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Author Topic: Spendet für die armen Negerkinder!  (Read 688 times)

ama

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Spendet für die armen Negerkinder!
« on: September 04, 2015, 05:26:15 PM »

"Spendet für die armen Negerkinder!", betteln die Kirchen. Kennt man ja. Seit Jahrzehnten nichts anders als Betteln für die armen Neger. 's ist praktisch so, weil es davon so viele gibt. Und Kinder in Peru. Und Kinder in Indien. Und Kinder hier und Kinder da. Ob das Geld auch wirklich bei den Kindern ankommt, das wird selten nachgeprüft. Limburg hat da ganz andere Sorgen...

Aber das ist ja bloß die eine Seite. Hat sich jemals einer darum gekümmert, was aus denen wird, die das Geld geben? Jemals? In meinem Lieblingskäsblattl, der Süddeutschen, geht es heute um eine Spenderin. Sie hatte Geld und sie war großzügig. Jetzt ist sie 103 (!), lebt im Heim und Geld ist Mangelware. Das Dumme: Sie hat der Kirche gespendet. Geld. Viel Geld.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/oberfranken-jaehrige-fordert-spende-von-kirche-zurueck-1.2632855

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Home > Bayern > 103-Jährige will Spende von Kirche zurück

Erlebniswelten

4. September 2015, 07:15 Uhr
Oberfranken

103-Jährige fordert Spende von Kirche zurück

Eine verarmte Unternehmerin will 20 000 Euro von einer Kirchengemeinde in Oberfranken wiederhaben. Die Landeskirche fühlt sich "moralisch in den Schwitzkasten genommen".

Von Olaf Przybilla, Kirchenlamitz

Nein, von so einem Fall hatte Pfarrer Markus Rausch zuvor auch nie gehört und insofern, ja, hat sich der Kirchenvorstand von Kirchenlamitz grundlegend mit der Causa beschäftigen müssen. Dass dort alle einer Meinung gewesen wären, will der Pfarrer nicht behaupten, aber zu einer Entscheidung habe man sich eben durchgerungen. Und zwar in dem Sinn, dass die Bitte, die Spende einer ehemals vermögenden, nun aber verarmten Dame zurückzuzahlen, abschlägig beschieden wird. Der Pfarrer möchte nicht sagen, dass er schlaflose Nächte habe deshalb. Aber dass es ihm nachgeht, will er nicht verheimlichen. Und ja, man habe eine Anwaltskanzlei mit der Sache betraut. Auch die komme zum Ergebnis: nicht zurückzahlen.
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Eine schöne Einleitung. Die könnte fast von mir sein. Man darf ja nichts gegen die Kirche sagen. Aber wolln tät mer scho'... Und wie mer wolln tät!!!


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Die Frau, um die es geht, ist 103 Jahre alt, lebt in einem Heim und steht unter Betreuung. Sie stammt aus dem fränkischen Kirchenlamitz, die Zeitläufte haben sie nach 1945 nach Berlin verschlagen. Mit einer Großschlachterei ist es der Kriegswitwe gelungen, ein "erhebliches Vermögen aufzubauen", sagt der Anwalt Michael Flood. Und er möchte nicht verschweigen, dass die Unternehmerin vor allem im Ruhestand mit vollen Händen gegeben habe. Für sich selbst brauchte sie kaum etwas, gespendet aber habe sie, so oft es nur ging.

Die meisten der Gaben habe sie vor mehr als zehn Jahre veranlasst, an das Geld komme man kaum noch ran, sagt Flood. Das Traurige sei jetzt, dass die Heimkosten mit dem, was der Frau geblieben ist, nicht mehr bestritten werden können. Als der Anwalt beauftragt wurde, zu überprüfen, wo das ganze Geld geblieben ist, habe er erst mal alles rückgängig gemacht, was rückgängig zu machen ging. Am Ende stieß er, durch einen Zufall eher, auf eine Spende an die evangelische Kirchengemeinde in Höhe von 20 000 Euro.
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Ja nun, ein längliches Vorgeplänkel zur Wiedergabe der Stimmung und des Hintergrunds. Und der Summe: 20.000 Euro. Ist ja nun kein Pappenstiel, auch für jemanden, dessen Lebenserwartung bei Bankstern für keine Kreditwürdigkeit über die Minute des frühsten Vormittags hinaus reichen würde. Bei denen ist man schon beim Erreichen des Rentenalters abgeschrieben. Und mit 103? Da investieren Banker in Bestattungsgewerbe...

Aber soweit ist die Dame noch nicht. Auch Johannes Heesters legte noch ein paar Jahre drauf. Das ist der alten Dame auch zu wünschen. Aber bitte ohne Zigarren.

Die alte Dame war Witwe, baute ihre Firma und ein Vermögen auf, lebte aber sparsam. Soweit alles verständlich. Das Verhängnis: sie spendete....

Jetzt ist sie verarmt und braucht selbst Geld.


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Was Pfarrer Rausch in Rage bringt

Das Geld hätte er für die Frau nun gern zurück, hat Flood der Gemeinde mitgeteilt, der entsprechende Paragraf laute "Rückforderung wegen Verarmung des Schenkers". Zumal diese wohl letzte große Schenkung der Frau höchstens vier Jahre her sei und man sich nicht vorstellen könne, sagt der Anwalt, dass die Frau - sie war mindestens 98, als sie die Kirche beschenkte - noch voll geschäftsfähig gewesen sei zu der Zeit.
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Mit 98 Lenzen der Kirche noch etwas spenden, das ist mutig. Oder verwegen. Oder in Hoffnung auf einen Sonderplatz im "Himmel". Alte Leute sind leicht wunderlich. Die Einen sagen "gaga", die Anderen "nicht geschäftsfähig".


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Das ist einer der Punkte, die Pfarrer Rausch in Rage bringen. Sehr wohl habe die Frau ganz genau gewusst, was sie wolle, sagt er. Sogar betont habe sie, wie glücklich sie sei, dass mit ihrem Geld etwas Vernünftiges geschehe. Und auch deshalb sei es eben nicht so, dass die 20 000 Euro auf dem Gemeindekonto lägen und man nur abzuheben brauche. Mit dem Geld wurde die neue Kirchenheizung finanziert, ein lang gehegter Wusch in Kirchenlamitz.
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Die Frau, deren Geschäftsfähigkeit nun angezweifelt wird, bzw. deren Geld die Kirchler nicht wieder rausrücken wollen, hat im rüstigen Alter von 98 Jahren der Kirche 20.000 Euro gespendet. Wenn die Frau nicht geschäftstüchtig war, hätte die Kirche das Geld doch gar nicht nehmen dürfen, oder?

Das Geld ist weg. Nicht bei den Negerkindern, sondern um den Kirchgängern ihren Hintern zu wärmen: verbrannt in der Kirchenheizung.

Da, genau da, wird die Sache heiß, brandheiß, würde ich mal sagen wollen. Weil erstens das Geld investiert ist IN DER KIRCHE, VOR ORT, und weil die Nutznießer die KIRCHENGEMEINDE ist, also die Hubers und Müllers, die in die Kirche wieseln. Genau hier, in der Kirchenstruktur, genau da, wo Geld ist, da wird man moralisch:

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Von der Landeskirche bekommt Rausch da Rückendeckung. Man könne es nicht nachvollziehen, sagt Sprecher Johannes Minkus, dass die Kirche offenbar in den "moralischen Schwitzkasten genommen werden" solle, ohne dass amtlich festgestellt worden sei, ob womöglich Angehörige für die monatlich fehlenden 300 Euro aufkommen müssten. Flood winkt ab, habe er alles geprüft, er sehe da keine Chancen. Weshalb er die Gemeinde als Kompromiss gebeten habe, doch wenigstens die 300 Euro pro Monat zu übernehmen. Ohne Erfolg. Müsse man die Sache wohl juristisch ausfechten, sagt Flood, "das hätte ich allen gerne erspart".
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Hammer Nummer eins:

Die Landeskirche. DIE LANDESKIRCHE! DIE LANDESKIRCHE! Die Landeskirche reißt's Maul auf und stellt die Kirche über die Verwandten: Wenn Jemand spendet, ist das Geld weg, die Kirche hat's gefressen, und für die Versorgung des Spenders sind seine Verwandten zuständig. Die Verwandten kommen erst an zweiter Stelle. An erster Stelle kommt beim Geldeinsacken selbstverständlich die ehrwürdige Mutter Kirche!

Ob die alte Dame mit ihren seinerzeitigen 98 Jahren das geahnt hat? Ich glaube, der war ihr Hirn zu religiös vernebelt, als daß sie diese Sauerei in ihren schlimmstenAlbträumen geträumt hätte.


Hammer Nummer zwei:

"Die Kirche offenbar in den "moralischen Schwitzkasten genommen werden", mosert der Pfaffe. Von Verantwortung hält er ja wohl nicht viel, um nicht zu sagen gar nichts, der hochgeschätzte Herr "Sprecher Johannes Minkus". Ausgerechnet die Kirche, die immer von Moral faselt, ausgerechnet diese Kirche benutzt jetzt den Begriff "moralischer Schwitzkasten", wenn es um IHRE Verantwortlichkeit geht. Das Wort "dreist", selbst "rotzfrech" und andere Verbalitäten reichen nicht zur Beschreibung dessen, was sich die Kirche da erlaubt.

Von was für einer Moral ist denn diese Kirche? "Unmoral" trifft es wohl eher...


Hammer Nummer drei:

Selbst miese Erbsenzähler miesester Sorte würden bei "für die monatlich fehlenden 300 Euro aufkommen" das Rechnen anfangen.

Bei 300 Euro pro Monat sind 20.000 Euro 66,6 Monate, das sind 5 Jahre und ein halbes Jahr und rund drei Wochen.

Frage: Wird die Dame 108 Jahre alt werden? Wird sie Johannes Hesters überrunden?

Antwort: Wir wissen es nicht. Aber Zocker können auf alles wetten. Getreu der Bankster-Ideologie "kein Geld für Alte, weil..." können die LOCKER wetten, daß es billiger ist, 300 Euro im Monat zu zahlen als 20.000 Euro auf einmal.


Hammer Nummer vier:

Der Anwalt der alten Dame: "Weshalb er die Gemeinde als Kompromiss gebeten habe, doch wenigstens die 300 Euro pro Monat zu übernehmen."

Da kriegt die Gemeinde die BITTE vorgelegt, DIESE 300 EURO PRO MONAT zu zahlen. Doch diese Knicker wollen nicht einmal das!

300 Euro pro Monat. DREIHUNDERT EURO! Nicht einmal 300 Euro pro Monat ist dieser Kirche ein Mensch wert, der ihnen TAUSENDE gespendet hat.


Über die Kirche kann man sich hier informieren:

Pfarramt Kirchenlamitz
http://www.ev-luth-kirchenlamitz.de/

http://www.ev-luth-kirchenlamitz.de/sites/default/files/gemeindebriefe/2015-06_Kirchenfenster_Kirchenlamitz-WEB.pdf



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Juni 2015 - September 2015
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir ́s wohlgehe
und du lange lebest auf Erden.


(Der kleine Katechismus Martin Luthers: Das vierte Gebot)
(2. Mose 20,12)
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Das vierte Gebot: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir ́s wohlgehe und du lange lebest auf Erden."

Die katechistischen Uhren in Kirchenlamitz müssen dringend auf ihre Moralität überprüft werden. Dringend.

« Last Edit: September 04, 2015, 06:30:40 PM by ama »
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Borodor

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Re: Spendet für die armen Negerkinder!
« Reply #1 on: September 11, 2015, 09:07:24 PM »

Kirche und Moral? Im Jüdischen gibt es dafür das treffende Wort "Chuzpe"!


Kirche und Moral? Dann ist Graf Dracula ein Veganer.
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Thymian

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Re: Spendet für die armen Negerkinder!
« Reply #2 on: September 04, 2016, 11:49:24 AM »

Borodor schreef:

Kirche und Moral? Im Jüdischen gibt es dafür das treffende Wort "Chuzpe"!

Kirche und Moral? Dann ist Graf Dracula ein Veganer.



Wenn es nach Leichen nur so stinkt, ist die Kirche nicht weit...

Machtfalter

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Re: Spendet für die armen Negerkinder!
« Reply #3 on: August 28, 2017, 10:34:50 PM »

Das ist zwei Jahre her. Was ist inzwischen aus der alten Dame geworden? Konnte sie im Heim bleiben? Was passiert eigentlich, wenn die das Geld nicht aufbringen? Wird sie dann aus dem Heim geworfen? Falls ja, wohin kommt sie dann? Man kann die Frau doch nicht einfach auf die Straße setzen.

Ich kann nichts über sie finden. Keine  Zeitungsartikel, keine amtlichen Meldungen, gar nichts. Die "Süddeutsche" hat den Fall abgefressen, n-tv hat bei der "Süddeutschen" abgeschrieben (und das auch noch falsch), und das war's. Bei den Mitteilungen der Kirche, soweit noch auffindbar, ist auch nichts. Nicht einmal die Kirche erwähnt sie. Das nenne ich schäbig.

Die Moral von der Geschicht: Spende niemals der Kirche! Das Geld ist weg, und die gucken Einen nicht mal mit dem nackten Hintern an.

Die Tragödie der alten Dame reicht weit, sehr weit. Der Kirchenklüngel der Gemeinde hätte von der Landeskirche zusammengeschissen gehört wegen liederlichen Verhaltens. Aber die Landeskirche ist auch nicht besser. Um keinen Deut besser. Damit ist die gesamte Landeskirche ein Schandhaufen.

Aber wenn es nur das wäre! Die Zeitungen im ganzen Land sind auch nicht besser. Reaktionen in der Öffentlichkeit gab es auch keine. Das ganze Land is a Schand!

Solchen Leuten soll man spenden? Nie und nimmer!
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