von Information. Wie sollte man sonst eine Tatsache von einer anderen unterscheiden? Oder denken sie, als ein geistiger Urheber habe man einen informationslosen Ruheraum?
                 
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                Alex sagt:   
                April 13, 2015 um 10:39 nachmittags

                Ah ja, das ist wohl die “Theorie” von der “Kybernetischen Evolution”, die wie “Intelligent Design” nur der Wiederaufguss des altbekannten Kreationismus ist.

                Im übrigen ist jede wissenschaftliche Methode immer induktiv, niemals deduktiv (mag Holmes auch ein genialer Dedektiv gewesen sein).
                 
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                    Michael Klein sagt:   
                    April 14, 2015 um 6:21 vormittags

                    Induktiv mag die wissenschaftliche Methode im Entdeckungszusammenhang sein. Spätestens mit der Prüfung, wird sie deduktiv.
                     
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                Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:   
                April 15, 2015 um 4:28 nachmittags

                ALLES muss “irgendwie entstehen” oder entstanden sein. Nur: bei einigen der entstandenen Dinge können wir erklären, wie sie entstanden sind, bei anderen (noch) nicht. So what?!
                 
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                Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:   
                April 15, 2015 um 4:31 nachmittags

                @Dirk Wunderlich

                Und warum, glauben Sie, ist Arthur C. Doyle als Schreiber durchaus spannender Romane, aber nicht als Wissenschaftstheoretiker, bekannt? :-)

                Ist das Ihrer Meinung nach nur so eine Art historischer Zufall?
                 
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                Matthias sagt:   
                April 16, 2015 um 11:35 vormittags

                @ Dirk Wunderlich

                “Bis zu drei Milliarden DNA-Basenpaare (entspricht 12.000 Taschenbüchern à 160 Seiten) in einem Zellkern können ebenso unmöglich (in noch so langen Zeiträumen) »irgendwie« entstehen, so wie aus Zentilliarden Sprengungen einer Bibliothek dennoch niemals ein Buch »entstehen« kann. Punkt!”

                Vorsicht! Sprengungen einer Bibliothek würden nur Chaos & Konfetti anrichten. Das tun Mutation und Selektion nicht. Die typische Mutation richtet zwar Schaden an oder nützt zumindest nichts, im Ausnahmefall aber bringt sie Nutzen, und wird dann durch Selektionsdruck gefördert. Richtet sie Schaden an, wird sie durch Selektionsdruck ausselektiert. Beides geht über in der Tat unglaubliche Zeiträume und unzählige Generationen.

                “Gesprengt” wird da nichts, es gibt halt Mutationsraten, die im Verhältnis zum gesamten Genom gering sind und mit einer Ladung Sprengstoff in einer Bibliothek nichts zu tun haben. Und es gibt in Falle vieler Lebewesen die Neukombination von DNA, sei es durch die Sexualität der Eukaryonten oder durch Prozesse wie z.B. Konjugation, Transformation, Transduktion oder Transposition bei Prokaryonten. (Wobei es zumindest die Transduktion und Transposition bei Eukaryonten auch gibt.) Aber auch ohne genetische Neukombinationen findet bei asexueller Fortpflanzung Evolution statt: Durch Mutationen unterscheiden sich die Nachkommen eines sich asexuell vermehrenden Organismus, und diejenigen mit brauchbaren Mutationen erfahren einen Selektionsvorteil. Die anderen pflanzen sich weniger oder gar nicht fort, weil sienicht lebenstauglich genug sind.

                Die Fülle an wissenschaftlichen Beweisen dafür, dass der “Darwinismus” keine Ideologie, sondern eine zutreffende wissenschaftliche Theorie ist, die ist geradezu erdrückend. Man kann die Evolution ruhig als Tatsache anerkennen.

                Man hat evolutive Vorgänge leicht nachweisen können anhand von Lebewesen mit kurzer Generationszeit: Guppys, Fruchtfliegen, Mikroorganismen usw. Aber auch bei anderen Lebewesen passt alles zusammen, da ist der “Darwinismus” die plausibelste Erklärung für das, was wir auf dieser Welt vorfinden können.

                Das ist wirklich kein Gelaber wie die Genderei. Oder wie der Kreationismus.
                 
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        Michael Klein sagt:   
        April 13, 2015 um 7:09 nachmittags

        Macht das die Aussage von Ulrich Kutschera falsch. Anders formuliert, sind Sie der Meinung, dass Genderismus nicht dieselbe Basis wie Kreationismus hat?
         
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            Philocodex sagt:   
            April 13, 2015 um 7:23 nachmittags

            Absolut nicht. Genderismus und Kreationismus entstammen beide einer unaufgeklärt religiösen Sichtweise.
            Gut, daß Kutschera die Bedeutung des Genderismus erkannt und so drastisch beschrieben hat. Leider scheint er damit alleine zu stehen. Sein engster Mitstreiter, Prof. Hoßfeld aus Jena, hat Heinz-J. Voß sogar einmal gelobt. Merkwürdig, daß H. die Ähnlichkeit von Intelligent Design und Gender nicht erkennt.
             
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            Maxwell sagt:   
            April 13, 2015 um 7:52 nachmittags

            Kreationismus und Genderismus sind aus Perspektive von Kutschera et al. gleich weil sie seiner evolutionshistorischen Erzählung widersprechen bzw. die Deutungshoheit der Evolutionsbiologen nicht akzeptieren. Ganz so als ob ich keinen Unterschied machen würde, ob mir ein Baum, eine Fahrradfahrer, eine Schlucht oder ein anderes Auto den Weg blockiert.

            Ansonsten sind beides stark verschiedene Baustellen, wie ich in meinem Post unten begründe.

            Ganz davon abgesehen das Kreationisten überhaupt kein Problem haben, die biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu akzeptieren… ;-)
             
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                Philocodex sagt:   
                April 14, 2015 um 9:52 vormittags

                @ Maxwell: Klar, die Kreationisten sind christlich und akzeptieren so Gegebenheiten der Natur. Ob Gott die Natur geschaffen hat, oder der Zufall, spielt bei der Betrachtung keine Rolle.
                Und dann gibt es ja den Kompromiß: Die Evolutionsmechanismen als Werkzeug Gottes.
                 
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                    Maxwell sagt:   
                    April 14, 2015 um 11:35 vormittags

                    @ Philocodex

                    Das geht schon in die richtige Richtung. Ich kenne sowohl Kreationisten als auch ihre Publikationen ziemlich gut. Gerade in Deutschland (Wort+Wissen) sind die auf hohem intellektuellen Niveau unterwegs. Wer die Naturwissenschaft nicht respektiert und nicht ein persönliches Interesse daran hat würde erst gar nicht auf diesem Niveau einsteigen. Der würde einfach sagen “Ich glaube was ich will und alles andere ist mir egal oder von vorherein Unfug…, pfeif auf Wissenschaft und so…”

                    Das tun diese Kreationisten absolut nicht. Die nennen ihre Denkvoraussetzungen (biblische Genesis) und diskutieren von da aus gehend – das die gesicherte naturwissenschaftliche Erkenntnisse leugnen hätte ich noch nie gesehen. Wenn Konflikte bestehen geht es um erd- und evolutionsgeschichtliche Modelle, bei denen sie nicht dem Mainstream folgen. Sie versuchen etablierte Modelle zu kritisieren und tragfähige Alternativen zu entwickeln die mit ihrem Bibelverständnis kompatibel sind. Die Frage ob diese Alternativen ganz oder in Teilen wissenschaftlich sind oder (prinzipiell) sein können wird kritisch diskutiert, da machen die sich durchaus Gedanken darüber. Und das sie etliche Sachverhalte im Sinne ihrer Kurzzeit-Kosmologie nicht oder kaum plausibel erklären können geben sie auch zu.

                    Auch wenn man deren schöpfungsgeschichtlich motivierte Ideen nicht teilt sind sie weder intellektuell noch wissenschaftlich unredlich unterwegs. Der Vergleich Genderisten/Kreationisten tut den Kreationisten Unrecht an.
                     
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                        Philocodex sagt:   
                        April 14, 2015 um 12:13 nachmittags

                        @ Maxwell:
                        Ich kenne einen Kreationisten, der die natürliche Selektion akzeptiert. Also immerhin 50% von Darwin. Schon damit hat er den Genderistas einiges voraus.

                        Und dann siehe mein Boston-Befragungslink unten: Religiöse Menschen lehnen zwar offiziell das Etikett “Darwin/Evolution” ab, aber die Ergebnisse wie Zweigeschlechtlichkeit und geschlechtsabhängige Verhaltensweisen/Strategien werden sehr wohl akzeptiert.
                        Die hirngewaschenen Akamdemiker aus bestimmten Fächern wie Soziologie z.B. glauben den vorgekauten Gender/Blank-slate-Humbug.
                         
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                            Maxwell sagt:   
                            April 14, 2015 um 12:34 nachmittags

                            @Philocodex

                            Natürliche Selektion war bereits vor Darwin in der Diskussion. Wie Stephen Jay Gould ausführte diskutierten “alle guten Biologen” natürliche Selektion “in den Generationen vor Darwin” (Gould, S.J. (2002): “The Structure of Evolutionary Theory” Harvard University Press, S. 137). Gould hat geschrieben, dass natürliche Selektion vor Darwin in der Regel als *typerhaltende Kraft* betrachtet wurde, welche gegen extreme Varianten und Degeneration der geschaffenen Formen wirkte (S.139). Er betonte, dass Darwins Theorie nicht aussagte, dass natürliche Selektion in der Natur aktiv ist. Mit Darwin wurde natürliche Selektion vielmehr zu einer *kreativen Kraft* evolutionärer Veränderung. Erst da beginnt dann die spannende Kontroverse zwischen Darwinisten und Kreationisten!

                            Also: Natürliche Selektion ist auch so eine Idee die schöpfungsgeschichtlich denkende Biologen schon vor Darwin eingeführt haben; die Frage ist nur was man aus der Idee macht. Kreationisten heute haben keine Probleme mit natürlicher Selektion, glaub mir. Wenn du exzellente Beispiele für (mikro-)evolutive Prozesse und Beispiele für natürliche Selektion haben willst, kannst du die in deren Publikationen (mindestens!) genau so gut nachlesen wie in jedem regulärem Biologielehrbuch ;-)

                            Hab ich schon betont, dass der Vergleich Kreationisten/Genderisten den Kreationisten großes Unrecht tut…? ;-)

                            Die Sache ist die: Kreationisten waren schon vor Darwin extrem gute Biologen und sie sind es, wenngleich ihre Zahl in der Naturwissenschaft nur gering ist, u.U. auch heute noch. Da ist nichts an ihren Glaubensauffassungen was fundamental wissenschaftsfeindlich ist. Sie arbeiten mit regulären wissenschaftlichen Methoden an spannenden naturwissenschaftlichen Problemen und wo sich ihr Glaube mit ihrer Wissenschaft überschneidet müsste man im Zweifelsfall erst mal diskutieren ob das eher befruchtend oder eher problematisch ist.

                            Über Genderisten kann man das alles nicht sagen… :-/
                             
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        br sagt:   
        April 14, 2015 um 7:05 vormittags

        “Jedenfalls wird aus den Axiomen der Informatik klar, daß es für das Vorhandensein der Gene eines Schöpfers bedurfte”

        Das ist haarsträubender Unfug. Zur Ehrenrettung der Informatik widerspreche ich hier aber heftig. “die Informatik” beschäftigt sich mit informationsverarbeitenden Systemen, deren Struktur, der Struktur der Daten / Information etc., und zwar generell digital repräsentierter Information und fast ausschließlich deterministischer Informationsverarbeitung. Eine axiomatische Begründung der Informatik analog zur Mathematik gibt es nicht, außer vielleicht Stammtischparolen wie “garbage in, garbage out”. Es gibt keine Axiome der Informatik, dazu ist die Informatik wiederum zu sehr Ingenieurwissenschaft. Die Informatik ersetzt auch nicht die Biologie oder Philosophie. Die Turing-Maschine oder ähnliche Berechenbarkeitsmodelle sind Abstraktionen realer informationsverarbeitender Systeme, sie sind konsistent mit dem naturwissenschaftlichen Modellbegriff, aber nicht über diesen Zweck hinaus eine Grundlage existenzphilosophischer Beweisführungen.
         
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            Carsten Thumulla sagt:   
            April 14, 2015 um 7:51 vormittags

                “Jedenfalls wird aus den Axiomen der Informatik klar, daß es für das Vorhandensein der Gene eines Schöpfers bedurfte”

                    Das ist haarsträubender Unfug.

            Bitte informieren Sie sich erstmal über Shannon und seine Abgrenzung seines Informationsbegriffes. Dann dürfen Sie nochmal wiederkommen.

            Aus den Axiomen wird das nicht klar, aber das vollständige Zitat lautet:

                Jedenfalls wird aus den Axiomen der Informatik klar, daß es für das Vorhandensein der Gene eines Schöpfers bedurfte, und diese niemals – auch nicht nach noch so langen Zeitabständen – durch eine unvorstellbar große Zahl an unmöglichen Zufällen »von alleine« entstanden sind.

            Ein Zitatenfälscher sind Sie also auch. Da haben wir doch schon eine wesentliche Grundlage wissenschaftlichen Arbeitens.
            Ziellose Mutationen erklären die Entwicklung eben nicht! Sie erklären die Beschleunigung der Entwicklung nicht! Gould hat wahrscheinlich nicht recht, seine Analyse ist möglicherweise falsch und ideologisch motiviert.

            Carsten Thumulla
            —
            Terroristen schaffen Arbeitsplätze
             
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            hgb sagt:   
            April 14, 2015 um 9:39 vormittags

            Aber die Erwähnung der “Axiome” war schon kreativ. :-)
             
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                Carsten Thumulla sagt:   
                April 14, 2015 um 4:55 nachmittags

                :-)
                 
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        Carsten Thumulla sagt:   
        April 14, 2015 um 7:40 vormittags

        Sehr gut!
        Die Rotklicker beweisen, daß sie den Text nicht verstanden haben. Die derzeit regierenden Evolutionisten ziehen sich an der Mutation hoch, während Darwin von Variation schrieb. Ja, er kannte keine Mutation. Das berechtigt jedoch nicht, die Variation kommentarlos durch die Mutation zu ersetzen. Nicht alle Fehler, die die Kreationisten den Darwinisten vorwerfen, sind Fehler der Kreationisten. Eine wissenschaftliche Untersuchung wird aber durch Tabus blockiert. Die jetzt regierenden Darwinisten haben die Wissenschaft eben nicht mit Löffeln gefressen, wie sie ihrer Umgebung immer suggerieren. Sie sind auf dem Stand von Darwin stehengeblieben und ignorieren teilweise Informatik und Kybernetik.
        Die Gleichsetzung von Kreationismus und Genderei zeigt aber einen Fortschritt in der Gesellschaft. Geld sollte der Staat nur an Wissenschaftsbereiche zahlen, die nachweislich etwas bringen. Ebenso muß Geld gestrichen werden, wenn nachweislich Unsinn verzapft wird. Diese beiden Auslesemethoden entstammen der Entwicklungstheorie. Warum also lehnt man sie ab?

        Carsten Thumulla
        —
        http://thumulla.com/home/das_buch_kampf_der_systeme_.html
         
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        Grendel sagt:   
        April 14, 2015 um 6:38 nachmittags

        Die Evolutions-Hypothese läßt sich von vielen Seiten aushebeln. Sie geht unter anderem von einem Gehirn aus, welches das Bewußtsein aus seiner Komplexität erschafft. Der Mensch wird von Darwin zur Biomaschine degradiert. Tatsächlich gelang Darwin wie jedem Materialisten nie der Blick über den Tellerand.

        Merkwürdig stellt sich zum Beispiel das medizinische Problem des Komas dar. Eine Biomaschine sollte sich mit technischen Mittel eigentlich “wach” kriegen lassen? Ein gestörter Schaltkreis, eine Sicherung, die pharmazeutisch ersetzt wird. Warum gelingt das nicht? Ein anderes Problem ist der Phantomschmerz: warum leiden Menschen, denen ein Bein amputert worden ist, unter einem solchen? Da ist doch gar kein Bein, das jucken kann?

        Der Gehirnforscher John C. Eccles hat für den Nachweis, daß ein Bewußtsein das Gehirn “steuert”, den Nobelpreis für Medizin bekommen! Das wird unterschlagen!

        Der Mensch konstruiert sich die Welt. Nur 30% des Weltraums sind mit Modellen abbildbar, untereinander aber nicht schlüssig. Wobei die Astrophysik auch vor der Teilchenphysik sperrt.
        Die Astrophysik entwarf für die fehlenden 70% einfach die Dunkle Materie. Und die hat noch niemand gefunden.

        Nicht nur die Evolutionstheorie ist eine Märe der Materialisten, auch die Lichtgeschwindigkeit, die Raumkrümmung und der Urknall. Die Lichtgeschwindigkeit ist genauso paradox wie alles andere genannte. Und Paradoxien sind doch eben eher ein Beweis für den Irrtum.

        Uns wird viel erzählt, aber wissen tut man wenig.
         
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            Grendel sagt:   
            April 14, 2015 um 7:00 nachmittags

            Ein Wortkunstrukt möchte ich noch eben vorstellen, es ist der “Lebensbaustein”. “Lebensbaustein” besteht aus einem zum Nominativ erhobenen verb, ist damit “erstarrt”, bauen ist das Verb (Tätigkeitswort!), Stein ein Substantiv. Wie lautet nun der vollstänidige Satz? Leben baut Steine? Steine bauen Leben? Bauen Steine Leben? Oder Leben Bausteine? Warum nennt man Lebensbausteine nicht Lebenssteine? Weil da der Baumeister fehlt! Er ist der einzige, der die Steine zum Leben erwecken kann.

            In vielen Wissenschaftsbegriffen findet man diesen Baumeister. Faktisch glaubt man eben doch an Gott. Man gibt es nur nicht zu,
             
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        Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:   
        April 15, 2015 um 4:26 nachmittags

        @Dirk Wunderlich

        das ist eine recht gute Beschreibung unserer Wahrnehmung der Wirklichkeit schlechthin:

        “[also die Wirklichkeit für uns] in Wirklichkeit [! :-)]] nur ein Gemengenlage von echten Tatsachen plus falsche Deutungen plus Hypothesen”

        Das trifft dementsprechend nicht nur mit Bezug auf die Evolutionstheorie zu.

        Und das ist doch auch in Ordnung so. Wenn es diese Gemengelagen einmal nicht mehr gibt, dann sind wir entweder alle allwissende Götter oder alle tot; jedenfalls braucht es dann keine Wissenschaft mehr und kein kritisches Denken und auch für dieses blog gibt’s keinen Bedarf mehr. Bis dahin versuchen wir, so gut wir können die Hypothesen zu prüfen und die Tatsachen zu identifizieren, aber Unbekanntes und Irrtümer gibt es immer und wird es immer geben, solange es Menschen gibt. Insofern ist das keine Kritik an der Evolutionstheorie.

        Aus wissenschaftlicher Sicht hat Kritik dagegen jede Position verdient, die prinzipiell Unprüfbares als Tatsache benhauptet wie z.B. die Behauptung, “daß es für das Vorhandensein der Gene eines Schöpfers bedurfte”.
         
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    Philocodex sagt:   
    April 13, 2015 um 7:17 nachmittags

    Daß Kutschera das Problem “Genderismus” auf einer Wissenschaftler-Konferenz bespricht, sieht nach Fortschritt aus. Allerdings lief das nur informell, Ein schlechtes Zeichen.
    Noch schlechter sind diese Signale:
    NATURE veröffentlicht einen poststrukturalistischen Gender-Artikel, der von Heinz-Jürgen Voß bejubelt wird: http://www.nature.com/news/sex-redefined-1.16943

    und

    CELL veröffentlicht einen Frauen-Gender-Artikel: http://www.cell.com/cell-stem-cell/abstract/S1934-5909%2815%2900068-5

    Beides erst vor ein paar Wochen veröffentlicht!

    Was Evoutionslehre, rote Wissenschaftler und Religion angeht, wurde in Boston ein interessantes Experiment an Bahnhöfen durchgeführt: Passanten wurden befragt, ob sie a) den Darwinismus richtig finden, und
    b) ob sie Ergebnisse der evolutionären Psychologieforschung richtig finden (das Wort “Evolution” wurde in b aber nicht genannt).
    Ergebnis: Ein große Gruppe der Befragten befürworteten die Evolution, aber lehnten die Ergebnisse ab (!). Eine weitere große Gruppe sah es genau andersherum.
    Interpretation: Die erste Gruppe waren linke Akademiker, die dem Wort Evolution zustimmten, ohne eine klare Vorstellung davon zu haben. Konkrete Ergebnisse wie “es gibt Männlein und Weiblein” mußten natürlich abgelehnt werden.
    Die zweite Gruppe waren religiöse Menschen, die zwar den Darwin nicht leiden mochten, aber bodenständigerweise die natürlichen Gegebenheiten des Menschen akzeptierten.
     
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        Philocodex sagt:   
        April 13, 2015 um 7:18 nachmittags

        Vergessen: https://my.apa.org/apa/idm/login.seam?ERIGHTS_TARGET=http%3A%2F%2Fpsycnet%2Eapa%2Eorg%2F%3FloadState%3D1
         
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        Alex sagt:   
        April 13, 2015 um 10:55 nachmittags

        Nur keine Panik.

        Die Bild-Zeitung der seriösen Wissenschaft (Nature) weiss wohl nicht, was für ein uralter biologischer Hut diese mosaik-Bildungen sind!? Dass dies irgendwie das (biologische!) Verständnis von Geschlecht betreffen würde, ist vollkommen abwegig.

        Der Cell-Ableger-Artikel ist gar kein wissenschaftlicher Artikel, sondern ein Beitrag aus irgendeinem Forum.
         
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            Philocodex sagt:   
            April 14, 2015 um 9:49 vormittags

            @ Alex:

            Klar wissen die Naturer das. Man kann sich Fehlbildungen, auch von Geschlechtsorganen, seit 150 Jahren in pathologischen Kabinetten angucken.

            Daß jemand das plötzlich im Sinne der Gender-Ideologie interpretiert, verwundert nicht. Nur, wie kommt Nature dazu, solch einen Blödsinn zu veröffentlichen? Primärer Forschungsartikel oder nicht, ein Abdruck in Nature oder Cell adelt den Quark.
            Erinnert mich etwas an die britischen Chemie-Preise für Elena Ceaucescu.

            Hinzu kommt, daß die Nature Journalistin und die Stammzellforscher bei Cell keine spinnerten Sozialwissenschaftler sind, sondern “geprüfte” NW-Autoren.

            Übrigens hat die deutsche SPEKTRUM den Nature-Artikel sofort eifrig übersetzt und nachgedruckt:
            http://www.spektrum.de/news/die-neudefinition-des-geschlechts/1335086

            Heinz-Jürgen V. rotiert geradezu: http://dasendedessex.de/zeitschrift-nature-nr-518-sex-redefined-biologen-haben-inzwischen-eine-sehr-differenzierte-sichtweise-der-geschlechter-die-gesellschaft-muss-hier-erst-noch-aufholen/
             
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        Matthias sagt:   
        April 16, 2015 um 12:00 nachmittags

        @ Philocodex

        “Was Evoutionslehre, rote Wissenschaftler und Religion angeht, wurde in Boston ein interessantes Experiment an Bahnhöfen durchgeführt: Passanten wurden befragt, ob sie a) den Darwinismus richtig finden, und
        b) ob sie Ergebnisse der evolutionären Psychologieforschung richtig finden (das Wort “Evolution” wurde in b aber nicht genannt).
        Ergebnis: Ein große Gruppe der Befragten befürworteten die Evolution, aber lehnten die Ergebnisse ab (!). Eine weitere große Gruppe sah es genau andersherum.”

        Und das ist ein geradezu abschreckendes beispiel dafür, was für ein oberflächliches und selbstgerechtes verständnis viele Menschen, auch Akademiker, von der Welt haben. Bzw. hier speziell von der Evolutionstheorie haben.

        Klar: Die Gendersens sind sicher alle gegen die “bösen” religiösen Kreationisten, und machen sich deshalb selbst vor, sie würden die Evolutionstheorie befürworten. Sie befürworten sie aber nicht mehr, wenn es konkret und ernst wird.

        Und die Kreationisten sind gegen alles, was links, progressiv, alternativ, modern ist, was atheistisch genug ist, auch gegen Feministinnen und die Vertreter der Homosexuellen, oft sind sie auch richtig homophob. Und befürworten sofort die Zweigeschlechtlichkeit & Geschlechtsunterschiede, aber nicht die Ursache “Evolution”.

        Interessant alles, aber auch haarsträubend.

        Gab es bei dem Experiment eigentlich überhaupt Leute, die sowohl den “Darwinismus” richtig fanden als auch diese Ergebnisse aus der Evolutionspsychologie? Und gab es welche, die beides ablehnten? Interessant wäre, wie viele von den ganzen da.

        Wahrscheinlich auch wieder haarsträubend.
         
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    Maxwell sagt:   
    April 13, 2015 um 7:32 nachmittags

    Mit Aussagen wie…

    “Eine faktenbasierte, naturwissenschaftliche Analyse dieses destruktiven, quasi-religiösen Glaubens steht derzeit noch aus, aber eine Schlussfolgerung kann definitiv gezogen werden: “Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Biologie”.”

    …könnte Kutschera sogar von Genderisten problemlos zerlegt werden. Er hat es noch nicht “faktenbasiert” und “naturwissenschaftlich” analysiert aber doch schon eine “definitive Schlussfolgerung” gezogen – ein erkenntnistheoretischer Alptraum den ScienceFiles für gewöhnlich auch sofort sezieren würde ;-)

    Zur Sache selbst, dem Vergleich Genderismus/Kreationismus:

    Gegen die Kreationisten und alles was sie für kreationistisch hielten haben einige Biologen und andere Wissenschaftler jahrelang argumentativ und aktionistisch gekämpft. Dabei ging es ihnen vordergründig nicht um ihr eigenes (meist eher naturalistisch-atheistisch ausgerichtetes) Weltbild sondern darum, die Integrität der Wissenschaft zu wahren. Und währenddessen wurden sie von einer genuin anti-wissenschaftlichen Ideologie unterwandert, die jetzt unmittelbar gesellschaftliche und universitäre Machtpositionen inne hat. Eine Ironie der Geschichte, sozusagen ;-)

    Gegen das was da so genderideologisch durch die Gegend schwimmt sind Kreationisten, speziell in Deutschland, sicher keine Bedrohung für Forschung und Lehre im Sinne eines Prof. Kutschera oder anderer Wissenschaftler die schon seit Jahren gegen den Kreationismus mobil machen.

    + Kreationisten legen ihre außerwissenschaftlichen Denkvoraussetzungen offen. Die deutschen Kreationisten machen sie sogar als “Grenzüberschreitungen” deutlich, um da beim Leser keine Missverständnisse zu produzieren. Sie haben sogar eine Methodik und klare Grundsätze publiziert. Genderisten nennen dagegen im Zweifel z.B. alles “interdisziplinär” und segeln unter falscher Flagge wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit.

    + Kreationisten lehnen nicht die naturwissenschaftliche Methode an sich ab (nur den Szientismus). Genderisten diskreditieren sie dagegen als heteronormativ usw.

    + Kreationisten akzeptieren Erkenntnisse der Biowissenschaften, wenngleich sie abweichende Auffassungen zur Geschichte der Lebewesen vertreten. Genderisten halten dagegen nichts von Biologie, leugnen nach Möglichkeit sogar biologische Geschlechtsunterschiede beim Menschen. Auch Kultur entwickelt sich nach deren Auffassung ziemlich im biologiefreien Raum. Alles nur “konstruiert”.

    + Kreationisten haben keine universitären und gesellschaftlichen Machtpositionen inne. Genderisten regieren hingegen als “Gleichstellungsbeauftragte” (ca. 100% Frauenquote – nur wenn es um Vorteilnahme geht zählt biologisches Geschlecht doch was; ansonsten gilt es als lediglich “konstruiert”) in Personalentscheidungen hinein.

    + In Österreich veranstalten Kreationisten keine Pflichtvorlesungen für Studenten aller Fächer – Genderisten dagegen schon.

    + Kreationisten sind weltweit eher passiv eingestellt. Sie wollen letztlich sich und ihre Kinder vor einem atheistisch-evolutionistischen Weltbild schützen bzw. sich einen Schutzraum schaffen. Sie wollen nicht die Gesellschaft umerziehen. Der Genderismus tickt da ganz anders. Ferdinand Knauß schrieb auf BrainLogs:

    “Gender Studies sollten eigentlich jeden politisch mündigen Bürger interessieren, denn sie sind eine betont politische Wissenschaft. Entstanden aus dem feministischen Aktivismus 13) vertreten sie ein gesellschaftliches Reformprogramm zur praktischen Umsetzung ihrer theoretischen Erkenntnisse. Dazu müssen sie die alleinige Interpretationsmacht über alle das Geschlecht betreffenden Fragen gewinnen. Und dabei sind sie ziemlich erfolgreich”

    (http://archive.today/OnCtq#selection-189.220-189.658)

    + Kreationisten die eine Schöpfungsforschung betreiben tun dies durchaus auch aus ehrlichem Interesse an Sachfragen und dem Bedürfnis die biblische Offenbarung mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Einklang zu bringen. Anders als die Genderisten haben sie tatsächlich Forschungsfragen und Felder inspiriert. Die Grundtypenbiologie z.B. ist zwar biblisch motiviert aber auch für sich genommen extrem interesssant. Sie hat auch das Interesse nicht-kreationistischer Forscher wie Georg Menting (http://www.kritische-naturgeschichte.de/) geweckt. Und historisch haben Kreationisten mit ihren oftmals schöpfungsgeschichtlich motivierten Ideen in der Biologie viel weitergebracht; sogar Schlüsselbegriffe der Evolutionsbiologie wie etwa “Homologie” gehen auf Kreationisten zurück. Im Gegensatz dazu ist der Genderismus wissenschaftlich steril.

    Kurz: Wenn man den Genderismus mit einer Pseudowissenschaft vergleichen will, dann doch eher mit Astrologie (die aber wenigstens ideengeschichtlich fruchtbar war, quasi eine Protowissenschaft für die Astronomie) oder sonstwas.
     
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    user unknown sagt:   
    April 13, 2015 um 7:52 nachmittags

        (…) es sei alles Quatsch und sowieso unnötig, denn die Wahrheit steht bereits in der Bibel.

        Die Wahrheit steht für Genderisten zwar nicht in der Bibel, sondern im Gender-Mainstreaming-Manual, aber ansonsten teilen sie alle Eigenschaften mit Kreationisten (…)

    Mir ist so ein Gender-Mainstreaming-Manual unbekannt, und damit ist der Vergleich schon reichlich schief.

    Die Bibel ist zwar auch ein Sammelsurium an Texten aber inzwischen abgeschlossen. Man kann sich noch über Übersetzungen streiten und manche Leute möchten diese oder jene Apokryphe in die Bibel aufgenommen sehen, aber großen und ganzen herrscht darüber Konsens was die Bibel überhaupt ist.

    Was den Feminismus betrifft ist die Lage eine völlig andere. Wenn etwa über Quoten in Vorständen großer Unternehmen gesprochen und abgestimmt wird ist ziemlich unklar auf welche konkrete Behauptung sich die Forderung stützt. Es gibt meines Wissens gerade keine recht klar umrissene Textsammlung auf die sich die Befürworter beziehen. Jeder hat andere Texte in petto, wenn überhaupt. Dabei sind die Extrempositionen widersprüchlich aber diese Widersprüche werden nicht thematisiert.

    Die eine Position betrachtet die Frau als das radikal andere. Hier sind Frauen tendenziell das Gute schlechthin, intuitiver, kommunikativer, weicher, friedlicher, naturverbunden und was das romantische Landlebenherz begehrt.
    Demgegenüber steht die radikale Position, dass es keine beachtlichen Unterschiede gibt, und diese, soweit empirisch nachweisbar, nur sozial konstruiert sind und durch Zuschreibung und selbsterfüllende Prophezeihung reproduziert werden, was freilich die Frage aufwirft, wo die Unterschiede denn initial herrühren.

    Diese Positionen sind prinzipiell unvereinbar, werden aber teils von den gleichen Personen je nach Bedarf wechselhaft und unvermittelt übernommen. Das macht eine systematische Argumentation gegen feministischen Lobbyismus allerdings schwierig. Beide Positionen verleiten dazu, dass man in der Debatte diese noch ein Stück übertreibt, um deren Vertreter noch absurder darzustellen als sie ohnehin schon sind. Wiewohl das eine etablierte Rhetorische Praxis ist, ist es auf Dauer aber doch langweilend, ermüdend und wirkt mit der Zeit einfältig.
     
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    djadmoros sagt:   
    April 13, 2015 um 7:55 nachmittags

    Worin genau die Verwandtschaft zwischen Genderlehre und Kreationismus bestehen soll, erfahren wir in den verlinkten Texten leider nicht – statt dessen dürfen wir folgenden problematischen Satz lesen:

    »Eine faktenbasierte, naturwissenschaftliche Analyse dieses destruktiven, quasi-religiösen Glaubens steht derzeit noch aus, aber eine Schlussfolgerung kann definitiv gezogen werden: “Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Biologie”.«

    Denn wenn eine »faktenbasierte« Analyse der Gender-Ideologie noch aussteht, wodurch wird dann eine weitreichende »Nichts … außer«-These »definitiv« gerechtfertigt? Außerdem lässt sich diese These völlig unabhängig von der Genderthematik mit guten Gründen angreifen: sie bringt einen unhaltbaren biologischen Reduktionismus zum Ausdruck, dem mit dem Verweis auf kulturelle Phänomene »sui generis« widersprochen werden kann, zu denen sich beispielsweise alles das zählen lässt, was John Searle als »institutionelle Tatsachen« bezeichnet.

    Kreationismus geündet sich bei allen Versuchen, sich wissenschaftlich zu geben, primär auf Offenbarungswissen, Genderideologie ist in erster Linie einfach schlechte Wissenschaft. Genderideologie leugnet keine Evolution, sondern erklärt sie über Varianten der »blank slate«-These für fachlich irrelevant.

    Menschliche Kultur enthält aber genug Freiheitsgrade, um die Frage nach dem *Zusammenwirken* von Natur und Kultur zu einer anspruchsvollen Aufgabe zu machen, deren Lösung mit biologischem Reduktionismus ebenso schlecht gedient ist wie mit Gender-Ideologie.
     
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        Alex sagt:   
        April 13, 2015 um 11:14 nachmittags

        kann mich nur deinem und den vorhergehenden posts in der Kritik anschliessen.

        Die Ähnlichkeit zwischen “Genderismus” und Kreationismus ist weder von Kutschera befriedigend herausgestellt worden, noch dürfte das hinreichend gelingen. Der Genderismus wird sich allzuleicht als “Sozialwissenschaft” ausgeben können und ich erinnere mich auch nicht, dass andere Sozialwissenschaften je von der Biologie herausgefordert wurden.
        Im Zweifelsfall wird man einfach die Zweigeschlechtlichkeit als “unzureichende Vereinfachung der Biologie” (oder so ähnlich) betrachten. Die Meinung von Kutschera wird ins Leere gehen.

        Statt der Biologie sollte sich lieber eine Sozialwissenschaft, wie zB Ideologiekritik, Totalitarismusforschung uä um den Genderismus kümmern.
         
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        Philocodex sagt:   
        April 14, 2015 um 10:01 vormittags

        @ Djadmoros:

        Die Genderer leugnen die Evolutionslehre sehr wohl, wenn es konkret wird. So allgemein finden sie Darwin gut, weil ihre religiösen Gegner ihn übel finden.

        Diskutiert man aber mit Genderbewegten über die evolvierte Natur des Menschen, kommen sofort Widerworte; sogar, wenn es nur um den Körper geht.

        Manch Genderin behauptet gar, daß die Evolutionspsychologie nur eine konservative Ideologie sei, die das Etikett “Evolution” mißbrauche.
         
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    Maxwell sagt:   
    April 14, 2015 um 5:25 vormittags

    @djadmoros

    “Menschliche Kultur enthält aber genug Freiheitsgrade, um die Frage nach dem *Zusammenwirken* von Natur und Kultur zu einer anspruchsvollen Aufgabe zu machen, deren Lösung mit biologischem Reduktionismus ebenso schlecht gedient ist wie mit Gender-Ideologie.”

    Volle Zustimmung. Die Extrempositionen in der Debatte “Nature / Nurture” sind gleichermaßen absurd. Auf welcher Seite man vom Pferd fällt ist egal, man liegt jedenfalls unten…
     
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    A.S. sagt:   
    April 14, 2015 um 6:51 vormittags

    Man könnte den Genderismus auch als den neuen Marxismus sehen. Da gibt’s gewisse Gemeinsamkeiten.
    Als Theorien, die bestimmte Teilphänomene einer Gesellschaft beschreiben, kann man beide durchaus brauchen.
    Aber die Anhänger neigen dazu, die Theorie als intellektuelles Allheilmittel zu sehen, als die eine Theorie, die alles andere aufhebt und unnötig macht. Beide landen in einer utopischen Gleichmacherei, einer realitätsfernen Utopie deren Gesellschaftsmitglieder am ehesten mit den Borg aus Star Trek zu vergleichen sind. Eigenschaftslose Drohnen, die einfach für das Kollektiv funktionieren.
    Die Marxisten/Genderisten haben für sich selber allerdings niemals die Rolle einer Drohne vorgesehen, sondern immer und ausschließlich einen Funktionärsposten. Beide gehen äußerst repressiv mit Andersdenkenden um, beide halten nichts vom Rechtsstaat sondern wollen einen Tugendstaat in dem nur ihre persönliche Meinung erlaubt ist. Abweichler würden beide als Kriminelle behandeln. Beide glauben, sie hätte ein Anrecht auf anderer Leute Eigentum, beide glauben, dass Wohlstand einfach so entsteht und die Verteilung die eigentliche politische Herausforderung sei. Und beide halten nichts, aber auch gar nichts von persönlicher Freiheit sondern träumen letztlich von einer neuen Sklavengesellschaft in der sie selber natürlich zu den Haltern gehören.
     
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        Alex sagt:   
        April 14, 2015 um 8:12 vormittags

        Die Gemeinsamkeiten zum Marxismus sind tatsächlich interessant. Das wird in den USA sehr häufig herausgekehrt, üblicherweise “as-a-matter-of-factly” und weniger analytisch, fast antiintellektuell.

        Das Besondere am Marxismus scheint mir das zu sein: es wird als Ausgangspunkt dieses Denkens ein Automatismus der geschichtlichen Entwicklung postuliert.
        Der “dritte Stand”, die “Arbeiterschaft” siegt über den zweiten “Bürgertum”, welches seinerseits ebenso notwendigerweise den Feudalismus überwunden hat. Der Marxismus ist daher eine historisch teleologische Ideologie. (Ebenso wie der Kreationsmus, nebenbei) (teleologisch – “trägt das Ziel schon in sich”, automatisch, schicksalhaft.)
        Ist nicht auch die Melange aus Genderismus/Feminismus ebenso historisch teleologisch? Das Ziel hier scheint sowas wie eine “Erleuchtete Menschheit zu sein, in dem das feminine Prinzip herrscht”.
        Da die Akteure einer teleologischen Ideologie kein Federlesen mit Logik und anderen “Mystifikationen” wie Gleichheit und Gerechtigkeit machen müssen, heiligt das Ziel natürlich alle Mittel – das “Geist des Weltgerichts” (Hegel) ist ja sowieso deren Seite.
        Daher auch der so tautologische und dann wieder ausgesprochen willkürliche Umgang mit Fakten und (nur scheinbaren) eigenen Positionen.

        Der “Übermensch” darf heute halt dieses, morgen halt jenes denken. So kommt dann das Szenario von @A.S. (letzter Absatz) zustande, welches im Literarischen besonders von Orwell her bekannt sein dürfte (“Annimal Farm”, “1984”).

        Das grosse Urbild des totalitären Staates ohne Freiheit, der “Utopie” ist natürlich Platons “Staat”, nebenbei noch bemerkt.
         
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            quellwerk sagt:   
            April 14, 2015 um 4:17 nachmittags

            Guter Hinweis auf Platons “Staat”.
             
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    N_K sagt:   
    April 14, 2015 um 7:27 vormittags

    Prof. Ulrich Kutschera: Genderismus ist der Kreationismus Europas

    Wirklich?

    Nicht nur GENDER, viele politisch “korrekte” Trend-Themen, wie z.B. Diskriminierung, hinter der sich jedmöglicher Unsinn verbergen kann, widersprechen der Realität und dem gesunden Menschenverstand. Sie werden – Stück um Stück – DEM Ort zugeführt werden, der ihnen gebührt: Die Müllhalde. Beispielhaft genannt sei u.a. eine deutsche TV-Sendung, über die KOPP am 03.03.2015 berichtete:

    »Gendern und gähnen: Das zwangsfinanzierte TV funkt am Publikum vorbei«

    Gleichgültig, ob Plasberg, Maischberger, Will oder andere, ALLE diese »Super«-Sendungen haben eine Gemeinsamkeit: Mindestens einige der Teilnehmer scheinen eher der »KRAWALLSCHACHTEL-FRAKTION« anzugehören anstatt der normalen Bevölkerung zu entstammen. Zudem scheinen die in Zweizimmerwohungen ohne Kinderstube aufgewachsen und die Moderatoren offenbar unfähig zu sein, das »Diskussion« genannte Durcheinandergekeife und ständig anderen ins Wort fallende Affentheater in zivilisierte Bahnen zu lenken. Damen-Ringkämpfe im Schlammbecken haben höheres Niveau. Wenn wir (meine gleichaltrigen Kameraden oder ich) uns früher auch nur ansatzweise in der vorgeführten Art benommen hätten, wären einige “Maulschellen” und/oder eine saftige Tracht Prügel durch Eltern, Lehrer oder Lehrherr die zwingende Folge gewesen – und zwar OHNE DISKUSSION!

    Und zum Sendungs-»Inhalt«? Warum machen wir denn diesen Quatsch mit? Wer zwingt denn die Bevölkerung, nicht mehr “gewünschte” Begriffe nicht mehr zu gebrauchen? Nur zwei Begriffsbeispiele hierzu:
    1.) Zigeuner: – Streichen wir künftig J. Strauß’ Operette “Der Zigeunerbaron” von den Spielplänen?
    2.) M.o.h.r: – machen wir das gleiche -nämlich streichen!- mit Verdis “Otello” oder Mozarts “Entführung” (Im Mohrenland gefangen war ein Mädchen …)
    Was wollen denn die „Politkorrektologen“ machen, wenn die Bevölkerung deren Wunschvorgaben ignoriert und die begriffe trotzdem verwendet? Kommt dann nachts die GESTAPO?

    »Gendern und gähnen: Das zwangsfinanzierte TV funkt am Publikum vorbei«

    Zu diesem unterirdischen Schwachsinn passen allerbestens u.a. neben »Gender« (weiter unten) auch die Themen:
    INKLUSION
    – heißt das “Zauberwort”, nach dem u.a. HOCHBEGABTE und (auch geistig) BEHINDERTE in der gleichen Klasse unterrichtet werden sollen. Ja glaubt denn wirklich irgendein Träumer, daß sich der IQ des Behinderten in Richtung HOCHBEGABT bewegt? Der Absturz der Begabten ist doch programmiert – genau wie die Vernichtung des Deutschen Kultur- und Intelligenzgutes durch unsere Politiker. (Warum sind denn deren Kinder oft auf Elite-Internaten, wo z.T. sogar SMART-PHONE verboten sind? Dort wird Inklusion ganz bestimmt SEHR groß geschrieben, oder?) Die Polits wollen doch anscheinend auf “Qualitätspresse-Niveau” eine geistig minderbemittelte “Negativ-Elite” herangezüchtet wissen. Hilfe wird ihnen schließlich in den (politisch korrekten) Medien genügend geboten: wie z.B. durch “Superstar” oder “DschungelCamp” oder mit “WERKEN” wie “WADDE-HADDE-DUDDE-DA” oder “KATZEKLOO”. Die alten Köppe Beethoven, Einstein oder Goethe waren doch gar nicht fähig, SOLCHE “Leistungen” zu vollbringen!

    Die deutsche Sprache und Kultur soll (vollends) zerstört werden! Deshalb: WEHREN – und das deng-schweng-slanglisch klingende ÜBERMTEICH-Gestackse einfach ignorieren! Mit der RICHTIG gesprochenen und geschriebenen deutschen Sprache ist eine derart differenzierte Ausdrucksweise möglich wie in/mit nur wenigen Weltsprachen überhaupt. Nur – KÖNNEN muß man sie! Und DA beginnt das Desaster! Allein beim Zeitunglesen wird einem schon schlecht, und wenn Professoren es schon ablehnten, Prüfungsarbeiten ihrer Studenten wegen Rechtschreib- und sonstiger Fehler anzunehmen, sagt das sehr viel über den Erfolg vornehmlich amerikanischen Zerstörungswerks als WK-Folgen aus. Und genau die gleichen »Eliten« treiben uns dem nächsten WK entgegen!!!
    Behindertenförderung? JA;
    erreicht durch gezielte Benachteiligung Nichtbehinderter? NEIN!

    Frauenquote / Emanzipation / Femen:
    Julian Assange, Rainer Brüderle, Jörg Kachelmann, Dom. Strauss-Kahn – nur ein paar Beispiele … Da erhebt sich die Frage, ob die (einstmals) Damen (genannte Personen) “narrisch” geworden sind oder mit hormonellen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, Oder sollte unser alter Dichterfürst Schiller in seiner “Glocke” den Nagel auf den (angeblich emanzipierten) Kopf getroffen haben: “Da werden We.iber zu Hy.änen…”
    Nicht alle schließen sich dem “Emanzenwahn“ an, wie in den Büchern »Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn« sowie »Gender Gaga« der Autorin Birgit Kelle (DANKE!) nachzulesen ist.

    GENDER-Unsinn:
    MAMA und PAPA sind (demnächst) ja auch verpönt: Elter 1 und Elter 2 soll der Ersatz sein. Mama und Papa sind nicht mehr IN, sind NICHT MEHR NORMAL. Schwul und lesbisch müssen sie sein und gemäß dem GENDERismus sind alle Grenzen aufzulösen. (Man stelle sich dann mal den Körper von Kopf bis Fuß als EINE Hülle (ein Sack) vor – und ALLE Innereien darin als EINE BREIMASSE …) Manche Nicht-Genderist/innen kriegen schon von der bloßen Vorstellung das Große Speien.
    Zum Thema Gender sei deshalb nur auf den norwegischen Star-Komiker Eia verwiesen, der diese „Wissenschaft“ als das entlarvte, was sie ist: (Steuer-) Geld verschlingender Humbug. Als Folge einer wohltuenden Erleuchtung wurden bekanntlich (aber im deutschen Sprachraum kaum veröffentlicht) die staatlichen Zuschüsse von 56 Mio. gestrichen und das (NORDIC-GENDER-) “Wissenschaftsinstitut“ für diesen Blödsinn (als Zeichen echter Vernunft) Ende 2011 geschlossen.

    Fazit: –//–

    Carl Theodor Körner, 1791 – 1813:

    “Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten,
    vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott.
    Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
    dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.”
     
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        Alex sagt:   
        April 14, 2015 um 8:24 vormittags

        Kommentar zu dem letzten “bonmot”, am meinen obigen post anknüpfend:

        Carl Theodor Körner, 1791 – 1813:
        “Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten,
        vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott.
        Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
        dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.”

        Ein weiteres Beispiel teleologischer Geschichtsauffassung, diesmal offenbar “völkisch”.

        Ja, die Marxisten haben schon ihre “bürgerlichen” Vorbilder gehabt…
         
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    Carsten Thumulla sagt:   
    April 14, 2015 um 8:45 vormittags

    Ufff — was für ein Thema!
    Ich will mal versuchen, etwas kurz zu bringen. Die Genderei ist soweit ich weiß hundertprozentiger Blödsinn. Ich fand noch kein brauchbares Argument.
    Die Gleichsetzung von Kreationismus und Genderismus will eines mit dem anderen diskreditieren. Das ist wissenschaftlich kein Stil, das ist unterirdisch. Da aber ein Kampf läuft in der Gesellschaft mag es ein Fortschritt sein, wenn man jetzt zur Genderei sagen kann, daß der Kaiser nichts an hat.

    Nicht alle Fragen, die der Kreationismus an den jetzt regierenden Darwinismus stellt, sind jedoch abzulehnen. Sie sind vor allem zu beantworten. Daß der jetzt regierende Darwinismus auf einige Fragen pissed reagiert, zeigt, daß er sich in gefährlicher Nachbarschaft zu einer Ideologie befindet. Warum darf man nicht fragen, warum sich die Entwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen scheint? Warum darf man nicht fragen, warum die Mutation komplexe Lebewesen hervorbringt, ohne gleich als Kreationist abgestempelt zu werden? Warum werden alle Kreationisten in den Gottestopf geworfen?

    Kurz, der Darwinismus muß an den Stellen, die die Kreationisten kritisieren, weiterentwickelt werden. Dabei helfen keine Tabus und Ideologien, es sind Antworten gefragt. Diese Antworten könnten wahrscheinlich Informatik und Kybernetik liefern. Daß dies nicht gern gesehen wird ist klar, denn die derzeit herrschende Soziologie würde im nächsten Schritt darunter leiden. Es ist eben nicht opportun, die Gesellschaft auf andere Art zu hinterfragen.

    Die Entwicklung der Zweigeschlechtlichkeit, die Mutation, die Entwicklung von Empfängern und Sendern, die Information an sich, die Entwicklungsmechanismen, die Ziele der Entwicklung, die Hierarchien, die sich auf- und abbauen, die Entwicklung von Gesellschaften, die Verschlüsselung von Information, der Gewinn von Freiraum, die Bedeutung der Effizienz, die Selbständigkeit eines Systems, die Wanderung von Anpassungsfunktionen im System, die Ablösung von Programmen von konkreten Systemen, die Bedeutung der Abstraktion, die Entwicklung des Bewußtseins, die Bedeutung der Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit einer Steuerung und noch viele mehr, alle diese ignoriert der derzeit regierende Darwinismus teilweise oder vollständig. Er wird überholt werden, er wird nach 150 Jahren durch einen modernen Darwinismus oder eine verallgemeinerte Entwicklungstheorie, die ebenso technische Einrichtungen und Gesellschaften umfaßt, ersetzt werden.

    Die Bewertungsfunktion hakelt?

    Carsten Thumulla
    —
    http://thumulla.com/home/das_buch_kampf_der_systeme_.html
    http://thumulla.com/home/kampf_der_systeme.html
    http://thumulla.com/home/darwin_–_und_was_dann_.html
     
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        Meier, Hans (Kempten sagt:   
        April 14, 2015 um 11:02 vormittags

        Ganz simpel gesagt:

        Der Genderismus stellt Thesen auf, die er als nicht falsifizierbare Wahrheiten proklamiert.

        Evolutionsbiolologie beruht auf einem – im Prinzip falsifizierbaren – Thesenensemble, dem als seine wunde Stelle einverschrieben ist, zu einem kleinen (nicht falsifizierbaren) Teil gegen die klassische Religion aufgestellt worden zu sein. Die bisher weder belegte noch widerlegte (und auch wohl weder belegbare noch widerlegbare) These “Gott” wird in diesem Gebäude als widerlegt angesehen, ohne dass dieses “widerlegt” falsifizierbar wäre.

        Dem Kreationismus geht es im Gegenteil um die Rettung der – nicht falsifizierbaren – These “Gott”. Er übernimmt alles aus der Evolutionsbiologie, ohne dass ihn diese wirklich interessierte, nur um diesem “alles” einen “ersten Beweger subfundieren zu können. Doch der bewegt sich – welch Wunder! – außerhalb des Falsifizierbarkeitsprinzips.

        Den philosophisch Gebildeten langweilt das Alles. Eigentlich steht die ganze Diskussion – auf wesentlich höherem intellektuellen Niveau – und ihr unvermeidliches Ergebnis (“Aporie”) schon bei Kant, Kritik der reinen Vernunft.
         
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            Carsten Thumulla sagt:   
            April 14, 2015 um 1:01 nachmittags

            Ja, die Antwort sehe ich trotz folgendem positiv(Daumen hoch). Der Genderismus ist weder falsifizierbar noch verifizierbar. Die Sache mit der Falsifizierbarkeit sehe ich nicht so verbissen. Sollte ich ein rosa Einhorn finden, dann wäre seine Existenz verifiziert. Mir genügt das als Beweis. Man kann also auch verifizieren.
            Der Genderismus wurde oft genug widerlegt. Nicht eine seiner Behauptungen hält einer näheren Betrachtung stand.

            Die These Gott ist nicht widerlegbar — es gibt aber nicht eine einziges Anzeichen für einen persönlichen Gott — wie er behauptet wird. Zuerst sollte doch ein Gottesbild her, auch um es widerlegen zu können. So gesehen widerlegt die Erfahrung die These. Dazu muß sie nichtmal falsifizierbar formuliert sein.
            Der persönliche Gott, der alles überwacht und seine Regeln einem Messias übergab, kann als widerlegt angesehen werden. Die Widerlegung sehe ich allein schon in seinem mehrfachen andersartigen Auftreten.
            Der Gott, der die Entwicklung in Gang setzte, ist nicht so einfach zu widerlegen. Wie geschrieben, wir müßten uns erstmal auf ein Gottesbild einigen. Das wäre eventuell falsifizierbar.

            Ich verteidige nicht die Kreationisten, nur deren Recht, Fragen zu stellen.
            Ob sich die Kreationisten bewußt außerhalb des Falsifizierbarkeitsprinzips stellen weiß ich nicht, wahrscheinlich wäre das.

            Entwicklung ist aber mehr, als das, was uns unter Darwin verkauft wird. Und dann wird noch ein Fehler gemacht, von Darwin bis heute. Der ist nicht verzeihbar. Man wird sofort als Kreationist beschimpft, wenn man nur auf die Diskrepanz zwischen Variation und Mutation hinweist.

            Carsten Thumulla
            —
            “Wenn wir in Europa unter einem Defizit leiden, dann ist es ein Defizit an Demokratie”
            Yanis Varoufakis
             
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        quellwerk sagt:   
        April 14, 2015 um 1:50 nachmittags

        Einerseits betrachtest du die abstrakte Degradierung des Genderismus mittels Gleichsetzung mit dem Kreationismus als wissenschaftlich unredlich. Andererseits ist nach deinen Worten die “Genderei … soweit ich weiß hundertprozentiger Blödsinn. Ich fand noch kein brauchbares Argument.”

        Diese Haltung ist die Grundlage des Erfolgs des Genderismus. Die wissenschaftliche Vorgehensweise erstreckst du nicht auf den Gegenstand “Genderismus”, daher ist deine Ablehnung der Gendertheorie wirkungslos. Michael Klein und Prof. em. Dr. Buchholz sind nach meiner Einschätzung die einzigen, die sich dieses Phänomens mit Gründlichkeit und langem Atem öffentlichkeitswirksam annehmen. Michael Klein fordert von den Genderisten die Offenlegung ihrer Methodologie, einer Forderung, deren Befolgung sie beharrlich verweigern. Konsequenter Weise gibt er vorbildhaft gefühlt in jedem zweiten Post einen Grundkurs wissenschaftlichen Arbeitens, in dem die Festlegung und Befolgung wissenschaftlicher Methoden angemahnt wird. Prof. em. Dr. Buchholz verlangt die Evaluation der wissenschaftlichen Prinzipien und das Messen des Erfolges und des Nutzen der wissenschaftlichen Erkenntnisse, die von den eingerichteten Genderlehrstühlen möglicherweise erzielt wurden. Ein von ihm vorgelegter Fragebogen zur Ermittlung zweckdienlicher empirischer Daten wird von den Gender-Professoren nicht beantwortet.

        Die subversive Kritik aus dem Genderlager bedient sich des Desiderats aller Wissenschafter: Objektivität. Sie versucht, den subjektiven Standpunkt der Wissenschaft nachzuweisen. Wenn die Wissenschaft sich dagegen wehrt, hat sie das Problem, dass sie gegen Kriterien argumentieren muss, die nach ihrem Verständnis ausserhalb der Wissenschaftlichkeit liegen. Sobald sie aus lauter Verzweiflung versucht, diese Kriterien zu entkräften, indem sie Macht ausübt, hat sie verloren, weil sie damit das Grundaxiom des Gegners verifiziert, das alles Wissen aus dem Willen zum Wissen entsteht. Der Wille, die Macht formt das Wissen.

        Da dies dem durschnittlichen Wissenschaftler bewusst ist, begegnet er dieser Subversion entweder mit Nichtachtung oder mit Spott. Beide Methoden sind nicht erfolgreich. Der Genderismus muss ernst genommen und zum wissenschaftlichen Gegenstand erhoben werden. Erst mit dieser Haltung kann wirkungsvolle Kritik an den Genderismus entstehen: unablässiges Nachfragen nach den Methoden, Zielen und Gegenstand würde den Genderismus schnell zum Erliegen bringen.

        Du sagst, der Genderismus habe kein einziges brauchbares Argument. Ein genda würde, nachdem er sich deine Forschung angeschaut hätte, argumentieren, dass sei ja auch kein Wunder, weil du du dich noch in einem naiven, unbewussten Zustand hinsichtlich der Bedingtheit deiner Forschung befändest. Deswegen wärest du nicht in der Lage, die Wirksamkeit der Argumentation der gender studies einzusehen.

        Ich habe mich auf deiner Seite für 10 Minuten umgesehen und folgendes Zitat aus der Inhaltsangabe zu deinem Buch „Kampf der Systeme“ gefunden. Ich gebe jetzt den advocatus diaboli:

        Zitat aus deiner Inhaltsangabe:

        „Als Grundlage einer bewussten gesellschaftlichen Weiterentwicklung wird eine wirkliche Gesellschaftswissenschaft benötigt. Nur das Verständnis der Phänomene der Information und der Entwicklung belebter Systeme kann die Basis einer solchen Wissenschaft bilden. Aus dem Blickwinkel der Kybernetik zeigt sich der Kampf belebter Systeme und der Kampf ihrer Gesellschaften als das treibende Element unserer Welt. Sein Verständnis ist der Schlüssel zu einer friedlichen und gerechten Zukunft der Menschheit.“
        würde so vorgehen, wie ich an zwei Zitatstellen aus deinem Text darstellen möchte:

        Herausarbeiten unbewusster Vorannahmen, die du machst:

        a. „bewusste gesellschaftliche Weiterentwicklung“

        Dieser Teilsatz setzt entweder ein Subjekt voraus, dass die Gesellschaft wissenschaftlich reflektiert und nach subjektiven Kriterien eingreifend weiterentwickelt oder aber, und das wäre die wörtliche Betrachtung dieses Satzteils, eine Gesellschaft, die in ihrer Gesamtheit ein Bewusstsein erreicht und sich selbst nach (objektiven?) Zielen weiterentwickelt.
        Die Gendertheorie bestreitet ein bewusstes und autonomes Subjekt bestreiten. Sie kann diesen Nachweis psychoanalytisch, sprachphilosophisch oder diskursanalytisch führen. Sie würde auch die wörtliche, zweite Interpretation ablehnen, weil sie eine metaphysische Kategorie wie „Bewusstsein der Gesellschaft“ ablehnt. Es gibt keine eigenständige Existenz von etwas ausserhalb des Diskurses. Insbesondere gibt es keine Allgemeinheiten.

        b. „Aus dem Blickwinkel der Kybernetik zeigt sich der Kampf belebter Systeme“

        Diesem Satz ist insofern zuzustimmen, als du die Kategorie des Kampfes einführst. Das ist ein veritables Konzept des Genderismus (Wille zum Wissen). Ich kenne dein kybernetisches Modell nicht, aber ich vermute, es arbeitet nicht mit Konzepten, wie „das plötzliche Umschlagen“,“die Entwicklungen entlang von Differenzen“,“die Regellosigkeit“, “das Begehren auf der Ebene der Signifikanten“,“die Einschreibungen des Diskurses in den Körper“ etc. Solange diese Konzepte nicht eingearbeitet sind, also das Begehren und die Erfahrungen des Körpers, das Ausgeliefertsein an den formatierten Diskurs, die kontingenten Ereignisse innerhalb des Diskurses (was für ein Widerspruch) etc. lieferst du nur eine Abstraktion und begehst damit den Kardinalfehler von Wissenschaft, die Abstraktionen als Existenzen verkaufen, während Abstraktion nach Jean Paul Sartre das “wirkliche Böse” sind.

        c. „Schlüssel zu einer friedlichen und gerechten Zukunft der Menschheit“
        Naive Erlösungsphilosophie. Glaube an Richtungshaftigkeit, während das wirkliche Leben ein Labyrinth ist.

        Diese Art der Kritik entfaltet ihre subversive Kraft, weil derjenige, der entlang von Konzepten wie Regel, Objektivität, Gesetze, Wesentlichkeit, Wahrscheinlichkeit etc. Erkenntnisgewinnung betreibt, sich ertappt fühlt: er hatte deren Gültigkeit selbstverständlich angenommen. Der wissenschaftliche Anspruch, Objektivität zu erreichen bringt ihn zum Verstummen, wenn er die Subjektivität seines Standpunktes vermutet.

        Dieses Zögern und Zurückweichen wird von der feministischen Wissenschaft (Genderismus) zum eigenen Landgewinn ausgenutzt und dies äußerst erfolgreich.

        Der einzige Weg, dem zu begegnen, ist das Ernstnehmen der skeptischen Haltung und ihre unablässige Widerlegung mittels wissenschaftlicher Methoden, um den Skeptizismus an Empirie, korrekter Induktion und widerspruchsfreier Deduktion zu binden.
         
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            Carsten Thumulla sagt:   
            April 14, 2015 um 4:47 nachmittags

            Jau, was Klein, Diefenbach, Danisch, Buchholz und andere machen ist in Ordnung und ich unterstütze das. Die Wissenschaft kann sich nicht selbst sauber halten. Man kann das auch extremer betreiben. Man behauptet, daß keine Behauptung einer Überprüfung stand hält. Kennen Sie, kennst Du, eine Behauptung der Genderer, die belastbar ist? Die daraus folgende Ablehnung ist ebenso wirkungsvoll wie die Nachfrage nach der Methode. Entscheidend ist einzig die Reichweite in der Masse. Die Menge der Menschen lehnt das ab, es nützt nur nichts. Daß man so viel Aufwand in die Ablehnung einer Theorie investieren muß, für die es nicht einen einzigen Beweis gibt zeigt den Zustand der Wissenschaft. Die Nachfrage nach den Methoden ist grundsätzlich richtig und sie wird zum Ziel führen!

            Übrigens, denken wir an den Marxismus-Leninismus, das war auch Wissenschaft, das scharfe Schwert der Arbeiterklasse — und nun?

            Entscheidend ist auch, daß man gegen eine Ideologie kämpft. Es gibt sehr viele Ideologien. Einige davon darf ich hier nichtmal anführen, so stark sind die. Es gibt keine allgemeine Wissenschaftsfreiheit.

            Gut, Kritik an meinen Texten ist sicher berechtigt.

                Dieser Teilsatz setzt entweder ein Subjekt voraus, dass die Gesellschaft wissenschaftlich reflektiert und nach subjektiven Kriterien eingreifend weiterentwickelt oder aber, und das wäre die wörtliche Betrachtung dieses Satzteils, eine Gesellschaft, die in ihrer Gesamtheit ein Bewusstsein erreicht und sich selbst nach (objektiven?) Zielen weiterentwickelt.

            Bewußte Weiterentwicklung bezieht sich auf eine wissenschaftlich begründete Durchdringung der gesellschaftlichen Entwicklung.

                Die Gendertheorie bestreitet ein bewusstes und autonomes Subjekt bestreiten. Sie kann diesen Nachweis psychoanalytisch, sprachphilosophisch oder diskursanalytisch führen.

            Das ist mir neu. Das hätte ich gern genauer.

                eine metaphysische Kategorie wie „Bewusstsein der Gesellschaft“

            Damit ist die wissenschaftliche Durchdringung gemeint. Eine Steuerung der Gesellschaft entwickelt sich. Leider zählen Religionen und Ideologien mit. Es finden also auch Einflüsse statt, die nicht rational begründbar sind. Auch sie steuern die Gesellschaft, auch sie stellen ein Bewußtsein der Gesellschaft dar. Das Thema Bewußtsein muß jetzt zu kurz kommen. Eine Diskussion würde großen Raum einnehmen.
            Noch kurz, selbstverständlich ist jede Steuerung nur möglich, wenn sie sich ihres Einflusses auf das Wesen, das sie steuert, bewußt ist.

                Aus dem Blickwinkel der Kybernetik zeigt sich der Kampf belebter Systeme

                    Diesem Satz ist insofern zuzustimmen, als du die Kategorie des Kampfes einführst. Das ist ein veritables Konzept des Genderismus (Wille zum Wissen).

            Man muß sich schon nach den Definitionen in der entsprechenden Arbeit richten, die man zitiert. Also Seite 123, die Definition von Kampf, http://thumulla.com/home/Thumulla_Kampf_der_Systeme.ps
            Nun darf ich im Gegenzug die Definition der Genderei kennen lernen.

                lieferst du nur eine Abstraktion und begehst damit den Kardinalfehler von Wissenschaft, die Abstraktionen als Existenzen verkaufen, während Abstraktion nach Jean Paul Sartre das “wirkliche Böse” sind.

            Das habe ich nicht verstanden. Auch Abstraktion habe ich versucht zu erklären, auf Seite 121. Ich beziehe mich nicht auf Sartre.

                Schlüssel zu einer friedlichen und gerechten Zukunft der Menschheit

                    Naive Erlösungsphilosophie. Glaube an Richtungshaftigkeit, während das wirkliche Leben ein Labyrinth ist.

            Nein, denn dann wäre der gesamte Fortschritt der Menschheit nicht existent. Es liegt eine Richtungshaftigkeit vor, eindeutig!
            Ja, Erlösungsphilosophien gibt es massenhaft. Diese zeichnet eben aus, daß sie Chancen hat, weil sie auf naturwissenschaftliche Basis will. Ja, ich weiß, auch davon gibt es einige. Meine ist aber die einzig richtige — ich hoffe, Du verstehst. Sie hat die Chance, die Basis zu finden, weil sie Darwinismus, Informationstheorie und Kybernetik benutzt. Welche Alternativen gäbe es? Die Frage ist ernst gemeint und ich hätte sie gern beantwortet.

            [Bestehen auf Offenlegung der Methoden]
            Das ist auf jeden Fall richtig, ich unterstütze das ja auch. Trotzdem entscheidet die Reichweite in einer Gesellschaft alles. Wenn diese Forderung die Wissenschaft nicht interessiert, wayne juckts? Schauen wir auf den Klimazirkus. Die Kritiker werden ignoriert, die Modelle entscheiden alles, scheiß auf Methoden — das war es, die Gesellschaft läuft in eine Richtung.

            Gruß
            Carsten Thumulla
            —
            “Die deutsche AntiFa ist eine NATO Schlägertruppe, nichts weiter.”
            Auf die Strasse
             
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ce_drei_achtel

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Re: Zensur! Genderisten und Kreationisten protestieren gegen U. Kutschera
« Reply #3 on: April 29, 2015, 08:22:13 PM »

Hallo, Mods, warum fehlt beim letzten Post das Ende vom Beitrag? Ich trage es nach, würde mich aber freuen, wenn das nicht zur Gewohnheit wird.

[*quote*]
            [Bestehen auf Offenlegung der Methoden]
            Das ist auf jeden Fall richtig, ich unterstütze das ja auch. Trotzdem entscheidet die Reichweite in einer Gesellschaft alles. Wenn diese Forderung die Wissenschaft nicht interessiert, wayne juckts? Schauen wir auf den Klimazirkus. Die Kritiker werden ignoriert, die Modelle entscheiden alles, scheiß auf Methoden — das war es, die Gesellschaft läuft in eine Richtung.

            Gruß
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                quellwerk sagt:   
                April 14, 2015 um 5:51 nachmittags

                Das verwendete “du” ist korrekt. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: ich bin als fiktiver Genderist aufgetreten. Ich würde mir niemals diese Kritik anmaßen, ohne mich in dein Buch eingelesen zu haben (ich glaube, das werde ich noch machen). Ich gehe von einem autonomen Subjekt aus, das über den Zeitverlauf Bestand hat. Der Genderismus tut dies nicht. Ich glaube an systematische Darstellungen, die zur Erklärung der Realität beitragen. Der Genderismus glaubt weder an eine unabhängige Realität, noch an systematische Zusammenhänge, die Ansprüche auf eigenständige Gültigkeit haben. Das Problem ist, das deren Position von Denkern unterstützt wurde und wird, die alles andere als Dummköpfe sind. Diese Haltung ist ein zynischer Skeptizismus, den man nicht ohne weiteres beikommen kann.

                Skeptizismus (“es gibt keine allgemeinen Aussagen”) gab es schon immer und wird es immer geben. Normalerweise wird er in optimistischen Philosophien integriert und als Folie für deren Argumentationen benutzt. Der zeitgenössische Skeptizismus ist jedoch mittlerweise institutionalisiert und so fest im Sattel, dass das anekdotische Aufzeigen seiner Widersprüche nicht mehr ausreicht. Ich werde demnächst einen Beitrag dazu verfassen auf nicht-feminist.de. Ich werde dir beizeiten einen Hinweis geben. Ich muss jetzt leider aufhören und kann ggf. auf eine Antwort nicht reagieren. Abschliessend möche ich noch meine Sympathie für deinen Optimismus und deine freundliche Aufnahme meiner Kritik erwähnen.
                 
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    Pingback: Zensur der Meinungsfreiheit – Die Angst geht um, beim “humanistischen Pressedienst” | ScienceFiles; Kritische Wissenschaft - Critical Science
    Yeph sagt:   
    April 14, 2015 um 3:18 nachmittags

    Hallo,

    Nachdem ich hier einige Kommentare durchgelesen habe, wollte ich einige Gedanken dazu äußern:

    M.E. ist der Kreationismus eine freie Erfindung die gegen jegliche Erkenntnis der aktuellen Forschung spricht. Die Entwicklung der Embryos so wie alle bisherigen Erkenntnisse zur Entwicklung der Lebewesen deuten darauf hin, dass wir uns alle aus einem gemeinsamen Vorfahren entwickelt haben.

    Der Genderismus ist etwas weniger deutlich anti-wissenschaftlich und einige Aussagen sind zumindest immer noch heftig umstritten. Dass sich Männchen und Weibchen in ihrem sozialen Verhalten meistens deutlich unterscheiden ist jedoch genauso unumstritten wie die Evolutionstheorie.

    Wissenschaftliche Erkenntnisse nicht zur Kenntnis zu nehmen, bzw. sie einfach zu leugnen, ist also ein gemeinsames Merkmal von Kreationismus und Genderismus.

    Das fanatische Festhalten an absurden Theorien ist ein weiteres Merkmal das beide Ideologien gemeinsam haben. Inwiefern man in den nächsten Jahr(zehnt)en beweisen kann was angeboren und was anerzogen ist steht wohl noch in den Sternen. Man kann vielleicht eher von Veranlagung und Prägung reden als von deterministischen biologischen Voraussetzungen.

    Ich kann mich z.B. an eine Zeit erinnern wo rosa bei Männern ziemlich beliebt war, vor allem bei Extremsportlern…. :-)

    Jede Art von Ideologie gegen wissenschaftliche Erkenntnis ist doof und das gilt wohl für Kreationismus, wie für Genderismus. Wo genau die Grenzen zur Unwissenschaftlichkeit beim Genderismus gezogen werden müssen, werden wir wohl irgendwann noch sehen. Auf dem Gebiet der Psychologie gibt es eine sehr ähnliche Unsicherheit, die keinesfalls heute schon wissenschaftlich geklärt ist.

    MfG
    Yeph
     
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    Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:   
    April 15, 2015 um 4:40 nachmittags

    Nicht, dass ich die Diskussion um die Evolutionstheorie nicht prinzipiell interessant fände, aber ich wundere mich schon, dass unser Text offensichtlich mehr Anlass zu dieser Diskussion gegeben hat als zu einer Diskussion des Status des Genderismus.

    Vielleicht zeigt das, dass Letzteres gar nicht mehr diskutiert zu werden braucht, und das wäre ja eine gute Nachricht!
     
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        Carsten Thumulla sagt:   
        April 15, 2015 um 5:05 nachmittags

        Das Problem ist immer, daß die Aktivisten die Themen bestimmen. Was die Masse nicht interessiert verschwindet nicht aus den Nachrichten. Was Geld bringt bleibt in den Nachrichten und bleibt ein Thema in der Gesellschaft, ob die das mehrheitlich will oder nicht. Das ist noch ein Beispiel, warum Demokratie nicht funktioniert.

        Carsten Thumulla
        —
        [Merkel]
        “Wie macht man Karriere in Deutschland, obwohl man nichts taugt?”
        Christoph Hörstel
         
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        Matthias sagt:   
        April 16, 2015 um 11:52 vormittags

        @ Dr. habil. Heike Diefenbach

        Das wäre ein gutes Zeichen, allerdings wäre es schon eine Diskussion wert, wie man die Genderei aus Politik, Medien und vor allem den Schulen und Hochschulen wieder herauskriegt.
         
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ce_drei_achtel

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Re: Zensur! Genderisten und Kreationisten protestieren gegen U. Kutschera
« Reply #4 on: April 29, 2015, 09:29:04 PM »

Mich erschreckt nicht nur, dass und wie schnell der hpd gelöscht hat, sondern auch wie unökonomisch die Diskussion über den Artikel von Herrn Prof. Kutschera geführt wird. Die Einen reissen hier ein Stück raus und da, die Anderen verweisen nach dem Löschen beim hpd auf den Cache von Google, obgleich jener bekanntlicherweise schon nach Stunden invalid sein wird. Alle reden und reden, aber Niemand hat den Text auf verlässliche Weise konserviert und wiedergegeben. Eine Bildschirmkopie gibt es, ich habe sie beim Suchen gesehen und verworfen, weil man sie weder zitieren kann noch erkenntlich ist, welche URLs der Text Prof. Kutscheras vermittelt. Gelehrte Diskussion in der Männerwelt, einer gelehrten Männerwelt mit Professoren und Habilitierten, aber so ungelehrig, dass das Original dem Verfall preisgegeben wird, selbst in dem Moment, wo man dieses Original noch in Händen hat und von der Zensur weiss. Die gelehrte Männerwelt hat mehr Brüche als ich je befürchtet hätte.

In dem (wenn auch kurzen) Artikel von Herrn Prof. Kutschera sind neun URLs versteckt, was allem Anschein nach das Werk des hpd ist. Eine Bildschirmkopie, so erfreulich ihr Fund auch ist, hat nur wenig Wert, sie gibt nicht einen einzigen davon preis. Neben dem so offen zutage liegenden Fehler mit dem Cache von Google erschreckt mich die fahrlässige Sorglosigkeit des Umgangs mit Quellmaterialien, die ich bei Akademikern ebenfalls nicht erwartet hätte, und schon gar nicht so grob fahrlässig.

Nachdem weder die Bildschirmkopie einen Sinn macht noch es eine konservierte Kopie im Cache von Google gibt, noch woanders die ursprüngliche Fassung zu finden war, erwies sich eine andere Suchmaschine als Rettung: Yahoo hat sechzehn Tage nach dem Erscheinen und fünfzehn Tage nach dem Löschen noch das Original gespeichert. Ein Internetexperte konnte es ausfindig machen und mir zur Verfügung stellen. Die versteckten URLs sind von Hand nachgetragen und können nun endlich benutzt werden.

Die Evolutionsbiologen haben, ich habe den Facebookartikel hier bereits eingefügt, eine Fassung des Texts von Herrn Prof. Kutschera online: http://evolutionsbiologen.de/media/files/2015-hpd-Universitaere-Pseudowissenschaft.pdf

Ob  es sich um die Ursprungsversion handelt oder schon eine nachgearbeitete, habe ich nicht überprüft. Mir geht es um die Konservierung der Erstveröffentlichung, an der sich das Feuer der Diskussion und der Zensur entzündete. Wer diese Veröffentlichung zu verhindern sucht, hat einen konkreten Grund, einen finanziellen Grund, einen ideologischen, einen von Wissenschaft sehr weit entfernten und ihr sehr feindlichen. Herrn Prof. Kutschera sei Dank für seine Worte. Wir sollten sie nutzen.

http://212.82.99.181/search/srpcache?p=http%3A%2F%2Fhpd.de%2Fartikel%2F11566&fr=yfp-t-911&ei=UTF-8&u=http://cc.bingj.com/cache.aspx?q=http%3a%2f%2fhpd.de%2fartikel%2f11566&d=4615811362849805&mkt=de-DE&setlang=de-DE&w=JjoPpFoA1W4zBxjuv3_IxaasLE-mx-_1&icp=1&.intl=de&sig=jkmS1h2a5xK6Gr6RDo.PFA--

[*quote*]
Dies ist die zwischengespeicherte Version der Seite für http://hpd.de/artikel/11566
Unten ist eine Momentaufnahme der Seite angezeigt, wie sie am 14.04.2015 angezeigt wurde (das letzte Datum, an dem unser Crawler sie besucht hat). Es handelt sich um die Version der Seite, die für das Ranking Ihrer Suchergebnisse verwendet wurde. Die Seite hat sich möglicherweise seit der letzten Zwischenspeicherung geändert. Damit Sie sehen können, was sich geändert hat (ohne die Markierungen), navigieren Sie zur aktuellen Seite.

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Wissenschaft
Kommentar

Universitäre Pseudowissenschaft

Von Ulrich Kutschera [1]

13. Apr 2015   

Schlagworte:

Evolution, Kreationismus, Gender
109Teilen
portrait_kutschera_stanford.jpg
Foto: U. Kutschera, Originalaufnahme 2014
Foto: U. Kutschera, Originalaufnahme 2014

STANFORD (CA, USA). (hpd) Vor zwei Monaten (Freitag, 13. Februar 2015) fand auf dem AAAS Annual Meeting in San Jose, Kalifornien (USA) ein Symposium zum Thema "Creationism in Europe" statt. Hierbei wurde neben der deutschen Anti-Darwin-Bewegung auch der damit geistesverwandte Genderismus thematisiert.

Die 1848 gegründete "American Association for the Advancement of Science (AAAS)" veranstaltet ein jährliches, internationales Wissenschaftlertreffen (Annual Meeting), das jeweils in einer größeren Stadt durchgeführt wird und bis zu 2000 Redner umfasst. Bereits 2007 wurde auf dem AAAS Annual Meeting in San Francisco, CA, das Thema "Is Anti-Evolutionism spreading in Europe?" diskutiert, wobei mir damals die Aufgabe übertragen worden war, über die deutsche Anti-Evo-Bewegung zu referieren. In einer anschließenden Pressekonferenz wurden die "Invited Speakers" gebeten, Vorschläge zur Eindämmung der wissenschaftsfeindlichen Kreationisten-Propaganda zu unterbreiten. Meine Anregung, den Begriff "Darwinismus" durch "Evolutionsbiologie" zu ersetzen, wurde positiv aufgenommen und in einem 2008-Science-Artikel [2] vertiefend begründet.

Im "Weismann-Jahr 2014" [3] wurde von den Organisatoren des AAAS Annual Meeting 2015 ein Symposium zum Thema "Creationism in Europe" durchgeführt, bei dem auch das mit dem deutschen Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie [4] kooperierende US National Center for Science Education (Oakland, CA) beteiligt war.

Die von zahlreichen Journalisten besuchte Vortragsveranstaltung führte zu einer lebhaften Diskussion, wobei die Information, dass die evangelikale Studiengemeinschaft Wort und Wissen (Sg. W+W), über ihr Mitglied Prof. Siegfried Scherer, die universitäre Webpage der TU München benutzt, um die pseudowissenschaftliche "Grundtypen-Biologie" zu bewerben [5], mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. [6] In einem am 7. April von der US-Journalistin Nala Rogers (Science Communication Program, UC Santa Cruz, CA) publizierten Interview mit dem Titel "Ulrich Kutschera, evolutionary biologist" [7] sind u. a. Details zur kreationistischen Unterwanderung des deutschen Biologieunterrichts dargelegt.

In der nur informell geführten Diskussion zum "Genderismus in Europa" wurde klar, dass diese fundamentalistische Anti-Darwin-Ideologie dieselben Wurzeln hat wie der wörtlich verstandene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus). Genderisten glauben, dass das "soziale Geschlecht" des Menschen, d. h. die Maskulinität und Femininität (Mann- bzw. Frau-Sein) unabhängig vom biologischen Geschlecht (XY- bzw. XX-Chromosomensatz, Testosteron- bzw. Östrogen-Pegel usw.) zum Ausdruck kommt, und als "gesellschaftliches Konstrukt" interpretiert werden kann. Eine faktenbasierte, naturwissenschaftliche Analyse dieses destruktiven, quasi-religiösen Glaubens steht derzeit noch aus, aber eine Schlussfolgerung kann definitiv gezogen werden [8]: "Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Biologie".

Die Diskussion in San Jose, CA, führte zum folgenden Konsens: Evolutionsbiologen sollten den Genderismus, eine universitäre Pseudowissenschaft, die den deutschen Steuerzahler jährlich viele Millionen Euro kostet, mit demselben Ernst analysieren und sachlich widerlegen, wie den damit geistesverwandten Kreationismus. [9]


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Über den Autor

    Ulrich Kutschera

    Prof. Dr. Ulrich Kutschera ist Evolutionsbiologe am Institut für Biologie der Universität Kassel. Zudem ist er Mitglied im Arbeitskreis Evolutionsbiologie.

Mehr vom Autor auf hpd:

    Universitäre Pseudowissenschaft
    Glauben heißt nicht wissen
    Darwinische Evolution im Mayr-Jahr 2015
    Ernst Mayr und der Evolutionäre Humanismus
    Pflanzen-Esoterik und Wunderglaube
[*/quote*]

Versteckte URLs:

[1] http://hpd.de/autor/ulrich-kutschera
[2] http://www.evolutionsbiologen.de/media/files/pdfs/Science09_Darwinism.pdf
[3] http://hpd.de/artikel/10455
[4] http://www.evolutionsbiologen.de/
[5] http://www.micbio.wzw.tum.de/cms/docs/scherer-anzeigen.php#Taxonomy
[6] http://hpd.de/artikel/9932
[7] http://scicom.ucsc.edu/publications/QandA/2015/kutschera.html
[8] http://hpd.de/node/4916
[9] http://hpd.de/node/12775
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ama

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Über einen Monat braucht der Humanistische Pressedienst, um endlichst mitzuteilen, daß er... Und so weiter. Über einen Monat. In der Zeit kann man ein ganzes Haus bauen.

Wie einfach wäre es doch gewesen, den Artikel NICHT zu löschen, sondern noch ein, zwei Sätze darunter zu schreiben, man würde das Thema eigenständig neu aufgreifen?

Der Humanistische Pressedienst ist ein eigen Thor...


http://hpd.de/artikel/11787

[*QUOTE*]
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Von Frank Nicolai

2. Jun 2015   

BERLIN. (hpd) Der Humanistische Pressedienst veröffentlichte am 13. April 2015 einen kurzen Artikel des Evolutionsbiologen Ulrich Kutschera. Darin setzte er die Gender-Studies mit der Lehre des Kreationismus gleich. Warum wurde der Artikel zurückgezogen?

Nach einer Diskussion innerhalb der Redaktion wurde beschlossen, den Artikel zurückzuziehen. Weder kam es zu einer äußeren Einmischung "einflussreicher Protagonisten" wie es Hans Peter Klein in der FAZ formulierte, noch war es die von der Position Kutscheras abweichende Meinung der Redaktionsmitglieder, die zu dieser Entscheidung führte.

Der Humanistische Pressedienst bemüht sich um eine differenzierte, wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen und lässt dabei auch Stimmen zu Wort kommen, die seiner Ausrichtung nicht entsprechen. Mehr noch: Kontroverse Meinungen sind ausdrücklich erwünscht, denn die aktive Förderung einer offenen Diskussions- und Streitkultur gehört zum Selbstverständnis des hpd.

Der streitbare Artikel von Prof. Dr. Ulrich Kutschera wurde aufgrund formaler Kriterien zurückgezogen, um die darin vertretene Position in eine Diskussionsreihe einzubetten. Sie soll somit als eine von vielen Perspektiven zur Debatte gestellt werden. Ulrich Kutschera wurde umgehend von dieser Entscheidung in Kenntnis gesetzt. Ihm wurde angeboten, seine Position im Zuge einer solchen Reihe zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal darzustellen. Von "Zensur" kann also nicht die Rede sein.

Die Frage nach der Rolle und Methode der Geschlechterforschung ist komplex. Sie steht – mitsamt ihrer normativen und politischen Implikationen – im Spannungsverhältnis der Natur- und Sozialwissenschaften. Die Redaktion des Humanistischen Pressedienstes hat den Anspruch dieser Komplexität gerecht zu werden. Daher werden in Kürze verschiedene Debattenbeiträge aus unterschiedlichen Fachdisziplinen veröffentlicht. (Als einen ersten Schritt kann dabei auch Ulrich Kutscheras heutige Rezension gelten, in der er seine streitbare These ebenfalls vertritt.)

Wir möchten Sie, liebe Leserinnen und liebe Leser, zu einer kontroversen und zugleich konstruktiven Diskussion einladen.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------
[*/QUOTE*]

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Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien

Der Skandal in Gelsenkirchen
Hamer-Anhänger in der Kinderklinik
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http://www.reimbibel.de/GBV-Kinderklinik-Gelsenkirchen.htm
http://www.kinderklinik-gelsenkirchen-kritik.de

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Einladung zur Diskussion? Neue Rubrik?
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Steine kann man nicht essen!

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Skeptiker reicht.  8)
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ama

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Re: Zensur! Genderisten und Kreationisten protestieren gegen U. Kutschera
« Reply #8 on: September 12, 2015, 07:36:28 AM »

Der Genderisten-Krieg tobt immer noch. Suchen nach "Kutschera" und "Gender" ...

Haben die Leute eigentlich nichts Sinnvolles zu tun?
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Kinderklinik Gelsenkirchen verstößt gegen die Leitlinien

Der Skandal in Gelsenkirchen
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